Anonyme Hackergruppe #FF (Falcons Flame) hat InformNapalm ein Datenmassiv zur Verfügung gestellt, das dem Telefon eines Mitarbeiters des Föderalen Strafvollzugsdienstes Russlands entnommen wurde. Die dazugehörige Telefonnummer ist im Rostower Gebiet Russlands registriert.
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Der Wert dieser Information besteht darin, dass der Großteil der Fotos im Telefon vollständige EXIF-Daten enthält, darunter auch das genaue Datum der Fotoaufnahmen. Ausserdem waren im Telefon auch Videos enthalten, die der Mitarbeiter der russischen Spezialabteilung „MANGUST“ des FSIN im Donbass aufgenommen hatte, wo er sich mehrmals auf kurzfristigen Dienstreisen aufhielt.
Alle Fotos und Videos haben wir den Geheimdiensten der Ukraine und den Mitarbeitern von „Myrotworez“ übergeben.
Die Hackergruppe #FF teilte mit, dass sie auch eine Operation zur Feststellung von realen persönlichen Angaben des Objekts durchgeführt hatte, die dank des Abfangens von Information zu einer Postüberweisung bestätigt worden sind.
Im Lauf der Durchführung von Analyse der Angaben und einem zusätzlichen Monitoring der Information wurde festgestellt, dass der Besitzer der Fotos Reichenau Nikolai Wladimirowitsch ist, geb. 17.05.1985. Für seine bescheidene Entlohnung für den Mord an den Ukrainern hat er sich ein Mitsubishi Eclipse mit der Registrierungsnummer p01HE gegönnt (161- Rostower Gebiet).
Den Hackern ist es ebenfalls gelungen, einen Briefwechsel aufzubrechen, in dem Nikolai sich einen gefälschten Stempel für Ehrungsurkunden bestellt. Wahrscheinlich hat er die Ehrungsurkunden später seinen Vorgesetzten als eine Bestätigung für seine „Heldentaten“ im Donbass vorgelegt.
Er benutzt die Rufzeichen „Sturm“ und „Kolowrat“, ist ein Verehrer vom Dritten Reich, was die Fotos belegen, die in seinen Archiven gefunden worden sind.
Wobei bei den Mitarbeitern der Strafvollzugsbehörden Russlands die „römischen Grüße“, Fahnen des Dritten Reichs und sonstige Attribute recht verbreitet sind, man braucht sich nur an den St.Petersburger Nazi aus dem „Rusitsch“-Trupp Alexey Miltschakow zu erinnern, dessen Komplizen als Mitarbeiter der Speznas-Abteilung „Grom“ des Föderalen Dienstes Russlands für Drogenkontrolle identifiziert worden sind, oder die Kämpfer aus der 7. Garde-Luftlandetruppen-Division, die sich an der Operation zur Annexion der Krim beteiligten. Also, im Grossen und Ganzen sind auf den ukrainischen Boden unter den Slogans der „Befreiung der Ukraine von der faschistischen Junta“ die Adepten der hitlerischen Version der „russischen Welt“ gekommen.
Interessant ist auch die Geografie der Orte, an denen das Objekt dieser Untersuchung gewesen ist. Entsprechend den EXIF-Angaben seiner Fotos ist es gelungen, die Chronologie des Aufenthalts des russischen Speznas-Kämpfers Nikolai Reichenau sowohl im Donbass als auch im Vorbereitungscamp im Rostower Gebiet Russlands nachzuverfolgen.
Weiter eine Fotoserie vom 12.05.2015, wo Nikolai wieder in einer Militäreinheit in Russland ist, und zwar beim Training der Spezialabteilung des föderalen Strafvollzugsdienstes.
Die Angaben wurden von den Hackern der ukrainischen Cyberallianz exklusiv an InformNapalm zwecks Analyse und weiteren Veröffentlichung übergeben. Die Redaktion von InformNapalm trägt keine Verantwortung für die Erstquelle und die Herkunft der Angaben.
Ausgangsinformationen wurden uns von der Cybergruppe #FF zur Verfügung gestellt. Die Analyse von Daten und das Video wurden von den Freiwilligen der internationalen Gemeinschaft InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.
CC BY 4.0

