{"id":4233,"date":"2026-09-09T20:15:15","date_gmt":"2026-09-09T18:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/at\/?p=4233"},"modified":"2026-09-13T22:10:53","modified_gmt":"2026-09-13T20:10:53","slug":"bat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/at\/bat\/","title":{"rendered":"Russlands Angriffe auf BAT und die Tabaksteuereinnahmen des russischen Staatshaushalts"},"content":{"rendered":"<div lang=\"de\" style=\"color: #000000;text-align: left\">\n<p style=\"text-align: left;margin: 0 0 16px 0\"><span style=\"font-weight: bold;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif\">Am 7. September trafen russische Drohnen das Werk von British American Tobacco in <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Pryluky\">Pryluky<\/a>. Der Angriff war Teil einer l\u00e4ngeren Serie russischer Angriffe auf Tabakunternehmen in der Ukraine. Gleichzeitig produziert Russland mehr als 200 Milliarden Zigaretten pro Jahr. Der russische Staat rechnet zudem f\u00fcr 2026 mit mehr als einer Billion Rubel an Tabaksteuereinnahmen.<\/span><\/p>\n<div style=\"color: #333333;text-align: left\">\n<p style=\"text-align: left\">Der Gegensatz ist deutlich. Russische Angriffe sch\u00e4digen die ukrainische Produktion, Lagerhaltung und Distribution. Gleichzeitig verschafft der Tabakmarkt in Russland dem Staat hohe und vorhersehbare Einnahmen. Damit bildet der Markt eine bedeutende Grundlage f\u00fcr die Steuereinnahmen des russischen Staates.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Angriff auf BAT<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Der Angriff auf BAT zeigt zugleich, dass die Risiken des Krieges auch zivile Wirtschaftst\u00e4tigkeiten erfassen. Die Tabakindustrie ist lediglich ein Teil dieses Musters. Zivile Produktion, Handel und Logistik sind wiederholt von russischen Angriffen betroffen. Die Kosten reichen daher weit \u00fcber die unmittelbar betroffenen Unternehmen hinaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Am 7. September griffen russische Drohnen die Tabakfabrik von BAT in Pryluky in der Region Tschernihiw an. British American Tobacco <a href=\"https:\/\/www.bat.ua\/media\/news\/2026\/BAT-Ukraine-statement-on-the-enemy-attack-on-the-enterprise-in-Pryluky\">best\u00e4tigte den Angriff<\/a>. Das Unternehmen teilte mit, dass die Sch\u00e4den an Produktionsr\u00e4umen und Lagern gepr\u00fcft w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Besch\u00e4ftigte berichteten, dass das Dach \u00fcber den R\u00e4umlichkeiten der Zigarettenproduktion in Brand geraten sei. Auch <a href=\"https:\/\/nicotineinsider.com\/2026\/09\/07\/russian-drones-hit-bat-ukraine-factory\/\">Nicotine Insider<\/a> beschrieb den Angriff als direkten Treffer im Produktionsbereich. Es ging somit nicht ausschlie\u00dflich um Lager oder unterst\u00fctzende Funktionen. Das Werk war trotz der gro\u00df angelegten russischen Invasion der Ukraine weiterhin in Betrieb. BAT <a href=\"https:\/\/www.bat.ua\/media\/news\/2026\/top-employer-2026\">gab 2026 an<\/a>, im Land rund 800 Besch\u00e4ftigte zu haben. Mehr als 400 von ihnen arbeiteten in Pryluky. Die Produktion wurde unter anderem in die EU, den Nahen Osten und nach Zentralasien exportiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Nach Angaben des Unternehmens entrichteten die ukrainischen Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten von BAT im Jahr 2024 mehr als 38 Milliarden Hrywnja an Steuern und Abgaben. Der Betrag bezieht sich auf BAT Ukraine insgesamt. Er betrifft somit nicht ausschlie\u00dflich das Werk in Pryluky. Nach dem Angriff fand die Fabrik auch im russischen kriegsbef\u00fcrwortenden Informationsraum Beachtung. Der russische Z-Kanal Rybar bezeichnete das Werk als ein \u201ebemerkenswertes Ziel\u201c. Zugleich hob der Kanal den Umfang der dortigen T\u00e4tigkeit hervor.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Rybar zum Angriff auf das BAT-Werk in Pryluky\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/rybar.jpg\" alt=\"Rybar zum Angriff auf das BAT-Werk in Pryluky\" width=\"642\" height=\"660\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Diese Formulierung beweist nicht, dass Russland eine gesonderte Kampagne gegen die Tabakindustrie f\u00fchrt. Sie zeigt jedoch, wie der Angriff in der russischen Kriegsberichterstattung dargestellt wurde. Die Sch\u00e4den wurden nicht als unbedeutender Nebeneffekt behandelt.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Mehrere fr\u00fchere Angriffe<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">BAT ist nicht das erste gro\u00dfe Tabakunternehmen, dessen Verm\u00f6genswerte im Verlauf des Krieges getroffen wurden. Auch Philip Morris, Imperial Tobacco und JTI waren betroffen. Produktionsanlagen, Lager und andere Verm\u00f6genswerte wurden besch\u00e4digt oder zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Am 3. Mai 2022 brach in einer Anlage von Philip Morris in der Region Charkiw ein Feuer aus. Das Feuer folgte auf russischen Beschuss. <a href=\"https:\/\/clarity-project.info\/court\/decision\/119206584\">Gerichtsunterlagen<\/a> dokumentieren Sch\u00e4den auf einer Fl\u00e4che von rund 800 Quadratmetern. Gegenstand eines strafrechtlichen Verfahrens waren Verst\u00f6\u00dfe gegen die Gesetze und Gebr\u00e4uche des Krieges. Am 28. Mai 2023 wurde die Fabrik von Imperial Tobacco in Kyjiw besch\u00e4digt. Das Werk war zu diesem Zeitpunkt in Betrieb. Der Angriff war Teil eines gr\u00f6\u00dferen russischen Angriffs. Laut <a href=\"https:\/\/forbes.ua\/news\/vid-rosiyskoi-ataki-na-kiiv-postrazhdala-tyutyunova-fabrika-imperial-tobakko-05062023-14000\">Forbes<\/a> wurde mindestens eine Wand zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die Fabrik stellte zu dieser Zeit auch Produkte f\u00fcr Philip Morris her. Philip Morris konnte damals sein Werk in der Region Charkiw nicht nutzen. Am 30. Januar 2026 wurde die Anlage des Unternehmens erneut getroffen. Eine russische Rakete schlug in ein Lagergeb\u00e4ude ein. Der Brand erfasste mehr als 5.000 Quadratmeter. Das Unternehmen <a href=\"https:\/\/interfax.com.ua\/news\/economic\/1148109.html\">bezifferte den Schaden sp\u00e4ter<\/a> auf rund 16 Millionen US-Dollar. Am 8. Juli wurde au\u00dferdem <a href=\"https:\/\/forbes.ua\/news\/vnaslidok-raketnoi-ataki-znishcheno-sklad-filip-morris-ukraina-u-kievi-08072026-40235\">ein Lager in Kyjiw zerst\u00f6rt<\/a>. Dort wurden Fertigprodukte von Philip Morris gelagert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Das Unternehmen bezeichnete den Vorfall als den vierten Angriff seit Beginn der gro\u00df angelegten Invasion. In der Nacht zum 5. August wurde das Lager von JTI Ukraine in der Region Kyjiw zerst\u00f6rt. Das Lager enthielt Fertigprodukte. <a href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/news\/2026\/08\/06\/8047613\/\">Imperial Brands Ukraine<\/a> teilte gleichzeitig mit, dass Produkte bei Vertriebspartnern und Handelspartnern verloren gegangen seien.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Russische Angriffe auf Verm\u00f6genswerte der Tabakindustrie in der Ukraine\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/tabaco.jpg\" alt=\"Russische Angriffe auf Verm\u00f6genswerte der Tabakindustrie in der Ukraine\" width=\"642\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Als das BAT-Werk am 7. September getroffen wurde, handelte es sich somit nicht um einen isolierten Vorfall. Der Angriff war Teil einer bereits etablierten Serie. Bei mehreren Tabakunternehmen waren zuvor Produktionsanlagen, Lager oder andere Verm\u00f6genswerte besch\u00e4digt worden.