{"id":4371,"date":"2026-10-27T22:09:21","date_gmt":"2026-10-27T21:09:21","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/at\/?p=4371"},"modified":"2026-10-27T22:38:15","modified_gmt":"2026-10-27T21:38:15","slug":"usa-kuba-militaerischer-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/at\/usa-kuba-militaerischer-druck\/","title":{"rendered":"USA erh\u00f6ht den Druck auf Kuba: Milit\u00e4rische Optionen vor den Zwischenwahlen"},"content":{"rendered":"<div lang=\"de-AT\" style=\"color: #000000;text-align: left\">\n<p style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-family: Helvetica Neue,Helvetica,Arial,Nimbus Sans L,sans-serif;font-weight: bold\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump und seine engsten Mitarbeiter k\u00f6nnten den Druck auf Kuba noch vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress am 3. November 2026 erheblich verst\u00e4rken. Denkbar w\u00e4ren eine milit\u00e4rische Machtdemonstration, ein begrenzter Milit\u00e4reinsatz oder die Androhung milit\u00e4rischer Gewalt, um die kubanische F\u00fchrung zu politischen Zugest\u00e4ndnissen zu bewegen.<\/p>\n<\/div>\n<div lang=\"de-AT\" style=\"color: #333333;text-align: left\">\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Hinter einer m\u00f6glichen Eskalation k\u00f6nnte die Absicht stehen, kurzfristig einen au\u00dfenpolitischen Erfolg zu erzielen, den die Republikaner in den letzten Tagen des Wahlkampfs f\u00fcr sich nutzen k\u00f6nnten. Zugleich geben mehrere \u00c4u\u00dferungen und Signale von US-Beh\u00f6rden Anlass, die j\u00fcngsten Entwicklungen genauer zu untersuchen. \u00d6ffentliche Belege daf\u00fcr, dass eine milit\u00e4rische Intervention bereits beschlossen wurde, liegen allerdings nicht vor.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Zum Autor und zur Analyse<\/h2>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Der unabh\u00e4ngige Investigativjournalist <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/LuchkovAndrii\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Andrij Lutschkow<\/a> besch\u00e4ftigt sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit US-Politik, Geopolitik und den milit\u00e4rpolitischen Strategien der Vereinigten Staaten. Besonderes Augenmerk legt er auf Informationen aus \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Quellen (Open Source Intelligence, OSINT), die fr\u00fchzeitig Hinweise auf bedeutende au\u00dfenpolitische Entscheidungen liefern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Lutschkow hat bereits die Entwicklungen rund um den Iran und Venezuela untersucht, darunter auch die M\u00f6glichkeit direkter amerikanischer Milit\u00e4reins\u00e4tze. In einem Artikel vom September 2025 <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/venezuela\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">er\u00f6rterte er verschiedene Szenarien<\/a>, die durch die US-Milit\u00e4roperation in Venezuela am 3. J\u00e4nner 2026 erneut an Aktualit\u00e4t gewannen.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Die folgende Analyse befasst sich mit den Signalen im Zusammenhang mit Kuba und den Ma\u00dfnahmen, die die Trump-Regierung im Vorfeld der Kongresszwischenwahlen in Betracht ziehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Kuba und die Gefahr einer US-Milit\u00e4roperation<\/h2>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Eine Eskalation gegen\u00fcber Kuba k\u00f6nnte der Trump-Regierung die M\u00f6glichkeit bieten, die au\u00dfenpolitische Agenda innerhalb kurzer Zeit grundlegend zu ver\u00e4ndern. F\u00fcr Au\u00dfenminister Marco Rubio, der kubanische Wurzeln hat, k\u00f6nnte ein politischer Umbruch in Havanna als historischer Erfolg gelten. Zugleich b\u00f6te sich ihm die Gelegenheit, seine eigene Position im Hinblick auf m\u00f6gliche k\u00fcnftige Pr\u00e4sidentschaftsambitionen zu st\u00e4rken. Trump bliebe jedoch der entscheidende politische Akteur. Er k\u00f6nnte sich einen Erfolg zuschreiben, m\u00fcsste im Fall eines Scheiterns aber auch die Hauptverantwortung tragen.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Die Vereinigten Staaten verfolgen seit Jahrzehnten einen konfrontativen Kurs gegen\u00fcber der kommunistischen F\u00fchrung Kubas. Ob die j\u00fcngsten Entwicklungen \u00fcber die bekannte amerikanische Rhetorik hinausgehen, l\u00e4sst sich derzeit noch nicht abschlie\u00dfend beurteilen. \u00c4u\u00dferungen, milit\u00e4rische Planungen und diplomatische Kontakte m\u00fcssen deshalb in ihrem zeitlichen Zusammenhang betrachtet werden.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">September: Milit\u00e4rische Planungen zur Unterst\u00fctzung von SOUTHCOM<\/h2>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am 25. und 26. September berichtete <a href=\"https:\/\/www.cbsnews.com\/news\/u-s-groundwork-potential-action-cuba-trump\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">CBS News<\/a> \u00fcber eine interne Anfrage des Reservekommandos der US-Armee. Darin wurde die Einsatzbereitschaft von sechs Kategorien milit\u00e4rischer Einheiten abgefragt, die gegebenenfalls das US-S\u00fcdkommando SOUTHCOM unterst\u00fctzen k\u00f6nnten. Dazu geh\u00f6rten unter anderem Milit\u00e4rpolizei, medizinisches Personal, Milit\u00e4r\u00e4rzte mit chirurgischer Ausbildung, Pioniereinheiten und Logistikkr\u00e4fte. Der m\u00f6gliche Bereitschaftszeitraum wurde mit 90 bis 120 Tagen angegeben.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Bemerkenswert ist, dass Kuba in dem Dokument nicht ausdr\u00fccklich genannt wurde. Mehrere US-Regierungsvertreter erkl\u00e4rten gegen\u00fcber CBS News jedoch, die Anfrage stehe im Zusammenhang mit weiteren milit\u00e4rischen Planungen in Bezug auf Kuba. Zum damaligen Zeitpunkt gab es keine Befehle zur Entsendung der betreffenden Einheiten. Das Dokument enthielt auch keine Angaben dazu, wie viele Soldaten ben\u00f6tigt w\u00fcrden, wo sie stationiert werden sollten oder welche Operation sie m\u00f6glicherweise unterst\u00fctzen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Dennoch verdient die Zusammensetzung der angefragten Kr\u00e4fte Aufmerksamkeit. Milit\u00e4rpolizei, Logistik- und Pioniereinheiten sowie vorgeschobene chirurgische Behandlungseinrichtungen werden nicht nur f\u00fcr milit\u00e4rische Machtdemonstrationen ben\u00f6tigt. Sie k\u00f6nnen ebenso dazu dienen, l\u00e4nger andauernde Operationen abzusichern, die Sicherheit aufrechtzuerhalten, Evakuierungen durchzuf\u00fchren und Verwundete zu versorgen.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Milit\u00e4rische Planungen bedeuten freilich nicht, dass bereits eine politische Entscheidung \u00fcber einen Gewalteinsatz getroffen wurde. Die US-Streitkr\u00e4fte erarbeiten regelm\u00e4\u00dfig Pl\u00e4ne f\u00fcr unterschiedliche Krisenszenarien, von denen viele niemals umgesetzt werden. Die von CBS News ver\u00f6ffentlichten Informationen sind daher kein Beweis f\u00fcr einen bevorstehenden Angriff. Sie stellen jedoch ein Signal dar, das ernst genommen werden sollte.