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Artilleristen der russischen 136. Brigade im Donbass identifiziert

Am 6. September 2016 veröffentlichte InformNapalm ein Material zu Panzerfahrern der russischen 136. selbstständigen motorisierten Schützenbrigade (Militäreinheit 63354, Bujnaksk, Dagestan, Südlicher Militärbezirk, Russland), die im Herbst 2014 auf einer „ukrainischen Dienstreise“ im Donbass gewesen waren. Wenn früher der Hauptakzent bei unseren OSINT-Untersuchungen auf der Aufdeckung und Identifizierung von Einheiten, Waffenmodellen und Geografie des Geschehens lag, so holen wir nun nach und decken persönliche Angaben der russischen Kriegsverbrecher auf. Im neuen Material geht es um Artilleristen derselben Brigade, die an Beschüssen der ukrainischen Dörfer und Städte Mitschuld tragen. 

Wie im Fall mit Aufdeckung der Panzerfahrer der 136. SMSBr ist InformNapalm auch diesmal zur ersten Quelle geworden, die im September 2014 russische Artillerieabteilungen identifiziert hatte, die vom Militärkommando Russland zu diesem niederträchtigen und unkonventionellen Krieg im Donbass herangezogen wurden. Darunter wurde auch die 291. Artilleriebrigade genannt (die später in 12 InformNapalm-Untersuchungen figurierte), sowie eine Abteilung der 152 mm „Akazija“-Haubitzendivision der 136. SMSBr aus Dagestan, was durch einige Fotos bestätigt wurde, die den Kampfalltag einer „ukrainischen Dienstreise“ wiedergeben.

Dieses Thema wurde wesentlich detaillierter vom ukrainischen Blogger sled_vzayt angegangen, nach Ergebnissen der Untersuchung wurden 6 Namen der russischen Artilleristen genannt. Aber das Internet enthält weiterhin ein riesiges Datenmassiv in Form von Fotos und zynischen Kommentaren, die die Beteiligung Russlands am Krieg im Donbass belegen.

Ein anschauliches Beispiel dafür sind die Profile in sozialen Netzwerken, die auf den ersten Blick wie ganz normale Profile von anständigen Familienvätern aussehen und den ehemaligen Militärangehörigen der 136. SMSBr. gehören: Sergei Schehowzow mit seinem Fotoalbum „Ukraine.August 2014“ und Jegor Winkler mit seiner Fotoserie aus der „rostow-ukrainischen Dienstreise“. Unter diesen Fotos gibt es viele bereits bekannte Fotos aus Sommer-Herbst 2014, die unsere OSINT-Aufklärer früher veröffentlicht hatten, es gibt aber auch „frische“.

Subjekt №1

Persönliche Angaben: Sergei Schehowzow, geb. 17. März 1990, Dorf Ismalkowo, Lipezker Gebiet, Russland. Netzwerkprofile: OK (Profil, Kontakte), VK (Profil, Album, Kontakte). Seinem Eintrag im Profil nach, arbeitet er nun als Wachmann in einem Wachunternehmen in Moskau. Nach anderen Angaben arbeitet er beim Feuerwehrdienst im Lipezker Gebiet (siehe Kommentar zum Foto, dasselbe Foto in seinem Profil). Seinen Wehrdienst leistete er in den Innentruppen des Innenministeriums Russlands, Militäreinheit 3660. Später unterzeichnete er einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium Russland zum Zeitdienst in der 136. SMSBr.

Am interessantesten sind dabei folgende Fotos:

 Anmerkung: Video und Foto mit derselben Geolokation ist noch immer im Profil eines Teilnehmers des „Donbass-Feldzugs“ vorhanden: eines Militärangehörigen der 136. SMSBr. Dmitry Kirillow. Kopie des Videos auf YouTube:

Subjekt №2

Persönliche Angaben: Jegor Winkler. Vermutlich geboren in Kasachstan, hat zwei Staatsangehörigkeiten, kasachische und russische. Soziale Netzwerkprofile: VK (archiviertes Profil, Album, Kontakt 1, 2), Facebook. Diente in der 136. SMSBr nach Vertrag, den er vorzeitig aufgelöst hatte (siehe Kommentare).

Nach Ergebnissen dieser Untersuchung ist unsere Liste russischer Kriegsverbrecher mit zwei weiteren Militärangehörigen der 136. SMSBr ergänzt worden. Das ist bereits das 8. Mal, dass die russische 136. Brigade in unser Blickfeld im Kontext der „ukrainischen Dienstreisen“ gerät. Siehe frühere Publikationen unserer Freiwilligengemeinschaft:

Fortsetzung folgt…


Dieses Material wurde von Irakli Komakhidze exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.

CC BY 4.0

Wir rufen unsere Leser dazu auf, unsere Publikationen aktiver in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Das Verbreiten der Untersuchungen in der Öffentlichkeit kann den Verlauf von Informationskampagnen und Kampfhandlungen tatsächlich brechen.

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