{"id":4217,"date":"2026-09-07T18:27:54","date_gmt":"2026-09-07T16:27:54","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/at\/?p=4217"},"modified":"2026-09-11T18:48:20","modified_gmt":"2026-09-11T16:48:20","slug":"kombattanten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/at\/kombattanten\/","title":{"rendered":"Europas Drohnenbedrohung erfordert mehr als ein Verbot russischer Kombattanten"},"content":{"rendered":"<div lang=\"de\" style=\"color: #000000;text-align: left\">\n<p style=\"text-align: left;margin: 0 0 16px 0\"><span style=\"font-weight: bold;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Die Einsch\u00e4tzung Deutschlands, dass Russland hinter dem Vorfall mit einer sprengstoffbest\u00fcckten Drohne am Flughafen Leipzig\/Halle steht, hat eine weiterreichende politische Frage innerhalb der EU aufgeworfen.<\/span><\/p>\n<div style=\"color: #333333;text-align: left\">\n<p style=\"text-align: left\">Dabei geht es darum, ob Br\u00fcssel ein generelles Einreiseverbot f\u00fcr russische Kombattanten anstreben oder einen gezielteren Ansatz w\u00e4hlen sollte. Dieser w\u00fcrde eine rechtlich tragf\u00e4hige Liste identifizierter russischer Drohnenoperatoren umfassen, gegen die Einreisebeschr\u00e4nkungen verh\u00e4ngt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Die Drohnenbedrohung verlagert sich von der Ukraine nach Europa<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Deutschlands <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/c5ylm3m67n2o\">Vorwurf<\/a>, Russland habe am Flughafen Leipzig\/Halle eine Operation mit einer sprengstoffbest\u00fcckten Drohne organisiert, hat die Drohnenbedrohung f\u00fcr Europa vom Schlachtfeld in den Bereich der inneren Sicherheit verlagert. Leipzig ist ein bedeutendes Frachtzentrum mit Verbindungen zur Logistik f\u00fcr die Ukraine. Der Vorfall ist zudem von Bedeutung, weil er zwei Fragen zusammenf\u00fchrt, die bislang getrennt voneinander behandelt wurden. Die eine betrifft russische Sabotageakte in Europa. Die andere betrifft die weiterhin ungel\u00f6sten Bem\u00fchungen der Europ\u00e4ischen Union, die Einreise russischer Kombattanten und ehemaliger Kombattanten zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\u00dcber ein Verbot f\u00fcr s\u00e4mtliches russisches Milit\u00e4rpersonal besteht kein Konsens. Die EU sollte sich deshalb insbesondere auf bestimmte russische Drohnenoperatoren konzentrieren. Das gilt vor allem f\u00fcr Personen, die von Justizbeh\u00f6rden oder glaubw\u00fcrdigen Organisationen mit Angriffen auf Zivilpersonen in der Ukraine in Verbindung gebracht wurden. Gegen sie sollten gezielte Sanktionen und Einreisebeschr\u00e4nkungen verh\u00e4ngt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Europas Drohnenbedrohung erfordert mehr als ein Verbot russischer Kombattanten\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/1-1.jpg\" alt=\"Europas Drohnenbedrohung erfordert mehr als ein Verbot russischer Kombattanten\" width=\"642\" \/><br \/>\nRussischer Soldat mit einer FPV-Drohne. Symbolbild.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Drohnensabotage in Leipzig<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Am 1. September <a href=\"https:\/\/united24media.com\/world\/germany-accuses-russia-of-leipzig-airport-drone-sabotage-attempt-heres-everything-we-know-22159\">machte<\/a> Deutschland Russland offiziell f\u00fcr den versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig\/Halle vom 4. August verantwortlich. Nach Angaben der deutschen Beh\u00f6rden deuteten polizeiliche Ermittlungen, Erkenntnisse der Nachrichtendienste und das Vorgehensmuster auf Personen hin, die im Auftrag russischer staatlicher Strukturen handelten. Berlin reagierte mit einem Ma\u00dfnahmenpaket. Dazu geh\u00f6rt auch die geplante Schlie\u00dfung des russischen Konsulats in Bonn. Moskau weist wie \u00fcblich jede Verantwortung zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Bei dem Vorfall wurde in der N\u00e4he ukrainischer Antonow-Frachtflugzeuge an einem der bedeutendsten europ\u00e4ischen Frachtumschlagpl\u00e4tze eine mit Sprengstoff best\u00fcckte Drohne entdeckt. Spezialisten f\u00fcr Kampfmittelbeseitigung entfernten den Z\u00fcnder und sicherten den Sprengsatz, bevor dieser detonieren konnte. Anschlie\u00dfend wurden forensische Untersuchungen durchgef\u00fchrt, \u00fcber die NDR, WDR und die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/leipzig-drohnen-anschlag-sprengstoff-russland-ermittlungen-low-level-agenten-hybrider-krieg-li.3540108\">S\u00fcddeutsche Zeitung<\/a> berichteten. Die Untersuchungen ergaben, dass es sich bei dem Sprengstoff wahrscheinlich um Semtex handelte. Die Bundesanwaltschaft \u00fcbernahm die Ermittlungen und stufte den Fall als schweren versuchten Angriff auf die deutsche Transport- und Logistikinfrastruktur ein.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Technisches Know-how und staatliche Steuerung<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Besonders bedeutsam sind die technischen Merkmale der Operation. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erkl\u00e4rte, Konstruktion und Bauteile der Drohne sowie Sprengstoff und Z\u00fcnder \u00e4hnelten Komponenten, die bereits bei fr\u00fcheren russischen hybriden Operationen beobachtet worden seien. \u00c4hnliche Elemente seien auch im Krieg Russlands gegen die Ukraine zum Einsatz gekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Nach Einsch\u00e4tzung der Beh\u00f6rden erforderte die Vorrichtung ein hohes Ma\u00df an technischem Fachwissen und sorgf\u00e4ltige Vorbereitung. Die eigentliche Umsetzung des Plans scheint dagegen Akteuren auf niedrigerer Ebene \u00fcberlassen worden zu sein. Deutsche Beh\u00f6rdenvertreter erkl\u00e4rten sp\u00e4ter, die vorliegenden Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass der russische Staat Fachwissen und Ausr\u00fcstung bereitgestellt habe. Die angeworbenen Akteure h\u00e4tten anschlie\u00dfend den Angriff ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Diese Unterscheidung ver\u00e4ndert die sicherheitspolitische Bewertung des Falls Leipzig. Die Bedrohung beschr\u00e4nkt sich nicht mehr auf unbefugte Drohnen, die den Luftraum von Flugh\u00e4fen beeintr\u00e4chtigen. Sie umfasst inzwischen auch die M\u00f6glichkeit staatlich gesteuerter Sabotage mit sprengstoffbest\u00fcckten Drohnen. Dabei k\u00f6nnen spezialisiertes Wissen und entsprechende Ausr\u00fcstung von russischen Strukturen bereitgestellt werden, w\u00e4hrend die praktische Durchf\u00fchrung angeworbenen Akteuren innerhalb Europas \u00fcberlassen wird. Wie Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erkl\u00e4rte, befinden wir uns nicht im Krieg, sind aber t\u00e4glich Ziel hybrider Kriegsf\u00fchrung.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Die EU verf\u00fcgt bereits \u00fcber einen Rechtsrahmen f\u00fcr Einreiseverbote gegen Kombattanten<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Der Fall Leipzig ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als die EU bereits an einem <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/en\/eu-plans-russia-entry-ban-war-in-ukraine\/a-77474536\">Rechtsrahmen<\/a> arbeitete, um die Einreise russischer Kombattanten zu beschr\u00e4nken. Nach Angaben der Europ\u00e4ischen Kommission verst\u00e4ndigten sich die EU-Mitgliedstaaten auf die politische und rechtliche Grundlage f\u00fcr ein solches Verbot. Dies geschah im Rahmen des 21. <a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/en\/policies\/sanctions-against-russia\/\">Sanktionspakets<\/a>. Das Verbot betrifft Kombattanten und ehemalige Kombattanten der russischen Streitkr\u00e4fte, die am Krieg gegen die Ukraine beteiligt waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Der Rat der Europ\u00e4ischen Union <a href=\"https:\/\/finance.ec.europa.eu\/news\/eu-adopts-21th-package-sanctions-against-russia-2026-07-23_en\">bezeichnete<\/a> das am 23. Juli 2026 verabschiedete 21. Sanktionspaket als Grundlage f\u00fcr ein umfassendes Visumverbot. Dieses soll aktive Angeh\u00f6rige des russischen Milit\u00e4rs sowie ehemalige Kombattanten russischer Streitkr\u00e4fte und mit Russland verbundener Gruppierungen erfassen, die am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beteiligt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Der Rechtstext der Europ\u00e4ischen Kommission grenzt den Kreis der Betroffenen weiter ein. Vorgesehen ist die Ablehnung von Antr\u00e4gen auf Kurzaufenthaltsvisa f\u00fcr Personen, die seit dem 24. Februar 2022 in den russischen Streitkr\u00e4ften oder ihnen zugeordneten milit\u00e4rischen Formationen gedient haben. Ein weiteres Kriterium ist, dass diese Personen durch Kampfeins\u00e4tze unmittelbar zum Krieg beigetragen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Damit hat sich die EU von der weitestgehenden politischen Formulierung hin zu einer st\u00e4rker individualisierten Bewertung bewegt. Die fr\u00fchere Formulierung h\u00e4tte alle Personen erfasst, die seit Beginn der umfassenden Invasion in den russischen Streitkr\u00e4ften gedient haben. Die neue Bewertung ist stattdessen an eine unmittelbare Beteiligung am Krieg durch Kampfeins\u00e4tze gekn\u00fcpft.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Identifizierte Drohnenoperatoren<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Die politische Begr\u00fcndung daf\u00fcr, russischen Kombattanten die Einreise zu verweigern, liegt auf der Hand. Russlands Krieg hat Sicherheitsrisiken geschaffen, die weit \u00fcber die Grenzen der Ukraine hinausreichen. Drohnenoperatoren sollten jedoch aus zwei Gr\u00fcnden als eigene Kategorie behandelt werden. Erstens werden Angriffe mit Kurzstreckendrohnen auf Zivilpersonen in der Ukraine zunehmend als systematisches Muster dokumentiert. Zweitens lassen sich die operativen F\u00e4higkeiten, die f\u00fcr pr\u00e4zise Zielerfassung und Drohnenangriffe erforderlich sind, auf Sabotageszenarien innerhalb Europas \u00fcbertragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Drohnenoperator im Einsatz\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/3.jpg\" alt=\"Drohnenoperator im Einsatz\" width=\"642\" \/><br \/>\nRussischer Drohnenoperator im Einsatz. Symbolbild.