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">20. bis 23. Oktober: Kubas Vorw\u00fcrfe und \u00c4u\u00dferungen von Trump und Rubio<\/h2>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am 20. Oktober berichteten kubanische Beh\u00f6rden \u00fcber mutma\u00dfliche Vorbereitungen bewaffneter Angriffe auf staatliche Einrichtungen. Nach Darstellung Havannas k\u00f6nnten solche Angriffe einen Aufstand im Land ausl\u00f6sen und einen Vorwand f\u00fcr eine amerikanische Intervention schaffen. Diese Vorw\u00fcrfe sind als Darstellung der kubanischen Regierung zu verstehen, nicht als unabh\u00e4ngig best\u00e4tigte Erkenntnisse \u00fcber eine geplante US-Operation.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">F\u00fcr die Einsch\u00e4tzung der Absichten Washingtons sind die Ereignisse vom 23. Oktober von gr\u00f6\u00dferer Bedeutung. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Fort Myers im US-Bundesstaat Florida erkl\u00e4rte Donald Trump, die Vereinigten Staaten w\u00fcrden sich Kuba zuwenden, sobald die Konfrontation mit dem Iran beendet sei. Auf eine Frage aus dem Publikum skizzierte er ein m\u00f6gliches Vorgehen: Amerikanische Kriegsschiffe k\u00f6nnten nahe der kubanischen K\u00fcste vorbeifahren, wobei eines der Schiffe m\u00f6glicherweise vor der Insel verbleiben w\u00fcrde. Anschlie\u00dfend sollte Marco Rubio nach Trumps Darstellung die Verhandlungen mit der kubanischen F\u00fchrung zum Abschluss bringen.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Die \u00c4u\u00dferung k\u00f6nnte als eine weitere spontane Bemerkung des US-Pr\u00e4sidenten verstanden werden. Am selben Tag rief Rubio jedoch \u00f6ffentlich Kubaner, die sich politische Ver\u00e4nderungen w\u00fcnschen, dazu auf, \u00fcber vertrauliche Kontaktwege mit dem US-Auslandsgeheimdienst CIA zusammenzuarbeiten. Auch die CIA verbreitete einen entsprechenden Aufruf, unter anderem auf Spanisch.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Damit wurden nahezu zeitgleich zwei Signale ausgesendet. Der US-Pr\u00e4sident beschrieb \u00f6ffentlich ein Szenario milit\u00e4rischen Drucks auf Kuba, w\u00e4hrend der Au\u00dfenminister kubanische Staatsb\u00fcrger zur Zusammenarbeit mit amerikanischen Nachrichtendiensten aufforderte. Zusammengenommen geben diese \u00c4u\u00dferungen Anlass zu pr\u00fcfen, ob sie Teil einer abgestimmten Kampagne zur Erh\u00f6hung des politischen Drucks auf Havanna sind oder lediglich zeitlich zusammenfallen.<\/p>\n<p lang=\"de-AT\" style=\"text-align: left;margin: 18px 0\"><a class=\"single-popup\" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/10\/1-7.jpg\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" style=\"display: block;width: 100%;max-width: 642px;height: auto;border: 1px solid #000000\" title=\"Amerikanische \u00c4u\u00dferungen und Signale zu Kuba\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/10\/1-7.jpg\" alt=\"Amerikanische \u00c4u\u00dferungen und Signale zu Kuba\" width=\"1312\" height=\"844\" \/><\/a><\/p>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">24. Oktober: SOUTHCOM-Kommandeur beteiligt sich an der Informationskampagne<\/h2>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am folgenden Tag verbreitete General Francis Donovan, Kommandeur des US-S\u00fcdkommandos, eine Botschaft an die kubanische Bev\u00f6lkerung. Darin rief er dazu auf, die Gelegenheit zu nutzen und sich f\u00fcr politische Ver\u00e4nderungen einzusetzen. Die Botschaft wurde \u00fcber das offizielle Konto von SOUTHCOM im Zusammenhang mit dem vorangegangenen Aufruf der CIA ver\u00f6ffentlicht. Damit kamen die \u00f6ffentlichen Signale nicht mehr ausschlie\u00dflich vom Pr\u00e4sidenten und vom Au\u00dfenminister. Nun beteiligte sich auch die Milit\u00e4rf\u00fchrung, deren Zust\u00e4ndigkeitsbereich unter anderem die Karibik umfasst, an der an Kuba gerichteten Kommunikation.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Die milit\u00e4rische F\u00fchrung der Vereinigten Staaten legt die au\u00dfenpolitischen Ziele des Landes \u00fcblicherweise nicht eigenst\u00e4ndig fest. Dass der SOUTHCOM-Kommandeur die Kampagne \u00f6ffentlich unterst\u00fctzte, deutet daher zumindest auf eine gewisse Abstimmung zwischen verschiedenen Stellen der US-Regierung hin. Daraus l\u00e4sst sich zwar nicht schlie\u00dfen, dass ein milit\u00e4rischer Angriff vorbereitet wird. Es spricht jedoch daf\u00fcr, dass der Druck auf Havanna zunehmend ressort\u00fcbergreifend ausge\u00fcbt wird.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">26. Oktober: Kontakte zwischen Diplomatie und Milit\u00e4rf\u00fchrung<\/h2>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Ein weiteres Signal folgte am 26. Oktober, als Mike Hammer, Leiter der diplomatischen Vertretung der Vereinigten Staaten in Kuba, mit General Francis Donovan zusammentraf. Die US-Botschaft kommentierte das Treffen mit den Worten: &#8222;Es gibt viel zu besprechen, wenn es um Kuba geht.&#8220; Wor\u00fcber konkret gesprochen wurde, teilte die Botschaft nicht mit.<\/p>\n<p lang=\"de-AT\" style=\"text-align: left;margin: 18px 0\"><a class=\"single-popup\" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/10\/2-5.jpg\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" style=\"display: block;width: 100%;max-width: 642px;height: auto;border: 1px solid #000000\" title=\"Mike Hammer und General Francis Donovan\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/10\/2-5.jpg\" alt=\"Mike Hammer und General Francis Donovan\" width=\"1214\" height=\"1264\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Ein Treffen zwischen einem Diplomaten und dem Befehlshaber eines regionalen Milit\u00e4rkommandos ist an sich nichts Ungew\u00f6hnliches. Allerdings fand es nach einer Reihe von \u00c4u\u00dferungen und Initiativen des Wei\u00dfen Hauses, des Au\u00dfenministeriums, der CIA und von SOUTHCOM statt. Die amerikanische Milit\u00e4rf\u00fchrung hatte bereits gepr\u00fcft, ob spezialisierte Einheiten bei m\u00f6glichen Operationen eingesetzt werden k\u00f6nnten. Gleichzeitig hatte der Pr\u00e4sident \u00f6ffentlich eine Demonstration milit\u00e4rischer St\u00e4rke in der N\u00e4he Kubas ins Spiel gebracht.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Parallel dazu rief Au\u00dfenminister Marco Rubio Kubaner zur Zusammenarbeit mit amerikanischen Nachrichtendiensten auf, w\u00e4hrend sich der SOUTHCOM-Kommandeur \u00f6ffentlich hinter eine Kampagne f\u00fcr politische Ver\u00e4nderungen auf der Insel stellte. Hinzu kamen die Gespr\u00e4che zwischen der amerikanischen Diplomatie und Milit\u00e4rf\u00fchrung. Jedes einzelne dieser Signale lie\u00dfe sich als Teil der regul\u00e4ren Arbeit der beteiligten Stellen erkl\u00e4ren. Zusammengenommen deuten sie jedoch darauf hin, dass die Vereinigten Staaten ihren politischen, nachrichtendienstlichen und milit\u00e4rischen Druck auf Havanna auf mehreren Ebenen verst\u00e4rken.