Im Vorort von Luhansk, in der Industriezone der Ortschaft „Jubilejnoje“, wurde von den russischen Okkupanten eine Militärbasis errichtet, wo verschiedenes russisches Militärgerät und regelrechte Berge an Munition gelagert werden. Angaben zu dieser Basis haben die Freiwilligen von InformNapalm im Lauf einer neuen OSINT-Untersuchung erhalten.
Im Lauf unseres Monitorings entdeckten wir ein Photo vom 11. Januar 2016 mit dem Militärgerät der Besatzungstruppen Russlands auf dem Territorium der ehemaligen GmbH „Ukrainisches Montanes Unternehmen Altschewsk“ in der Ortschaft Jubilejnoje.
Bei der Untersuchung von Verbindungen der Söldner in den sozialen Netzwerken wurde ein ähnliches Sommer-Photo entdeckt, das allerdings unweit des zweiten Baukrans aufgenommen wurde, der sich auf demselben Territorium befindet.
Auf dem Photo posieren Luhansker Söldner Rypalo Vadim und Kudrin Maxim, die Verwandte und Bekannte in frontnahen Ortschaften haben, solchen wie Schtschastja und Staniza Luhanska.
Beide Photos haben wir auf die Karte aufgelegt und mit den Ziffern 1 und 2 den genauen Standort der Aufnahmen markiert.
Beim Vergleich der Bilder von Google.Maps und Yandex.Karten entdeckten wird, dass sich auf dem anliegenden Territorium ebenfalls verschiedenes Militärgerät befindet.
Das Satellitenbild dieser Gegend kann man mit einem Archiv-Bild vom 03.07.2015 vergleichen, das von der Drohne der „Armee SOS“ geschossen wurde und uns von Yuri Kasjanow zur Verfügung gestellt worden ist.
Mit dem grünen Pfeil haben wir das beschädigte Dach eines Gebäudes markiert, über das wir weiter unten sprechen möchten.
Weiter entdeckten wir bei den ortsansässigen Luhansker Söldnern Andrei Iljin und Nikolai Bugajew Sommer-Photos (1, 2) mit Räumen, die bis zur Decke voll mit Munition sind.
Bei näherer Untersuchung von Profilen dieser Söldner wird klar, dass ihre Hauptaufenthaltsorte die Truppenübungsplätze nahe Luhansk und eben diese Industriezone in der Ortschaft Jubilejnoje sind.
Russische militärische URALe neben dem roten Gebäude mit dem beschädigten Dach. Die Söldner auf dem Photo werden zur Arbeit mit den 120 mm Mörsern angeleitet.
Bleiben wir doch bei den zwei Screenshots aus der Gruppe „Lageberichte der Volkswehr“. In einer Twitter-Mitteilung vom 16. Juni 2015 steht: „Der Minsk-Zirkus ist bald zu Ende. Wir sind bereit und wir werden Neurussland befreien“. Später noch auf derselben Seite: „Der Sieg und die Befreiung von Neurussland sind unvermeidlich. Die Volkswehr bereitet sich auf den Kampf vor und häuft Munition in den Depots an“.
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Nachwort
Wir möchten Ihre Aufmerksamkeit darauf richten, dass die Söldner der vereinten russisch-separatistischen Kräfte im Lauf der ganzen Geltungsdauer des „Minsker Abkommens“ Bewaffnung und Militärgerät auf ihnen unterstellten und von ihnen okkupierten Territorien konzentrierten. Aus ihren Erklärungen kann man schlussfolgern, dass Russlands Führung und das Kommando der Bandenformationen gar keine friedliche Regelung der Situation anstrebt. Zur gleichen Zeit haben aber auch ukrainische Geheimdienste keinen einzigen Versuch unternommen, die Bedrohung für nationale Sicherheit zu lokalisieren und grosse Konzentrationsstellen mit Munition der Terroristen zu liquidieren, obwohl die Information dazu öffentlich zugänglich ist.
Dabei demonstrieren russische Söldner ihre Bereitschaft, die angegebenen Arsenale im terroristischen Krieg gegen das ukrainische Volk einzusetzen. Wie würden in einer solchen Situation wohl die Geheimdienste Grossbritanniens, USA, Israels und anderer Länder handeln, würden sie die Depots mit Munition, die sich in einer Industriezone befinden, nicht gleich vernichten, mit Kräften der Spezialeinheiten, oder würden dort die Terroristen ebenfalls frei und unbesorgt ihre Kräfte zwecks weiterer Vernichtung der Infrastruktur und Okkupation neuer Territorien sammeln?
Dieses Material wurde von Vidal Sorokin exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.
CC BY 4.0