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Russische Drohnenangriffe auf ukrainische Zivilpersonen im Rahmen sogenannter \u201eMenschen-Safaris\u201c <a href=\"https:\/\/www.france24.com\/en\/europe\/20260825-not-an-isolated-incident-russian-drones-stalk-ukraine-civilians-human-safaris\">sind keine Einzelf\u00e4lle<\/a>. Vielmehr sind sie f\u00fcr russische Drohnenoperatoren entlang der Frontlinie zu einer t\u00f6dlichen Routine geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Im Mai 2025 <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/hr-bodies\/hrc\/iicihr-ukraine\/reports\/hrc59\">stellte<\/a> die Unabh\u00e4ngige Internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zur Ukraine fest, dass die Drohnenangriffe der russischen Streitkr\u00e4fte auf Zivilpersonen in der Region Cherson Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellten, darunter auch Mord. In einer <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/press-releases\/2025\/05\/un-commission-concludes-russian-armed-forces-drone-attacks-against-civilians\">Pressemitteilung der Vereinten Nationen<\/a> wurden die Angriffe als weitverbreitet und systematisch bezeichnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Unabh\u00e4ngig davon berichtete die Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen in der Ukraine, dass Angriffe mit Kurzstreckendrohnen zwischen Februar 2022 und April 2025 mindestens 395 Zivilpersonen t\u00f6teten. Weitere 2.635 Personen wurden verletzt. Nach Angaben der Mission wurde die \u00fcberwiegende Mehrheit der Toten und Verletzten durch russische Angriffe in von der Ukraine kontrollierten Gebieten verursacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Dieselbe UN-Mission berichtete 2026, dass allein im Mai mindestens 64 Zivilpersonen durch Kurzstreckendrohnen get\u00f6tet und 539 verletzt wurden. Dies war die h\u00f6chste monatliche Zahl an Toten und Verletzten durch diesen Waffentyp seit Beginn der umfassenden russischen Invasion. In der Stadt Cherson waren Kurzstreckendrohnen im selben Monat f\u00fcr sechs der 14 zivilen Todesopfer verantwortlich. Dar\u00fcber hinaus verursachten sie 132 der 221 Verletzungen unter Zivilpersonen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Diese Zahlen zeigen, dass Drohnenangriffe auf Zivilpersonen keine Einzelf\u00e4lle sind. Vielmehr sind sie Teil eines dokumentierten Musters ziviler Opfer in frontnahen Gebieten, insbesondere in Cherson.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Strukturen zur Beweissicherung und strafrechtlichen Aufarbeitung entstehen bereits<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Mehrere Institutionen und Organisationen sammeln Beweismaterial zu Drohnenangriffen und m\u00f6glichen Verantwortlichen. Dazu geh\u00f6ren die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen, ukrainische Staatsanw\u00e4lte, Truth Hounds und die ukrainische Plattform zur Dokumentation von Kriegsverbrechen. Hinzu kommen Projekte der milit\u00e4rischen Nachrichtendienste sowie Register, die auf Informationen aus offen zug\u00e4nglichen Quellen beruhen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die ukrainische Plattform <a href=\"http:\/\/warcrimes.gov.ua\/\">warcrimes.gov.ua<\/a> bezeichnet sich als zentrale staatliche Stelle f\u00fcr die Sammlung von Beweisen zu Kriegsverbrechen. Sie wurde von der Generalstaatsanwaltschaft gemeinsam mit ukrainischen und internationalen Partnern eingerichtet. In den Datenschutzbestimmungen der Plattform wird darauf hingewiesen, dass \u00fcbermittelte Informationen an internationale Organisationen und Strafverfolgungsbeh\u00f6rden weitergegeben werden k\u00f6nnen. Damit soll die Einleitung von Verfahren gegen Personen unterst\u00fctzt werden, die Kriegsverbrechen begehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Das Projekt <a href=\"https:\/\/truth-hounds.org\/en\/cases\/\">Truth Hounds<\/a> gibt an, im Jahr 2025 mehr als 120 mutma\u00dfliche T\u00e4ter von Kriegsverbrechen identifiziert zu haben. Im selben Jahr wurden au\u00dferdem 15 Feldmissionen in mehreren ukrainischen Regionen durchgef\u00fchrt. Das Projekt nahm mehr als 43.900 mutma\u00dfliche Vorf\u00e4lle in seine \u00dcberwachungsdatenbank auf und reichte sieben Eingaben auf Grundlage des Weltrechtsprinzips ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/kombattanter\/\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Die Drohnenbedrohung f\u00fcr die EU erfordert mehr als ein Verbot russischer Kombattanten\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/5.jpg\" alt=\"Die Drohnenbedrohung f\u00fcr die EU erfordert mehr als ein Verbot russischer Kombattanten\" width=\"642\" \/><\/a>Illustrative Darstellung der Sammlung von Beweismaterial und der Identifizierung Verantwortlicher im Zusammenhang mit russischen Drohnenangriffen auf Zivilpersonen.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Register russischer Drohnenoperatoren<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Das auf Informationen aus offen zug\u00e4nglichen Quellen beruhende Projekt <a href=\"https:\/\/ruskimviz.net\/\">ruskimviz.net<\/a> identifiziert russische Drohnenoperatoren, die in der Ukraine gek\u00e4mpft haben, und f\u00fchrt sie in einer Datenbank auf. Die Initiative verfolgt und identifiziert russische milit\u00e4rische Drohnenoperatoren, die sogenannte \u201eSafaris\u201c durchf\u00fchren. Gemeint sind gezielte Angriffe auf Zivilpersonen in ukrainischen St\u00e4dten nahe der Frontlinie. Das Projekt fordert, diesen Personen die freie Einreise nach Europa zu verwehren. Dabei gehe es nicht nur um die moralische Verantwortung f\u00fcr Kriegsverbrechen. Es gehe zugleich um ein unmittelbares Sicherheitsrisiko f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union. Personen mit Kampferfahrung in der Drohnenkriegsf\u00fchrung k\u00f6nnten ihre F\u00e4higkeiten f\u00fcr Sabotageakte auf europ\u00e4ischem Boden einsetzen. Die Kernbotschaft ist unmissverst\u00e4ndlich. \u201eSie jagen lebende Menschen. Danach fahren sie in Europa in den Urlaub.