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Havannas Reaktion: Eine Antwort in der Parteizeitung Granma<\/h2>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am 26. Oktober ver\u00f6ffentlichte Granma, das offizielle Organ des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, einen Artikel von Ra\u00fal Antonio Capote. Der ukrainischen Vorlage zufolge trug der Beitrag den englischen Titel &#8222;Hands up: only to declare, with conviction&#8220;. Der Artikel befasste sich mit Trumps \u00c4u\u00dferungen bei der Wahlkampfveranstaltung in Fort Myers. In der Unterzeile bezeichnete Capote den Auftritt des Pr\u00e4sidenten als &#8222;geopolitisches Vaudeville&#8220;.<\/p>\n<p lang=\"de-AT\" style=\"text-align: left;margin: 18px 0\"><a class=\"single-popup\" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/10\/3-4.jpg\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" style=\"display: block;width: 100%;max-width: 642px;height: auto;border: 1px solid #000000\" title=\"Granmas Berichterstattung \u00fcber Trumps \u00c4u\u00dferungen zu Kuba\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/10\/3-4.jpg\" alt=\"Granmas Berichterstattung \u00fcber Trumps \u00c4u\u00dferungen zu Kuba\" width=\"2048\" height=\"1605\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">In der ukrainischen Vorlage wird die Ver\u00f6ffentlichung als \u00f6ffentliche Antwort der kubanischen Parteipresse auf die konfrontative Rhetorik Washingtons beschrieben. Demnach w\u00fcrde sie zeigen, dass Trumps \u00c4u\u00dferungen in Havanna wahrgenommen und als politisches Signal verstanden wurden. Eine solche Reaktion best\u00e4tigt allerdings weder, dass eine Invasion vorbereitet wird, noch, dass ein konkreter amerikanischer Operationsplan existiert.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Dennoch ist die Reaktion ein weiterer Bestandteil der anhaltenden Informationskonfrontation. \u00dcber die staatsnahe Presse kann die kubanische F\u00fchrung ihre \u00f6ffentliche Gegenposition formulieren, w\u00e4hrend Vertreter der Vereinigten Staaten auf politischer, nachrichtendienstlicher und milit\u00e4rischer Ebene \u00e4hnliche Signale aussenden.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Die Zwischenwahlen als m\u00f6glicher Beweggrund<\/h2>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am 3. November finden die Zwischenwahlen zum US-Kongress statt. Am 27. Oktober bleibt nur noch eine Woche bis zur Wahl. Die Schlussphase des Wahlkampfs ist f\u00fcr die Republikaner daher von besonderer Bedeutung. Gleichzeitig sieht sich die Trump-Regierung mit den politischen Folgen des Krieges gegen den Iran, steigenden Energiepreisen und verbreiteten Sorgen der amerikanischen Bev\u00f6lkerung \u00fcber die Lebenshaltungskosten konfrontiert.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Innerhalb weniger Tage sp\u00fcrbare Ver\u00e4nderungen bei den Benzin- oder Lebensmittelpreisen herbeizuf\u00fchren, ist kaum m\u00f6glich. Ein au\u00dfenpolitischer Schritt, der rasch zu einem klar erkennbaren und \u00f6ffentlichkeitswirksamen Ergebnis f\u00fchrt, k\u00f6nnte dagegen die politische Debatte in der Schlussphase des Wahlkampfs beeinflussen. Das gilt insbesondere dann, wenn sich die Ma\u00dfnahme gegen Kuba richtet.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">In Florida lebt eine gro\u00dfe Bev\u00f6lkerungsgruppe kubanischer Herkunft. F\u00fcr bedeutende Teile dieser Gemeinschaft bleibt die Politik gegen\u00fcber Havanna ein wichtiges Thema. Auch Trumps viel beachtete \u00c4u\u00dferungen fielen in Florida. Es ist daher denkbar, dass die Regierung die Kuba-Frage nicht nur unter sicherheits- und au\u00dfenpolitischen Gesichtspunkten betrachtet, sondern auch ihre m\u00f6glichen innenpolitischen Auswirkungen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">M\u00f6gliche politische Folgen eines Milit\u00e4reinsatzes f\u00fcr die Republikaner<\/h2>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">In der Politikwissenschaft beschreibt der Begriff &#8222;Rally-around-the-flag-Effekt&#8220; das Ph\u00e4nomen, dass die Zustimmung der Bev\u00f6lkerung zur politischen F\u00fchrung eines Landes w\u00e4hrend internationaler Krisen oder milit\u00e4rischer Konflikte vor\u00fcbergehend steigen kann. Ein kurzer, erfolgreicher Milit\u00e4reinsatz k\u00f6nnte daher theoretisch den R\u00fcckhalt f\u00fcr die amtierende Regierung st\u00e4rken.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Ein Zusammenhang zwischen einem Milit\u00e4reinsatz, wachsender patriotischer Geschlossenheit und einem Wahlerfolg ist allerdings keineswegs selbstverst\u00e4ndlich. Entscheidend sind unter anderem die Art der Operation, ihre Wahrnehmung in der \u00d6ffentlichkeit, die erzielten Ergebnisse und der Preis, den die Beteiligten daf\u00fcr zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Sollte die Trump-Regierung einen begrenzten Einsatz durchf\u00fchren, der seine Ziele rasch und ohne gr\u00f6\u00dfere Verluste erreicht, k\u00f6nnten manche W\u00e4hler darin eine Demonstration amerikanischer St\u00e4rke sehen. Unter solchen Umst\u00e4nden w\u00e4re ein gewisser Mobilisierungseffekt zugunsten der Republikaner denkbar.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Die Entwicklung k\u00f6nnte jedoch auch in die entgegengesetzte Richtung gehen. Gefallene amerikanische Soldaten, zivile Opfer in Kuba, gefangen genommene Milit\u00e4rangeh\u00f6rige, ein langwieriger Konflikt oder das Ausbleiben \u00fcberzeugender Ergebnisse k\u00f6nnten die Operation zu einer erheblichen politischen Belastung machen. Besonders gro\u00df w\u00e4re dieses Risiko, wenn die W\u00e4hler den Einsatz als Versuch wahrn\u00e4hmen, von den wirtschaftlichen Problemen des Landes abzulenken.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Hinzu kommt, dass Millionen Amerikaner bereits vorzeitig ihre Stimme abgegeben haben. Ereignisse in der letzten Wahlkampfwoche k\u00f6nnen vor allem jene beeinflussen, die noch nicht gew\u00e4hlt haben. Wie sich eine m\u00f6gliche Milit\u00e4roperation politisch auswirken w\u00fcrde, bleibt daher \u00e4u\u00dferst ungewiss.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Venezuela als wichtiger Vergleichsfall<\/h2>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Ein \u00e4hnlicher analytischer Ansatz kam bereits bei der Einsch\u00e4tzung der Konfrontation mit dem Iran zum Einsatz. Noch vor Beginn der Kampfhandlungen hatte Lutschkow die M\u00f6glichkeit einer direkten milit\u00e4rischen Eskalation er\u00f6rtert. Dieser R\u00fcckblick auf eine fr\u00fchere Prognose ist allerdings kein Argument daf\u00fcr, dass ein neuer Milit\u00e4reinsatz unausweichlich w\u00e4re. Ob sich eine Prognose bew\u00e4hrt hat, muss anhand ihrer urspr\u00fcnglichen Aussagen, des Ver\u00f6ffentlichungsdatums und des tats\u00e4chlichen Verlaufs der Ereignisse beurteilt werden.