Die Nachricht über den grauenvollen Terroranschlag in der französischen Stadt Nizza erschütterte die Weltgemeinschaft. Am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, fuhr ein Lastwagen absichtlich in eine Menge feiernder Menschen auf der berühmten Promenade des Anglais. Nach vorläufigen Angaben sind infolge des Zwischenfalls 84 Menschen gestorben, weitere 75 wurden verletzt.
In den Medien wird bereits behauptet, dass die Verantwortung für diesen Anschlag die terroristische Organisation IS auf sich genommen hat, wobei die Verbindung zwischen dieser Struktur und den russischen Geheimdiensten von den Experten mehrmals zur Sprache gebracht wurde, was durch einige Fakten bestätigt wird.
Wir alle erinnern uns noch daran, wie schadenfroh sich russische Beamte zeigten, als die Tragödie in Brüssel passierte. Das war aber nur die Spitze des Eisbergs. Seine Portion der Schadenfreude gab damals auch das „Aussenministerium“ der Marionettenrepublik „DVR“ ab.
In der englischsprachigen Version der offiziellen Webseite des sogenannten „Aussenministeriums“ haben wir Mitteilungen entdeckt, die mit dem 23. März 2016 datiert sind und in denen in ultimativer Form Forderungen an die EU und USA für die Nichtanerkennung der terroristischen Enklave als einer selbstständigen Republik gestellt werden und die Terroranschläge in Brüssel als ein „Vergeltung- und Racheakt“ dargestellt werden.
Text der Erklärung, die auf der offiziellen Webseite des „DVR-Aussenministeriums“ (Link, Archiv) veröffentlicht wurde:
Leider konnten wir keine russischsprachige Version dieses Textes finden, womöglich wurde sie von den Moskauer Betreuern gelöscht, nach der massiven öffentlichen Resonanz dieses Ereignisses, in der englischsprachigen Version ist sie aber geblieben. Es ist bekannt, dass die offizielle Webseite des „DVR-Aussenministeriums“ sich in der russischen DomainZone befindet und aus Moskau geleitet wird. Zahlreiche Fakten sprechen ausserdem dafür, dass die terroristischen Enklaven von russischen Geheimdiensten betreut werden und ihre Söldner nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Syrien kämpfen.
Zur Auskunft: Die Terroranschläge in Brüssel, und zwar die Explosionen am Brüsseler Flughafen und an der U-Bahn Station „Malbec“ fanden am 22. März 2016 statt. Einige Amtspersonen Russlands haben sich ziemlich eindeutig dazu geäußert und die Situation sogar sarkastisch kommentiert, was einige Theorien über die russische Spur in dieser Tragödie zur Folge hatte. Russische Amtspersonen deuten mit ihren Aussagen an, dass Europa ohne Russland gegen den islamistischen Terror nicht kämpfen kann und dass die Zusammenarbeit mit Russland für Europa unentbehrlich ist. Der russische Präsident hat es unmissverständlich auf der UN-Generalversammlung am 28.09.2015 klar gemacht. Russland hofft, als ein Verbündeter im Kampf gegen den islamistischen Terror wahrgenommen zu werden und somit aus seiner internationalen Verbannung herauszukommen. Tatsache ist aber, dass Russland ein Sponsor des internationalen Terrorismus ist und seine Hände überall mit drin hat. Die Verantwortung für die Terroranschläge in Brüssel hatte der IS auf sich aufgenommen, der ebenfalls Verbindungen mit den russischen Geheimdiensten verdächtigt wird.
Was den Terroranschlag in Nizza angeht, so sollte man anmerken, dass nach Meldungen der russischen Propagandaquellen der Bürgermeister von Nizza und ein Abgeordneter der Nationalen Versammlung von Frankreich Christian Estrosi in der Zeit zwischen dem 26. Februar und 1. März 2016 die okkupierte Krim besuchte, wo er angeblich „erfolgreiche Verhandlungen über die Entwicklung von freundschaftlichen und brüderlichen Beziehungen zwischen Jalta und Nizza“ geführt hatte. Russische Medien nutzten seinen Besuch auch aktiv für ihre Propaganda aus und betonten sogar, dass Estrosi während seines letzten Besuchs in Moskau die Regierung Frankreichs für ihre Weigerung an Russland „Mistrale“ zu liefern scharf kritisierte. Die russische Propaganda behauptet ausserdem, dass Nizzas Bürgermeister angeblich erklärte, dass er die Krim für ein „Territorium der Russischen Föderation“ hält. Folglich könnte Russland auch diesen Terroranschlag dafür nutzen, um mithilfe seiner Lobbyisten in Europa eigene Interessen durchzusetzen.
Zugleich behaupten aber die französischen Quellen, dass der sogenannte „Bürgermeister“ von Jalta Andrei Rostenko in derselben Zeit, zwischen dem 26. Februar und dem 1. März 2016, sich tatsächlich mit Christian Estrosi traf, dies allerdings ganz und gar nicht in Jalta stattfand, sondern in Nizza.
Womöglich sind all diese Fakten und Ereignisse Teil von ein und demselben Puzzle der Moskauer Interessen zur Destabilisierung von EU. Zu diesem Zweck flösst Moskau den Europäern Furcht vor dem IS ein, hinter dessen Rücken Moskauer Strippenzieher stehen.
Roman Burko für InformNapalm; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.
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