{"id":4060,"date":"2026-06-07T01:56:47","date_gmt":"2026-06-06T23:56:47","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/at\/?p=4060"},"modified":"2026-06-08T02:38:44","modified_gmt":"2026-06-08T00:38:44","slug":"cyber-force","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/at\/cyber-force\/","title":{"rendered":"Die USA schaffen eine Cyber Force \u2013 Eine Analyse des Berichts der US-Kommission und seiner Bedeutung f\u00fcr die Ukraine"},"content":{"rendered":"<div style=\"color: #000000\">\n<p lang=\"de\" style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: bold\"><span style=\"font-family: Helvetica Neue, Helvetica, Arial, Nimbus Sans L, sans-serif\">Am 3. Juni 2026 ver\u00f6ffentlichten das Center for Strategic and International Studies (<a href=\"https:\/\/www.csis.org\/analysis\/csis-commission-us-cyber-force-generation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CSIS<\/a>) und das Projekt Cyber Solarium Commission 2.0 der Foundation for Defense of Democracies (FDD) den Abschlussbericht jener Kommission, die mit der Ausarbeitung eines Konzepts f\u00fcr die k\u00fcnftigen Cyberstreitkr\u00e4fte der Vereinigten Staaten beauftragt worden war.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div style=\"color: #333333;text-align: left\">\n<p style=\"text-align: left\">Der Bericht ist das Ergebnis einer zehnmonatigen Untersuchung, an der rund zwanzig ehemalige milit\u00e4rische Befehlshaber, Cyberoperatoren, Vertreter der Verteidigungsindustrie sowie unabh\u00e4ngige Wissenschaftler beteiligt waren.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Die Notwendigkeit einer amerikanischen Cyberstreitkraft<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Auf den ersten Blick mag der Bericht wie ein weiterer Baustein in einer langen Reihe amerikanischer Verteidigungsreformen erscheinen. Im Mittelpunkt steht der Vorschlag, mit der <em>Cyber Force<\/em> einen neuen milit\u00e4rischen Organisationsbereich zu schaffen. Tats\u00e4chlich geht der Bericht jedoch weit \u00fcber Fragen der Organisationsstruktur hinaus. Er spiegelt eine Erkenntnis wider, die sich in den Vereinigten Staaten nach mehr als einem Jahrzehnt praktischer Erfahrungen im Cyberraum herausgebildet hat. Das bestehende System kann mit der rasanten Entwicklung dieses Operationsraums zunehmend nicht mehr Schritt halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">F\u00fcr die Ukraine ist der Bericht von besonderem Interesse, da viele der Herausforderungen, auf die die Vereinigten Staaten heute reagieren, im Verlauf der Abwehr der russischen Aggression bereits konkrete Realit\u00e4t geworden sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die Kommission vermied bewusst eine Positionierung in der Frage, ob die Vereinigten Staaten eine eigenst\u00e4ndige Cyberstreitkraft schaffen sollten. Diese Debatte wird parallel im Kongress sowie von der National Academy of Sciences gef\u00fchrt. Der Auftrag der Kommission bestand vielmehr darin, ein Konzept f\u00fcr die Ausgestaltung einer solchen Organisation vorzulegen, falls die politische Entscheidung zu ihrer Schaffung getroffen wird. Wie Laurin Williams, stellvertretender Leiter des Programms f\u00fcr Strategische Technologien am CSIS, w\u00e4hrend einer <a href=\"https:\/\/www.fdd.org\/analysis\/2026\/06\/01\/findings-of-the-commission-on-cyber-force-generation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressekonferenz am 1. Juni<\/a> erkl\u00e4rte, befasst sich der Bericht mit den Ma\u00dfnahmen, die unmittelbar nach einer entsprechenden Entscheidung des Pr\u00e4sidenten umgesetzt werden m\u00fcssten.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Das Problem sind nicht die Operationen, sondern die F\u00e4higkeit zur Weiterentwicklung<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Die zentrale Aussage des Berichts l\u00e4sst sich leicht missverstehen. Die Kommission stellt keineswegs die Leistungsf\u00e4higkeit amerikanischer Cyberoperatoren infrage. Im Gegenteil. Das United States Cyber Command (USCYBERCOM), das 2009 gegr\u00fcndet wurde und seit 2018 den Status eines eigenst\u00e4ndigen Unified Combatant Command besitzt, z\u00e4hlt weiterhin zu den leistungsf\u00e4higsten milit\u00e4rischen Cyberorganisationen weltweit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Das eigentliche Problem ist struktureller Natur. Der pensionierte Konteradmiral Mark Montgomery, Leiter des FDD Center on Cyber and Technology Innovation, stellte fest, dass die bestehenden Systeme zur Rekrutierung, Ausbildung und Entwicklung von Cyberpersonal in den vergangenen sechs bis zw\u00f6lf Jahren die Entstehung neuer Cyberf\u00e4higkeiten eher behindert als gef\u00f6rdert h\u00e4tten. Als Beispiel f\u00fchrte er an, dass im Rahmen von Auswahlverfahren h\u00e4ufig nicht einmal gepr\u00fcft werde, ob Bewerber \u00fcber Programmierkenntnisse in Python verf\u00fcgen. Nach wie vor konzentrierten sich die Verfahren in erster Linie auf k\u00f6rperliche Anforderungen, w\u00e4hrend technische Spitzenqualifikationen oft nur eine untergeordnete Rolle spielten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Das Problem ist im Kern struktureller Natur. Cyberspezialisten sind derzeit auf Heer, Marine, Luftwaffe und das Marine Corps verteilt. Damit bestehen vier unterschiedliche Ausbildungssysteme, Personalmodelle und Besoldungsstrukturen f\u00fcr Kr\u00e4fte, die letztlich vergleichbare Aufgaben wahrnehmen. Gleichzeitig besitzt der Cyberbereich in keiner dieser Teilstreitkr\u00e4fte h\u00f6chste Priorit\u00e4t. Das Heer konzentriert sich auf Landoperationen, die Marine auf maritime Eins\u00e4tze und die Luftwaffe auf Luftoperationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Joshua Stiefel, einer der Vorsitzenden der Kommission und \u00fcber sieben Jahre hinweg f\u00fcr Cyberpolitik im Verteidigungsausschuss des Repr\u00e4sentantenhauses verantwortlich, vertritt die Auffassung, dass der Kongress die Grenzen dessen erreicht hat, was innerhalb des bestehenden Modells noch m\u00f6glich ist. Das Cyber Command verf\u00fcgt bereits \u00fcber die Befugnisse, die als erforderlich angesehen werden. Soll sein Verantwortungsbereich weiter ausgeweitet werden, m\u00fcssten Zust\u00e4ndigkeiten von den traditionellen Teilstreitkr\u00e4ften \u00fcbertragen werden. Genau hier st\u00f6\u00dft auch das Potenzial begrenzter Anpassungen und punktueller Reformen an seine Grenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Derartige Warnungen wurden bereits mehrfach ge\u00e4u\u00dfert. Im Februar 2025 r\u00e4umte der ehemalige Kommandeur des USCYBERCOM, General Paul Nakasone, ein, dass die Vereinigten Staaten gegen\u00fcber ihren Gegnern im Cyberraum an Boden verloren h\u00e4tten. Wenige Monate sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichte die ehemalige stellvertretende Nationale Sicherheitsberaterin Anne Neuberger in der Zeitschrift Foreign Affairs einen vielbeachteten Beitrag unter dem Titel \u201eChina gewinnt den Cyberkrieg\u201c. Im April 2026 berichtete Katie Sutton, die rangh\u00f6chste zivile Vertreterin des Pentagons f\u00fcr Cyberpolitik, vor dem Senat \u00fcber erhebliche Schwierigkeiten bei der Gewinnung, Bindung und Ausbildung qualifizierten Personals.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Mangel an hochqualifizierten Spezialisten<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Zu den bemerkenswertesten Erkenntnissen des Berichts geh\u00f6rt die Feststellung, dass die Vereinigten Staaten nicht unter einem akuten Mangel an Cyberspezialisten leiden. Montgomery r\u00e4umte ein, mit seiner fr\u00fcheren gegenteiligen Einsch\u00e4tzung falsch gelegen zu haben. Im Verlauf der Kommissionsarbeit erkl\u00e4rte ein Vertreter der NSA, das Angebot an qualifiziertem Personal sei deutlich gr\u00f6\u00dfer, als gemeinhin angenommen werde. Der entscheidende Engpass betrifft die hochqualifiziertesten Spezialisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die Kommission unterscheidet drei Kompetenzstufen:<\/p>\n<ol style=\"text-align: left\">\n<li style=\"text-align: left;margin-bottom: 8px\">Apprentice<\/li>\n<li style=\"text-align: left;margin-bottom: 8px\">Journeyman<\/li>\n<li style=\"text-align: left;margin-bottom: 8px\">Master<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left\">Der Mangel zeigt sich vor allem auf der h\u00f6chsten Qualifikationsstufe. Dieses Problem ist keineswegs auf die Vereinigten Staaten beschr\u00e4nkt. Es betrifft die meisten modernen Streitkr\u00e4fte, deren Auswahlverfahren und Karrierewege noch immer in hohem Ma\u00dfe auf k\u00f6rperlichen Anforderungen beruhen und weniger auf technologischer Spitzenkompetenz, etwa der F\u00e4higkeit zur Entwicklung von Exploitation-Tools oder hochentwickelten Cyberaufkl\u00e4rungswerkzeugen.