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MH17: Angaben zum Kommandeur der russischen 53. Fla-Raketenbrigade

Eine neue Etappe in der Suche der Schuldigen am Abschuss der Boeing MH17 und gesteigerte Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft zur Frage der Identifizierung von Kriegsverbrechen bewegte die OSINT-Aufklärer aus verschiedenen Ländern der Welt dazu, neue Angaben, die in der Weite der sozialen Netzwerke gesammelt wurden, publik zu machen.

Während einige OSINT-Gruppen versuchen, das Thema der Aufklärung offener Quellen für sich zu monopolisieren und etwas für „geheim“ zu erklären, was öffentlich zugänglich war, folgen andere Expertenteams, inklusive der internationalen Freiwilligengemeinschaft InformNapalm dem Prinzip der operativen Aufdeckung und breiten Bekanntmachung von Informationen zwecks Verhinderung vom Abtauchen dieser Informationen in die Szene der ausseramtlichen Intrigen und geheimer Spiele der Weltstarken. Nur absolute Offenheit und genaue Vorstellung vom Algorithmus der Untersuchungen kann der Weltöffentlichkeit die Möglichkeit geben, sich von der Durchsichtigkeit der erfassten Fakten selbst zu überzeugen und Bedingungen zur Unabwendbarkeit des Rechts zu erschaffen.

Eine weitere Osint-Untersuchung, die von Nikolai Mahno [1] vorbereitet wurde, deckt Angaben zum Kommandeur der 53. Fla-Raketenbrigade (Militäreinheit Nr. 32406, Kursk, Russland) auf, deren Militärangehörige, nach einer Version der Ermittlergruppe [2], in den Mord an den Passagieren von MH17 verwickelt sein könnten. 

Verschlossene Berichte und die Anonymisierung der Information geben keine Möglichkeit, öffentlichen Druck auf die unmittelbaren Auftraggeber und Ausführer von Kriegsverbrechen auszuüben. Es ist wichtig, offene Gesichter, persönliche Angaben und Biographie-Einzelheiten jeden einzelnen Untersuchungsobjekts aufzubewahren. Russische Geheimdienste sind im Stande, jegliche Information zum Objekt aus dem Netz zu entfernen, so wie sie auch im Stande sind, jeden Ausführer physisch zu liquidieren, aber die Angaben zu jedem von ihnen müssen für die Geschichte zumindest in Form der Screenshots, Photos und Archive erhalten bleiben.

Persönliche Angaben: 
Oberst Sergei Borisowitsch Mutschkajew, 39 Jahre, führt als seine Heimatstadt die Stadt Tschebarkul (Tscheljabinsker Gebiet) an, auch wird von ihm die Stadt Naro-Fominsk (Moskauer Gebiet) erwähnt, womöglich ist es die Stadt seines vorigen Arbeitsplatzes oder sein ehemaliger Wohnort. 1997 schloss er die Fla-Raketenhochschule in Sankt-Peterburg ab.

Öffentlich zugänglich ist zudem die offizielle Erwähnung des Oberst Sergei Mutschkajew auf der offiziellen Webseite des Verteidigungsministeriums Russlands im Abschnitt zur 53. Fla-Raketenbrigade des Westlichen Militärbezirks. Dort wird auch angegeben, dass Oberst Sergei Mutschkajew ein Kommandeur der 53. Fla-Raketenbrigade seit 2013 und bis heute ist, was sich in den Zeitrahmen der MH17-Tragödie einfügen lässt.

2 [7]

Auch wurden mehrere Erwähnungen von Obert Mutschkajew im Zusammenhang mit folgenden Ereignissen gefunden:

Im Netz verhält sich der Oberst sehr vorsichtig und postet keine „Kampfphotos“, aber im Lauf der Untersuchung gelang es uns festzustellen, dass zu seinem Freundeskreis hauptsächlich die Luftabwehr-Soldaten des mittleren Ranges gehören. Auch besitzen wir eine Liste mit Angaben zu seinen Nahestehenden, von denen am interessantesten die Mutter ist, die als ihren früheren Arbeitsplatz bescheiden den „KGB“ angibt.

Womöglich sollte die Ermittlergruppe bereits heute Anfragen an die russische Seite verschicken, bezüglich Gewährung einer Möglichkeit zur Vernehmung des Kommandos und der Militärangehörigen dieser Brigade hinsichtlich ihrer Beteiligung an der MH17-Tragödie.

Dieses Material wurde von Nikolay Mahno [1] und Roman Burko [23] exklusiv für InformNapalm [24] vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel [25]. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich. 

CC BY 4.0