Die internationale Freiwilligengemeinschaft InformNapalm untersucht weiterhin die „Seidenstrasse“ des russischen „Militärhandelsgeschäfts“, über die eine grosse Anzahl verschiedener Bewaffnung und Militärgerät in den Donbass befördert wird. Wir haben bereits mehrmals Fakten für die Verlegung und Übergabe von Panzern, Artillerie, verschiedener Panzerfahrzeuge und Bewaffnung an die VRSK (vereinte russisch-separatistische Kräfte) aufgedeckt. Bei der Identifizierung dieser Art von Bewaffnung helfen nicht nur taktische Zeichen und Bordnummern, sondern auch die „Namen“, die russische Militärs und Söldner der IBFs (illegale bewaffnete Formationen) ihren „Kampffreundinnen“ geben.
So, im September 2014 auf einem Truppenübungsplatz in grenznaher Lage zur Ukraine, im Rostower Gebiet Russlands, wurden vom Soldaten Wagid Schepijew (Profil; Album; Kontakte; echter Name: Pawitin W.W., den man an seinem Brustabzeichen ablesen kann) Photos von Bewaffnung mit aufgetragenen „Namen“ gemacht. Wie es sich herausstellte, leistete Schepijew-Pawitin seinen Wehrdienst in einem der Truppenverbände des Südlichen Militärbezirks ab, nachfolgend unterzeichnete er einen Vertrag in der Einheit Nr. 09332, auf dem 7. Stützpunkt in der Stadt Gudauta (okkupiertes Abchasien, Georgien).
MTLB mit der Aufschrift Achmat-Hadschi, wohl zu Ehren des ersten Präsidenten Tschetscheniens Kadyrow.
Zwei Einheiten der 122 mm Haubitzen D-30 mit „Namen“ Victoria und Luba, die mit Farbe aufgetragen wurden, und ein paar ohne irgendwelche Aufschriften.
Der uns aus unseren früheren Publikationen so gut bekannte Panzer T-64 mit den Aufschriften „T-84“ und „Für Donbass“, der später von der „Volkswehr“ in den Kämpfen bei Debalzewe eingesetzt wurde.
Wie Schepijew-Pawitin selbst anmerkte, wurde das alles zur Bewaffnung der „Volkswehr“, die sie wohl gegen Zigaretten getauscht haben.
Tatsächlich, einige Zeit später stand dieses Militärgerät und Bewaffnung zur Verfügung der IBFs „Neurusslands“.
Die Haubitzen D-30 wurden im Arsenal des sogenannten Kosaken-Regiments „Allmächtiges Don-Heer“ (heisst wirklich so) der „LVR“ entdeckt, was die Fotos aus dem Album im sozialen Netzwerkprofil eines Söldners dieser IBF, Sergei Jefremow aus Stachanowe, bestätigen (Profil, Album, Kontakte).
Aus den Photos folgt, dass die Terroristen weiterhin das Territorium der Windparks zur Deckung ihrer Stellungen benutzen, worüber wir bereits früher am Beispiel des Windparks Nowoasowski schrieben.
In diesem Fall befindet sich die Bewaffnung der IBF auf dem Territorium des Lugutinski-Windparks im Lugutinski Bezirk des Luhansker Gebiets (Photoarchive: 1, 2, 3).
- Anhand eines Photos gelang es uns die ungefähre Aufnahmestelle zu bestimmen, siehe Karte:
- Auf einer Haubitze sehen wir den bereits bekannten Namen „Luba“, der der Farbe, Schriftgrösse und seiner Form nach genau jener Aufschrift entspricht, die wir im letzten Jahr im Rostower Gebiet registriert haben.
Vergleich der Aufschriften auf dem Lauf der Haubitze D-30:
Ein Video mit den D-30 Haubitzen hat der Dienstkollege und Landsmann von Jefremow aufgenommen – Wladimir Tscherednitschenko, der entsprechend seinem Ausweis seinen Dienst bei dem „Allmächtigen Don Heer“ im September 2015 angetreten hat (Profil; Fotoalbum, Ausweis: 1 und 2).
Im Video sieht man die Haubitzen mit den Aufschriften „Für Neurussland“ und „Für Donbass“:
Unter den Photos der Artilleristen des kosakischen „allmächtigen“ Regiments kann man auch Photos mit Haubitzen finden, auf denen die Namen Victoria, Walküre und Vesta mit weisser Farbe geschrieben stehen.
Der Fakt des Vorhandenseins auch nur einer Haubitze D-30, die früher auf dem Territorium Russlands in grenznahe Lage zur Ukraine registriert wurde, bei der „Volkswehr“ im Donbass, zeugt davon, dass die Lieferung dieser Art von Bewaffnung aus Russland stattfand. Andere Aufschriften wurden höchstwahrscheinlich bereits nach der Übergabe von Haubitzen an die IBFs aufgetragen.
Anmerkung: Wir möchten daran erinnern, dass laut Verordnung des Kiewer Berufungsgerichts eine Entscheidung über die Erstattung von 11 121 699, 38 Hriwna an die „Lugutinski-Windpark“ GmbH für Stromlieferung im Zeitraum von 18.02.2015 bis 25.03.2015 getroffen wurde. Analoge Entscheidungen gibt es auch bezüglich anderer Windkraftwerke, die sich auf den okkupierten Territorien unter Kontrolle von Söldnern befinden.
Auf dem Hintergrund des oben Genannten sehen die Erklärungen der Anführer von Donbass-Terroristen äußerst komisch aus. Die selbsternannte „Donezker Volksrepublik bekommt keinerlei militärische Hilfe von Russland; die ganze Bewaffnung, die von der Volkswehr verwendet wird, gehörte bis zum Ausbruch des Konflikts der Ukraine.“- schwört auf seine Mama der stellvertretende Stabskommandeur der „DVR-Volkswehr“ Eduard Basurin.
Siehe thematische Links im Kontext der Beförderung russischer Bewaffnung und Panzerfahrzeuge in den Donbass:
- „Beförderung der russischen Bewaffnung in den Donbass: Wie sie stattfindet und was man dahin bringt“ 5. Oktober 2014; (russ.)
- „Donezker Express: Identifizierung russischer Bewaffnung, die in den Donbass befördert wird“ 6. Oktober 2014; (russ.)
- “Die Beförderung: Spezialisten eines breiten Profils” 17. Oktober 2014; (russ.)
- „Das 147. KfZ-Bataillon: Fernfahrer aus Moskau“ 27. Oktober 2014; (deutsch)
- „Fernfahrer-2 aus dem Südlichen Militärbezirk Russlands“ 3. November 2014; (deutsch)
Dieses Material wurde auf der Basis eigener OSINT-Untersuchung von Victory Krm exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.
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