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Die Cyber Force wird nicht zum Schutz von Servern geschaffen<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Der Bericht unterscheidet klar zwischen Cybersicherheit und Cyberkriegsf\u00fchrung. Die Cyber Force wird weder f\u00fcr den Betrieb der Netzwerke des Pentagons noch f\u00fcr die Verwaltung seiner Informationssysteme zust\u00e4ndig sein. Diese Aufgaben, die unter der Bezeichnung DODIN Operations zusammengefasst werden, verbleiben auch k\u00fcnftig beim Heer, der Marine, der Luftwaffe, dem Marine Corps und der Space Force. Jede Teilstreitkraft bleibt damit f\u00fcr ihre eigene Infrastruktur verantwortlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die neue Organisation soll sich stattdessen auf offensive und defensive Cyberoperationen, die Ausbildung von Operatoren, die Entwicklung neuer Cyberf\u00e4higkeiten sowie die Unterst\u00fctzung milit\u00e4rischer Eins\u00e4tze konzentrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Zur Veranschaulichung dieser Unterscheidung verwies Stiefel auf die sogenannten Hunt Forward Operations. Bei solchen Eins\u00e4tzen arbeiten amerikanische Cyberoperatoren auf Einladung eines verb\u00fcndeten Staates in dessen Netzwerken, um gegnerische Akteure zu identifizieren und deren Aktivit\u00e4ten zu analysieren. Dabei handelt es sich um ein Beispiel defensiver Cyberoperationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Der Betrieb, die Absicherung und die Verwaltung der eigenen Systeme geh\u00f6ren hingegen zum Aufgabenbereich von DODIN. Diese T\u00e4tigkeiten entsprechen im Wesentlichen den Aufgaben klassischer Systemadministratoren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Nach Auffassung der Kommission stellen der Schutz der eigenen Systeme und Operationen gegen einen Gegner zwei voneinander getrennte Aufgabenbereiche dar. Sie erfordern unterschiedliche Organisationsstrukturen, unterschiedliche Qualifikationen und teilweise auch unterschiedliche Arbeitsweisen.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">China, k\u00fcnstliche Intelligenz und das Tempo der Cyberkriegsf\u00fchrung<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Im Bericht wird China als wichtigster strategischer Rivale der Vereinigten Staaten beschrieben, auch wenn Russland weiterhin zu den schwerwiegendsten Bedrohungen z\u00e4hlt. Montgomery verwies auf Einsch\u00e4tzungen, denen zufolge China im Bereich offensiver Cyberoperationen \u00fcber etwa zehnmal so viele Operatoren verf\u00fcgt wie die Vereinigten Staaten. Zugleich betonte er, dass eine gr\u00f6\u00dfere Zahl von Operatoren nicht automatisch zu besseren Ergebnissen f\u00fchrt. Werden die Unterschiede jedoch gro\u00df genug, beeinflussen sie zwangsl\u00e4ufig die Gesamtf\u00e4higkeit, insbesondere angesichts der wachsenden Bedeutung k\u00fcnstlicher Intelligenz.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Der stellvertretende Vorsitzende der Kommission, der pensionierte Generalleutnant Edward Cardon, verwies auf einen im November 2025 ver\u00f6ffentlichten <a href=\"https:\/\/www.anthropic.com\/news\/disrupting-AI-espionage\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht des Unternehmens Anthropic<\/a>. Der Bericht untersucht den Einsatz agentenbasierter k\u00fcnstlicher Intelligenz durch China bei Cyberoperationen. Nach Einsch\u00e4tzung Cardons gewinnt die Zeitspanne zwischen der Entdeckung einer Bedrohung und der Einleitung von Gegenma\u00dfnahmen zunehmend an Bedeutung. Entscheidend sei, wie schnell neue Werkzeuge entwickelt, implementiert und operativ eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Vor diesem Hintergrund erscheinen traditionelle Beschaffungsverfahren, die sich h\u00e4ufig \u00fcber mehrere Monate erstrecken, zunehmend als wenig geeignet. Die F\u00e4higkeit, sich rasch an ver\u00e4nderte Rahmenbedingungen anzupassen, gewinnt gegen\u00fcber der schieren Gr\u00f6\u00dfe einer Organisation immer st\u00e4rker an Bedeutung.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Eine Milit\u00e4rorganisation nach dem Vorbild der Technologiebranche<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Eine der weitreichendsten Empfehlungen des Berichts betrifft die Personalstruktur. Die Kommission schl\u00e4gt vor, die Cyber Force ohne die traditionelle Laufbahngruppe der Mannschaftsdienstgrade aufzubauen. Stattdessen soll die Organisation aus Offizieren und Warrant Officers bestehen, also aus technischen Spezialisten, deren Aufgaben, Karrierewege und Entwicklungsm\u00f6glichkeiten ihrer Qualifikation besser entsprechen. Als Vorbild dient der United States Public Health Service.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Der Kommission zufolge erfordern anspruchsvolle Cyberoperationen Kenntnisse und F\u00e4higkeiten, die in vielerlei Hinsicht eher dem Berufsbild eines Offiziers entsprechen als traditionellen milit\u00e4rischen Verwendungen. Gleichzeitig erschweren die bestehenden Verg\u00fctungsstrukturen die Gewinnung und langfristige Bindung hochqualifizierter Spezialisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Deshalb werden zwei gleichwertige Karrierewege vorgeschlagen. Der eine f\u00fchrt in F\u00fchrungspositionen. Der andere er\u00f6ffnet die M\u00f6glichkeit, sich fachlich weiterzuentwickeln, ohne das eigene Spezialgebiet verlassen zu m\u00fcssen. Stiefel verglich dieses Modell mit Technologieunternehmen wie Google, in denen Ingenieure sowohl als F\u00fchrungskr\u00e4fte als auch als Spezialisten Karriere machen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus verwies er auf das 160. Special Operations Aviation Regiment, in dem Offiziere und Warrant Officers auf h\u00f6chstem Niveau eingesetzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Montgomery erl\u00e4uterte, wie ein solches Modell in der Praxis funktionieren k\u00f6nnte. Ein erheblicher Teil des Personals k\u00f6nnte aus zivilen Spezialisten bestehen und in einzelnen Einheiten bis zu 50 Prozent der Gesamtst\u00e4rke ausmachen. Gemeint sind Fachkr\u00e4fte, die sich nicht ohne Weiteres in traditionelle milit\u00e4rische Strukturen einf\u00fcgen, deren Kenntnisse und F\u00e4higkeiten jedoch nur schwer zu ersetzen sind. F\u00fcr diese Personen ist technische Expertise von gr\u00f6\u00dferer Bedeutung als Exerzierdienst oder klassische milit\u00e4rische F\u00fchrerausbildung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die Kommission empfiehlt eine Organisation mit rund 30.000 Angeh\u00f6rigen. Davon sollen etwa 20.000 aktive Soldaten sein, zwischen 3.500 und 5.000 der Nationalgarde angeh\u00f6ren und zwischen 5.000 und 6.000 als zivile Spezialisten oder Vertragskr\u00e4fte t\u00e4tig sein. Der Anteil ziviler Besch\u00e4ftigter l\u00e4ge damit bei rund 30 Prozent der Gesamtst\u00e4rke.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Das anf\u00e4ngliche Budget wird auf 10 bis 11 Milliarden US-Dollar gesch\u00e4tzt. Stiefel betonte, dass es dabei im Wesentlichen nicht um zus\u00e4tzliche Mittel gehe, sondern um bereits vorhandene Ressourcen, die derzeit auf vier verschiedene Teilstreitkr\u00e4fte verteilt seien. Im Haushaltsentwurf f\u00fcr das Fiskaljahr 2027 sind 7,7 Milliarden US-Dollar f\u00fcr Cyberoperationen vorgesehen.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Lehren aus der Space Force und die Risiken \u00fcberkommener Strukturen<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Die Kommission warnt davor, die Cyber Force lediglich durch die \u00dcberf\u00fchrung von Personal und Aufgaben aus den bestehenden Teilstreitkr\u00e4ften aufzubauen. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass die neue Organisation von Beginn an mit denselben Problemen belastet werde, die sie eigentlich l\u00f6sen soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Deshalb wird ein schrittweiser Aufbau empfohlen. Ziel ist es, innerhalb von 12 bis 18 Monaten in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen eine erste operative Einsatzf\u00e4higkeit zu erreichen. In der Anfangsphase soll Qualit\u00e4t Vorrang vor Quantit\u00e4t haben. F\u00fcr die Erlangung dieser ersten Einsatzf\u00e4higkeit werden rund 500 Spezialisten als ausreichend angesehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Als Vergleichsma\u00dfstab untersuchte die Kommission den Aufbau der US Space Force, die 2019 gegr\u00fcndet wurde. Montgomery verwies auf eine Aussage ihres ersten Kommandeurs, General John Raymond, der berichtete, in den ersten Wochen faktisch die einzige Person innerhalb der neuen Organisation gewesen zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die Kommission gelangt zu dem Schluss, dass die Vereinigten Staaten deutlich besser vorbereitet sein m\u00fcssen, wenn die Entscheidung zur Schaffung einer Cyber Force getroffen wird. Sobald die formale Anordnung erfolgt, m\u00fcssen Planung, F\u00fchrungsstrukturen und organisatorische Grundlagen bereits vorhanden sein. Andernfalls droht die Umsetzung auf \u00e4hnliche Widerst\u00e4nde zu sto\u00dfen wie einst die Aufstellung der Space Force, obwohl die politische Entscheidung bereits getroffen worden war.