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Angaben zum Piloten des Su-25SM-76 als Antwort auf die Bombardierung einer Schule in Syrien

Entsprechend dem Bericht der Rechtsschutzorganisation SNHR (The Syrian Network for Human Rights) vom 17. Dezember 2015 (Pdf-Datei) wurde festgestellt, dass im Lauf der Aktivität russischer Streitkräfte in Syrien 570 Zivilisten getötet wurden, davon 152 Kinder und 60 Frauen. Das ist bei weitem keine endgültige Zahl, im Bericht figurieren nur bestätigte Vorfälle, aber auch diese Zahl schockiert durch ihren Ausmaß. Unsere internationale Freiwilligengemeinschaft InformNapalm setzt die Publikationsreihe zur Aufdeckung und Bekanntmachung der Angaben zu Piloten fort, die verbrecherische Befehle der obersten Militärführung Russlands ausführen.

Mit unserem Vorgehen bemühen wir uns, den russischen Militärangehörigen zu zeigen, dass wenn sie gedankenlos Bomben auf Zivilistenhäuser abwerfen, sie eine Verantwortung vor der ganzen Menschheit tragen. Wenn der zukünftige Angeklagte internationaler Tribunale die Verbrechen gegen die Menschheit begeht, muss er wissen, dass seine Handlungen von der ganzen Welt beobachtet werden. Die abgedroschenen Versuche russischer Massenmedien, unser Vorgehen als eine Terrorismusbeihilfe oder Vendetta darzustellen, haben einfach nichts mit der Realität gemeinsam. Der Aggressor versteht nur die Sprache der Stärke: der militärischen, politischen oder informativen.

Die Verbrechen gegen die Menschheit dürfen von der Weltgemeinschaft nicht ausser Acht gelassen werden, und  Zeugen oder Ausführer dieser Verbrechen werden sich der Publikmachung nicht entziehen können. Wir leben zu Zeiten eines sozialen Informationsfeldes, in dem es sehr schwer ist, sein tatsächliches Vorgehen zu verheimlichen – unter welcher Maske und Slogans es auch versteckt wird. Die russische Militäroperation in Syrien (wie ihre offizielle Luft-, so auch die inoffizielle – die Bodenkomponente) verfolgen das Ziel der Fortsetzung von Destabilisierung im Nahen Osten, Errrichtung der Kontrolle über die Knoten des Energie-Transportsystems und der Erhaltung des kremlischen Marionettenregimes von Baschar al-Assad. Es kann gar keine Rede von einem Kampf gegen die IS-Söldner sein. Pragmatische Interessen Russlands überschreiten jegliche Normen des Rechts, der Moral und der menschlichen Werte.

Die nachfolgende Information zum russischen Offizier der Luftwaffe Russlands wird von den Freiwilligen des InformNapalmTeams als Antwort auf den Angriff der russischen Luftwaffe auf eine Schule in Syrien bereitgestellt. Im Lauf dieses Angriffs wurden 9 Menschen getötet (Quelle 18+).

In Photomaterialien des Bloggers mr-anderson22 „Vorbereitung der Besatzungen von Jagdbombern auf die Siegesparade am 9. Mai“ (Archiv: https://archive.is/w5hqu) posiert Major Roman Dymkowitsch vor dem SU-25SM mit der Baunummer 10365. 

Auf der Basis der Liste von SU-25SM der Luftwaffe Russlands, die vom Blogger djoker-lj (Archiv: https://archive.is/Lpeq5) veröffentlicht wurde, haben wir die Registrierungs-, Bord- und Identifikationsnummer dieses Flugzeugs identifizieren können. Das ist der SU-25SM des 960. Jagdbombenfliegerregiments (Primorsko-Achtarsk) mit der Registrierungsnummer RF-91956, Bordnummer 26-„rot“, Identifizierungsnummer SU-25SM-76, in grauer Farbe.

Zur Bestätigung, Information vom Portal russianplanes.net (Archiv: https://archive.is/FyHLO).

Als wir die Videomaterialien der russischen Propagandisten analysierten, die der Vorbereitung der Luftfahrzeuge auf der Flugbasis Hmeimim gewidmet sind, haben wir den Jagdbomber SU-25SM (Su-25SM-76) mit ausradierten Registrierungsnummern und übermalten Bordnummern entdeckt, was man an der frischen grauen Farbe, die beim Cockpit aufgetragen wurde, und an den Laufstreifen der grauen über die weiße Farbe erkennt.

Am Flugzeug ist die Bordnummer 25-„rot“ aufgetragen. Offensichtlich fand eine Auswechslung der Bordnummer statt, denn der SU-25SM 25-„rot“ RF-93037 aus dem 960. Jagdbombenfliegerregiment besitzt ein anderes Zahlenmuster (Archiv: https://archive.is/FKmXM).

Auch hat der echte 25-„rot“ eine andere Identifikationsaufschrift – SU-25SM-71, und keine SU-25SM-76 (Information aus der Liste des Bloggers djoker-lj), wie im bereitgestellten Video. Also wurde uns der „nachgefärbte“ SU-25SM gezeigt – der mit der Identifikationsnummer SU-25SM-76, Registrierungsnummer RF-91956, Bordnummer 26-„rot“, dessen Pilot der Major Roman Dymkowitsch ist, geb. 23.06.1981, Abschluss an der Luftwaffenschule für Offiziere in Krasnodar 2006.

Jeder Soldat und jeder Offizier hat die Wahl: Einen Platz auf der Anklagebank vor den zukünftigen Militärtribunalen zu nehmen, oder aber auf die Ausführung verbrecherischer Befehle zu verzichten, auf die Seite der Gerechtigkeit und Rechtmäßigkeit zu wechseln und Aussagen gegen die Serienkiller zu machen, die diesen Terror eines Staatsausmaßes organisierten.


Dieses Material wurde von Michail Kusnezow exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich. 

CC BY 4.0

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