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Identifizierung russischer Einheiten, die an den aktuellen Kämpfen im Donbas beteiligt sind

Identifizierung russischer Einheiten, die an den aktuellen Kämpfen im Donbas beteiligt sind: Bataillon-taktische Gruppen der 106. Luftlandedivision und der 4. Panzerdivision.

Über den Einmarsch einiger russischer bataillon-taktischer Gruppen sowie T-80 Panzern in die Ukraine, die im Raum von Debalzewe gesehen wurden, schrieben vor einigen Tagen verschiedene Quellen, unter anderem auch russische Medien [1] unter Berufung auf OSZE-Beobachter. Interessanterweise taucht auf den Fotos der russischen Fallschirmjäger aus einer bataillon-taktischen Gruppe der 106. Luftlandedivision, auf denen sie seit Dezember 2014 permanent im russischen Gebiet Rostow an der ukrainischen Grenze posieren, auch für Fallschirmjäger untypisches Militärgerät auf, z.B. die besagten T-80 Panzer mit ausradierten Identifikationsnummern.

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Dazu möchten wir anmerken, dass T-80 Panzer nicht so oft bei den russischen Militäreinheiten vorkommen. Damit ist immer noch die 4. Panzerdivision (die sog. Kantemirowska) des westlichen Militärbezirks aus Naro-Fominsk (Gebiet Moskau) ausgerüstet. Das 12. und 13. Regiment dieser Division verfügen über jeweils 90 Einheiten dieses Panzertyps (in naher Zukunft ist es geplant, diese Regiments auf die moderneren T-72 umzurüsten). Dass diese Panzer zur 4. Kantemirowska-Panzerdivision gehören, wird indirekt durch Informationen bestätigt, die wir Ende 2014 erhalten haben („Eine Einheit der Kantemirowska-Division im Gebiet Rostow [9]„).

In diesem Kontext möchten wir an den Beitrag unseres Videomonitoring-Experten Al Gri („Identifizierung der feindlichen Kräfte: T-80 an der Grenze und Tor-M2 in Schachtarsk [10]„) erinnern. In der Videoaufnahme sahen wir einen Konvoi mit russischem Militärgerät, der aus dem russischen Gebiet Rostow in Richtung Ukraine eilt, deutlich zu erkennen sind die besagten T-80, sowie Luftlandepanzer (BMD), mobile Mörser und Flugabwehrpanzer auf der Basis von BMD (http://www.unn.com.ua/ru/news/1428429-sotni-rosiyskikh-tankiv-i-btriv-rushili-do-ukrayinskogo-kordonu), die von uns bereits im Dezember 2014 entdeckt wurden („Das 137. Fallschirmjägerbataillon der 106. Luftlandedivision im Gebiet Rostow [11]„).

Wenn wir all diese Fakten sowie die aktuellen Informationen über mögliche Verluste einer Einsatzgruppe der 106. Luftlandedivision berücksichtigen („Sanja Fröhlich ist nicht mehr so fröhlich [12]„), kommen wir zu dem Schluss, dass mit Stand vom 20. Januar 2015 – zu dem Zeitpunkt als der Konflikt im Donbas erneut eskaliert ist – unter anderem eine bataillon-taktische Gruppe dieser Luftlandedivision in die Ukraine geschickt wurde, verstärkt durch mindestens eine T-80 Panzerkompanie aus der 4. Panzerdivision.

Vermutlich wurden zum jetzigen Zeitpunkt die Fallschirmjäger der 106. Luftlandedivision zum Teil aus Donbas abgezogen und sind ins Feldlager im russischen Gebiet Rostow zurückgekehrt.

 


Irakli Komaxidze  [13]exklusiv für InformNapalm [13]; übersetzt von Olena Köpnick [14]editiert von Irina Schlegel [15]. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich. 

CC BY 4.0