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Schlussfolgerungen f\u00fcr die Ukraine<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Die zentrale Frage lautet, weshalb dieser amerikanische Bericht gerade jetzt f\u00fcr die Ukraine von Bedeutung ist. Seit 2014 hat sich das Zusammenwirken staatlicher Akteure, Freiwilliger und unabh\u00e4ngiger Cyberspezialisten weitgehend ohne eine einheitliche Struktur oder \u00fcbergeordnete Planung entwickelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Im vergangenen Jahrzehnt hat InformNapalm gemeinsam mit ukrainischen Cyberspezialisten <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/?s=hacker\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hunderte von Cyberoperationen<\/a> und zahlreiche CYBINT-Untersuchungen durchgef\u00fchrt. Zu den Aktivit\u00e4ten geh\u00f6rten unter anderem die Ver\u00f6ffentlichung von Korrespondenz hochrangiger russischer Staatsbediensteter und Milit\u00e4rangeh\u00f6riger sowie die Analyse staatlicher russischer Strukturen auf Grundlage einer Kombination aus OSINT und CYBINT. Die ukrainischen Erfahrungen zeigen, dass die erfolgreichsten Operationen h\u00e4ufig aus dem Zusammenwirken staatlicher Akteure, Freiwilliger, der Privatwirtschaft und unabh\u00e4ngiger Forscher hervorgehen. Im Kern handelt es sich um ein Modell, dem die Vereinigten Staaten erst jetzt einen klareren institutionellen Rahmen zu geben versuchen.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">InformNapalm und die ukrainischen Erfahrungen im Cyberraum<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Die Operation <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/en\/?s=SurkovLeaks\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SurkovLeaks<\/a> im Jahr 2016 ist hierf\u00fcr ein anschauliches Beispiel. Sie zeigte, dass die Verbindung von Cyberoperationen, analytischer Auswertung und offenen Quellen strategische Wirkungen entfalten kann, die weit \u00fcber den eigentlichen Zugriff hinausgehen. Die ver\u00f6ffentlichten Dokumente erm\u00f6glichten die Aufdeckung zentraler Elemente der russischen hybriden Kriegf\u00fchrung gegen die Ukraine und wurden sp\u00e4ter zu einer wichtigen Quelle f\u00fcr zahlreiche internationale Studien und Analysen. Dasselbe Modell wurde in den folgenden Jahren wiederholt genutzt, um russische Milit\u00e4rstrukturen, Beh\u00f6rden, Nachrichtendienste und Hackergruppen offenzulegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Ukrainischen Cyberspezialisten gelang es zudem, ein <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/ukrainische-hacker\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Foto des Kommandeurs der russischen Milit\u00e4reinheit 26165<\/a> zu beschaffen, der vom FBI wegen seiner Beteiligung an den amerikanischen Pr\u00e4sidentschaftswahlen gesucht wurde. Damit erreichten sie etwas, woran amerikanische Spezialisten \u00fcber mehrere Jahre hinweg gescheitert waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Seit Beginn der gro\u00dfangelegten Invasion wurden offensive und nachrichtendienstlich ausgerichtete Cyberoperationen unter anderem von den ukrainischen Spezialoperationskr\u00e4ften, dem Milit\u00e4rnachrichtendienst HUR, dem Sicherheitsdienst SBU sowie weiteren Teilen der ukrainischen Streitkr\u00e4fte durchgef\u00fchrt. Hinzu kommen verschiedene patriotische Hackergruppen und Freiwilligenorganisationen. An ihrer Wirksamkeit bestehen kaum Zweifel. Zugleich sind viele der Probleme, die die amerikanische Kommission identifiziert hat, auch in der Ukraine seit Langem bekannt.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Die Notwendigkeit einer einheitlichen Cyberstruktur<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Erstens besitzt der Cyberbereich nach wie vor weder f\u00fcr eine einzelne ukrainische Beh\u00f6rde noch f\u00fcr eine Sicherheitsorganisation h\u00f6chste Priorit\u00e4t. Wie in den Vereinigten Staaten sind die Spezialisten auf verschiedene Institutionen mit unterschiedlichen Kernaufgaben verteilt. Aus den amerikanischen Erfahrungen l\u00e4sst sich in dieser Hinsicht eine klare Lehre ableiten. Solange keine Organisation existiert, deren Kernauftrag im Cyberbereich liegt, werden sowohl Ressourcen als auch Fachkompetenz zersplittert bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die Folge ist, dass hochqualifizierte Cyberspezialisten h\u00e4ufig f\u00fcr Aufgaben eingesetzt werden, bei denen ihr Fachwissen nicht optimal genutzt wird. Sie k\u00f6nnen in Sch\u00fctzengr\u00e4ben eingesetzt werden, regul\u00e4re Sicherungsaufgaben \u00fcbernehmen, k\u00f6rperliche Eignungstests absolvieren oder Zeit mit milit\u00e4rischen Verwaltungsaufgaben verbringen. Jede Organisation verf\u00fcgt \u00fcber eigene Regeln, Abl\u00e4ufe und Priorit\u00e4ten. Dadurch bleibt der Cyberbereich h\u00e4ufig eine Nebenaufgabe und wird nicht zum eigentlichen Schwerpunkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Zweitens besteht die Herausforderung nicht l\u00e4nger darin, einzelne Talente zu finden, sondern eine langfristig tragf\u00e4hige nationale F\u00e4higkeit zu entwickeln. Ukrainische Operatoren haben bereits gezeigt, wozu sie in der Lage sind. Die entscheidende Frage lautet, wie einzelne Erfolge in eine F\u00e4higkeit \u00fcberf\u00fchrt werden k\u00f6nnen, die dauerhaft erhalten, weiterentwickelt und gest\u00e4rkt werden kann. Genau diese Frage steht im Mittelpunkt des amerikanischen Berichts und geh\u00f6rt zugleich zu den wichtigsten Herausforderungen der Ukraine.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Zivile Spezialisten und technische Karrierewege<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Drittens sollten zivile Spezialisten als integraler Bestandteil der Struktur betrachtet werden und nicht als vor\u00fcbergehende Unterst\u00fctzungsressource. Wenn selbst das Pentagon eine Organisation plant, in der zivile Besch\u00e4ftigte bis zu 30 Prozent des Personals ausmachen und in einzelnen Einheiten sogar die H\u00e4lfte der Gesamtst\u00e4rke stellen k\u00f6nnen, erscheint dies aus ukrainischer Perspektive keineswegs ungew\u00f6hnlich. Im Gegenteil. Es spiegelt eine Realit\u00e4t wider, die durch das umfangreiche Netzwerk freiwilliger Cyberspezialisten bereits heute besteht. Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob ein solches Modell existieren soll, sondern wie es institutionell eingebunden und rechtlich geregelt werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Viertens muss der technische Karriereweg denselben Stellenwert erhalten wie der administrative. Hochqualifizierte Ingenieure sollten nicht gezwungen sein, F\u00fchrungsaufgaben zu \u00fcbernehmen, nur um beruflich aufsteigen oder bef\u00f6rdert werden zu k\u00f6nnen. Das von der Kommission vorgeschlagene Modell mit zwei parallelen Karrierewegen soll eines der grundlegenden Probleme moderner Cyberorganisationen l\u00f6sen. Es geht darum, wie hochqualifizierte Spezialisten im System gehalten werden k\u00f6nnen, obwohl die Privatwirtschaft h\u00e4ufig h\u00f6here Geh\u00e4lter und gr\u00f6\u00dfere Flexibilit\u00e4t bietet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">In traditionellen Milit\u00e4rorganisationen ist die berufliche Entwicklung eng mit F\u00fchrungsverantwortung und administrativen Funktionen verbunden. Im Cyberbereich k\u00f6nnen die wertvollsten Ressourcen hingegen Spezialisten mit tiefgehender technischer Expertise sein, etwa Entwickler, Kryptografen, Datenanalysten, Fachleute f\u00fcr Reverse Engineering oder Systemarchitekten. Werden solche Fachkr\u00e4fte in administrative Funktionen versetzt, besteht die Gefahr, dass eine Organisation genau jene Kompetenzen verliert, die den gr\u00f6\u00dften Beitrag zu ihrer Leistungsf\u00e4higkeit leisten.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Cyberreserve, Gesetzgebung und der weitere Handlungsbedarf<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Die Botschaft der Kommission lautet im Kern, dass ein hochqualifizierter Ingenieur f\u00fcr die Sicherheit eines Staates ebenso bedeutsam sein kann wie ein milit\u00e4rischer Kommandeur. Deshalb m\u00fcssen M\u00f6glichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung, angemessene Anerkennung und wettbewerbsf\u00e4hige Rahmenbedingungen geschaffen werden, ohne dass Spezialisten gezwungen sind, ihr Fachgebiet aufzugeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">F\u00fcnftens hebt der Bericht die Bedeutung einer leistungsf\u00e4higen Cyberreserve sowie einer engen Abstimmung zwischen nationaler und regionaler Ebene hervor. Die Kommission empfiehlt, der Nationalgarde eine Schl\u00fcsselrolle zuzuweisen, da sie sowohl bei f\u00f6deralen als auch bei regionalen Eins\u00e4tzen eingesetzt werden kann, unter anderem bei der Wiederherstellung kritischer Infrastrukturen nach Cyberangriffen. F\u00fcr die Ukraine spricht dies f\u00fcr die Notwendigkeit einer vollst\u00e4ndig ausgebauten Cyberreserve mit einer klaren gesetzlichen Grundlage.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Im Jahr 2025 billigte das ukrainische Parlament in erster <a href=\"https:\/\/itd.rada.gov.ua\/billinfo\/Bills\/Card\/45453\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lesung den Gesetzentwurf Nr. 12349<\/a> zur Schaffung von Cyberstreitkr\u00e4ften. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Beitrags im Juni 2026 war das Gesetz noch nicht endg\u00fcltig verabschiedet. Die Fragen, die die amerikanische Kommission in den Mittelpunkt stellt, betreffen die Gewinnung, Ausbildung und langfristige Bindung von Spezialisten, die Einbindung ziviler Fachkr\u00e4fte sowie die Ausgestaltung technischer Karrierewege. Genau diese Fragen wird auch die Ukraine beantworten m\u00fcssen, sollte dieses oder ein vergleichbares Gesetzgebungsvorhaben umgesetzt werden.