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Krieg in Syrien: Russische Reporter geben die Namen von Killer-Piloten preis

Das internationale Team InformNapalm beobachtet sehr aufmerksam das terroristische Vorgehen Russlands in Syrien. Etwas früher haben wir bereits berichtet, dass dank der Reportagen russischer Journalisten wir Angaben zu Piloten erhalten, die Luftangriffe auf syrische Städte verüben.

Da die russische Seite die von ihr angegebenen Aufgaben ihrer militärischen Operation (Kampf mit den Gruppierungen des „Islamischen Staates“) nicht löst, und dabei sogar Raketen- und Bombenangriffe auf friedliche Zivilisten und Wohngegenden ausführt, die von der moderaten Opposition kontrolliert werden, setzen wir unsere eigene Untersuchungen fort und veröffentlichen Angaben zu Luftwaffe-Piloten, die sich an den blutigen Verbrechen des putinschen Regimes beteiligen.

Der türkische Premierminister Achmet Davutoglu erklärte vor ein paar Tagen, dass nur zwei von den 57 Luftangriffen der russischen Luftwaffe in Syrien auf die IS-Stellungen ausgeführt wurden. Das ist ein sehr anschauliches Beispiel dessen, welche Ziele in Wirklichkeit die russische Seite verfolgt, die die Spannung in der Region immer weiter ansteigen lässt.

Viele russische Reporter, die sich nun in Syrien befinden, waren bereits in der Ukraine und haben das Vorgehen der VRSK im Donbass beleuchtet. Gerade aus diesen Reportagen bekamen wir wichtige Informationen – wie aus den zufälligen Versprechungen der Journalisten, so auch aus ihren Videos mit festgehaltener Militärtechnik, taktischen Zeichen und anderen Angaben, die bei der Identifizierung von aktiven russischen Militärangehörigen auf den okkupierten Territorien geholfen haben. Dank ihrer Unprofessionalität (oder vielleicht umgekehrt – der professionellen Sabotage) erfahren wir von den tatsächlichen Schuldigen an diesen Konflikten. Das Wichtigste ist zwischen den Zeilen zu lesen und alle Details zu beachten.

Wenn man berücksichtigt, dass nach der vorangegangenen Veröffentlichung der Angaben zu Luftwaffe-Piloten unserem InformNapalmTeam von den russischen Geheimdiensten mit physischer Gewalt gedroht wurde, haben wir beschlossen nicht stehen zu bleiben. Wir haben keine Angst vor Drohungen, und jeder Bürger von Syrien, Russland und aus jedem anderen Land dieser Welt sollte die Namen derer wissen, die verbrecherische Befehle ausführen und für ein totalitäres Regime töten.

Im Laufe der durchgeführten OSINT-Untersuchungen wurde aufgedeckt, dass sich an den Luftangriffen in Syrien folgende Besatzungsmannschaften und Piloten beteiligen:

– Kapitän Sawin Alexey Anatoljewitsch (geb. 14.01.1979) – Kettenführer. Ausbildung an der Tscheljabinsker „Krasnosnamjennoje“ Flugschule für Navigationsoffiziere, Abschluss 2002. Soziales Netzwerk-Profil: https://vk.com/id3094840 (Archiv: Profil, Archiv: Photo).

SU-24M, Bordnummer 04 „weiss“, Registrierungsnummer RF-90943, gehört zur Bewaffnung der 6980. Garde-Luftwaffenbasis der 1. Kategorie (Einheit Nr. 69806, Tscheljabinsk). Die Fluggruppe ist auf dem Flugplatz Schagol stationiert.

– Kapitän Kriwolapow Konstantin Wladimirowitsch – Steuermann des Jagdbombers SU-24, Einheit Nr. 69806. Abschluss an derselben Hochschule in Tscheljabinsk 2007. Beteiligt sich an den Bombenangriffen auf Syrien (Profil, Archiv: https://archive.is/ix7Hj).

SU-24, Bordnummer 05 „weiss“, Registrierungsnummer RF-90942. 6980. Garde-Luftwaffenbasis der 1. Kategorie, Einheit Nr. 69806 (Tscheljabinsk). Die Kampfgruppe ist auf dem Flugplatz Schagol stationiert.

– Pilot Major Lunew Dmitry Sergejewitsch.

Zum Major Lunew gibt es am wenigsten Informationen. Seine Angaben wurden uns aus den Reportagen der russischen Medien bekannt. Aber es gibt einen interessanten Eintrag auf einem Flug-Forum von 2010, wo der Offizier sich darüber beklagt, dass er die ärztliche Untersuchung womöglich nicht durchkommen wird, und nach einer Möglichkeit sucht, auf eine Flugschule in Europa zu kommen, mit einer Perspektive auf einen Umzug in irgendein europäisches Land. Womöglich ist die Kombination vom Namen und Nachnamen „Dmitry Lunew“ nur ein Zufall, aber in Verbindung mit einem Fliegerberuf ist dieser Fakt doch recht interessant.

Screenshot mit dem Kommentar von Lunew.

– Navigationsoffizier, Oberleutnant Doschenko Denis Sergejewitsch. Abschluss an der Tscheljabinsker Flugschule 2010. 7. Kompanie der Bombenfliegerkräfte.

Oberleutnant Denis Doschenko. Photo aus einem sozialen Netzwerk

Wir rufen zu keiner physischen Gewalt auf, veröffentlichen aber diese Angaben in der Hoffnung, dass es diese Menschen wie auch ihre Kampfgefährten dazu bewegt, anzuhalten und mit allen möglichen Mitteln die verbrecherischen Befehle des Kreml-Regimes zu sabotieren. Wenn von den 57 Luftangriffen nur 2 auf die erklärten Ziele -auf die Infrastruktur der IS-Gruppierungen- ausgeführt wurden, so spricht es nur davon, dass das russische Regime seine Bürger durch Betrug in eine blutige Affäre verwickelt.

Dieses Material wurde von Michail Kusnezow exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.

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