In den letzten 24 Stunden wurde, laut Angaben von RNBO, durch „operative diplomatische Maßnahmen“ ein Invasionsversuch der russischen Armee abgewendet, der unter dem Deckmantel einer humanitären Mission der Roten Kreuzes stattfand. Wo genau und auf welche Weise dieser Versuch stattgefunden hat, auf welchem Grenzabschnitt und mit welcher Truppenstärke, konnten wir nicht herausfinden. Aber in der Zeit, wo die Diplomaten die Invasion der russischen Streitkräfte verhindern, geht sie in den Ortschaften Bolschoj Suhodol, Severny und Popovka auf vollen Touren weiter, indem dort Verstärkung und Kolonnen der Kriegstechnik über die Grenze kommen.
Von diesen Ortschaften aus geht die Technik über die Städte Suhodolsk und Krasnodon weiter. Im Laufe des letzten Tages wurde berichtet, dass ein weiterer Konvoi von mehreren gepanzerten Fahrzeugen von Suhodolsk nach Luhansk losging. Nach unseren Informationen, die von den offiziellen Angaben etwas abweichen, ist die Route M04 immer noch nicht komplett unter unserer Kontrolle. Deshalb ist es zu früh, über eine Vollständige Umzingelung von Luhansk zu sprechen.
Es ist bemerkenswert, dass die Umlagerung von Kräften und Ressoursen der Rebellen überwiegend in der Nacht stattfindet, was ihnen umbemerkten Standortwechsel ermöglicht und die Erfassung von Beweisen durch Foto- und Videoafnahmen erschwert. Es kommt immer öfter vor, dass die friedliche Bevölkerung von den Rebellen beschossen wird. Da man diese Aktionen nicht mehr für „Strafoperationen der Kiewer Junta“ ausgeben kann, ist es eher wahrscheinlich, dass die Rebellen dadurch Angst und Schrecken verbreiten wollen, als dass sie der Propaganda dienen sollen.
Was die Kolonnen der Verstärkung angeht, so scheint ihr vorläufiges Ziel die Städte Anthrazit und Rovenki zu sein. In den letzten 24 Stunden haben wir die Einzelheit zum Rückzug der ATO-Kräfte aus dem Gebiet von Dolzhansky und Tscherwonopartisansk erfahren. Die Rebellen haben unsere Truppen aus Anthrazit in Richtung Esaulowka – Nizhniy Nagoltschik – Djakowo angegriffen. Wenn wir bedenken, dass in Anthrazin eine große Gruppierung der Rebellen vorhanden ist, so war der Rückzug der ATO-Kräfte aus diesem Gebiet vorherzusehen.
Gleichzeitig starteten die ATO-Kräfte in der lezten Nacht eine Offensive auf Anthrazit. Das senkte die Wahrscheinlichkeit eines Gegenangriffs der Rebellen in den Rücken der Truppen in Miusinsk. Wie wir schon gesagt haben, kann man die Stadt Miusinsk nur dann erfolgreich befreien, wenn die Gruppe unserer Streitkräfte, die z. Zt. Offensive auf Krasnyi Lutsch aus Nordwesten (durch Faschtschewka) führt, die Stadt einnimmt und sich mit der Gruppe aus Miusinsk im Gebiet von SchterGres vereinigt.
Nur auf diese Weise werden zwei taktische Endgassen unserer Streitkräfte zur erfolgreichen Einkesselung der Donetzker Gruppe der Rebellen. Und wenn wir bedenken, dass die ATO-Kräfte es geschafft haben, die Ortschaften Wachruschtschewo und Chrustalne einzunehmen, so ist die Umzingelung der Rebellen nicht weit entfernt.
Was die Situation direkt in Luhansk angeht, so ist sie sehr kritisch. Die Rebellen schießen weiterhin aus Minenwerfern auf Objekte der Infrastruktur. Die Terroristen der „Volksrepublik Luhansk“ beschießen absichtlich Krankenhäuser, Schulen, Heizwerke und Kraftwerke, um damit eine humanitäre Katastrophe herbeizuführen.
Donezk und Umgebung.
Die ATO-Kräfte starten die Offensive auf Jassinowata (der zweite Versuch). Es ist auffällig, dass vor dem Beginn der Offensive die Richtung, aus der sie geführt wurde, mit Mehrfachraketenwerfern GRAD aus Makiiwka beschossen wurde. Und dass gleichzeitig mit der Bewegung der ATO-Truppen nach Jassinowata auch die Truppen der Aufständischen aus Makiiwka dorthin verlagert wurden. Die Verlagerung der Technik aus Charzysk nach Makiiwka wurde sogar schon davor beobachtet. Man hat den Eindruck, dass die Terroristen schon vorher über die „Stunde X“ Bescheid wussten und dass sie die ganze Zeit von jemanden gewarnt werden. (Die Aufrufe, alle Militärs der Überprüfung am Lügendetektor zu unterziehen bleiben unbeachtet).