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Zentrale Schlussfolgerungen<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Der amerikanische Bericht liefert keine fertige L\u00f6sung. Er stellt jedoch einen Ansatz vor, der auf die amerikanischen Rahmenbedingungen zugeschnitten ist und anderen Staaten als Orientierung dienen kann. Genau darin liegt sein Wert f\u00fcr die Ukraine. Es geht nicht darum, das amerikanische Modell zu kopieren, sondern die dahinterstehende Logik zu verstehen. Diese Logik wird in weiten Teilen durch die Erfahrungen der Ukraine best\u00e4tigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Wenn selbst die Vereinigten Staaten mit dem weltweit gr\u00f6\u00dften Verteidigungshaushalt zu der Einsch\u00e4tzung gelangt sind, dass eine eigenst\u00e4ndige Cyberstreitkraft erforderlich ist, dann ist die Frage ukrainischer Cyberstreitkr\u00e4fte l\u00e4ngst keine Zukunftsfrage mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">In den Kriegen der Zukunft wird der Erfolg davon abh\u00e4ngen, wer seine Cyberf\u00e4higkeiten am schnellsten aufbauen, weiterentwickeln und mit den \u00fcbrigen milit\u00e4rischen Dom\u00e4nen wirksam vernetzen kann.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Von einzelnen Operationen zur nationalen F\u00e4higkeit<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Das Paradoxe besteht darin, dass die Vereinigten Staaten heute versuchen, institutionell zu verankern, was die Ukraine \u00fcber viele Jahre hinweg unter den Bedingungen des Krieges durch das Zusammenwirken staatlicher Akteure, freiwilliger Netzwerke, Cyberspezialisten, Nachrichtendienstmitarbeiter und OSINT-Analysten aufbauen musste.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die amerikanischen Experten sind zu dem Schluss gelangt, dass die \u00dcberlegenheit im Cyberraum weder durch einzelne erfolgreiche Operationen noch allein durch die Anzahl qualifizierter Operatoren entschieden wird. Ausschlaggebend ist vielmehr die F\u00e4higkeit eines Staates, milit\u00e4risches Personal, Reservisten, zivile Spezialisten, Wissenschaftler und die Privatwirtschaft rasch in einer integrierten Cyberstruktur zusammenzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Vor diesem Hintergrund wird in Washington derzeit die Schaffung einer Cyber Force mit rund 30.000 Angeh\u00f6rigen und einem Budget von 10 bis 11 Milliarden US-Dollar diskutiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Ukrainische Cyberspezialisten haben ihre Leistungsf\u00e4higkeit bereits unter den Bedingungen eines andauernden Krieges unter Beweis gestellt. Die Herausforderung besteht l\u00e4ngst nicht mehr darin, einzelne Talente zu identifizieren oder einzelne erfolgreiche Operationen durchzuf\u00fchren. Entscheidend ist vielmehr, wie diese Erfolge in eine langfristige und systematisch aufgebaute nationale F\u00e4higkeit \u00fcberf\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die Schaffung ukrainischer Cyberstreitkr\u00e4fte w\u00fcrde es erm\u00f6glichen, den bereits bestehenden Formen der Zusammenarbeit eine klare organisatorische und rechtliche Grundlage zu geben, eine Cyberreserve aufzubauen, die strategische Planung zu st\u00e4rken und bestehende Strukturen gezielt weiterzuentwickeln.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Die Notwendigkeit einer rechtlichen und institutionellen Grundlage<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Der wesentliche Unterschied zwischen der Ukraine und den Vereinigten Staaten besteht darin, dass in Washington bereits \u00fcber die zuk\u00fcnftige Ausgestaltung der Cyberstreitkr\u00e4fte diskutiert wird, w\u00e4hrend die Ukraine den notwendigen Gesetzgebungsprozess f\u00fcr die Schaffung einer umfassenden rechtlichen Grundlage ihrer eigenen Cyberstreitkr\u00e4fte noch nicht abgeschlossen hat. Gleichzeitig werden viele dieser Funktionen bereits heute faktisch von unterschiedlichen Gruppierungen wahrgenommen, denen zwar ein formeller Status und eigene Haushaltsmittel fehlen, die jedoch Ergebnisse erzielen, um die sie selbst amerikanische Nachrichtendienste beneiden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Deshalb stellen weder die Technologie noch die Spezialisten oder die operative Erfahrung die gr\u00f6\u00dfte Einschr\u00e4nkung f\u00fcr die Ukraine dar. Die entscheidende Herausforderung bleibt das Fehlen eines vollst\u00e4ndigen rechtlichen und institutionellen Rahmens f\u00fcr die Cyberstreitkr\u00e4fte des Landes.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Will die Ukraine ihre bestehenden Vorteile nicht nur bewahren, sondern ihre Position als einer der weltweit f\u00fchrenden Akteure im Cyberraum als Bestandteil moderner Kriegf\u00fchrung weiter ausbauen, erfordert diese Frage politische Entscheidungen bereits heute.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Hintergrundinformationen zum Artikel<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: bold\">Warrant officers<\/span> bilden in den Streitkr\u00e4ften der Vereinigten Staaten, des Vereinigten K\u00f6nigreichs und einiger weiterer Staaten eine eigenst\u00e4ndige Personalkategorie. Sie nehmen eine Stellung zwischen Unteroffizieren und Offizieren ein und sind in der Regel technische Spezialisten mit langj\u00e4hriger Berufserfahrung sowie hoher fachlicher Expertise in ihren jeweiligen T\u00e4tigkeitsbereichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: bold\">Das 160th Special Operations Aviation Regiment (Airborne) der US Army<\/span>, besser bekannt unter seinem Beinamen <span style=\"font-weight: bold\">Night Stalkers<\/span>, z\u00e4hlt zu den Eliteverb\u00e4nden der amerikanischen Spezialoperationskr\u00e4fte. Das Regiment ist f\u00fcr Luftverlegungen, Evakuierungsoperationen, Feuerunterst\u00fctzung sowie die Unterst\u00fctzung von Spezialeinheiten wie Delta Force, den Navy SEALs und den Green Berets verantwortlich. Es operiert unter den anspruchsvollsten Einsatzbedingungen und ist rund um die Uhr einsatzbereit.<\/p>\n<hr style=\"width: 35%;margin: 20px 0;border: 0;border-top: 1px solid #ccc\" align=\"left\" \/>\n<p style=\"text-align: left\">Die Analyse stammt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/burkonews\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Roman Burko<\/a>, dem Gr\u00fcnder von <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/category\/lageberichte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">InformNapalm<\/a>.<\/p>\n<hr style=\"width: 75%;margin: 20px 0;border: 0;border-top: 1px solid #ccc\" align=\"left\" \/>\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.5rem;font-weight: bold\">Weitere Artikel von InformNapalm<\/h2>\n<ul style=\"text-align: left\">\n<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/gonets\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">CYBINT-Operation gegen Gonets, das russische Gegenst\u00fcck zu Starlink<\/span><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/poljus-24\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Poljus-24, Cyberoperation im Zusammenhang mit russischen Atomstreitkr\u00e4ften<\/span><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/ryssland-starlink-attackdronare-sanktionsundvikande\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Russland weitet den Einsatz von Starlink auf Angriffsdrohnen aus und umgeht Sanktionen<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr align=\"left\" width=\"100%\" \/>\n<p style=\"text-align: left !important\"><span style=\"color: #000000\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/fr\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" width=\"150\" height=\"68\" \/><span style=\"color: #333333\">Es steht Ihnen frei, dieses Material zu teilen, aber f\u00fcgen Sie bitte einen Link zur <span style=\"font-weight: bold\"><span style=\"color: #000000\"><a style=\"color: #000000\" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/category\/aktuell\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Quelle<\/a><\/span><\/span> hinzu. Creative Commons \u2013 Attribution 4.0 International \u2013 CC BY 4.0. <\/span><\/span><span style=\"color: #000000\"><span style=\"color: #333333\">Folgen Sie uns auf<\/span> <span style=\"font-weight: bold\"><a style=\"color: #000000\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/informnapalm24\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Facebook<\/a><\/span> <span style=\"color: #333333\">und<\/span> <span style=\"font-weight: bold\"><a style=\"color: #000000\" href=\"https:\/\/twitter.com\/informnapalm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Twitter<\/a><\/span><span style=\"color: #333333\">.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left !important\">InformNapalm erh\u00e4lt keine finanzielle Unterst\u00fctzung von irgendeiner Regierung oder einem Sponsor. Die Finanzierung erfolgt ausschlie\u00dflich durch freiwillige Unterst\u00fctzer und Leser. Sie k\u00f6nnen InformNapalm auch unterst\u00fctzen, indem Sie monatliche <span style=\"font-weight: bold\"><a style=\"color: #000000\" href=\"https:\/\/www.buymeacoffee.com\/informnapalm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Minispenden<\/a> <\/span> \u00fcber BuyMeACoffee t\u00e4tigen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 3. 