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Geld stinkt nicht auf Österreichisch

on 17/02/2016 | 0 Comment | Aktuell | Gesellschaft | InformNapalm Print This Post Print This Post

Letzte Woche  ereignete sich eine sehr bedauerliche Geschichte in den Beziehungen zwischen der Ukraine und Österreich, wobei wenn es in Wirklichkeit keine Beziehung gibt, dann gibt es auch nichts zu bedauern.

Hier ist die ganze Geschichte: In der westukrainischen Stadt Lemberg gab es einen kranken 17-jährigen Jungen namens Maxim, der eine aufwändige Operation brauchte. Es wurde eine Klinik in der österreichischen Stadt Innsbruck ausgewählt, wo er operiert werden könnte. Nach einem Spendenaufruf hat man 206 000 € gesammelt – im Grunde eine riesige Summe, auch für österreichische Verhältnisse.

Dann wurde es aber wirklich spannend. Die Klinik in Innsbruck hat es sich anders überlegt und folgende Bedingungen gestellt: € 250.000 als Vorauszahlung + eine Garantie seitens einer österreichischen Bank für weitere € 250.000 + Maxim soll 61.000 € Schulden von einem anderen Ukrainer übernehmen, der im Krankenhaus vor einiger Zeit behandelt wurde.

Diese Forderungen erschienen den Österreichern dennoch als zu gering und sie forderten vom ukrainischen Jungen Garantien, dass er nach seiner Behandlung Österreich verlässt.

Darüber hinaus verlangte das Krankenhaus von der Österreichischen Botschaft in Kiew solange kein Visum für den Jungen zu erteilen, bis all diese Bedingungen erfüllt sind. Das Visum wurde nicht eröffnet und der Junge wurde zur Behandlung nach Indien ausgeflogen. Die ganze Geschichte ist hier nachzulesen: https://www.facebook.com/o.scherba/posts/10207557574910289

Und nun einige Gedanken zu dem Thema.

Was wissen wir über Österreich? In Wien stehen ganze zwei Denkmäler zum Andenken an die ukrainischen Kosaken, die an der Verteidigung der Stadt vor osmanischen Truppen bei der Zweiten Wiener Türkenbelagerung im Jahr 1683 teilnahmen. Die Europäische Zukunft Österreichs war einst durch den Einsatz von Tausenden ukrainischen „Maxims aus Lemberg“ gerettet worden.

Im nicht so fernen 1945 befreiten Truppen der 2. und 3. Ukrainischen Front Wien von den Nazis. Damals starben 18.000 sowjetische/ukrainische Soldaten. Die Stadt wurde aber so eingenommen, dass Wien mehr oder weniger auf der Weltkarte geblieben ist. Es hätte ja auch anders kommen können, wie es damals mit den deutschen Städten wie Köln und Dresden gewesen ist, dann hätten die Österreicher ihre Hauptstadt ebenfalls von Grund auf, auf den Trümmern der alten Stadt, aufbauen dürfen.

Derzeit ist es für die Ukrainer sehr schwer nach Österreich zu kommen, denn dafür ist ein Visum erforderlich.

Das gilt aber nicht für alle Ukrainer. Eine Gruppe von Ukrainern pflegt seit vielen Jahren enge Beziehungen zum Österreich. Unmittelbar nach den Ereignissen auf dem Maidan wurde bekannt, dass die Familien von einigen damaligen ukrainischen Machthabern, von Asarow bis Klyuyev&Co, beschlossen, die schwierigen Zeiten in Österreich auszusitzen. Die Journalisten begannen über die Immobilien von ukrainischen Beamten-Millionären zu recherchieren, denen es die österreichischen Behörden lange Jahre ermöglicht haben, für Gelder aus zweifelhaften Quellen Immobilien, Pelze, Autos und Firmen in Österreich zu kaufen… Ist es so eine Art Korruptionsbeihilfe für die Machthabenden in der Ukraine gewesen oder scheint es mir nur so?

Derzeit sitzt untätig und vergeudet seine Zeit und Geld in Wien der ukrainische Oligarch Firtasch, den die österreichische Staatsanwaltschaft an die USA nicht ausliefern wollte. Er kam nämlich gegen die größte Kaution in der Geschichte Österreichs in Höhe von €125 Mio. frei.

Seit Jahren investieren ukrainische Oligarchen in die österreichische Wirtschaft Millionen und Milliarden von Euro. Sie kaufen Grundstücke, Autos, Hotels und registrieren Firmen, über die sie Gelder waschen, die aus der ukrainischen Staatskasse gestohlen worden sind.

In all diesen Fällen haben die Österreicher keinerlei Fragen an die Ukrainer.

Wir aber schon.

Dass sich die Leitung der Innsbrucker Klinik erlaubte, an Maxim die Forderung zu stellen, die Rechnung eines anderen Patienten zu bezahlen, ist im Grunde eine milde gesagt idiotische Form der Erpressung. Das ist so, als wenn man von einem arabischen Scheich Geld für die Behandlung von syrischen Flüchtlingen verlangen würde, nach dem Motto: „Ihr kommt doch eh alle aus der gleichen Gegend, also – hier ist die Rechnung, solange diese nicht beglichen ist, bekommst du kein Visum.“ Ungefähr so wird sich die Leitung der Klinik wohl im Fall von Maxim gedacht haben.

Dank der ukrainischen Diplomatie und insbesondere des ukrainischen Botschafters in Wien Alexander Scherba bekam der Fall eine starke Resonanz, so dass selbst die österreichische Presse darüber schrieb: „Tiroler Spital behandelt todkranken Ukrainer nicht“.

Allerdings, wenn man die Kommentare zu diesem Artikel liest, wird einem klar, dass der Idiotenanteil unter den Kommentatoren höher liegt, als in jeder Psychiatrieanstalt.

Ich verstehe die Unlust der Österreicher für den erstbesten Ukrainer zu bezahlen, aber ich möchte sie beruhigen: Euer österreichisches Gesundheitssystem ist Euch gegenüber nicht sonderlich nachsichtiger. So fahren mit Bussen oder fliegen ‚rüber nach Lemberg Gruppen österreichischer Touristen, um ihre Zähne in der Ukraine behandeln zu lassen. Die Europäer lassen sich in der Ukraine ausserdem gerne künstliche Befruchtung oder andere Operationen machen, die in den österreichischen Kliniken ein Vermögen kosten.

Übrigens, das Geld zum Begleichen der Schulden von dem anderen Ukrainer hätten die Österreicher aus der Kaution von Herrn Firtasch nehmen können. Oder sie hätten Herrn Asarow fragen können.

Aber Geld stinkt nicht, vor allem für den Finanzdirektor der Innsbrucker Klinik Dipl. KH-Bw. Hansjoerg Schlögl, dem die ukrainische Gemeinde viel Gesundheit wünscht.

Von Anton Pawluschko; übersetzt von Andrij Topchan; editiert von Irina Schlegel

Tags: MedizinÖsterreichUkraine

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