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Angriffe auf die zivile Wirtschaft<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Das Muster beschr\u00e4nkt sich nicht auf die Tabakindustrie. Am 3. September wurde das Coca-Cola-Werk au\u00dferhalb von Kyjiw durch russische Drohnen besch\u00e4digt. Reuters lie\u00df sich <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/ukraines-zelenskiy-says-russian-drones-hit-coca-cola-plant-outside-kyiv-2026-09-03\/\">die Angabe<\/a> von Andy Hunder, dem Pr\u00e4sidenten der American Chamber of Commerce in Ukraine, best\u00e4tigen. Am Tag nach dem Angriff auf BAT wurde au\u00dferdem das <a href=\"https:\/\/suspilne.media\/chernihiv\/1398030-rosijski-vijska-atakuvali-epicentr-u-prilukah-na-cernigivsini\/\">Einkaufszentrum Epicentr<\/a> in Pryluky getroffen. In derselben Nacht wurden Handelsgeb\u00e4ude auf dem <a href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/news\/2026\/09\/08\/8052392\/\">Markt \u201e7. Kilometer\u201c<\/a> au\u00dferhalb von Odesa besch\u00e4digt. Der gemeinsame Nenner ist, dass die Angriffe zivile Wirtschaftst\u00e4tigkeiten trafen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/forbes.ua\/company\/vzaemne-znishchennya-ekonomik-fozzy-group-rozetka-epitsentr-nova-poshta-pid-rosiyskimi-obstrilami-yak-kompanii-planuyut-zakhistiti-tovari-partneriv-i-spozhivachiv-06082026-41020\">Forbes<\/a> hat diese Entwicklung als eine neue Phase f\u00fcr ukrainische Unternehmen beschrieben. Die Unternehmen sind gezwungen, ihre Lager auf mehrere Standorte zu verteilen und parallele Logistikketten aufzubauen. Sie m\u00fcssen zudem die Organisation von Lagerhaltung und Distribution ver\u00e4ndern. Die Angriffe verursachen daher Kosten, die weit \u00fcber die unmittelbar betroffenen Standorte hinausgehen. Die Unternehmen ben\u00f6tigen gr\u00f6\u00dfere Sicherheitsmargen und mehr Ausweichl\u00f6sungen. Gleichzeitig steigen die Kosten f\u00fcr Versicherungen, Transporte und Lagerhaltung.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Russlands Tabakmarkt<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Der Tabakmarkt in Russland hat eine v\u00f6llig andere Gr\u00f6\u00dfenordnung. Nach Angaben von Rosstat wurden 2025 insgesamt 209 Milliarden Zigaretten produziert. Das entspricht rund 573 Millionen Zigaretten pro Tag. Die Produktion lag 7,5 Prozent \u00fcber dem Niveau von 2024. Von Januar bis Juli 2026 registrierte Rosstat die Produktion weiterer 120 Milliarden Zigaretten. Es geht somit um Hunderte Milliarden Zigaretten pro Jahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Es handelt sich keineswegs um einen Randmarkt. Der Verkauf verschafft dem russischen Staat umfangreiche und wiederkehrende Steuereinnahmen. Gleichzeitig halten internationale Tabakunternehmen in Russland weiterhin gro\u00dfe Marktanteile. Der Tabaksektor ist daher f\u00fcr die staatlichen Steuereinnahmen von erheblicher Bedeutung. W\u00e4hrend eines kostspieligen Krieges generiert er hohe Einnahmen. Dar\u00fcber hinaus bietet er dem Staat eine wiederkehrende und vergleichsweise stabile Grundlage f\u00fcr Steuereinnahmen.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">JTI und PMI in Russland<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/www.jti.com\/en\/our-company\/where-we-operate\/russia\">Japan Tobacco International<\/a> bezeichnet sich als Marktf\u00fchrer in Russland. Im ersten Quartal 2026 entfielen auf JTI 41,2 Prozent des Marktes f\u00fcr herk\u00f6mmliche Tabakerzeugnisse. Dies geht aus der <a href=\"https:\/\/www.jt.com\/investors\/results\/forecast\/pdf\/2026\/First_Quarter\/20260508_06.pdf\">Berichterstattung der JT Group<\/a> hervor.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Unter Einbeziehung erhitzter Tabakerzeugnisse erreichte JTI einen Anteil von 35,6 Prozent am gesamten Tabakmarkt. Das Unternehmen verf\u00fcgt \u00fcber vier Produktionsstandorte in Russland. Zwei davon stellen fertige Tabakerzeugnisse her. Zwei weitere dienen der Verarbeitung von Rohtabak.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"JTIs Stellung auf dem russischen Tabakmarkt\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/5-1.jpg\" alt=\"JTIs Stellung auf dem russischen Tabakmarkt\" width=\"642\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Viereinhalb Jahre nach Beginn der gro\u00df angelegten Invasion ist JTI weiterhin ein dominierender Akteur auf dem Markt. Das Unternehmen kontrolliert mehr als zwei F\u00fcnftel des traditionellen Segments. Internationale Unternehmen haben somit weiterhin gro\u00dfe Bedeutung auf dem russischen Tabakmarkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Auch Philip Morris International hat Russland nicht verlassen. PMI <a href=\"https:\/\/www.pmi.com\/markets\/russia\/en\/overview\">gibt an<\/a>, rund 3.200 Besch\u00e4ftigte zu haben. Das Unternehmen verf\u00fcgt au\u00dferdem \u00fcber zwei Produktionsanlagen im Land. Nach Angaben des Unternehmens werden s\u00e4mtliche PMI-Zigaretten auf dem russischen Markt vor Ort hergestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Russland ist f\u00fcr den Konzern zudem weiterhin von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. <a href=\"https:\/\/www.sec.gov\/Archives\/edgar\/data\/1413329\/000162828026049493\/pm-20260630.htm\">Im Jahr 2025<\/a> entfielen rund 9 Prozent des weltweiten Auslieferungsvolumens auf den russischen Markt. Die Angabe umfasst Zigaretten und erhitzte Tabakerzeugnisse. Gleichzeitig entfielen rund 6 Prozent des weltweiten Nettoumsatzes von PMI auf Russland.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit und wirtschaftliche Bedeutung von Philip Morris in Russland\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/6.jpg\" alt=\"Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit und wirtschaftliche Bedeutung von Philip Morris in Russland\" width=\"642\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">In dem bei der US-amerikanischen B\u00f6rsenaufsicht SEC eingereichten <a href=\"https:\/\/www.sec.gov\/Archives\/edgar\/data\/1413329\/000162828026021174\/pmi_2025xannualreport.pdf\">Gesch\u00e4ftsbericht<\/a> gab PMI f\u00fcr 2025 K\u00f6rperschaftsteuerzahlungen in Russland in H\u00f6he von 348 Millionen US-Dollar an. Der Betrag lag deutlich \u00fcber dem Niveau von 2022. Die <a href=\"https:\/\/nazk.gov.ua\/uk\/nazk-vneslo-philip-morris-international-ta-japan-tobacco-international-do-pereliku-mizhnarodnyh-sponsoriv-vijny\/\">ukrainische Beh\u00f6rde f\u00fcr Korruptionspr\u00e4vention<\/a> gab f\u00fcr dieses Jahr etwas mehr als 136 Millionen US-Dollar an.