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style=\"font-family: Helvetica Neue, Helvetica, Arial, Nimbus Sans L, sans-serif\">Am 3. Juni 2026 ver\u00f6ffentlichten das Center for Strategic and International Studies (<a href=\"https:\/\/www.csis.org\/analysis\/csis-commission-us-cyber-force-generation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CSIS<\/a>) und das Projekt Cyber Solarium Commission 2.0 der Foundation for Defense of Democracies (FDD) den Abschlussbericht jener Kommission, die mit der Ausarbeitung eines Konzepts f\u00fcr die k\u00fcnftigen Cyberstreitkr\u00e4fte der Vereinigten Staaten beauftragt worden war.<\/span><\/span><\/p>\r\n\r\n<\/div>\r\n<div style=\"color: #333333;text-align: left\">\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Bericht ist das Ergebnis einer zehnmonatigen Untersuchung, an der rund zwanzig ehemalige milit\u00e4rische Befehlshaber, Cyberoperatoren, Vertreter der Verteidigungsindustrie sowie unabh\u00e4ngige Wissenschaftler beteiligt waren.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Die Notwendigkeit einer amerikanischen Cyberstreitkraft<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Auf den ersten Blick mag der Bericht wie ein weiterer Baustein in einer langen Reihe amerikanischer Verteidigungsreformen erscheinen. Im Mittelpunkt steht der Vorschlag, mit der <em>Cyber Force<\/em> einen neuen milit\u00e4rischen Organisationsbereich zu schaffen. Tats\u00e4chlich geht der Bericht jedoch weit \u00fcber Fragen der Organisationsstruktur hinaus. Er spiegelt eine Erkenntnis wider, die sich in den Vereinigten Staaten nach mehr als einem Jahrzehnt praktischer Erfahrungen im Cyberraum herausgebildet hat. Das bestehende System kann mit der rasanten Entwicklung dieses Operationsraums zunehmend nicht mehr Schritt halten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">F\u00fcr die Ukraine ist der Bericht von besonderem Interesse, da viele der Herausforderungen, auf die die Vereinigten Staaten heute reagieren, im Verlauf der Abwehr der russischen Aggression bereits konkrete Realit\u00e4t geworden sind.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Kommission vermied bewusst eine Positionierung in der Frage, ob die Vereinigten Staaten eine eigenst\u00e4ndige Cyberstreitkraft schaffen sollten. Diese Debatte wird parallel im Kongress sowie von der National Academy of Sciences gef\u00fchrt. Der Auftrag der Kommission bestand vielmehr darin, ein Konzept f\u00fcr die Ausgestaltung einer solchen Organisation vorzulegen, falls die politische Entscheidung zu ihrer Schaffung getroffen wird. Wie Laurin Williams, stellvertretender Leiter des Programms f\u00fcr Strategische Technologien am CSIS, w\u00e4hrend einer <a href=\"https:\/\/www.fdd.org\/analysis\/2026\/06\/01\/findings-of-the-commission-on-cyber-force-generation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressekonferenz am 1. Juni<\/a> erkl\u00e4rte, befasst sich der Bericht mit den Ma\u00dfnahmen, die unmittelbar nach einer entsprechenden Entscheidung des Pr\u00e4sidenten umgesetzt werden m\u00fcssten.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Das Problem sind nicht die Operationen, sondern die F\u00e4higkeit zur Weiterentwicklung<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die zentrale Aussage des Berichts l\u00e4sst sich leicht missverstehen. Die Kommission stellt keineswegs die Leistungsf\u00e4higkeit amerikanischer Cyberoperatoren infrage. Im Gegenteil. Das United States Cyber Command (USCYBERCOM), das 2009 gegr\u00fcndet wurde und seit 2018 den Status eines eigenst\u00e4ndigen Unified Combatant Command besitzt, z\u00e4hlt weiterhin zu den leistungsf\u00e4higsten milit\u00e4rischen Cyberorganisationen weltweit.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Das eigentliche Problem ist struktureller Natur. Der pensionierte Konteradmiral Mark Montgomery, Leiter des FDD Center on Cyber and Technology Innovation, stellte fest, dass die bestehenden Systeme zur Rekrutierung, Ausbildung und Entwicklung von Cyberpersonal in den vergangenen sechs bis zw\u00f6lf Jahren die Entstehung neuer Cyberf\u00e4higkeiten eher behindert als gef\u00f6rdert h\u00e4tten. Als Beispiel f\u00fchrte er an, dass im Rahmen von Auswahlverfahren h\u00e4ufig nicht einmal gepr\u00fcft werde, ob Bewerber \u00fcber Programmierkenntnisse in Python verf\u00fcgen. Nach wie vor konzentrierten sich die Verfahren in erster Linie auf k\u00f6rperliche Anforderungen, w\u00e4hrend technische Spitzenqualifikationen oft nur eine untergeordnete Rolle spielten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Das Problem ist im Kern struktureller Natur. Cyberspezialisten sind derzeit auf Heer, Marine, Luftwaffe und das Marine Corps verteilt. Damit bestehen vier unterschiedliche Ausbildungssysteme, Personalmodelle und Besoldungsstrukturen f\u00fcr Kr\u00e4fte, die letztlich vergleichbare Aufgaben wahrnehmen. Gleichzeitig besitzt der Cyberbereich in keiner dieser Teilstreitkr\u00e4fte h\u00f6chste Priorit\u00e4t. Das Heer konzentriert sich auf Landoperationen, die Marine auf maritime Eins\u00e4tze und die Luftwaffe auf Luftoperationen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Joshua Stiefel, einer der Vorsitzenden der Kommission und \u00fcber sieben Jahre hinweg f\u00fcr Cyberpolitik im Verteidigungsausschuss des Repr\u00e4sentantenhauses verantwortlich, vertritt die Auffassung, dass der Kongress die Grenzen dessen erreicht hat, was innerhalb des bestehenden Modells noch m\u00f6glich ist. Das Cyber Command verf\u00fcgt bereits \u00fcber die Befugnisse, die als erforderlich angesehen werden. Soll sein Verantwortungsbereich weiter ausgeweitet werden, m\u00fcssten Zust\u00e4ndigkeiten von den traditionellen Teilstreitkr\u00e4ften \u00fcbertragen werden. Genau hier st\u00f6\u00dft auch das Potenzial begrenzter Anpassungen und punktueller Reformen an seine Grenzen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Derartige Warnungen wurden bereits mehrfach ge\u00e4u\u00dfert. Im Februar 2025 r\u00e4umte der ehemalige Kommandeur des USCYBERCOM, General Paul Nakasone, ein, dass die Vereinigten Staaten gegen\u00fcber ihren Gegnern im Cyberraum an Boden verloren h\u00e4tten. Wenige Monate sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichte die ehemalige stellvertretende Nationale Sicherheitsberaterin Anne Neuberger in der Zeitschrift Foreign Affairs einen vielbeachteten Beitrag unter dem Titel \u201eChina gewinnt den Cyberkrieg\u201c. Im April 2026 berichtete Katie Sutton, die rangh\u00f6chste zivile Vertreterin des Pentagons f\u00fcr Cyberpolitik, vor dem Senat \u00fcber erhebliche Schwierigkeiten bei der Gewinnung, Bindung und Ausbildung qualifizierten Personals.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Mangel an hochqualifizierten Spezialisten<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Zu den bemerkenswertesten Erkenntnissen des Berichts geh\u00f6rt die Feststellung, dass die Vereinigten Staaten nicht unter einem akuten Mangel an Cyberspezialisten leiden. Montgomery r\u00e4umte ein, mit seiner fr\u00fcheren gegenteiligen Einsch\u00e4tzung falsch gelegen zu haben. Im Verlauf der Kommissionsarbeit erkl\u00e4rte ein Vertreter der NSA, das Angebot an qualifiziertem Personal sei deutlich gr\u00f6\u00dfer, als gemeinhin angenommen werde. Der entscheidende Engpass betrifft die hochqualifiziertesten Spezialisten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Kommission unterscheidet drei Kompetenzstufen:<\/p>\r\n\r\n<ol style=\"text-align: left\">\r\n \t<li style=\"text-align: left;margin-bottom: 8px\">Apprentice<\/li>\r\n \t<li style=\"text-align: left;margin-bottom: 8px\">Journeyman<\/li>\r\n \t<li style=\"text-align: left;margin-bottom: 8px\">Master<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Mangel zeigt sich vor allem auf der h\u00f6chsten Qualifikationsstufe. Dieses Problem ist keineswegs auf die Vereinigten Staaten beschr\u00e4nkt. Es betrifft die meisten modernen Streitkr\u00e4fte, deren Auswahlverfahren und Karrierewege noch immer in hohem Ma\u00dfe auf k\u00f6rperlichen Anforderungen beruhen und weniger auf technologischer Spitzenkompetenz, etwa der F\u00e4higkeit zur Entwicklung von Exploitation-Tools oder hochentwickelten Cyberaufkl\u00e4rungswerkzeugen.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Die Cyber Force wird nicht zum Schutz von Servern geschaffen<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Bericht unterscheidet klar zwischen Cybersicherheit und Cyberkriegsf\u00fchrung. Die Cyber Force wird weder f\u00fcr den Betrieb der Netzwerke des Pentagons noch f\u00fcr die Verwaltung seiner Informationssysteme zust\u00e4ndig sein. Diese Aufgaben, die unter der Bezeichnung DODIN Operations zusammengefasst werden, verbleiben auch k\u00fcnftig beim Heer, der Marine, der Luftwaffe, dem Marine Corps und der Space Force. Jede Teilstreitkraft bleibt damit f\u00fcr ihre eigene Infrastruktur verantwortlich.