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Zusammengenommen zeigen all diese <a href=\"https:\/\/rwc.shtab.net\/en\/troopers\">Quellen<\/a>, dass die Grundlage f\u00fcr eine individualisierte Liste von Drohnenoperatoren bereits vorhanden ist. Ungekl\u00e4rt bleibt jedoch, ob die EU \u00fcber einen formellen Mechanismus verf\u00fcgt, um dieses Material entgegenzunehmen und zu \u00fcberpr\u00fcfen. Ein solcher Mechanismus m\u00fcsste es au\u00dferdem erm\u00f6glichen, das Material in Entscheidungen \u00fcber Sanktionen oder Visa umzusetzen.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Leipzig macht die ukrainischen Erkenntnisse f\u00fcr die europ\u00e4ische Sicherheit relevant<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">In der Ukraine haben UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen den Einsatz von Kurzstreckendrohnen gegen Zivilpersonen <a href=\"https:\/\/www.atlanticcouncil.org\/blogs\/ukrainealert\/un-probe-russias-human-safari-in-ukraine-is-a-crime-against-humanity\/\">dokumentiert<\/a>. Gleichzeitig erkl\u00e4ren die deutschen Beh\u00f6rden, dass bei einer mutma\u00dflich vom russischen Staat gesteuerten Operation an einem bedeutenden Flughafen eine sprengstoffbest\u00fcckte Drohne eingesetzt wurde. In Br\u00fcssel befassen sich politische Entscheidungstr\u00e4ger mit der Frage, wie gew\u00f6hnlicher Milit\u00e4rdienst von einer unmittelbaren Beteiligung am russischen Krieg unterschieden werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Zusammengenommen f\u00fchrt dies zu einer pr\u00e4ziser gefassten politischen Frage. Es geht darum, ob bekannte oder auf glaubw\u00fcrdiger Grundlage identifizierte russische Drohnenoperatoren als Personengruppe mit einem h\u00f6heren Sicherheitsrisiko eingestuft werden sollten als russische Veteranen im Allgemeinen. Drohnenoperatoren sind nicht lediglich ehemalige Soldaten. Sie sind in Fern\u00fcberwachung, Zielauswahl, Navigation unter eingeschr\u00e4nkten Bedingungen der visuellen Bild\u00fcbertragung und in der Durchf\u00fchrung pr\u00e4ziser Angriffe ausgebildet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">In einem zivilen Umfeld sind diese F\u00e4higkeiten f\u00fcr Flugh\u00e4fen, Energieanlagen, Logistikzentren und Einrichtungen der Verteidigungsindustrie von Bedeutung. Dabei handelt es sich um eine Bewertung und nicht um eine nachgewiesene Ereigniskette. Sie ergibt sich jedoch aus den technischen Gegebenheiten des Falls Leipzig und der dokumentierten Rolle von Drohnen bei russischen Operationen. Da sich der blo\u00dfe Dienst im russischen Milit\u00e4r offenbar nicht als ausschlaggebendes Kriterium durchsetzen l\u00e4sst, k\u00f6nnte die EU zun\u00e4chst bei den Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen ansetzen, von denen die gr\u00f6\u00dfte Gefahr ausgeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Russische Drohnenoperatoren lassen sich dieser Kategorie eindeutiger zuordnen als die meisten anderen Personengruppen. Ermittler der Vereinten Nationen und Menschenrechtsbeobachter haben Angriffe mit Kurzstreckendrohnen auf Zivilpersonen als bedeutenden Bestandteil des Krieges dokumentiert. In Cherson wurden die Angriffe dar\u00fcber hinaus als systematisch dokumentiert. Truth Hounds und ukrainische staatsnahe Plattformen bauen zugleich Register zu mutma\u00dflichen T\u00e4tern und Vorf\u00e4llen auf. Der Fall Leipzig in Deutschland hat inzwischen gezeigt, dass sprengstoffbest\u00fcckte Drohnen auch Teil der hybriden Bedrohungslage in Europa sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Von Alex Petrenko f\u00fcr InformNapalm.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<hr style=\"width: 75%;margin: 20px 0;border: 0;border-top: 1px solid #ccc;text-align: left\" \/>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;text-align: left\">Weitere Artikel von InformNapalm<\/h2>\n<ul style=\"text-align: left\">\n<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/wildberries\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Wildberries zwischen Hammer und Amboss nach Drohnenangriffen und Cyberoperationen<\/span><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/russlands-agenten-europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Wie Russland angeworbene Agenten f\u00fcr Operationen in Europa einsetzt<\/span><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/bastion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Ukrainische Marine greift russisches K\u00fcstenraketensystem Bastion auf der Krim an<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr style=\"border: none;border-top: 1px solid #cfcfcf;margin: 24px 0;width: 100%;text-align: left\" \/>\n<p style=\"text-align: left !important\"><span style=\"color: #000000\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/ryska-operationer\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/fr\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" width=\"150\" height=\"68\" \/><\/a><span style=\"color: #333333\">Es steht Ihnen frei, dieses Material zu teilen, aber f\u00fcgen Sie bitte einen Link zur <span style=\"font-weight: bold\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/category\/aktuell\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Quelle<\/a><\/span><\/span> hinzu. 