Mit dem Stand zum Abend des 8. August haben die ukrainischen Streikräfte ihre Positionen in Marjinka am Rand von Donetzk erneut verstärkt. In den Vororten von Donetzk, in Richtung Mariupol, haben Kämpfe begonnen.
Gruppierung in Horliwka.
Was Horlowka angeht, so wurde hier die Verlegung der Rebellentruppen in Richtung Makiiwka beobachtet. Höchstwahrscheinlich, nach dem gestrigen Aufmarsch der ATO-Kräfte aus der Richtung Krasny Partisan und Befreiung von Panteleimonowka, haben die Rebellen verstanden, dass sie im Falle einer Offensive der ATO-Kräfte auf Jenakiewo von der Außenwelt abgeschnitten sein werden. Deshalb fangen sie an die Stadt zu verlassen. Es gibt auch eine andere Möglichkeit: die Rebellen werden für einen Gegenangriff auf Jassinowata und weiter nach Pateleimonowka aus Richtung Makiiwka umgruppiert.
Außerdem, nach Angaben der Bevölkerung, werden in der Werkhallen der Maschinenfabrik in Horlowka die Panzer der Aufständischen repariert.
Die Bereinigung von Debaltzewe und Vorstoß nach Perwomaisk werden fortgesetzt. Und eine Fabrikanlage in Stachanow wird zur Befestigungsanlage umgebaut. Es sieht so aus, dass die Angriffe der Rebellen aus Perwomaisk auf Popasna nur dem Ziel dienten, die Aufmerksamkeit von ihrem Hinterland abzulenken.
Außerdem bekommen wir Informationen, dass Tores auch zu einem Befestigten Raum wird, wahrscheinlich erwartet Stachanow das gleiche Schicksal.
Mit dem Stand zu Abend des 9. August hat sich die Lage der ATO-Kräfte zum Besseren verändert. Bald kann man erwarten, dass die Rebellentruppen in 3 isolierte Gruppen zerlegt werden:
Donetzk, Makiiwka und Charzysk (das würde aber nur dann passieren, wenn der Vorstoß aus Richtung Amwrosiewka südwestlich nach Tores erfolgreich wird); Tores und Snizhne (wenn die ATO-Kräfte Krasny Lutsch einnehmen können und die Offensive erfolgreich fortsetzen); der Rest des Gebiets Luhansk (Einzelheiten und Überraschungen lassen wir aus aus, dazu kommen wir noch später).
Es ist erfreulich, dass nach erfolglosen Versuchen von Mai bis Juli die Grenze zu schließen, die ATO-Führung endlich geschafft hat, die Offensive aus der südwestlichen Richtung erfolgreich zu führen und dabei Angriffe in nördlicher Richtung nach Tores (durch Schischewki), Snizhne und Miusinsk durch Diakowo und nach Anthrazit zu verüben. Somit ist der lange, schmale Korridor liquidiert, und man gebraucht rationellere Methoden der Kriegsführung, die uns aus der Geschichte der Kriegskunst bekannt sind. Der einzige Nachteil ist die Gegenwart der russischen Streitkräfte im Rücken, die an der Grenze zu Ukraine in den Gebieten von Kuibyschewo, Nowoschachtinsk und anderen stehen.
Die Versuche von Provokationen und Beschuss der ukrainischen Grenzgebieten von Russland aus dauern an. Dabei betreibt die russische Seite aktive Spionage mithilfe von Flugdrohnen.
Nach Angaben der Grenzschutzes wurden in den Gebieten der Grenzabschnitte „Genitschensk“, „Berdjansk“ und „Kirillowka“ russiche Flugdrohnen gesichtet, die Aufklärung aus der Richtung des Schwarzen Meeres führten und sich entlang der Küste bewegten. Die Flugdrohnen wurden beschossen.
Außerdem wurden die Flugdrohnen im Gebiet des Hafens „Mariupol“ und der Grenzschutzeinheit „Krasny Tschaban“ gesichtet. In diesem Gebiet kamen die Drohnen aus der Richtung der Grenze zur Autonomen Republik Krim. Es ist kein Geheimnis, dass die mächtigste Gruppierung der russischen Armee in der Gegend nahe der annektierten Halbinsel Krim steht.
Kremls Marionetten in Krim sind in ständiger Spannung und erwarten, dass ukrainische Streitkräfte nach Befreiung von Donbass, bewaffnet mit neuen Kriegserfahrungen, als nächstes die von Russland annektierten Gebiete befreien werden. Kann sein, dass ihre Äng.
Übersetzt von Olena Köpnick