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die neue Organisation soll sich stattdessen auf offensive und defensive Cyberoperationen, die Ausbildung von Operatoren, die Entwicklung neuer Cyberf\u00e4higkeiten sowie die Unterst\u00fctzung milit\u00e4rischer Eins\u00e4tze konzentrieren.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Zur Veranschaulichung dieser Unterscheidung verwies Stiefel auf die sogenannten Hunt Forward Operations. Bei solchen Eins\u00e4tzen arbeiten amerikanische Cyberoperatoren auf Einladung eines verb\u00fcndeten Staates in dessen Netzwerken, um gegnerische Akteure zu identifizieren und deren Aktivit\u00e4ten zu analysieren. Dabei handelt es sich um ein Beispiel defensiver Cyberoperationen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Betrieb, die Absicherung und die Verwaltung der eigenen Systeme geh\u00f6ren hingegen zum Aufgabenbereich von DODIN. Diese T\u00e4tigkeiten entsprechen im Wesentlichen den Aufgaben klassischer Systemadministratoren.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Nach Auffassung der Kommission stellen der Schutz der eigenen Systeme und Operationen gegen einen Gegner zwei voneinander getrennte Aufgabenbereiche dar. Sie erfordern unterschiedliche Organisationsstrukturen, unterschiedliche Qualifikationen und teilweise auch unterschiedliche Arbeitsweisen.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">China, k\u00fcnstliche Intelligenz und das Tempo der Cyberkriegsf\u00fchrung<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Im Bericht wird China als wichtigster strategischer Rivale der Vereinigten Staaten beschrieben, auch wenn Russland weiterhin zu den schwerwiegendsten Bedrohungen z\u00e4hlt. Montgomery verwies auf Einsch\u00e4tzungen, denen zufolge China im Bereich offensiver Cyberoperationen \u00fcber etwa zehnmal so viele Operatoren verf\u00fcgt wie die Vereinigten Staaten. Zugleich betonte er, dass eine gr\u00f6\u00dfere Zahl von Operatoren nicht automatisch zu besseren Ergebnissen f\u00fchrt. Werden die Unterschiede jedoch gro\u00df genug, beeinflussen sie zwangsl\u00e4ufig die Gesamtf\u00e4higkeit, insbesondere angesichts der wachsenden Bedeutung k\u00fcnstlicher Intelligenz.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der stellvertretende Vorsitzende der Kommission, der pensionierte Generalleutnant Edward Cardon, verwies auf einen im November 2025 ver\u00f6ffentlichten <a href=\"https:\/\/www.anthropic.com\/news\/disrupting-AI-espionage\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht des Unternehmens Anthropic<\/a>. Der Bericht untersucht den Einsatz agentenbasierter k\u00fcnstlicher Intelligenz durch China bei Cyberoperationen. Nach Einsch\u00e4tzung Cardons gewinnt die Zeitspanne zwischen der Entdeckung einer Bedrohung und der Einleitung von Gegenma\u00dfnahmen zunehmend an Bedeutung. Entscheidend sei, wie schnell neue Werkzeuge entwickelt, implementiert und operativ eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Vor diesem Hintergrund erscheinen traditionelle Beschaffungsverfahren, die sich h\u00e4ufig \u00fcber mehrere Monate erstrecken, zunehmend als wenig geeignet. Die F\u00e4higkeit, sich rasch an ver\u00e4nderte Rahmenbedingungen anzupassen, gewinnt gegen\u00fcber der schieren Gr\u00f6\u00dfe einer Organisation immer st\u00e4rker an Bedeutung.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Eine Milit\u00e4rorganisation nach dem Vorbild der Technologiebranche<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Eine der weitreichendsten Empfehlungen des Berichts betrifft die Personalstruktur. Die Kommission schl\u00e4gt vor, die Cyber Force ohne die traditionelle Laufbahngruppe der Mannschaftsdienstgrade aufzubauen. Stattdessen soll die Organisation aus Offizieren und Warrant Officers bestehen, also aus technischen Spezialisten, deren Aufgaben, Karrierewege und Entwicklungsm\u00f6glichkeiten ihrer Qualifikation besser entsprechen. Als Vorbild dient der United States Public Health Service.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Kommission zufolge erfordern anspruchsvolle Cyberoperationen Kenntnisse und F\u00e4higkeiten, die in vielerlei Hinsicht eher dem Berufsbild eines Offiziers entsprechen als traditionellen milit\u00e4rischen Verwendungen. Gleichzeitig erschweren die bestehenden Verg\u00fctungsstrukturen die Gewinnung und langfristige Bindung hochqualifizierter Spezialisten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Deshalb werden zwei gleichwertige Karrierewege vorgeschlagen. Der eine f\u00fchrt in F\u00fchrungspositionen. Der andere er\u00f6ffnet die M\u00f6glichkeit, sich fachlich weiterzuentwickeln, ohne das eigene Spezialgebiet verlassen zu m\u00fcssen. Stiefel verglich dieses Modell mit Technologieunternehmen wie Google, in denen Ingenieure sowohl als F\u00fchrungskr\u00e4fte als auch als Spezialisten Karriere machen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus verwies er auf das 160. Special Operations Aviation Regiment, in dem Offiziere und Warrant Officers auf h\u00f6chstem Niveau eingesetzt werden.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Montgomery erl\u00e4uterte, wie ein solches Modell in der Praxis funktionieren k\u00f6nnte. Ein erheblicher Teil des Personals k\u00f6nnte aus zivilen Spezialisten bestehen und in einzelnen Einheiten bis zu 50 Prozent der Gesamtst\u00e4rke ausmachen. Gemeint sind Fachkr\u00e4fte, die sich nicht ohne Weiteres in traditionelle milit\u00e4rische Strukturen einf\u00fcgen, deren Kenntnisse und F\u00e4higkeiten jedoch nur schwer zu ersetzen sind. F\u00fcr diese Personen ist technische Expertise von gr\u00f6\u00dferer Bedeutung als Exerzierdienst oder klassische milit\u00e4rische F\u00fchrerausbildung.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Kommission empfiehlt eine Organisation mit rund 30.000 Angeh\u00f6rigen. Davon sollen etwa 20.000 aktive Soldaten sein, zwischen 3.500 und 5.000 der Nationalgarde angeh\u00f6ren und zwischen 5.000 und 6.000 als zivile Spezialisten oder Vertragskr\u00e4fte t\u00e4tig sein. Der Anteil ziviler Besch\u00e4ftigter l\u00e4ge damit bei rund 30 Prozent der Gesamtst\u00e4rke.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Das anf\u00e4ngliche Budget wird auf 10 bis 11 Milliarden US-Dollar gesch\u00e4tzt. Stiefel betonte, dass es dabei im Wesentlichen nicht um zus\u00e4tzliche Mittel gehe, sondern um bereits vorhandene Ressourcen, die derzeit auf vier verschiedene Teilstreitkr\u00e4fte verteilt seien. Im Haushaltsentwurf f\u00fcr das Fiskaljahr 2027 sind 7,7 Milliarden US-Dollar f\u00fcr Cyberoperationen vorgesehen.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Lehren aus der Space Force und die Risiken \u00fcberkommener Strukturen<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Kommission warnt davor, die Cyber Force lediglich durch die \u00dcberf\u00fchrung von Personal und Aufgaben aus den bestehenden Teilstreitkr\u00e4ften aufzubauen. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass die neue Organisation von Beginn an mit denselben Problemen belastet werde, die sie eigentlich l\u00f6sen soll.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Deshalb wird ein schrittweiser Aufbau empfohlen. Ziel ist es, innerhalb von 12 bis 18 Monaten in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen eine erste operative Einsatzf\u00e4higkeit zu erreichen. In der Anfangsphase soll Qualit\u00e4t Vorrang vor Quantit\u00e4t haben. F\u00fcr die Erlangung dieser ersten Einsatzf\u00e4higkeit werden rund 500 Spezialisten als ausreichend angesehen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Als Vergleichsma\u00dfstab untersuchte die Kommission den Aufbau der US Space Force, die 2019 gegr\u00fcndet wurde. Montgomery verwies auf eine Aussage ihres ersten Kommandeurs, General John Raymond, der berichtete, in den ersten Wochen faktisch die einzige Person innerhalb der neuen Organisation gewesen zu sein.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Kommission gelangt zu dem Schluss, dass die Vereinigten Staaten deutlich besser vorbereitet sein m\u00fcssen, wenn die Entscheidung zur Schaffung einer Cyber Force getroffen wird. Sobald die formale Anordnung erfolgt, m\u00fcssen Planung, F\u00fchrungsstrukturen und organisatorische Grundlagen bereits vorhanden sein. Andernfalls droht die Umsetzung auf \u00e4hnliche Widerst\u00e4nde zu sto\u00dfen wie einst die Aufstellung der Space Force, obwohl die politische Entscheidung bereits getroffen worden war.