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Küstentruppen der russischen Schwarzmeerflotte bereiten sich auf eine „Außer-Bodenoperation“ in Syrien vor

Russlands Wunsch der Weltgemeinschaft die Legalisierung der Krim-Annexion aufzubinden, zwang den Kreml, sich in das riskante syrische Abenteuer zu stürzen, um dem Recht nachzujagen der Sieger zu werden, über den nicht zu Gericht gesessen wird… Die ersten plumpen Schritte und etliche Fehler der russischen Luftwaffe jedoch, die dutzende syrische Zivilisten und Kämpfer der Freien Syrischen Armee töteten, entfernen Russland immer weiter und weiter von seinem Wunschziel.

Nach zahlreichen Berichten der russischen Medien, mit Berufung auf die Erklärung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, wurde Folgendes betont: „Russische Soldaten werden keine Bodenoperation in Syrien gegen den Islamischen Staat durchführen“ [1]. Und bereits eine Woche später verkündete der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitry Peskow: „Nur durch eine erfolgreiche Bodenoperation wird es möglich sein, die Kämpfer des „Islamischen Staates“ zu besiegen“. Und fügte hinzu, dass die Operation die Regierungstruppen von Baschar al-Assad durchführen müssen.

Wir sind nicht nur einmal davon überzeugt worden, dass den Worten der Regierung der Russischen Föderation und ihren sprechenden Köpfen zu glauben, höchstgradig leichtsinnig ist. Deshalb entschied sich die internationale Gruppe InformNapalm eine vorgehende Untersuchung von öffentlichen Quellen durchzuführen und Hinweise auf eine mögliche Vorbereitung einer Etappe zur Bodenoffensive in Syrien zu finden.

Da die Möglichkeit einer derartigen Operation von der militärischen Führung Russlands rigoros bestritten wird, werden wir den Begriff „Außer-Bodenoperation“ benutzen.

Unterdessen ist auf dem Gebiet der okkupierten Krim die Vorbereitung der Küstentruppen in vollem Gange, womöglich gerade eben für eine Bodenoperation in Syrien.

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Im Zuge der OSINT-Aufklärung wurden auf dem Gebiet der Autonomen Republik Krim Fotos von Militärangehörigen in sandfarbenen Uniformen gefunden. Es wurden ihre Dienstorte ermittelt und festgestellt, dass die Militäreinheit 87714 (das 8. selbstständige Artillerie-Regiment der Küstentruppen der Schwarzmeerflotte) ihre Soldaten aktiv in die neuen Uniform-Modelle einkleidet, die unter der folgenden Adresse zu finden ist: Autonome Republik Krim, Simferopol, Kalinina Straße.

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Dabei haben zwei Militärangehörige der Küstentruppen der russischen Schwarzmeerflotte geholfen:

Interessanterweise wurde im sozialen Netzwerk „Vkontakte“ in die Gruppe, die den Küstentruppen der russischen Schwarzmeerflotte gewidmet ist, von einem der Nutzer ein Foto der sandfarbenen Uniform gepostet und gefragt: “Was ist das für eine Uniform? Und wird sie an alle verteilt?”. Die Administration der Gruppe löschte diesen Post jedoch umgehend.

Man fragt sich, für welche Ziele die russischen Militärangehörigen in Uniformen für ein warmes Klima im September auf der Krim umgezogen werden, denn am 20. Oktober wurde der Übergang zur Winteruniform durchgeführt.

Eine Frage stellt sich noch. Was hält der Vorgesetzte der Küstentruppen, Generalmajor Alexander Ostrikov, geheim und steht es nicht etwa in Verbindung mit weiteren „Cargo-200 aus Syrien auf die Krim“ [6]?

Wir erinnern daran, dass im Laufe der letzten zwei Wochen einige Male Angaben über Verluste bekannt wurden. Anfangs von zehn, später von weiteren 26 Militärangehörigen [7] der 810. selbstständigen Marineinfanteriebrigade der russischen Schwarzmeerflotte, die im okkupierten Sewastopol stationiert ist.

Das Material wurde von Alexander Gvozd exklusiv für InformNapalm [8] vorbereitet; übersetzt von Kateryna Matey [9]. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich. Verbreitung unter Creative-Commons-Lizenz.