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Dieser w\u00fcrde eine rechtlich tragf\u00e4hige Liste identifizierter russischer Drohnenoperatoren umfassen, gegen die Einreisebeschr\u00e4nkungen verh\u00e4ngt werden k\u00f6nnen.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Die Drohnenbedrohung verlagert sich von der Ukraine nach Europa<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Deutschlands <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/c5ylm3m67n2o\">Vorwurf<\/a>, Russland habe am Flughafen Leipzig\/Halle eine Operation mit einer sprengstoffbest\u00fcckten Drohne organisiert, hat die Drohnenbedrohung f\u00fcr Europa vom Schlachtfeld in den Bereich der inneren Sicherheit verlagert. Leipzig ist ein bedeutendes Frachtzentrum mit Verbindungen zur Logistik f\u00fcr die Ukraine. Der Vorfall ist zudem von Bedeutung, weil er zwei Fragen zusammenf\u00fchrt, die bislang getrennt voneinander behandelt wurden. Die eine betrifft russische Sabotageakte in Europa. Die andere betrifft die weiterhin ungel\u00f6sten Bem\u00fchungen der Europ\u00e4ischen Union, die Einreise russischer Kombattanten und ehemaliger Kombattanten zu beschr\u00e4nken.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">\u00dcber ein Verbot f\u00fcr s\u00e4mtliches russisches Milit\u00e4rpersonal besteht kein Konsens. Die EU sollte sich deshalb insbesondere auf bestimmte russische Drohnenoperatoren konzentrieren. Das gilt vor allem f\u00fcr Personen, die von Justizbeh\u00f6rden oder glaubw\u00fcrdigen Organisationen mit Angriffen auf Zivilpersonen in der Ukraine in Verbindung gebracht wurden. Gegen sie sollten gezielte Sanktionen und Einreisebeschr\u00e4nkungen verh\u00e4ngt werden.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\"><img class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Europas Drohnenbedrohung erfordert mehr als ein Verbot russischer Kombattanten\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/1-1.jpg\" alt=\"Europas Drohnenbedrohung erfordert mehr als ein Verbot russischer Kombattanten\" width=\"642\" \/>\r\nRussischer Soldat mit einer FPV-Drohne. Symbolbild.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Drohnensabotage in Leipzig<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Am 1. September <a href=\"https:\/\/united24media.com\/world\/germany-accuses-russia-of-leipzig-airport-drone-sabotage-attempt-heres-everything-we-know-22159\">machte<\/a> Deutschland Russland offiziell f\u00fcr den versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig\/Halle vom 4. August verantwortlich. Nach Angaben der deutschen Beh\u00f6rden deuteten polizeiliche Ermittlungen, Erkenntnisse der Nachrichtendienste und das Vorgehensmuster auf Personen hin, die im Auftrag russischer staatlicher Strukturen handelten. Berlin reagierte mit einem Ma\u00dfnahmenpaket. Dazu geh\u00f6rt auch die geplante Schlie\u00dfung des russischen Konsulats in Bonn. Moskau weist wie \u00fcblich jede Verantwortung zur\u00fcck.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Bei dem Vorfall wurde in der N\u00e4he ukrainischer Antonow-Frachtflugzeuge an einem der bedeutendsten europ\u00e4ischen Frachtumschlagpl\u00e4tze eine mit Sprengstoff best\u00fcckte Drohne entdeckt. Spezialisten f\u00fcr Kampfmittelbeseitigung entfernten den Z\u00fcnder und sicherten den Sprengsatz, bevor dieser detonieren konnte. Anschlie\u00dfend wurden forensische Untersuchungen durchgef\u00fchrt, \u00fcber die NDR, WDR und die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/leipzig-drohnen-anschlag-sprengstoff-russland-ermittlungen-low-level-agenten-hybrider-krieg-li.3540108\">S\u00fcddeutsche Zeitung<\/a> berichteten. Die Untersuchungen ergaben, dass es sich bei dem Sprengstoff wahrscheinlich um Semtex handelte. Die Bundesanwaltschaft \u00fcbernahm die Ermittlungen und stufte den Fall als schweren versuchten Angriff auf die deutsche Transport- und Logistikinfrastruktur ein.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Technisches Know-how und staatliche Steuerung<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Besonders bedeutsam sind die technischen Merkmale der Operation. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erkl\u00e4rte, Konstruktion und Bauteile der Drohne sowie Sprengstoff und Z\u00fcnder \u00e4hnelten Komponenten, die bereits bei fr\u00fcheren russischen hybriden Operationen beobachtet worden seien. \u00c4hnliche Elemente seien auch im Krieg Russlands gegen die Ukraine zum Einsatz gekommen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Nach Einsch\u00e4tzung der Beh\u00f6rden erforderte die Vorrichtung ein hohes Ma\u00df an technischem Fachwissen und sorgf\u00e4ltige Vorbereitung. Die eigentliche Umsetzung des Plans scheint dagegen Akteuren auf niedrigerer Ebene \u00fcberlassen worden zu sein. Deutsche Beh\u00f6rdenvertreter erkl\u00e4rten sp\u00e4ter, die vorliegenden Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass der russische Staat Fachwissen und Ausr\u00fcstung bereitgestellt habe. Die angeworbenen Akteure h\u00e4tten anschlie\u00dfend den Angriff ausgef\u00fchrt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Diese Unterscheidung ver\u00e4ndert die sicherheitspolitische Bewertung des Falls Leipzig. Die Bedrohung beschr\u00e4nkt sich nicht mehr auf unbefugte Drohnen, die den Luftraum von Flugh\u00e4fen beeintr\u00e4chtigen. Sie umfasst inzwischen auch die M\u00f6glichkeit staatlich gesteuerter Sabotage mit sprengstoffbest\u00fcckten Drohnen. Dabei k\u00f6nnen spezialisiertes Wissen und entsprechende Ausr\u00fcstung von russischen Strukturen bereitgestellt werden, w\u00e4hrend die praktische Durchf\u00fchrung angeworbenen Akteuren innerhalb Europas \u00fcberlassen wird. Wie Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erkl\u00e4rte, befinden wir uns nicht im Krieg, sind aber t\u00e4glich Ziel hybrider Kriegsf\u00fchrung.