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">BAT und Imperial Brands<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">British American Tobacco befindet sich in einer anderen Situation. Das Unternehmen verkaufte sein russisches und belarussisches Gesch\u00e4ft im September 2023. K\u00e4ufer war ein Konsortium aus lokalen Unternehmensleitern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">BAT <a href=\"https:\/\/www.bat.com\/media\/press-releases\/_2023\/september\/russia-business-update---agreement-signed\">gab an<\/a>, anschlie\u00dfend keine Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit mehr in den beiden L\u00e4ndern zu unterhalten. Das Unternehmen sollte auch keine wirtschaftlichen Vorteile aus den fortgesetzten Verk\u00e4ufen erhalten. Das fr\u00fchere Gesch\u00e4ft wurde in Russland unter dem Namen ITMS Group weitergef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Imperial Brands ver\u00e4u\u00dferte seine russischen Verm\u00f6genswerte bereits zuvor. Die \u00dcbertragung an lokale Investoren wurde im April 2022 abgeschlossen. Nach Angaben im <a href=\"https:\/\/www.imperialbrandsplc.com\/etc.clientlibs\/imperialbrands\/corporate\/components\/content\/oar\/clientlibs\/resources\/pdfs\/imperial-brands-2022-annual-report.pdf\">Gesch\u00e4ftsbericht des Unternehmens<\/a> wurde die Transaktion f\u00fcr 20 Millionen britische Pfund abgeschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Bei der Beurteilung der direkten Pr\u00e4senz internationaler Unternehmen sind JTI und PMI daher die wichtigsten Akteure. Beide unterhalten weiterhin umfangreiche Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten in Russland. Zudem verf\u00fcgen sie \u00fcber bedeutende Marktanteile.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Mehr als eine Billion Rubel an Tabaksteuern<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Die bedeutendste Zahl findet sich im russischen Staatshaushalt. F\u00fcr 2026 werden die Einnahmen aus Verbrauchsteuern auf im Inland hergestellte Tabakwaren auf rund 1,036 Billionen Rubel veranschlagt. F\u00fcr 2025 lag die Prognose bei rund 981,9 Milliarden Rubel. Die erwarteten Einnahmen steigen damit um rund 5,5 Prozent. Verbrauchsteuern auf importierte Tabakwaren sollen zus\u00e4tzlich rund 46,6 Milliarden Rubel einbringen. Auch diese Mittel flie\u00dfen dem F\u00f6deralhaushalt zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die Einnahmen des russischen F\u00f6deralhaushalts sind f\u00fcr 2026 mit rund 40,283 Billionen Rubel veranschlagt. Die Verbrauchsteuereinnahmen aus im Inland hergestellten Tabakwaren entsprechen damit etwa 2,57 Prozent. Das entspricht ungef\u00e4hr jedem 39. Rubel der f\u00f6deralen Einnahmen. Der offen ausgewiesene Haushaltsposten f\u00fcr die nationale Verteidigung bel\u00e4uft sich auf rund 12,9305 Billionen Rubel. Die Tabaksteuereinnahmen entsprechen damit etwa 8 Prozent dieses Betrags. Der Vergleich verdeutlicht die Gr\u00f6\u00dfenordnung der Steuereinnahmen aus dem Verkauf von Tabakwaren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die Tabaksteuereinnahmen sind nicht zweckgebunden f\u00fcr Milit\u00e4rausgaben vorgesehen. Staatshaushalte funktionieren nicht auf diese Weise. Die Einnahmen verringern dennoch den Bedarf an anderen Steuereinnahmen, Kreditaufnahme oder sonstigen Staatseinnahmen. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Belastung des russischen Staatshaushalts zunimmt. Laut <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/markets\/europe\/russia-can-manage-its-growing-budget-deficit-putin-says-2026-09-03\/\">Reuters<\/a> belief sich das Haushaltsdefizit von Januar bis Juli 2026 auf 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das Jahresziel liegt bei 1,6 Prozent.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Vergleich mit Kalibr<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Eine Billion Rubel ist ein Betrag, dessen Gr\u00f6\u00dfenordnung schwer zu \u00fcberblicken ist. Zur Veranschaulichung kann daher ein russischer Raketenvertrag herangezogen werden. <a href=\"https:\/\/militarnyi.com\/en\/articles\/from-kalibr-to-kinzhal-how-much-do-russian-missiles-really-cost\/\">Militarnyi<\/a> ver\u00f6ffentlichte im Oktober 2025 Beschaffungsdaten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die Unterlagen betrafen 450 Marschflugk\u00f6rper des Typs 3M14 Kalibr. Die Lieferungen sollten in den Jahren 2025 und 2026 erfolgen. Der Vertragspreis wurde auf rund 168 Millionen Rubel pro Rakete gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Vergleich mit den Kosten von Marschflugk\u00f6rpern des Typs Kalibr\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/7.jpg\" alt=\"Vergleich mit den Kosten von Marschflugk\u00f6rpern des Typs Kalibr\" width=\"642\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Bei diesem Preis entsprechen 1,036 Billionen Rubel dem Vertragswert von rund 6.170 Kalibr-Raketen. Der Vergleich betrifft ausschlie\u00dflich die Gr\u00f6\u00dfenordnung des Betrags. Er sagt nichts dar\u00fcber aus, wie viele Raketen Russland tats\u00e4chlich produzieren kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Das bedeutet nicht, dass Russland innerhalb eines Jahres eine derart gro\u00dfe Zahl von Raketen herstellen kann. Die Produktion wird durch Kapazit\u00e4ten, Komponenten, Personal und Lieferzeiten begrenzt. Auch werden die Einnahmen aus Tabaksteuern nicht unmittelbar f\u00fcr bestimmte Raketenvertr\u00e4ge verwendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Der Vergleich verdeutlicht dennoch die Gr\u00f6\u00dfenordnung der Steuereinnahmen aus dem legalen Tabakmarkt. Der Betrag ist selbst im Vergleich zu den Kosten hochentwickelter Waffensysteme erheblich. Die von PMI entrichtete K\u00f6rperschaftsteuer ist in diesen Verbrauchsteuereinnahmen zudem nicht enthalten.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Widerstandsf\u00e4higkeit des Marktes<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Eine St\u00f6rung in einem einzelnen Werk f\u00fchrt nicht automatisch zu einem entsprechenden Steuerausfall. Verbraucher k\u00f6nnen Produkte anderer legaler Hersteller kaufen. Der Staat erzielt dann weiterhin Einnahmen aus Verbrauchsteuern. Gro\u00dfe Unternehmen verf\u00fcgen zudem \u00fcber Lagerbest\u00e4nde und alternative Transportl\u00f6sungen. Sie k\u00f6nnen Lieferketten ver\u00e4ndern und Teile der Distribution verlagern. Der russische Markt verf\u00fcgt daher \u00fcber eine erhebliche Anpassungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Gr\u00f6\u00dfere wirtschaftliche Auswirkungen setzen l\u00e4nger anhaltende und wiederkehrende St\u00f6rungen voraus. Solche St\u00f6rungen k\u00f6nnen die Kosten f\u00fcr Transporte und Sicherheit erh\u00f6hen. Auch Versicherungen und Lagerhaltung k\u00f6nnen teurer werden. Gleichzeitig kann die Rentabilit\u00e4t der Unternehmen sinken. Die Preise k\u00f6nnen steigen und die Investitionsrisiken zunehmen. Verlagert sich die Nachfrage auf den illegalen Handel, verliert der Staat sowohl Verbrauchsteuer- als auch Mehrwertsteuereinnahmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Probleme an einzelnen Anlagen bedeuten daher nicht, dass die umfangreichen Tabakeinnahmen des Staates automatisch verschwinden. Die Gr\u00f6\u00dfe des Marktes verleiht ihm eine erhebliche Widerstandsf\u00e4higkeit. Gleichzeitig ist der Markt auf eine funktionierende Produktion und Distribution angewiesen.