Über den in der ganzen Welt berüchtigten russischen „Waffenmarkt Ihres Vertrauens“ werden schon Legenden gestiftet. Im Unterschied zu gewöhnlichen Waffengeschäften, die mit Uniformen und Chevronen handeln, verblüfft dieser „Supermarkt des Terrors“ staatlicher Dimension die Beobachter mit seinem reichhaltigen Angebot an Bewaffnung und Militärgerät, die von Russland in den Donbass geliefert werden. InformNapalm beschloss, das Februar-Angebot der „Waren aus dem russischen Waffenmarkt“ aufzulisten.
- Die Kämpfer der sogenannten „selbstständigen Spezialkräfte-Brigade des 2. Armeekorps der LVR-Volksmiliz“ haben InformNapalm Informationen über die Lieferungen von Haubitzen Msta-B aus den russischen Aufbewahrungsdepots preisgegeben. Einzelheiten in unserem Artikel „Terrorist Tupizyn aus der LVR-Artilleriedivision lüftet Geheimnisse des russischen „Waffenmarkts““.
2. Dieselbe „Brigade“ hat uns über die Lieferungen von modernen militärischen LKWs Ural-632301 aus Russland wissen lassen. Diese LKWs standen nie im Dienst der ukrainischen Armee und können somit keine Trophäen sein. Einzelheiten in der Untersuchung des Bloggers feldherrnhalle.
3. Mit Hilfe von Patrioten, die in den besetzten Territorien leben, haben wir die Raketenwerfer 2B26 auf der Basis eines KamAZ-5350 identifizieren können, die nicht im Dienst der ukrainischen Armee stehen. Einzelheiten in unserer Untersuchung „InformNapalm identifizierte zwei russische Raketenwerfer 2B26 „Grad“ im Donbass“. Natürlich kommt man auch hier nicht ohne die freimütigen Fotos aus, die den russischen Waffenmarkt verraten. Das selbstständige Panzerbataillon „Diesel“ aus dem Bestand der IBFs zeigte uns ein Foto von den taktischen Manövern im Donbass, auf dem genau diese Raketenwerfer zu sehen sind:
4. Ein Selfie-Anhänger aus der sogenannten „4. selbstständigen motorisierten Schützenbrigade“ einer „LVR“-Bandenformation liess sich äusserst erfolgreich auf dem Hintergrund einer Exportmodifikation des T-72S1 Panzers fotografieren, die aktiv nach Iran und Venezuela geliefert wird. Womöglich hat hier der „Waffenhändler“ einen Fehler bei der Adresse gemacht und den Panzer zufällig in den Donbass exportiert. Einzelheiten in unserer Untersuchung „Beobachter von InformNapalm zu Besuch auf einem Zwischenlager für Panzer Т-64, Т-72 и Т-72S1 bei Luhansk“.
5. Der Söldner Igor Smirnov wollte auch unbedingt mit seinem Panzerfahrzeug angeben und veröffentlichte in seinem Profil ein Foto des modernen russischen Panzerfahrzeugs KamAZ-43269 „Wystrel“, das wohl ebenfalls rein zufällig Anfang 2015 in den Südosten der Ukraine gelangt ist.
Wir möchten daran erinnern, dass vor genau einem Jahr, am 19. Februar 2015, die Freiwilligen von InformNapalm Informationen zum Militärgerät der Streitkräfte Russlands in der Infografik „Top-10 Beweise für Russlands Beteiligung am Krieg im Donbass“ zusammengefasst hatten. Das war der erste Versuch, die Angaben aus unseren eigenen OSINT-Untersuchungen zur Identifizierung von Schwerbewaffnung, die im Dienst der Söldner im Donbass steht und aber zur Bewaffnung der russischen Streitkräfte gehört, zusammenzufassen.
Dieses Material wurde von Michail Kusnezow exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.
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