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Schlussfolgerungen f\u00fcr die Ukraine<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die zentrale Frage lautet, weshalb dieser amerikanische Bericht gerade jetzt f\u00fcr die Ukraine von Bedeutung ist. Seit 2014 hat sich das Zusammenwirken staatlicher Akteure, Freiwilliger und unabh\u00e4ngiger Cyberspezialisten weitgehend ohne eine einheitliche Struktur oder \u00fcbergeordnete Planung entwickelt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Im vergangenen Jahrzehnt hat InformNapalm gemeinsam mit ukrainischen Cyberspezialisten <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/?s=hacker\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hunderte von Cyberoperationen<\/a> und zahlreiche CYBINT-Untersuchungen durchgef\u00fchrt. Zu den Aktivit\u00e4ten geh\u00f6rten unter anderem die Ver\u00f6ffentlichung von Korrespondenz hochrangiger russischer Staatsbediensteter und Milit\u00e4rangeh\u00f6riger sowie die Analyse staatlicher russischer Strukturen auf Grundlage einer Kombination aus OSINT und CYBINT. Die ukrainischen Erfahrungen zeigen, dass die erfolgreichsten Operationen h\u00e4ufig aus dem Zusammenwirken staatlicher Akteure, Freiwilliger, der Privatwirtschaft und unabh\u00e4ngiger Forscher hervorgehen. Im Kern handelt es sich um ein Modell, dem die Vereinigten Staaten erst jetzt einen klareren institutionellen Rahmen zu geben versuchen.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">InformNapalm und die ukrainischen Erfahrungen im Cyberraum<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Operation <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/en\/?s=SurkovLeaks\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SurkovLeaks<\/a> im Jahr 2016 ist hierf\u00fcr ein anschauliches Beispiel. Sie zeigte, dass die Verbindung von Cyberoperationen, analytischer Auswertung und offenen Quellen strategische Wirkungen entfalten kann, die weit \u00fcber den eigentlichen Zugriff hinausgehen. Die ver\u00f6ffentlichten Dokumente erm\u00f6glichten die Aufdeckung zentraler Elemente der russischen hybriden Kriegf\u00fchrung gegen die Ukraine und wurden sp\u00e4ter zu einer wichtigen Quelle f\u00fcr zahlreiche internationale Studien und Analysen. Dasselbe Modell wurde in den folgenden Jahren wiederholt genutzt, um russische Milit\u00e4rstrukturen, Beh\u00f6rden, Nachrichtendienste und Hackergruppen offenzulegen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Ukrainischen Cyberspezialisten gelang es zudem, ein <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/ukrainische-hacker\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Foto des Kommandeurs der russischen Milit\u00e4reinheit 26165<\/a> zu beschaffen, der vom FBI wegen seiner Beteiligung an den amerikanischen Pr\u00e4sidentschaftswahlen gesucht wurde. Damit erreichten sie etwas, woran amerikanische Spezialisten \u00fcber mehrere Jahre hinweg gescheitert waren.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Seit Beginn der gro\u00dfangelegten Invasion wurden offensive und nachrichtendienstlich ausgerichtete Cyberoperationen unter anderem von den ukrainischen Spezialoperationskr\u00e4ften, dem Milit\u00e4rnachrichtendienst HUR, dem Sicherheitsdienst SBU sowie weiteren Teilen der ukrainischen Streitkr\u00e4fte durchgef\u00fchrt. Hinzu kommen verschiedene patriotische Hackergruppen und Freiwilligenorganisationen. An ihrer Wirksamkeit bestehen kaum Zweifel. Zugleich sind viele der Probleme, die die amerikanische Kommission identifiziert hat, auch in der Ukraine seit Langem bekannt.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Die Notwendigkeit einer einheitlichen Cyberstruktur<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Erstens besitzt der Cyberbereich nach wie vor weder f\u00fcr eine einzelne ukrainische Beh\u00f6rde noch f\u00fcr eine Sicherheitsorganisation h\u00f6chste Priorit\u00e4t. Wie in den Vereinigten Staaten sind die Spezialisten auf verschiedene Institutionen mit unterschiedlichen Kernaufgaben verteilt. Aus den amerikanischen Erfahrungen l\u00e4sst sich in dieser Hinsicht eine klare Lehre ableiten. Solange keine Organisation existiert, deren Kernauftrag im Cyberbereich liegt, werden sowohl Ressourcen als auch Fachkompetenz zersplittert bleiben.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Folge ist, dass hochqualifizierte Cyberspezialisten h\u00e4ufig f\u00fcr Aufgaben eingesetzt werden, bei denen ihr Fachwissen nicht optimal genutzt wird. Sie k\u00f6nnen in Sch\u00fctzengr\u00e4ben eingesetzt werden, regul\u00e4re Sicherungsaufgaben \u00fcbernehmen, k\u00f6rperliche Eignungstests absolvieren oder Zeit mit milit\u00e4rischen Verwaltungsaufgaben verbringen. Jede Organisation verf\u00fcgt \u00fcber eigene Regeln, Abl\u00e4ufe und Priorit\u00e4ten. Dadurch bleibt der Cyberbereich h\u00e4ufig eine Nebenaufgabe und wird nicht zum eigentlichen Schwerpunkt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Zweitens besteht die Herausforderung nicht l\u00e4nger darin, einzelne Talente zu finden, sondern eine langfristig tragf\u00e4hige nationale F\u00e4higkeit zu entwickeln. Ukrainische Operatoren haben bereits gezeigt, wozu sie in der Lage sind. Die entscheidende Frage lautet, wie einzelne Erfolge in eine F\u00e4higkeit \u00fcberf\u00fchrt werden k\u00f6nnen, die dauerhaft erhalten, weiterentwickelt und gest\u00e4rkt werden kann. Genau diese Frage steht im Mittelpunkt des amerikanischen Berichts und geh\u00f6rt zugleich zu den wichtigsten Herausforderungen der Ukraine.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Zivile Spezialisten und technische Karrierewege<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Drittens sollten zivile Spezialisten als integraler Bestandteil der Struktur betrachtet werden und nicht als vor\u00fcbergehende Unterst\u00fctzungsressource. Wenn selbst das Pentagon eine Organisation plant, in der zivile Besch\u00e4ftigte bis zu 30 Prozent des Personals ausmachen und in einzelnen Einheiten sogar die H\u00e4lfte der Gesamtst\u00e4rke stellen k\u00f6nnen, erscheint dies aus ukrainischer Perspektive keineswegs ungew\u00f6hnlich. Im Gegenteil. Es spiegelt eine Realit\u00e4t wider, die durch das umfangreiche Netzwerk freiwilliger Cyberspezialisten bereits heute besteht. Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob ein solches Modell existieren soll, sondern wie es institutionell eingebunden und rechtlich geregelt werden kann.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Viertens muss der technische Karriereweg denselben Stellenwert erhalten wie der administrative. Hochqualifizierte Ingenieure sollten nicht gezwungen sein, F\u00fchrungsaufgaben zu \u00fcbernehmen, nur um beruflich aufsteigen oder bef\u00f6rdert werden zu k\u00f6nnen. Das von der Kommission vorgeschlagene Modell mit zwei parallelen Karrierewegen soll eines der grundlegenden Probleme moderner Cyberorganisationen l\u00f6sen. Es geht darum, wie hochqualifizierte Spezialisten im System gehalten werden k\u00f6nnen, obwohl die Privatwirtschaft h\u00e4ufig h\u00f6here Geh\u00e4lter und gr\u00f6\u00dfere Flexibilit\u00e4t bietet.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">In traditionellen Milit\u00e4rorganisationen ist die berufliche Entwicklung eng mit F\u00fchrungsverantwortung und administrativen Funktionen verbunden. Im Cyberbereich k\u00f6nnen die wertvollsten Ressourcen hingegen Spezialisten mit tiefgehender technischer Expertise sein, etwa Entwickler, Kryptografen, Datenanalysten, Fachleute f\u00fcr Reverse Engineering oder Systemarchitekten. Werden solche Fachkr\u00e4fte in administrative Funktionen versetzt, besteht die Gefahr, dass eine Organisation genau jene Kompetenzen verliert, die den gr\u00f6\u00dften Beitrag zu ihrer Leistungsf\u00e4higkeit leisten.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Cyberreserve, Gesetzgebung und der weitere Handlungsbedarf<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Botschaft der Kommission lautet im Kern, dass ein hochqualifizierter Ingenieur f\u00fcr die Sicherheit eines Staates ebenso bedeutsam sein kann wie ein milit\u00e4rischer Kommandeur. Deshalb m\u00fcssen M\u00f6glichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung, angemessene Anerkennung und wettbewerbsf\u00e4hige Rahmenbedingungen geschaffen werden, ohne dass Spezialisten gezwungen sind, ihr Fachgebiet aufzugeben.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">F\u00fcnftens hebt der Bericht die Bedeutung einer leistungsf\u00e4higen Cyberreserve sowie einer engen Abstimmung zwischen nationaler und regionaler Ebene hervor. Die Kommission empfiehlt, der Nationalgarde eine Schl\u00fcsselrolle zuzuweisen, da sie sowohl bei f\u00f6deralen als auch bei regionalen Eins\u00e4tzen eingesetzt werden kann, unter anderem bei der Wiederherstellung kritischer Infrastrukturen nach Cyberangriffen. F\u00fcr die Ukraine spricht dies f\u00fcr die Notwendigkeit einer vollst\u00e4ndig ausgebauten Cyberreserve mit einer klaren gesetzlichen Grundlage.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Im Jahr 2025 billigte das ukrainische Parlament in erster <a href=\"https:\/\/itd.rada.gov.ua\/billinfo\/Bills\/Card\/45453\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lesung den Gesetzentwurf Nr. 12349<\/a> zur Schaffung von Cyberstreitkr\u00e4ften. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Beitrags im Juni 2026 war das Gesetz noch nicht endg\u00fcltig verabschiedet. Die Fragen, die die amerikanische Kommission in den Mittelpunkt stellt, betreffen die Gewinnung, Ausbildung und langfristige Bindung von Spezialisten, die Einbindung ziviler Fachkr\u00e4fte sowie die Ausgestaltung technischer Karrierewege. Genau diese Fragen wird auch die Ukraine beantworten m\u00fcssen, sollte dieses oder ein vergleichbares Gesetzgebungsvorhaben umgesetzt werden.