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Nikotinkonsum unter russischen Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Die Bedeutung des Tabakmarktes beschr\u00e4nkt sich nicht auf die staatlichen Steuereinnahmen. Zigaretten und andere Nikotinprodukte werden auch unter russischen Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen in gro\u00dfem Umfang konsumiert. Dadurch entsteht eine umfangreiche und wiederkehrende Nachfrage. Seit dem 1. August 2026 betr\u00e4gt die festgelegte Personalst\u00e4rke der russischen Streitkr\u00e4fte 2.426.130 Personen. Davon sind 1.535.000 Milit\u00e4rangeh\u00f6rige. Die Zahl bezieht sich auf die festgelegte Personalst\u00e4rke und nicht auf eine verifizierte Zahl tats\u00e4chlich im Dienst befindlicher Personen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Putin erkl\u00e4rte am 12. Juni, dass mehr als 700.000 Personen am Krieg gegen die Ukraine beteiligt seien. Diese Angabe wurde nicht unabh\u00e4ngig verifiziert. Sie vermittelt dennoch einen Eindruck von der Gr\u00f6\u00dfenordnung, die von der russischen F\u00fchrung angegeben wird. Eine russische Studie aus dem Jahr 2026 umfasste 1.135 Personen, die am Krieg teilgenommen hatten. Von den Teilnehmern konsumierten 67,2 Prozent Tabak- oder Nikotinprodukte. Von ihnen wiesen 60,2 Prozent einen hohen Grad an Nikotinabh\u00e4ngigkeit auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Nur 5,9 Prozent gaben an, mit dem Konsum w\u00e4hrend ihrer Beteiligung am Krieg begonnen zu haben. Die Mehrheit hatte die Produkte somit bereits zuvor konsumiert. Die Nikotinabh\u00e4ngigkeit bestand daher in erheblichem Umfang bereits vor der Kriegsteilnahme. Unter russischen M\u00e4nnern in der Zivilbev\u00f6lkerung konsumierten 2024 rund 36,5 Prozent entsprechende Produkte. Die Stichproben sind nicht unmittelbar miteinander vergleichbar. Die Studie ist nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die gesamte russische Milit\u00e4rstreitmacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Legt man 36,5 Prozent von 700.000 Personen zugrunde, ergibt sich eine Zahl von rund 256.000 Konsumenten. Bei 67,2 Prozent ergibt sich eine Zahl von rund 470.000. Beide Berechnungen sind hypothetisch. Die Zahlen d\u00fcrfen daher nicht als tats\u00e4chliche Angaben zur Zahl der Konsumenten unter russischen Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen betrachtet werden. Sie verdeutlichen lediglich eine m\u00f6gliche Gr\u00f6\u00dfenordnung. Es k\u00f6nnte sich um Hunderttausende Personen handeln.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Nachfrage nach Nikotinprodukten<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Nikotinabh\u00e4ngigkeit hat auch wirtschaftliche Folgen. Eine russische Studie aus dem Jahr 2026 untersuchte Zigarettenpreise im Verh\u00e4ltnis zur Kaufkraft der Verbraucher. Die Elastizit\u00e4t des Absatzes im Verh\u00e4ltnis zur Kaufkraft wurde auf 0,36 gesch\u00e4tzt. Die Forscher stellten fest, dass eine sinkende Kaufkraft nicht immer zu einem starken R\u00fcckgang des Zigarettenabsatzes f\u00fchrt. Manche Verbraucher wechseln stattdessen zu g\u00fcnstigeren Marken. Andere suchen nach Vertriebskan\u00e4len mit niedrigeren Preisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Wenn viele Personen nikotinabh\u00e4ngig sind, kann dasselbe Muster auch innerhalb einer gro\u00dfen milit\u00e4rischen Streitmacht von Bedeutung sein. St\u00f6rungen auf dem legalen Markt m\u00fcssen nicht dazu f\u00fchren, dass die Nachfrage verschwindet. Die Verbraucher k\u00f6nnen stattdessen nach anderen Produkten und Bezugswegen suchen. Der Konsum kann sich auf g\u00fcnstigere Produkte oder informelle Vertriebskan\u00e4le verlagern. Auch die Nachfrage nach gef\u00e4lschten und illegalen Produkten kann steigen. In diesem Fall drohen dem Staat Steuerausf\u00e4lle.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">F\u00fcr Russland ist der Tabakmarkt daher aus mehreren Gr\u00fcnden wirtschaftlich bedeutsam. Er verschafft dem Staat hohe Einnahmen aus Verbrauchsteuern. Gleichzeitig besteht eine umfangreiche und relativ stabile Nachfrage nach den Produkten.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Schlussfolgerung<\/h2>\n<p style=\"text-align: left\">Der Angriff auf BAT in Pryluky beweist nicht, dass Russland eine gesonderte Kampagne gegen die Tabakindustrie f\u00fchrt. Dem Angriff gingen jedoch mehrere fr\u00fchere Angriffe voraus. Auch Philip Morris, Imperial Tobacco und JTI waren betroffen. Die Entwicklung ist zudem Teil eines gr\u00f6\u00dferen Musters. Russische Angriffe treffen wiederholt die ukrainische Produktion, Lagerhaltung, den Handel und die Logistik. Die Kosten reichen weit \u00fcber die unmittelbar betroffenen Standorte hinaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Auf russischer Seite stellt sich die Lage anders dar. Das Land produziert mehr als 200 Milliarden Zigaretten pro Jahr. Internationale Unternehmen halten weiterhin gro\u00dfe Marktanteile. Gleichzeitig rechnet der Staat f\u00fcr 2026 mit Einnahmen aus Tabaksteuern von mehr als einer Billion Rubel. Der Tabakmarkt ist daher keine wirtschaftliche Nebens\u00e4chlichkeit. Er bildet eine bedeutende Grundlage f\u00fcr die Steuereinnahmen des russischen Staates.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die wirtschaftliche Asymmetrie ist deutlich. Russland kann die Kosten f\u00fcr die ukrainische Produktion und den ukrainischen Handel erh\u00f6hen. Gleichzeitig ist der russische Staat auf funktionierende zivile Wirtschaftssysteme angewiesen. Diese Systeme m\u00fcssen funktionieren, damit Steuereinnahmen und Konsum aufrechterhalten werden k\u00f6nnen. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges enden daher nicht an der Front. Sie reichen bis zu Fabriken, Lagern, Transporten und Staatshaushalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die Folgen umfassen auch den t\u00e4glichen Konsum. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges sind daher nicht zwangsl\u00e4ufig einseitig.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Der Artikel wurde von Ashton Berson f\u00fcr InformNapalm zusammengestellt.<\/p>\n<hr style=\"width: 75%;margin: 20px 0;border: 0;border-top: 1px solid #ccc;text-align: left\" \/>\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;text-align: left\">Weitere Artikel von InformNapalm<\/h2>\n<ul style=\"text-align: left\">\n<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/wildberries\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Wildberries zwischen Hammer und Amboss nach Drohnenangriffen und Cyberoperationen<\/span><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/russlands-agenten-europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Wie Russland angeworbene Agenten f\u00fcr Operationen in Europa einsetzt<\/span><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/bastion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Ukrainische Marine greift russisches K\u00fcstenraketensystem Bastion auf der Krim an<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr style=\"border: none;border-top: 1px solid #cfcfcf;margin: 24px 0;width: 100%;text-align: left\" \/>\n<p style=\"text-align: left !important\"><span style=\"color: #000000\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/ryska-operationer\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/fr\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" width=\"150\" height=\"68\" \/><\/a><span style=\"color: #333333\">Es steht Ihnen frei, dieses Material zu teilen, aber f\u00fcgen Sie bitte einen Link zur <span style=\"font-weight: bold\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/category\/aktuell\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Quelle<\/a><\/span><\/span> hinzu. 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September trafen russische Drohnen das Werk von British American Tobacco in <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Pryluky\">Pryluky<\/a>. Der Angriff war Teil einer l\u00e4ngeren Serie russischer Angriffe auf Tabakunternehmen in der Ukraine. Gleichzeitig produziert Russland mehr als 200 Milliarden Zigaretten pro Jahr. Der russische Staat rechnet zudem f\u00fcr 2026 mit mehr als einer Billion Rubel an Tabaksteuereinnahmen.