Wir eröffnen eine neue Rubrik: Feuilleton! Heute zwei kurze Beiträge: über die Situation mit den russischen „humanitären Konvois“ im Sommer 2014 und über die gefangenengenommenen Speznas-Soldaten Russlands. Viel Spaß!
12. August 2014: „Russische humanitäre Konvois…“
Den heutigen Meldungen der deutschen Medien nach zu urteilen, haben wir folgende Situation in der Ukraine:
„Hitler bietet der Sowjetunion humanitäre Hilfe für Stalingrad an, die UdSSR lehnt diese Hilfe aber unverständlicherweise ab. Trotzdem malt Hitler seine Panzer weiß an und schickt 300 Lastwagen nach Stalingrad, sich um das Wohlergehen der von den Sowjets eingekesselten Deutschen sorgend. Überraschenderweise möchte die SU diese Lastwagen nicht über die Grenze durchlassen.
Englische Medien verurteilen diese Entscheidung der sowjetischen Regierung als eine menschenverachtende, schließlich sei Hilfe für das Krisengebiet notwendig, von welcher Seite sie auch komme…“ (von Irina Schlegel).
28. Mai 2015: „Das „ANGEBLICH“ in den westlichen Medien…“
Ich kann mir vorstellen, was die westliche Presse nach dem 22. Juni 1941 geschrieben hätte, wenn Hitler ein wenig schlauer gewesen wäre und erklärt hätte, dass es keine deutsche Streitkräfte in der UdSSR gibt und es sich bei allem nur um Truppen einer Volkswehr und Separatisten handle:
„New York Herald:
„Separatistische Truppen oder pro-deutsche Söldner sind hunderte Kilometer ins Innere der UdSSR vorgestoßen, haben Minsk besetzt und Kyjiw eingekesselt. Sie sind entlang der ganzen Front aktiv, sind mit den modernsten Waffen ausgerüstet und werden von schweren Panzern, Artillerie und Luftwaffe unterstützt.
Unweit der Ortschaften Ilowajsk und Debalzewe gerieten sowjetische Streitkräfte in eine Einkesselung.
UdSSR-Außenminister Molotow behauptet stets, dies sei eine direkte Aggression des faschistischen Deutschland. „Ganze Divisionen der regulären Streitkräfte SS und Wehrmacht sind auf unser Territorium eingedrungen,“ erklärte Molotow in einem Interview: „Wir tragen große Verluste und benötigen Unterstützung der ganzen progressiven Weltgemeinschaft“.
Deutsche Behörden streiten aber ihre Beteiligung am inneren Konflikt im westlichen Teil der UdSSR ab. „Unsere Streitkräfte gibt es in der UdSSR nicht!“ erklärte der deutsche Außenminister Ribbentrop in einem Interview: „Unsere Uniformen kann man in jedem beliebigen Haushaltswarengeschäft kaufen, des Weiteren sind die Separatisten mit sowjetischen Panzern T-34 und „Pantera“ sowie mit den Fla-Raketensystemen „Katjuscha“ ausgerüstet, die in den Kämpfen gegen die Regierungstruppen ergattert worden sind. Mehr noch, die schlecht ausgebildeten sowjetischen Piloten bombardieren ihr eigenes Territorium und ihre eigene Armee“.
Herr Ribbentrop nannte die Regierungstruppen der UdSSR „Strafkommandos, die ihrem eigenen Volk den Krieg erklärt haben“.
Die sowjetische Armee verlor in den ersten zwei Wochen des Konflikts Hunderttausende Menschen, die getötet oder verwundet wurden, und nahm zwei ANGEBLICH deutsche Faschisten gefangen, die unter der NKWD-Folter zugegeben haben, dass sie deutsche Soldaten aus der SS-Division „Tote Seelen“ sind.
„Diese Menschen dienten tatsächlich in der Wehrmacht bis zum 20. Juni 1941, kündigten dann aber und gingen als Freiwillige in die UdSSR, um den Selbstabwehrkräften der Ukrainischen und Weißrussischen Volksarmee zu helfen,“ erklärte Herr Ribbentrop.
Die Ehefrau eines der gefangengenommenen Söldner, Frau Gutentag, bestätigte in einem Radio-Interview die Haltung der deutschen Regierung: „Dieser Dreckskerl kündigte bei der SS bereits im Dezember letzten Jahres!“ sagte sie über ihren geliebten Ehemann.
Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es unmöglich, die ANGEBLICHE Beteiligung deutscher Streitkräfte am Bürgerkrieg im Westen der UdSSR unabhängig zu bestätigen oder zu widerlegen“ (von Sergei Loiko).
Dieser Artikel wurde von Irina Schlegel exklusiv für InformNapalmDeutsch verfasst.
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