Heute wird im Bezirk Petrowski in der Stadt Donezk wieder geschossen, denn die Waffenruhe erstreckt sich nicht auf interne Gruppenkonflikte. Eine der Söldnergruppen (bestehend höchstwahrscheinlich aus lokalen Einwohnern) verübte einen Racheakt, in dem sie die Umgebung eines Ziegelwerks und einer Betonfabrik unter Beschuss genommen hat, vermutlich aus Mörsern 2B9 „Wassiljok“. Dort ist nämlich eine andere Gruppierung stationiert, die gestern das Feuer auf ein ziviles Wohnviertel eröffnet hat.
Wir möchten an die gestrige Provokation erinnern, bei der Zivilisten durch eine „DVR“-Söldnergruppierung vom Gelände der alten Beton- und Ziegelwerke beschossen wurden. Aus denselben Stellungen wurde auch ein ununterbrochener Beschuss der Stellungen ukrainischer Streitkräfte in der Gegend von Marijinka und Krasnohoriwka geführt. Infolge eines Beschusses des Geländes des Bergwerks Nr. 10 „Tschekist“ sind 4 Zivilisten getötet, mehrere Menschen sind verwundet worden (Näheres dazu hier: Aufdeckung von Terroristenprovokationen).
Es ist derzeit eine Konfliktverschärfung unter einzelnen „DVR“-Gruppen zu beobachten, wie auch zwischen ihnen und den regulären Soldaten russischer Streitkräfte. Die Zusammenstöße stehen mit verschiedenen Zielsetzungen und Methoden der Kriegsführung im Zusammenhang. Ortsansässige Separatisten treten immer erbitterter in Konflikt mit den angereisten russischen „Befreiern“.
P.S. Nach der Veröffentlichung dieses Materials haben wir nun weitere Informationen über die Situationsverschärfung im Gebiet Luhansk erhalten. Nach Angaben von Einwohnern haben einige Terroristengruppierungen im Kampf um die Machtverteilung andere konkurrierende Söldnergruppen entweder unter ihre Kontrolle genommen oder vernichtet. So sind von den fünf bekannten Gruppen in Altschewsk nur noch drei aktiv.
Roman Burko für InformNapalm; Bild: Zora Klucnik; übersetzt von Irina Schlegel.
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