<\/span><\/p>\r\n\r\n<div style=\"color: #333333;text-align: left\">\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Gegensatz ist deutlich. Russische Angriffe sch\u00e4digen die ukrainische Produktion, Lagerhaltung und Distribution. Gleichzeitig verschafft der Tabakmarkt in Russland dem Staat hohe und vorhersehbare Einnahmen. Damit bildet der Markt eine bedeutende Grundlage f\u00fcr die Steuereinnahmen des russischen Staates.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Angriff auf BAT<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Angriff auf BAT zeigt zugleich, dass die Risiken des Krieges auch zivile Wirtschaftst\u00e4tigkeiten erfassen. Die Tabakindustrie ist lediglich ein Teil dieses Musters. Zivile Produktion, Handel und Logistik sind wiederholt von russischen Angriffen betroffen. Die Kosten reichen daher weit \u00fcber die unmittelbar betroffenen Unternehmen hinaus.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Am 7. September griffen russische Drohnen die Tabakfabrik von BAT in Pryluky in der Region Tschernihiw an. British American Tobacco <a href=\"https:\/\/www.bat.ua\/media\/news\/2026\/BAT-Ukraine-statement-on-the-enemy-attack-on-the-enterprise-in-Pryluky\">best\u00e4tigte den Angriff<\/a>. Das Unternehmen teilte mit, dass die Sch\u00e4den an Produktionsr\u00e4umen und Lagern gepr\u00fcft w\u00fcrden.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Besch\u00e4ftigte berichteten, dass das Dach \u00fcber den R\u00e4umlichkeiten der Zigarettenproduktion in Brand geraten sei. Auch <a href=\"https:\/\/nicotineinsider.com\/2026\/09\/07\/russian-drones-hit-bat-ukraine-factory\/\">Nicotine Insider<\/a> beschrieb den Angriff als direkten Treffer im Produktionsbereich. Es ging somit nicht ausschlie\u00dflich um Lager oder unterst\u00fctzende Funktionen. Das Werk war trotz der gro\u00df angelegten russischen Invasion der Ukraine weiterhin in Betrieb. BAT <a href=\"https:\/\/www.bat.ua\/media\/news\/2026\/top-employer-2026\">gab 2026 an<\/a>, im Land rund 800 Besch\u00e4ftigte zu haben. Mehr als 400 von ihnen arbeiteten in Pryluky. Die Produktion wurde unter anderem in die EU, den Nahen Osten und nach Zentralasien exportiert.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Nach Angaben des Unternehmens entrichteten die ukrainischen Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten von BAT im Jahr 2024 mehr als 38 Milliarden Hrywnja an Steuern und Abgaben. Der Betrag bezieht sich auf BAT Ukraine insgesamt. Er betrifft somit nicht ausschlie\u00dflich das Werk in Pryluky. Nach dem Angriff fand die Fabrik auch im russischen kriegsbef\u00fcrwortenden Informationsraum Beachtung. Der russische Z-Kanal Rybar bezeichnete das Werk als ein \u201ebemerkenswertes Ziel\u201c. Zugleich hob der Kanal den Umfang der dortigen T\u00e4tigkeit hervor.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\"><img class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Rybar zum Angriff auf das BAT-Werk in Pryluky\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/rybar.jpg\" alt=\"Rybar zum Angriff auf das BAT-Werk in Pryluky\" width=\"642\" height=\"660\" \/><\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Diese Formulierung beweist nicht, dass Russland eine gesonderte Kampagne gegen die Tabakindustrie f\u00fchrt. Sie zeigt jedoch, wie der Angriff in der russischen Kriegsberichterstattung dargestellt wurde. Die Sch\u00e4den wurden nicht als unbedeutender Nebeneffekt behandelt.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Mehrere fr\u00fchere Angriffe<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">BAT ist nicht das erste gro\u00dfe Tabakunternehmen, dessen Verm\u00f6genswerte im Verlauf des Krieges getroffen wurden. Auch Philip Morris, Imperial Tobacco und JTI waren betroffen. Produktionsanlagen, Lager und andere Verm\u00f6genswerte wurden besch\u00e4digt oder zerst\u00f6rt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Am 3. Mai 2022 brach in einer Anlage von Philip Morris in der Region Charkiw ein Feuer aus. Das Feuer folgte auf russischen Beschuss. <a href=\"https:\/\/clarity-project.info\/court\/decision\/119206584\">Gerichtsunterlagen<\/a> dokumentieren Sch\u00e4den auf einer Fl\u00e4che von rund 800 Quadratmetern. Gegenstand eines strafrechtlichen Verfahrens waren Verst\u00f6\u00dfe gegen die Gesetze und Gebr\u00e4uche des Krieges. Am 28. Mai 2023 wurde die Fabrik von Imperial Tobacco in Kyjiw besch\u00e4digt. Das Werk war zu diesem Zeitpunkt in Betrieb. Der Angriff war Teil eines gr\u00f6\u00dferen russischen Angriffs. Laut <a href=\"https:\/\/forbes.ua\/news\/vid-rosiyskoi-ataki-na-kiiv-postrazhdala-tyutyunova-fabrika-imperial-tobakko-05062023-14000\">Forbes<\/a> wurde mindestens eine Wand zerst\u00f6rt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Fabrik stellte zu dieser Zeit auch Produkte f\u00fcr Philip Morris her. Philip Morris konnte damals sein Werk in der Region Charkiw nicht nutzen. Am 30. Januar 2026 wurde die Anlage des Unternehmens erneut getroffen. Eine russische Rakete schlug in ein Lagergeb\u00e4ude ein. Der Brand erfasste mehr als 5.000 Quadratmeter. Das Unternehmen <a href=\"https:\/\/interfax.com.ua\/news\/economic\/1148109.html\">bezifferte den Schaden sp\u00e4ter<\/a> auf rund 16 Millionen US-Dollar. Am 8. Juli wurde au\u00dferdem <a href=\"https:\/\/forbes.ua\/news\/vnaslidok-raketnoi-ataki-znishcheno-sklad-filip-morris-ukraina-u-kievi-08072026-40235\">ein Lager in Kyjiw zerst\u00f6rt<\/a>. Dort wurden Fertigprodukte von Philip Morris gelagert.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Das Unternehmen bezeichnete den Vorfall als den vierten Angriff seit Beginn der gro\u00df angelegten Invasion. In der Nacht zum 5. August wurde das Lager von JTI Ukraine in der Region Kyjiw zerst\u00f6rt. Das Lager enthielt Fertigprodukte. <a href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/news\/2026\/08\/06\/8047613\/\">Imperial Brands Ukraine<\/a> teilte gleichzeitig mit, dass Produkte bei Vertriebspartnern und Handelspartnern verloren gegangen seien.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\"><img class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Russische Angriffe auf Verm\u00f6genswerte der Tabakindustrie in der Ukraine\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/tabaco.jpg\" alt=\"Russische Angriffe auf Verm\u00f6genswerte der Tabakindustrie in der Ukraine\" width=\"642\" \/><\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Als das BAT-Werk am 7. September getroffen wurde, handelte es sich somit nicht um einen isolierten Vorfall. Der Angriff war Teil einer bereits etablierten Serie. Bei mehreren Tabakunternehmen waren zuvor Produktionsanlagen, Lager oder andere Verm\u00f6genswerte besch\u00e4digt worden.