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„LifeNews“ bereitet den Boden für neue Provokationen: Casus Belli

InformNapalm berichtet, dass heute, am 1. Februar, der russische propagandistische Sender „LifeNews“ eine überraschende Reportage darüber ausgestrahlt hat, wie im Rostower Gebiet Luftschutzkeller für den Fall vorbereitet werden, dass „Beschüsse vom Territorium der Ukraine“ kommen.

Die Reportage ist unter dem Titel „Nicht unser Krieg“ herausgekommen. In dieser Reportage wird eine feine Vorbereitung des Zuschauers auf den Gedanken geführt, dass „die ukrainischen Geschosse“ auf die Russen fliegen werden. In der Reportage wird betont:

 „nur 3 Kilometer vom Dorf Kujbyschewo (Rostower Gebiet) werden zwischen der Donezker Volkswehr und der ukrainischen Armee heftige Gefechte geführt. Die Entfernung ist kritisch- ein Geschoss aus erstbestem Geschütz kann das Dorf erreichen.“

Haben Sie gerade die Zahl 3 Kilometer in der Reportage gehört?! Das ist eine absichtliche Lüge des russischen TV-Kanals, denn die nächstliegende Stellung der ukrainischen Streitkräfte ist 68 Kilometer Luftlinie von Debalzewe nach Kujbyschewo entfernt. (!)

Wir betonen, dass im Laufe des militärischen Konflikts in der Ukraine die Journalisten des russischen Fernsehsenders „LifeNews“ sich sehr oft im Strudel der Ereignisse aufhielten und nicht nur einmal in der Gegend der Durchführung von Provokationen seitens der Terroristen gesichtet wurden. Dieser Sender ist ein unabdingbarer Bestandteil der informativ-psychologischen Operationen der russischen Terroristen gegen die Ukraine. Des öfteren führt er ein präventives Informationsaufpumpen des Zielpublikums durch, im Laufe dessen der Spannungsgrad bis zu geplanten Gewalt- und Terroraktionen aufgeheizt wird, zu Schuldigen an welchen auch immer die ukrainischen Soldaten erklärt werden.

In diesem Fall sind Spekulationen zum Thema der Beschüsse und sogar Luftangriffe möglich, mit dem Ziel, eine weitere Eskalation des Konflikts herbeizuführen oder unter dem Vorwand der Einführung von „Friedenskräften“ die Anwesenheit der Streitkräfte Russlands im Donbass zu legalisieren zu versuchen.

Es ist wichtig, auch zu solchen Taten des Gegners bereit zu sein.

P.S. Das ist alles nicht ohne Grund. Ich denke, noch 2-3 Tage (genau so eine Dauer wird normalerweise für ein Informationsaufpumpen der Gesellschaft gebraucht) und wir werden eine neue Windung sehen… Wichtig ist, auch zu solch einem Geschehen bereit zu sein. Offensichtlich ist, dass Debalzewe ein sehr erfolgreiches Ablenkungsmanöver ist, darum wird gerade auch das ganze Kanonenfutter in diese Richtung geworfen: die einsatzunfähigsten Söldner aus lokalen Alkoholikern, Drogenabhängigen werden an die vorderste Frontlinie gebracht. Während die russischen terroristischen Streitkräfte die Front in Debalzewe mit Kanonenfutter vollwerfen, bereiten sie gleichzeitig ein anderes Aufmarschgebiet vor. Womöglich ist ihr nächstes Ziel Artemiwsk, obwohl die Imitation einer Angriffsrichtung auch auf Kramatorsk gehen kann, um den ATO-Stab zu desorientieren, und dann auf einer umhüllenden Kurve vom Norden aus anzugreifen.

 

Roman Burko speziell für InformNapalm; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unsere Ressource erforderlich.

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