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Die EU verf\u00fcgt bereits \u00fcber einen Rechtsrahmen f\u00fcr Einreiseverbote gegen Kombattanten<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Fall Leipzig ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als die EU bereits an einem <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/en\/eu-plans-russia-entry-ban-war-in-ukraine\/a-77474536\">Rechtsrahmen<\/a> arbeitete, um die Einreise russischer Kombattanten zu beschr\u00e4nken. Nach Angaben der Europ\u00e4ischen Kommission verst\u00e4ndigten sich die EU-Mitgliedstaaten auf die politische und rechtliche Grundlage f\u00fcr ein solches Verbot. Dies geschah im Rahmen des 21. <a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/en\/policies\/sanctions-against-russia\/\">Sanktionspakets<\/a>. Das Verbot betrifft Kombattanten und ehemalige Kombattanten der russischen Streitkr\u00e4fte, die am Krieg gegen die Ukraine beteiligt waren.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Rat der Europ\u00e4ischen Union <a href=\"https:\/\/finance.ec.europa.eu\/news\/eu-adopts-21th-package-sanctions-against-russia-2026-07-23_en\">bezeichnete<\/a> das am 23. Juli 2026 verabschiedete 21. Sanktionspaket als Grundlage f\u00fcr ein umfassendes Visumverbot. Dieses soll aktive Angeh\u00f6rige des russischen Milit\u00e4rs sowie ehemalige Kombattanten russischer Streitkr\u00e4fte und mit Russland verbundener Gruppierungen erfassen, die am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beteiligt sind.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Rechtstext der Europ\u00e4ischen Kommission grenzt den Kreis der Betroffenen weiter ein. Vorgesehen ist die Ablehnung von Antr\u00e4gen auf Kurzaufenthaltsvisa f\u00fcr Personen, die seit dem 24. Februar 2022 in den russischen Streitkr\u00e4ften oder ihnen zugeordneten milit\u00e4rischen Formationen gedient haben. Ein weiteres Kriterium ist, dass diese Personen durch Kampfeins\u00e4tze unmittelbar zum Krieg beigetragen haben.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Damit hat sich die EU von der weitestgehenden politischen Formulierung hin zu einer st\u00e4rker individualisierten Bewertung bewegt. Die fr\u00fchere Formulierung h\u00e4tte alle Personen erfasst, die seit Beginn der umfassenden Invasion in den russischen Streitkr\u00e4ften gedient haben. Die neue Bewertung ist stattdessen an eine unmittelbare Beteiligung am Krieg durch Kampfeins\u00e4tze gekn\u00fcpft.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Identifizierte Drohnenoperatoren<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die politische Begr\u00fcndung daf\u00fcr, russischen Kombattanten die Einreise zu verweigern, liegt auf der Hand. Russlands Krieg hat Sicherheitsrisiken geschaffen, die weit \u00fcber die Grenzen der Ukraine hinausreichen. Drohnenoperatoren sollten jedoch aus zwei Gr\u00fcnden als eigene Kategorie behandelt werden. Erstens werden Angriffe mit Kurzstreckendrohnen auf Zivilpersonen in der Ukraine zunehmend als systematisches Muster dokumentiert. Zweitens lassen sich die operativen F\u00e4higkeiten, die f\u00fcr pr\u00e4zise Zielerfassung und Drohnenangriffe erforderlich sind, auf Sabotageszenarien innerhalb Europas \u00fcbertragen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\"><img class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Drohnenoperator im Einsatz\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/3.jpg\" alt=\"Drohnenoperator im Einsatz\" width=\"642\" \/>\r\nRussischer Drohnenoperator im Einsatz. Symbolbild.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Russische Drohnenangriffe auf ukrainische Zivilpersonen im Rahmen sogenannter \u201eMenschen-Safaris\u201c <a href=\"https:\/\/www.france24.com\/en\/europe\/20260825-not-an-isolated-incident-russian-drones-stalk-ukraine-civilians-human-safaris\">sind keine Einzelf\u00e4lle<\/a>. Vielmehr sind sie f\u00fcr russische Drohnenoperatoren entlang der Frontlinie zu einer t\u00f6dlichen Routine geworden.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Im Mai 2025 <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/hr-bodies\/hrc\/iicihr-ukraine\/reports\/hrc59\">stellte<\/a> die Unabh\u00e4ngige Internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zur Ukraine fest, dass die Drohnenangriffe der russischen Streitkr\u00e4fte auf Zivilpersonen in der Region Cherson Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellten, darunter auch Mord. In einer <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/press-releases\/2025\/05\/un-commission-concludes-russian-armed-forces-drone-attacks-against-civilians\">Pressemitteilung der Vereinten Nationen<\/a> wurden die Angriffe als weitverbreitet und systematisch bezeichnet.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Unabh\u00e4ngig davon berichtete die Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen in der Ukraine, dass Angriffe mit Kurzstreckendrohnen zwischen Februar 2022 und April 2025 mindestens 395 Zivilpersonen t\u00f6teten. Weitere 2.635 Personen wurden verletzt. Nach Angaben der Mission wurde die \u00fcberwiegende Mehrheit der Toten und Verletzten durch russische Angriffe in von der Ukraine kontrollierten Gebieten verursacht.