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Angriffe auf die zivile Wirtschaft<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Das Muster beschr\u00e4nkt sich nicht auf die Tabakindustrie. Am 3. September wurde das Coca-Cola-Werk au\u00dferhalb von Kyjiw durch russische Drohnen besch\u00e4digt. Reuters lie\u00df sich <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/ukraines-zelenskiy-says-russian-drones-hit-coca-cola-plant-outside-kyiv-2026-09-03\/\">die Angabe<\/a> von Andy Hunder, dem Pr\u00e4sidenten der American Chamber of Commerce in Ukraine, best\u00e4tigen. Am Tag nach dem Angriff auf BAT wurde au\u00dferdem das <a href=\"https:\/\/suspilne.media\/chernihiv\/1398030-rosijski-vijska-atakuvali-epicentr-u-prilukah-na-cernigivsini\/\">Einkaufszentrum Epicentr<\/a> in Pryluky getroffen. In derselben Nacht wurden Handelsgeb\u00e4ude auf dem <a href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/news\/2026\/09\/08\/8052392\/\">Markt \u201e7. Kilometer\u201c<\/a> au\u00dferhalb von Odesa besch\u00e4digt. Der gemeinsame Nenner ist, dass die Angriffe zivile Wirtschaftst\u00e4tigkeiten trafen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/forbes.ua\/company\/vzaemne-znishchennya-ekonomik-fozzy-group-rozetka-epitsentr-nova-poshta-pid-rosiyskimi-obstrilami-yak-kompanii-planuyut-zakhistiti-tovari-partneriv-i-spozhivachiv-06082026-41020\">Forbes<\/a> hat diese Entwicklung als eine neue Phase f\u00fcr ukrainische Unternehmen beschrieben. Die Unternehmen sind gezwungen, ihre Lager auf mehrere Standorte zu verteilen und parallele Logistikketten aufzubauen. Sie m\u00fcssen zudem die Organisation von Lagerhaltung und Distribution ver\u00e4ndern. Die Angriffe verursachen daher Kosten, die weit \u00fcber die unmittelbar betroffenen Standorte hinausgehen. Die Unternehmen ben\u00f6tigen gr\u00f6\u00dfere Sicherheitsmargen und mehr Ausweichl\u00f6sungen. Gleichzeitig steigen die Kosten f\u00fcr Versicherungen, Transporte und Lagerhaltung.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Russlands Tabakmarkt<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Tabakmarkt in Russland hat eine v\u00f6llig andere Gr\u00f6\u00dfenordnung. Nach Angaben von Rosstat wurden 2025 insgesamt 209 Milliarden Zigaretten produziert. Das entspricht rund 573 Millionen Zigaretten pro Tag. Die Produktion lag 7,5 Prozent \u00fcber dem Niveau von 2024. Von Januar bis Juli 2026 registrierte Rosstat die Produktion weiterer 120 Milliarden Zigaretten. Es geht somit um Hunderte Milliarden Zigaretten pro Jahr.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Es handelt sich keineswegs um einen Randmarkt. Der Verkauf verschafft dem russischen Staat umfangreiche und wiederkehrende Steuereinnahmen. Gleichzeitig halten internationale Tabakunternehmen in Russland weiterhin gro\u00dfe Marktanteile. Der Tabaksektor ist daher f\u00fcr die staatlichen Steuereinnahmen von erheblicher Bedeutung. W\u00e4hrend eines kostspieligen Krieges generiert er hohe Einnahmen. Dar\u00fcber hinaus bietet er dem Staat eine wiederkehrende und vergleichsweise stabile Grundlage f\u00fcr Steuereinnahmen.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">JTI und PMI in Russland<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/www.jti.com\/en\/our-company\/where-we-operate\/russia\">Japan Tobacco International<\/a> bezeichnet sich als Marktf\u00fchrer in Russland. Im ersten Quartal 2026 entfielen auf JTI 41,2 Prozent des Marktes f\u00fcr herk\u00f6mmliche Tabakerzeugnisse. Dies geht aus der <a href=\"https:\/\/www.jt.com\/investors\/results\/forecast\/pdf\/2026\/First_Quarter\/20260508_06.pdf\">Berichterstattung der JT Group<\/a> hervor.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Unter Einbeziehung erhitzter Tabakerzeugnisse erreichte JTI einen Anteil von 35,6 Prozent am gesamten Tabakmarkt. Das Unternehmen verf\u00fcgt \u00fcber vier Produktionsstandorte in Russland. Zwei davon stellen fertige Tabakerzeugnisse her. Zwei weitere dienen der Verarbeitung von Rohtabak.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\"><img class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"JTIs Stellung auf dem russischen Tabakmarkt\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/5-1.jpg\" alt=\"JTIs Stellung auf dem russischen Tabakmarkt\" width=\"642\" \/><\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Viereinhalb Jahre nach Beginn der gro\u00df angelegten Invasion ist JTI weiterhin ein dominierender Akteur auf dem Markt. Das Unternehmen kontrolliert mehr als zwei F\u00fcnftel des traditionellen Segments. Internationale Unternehmen haben somit weiterhin gro\u00dfe Bedeutung auf dem russischen Tabakmarkt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Auch Philip Morris International hat Russland nicht verlassen. PMI <a href=\"https:\/\/www.pmi.com\/markets\/russia\/en\/overview\">gibt an<\/a>, rund 3.200 Besch\u00e4ftigte zu haben. Das Unternehmen verf\u00fcgt au\u00dferdem \u00fcber zwei Produktionsanlagen im Land. Nach Angaben des Unternehmens werden s\u00e4mtliche PMI-Zigaretten auf dem russischen Markt vor Ort hergestellt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Russland ist f\u00fcr den Konzern zudem weiterhin von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. <a href=\"https:\/\/www.sec.gov\/Archives\/edgar\/data\/1413329\/000162828026049493\/pm-20260630.htm\">Im Jahr 2025<\/a> entfielen rund 9 Prozent des weltweiten Auslieferungsvolumens auf den russischen Markt. Die Angabe umfasst Zigaretten und erhitzte Tabakerzeugnisse. Gleichzeitig entfielen rund 6 Prozent des weltweiten Nettoumsatzes von PMI auf Russland.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\"><img class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit und wirtschaftliche Bedeutung von Philip Morris in Russland\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/6.jpg\" alt=\"Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit und wirtschaftliche Bedeutung von Philip Morris in Russland\" width=\"642\" \/><\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">In dem bei der US-amerikanischen B\u00f6rsenaufsicht SEC eingereichten <a href=\"https:\/\/www.sec.gov\/Archives\/edgar\/data\/1413329\/000162828026021174\/pmi_2025xannualreport.pdf\">Gesch\u00e4ftsbericht<\/a> gab PMI f\u00fcr 2025 K\u00f6rperschaftsteuerzahlungen in Russland in H\u00f6he von 348 Millionen US-Dollar an. Der Betrag lag deutlich \u00fcber dem Niveau von 2022. Die <a href=\"https:\/\/nazk.gov.ua\/uk\/nazk-vneslo-philip-morris-international-ta-japan-tobacco-international-do-pereliku-mizhnarodnyh-sponsoriv-vijny\/\">ukrainische Beh\u00f6rde f\u00fcr Korruptionspr\u00e4vention<\/a> gab f\u00fcr dieses Jahr etwas mehr als 136 Millionen US-Dollar an.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">BAT und Imperial Brands<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">British American Tobacco befindet sich in einer anderen Situation. Das Unternehmen verkaufte sein russisches und belarussisches Gesch\u00e4ft im September 2023. K\u00e4ufer war ein Konsortium aus lokalen Unternehmensleitern.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">BAT <a href=\"https:\/\/www.bat.com\/media\/press-releases\/_2023\/september\/russia-business-update---agreement-signed\">gab an<\/a>, anschlie\u00dfend keine Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit mehr in den beiden L\u00e4ndern zu unterhalten. Das Unternehmen sollte auch keine wirtschaftlichen Vorteile aus den fortgesetzten Verk\u00e4ufen erhalten. Das fr\u00fchere Gesch\u00e4ft wurde in Russland unter dem Namen ITMS Group weitergef\u00fchrt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Imperial Brands ver\u00e4u\u00dferte seine russischen Verm\u00f6genswerte bereits zuvor. Die \u00dcbertragung an lokale Investoren wurde im April 2022 abgeschlossen. Nach Angaben im <a href=\"https:\/\/www.imperialbrandsplc.com\/etc.clientlibs\/imperialbrands\/corporate\/components\/content\/oar\/clientlibs\/resources\/pdfs\/imperial-brands-2022-annual-report.pdf\">Gesch\u00e4ftsbericht des Unternehmens<\/a> wurde die Transaktion f\u00fcr 20 Millionen britische Pfund abgeschlossen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Bei der Beurteilung der direkten Pr\u00e4senz internationaler Unternehmen sind JTI und PMI daher die wichtigsten Akteure. Beide unterhalten weiterhin umfangreiche Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten in Russland. Zudem verf\u00fcgen sie \u00fcber bedeutende Marktanteile.