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Besonders relevant f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung der Entwicklungen rund um Kuba sind die Erfahrungen aus Venezuela. Im September 2025 analysierte Lutschkow die zunehmende amerikanische Milit\u00e4rpr\u00e4senz in der Karibik, den Sanktionsdruck, Ma\u00dfnahmen gegen den Drogenschmuggel und Hinweise auf m\u00f6gliche Angriffe gegen venezolanisches Staatsgebiet. Dabei befasste er sich mit der M\u00f6glichkeit, dass Washington von milit\u00e4rischen Machtdemonstrationen zu direkten Milit\u00e4reins\u00e4tzen \u00fcbergehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am 3. J\u00e4nner 2026 f\u00fchrten die Vereinigten Staaten eine Operation durch, bei der Nicol\u00e1s Maduro gefangen genommen wurde. Das bedeutet keineswegs, dass die Ereignisse rund um Kuba einem \u00e4hnlichen Muster folgen werden. Die politischen, milit\u00e4rischen, geografischen und internationalen Rahmenbedingungen unterscheiden sich erheblich.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Venezuela zeigt jedoch, dass die Trump-Regierung bereit ist, den direkten Einsatz milit\u00e4rischer Gewalt als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele in der westlichen Hemisph\u00e4re in Betracht zu ziehen. Vor diesem Hintergrund sollten die aktuellen \u00c4u\u00dferungen zu Kuba nicht vorschnell als populistische Wahlkampfrhetorik abgetan werden.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Drei denkbare Szenarien<\/h2>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Aus den verf\u00fcgbaren Informationen ergeben sich drei m\u00f6gliche Entwicklungen. Im ersten Fall w\u00fcrde Washington den wirtschaftlichen und milit\u00e4rpolitischen Druck auf Havanna weiter erh\u00f6hen und zugleich auf gezielte Informationsbeeinflussung setzen, um die kubanische F\u00fchrung zu Zugest\u00e4ndnissen zu bewegen. Die milit\u00e4rischen Aktivit\u00e4ten w\u00fcrden dabei vor allem als Druckmittel in Verhandlungen dienen, ohne dass die Vereinigten Staaten unmittelbar milit\u00e4rische Gewalt anwenden m\u00fcssten.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Eine zweite M\u00f6glichkeit w\u00e4re eine begrenzte milit\u00e4rische Machtdemonstration oder Operation. Amerikanische Kriegsschiffe k\u00f6nnten sich beispielsweise der kubanischen K\u00fcste n\u00e4hern, um milit\u00e4rische St\u00e4rke zu demonstrieren. Washington k\u00f6nnte auch eine Seeblockade oder eine andere begrenzte Ma\u00dfnahme in Betracht ziehen, die die Regierung als entschlossenen Schritt gegen die kubanische F\u00fchrung darstellen k\u00f6nnte. Der Analyse zufolge l\u00e4sst sich eine solche Entwicklung in den kommenden Tagen nicht ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Das dritte Szenario w\u00e4re eine gr\u00f6\u00dfere milit\u00e4rische Kampagne. Ein solcher Einsatz w\u00e4re mit erheblich h\u00f6heren Risiken verbunden, w\u00fcrde eine aufwendigere Planung erfordern und k\u00f6nnte schwer absehbare Folgen haben. Die \u00f6ffentlich verf\u00fcgbaren Informationen reichen derzeit nicht aus, um daraus zu schlie\u00dfen, dass eine entsprechende Entscheidung bereits getroffen wurde oder eine gr\u00f6\u00dfere Operation unmittelbar bevorsteht. Die Berichterstattung von CBS News \u00fcber die milit\u00e4rischen Bereitschaftsplanungen zeigt allerdings, dass die US-Streitkr\u00e4fte verschiedene Handlungsoptionen gepr\u00fcft haben.<\/p>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Fazit: Die Gefahr einer neuen US-Milit\u00e4roperation in der Karibik<\/h2>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am 27. Oktober 2026 gibt es keine ausreichenden Belege daf\u00fcr, dass die Vereinigten Staaten bereits eine Milit\u00e4roperation gegen Kuba beschlossen haben. Gleichzeitig w\u00e4re es voreilig, ein solches Szenario als unrealistische politische Fantasie abzutun. Innerhalb kurzer Zeit gingen ungew\u00f6hnlich viele Signale von verschiedenen Teilen des amerikanischen Machtapparats aus, vom Wei\u00dfen Haus und dem Au\u00dfenministerium bis zur CIA und SOUTHCOM.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung lautet, dass die Regierung vor den Zwischenwahlen einen raschen au\u00dfenpolitischen Erfolg anstrebt. Diese Hypothese verdient eine genaue Pr\u00fcfung. Es w\u00e4re jedoch verfr\u00fcht, daraus den Schluss zu ziehen, Trump sei allein wegen eines m\u00f6glichen Wahlvorteils bereit, einen neuen milit\u00e4rischen Konflikt auszul\u00f6sen.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Nach den Ereignissen in Venezuela im J\u00e4nner 2026 erscheint die M\u00f6glichkeit einer \u00fcberraschenden amerikanischen Milit\u00e4roperation in der Karibik nicht mehr als rein theoretische Frage. Die Entwicklung in den kommenden Tagen verdient daher besondere Aufmerksamkeit. Washington k\u00f6nnte versuchen, im Zusammenhang mit Kuba eine neue au\u00dfenpolitische Ausgangslage zu schaffen, auch wenn bislang keine Belege f\u00fcr eine bereits beschlossene Milit\u00e4roperation vorliegen.<\/p>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Von Andrij Lutschkow, exklusiv f\u00fcr InformNapalm.<\/p>\n<hr style=\"width: 75%;margin: 20px 0;border: 0;border-top: 1px solid #ccc;text-align: left\" \/>\n<h2 style=\"color: #000000 !important;font-size: 1.4rem;font-weight: bold;text-align: left\">Weitere Artikel von InformNapalm<\/h2>\n<ul style=\"color: #333333;text-align: left\">\n<li style=\"color: #333333;text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/wildberries\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #333333\">Wildberries zwischen Hammer und Amboss nach Drohnenangriffen und Cyberoperationen<\/span><\/a><\/li>\n<li style=\"color: #333333;text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/russlands-agenten-europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #333333\">Wie Russland angeworbene Agenten f\u00fcr Operationen in Europa einsetzt<\/span><\/a><\/li>\n<li style=\"color: #333333;text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/bastion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #333333\">Ukrainische Marine greift russisches K\u00fcstenraketensystem Bastion auf der Krim an<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr style=\"border: none;border-top: 1px solid #cfcfcf;margin: 24px 0;width: 100%;text-align: left\" \/>\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/category\/aktuell\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"float: left;margin-right: 15px;height: auto\" title=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/fr\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" width=\"150\" height=\"68\" \/><\/a>Es steht Ihnen frei, dieses Material zu teilen, aber f\u00fcgen Sie bitte einen Link zur <span style=\"font-weight: bold\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/category\/aktuell\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Quelle<\/a><\/span> hinzu. 