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Dieselbe UN-Mission berichtete 2026, dass allein im Mai mindestens 64 Zivilpersonen durch Kurzstreckendrohnen get\u00f6tet und 539 verletzt wurden. Dies war die h\u00f6chste monatliche Zahl an Toten und Verletzten durch diesen Waffentyp seit Beginn der umfassenden russischen Invasion. In der Stadt Cherson waren Kurzstreckendrohnen im selben Monat f\u00fcr sechs der 14 zivilen Todesopfer verantwortlich. Dar\u00fcber hinaus verursachten sie 132 der 221 Verletzungen unter Zivilpersonen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Diese Zahlen zeigen, dass Drohnenangriffe auf Zivilpersonen keine Einzelf\u00e4lle sind. Vielmehr sind sie Teil eines dokumentierten Musters ziviler Opfer in frontnahen Gebieten, insbesondere in Cherson.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Strukturen zur Beweissicherung und strafrechtlichen Aufarbeitung entstehen bereits<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Mehrere Institutionen und Organisationen sammeln Beweismaterial zu Drohnenangriffen und m\u00f6glichen Verantwortlichen. Dazu geh\u00f6ren die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen, ukrainische Staatsanw\u00e4lte, Truth Hounds und die ukrainische Plattform zur Dokumentation von Kriegsverbrechen. Hinzu kommen Projekte der milit\u00e4rischen Nachrichtendienste sowie Register, die auf Informationen aus offen zug\u00e4nglichen Quellen beruhen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die ukrainische Plattform <a href=\"http:\/\/warcrimes.gov.ua\/\">warcrimes.gov.ua<\/a> bezeichnet sich als zentrale staatliche Stelle f\u00fcr die Sammlung von Beweisen zu Kriegsverbrechen. Sie wurde von der Generalstaatsanwaltschaft gemeinsam mit ukrainischen und internationalen Partnern eingerichtet. In den Datenschutzbestimmungen der Plattform wird darauf hingewiesen, dass \u00fcbermittelte Informationen an internationale Organisationen und Strafverfolgungsbeh\u00f6rden weitergegeben werden k\u00f6nnen. Damit soll die Einleitung von Verfahren gegen Personen unterst\u00fctzt werden, die Kriegsverbrechen begehen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Das Projekt <a href=\"https:\/\/truth-hounds.org\/en\/cases\/\">Truth Hounds<\/a> gibt an, im Jahr 2025 mehr als 120 mutma\u00dfliche T\u00e4ter von Kriegsverbrechen identifiziert zu haben. Im selben Jahr wurden au\u00dferdem 15 Feldmissionen in mehreren ukrainischen Regionen durchgef\u00fchrt. Das Projekt nahm mehr als 43.900 mutma\u00dfliche Vorf\u00e4lle in seine \u00dcberwachungsdatenbank auf und reichte sieben Eingaben auf Grundlage des Weltrechtsprinzips ein.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/kombattanter\/\"><img class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Die Drohnenbedrohung f\u00fcr die EU erfordert mehr als ein Verbot russischer Kombattanten\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/5.jpg\" alt=\"Die Drohnenbedrohung f\u00fcr die EU erfordert mehr als ein Verbot russischer Kombattanten\" width=\"642\" \/><\/a>Illustrative Darstellung der Sammlung von Beweismaterial und der Identifizierung Verantwortlicher im Zusammenhang mit russischen Drohnenangriffen auf Zivilpersonen.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Register russischer Drohnenoperatoren<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Das auf Informationen aus offen zug\u00e4nglichen Quellen beruhende Projekt <a href=\"https:\/\/ruskimviz.net\/\">ruskimviz.net<\/a> identifiziert russische Drohnenoperatoren, die in der Ukraine gek\u00e4mpft haben, und f\u00fchrt sie in einer Datenbank auf. Die Initiative verfolgt und identifiziert russische milit\u00e4rische Drohnenoperatoren, die sogenannte \u201eSafaris\u201c durchf\u00fchren. Gemeint sind gezielte Angriffe auf Zivilpersonen in ukrainischen St\u00e4dten nahe der Frontlinie. Das Projekt fordert, diesen Personen die freie Einreise nach Europa zu verwehren. Dabei gehe es nicht nur um die moralische Verantwortung f\u00fcr Kriegsverbrechen. Es gehe zugleich um ein unmittelbares Sicherheitsrisiko f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union. Personen mit Kampferfahrung in der Drohnenkriegsf\u00fchrung k\u00f6nnten ihre F\u00e4higkeiten f\u00fcr Sabotageakte auf europ\u00e4ischem Boden einsetzen. Die Kernbotschaft ist unmissverst\u00e4ndlich. \u201eSie jagen lebende Menschen. Danach fahren sie in Europa in den Urlaub.\u201c<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Zusammengenommen zeigen all diese <a href=\"https:\/\/rwc.shtab.net\/en\/troopers\">Quellen<\/a>, dass die Grundlage f\u00fcr eine individualisierte Liste von Drohnenoperatoren bereits vorhanden ist. Ungekl\u00e4rt bleibt jedoch, ob die EU \u00fcber einen formellen Mechanismus verf\u00fcgt, um dieses Material entgegenzunehmen und zu \u00fcberpr\u00fcfen. Ein solcher Mechanismus m\u00fcsste es au\u00dferdem erm\u00f6glichen, das Material in Entscheidungen \u00fcber Sanktionen oder Visa umzusetzen.