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Mehr als eine Billion Rubel an Tabaksteuern<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die bedeutendste Zahl findet sich im russischen Staatshaushalt. F\u00fcr 2026 werden die Einnahmen aus Verbrauchsteuern auf im Inland hergestellte Tabakwaren auf rund 1,036 Billionen Rubel veranschlagt. F\u00fcr 2025 lag die Prognose bei rund 981,9 Milliarden Rubel. Die erwarteten Einnahmen steigen damit um rund 5,5 Prozent. Verbrauchsteuern auf importierte Tabakwaren sollen zus\u00e4tzlich rund 46,6 Milliarden Rubel einbringen. Auch diese Mittel flie\u00dfen dem F\u00f6deralhaushalt zu.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Einnahmen des russischen F\u00f6deralhaushalts sind f\u00fcr 2026 mit rund 40,283 Billionen Rubel veranschlagt. Die Verbrauchsteuereinnahmen aus im Inland hergestellten Tabakwaren entsprechen damit etwa 2,57 Prozent. Das entspricht ungef\u00e4hr jedem 39. Rubel der f\u00f6deralen Einnahmen. Der offen ausgewiesene Haushaltsposten f\u00fcr die nationale Verteidigung bel\u00e4uft sich auf rund 12,9305 Billionen Rubel. Die Tabaksteuereinnahmen entsprechen damit etwa 8 Prozent dieses Betrags. Der Vergleich verdeutlicht die Gr\u00f6\u00dfenordnung der Steuereinnahmen aus dem Verkauf von Tabakwaren.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Tabaksteuereinnahmen sind nicht zweckgebunden f\u00fcr Milit\u00e4rausgaben vorgesehen. Staatshaushalte funktionieren nicht auf diese Weise. Die Einnahmen verringern dennoch den Bedarf an anderen Steuereinnahmen, Kreditaufnahme oder sonstigen Staatseinnahmen. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Belastung des russischen Staatshaushalts zunimmt. Laut <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/markets\/europe\/russia-can-manage-its-growing-budget-deficit-putin-says-2026-09-03\/\">Reuters<\/a> belief sich das Haushaltsdefizit von Januar bis Juli 2026 auf 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das Jahresziel liegt bei 1,6 Prozent.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Vergleich mit Kalibr<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Eine Billion Rubel ist ein Betrag, dessen Gr\u00f6\u00dfenordnung schwer zu \u00fcberblicken ist. Zur Veranschaulichung kann daher ein russischer Raketenvertrag herangezogen werden. <a href=\"https:\/\/militarnyi.com\/en\/articles\/from-kalibr-to-kinzhal-how-much-do-russian-missiles-really-cost\/\">Militarnyi<\/a> ver\u00f6ffentlichte im Oktober 2025 Beschaffungsdaten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Unterlagen betrafen 450 Marschflugk\u00f6rper des Typs 3M14 Kalibr. Die Lieferungen sollten in den Jahren 2025 und 2026 erfolgen. Der Vertragspreis wurde auf rund 168 Millionen Rubel pro Rakete gesch\u00e4tzt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\"><img class=\"alignnone\" style=\"border: 2pt solid #000000;height: auto\" title=\"Vergleich mit den Kosten von Marschflugk\u00f6rpern des Typs Kalibr\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/09\/7.jpg\" alt=\"Vergleich mit den Kosten von Marschflugk\u00f6rpern des Typs Kalibr\" width=\"642\" \/><\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Bei diesem Preis entsprechen 1,036 Billionen Rubel dem Vertragswert von rund 6.170 Kalibr-Raketen. Der Vergleich betrifft ausschlie\u00dflich die Gr\u00f6\u00dfenordnung des Betrags. Er sagt nichts dar\u00fcber aus, wie viele Raketen Russland tats\u00e4chlich produzieren kann.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Das bedeutet nicht, dass Russland innerhalb eines Jahres eine derart gro\u00dfe Zahl von Raketen herstellen kann. Die Produktion wird durch Kapazit\u00e4ten, Komponenten, Personal und Lieferzeiten begrenzt. Auch werden die Einnahmen aus Tabaksteuern nicht unmittelbar f\u00fcr bestimmte Raketenvertr\u00e4ge verwendet.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Vergleich verdeutlicht dennoch die Gr\u00f6\u00dfenordnung der Steuereinnahmen aus dem legalen Tabakmarkt. Der Betrag ist selbst im Vergleich zu den Kosten hochentwickelter Waffensysteme erheblich. Die von PMI entrichtete K\u00f6rperschaftsteuer ist in diesen Verbrauchsteuereinnahmen zudem nicht enthalten.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Widerstandsf\u00e4higkeit des Marktes<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Eine St\u00f6rung in einem einzelnen Werk f\u00fchrt nicht automatisch zu einem entsprechenden Steuerausfall. Verbraucher k\u00f6nnen Produkte anderer legaler Hersteller kaufen. Der Staat erzielt dann weiterhin Einnahmen aus Verbrauchsteuern. Gro\u00dfe Unternehmen verf\u00fcgen zudem \u00fcber Lagerbest\u00e4nde und alternative Transportl\u00f6sungen. Sie k\u00f6nnen Lieferketten ver\u00e4ndern und Teile der Distribution verlagern. Der russische Markt verf\u00fcgt daher \u00fcber eine erhebliche Anpassungsf\u00e4higkeit.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Gr\u00f6\u00dfere wirtschaftliche Auswirkungen setzen l\u00e4nger anhaltende und wiederkehrende St\u00f6rungen voraus. Solche St\u00f6rungen k\u00f6nnen die Kosten f\u00fcr Transporte und Sicherheit erh\u00f6hen. Auch Versicherungen und Lagerhaltung k\u00f6nnen teurer werden. Gleichzeitig kann die Rentabilit\u00e4t der Unternehmen sinken. Die Preise k\u00f6nnen steigen und die Investitionsrisiken zunehmen. Verlagert sich die Nachfrage auf den illegalen Handel, verliert der Staat sowohl Verbrauchsteuer- als auch Mehrwertsteuereinnahmen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Probleme an einzelnen Anlagen bedeuten daher nicht, dass die umfangreichen Tabakeinnahmen des Staates automatisch verschwinden. Die Gr\u00f6\u00dfe des Marktes verleiht ihm eine erhebliche Widerstandsf\u00e4higkeit. Gleichzeitig ist der Markt auf eine funktionierende Produktion und Distribution angewiesen.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Nikotinkonsum unter russischen Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Bedeutung des Tabakmarktes beschr\u00e4nkt sich nicht auf die staatlichen Steuereinnahmen. Zigaretten und andere Nikotinprodukte werden auch unter russischen Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen in gro\u00dfem Umfang konsumiert. Dadurch entsteht eine umfangreiche und wiederkehrende Nachfrage. Seit dem 1. August 2026 betr\u00e4gt die festgelegte Personalst\u00e4rke der russischen Streitkr\u00e4fte 2.426.130 Personen. Davon sind 1.535.000 Milit\u00e4rangeh\u00f6rige. Die Zahl bezieht sich auf die festgelegte Personalst\u00e4rke und nicht auf eine verifizierte Zahl tats\u00e4chlich im Dienst befindlicher Personen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Putin erkl\u00e4rte am 12. Juni, dass mehr als 700.000 Personen am Krieg gegen die Ukraine beteiligt seien. Diese Angabe wurde nicht unabh\u00e4ngig verifiziert. Sie vermittelt dennoch einen Eindruck von der Gr\u00f6\u00dfenordnung, die von der russischen F\u00fchrung angegeben wird. Eine russische Studie aus dem Jahr 2026 umfasste 1.135 Personen, die am Krieg teilgenommen hatten. Von den Teilnehmern konsumierten 67,2 Prozent Tabak- oder Nikotinprodukte. Von ihnen wiesen 60,2 Prozent einen hohen Grad an Nikotinabh\u00e4ngigkeit auf.