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November 2026 erheblich verst\u00e4rken. Denkbar w\u00e4ren eine milit\u00e4rische Machtdemonstration, ein begrenzter Milit\u00e4reinsatz oder die Androhung milit\u00e4rischer Gewalt, um die kubanische F\u00fchrung zu politischen Zugest\u00e4ndnissen zu bewegen.<\/p>\r\n\r\n<\/div>\r\n<div lang=\"de-AT\" style=\"color: #333333;text-align: left\">\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Hinter einer m\u00f6glichen Eskalation k\u00f6nnte die Absicht stehen, kurzfristig einen au\u00dfenpolitischen Erfolg zu erzielen, den die Republikaner in den letzten Tagen des Wahlkampfs f\u00fcr sich nutzen k\u00f6nnten. Zugleich geben mehrere \u00c4u\u00dferungen und Signale von US-Beh\u00f6rden Anlass, die j\u00fcngsten Entwicklungen genauer zu untersuchen. \u00d6ffentliche Belege daf\u00fcr, dass eine milit\u00e4rische Intervention bereits beschlossen wurde, liegen allerdings nicht vor.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Zum Autor und zur Analyse<\/h2>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Der unabh\u00e4ngige Investigativjournalist <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/LuchkovAndrii\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Andrij Lutschkow<\/a> besch\u00e4ftigt sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit US-Politik, Geopolitik und den milit\u00e4rpolitischen Strategien der Vereinigten Staaten. Besonderes Augenmerk legt er auf Informationen aus \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Quellen (Open Source Intelligence, OSINT), die fr\u00fchzeitig Hinweise auf bedeutende au\u00dfenpolitische Entscheidungen liefern k\u00f6nnen.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Lutschkow hat bereits die Entwicklungen rund um den Iran und Venezuela untersucht, darunter auch die M\u00f6glichkeit direkter amerikanischer Milit\u00e4reins\u00e4tze. In einem Artikel vom September 2025 <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/sv\/venezuela\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">er\u00f6rterte er verschiedene Szenarien<\/a>, die durch die US-Milit\u00e4roperation in Venezuela am 3. J\u00e4nner 2026 erneut an Aktualit\u00e4t gewannen.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Die folgende Analyse befasst sich mit den Signalen im Zusammenhang mit Kuba und den Ma\u00dfnahmen, die die Trump-Regierung im Vorfeld der Kongresszwischenwahlen in Betracht ziehen k\u00f6nnte.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Kuba und die Gefahr einer US-Milit\u00e4roperation<\/h2>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Eine Eskalation gegen\u00fcber Kuba k\u00f6nnte der Trump-Regierung die M\u00f6glichkeit bieten, die au\u00dfenpolitische Agenda innerhalb kurzer Zeit grundlegend zu ver\u00e4ndern. F\u00fcr Au\u00dfenminister Marco Rubio, der kubanische Wurzeln hat, k\u00f6nnte ein politischer Umbruch in Havanna als historischer Erfolg gelten. Zugleich b\u00f6te sich ihm die Gelegenheit, seine eigene Position im Hinblick auf m\u00f6gliche k\u00fcnftige Pr\u00e4sidentschaftsambitionen zu st\u00e4rken. Trump bliebe jedoch der entscheidende politische Akteur. Er k\u00f6nnte sich einen Erfolg zuschreiben, m\u00fcsste im Fall eines Scheiterns aber auch die Hauptverantwortung tragen.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Die Vereinigten Staaten verfolgen seit Jahrzehnten einen konfrontativen Kurs gegen\u00fcber der kommunistischen F\u00fchrung Kubas. Ob die j\u00fcngsten Entwicklungen \u00fcber die bekannte amerikanische Rhetorik hinausgehen, l\u00e4sst sich derzeit noch nicht abschlie\u00dfend beurteilen. \u00c4u\u00dferungen, milit\u00e4rische Planungen und diplomatische Kontakte m\u00fcssen deshalb in ihrem zeitlichen Zusammenhang betrachtet werden.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">September: Milit\u00e4rische Planungen zur Unterst\u00fctzung von SOUTHCOM<\/h2>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am 25. und 26. September berichtete <a href=\"https:\/\/www.cbsnews.com\/news\/u-s-groundwork-potential-action-cuba-trump\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">CBS News<\/a> \u00fcber eine interne Anfrage des Reservekommandos der US-Armee. Darin wurde die Einsatzbereitschaft von sechs Kategorien milit\u00e4rischer Einheiten abgefragt, die gegebenenfalls das US-S\u00fcdkommando SOUTHCOM unterst\u00fctzen k\u00f6nnten. Dazu geh\u00f6rten unter anderem Milit\u00e4rpolizei, medizinisches Personal, Milit\u00e4r\u00e4rzte mit chirurgischer Ausbildung, Pioniereinheiten und Logistikkr\u00e4fte. Der m\u00f6gliche Bereitschaftszeitraum wurde mit 90 bis 120 Tagen angegeben.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Bemerkenswert ist, dass Kuba in dem Dokument nicht ausdr\u00fccklich genannt wurde. Mehrere US-Regierungsvertreter erkl\u00e4rten gegen\u00fcber CBS News jedoch, die Anfrage stehe im Zusammenhang mit weiteren milit\u00e4rischen Planungen in Bezug auf Kuba. Zum damaligen Zeitpunkt gab es keine Befehle zur Entsendung der betreffenden Einheiten. Das Dokument enthielt auch keine Angaben dazu, wie viele Soldaten ben\u00f6tigt w\u00fcrden, wo sie stationiert werden sollten oder welche Operation sie m\u00f6glicherweise unterst\u00fctzen k\u00f6nnten.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Dennoch verdient die Zusammensetzung der angefragten Kr\u00e4fte Aufmerksamkeit. Milit\u00e4rpolizei, Logistik- und Pioniereinheiten sowie vorgeschobene chirurgische Behandlungseinrichtungen werden nicht nur f\u00fcr milit\u00e4rische Machtdemonstrationen ben\u00f6tigt. Sie k\u00f6nnen ebenso dazu dienen, l\u00e4nger andauernde Operationen abzusichern, die Sicherheit aufrechtzuerhalten, Evakuierungen durchzuf\u00fchren und Verwundete zu versorgen.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Milit\u00e4rische Planungen bedeuten freilich nicht, dass bereits eine politische Entscheidung \u00fcber einen Gewalteinsatz getroffen wurde. Die US-Streitkr\u00e4fte erarbeiten regelm\u00e4\u00dfig Pl\u00e4ne f\u00fcr unterschiedliche Krisenszenarien, von denen viele niemals umgesetzt werden. Die von CBS News ver\u00f6ffentlichten Informationen sind daher kein Beweis f\u00fcr einen bevorstehenden Angriff. Sie stellen jedoch ein Signal dar, das ernst genommen werden sollte.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">20. bis 23. Oktober: Kubas Vorw\u00fcrfe und \u00c4u\u00dferungen von Trump und Rubio<\/h2>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am 20. Oktober berichteten kubanische Beh\u00f6rden \u00fcber mutma\u00dfliche Vorbereitungen bewaffneter Angriffe auf staatliche Einrichtungen. Nach Darstellung Havannas k\u00f6nnten solche Angriffe einen Aufstand im Land ausl\u00f6sen und einen Vorwand f\u00fcr eine amerikanische Intervention schaffen. Diese Vorw\u00fcrfe sind als Darstellung der kubanischen Regierung zu verstehen, nicht als unabh\u00e4ngig best\u00e4tigte Erkenntnisse \u00fcber eine geplante US-Operation.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">F\u00fcr die Einsch\u00e4tzung der Absichten Washingtons sind die Ereignisse vom 23. Oktober von gr\u00f6\u00dferer Bedeutung. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Fort Myers im US-Bundesstaat Florida erkl\u00e4rte Donald Trump, die Vereinigten Staaten w\u00fcrden sich Kuba zuwenden, sobald die Konfrontation mit dem Iran beendet sei. Auf eine Frage aus dem Publikum skizzierte er ein m\u00f6gliches Vorgehen: Amerikanische Kriegsschiffe k\u00f6nnten nahe der kubanischen K\u00fcste vorbeifahren, wobei eines der Schiffe m\u00f6glicherweise vor der Insel verbleiben w\u00fcrde. Anschlie\u00dfend sollte Marco Rubio nach Trumps Darstellung die Verhandlungen mit der kubanischen F\u00fchrung zum Abschluss bringen.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Die \u00c4u\u00dferung k\u00f6nnte als eine weitere spontane Bemerkung des US-Pr\u00e4sidenten verstanden werden. Am selben Tag rief Rubio jedoch \u00f6ffentlich Kubaner, die sich politische Ver\u00e4nderungen w\u00fcnschen, dazu auf, \u00fcber vertrauliche Kontaktwege mit dem US-Auslandsgeheimdienst CIA zusammenzuarbeiten. Auch die CIA verbreitete einen entsprechenden Aufruf, unter anderem auf Spanisch.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Damit wurden nahezu zeitgleich zwei Signale ausgesendet. Der US-Pr\u00e4sident beschrieb \u00f6ffentlich ein Szenario milit\u00e4rischen Drucks auf Kuba, w\u00e4hrend der Au\u00dfenminister kubanische Staatsb\u00fcrger zur Zusammenarbeit mit amerikanischen Nachrichtendiensten aufforderte. Zusammengenommen geben diese \u00c4u\u00dferungen Anlass zu pr\u00fcfen, ob sie Teil einer abgestimmten Kampagne zur Erh\u00f6hung des politischen Drucks auf Havanna sind oder lediglich zeitlich zusammenfallen.<\/p>\r\n<p lang=\"de-AT\" style=\"text-align: left;margin: 18px 0\"><a class=\"single-popup\" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/10\/1-7.jpg\" rel=\"noopener\"><img class=\"alignnone\" style=\"display: block;width: 100%;max-width: 642px;height: auto;border: 1px solid #000000\" title=\"Amerikanische \u00c4u\u00dferungen und Signale zu Kuba\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/10\/1-7.jpg\" alt=\"Amerikanische \u00c4u\u00dferungen und Signale zu Kuba\" width=\"1312\" height=\"844\" \/><\/a><\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">24. Oktober: SOUTHCOM-Kommandeur beteiligt sich an der Informationskampagne<\/h2>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am folgenden Tag verbreitete General Francis Donovan, Kommandeur des US-S\u00fcdkommandos, eine Botschaft an die kubanische Bev\u00f6lkerung. Darin rief er dazu auf, die Gelegenheit zu nutzen und sich f\u00fcr politische Ver\u00e4nderungen einzusetzen. Die Botschaft wurde \u00fcber das offizielle Konto von SOUTHCOM im Zusammenhang mit dem vorangegangenen Aufruf der CIA ver\u00f6ffentlicht. Damit kamen die \u00f6ffentlichen Signale nicht mehr ausschlie\u00dflich vom Pr\u00e4sidenten und vom Au\u00dfenminister. Nun beteiligte sich auch die Milit\u00e4rf\u00fchrung, deren Zust\u00e4ndigkeitsbereich unter anderem die Karibik umfasst, an der an Kuba gerichteten Kommunikation.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Die milit\u00e4rische F\u00fchrung der Vereinigten Staaten legt die au\u00dfenpolitischen Ziele des Landes \u00fcblicherweise nicht eigenst\u00e4ndig fest. Dass der SOUTHCOM-Kommandeur die Kampagne \u00f6ffentlich unterst\u00fctzte, deutet daher zumindest auf eine gewisse Abstimmung zwischen verschiedenen Stellen der US-Regierung hin. Daraus l\u00e4sst sich zwar nicht schlie\u00dfen, dass ein milit\u00e4rischer Angriff vorbereitet wird. Es spricht jedoch daf\u00fcr, dass der Druck auf Havanna zunehmend ressort\u00fcbergreifend ausge\u00fcbt wird.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">26. Oktober: Kontakte zwischen Diplomatie und Milit\u00e4rf\u00fchrung<\/h2>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Ein weiteres Signal folgte am 26. Oktober, als Mike Hammer, Leiter der diplomatischen Vertretung der Vereinigten Staaten in Kuba, mit General Francis Donovan zusammentraf. Die US-Botschaft kommentierte das Treffen mit den Worten: \"Es gibt viel zu besprechen, wenn es um Kuba geht.\" Wor\u00fcber konkret gesprochen wurde, teilte die Botschaft nicht mit.<\/p>\r\n<p lang=\"de-AT\" style=\"text-align: left;margin: 18px 0\"><a class=\"single-popup\" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/10\/2-5.jpg\" rel=\"noopener\"><img class=\"alignnone\" style=\"display: block;width: 100%;max-width: 642px;height: auto;border: 1px solid #000000\" title=\"Mike Hammer und General Francis Donovan\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/10\/2-5.jpg\" alt=\"Mike Hammer und General Francis Donovan\" width=\"1214\" height=\"1264\" \/><\/a><\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Ein Treffen zwischen einem Diplomaten und dem Befehlshaber eines regionalen Milit\u00e4rkommandos ist an sich nichts Ungew\u00f6hnliches. Allerdings fand es nach einer Reihe von \u00c4u\u00dferungen und Initiativen des Wei\u00dfen Hauses, des Au\u00dfenministeriums, der CIA und von SOUTHCOM statt. Die amerikanische Milit\u00e4rf\u00fchrung hatte bereits gepr\u00fcft, ob spezialisierte Einheiten bei m\u00f6glichen Operationen eingesetzt werden k\u00f6nnten. Gleichzeitig hatte der Pr\u00e4sident \u00f6ffentlich eine Demonstration milit\u00e4rischer St\u00e4rke in der N\u00e4he Kubas ins Spiel gebracht.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Parallel dazu rief Au\u00dfenminister Marco Rubio Kubaner zur Zusammenarbeit mit amerikanischen Nachrichtendiensten auf, w\u00e4hrend sich der SOUTHCOM-Kommandeur \u00f6ffentlich hinter eine Kampagne f\u00fcr politische Ver\u00e4nderungen auf der Insel stellte. Hinzu kamen die Gespr\u00e4che zwischen der amerikanischen Diplomatie und Milit\u00e4rf\u00fchrung. Jedes einzelne dieser Signale lie\u00dfe sich als Teil der regul\u00e4ren Arbeit der beteiligten Stellen erkl\u00e4ren. Zusammengenommen deuten sie jedoch darauf hin, dass die Vereinigten Staaten ihren politischen, nachrichtendienstlichen und milit\u00e4rischen Druck auf Havanna auf mehreren Ebenen verst\u00e4rken.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Havannas Reaktion: Eine Antwort in der Parteizeitung Granma<\/h2>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am 26. Oktober ver\u00f6ffentlichte Granma, das offizielle Organ des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, einen Artikel von Ra\u00fal Antonio Capote. Der ukrainischen Vorlage zufolge trug der Beitrag den englischen Titel \"Hands up: only to declare, with conviction\". Der Artikel befasste sich mit Trumps \u00c4u\u00dferungen bei der Wahlkampfveranstaltung in Fort Myers. In der Unterzeile bezeichnete Capote den Auftritt des Pr\u00e4sidenten als \"geopolitisches Vaudeville\".