Im Kujbyschew Bezirk der Region Rostow wurden „Urlauber“ aus der 138. Brigade aus Kamenka (Region Leningrad) entdeckt, die dort nicht sein sollten.
Eine Abteilung der 138. selbstständigen motorisierten Schützenbrigade (Einheit № 02511, Kamenka, Leningrader Gebiet) des Westlichen Militärbezirks, die sich auf der „Dienstreise nach Rostow“ befindet, ist derzeit in einem Zeltlager ein paar Dutzend Kilometer von der ukrainischen Grenze südöstlich von Kujbyschewo (Rostower Gebiet) untergebracht. Vermutlich besteht die zusammengesetzte Abteilung aus einer kompanie-taktischen Gruppe, Grenadieren und Versorgungseinheiten unterschiedlicher Art.
An derselben Stelle wurde auch eine Fla-Raketeneinheit aus der 20. selbstständigen motorisierten Schützenbrigade des Südlichen Militärbezirks (Militäreinheit №22220, Wolgograd) registriert.
Die russische Propaganda beteuert, die Soldaten der 138. Brigade seien von „niemandem nirgends entsendet“ worden, aber…
Die Aufregung russischer Medien bezüglich der Entsendung von Truppen der 138. Brigade aus Kamenka (Leningrader Gebiet) folgte unmittelbar nach der Veröffentlichung des Artikels am 22. Januar 2015: „Wehrdienstpflichtige aus Kamenka werden in die Ukraine verlegt“ (deutsch), dessen Informationen von einer Reihe von Medien aufgegriffen wurden.
Am nächsten Tag wurde im Fernsehkanal „Rossia-1“ ein „enthüllender“ Bericht „Mythen aus dem Internet: Fake-Attacke über die Entsendung der russischen Truppen in die Ukraine“ ausgestrahlt, in dem ein russischer Experte, Chefredakteur der Zeitschrift „Nationale Verteidigung“ namens Korotschenko behauptete: „Bei dem Sicherheitsdienst und dem Generalstab der Ukraine wurden Spezialeinheiten gebildet, die Operationen zur Desinformation ausführen. Das Auftauchen der Information über die 138. Brigade im Netz ist die Arbeit der Propagandisten in Uniform„.
In der Reportage wurde auch behauptet, die Redaktion habe den Soldaten Alexander Antonow, der „angeblich“ in die Ukraine entsendet wurde, telefonisch erreicht, und er befinde sich „wie immer“ in Kamenka des Leningrader Gebietes. Dabei wurde sein Profil zusammen mit Fotos aus der „Reise nach Rostow“ (Screenshots) aus dem sozialen Netzwerk „VK“ umgehend entfernt.
Für die Brigade aus Kamenka ist es nicht die erste „Dienstreise nach Rostow“: Im Herbst letzten Jahres wurde die Artillerie der Brigade in den Feldern nahe der Ortschaft Pokrowski im Rostower Gebiet gesichtet (deutsch).
Dieses Material wurde von Irakli Komaxidze speziell für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Andrij Topchan; editiert von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unser Projekt erforderlich.