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Nur 5,9 Prozent gaben an, mit dem Konsum w\u00e4hrend ihrer Beteiligung am Krieg begonnen zu haben. Die Mehrheit hatte die Produkte somit bereits zuvor konsumiert. Die Nikotinabh\u00e4ngigkeit bestand daher in erheblichem Umfang bereits vor der Kriegsteilnahme. Unter russischen M\u00e4nnern in der Zivilbev\u00f6lkerung konsumierten 2024 rund 36,5 Prozent entsprechende Produkte. Die Stichproben sind nicht unmittelbar miteinander vergleichbar. Die Studie ist nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die gesamte russische Milit\u00e4rstreitmacht.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Legt man 36,5 Prozent von 700.000 Personen zugrunde, ergibt sich eine Zahl von rund 256.000 Konsumenten. Bei 67,2 Prozent ergibt sich eine Zahl von rund 470.000. Beide Berechnungen sind hypothetisch. Die Zahlen d\u00fcrfen daher nicht als tats\u00e4chliche Angaben zur Zahl der Konsumenten unter russischen Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen betrachtet werden. Sie verdeutlichen lediglich eine m\u00f6gliche Gr\u00f6\u00dfenordnung. Es k\u00f6nnte sich um Hunderttausende Personen handeln.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Nachfrage nach Nikotinprodukten<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Nikotinabh\u00e4ngigkeit hat auch wirtschaftliche Folgen. Eine russische Studie aus dem Jahr 2026 untersuchte Zigarettenpreise im Verh\u00e4ltnis zur Kaufkraft der Verbraucher. Die Elastizit\u00e4t des Absatzes im Verh\u00e4ltnis zur Kaufkraft wurde auf 0,36 gesch\u00e4tzt. Die Forscher stellten fest, dass eine sinkende Kaufkraft nicht immer zu einem starken R\u00fcckgang des Zigarettenabsatzes f\u00fchrt. Manche Verbraucher wechseln stattdessen zu g\u00fcnstigeren Marken. Andere suchen nach Vertriebskan\u00e4len mit niedrigeren Preisen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Wenn viele Personen nikotinabh\u00e4ngig sind, kann dasselbe Muster auch innerhalb einer gro\u00dfen milit\u00e4rischen Streitmacht von Bedeutung sein. St\u00f6rungen auf dem legalen Markt m\u00fcssen nicht dazu f\u00fchren, dass die Nachfrage verschwindet. Die Verbraucher k\u00f6nnen stattdessen nach anderen Produkten und Bezugswegen suchen. Der Konsum kann sich auf g\u00fcnstigere Produkte oder informelle Vertriebskan\u00e4le verlagern. Auch die Nachfrage nach gef\u00e4lschten und illegalen Produkten kann steigen. In diesem Fall drohen dem Staat Steuerausf\u00e4lle.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">F\u00fcr Russland ist der Tabakmarkt daher aus mehreren Gr\u00fcnden wirtschaftlich bedeutsam. Er verschafft dem Staat hohe Einnahmen aus Verbrauchsteuern. Gleichzeitig besteht eine umfangreiche und relativ stabile Nachfrage nach den Produkten.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;margin-top: 24px;margin-bottom: 12px;font-family: &#039;Helvetica Neue&#039;, Helvetica, Arial, &#039;Nimbus Sans L&#039;, sans-serif;text-align: left\">Schlussfolgerung<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Angriff auf BAT in Pryluky beweist nicht, dass Russland eine gesonderte Kampagne gegen die Tabakindustrie f\u00fchrt. Dem Angriff gingen jedoch mehrere fr\u00fchere Angriffe voraus. Auch Philip Morris, Imperial Tobacco und JTI waren betroffen. Die Entwicklung ist zudem Teil eines gr\u00f6\u00dferen Musters. Russische Angriffe treffen wiederholt die ukrainische Produktion, Lagerhaltung, den Handel und die Logistik. Die Kosten reichen weit \u00fcber die unmittelbar betroffenen Standorte hinaus.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Auf russischer Seite stellt sich die Lage anders dar. Das Land produziert mehr als 200 Milliarden Zigaretten pro Jahr. Internationale Unternehmen halten weiterhin gro\u00dfe Marktanteile. Gleichzeitig rechnet der Staat f\u00fcr 2026 mit Einnahmen aus Tabaksteuern von mehr als einer Billion Rubel. Der Tabakmarkt ist daher keine wirtschaftliche Nebens\u00e4chlichkeit. Er bildet eine bedeutende Grundlage f\u00fcr die Steuereinnahmen des russischen Staates.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die wirtschaftliche Asymmetrie ist deutlich. Russland kann die Kosten f\u00fcr die ukrainische Produktion und den ukrainischen Handel erh\u00f6hen. Gleichzeitig ist der russische Staat auf funktionierende zivile Wirtschaftssysteme angewiesen. Diese Systeme m\u00fcssen funktionieren, damit Steuereinnahmen und Konsum aufrechterhalten werden k\u00f6nnen. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges enden daher nicht an der Front. Sie reichen bis zu Fabriken, Lagern, Transporten und Staatshaushalten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Die Folgen umfassen auch den t\u00e4glichen Konsum. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges sind daher nicht zwangsl\u00e4ufig einseitig.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left\">Der Artikel wurde von Ashton Berson f\u00fcr InformNapalm zusammengestellt.<\/p>\r\n\r\n\r\n<hr style=\"width: 75%;margin: 20px 0;border: 0;border-top: 1px solid #ccc;text-align: left\" \/>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000;font-size: 1.3rem;font-weight: bold;text-align: left\">Weitere Artikel von InformNapalm<\/h2>\r\n<ul style=\"text-align: left\">\r\n \t<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/wildberries\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Wildberries zwischen Hammer und Amboss nach Drohnenangriffen und Cyberoperationen<\/span><\/a><\/li>\r\n \t<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/russlands-agenten-europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Wie Russland angeworbene Agenten f\u00fcr Operationen in Europa einsetzt<\/span><\/a><\/li>\r\n \t<li style=\"text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/bastion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #333333\">Ukrainische Marine greift russisches K\u00fcstenraketensystem Bastion auf der Krim an<\/span><\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr style=\"border: none;border-top: 1px solid #cfcfcf;margin: 24px 0;width: 100%;text-align: left\" \/>\r\n<p style=\"text-align: left !important\"><span style=\"color: #000000\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/ryska-operationer\/\"><img class=\"alignleft\" title=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/fr\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" width=\"150\" height=\"68\" \/><\/a><span style=\"color: #333333\">Es steht Ihnen frei, dieses Material zu teilen, aber f\u00fcgen Sie bitte einen Link zur <span style=\"font-weight: bold\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/category\/aktuell\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Quelle<\/a><\/span><\/span> hinzu. Creative Commons \u2013 Attribution 4.0 International \u2013 CC BY 4.0. <\/span><span style=\"color: #333333\">Folgen Sie uns auf<\/span> <span style=\"font-weight: bold\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/informnapalm24\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Facebook<\/a><\/span> <span style=\"color: #333333\">und<\/span> <span style=\"font-weight: bold\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/informnapalm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">X<\/a><\/span><span style=\"color: #333333\">.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: left !important\">InformNapalm erh\u00e4lt keine finanzielle Unterst\u00fctzung von irgendeiner Regierung oder einem Sponsor. Die Finanzierung erfolgt ausschlie\u00dflich durch freiwillige Unterst\u00fctzer und Leser. 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