<\/p>\r\n<p lang=\"de-AT\" style=\"text-align: left;margin: 18px 0\"><a class=\"single-popup\" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/10\/3-4.jpg\" rel=\"noopener\"><img class=\"alignnone\" style=\"display: block;width: 100%;max-width: 642px;height: auto;border: 1px solid #000000\" title=\"Granmas Berichterstattung \u00fcber Trumps \u00c4u\u00dferungen zu Kuba\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/ua\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2026\/10\/3-4.jpg\" alt=\"Granmas Berichterstattung \u00fcber Trumps \u00c4u\u00dferungen zu Kuba\" width=\"2048\" height=\"1605\" \/><\/a><\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">In der ukrainischen Vorlage wird die Ver\u00f6ffentlichung als \u00f6ffentliche Antwort der kubanischen Parteipresse auf die konfrontative Rhetorik Washingtons beschrieben. Demnach w\u00fcrde sie zeigen, dass Trumps \u00c4u\u00dferungen in Havanna wahrgenommen und als politisches Signal verstanden wurden. Eine solche Reaktion best\u00e4tigt allerdings weder, dass eine Invasion vorbereitet wird, noch, dass ein konkreter amerikanischer Operationsplan existiert.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Dennoch ist die Reaktion ein weiterer Bestandteil der anhaltenden Informationskonfrontation. \u00dcber die staatsnahe Presse kann die kubanische F\u00fchrung ihre \u00f6ffentliche Gegenposition formulieren, w\u00e4hrend Vertreter der Vereinigten Staaten auf politischer, nachrichtendienstlicher und milit\u00e4rischer Ebene \u00e4hnliche Signale aussenden.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Die Zwischenwahlen als m\u00f6glicher Beweggrund<\/h2>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am 3. November finden die Zwischenwahlen zum US-Kongress statt. Am 27. Oktober bleibt nur noch eine Woche bis zur Wahl. Die Schlussphase des Wahlkampfs ist f\u00fcr die Republikaner daher von besonderer Bedeutung. Gleichzeitig sieht sich die Trump-Regierung mit den politischen Folgen des Krieges gegen den Iran, steigenden Energiepreisen und verbreiteten Sorgen der amerikanischen Bev\u00f6lkerung \u00fcber die Lebenshaltungskosten konfrontiert.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Innerhalb weniger Tage sp\u00fcrbare Ver\u00e4nderungen bei den Benzin- oder Lebensmittelpreisen herbeizuf\u00fchren, ist kaum m\u00f6glich. Ein au\u00dfenpolitischer Schritt, der rasch zu einem klar erkennbaren und \u00f6ffentlichkeitswirksamen Ergebnis f\u00fchrt, k\u00f6nnte dagegen die politische Debatte in der Schlussphase des Wahlkampfs beeinflussen. Das gilt insbesondere dann, wenn sich die Ma\u00dfnahme gegen Kuba richtet.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">In Florida lebt eine gro\u00dfe Bev\u00f6lkerungsgruppe kubanischer Herkunft. F\u00fcr bedeutende Teile dieser Gemeinschaft bleibt die Politik gegen\u00fcber Havanna ein wichtiges Thema. Auch Trumps viel beachtete \u00c4u\u00dferungen fielen in Florida. Es ist daher denkbar, dass die Regierung die Kuba-Frage nicht nur unter sicherheits- und au\u00dfenpolitischen Gesichtspunkten betrachtet, sondern auch ihre m\u00f6glichen innenpolitischen Auswirkungen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">M\u00f6gliche politische Folgen eines Milit\u00e4reinsatzes f\u00fcr die Republikaner<\/h2>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">In der Politikwissenschaft beschreibt der Begriff \"Rally-around-the-flag-Effekt\" das Ph\u00e4nomen, dass die Zustimmung der Bev\u00f6lkerung zur politischen F\u00fchrung eines Landes w\u00e4hrend internationaler Krisen oder milit\u00e4rischer Konflikte vor\u00fcbergehend steigen kann. Ein kurzer, erfolgreicher Milit\u00e4reinsatz k\u00f6nnte daher theoretisch den R\u00fcckhalt f\u00fcr die amtierende Regierung st\u00e4rken.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Ein Zusammenhang zwischen einem Milit\u00e4reinsatz, wachsender patriotischer Geschlossenheit und einem Wahlerfolg ist allerdings keineswegs selbstverst\u00e4ndlich. Entscheidend sind unter anderem die Art der Operation, ihre Wahrnehmung in der \u00d6ffentlichkeit, die erzielten Ergebnisse und der Preis, den die Beteiligten daf\u00fcr zahlen m\u00fcssen.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Sollte die Trump-Regierung einen begrenzten Einsatz durchf\u00fchren, der seine Ziele rasch und ohne gr\u00f6\u00dfere Verluste erreicht, k\u00f6nnten manche W\u00e4hler darin eine Demonstration amerikanischer St\u00e4rke sehen. Unter solchen Umst\u00e4nden w\u00e4re ein gewisser Mobilisierungseffekt zugunsten der Republikaner denkbar.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Die Entwicklung k\u00f6nnte jedoch auch in die entgegengesetzte Richtung gehen. Gefallene amerikanische Soldaten, zivile Opfer in Kuba, gefangen genommene Milit\u00e4rangeh\u00f6rige, ein langwieriger Konflikt oder das Ausbleiben \u00fcberzeugender Ergebnisse k\u00f6nnten die Operation zu einer erheblichen politischen Belastung machen. Besonders gro\u00df w\u00e4re dieses Risiko, wenn die W\u00e4hler den Einsatz als Versuch wahrn\u00e4hmen, von den wirtschaftlichen Problemen des Landes abzulenken.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Hinzu kommt, dass Millionen Amerikaner bereits vorzeitig ihre Stimme abgegeben haben. Ereignisse in der letzten Wahlkampfwoche k\u00f6nnen vor allem jene beeinflussen, die noch nicht gew\u00e4hlt haben. Wie sich eine m\u00f6gliche Milit\u00e4roperation politisch auswirken w\u00fcrde, bleibt daher \u00e4u\u00dferst ungewiss.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Venezuela als wichtiger Vergleichsfall<\/h2>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Ein \u00e4hnlicher analytischer Ansatz kam bereits bei der Einsch\u00e4tzung der Konfrontation mit dem Iran zum Einsatz. Noch vor Beginn der Kampfhandlungen hatte Lutschkow die M\u00f6glichkeit einer direkten milit\u00e4rischen Eskalation er\u00f6rtert. Dieser R\u00fcckblick auf eine fr\u00fchere Prognose ist allerdings kein Argument daf\u00fcr, dass ein neuer Milit\u00e4reinsatz unausweichlich w\u00e4re. Ob sich eine Prognose bew\u00e4hrt hat, muss anhand ihrer urspr\u00fcnglichen Aussagen, des Ver\u00f6ffentlichungsdatums und des tats\u00e4chlichen Verlaufs der Ereignisse beurteilt werden.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Besonders relevant f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung der Entwicklungen rund um Kuba sind die Erfahrungen aus Venezuela. Im September 2025 analysierte Lutschkow die zunehmende amerikanische Milit\u00e4rpr\u00e4senz in der Karibik, den Sanktionsdruck, Ma\u00dfnahmen gegen den Drogenschmuggel und Hinweise auf m\u00f6gliche Angriffe gegen venezolanisches Staatsgebiet. Dabei befasste er sich mit der M\u00f6glichkeit, dass Washington von milit\u00e4rischen Machtdemonstrationen zu direkten Milit\u00e4reins\u00e4tzen \u00fcbergehen k\u00f6nnte.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am 3. J\u00e4nner 2026 f\u00fchrten die Vereinigten Staaten eine Operation durch, bei der Nicol\u00e1s Maduro gefangen genommen wurde. Das bedeutet keineswegs, dass die Ereignisse rund um Kuba einem \u00e4hnlichen Muster folgen werden. Die politischen, milit\u00e4rischen, geografischen und internationalen Rahmenbedingungen unterscheiden sich erheblich.