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Leipzig macht die ukrainischen Erkenntnisse f\u00fcr die europ\u00e4ische Sicherheit relevant<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">In der Ukraine haben UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen den Einsatz von Kurzstreckendrohnen gegen Zivilpersonen <a href=\"https:\/\/www.atlanticcouncil.org\/blogs\/ukrainealert\/un-probe-russias-human-safari-in-ukraine-is-a-crime-against-humanity\/\">dokumentiert<\/a>. Gleichzeitig erkl\u00e4ren die deutschen Beh\u00f6rden, dass bei einer mutma\u00dflich vom russischen Staat gesteuerten Operation an einem bedeutenden Flughafen eine sprengstoffbest\u00fcckte Drohne eingesetzt wurde. In Br\u00fcssel befassen sich politische Entscheidungstr\u00e4ger mit der Frage, wie gew\u00f6hnlicher Milit\u00e4rdienst von einer unmittelbaren Beteiligung am russischen Krieg unterschieden werden kann.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Zusammengenommen f\u00fchrt dies zu einer pr\u00e4ziser gefassten politischen Frage. Es geht darum, ob bekannte oder auf glaubw\u00fcrdiger Grundlage identifizierte russische Drohnenoperatoren als Personengruppe mit einem h\u00f6heren Sicherheitsrisiko eingestuft werden sollten als russische Veteranen im Allgemeinen. Drohnenoperatoren sind nicht lediglich ehemalige Soldaten. Sie sind in Fern\u00fcberwachung, Zielauswahl, Navigation unter eingeschr\u00e4nkten Bedingungen der visuellen Bild\u00fcbertragung und in der Durchf\u00fchrung pr\u00e4ziser Angriffe ausgebildet.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">In einem zivilen Umfeld sind diese F\u00e4higkeiten f\u00fcr Flugh\u00e4fen, Energieanlagen, Logistikzentren und Einrichtungen der Verteidigungsindustrie von Bedeutung. Dabei handelt es sich um eine Bewertung und nicht um eine nachgewiesene Ereigniskette. Sie ergibt sich jedoch aus den technischen Gegebenheiten des Falls Leipzig und der dokumentierten Rolle von Drohnen bei russischen Operationen. Da sich der blo\u00dfe Dienst im russischen Milit\u00e4r offenbar nicht als ausschlaggebendes Kriterium durchsetzen l\u00e4sst, k\u00f6nnte die EU zun\u00e4chst bei den Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen ansetzen, von denen die gr\u00f6\u00dfte Gefahr ausgeht.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Russische Drohnenoperatoren lassen sich dieser Kategorie eindeutiger zuordnen als die meisten anderen Personengruppen. Ermittler der Vereinten Nationen und Menschenrechtsbeobachter haben Angriffe mit Kurzstreckendrohnen auf Zivilpersonen als bedeutenden Bestandteil des Krieges dokumentiert. In Cherson wurden die Angriffe dar\u00fcber hinaus als systematisch dokumentiert. Truth Hounds und ukrainische staatsnahe Plattformen bauen zugleich Register zu mutma\u00dflichen T\u00e4tern und Vorf\u00e4llen auf. Der Fall Leipzig in Deutschland hat inzwischen gezeigt, dass sprengstoffbest\u00fcckte Drohnen auch Teil der hybriden Bedrohungslage in Europa sind.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Von Alex Petrenko f\u00fcr InformNapalm.<\/p>\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n\r\n<hr style=\"width: 75%;margin: 20px 0;border: 0;border-top: 1px solid #ccc;text-align: left\" \/>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;text-align: left\">Weitere Artikel von InformNapalm<\/h2>\r\n<ul style=\"text-align: left\">\r\n \t<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/wildberries\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Wildberries zwischen Hammer und Amboss nach Drohnenangriffen und Cyberoperationen<\/span><\/a><\/li>\r\n \t<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/russlands-agenten-europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Wie Russland angeworbene Agenten f\u00fcr Operationen in Europa einsetzt<\/span><\/a><\/li>\r\n \t<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/bastion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Ukrainische Marine greift russisches K\u00fcstenraketensystem Bastion auf der Krim an<\/span><\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr style=\"border: none;border-top: 1px solid #cfcfcf;margin: 24px 0;width: 100%;text-align: left\" \/>\r\n<p style=\"text-align: left !important\"><span style=\"color: #000000\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/ryska-operationer\/\"><img class=\"alignleft\" title=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/fr\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" width=\"150\" height=\"68\" \/><\/a><span style=\"color: #333333\">Es steht Ihnen frei, dieses Material zu teilen, aber f\u00fcgen Sie bitte einen Link zur <span style=\"font-weight: bold\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/category\/aktuell\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Quelle<\/a><\/span><\/span> hinzu. Creative Commons \u2013 Attribution 4.0 International \u2013 CC BY 4.0. <\/span><span style=\"color: #333333\">Folgen Sie uns auf<\/span> <span style=\"font-weight: bold\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/informnapalm24\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Facebook<\/a><\/span> <span style=\"color: #333333\">und<\/span> <span style=\"font-weight: bold\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/informnapalm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">X<\/a><\/span><span style=\"color: #333333\">.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: left !important\">InformNapalm erh\u00e4lt keine finanzielle Unterst\u00fctzung von irgendeiner Regierung oder einem Sponsor. Die Finanzierung erfolgt ausschlie\u00dflich durch freiwillige Unterst\u00fctzer und Leser. 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