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Zentrale Schlussfolgerungen<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der amerikanische Bericht liefert keine fertige L\u00f6sung. Er stellt jedoch einen Ansatz vor, der auf die amerikanischen Rahmenbedingungen zugeschnitten ist und anderen Staaten als Orientierung dienen kann. Genau darin liegt sein Wert f\u00fcr die Ukraine. Es geht nicht darum, das amerikanische Modell zu kopieren, sondern die dahinterstehende Logik zu verstehen. Diese Logik wird in weiten Teilen durch die Erfahrungen der Ukraine best\u00e4tigt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Wenn selbst die Vereinigten Staaten mit dem weltweit gr\u00f6\u00dften Verteidigungshaushalt zu der Einsch\u00e4tzung gelangt sind, dass eine eigenst\u00e4ndige Cyberstreitkraft erforderlich ist, dann ist die Frage ukrainischer Cyberstreitkr\u00e4fte l\u00e4ngst keine Zukunftsfrage mehr.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">In den Kriegen der Zukunft wird der Erfolg davon abh\u00e4ngen, wer seine Cyberf\u00e4higkeiten am schnellsten aufbauen, weiterentwickeln und mit den \u00fcbrigen milit\u00e4rischen Dom\u00e4nen wirksam vernetzen kann.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Von einzelnen Operationen zur nationalen F\u00e4higkeit<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Das Paradoxe besteht darin, dass die Vereinigten Staaten heute versuchen, institutionell zu verankern, was die Ukraine \u00fcber viele Jahre hinweg unter den Bedingungen des Krieges durch das Zusammenwirken staatlicher Akteure, freiwilliger Netzwerke, Cyberspezialisten, Nachrichtendienstmitarbeiter und OSINT-Analysten aufbauen musste.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die amerikanischen Experten sind zu dem Schluss gelangt, dass die \u00dcberlegenheit im Cyberraum weder durch einzelne erfolgreiche Operationen noch allein durch die Anzahl qualifizierter Operatoren entschieden wird. Ausschlaggebend ist vielmehr die F\u00e4higkeit eines Staates, milit\u00e4risches Personal, Reservisten, zivile Spezialisten, Wissenschaftler und die Privatwirtschaft rasch in einer integrierten Cyberstruktur zusammenzuf\u00fchren.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Vor diesem Hintergrund wird in Washington derzeit die Schaffung einer Cyber Force mit rund 30.000 Angeh\u00f6rigen und einem Budget von 10 bis 11 Milliarden US-Dollar diskutiert.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Ukrainische Cyberspezialisten haben ihre Leistungsf\u00e4higkeit bereits unter den Bedingungen eines andauernden Krieges unter Beweis gestellt. Die Herausforderung besteht l\u00e4ngst nicht mehr darin, einzelne Talente zu identifizieren oder einzelne erfolgreiche Operationen durchzuf\u00fchren. Entscheidend ist vielmehr, wie diese Erfolge in eine langfristige und systematisch aufgebaute nationale F\u00e4higkeit \u00fcberf\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Schaffung ukrainischer Cyberstreitkr\u00e4fte w\u00fcrde es erm\u00f6glichen, den bereits bestehenden Formen der Zusammenarbeit eine klare organisatorische und rechtliche Grundlage zu geben, eine Cyberreserve aufzubauen, die strategische Planung zu st\u00e4rken und bestehende Strukturen gezielt weiterzuentwickeln.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Die Notwendigkeit einer rechtlichen und institutionellen Grundlage<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der wesentliche Unterschied zwischen der Ukraine und den Vereinigten Staaten besteht darin, dass in Washington bereits \u00fcber die zuk\u00fcnftige Ausgestaltung der Cyberstreitkr\u00e4fte diskutiert wird, w\u00e4hrend die Ukraine den notwendigen Gesetzgebungsprozess f\u00fcr die Schaffung einer umfassenden rechtlichen Grundlage ihrer eigenen Cyberstreitkr\u00e4fte noch nicht abgeschlossen hat. Gleichzeitig werden viele dieser Funktionen bereits heute faktisch von unterschiedlichen Gruppierungen wahrgenommen, denen zwar ein formeller Status und eigene Haushaltsmittel fehlen, die jedoch Ergebnisse erzielen, um die sie selbst amerikanische Nachrichtendienste beneiden k\u00f6nnten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Deshalb stellen weder die Technologie noch die Spezialisten oder die operative Erfahrung die gr\u00f6\u00dfte Einschr\u00e4nkung f\u00fcr die Ukraine dar. Die entscheidende Herausforderung bleibt das Fehlen eines vollst\u00e4ndigen rechtlichen und institutionellen Rahmens f\u00fcr die Cyberstreitkr\u00e4fte des Landes.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Will die Ukraine ihre bestehenden Vorteile nicht nur bewahren, sondern ihre Position als einer der weltweit f\u00fchrenden Akteure im Cyberraum als Bestandteil moderner Kriegf\u00fchrung weiter ausbauen, erfordert diese Frage politische Entscheidungen bereits heute.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Hintergrundinformationen zum Artikel<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: bold\">Warrant officers<\/span> bilden in den Streitkr\u00e4ften der Vereinigten Staaten, des Vereinigten K\u00f6nigreichs und einiger weiterer Staaten eine eigenst\u00e4ndige Personalkategorie. Sie nehmen eine Stellung zwischen Unteroffizieren und Offizieren ein und sind in der Regel technische Spezialisten mit langj\u00e4hriger Berufserfahrung sowie hoher fachlicher Expertise in ihren jeweiligen T\u00e4tigkeitsbereichen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: bold\">Das 160th Special Operations Aviation Regiment (Airborne) der US Army<\/span>, besser bekannt unter seinem Beinamen <span style=\"font-weight: bold\">Night Stalkers<\/span>, z\u00e4hlt zu den Eliteverb\u00e4nden der amerikanischen Spezialoperationskr\u00e4fte. Das Regiment ist f\u00fcr Luftverlegungen, Evakuierungsoperationen, Feuerunterst\u00fctzung sowie die Unterst\u00fctzung von Spezialeinheiten wie Delta Force, den Navy SEALs und den Green Berets verantwortlich. Es operiert unter den anspruchsvollsten Einsatzbedingungen und ist rund um die Uhr einsatzbereit.<\/p>\r\n\r\n\r\n<hr style=\"width: 35%;margin: 20px 0;border: 0;border-top: 1px solid #ccc\" align=\"left\" \/>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Analyse stammt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/burkonews\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Roman Burko<\/a>, dem Gr\u00fcnder von <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/category\/lageberichte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">InformNapalm<\/a>.<\/p>\r\n\r\n\r\n<hr style=\"width: 75%;margin: 20px 0;border: 0;border-top: 1px solid #ccc\" align=\"left\" \/>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000;font-size: 1.5rem;font-weight: bold\">Weitere Artikel von InformNapalm<\/h2>\r\n<ul style=\"text-align: left\">\r\n \t<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/gonets\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">CYBINT-Operation gegen Gonets, das russische Gegenst\u00fcck zu Starlink<\/span><\/a><\/li>\r\n \t<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/poljus-24\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Poljus-24, Cyberoperation im Zusammenhang mit russischen Atomstreitkr\u00e4ften<\/span><\/a><\/li>\r\n \t<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/ryssland-starlink-attackdronare-sanktionsundvikande\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Russland weitet den Einsatz von Starlink auf Angriffsdrohnen aus und umgeht Sanktionen<\/span><\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr align=\"left\" width=\"100%\" \/>\r\n<p style=\"text-align: left !important\"><span style=\"color: #000000\"><img class=\"alignleft\" title=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/fr\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" width=\"150\" height=\"68\" \/><span style=\"color: #333333\">Es steht Ihnen frei, dieses Material zu teilen, aber f\u00fcgen Sie bitte einen Link zur <span style=\"font-weight: bold\"><span style=\"color: #000000\"><a style=\"color: #000000\" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/category\/aktuell\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Quelle<\/a><\/span><\/span> hinzu. Creative Commons \u2013 Attribution 4.0 International \u2013 CC BY 4.0. <\/span><\/span><span style=\"color: #000000\"><span style=\"color: #333333\">Folgen Sie uns auf<\/span> <span style=\"font-weight: bold\"><a style=\"color: #000000\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/informnapalm24\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Facebook<\/a><\/span> <span style=\"color: #333333\">und<\/span> <span style=\"font-weight: bold\"><a style=\"color: #000000\" href=\"https:\/\/twitter.com\/informnapalm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Twitter<\/a><\/span><span style=\"color: #333333\">.<\/span><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: left !important\">InformNapalm erh\u00e4lt keine finanzielle Unterst\u00fctzung von irgendeiner Regierung oder einem Sponsor. Die Finanzierung erfolgt ausschlie\u00dflich durch freiwillige Unterst\u00fctzer und Leser. 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