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Venezuela zeigt jedoch, dass die Trump-Regierung bereit ist, den direkten Einsatz milit\u00e4rischer Gewalt als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele in der westlichen Hemisph\u00e4re in Betracht zu ziehen. Vor diesem Hintergrund sollten die aktuellen \u00c4u\u00dferungen zu Kuba nicht vorschnell als populistische Wahlkampfrhetorik abgetan werden.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Drei denkbare Szenarien<\/h2>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Aus den verf\u00fcgbaren Informationen ergeben sich drei m\u00f6gliche Entwicklungen. Im ersten Fall w\u00fcrde Washington den wirtschaftlichen und milit\u00e4rpolitischen Druck auf Havanna weiter erh\u00f6hen und zugleich auf gezielte Informationsbeeinflussung setzen, um die kubanische F\u00fchrung zu Zugest\u00e4ndnissen zu bewegen. Die milit\u00e4rischen Aktivit\u00e4ten w\u00fcrden dabei vor allem als Druckmittel in Verhandlungen dienen, ohne dass die Vereinigten Staaten unmittelbar milit\u00e4rische Gewalt anwenden m\u00fcssten.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Eine zweite M\u00f6glichkeit w\u00e4re eine begrenzte milit\u00e4rische Machtdemonstration oder Operation. Amerikanische Kriegsschiffe k\u00f6nnten sich beispielsweise der kubanischen K\u00fcste n\u00e4hern, um milit\u00e4rische St\u00e4rke zu demonstrieren. Washington k\u00f6nnte auch eine Seeblockade oder eine andere begrenzte Ma\u00dfnahme in Betracht ziehen, die die Regierung als entschlossenen Schritt gegen die kubanische F\u00fchrung darstellen k\u00f6nnte. Der Analyse zufolge l\u00e4sst sich eine solche Entwicklung in den kommenden Tagen nicht ausschlie\u00dfen.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Das dritte Szenario w\u00e4re eine gr\u00f6\u00dfere milit\u00e4rische Kampagne. Ein solcher Einsatz w\u00e4re mit erheblich h\u00f6heren Risiken verbunden, w\u00fcrde eine aufwendigere Planung erfordern und k\u00f6nnte schwer absehbare Folgen haben. Die \u00f6ffentlich verf\u00fcgbaren Informationen reichen derzeit nicht aus, um daraus zu schlie\u00dfen, dass eine entsprechende Entscheidung bereits getroffen wurde oder eine gr\u00f6\u00dfere Operation unmittelbar bevorsteht. Die Berichterstattung von CBS News \u00fcber die milit\u00e4rischen Bereitschaftsplanungen zeigt allerdings, dass die US-Streitkr\u00e4fte verschiedene Handlungsoptionen gepr\u00fcft haben.<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;text-align: left;font-size: 1.4rem;font-weight: bold\">Fazit: Die Gefahr einer neuen US-Milit\u00e4roperation in der Karibik<\/h2>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Am 27. Oktober 2026 gibt es keine ausreichenden Belege daf\u00fcr, dass die Vereinigten Staaten bereits eine Milit\u00e4roperation gegen Kuba beschlossen haben. Gleichzeitig w\u00e4re es voreilig, ein solches Szenario als unrealistische politische Fantasie abzutun. Innerhalb kurzer Zeit gingen ungew\u00f6hnlich viele Signale von verschiedenen Teilen des amerikanischen Machtapparats aus, vom Wei\u00dfen Haus und dem Au\u00dfenministerium bis zur CIA und SOUTHCOM.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung lautet, dass die Regierung vor den Zwischenwahlen einen raschen au\u00dfenpolitischen Erfolg anstrebt. Diese Hypothese verdient eine genaue Pr\u00fcfung. Es w\u00e4re jedoch verfr\u00fcht, daraus den Schluss zu ziehen, Trump sei allein wegen eines m\u00f6glichen Wahlvorteils bereit, einen neuen milit\u00e4rischen Konflikt auszul\u00f6sen.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Nach den Ereignissen in Venezuela im J\u00e4nner 2026 erscheint die M\u00f6glichkeit einer \u00fcberraschenden amerikanischen Milit\u00e4roperation in der Karibik nicht mehr als rein theoretische Frage. Die Entwicklung in den kommenden Tagen verdient daher besondere Aufmerksamkeit. Washington k\u00f6nnte versuchen, im Zusammenhang mit Kuba eine neue au\u00dfenpolitische Ausgangslage zu schaffen, auch wenn bislang keine Belege f\u00fcr eine bereits beschlossene Milit\u00e4roperation vorliegen.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">Von Andrij Lutschkow, exklusiv f\u00fcr InformNapalm.<\/p>\r\n\r\n\r\n<hr style=\"width: 75%;margin: 20px 0;border: 0;border-top: 1px solid #ccc;text-align: left\" \/>\r\n\r\n<h2 style=\"color: #000000 !important;font-size: 1.4rem;font-weight: bold;text-align: left\">Weitere Artikel von InformNapalm<\/h2>\r\n<ul style=\"color: #333333;text-align: left\">\r\n \t<li style=\"color: #333333;text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/wildberries\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #333333\">Wildberries zwischen Hammer und Amboss nach Drohnenangriffen und Cyberoperationen<\/span><\/a><\/li>\r\n \t<li style=\"color: #333333;text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/russlands-agenten-europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #333333\">Wie Russland angeworbene Agenten f\u00fcr Operationen in Europa einsetzt<\/span><\/a><\/li>\r\n \t<li style=\"color: #333333;text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/bastion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #333333\">Ukrainische Marine greift russisches K\u00fcstenraketensystem Bastion auf der Krim an<\/span><\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<hr style=\"border: none;border-top: 1px solid #cfcfcf;margin: 24px 0;width: 100%;text-align: left\" \/>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/category\/aktuell\/\"><img class=\"alignleft\" style=\"float: left;margin-right: 15px;height: auto\" title=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/fr\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"InformNapalm \u00d6sterreich\" width=\"150\" height=\"68\" \/><\/a>Es steht Ihnen frei, dieses Material zu teilen, aber f\u00fcgen Sie bitte einen Link zur <span style=\"font-weight: bold\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/at\/category\/aktuell\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Quelle<\/a><\/span> hinzu. Creative Commons \u2013 Attribution 4.0 International \u2013 CC BY 4.0. Folgen Sie InformNapalm auf <span style=\"font-weight: bold\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/informnapalm24\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Facebook<\/a><\/span> und <span style=\"font-weight: bold\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/informnapalm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">X<\/a><\/span>.<\/p>\r\n<p style=\"color: #333333 !important;text-align: left\">InformNapalm erh\u00e4lt keine finanzielle Unterst\u00fctzung von Regierungen oder institutionellen Sponsoren. Die Arbeit wird ausschlie\u00dflich durch das freiwillige Engagement einzelner Unterst\u00fctzer und Leser getragen. 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