Außer Resonanzuntersuchungen gibt es im Arsenal von InformNapalm auch bescheidenere Beobachtungen von russischer Militärpräsenz in der Ukraine. Trotz der Bescheidenheit dieser Belege fühlen wir uns verpflichtet, einen jeden solchen Fakt bekanntzumachen und die Informationen auch weiterhin an unsere Kollegen aus dem „Myrotworez“-Zentrum weiterzureichen, damit diese Angaben über russische Okkupanten in ihre Datenbank eingetragen werden können.
Im Laufe einer OSINT-Aufklärung von russischen sozialen Netzwerken wurde das Profil eines gewissen Igor Markin entdeckt (https://vk.com/id63058170, Archiv: https://archive.is/ysFup), der Militärangehöriger und Zeitsoldat der 7. russischen Okkupationsmilitärbasis ist (ME 09332, okkupiertes Abchasien, Georgien).
Laut den Angaben im Profil von I.Markin leistete er 2012-2013 seinen Grundwehrdienst in der 50. Brigade für den operativen Einsatz der Innentruppen des Innenministeriums Russlands. Seit Ende 2013 dient er unter Vertrag bei der 7. russischen Okkupationsmilitärbasis in der Stadt Gudauta (Abchasien, Georgien) des Südlichen Militärbezirks Russlands. Im Frühling 2014 hatte er im Bestand einer bataillon-taktischen Kampfgruppe des 7. Stützpunktes eine Fortgeschrittenenausbildung auf dem Truppenübungsplatz Aschuluk des Gebiets Astrachan Russlands abgeschlossen, von dem aus seine Abteilung in der zweiten Sommerhälfte in den Donbas verlegt wurde, was auch durch das Gruppenfoto aus dem Profil von Markin vom September 2014 belegt wird, auf dem russische Militärangehörige bei ihrem Versuch, sich als Söldner zu verkleiden, etwas übertreiben. Man sollte anmerken, dass nach unseren Beobachtungen die „Volkswehr“-Söldner immer wie aus dem Ei gepellt sind (im Unterschied zu russischen Militärangehörigen): immer in einer neuen Uniform, wogegen die russischen Soldaten wie Obdachlose aussehen.
Zum jetzigen Zeitpunkt befindet sich I. Markin im Urlaub, nach dem er zu seinem Dienst in der bataillon-taktischen Gruppe des 7. Stützpunktes zurückkehren wird, dessen Feldlager sich gerade im russischen Gebiet Rostow befindet, in unmittelbarer Nähe zur ukrainischen Grenze, von wo aus in für die Marionettenregime der „DVR/LVR“ kritischen Momenten Raubzüge in den Donbas ausgeführt werden, was wir mehrmals beobachteten. Die Fakten der Hinzuziehung von Abteilungen des 7. Stützpunktes zu „ukrainischen Dienstreisen“ wurden von InformNapalm sowie anderen Medien mehrmals zur Sprache gebracht. Eine der skandalösesten russischen Untersuchung der Kriegsbeteiligung von Militärangehörigen der ME 09332 wurde der Artikel der russischen Quelle „RBK“ vom 3.02.2015, in dem Angaben unseres Projekts verwendet wurden, siehe „Dienst wider Willen: wie Wehrpflichtigen ein Vertrag und eine Reise nach Rostow aufgedrängt werden“.
Unter folgenden Links finden Sie in chronologischer Reihenfolge unsere Artikel zu „ukrainischen Dienstreisen“ der 7. Militärbasis:
- „Kampfbesatzungen der Selbstfahrlafetten „Akazija“ des 7. Stützpunktes, die in den Wäldern entlang der ukrainischen Grenze Partisanen spielen“; Oktober 2014; (englisch)
- „Donezker Express“: Identifizierung von russischer Technik und Bewaffnung, die in den Donbas verlegt werden“, Oktober 2014; (russisch)
- „Interne“: Medizinische Abteilung des 7. Stützpunktes aus Abchasien an der Grenze zur Ukraine“, 13. Oktober 2014; (englisch)
- „Raketenartillerie des 7. russischen Okkupationsstützpunktes aus Abchasien an der Grenze zum Donbas“, Dezember 2014; (deutsch)
- „Aus dem „Mandarinen-Paradies“ in die ukrainische Hölle“: Wie die russischen Zeitsoldaten „freiwillig-obligatorisch“ gesandt werden, die Ukrainer zu töten“, 4. Februar 2015; (deutsch)
- „Russische Medaillen und russische Journalisten bestätigen Monate alte Informationen von InformNapalm“, 3. März 2015; (deutsch)
- „Fließband der „höflichen Menschen“ für „höfliche“ Armee Russlands“, 8. März 2015; (deutsch)
- „Der tapfere Michos – ein Aufklärer des 7. Stützpunktes, Träger der „Für Tapferkeit“-Medaille“, 18. März 2015; (russisch)
- „Neue Medaillenträger aus dem 7. Okkupationsstützpunkt in Abchasien“, 14. Mai 2015; (deutsch)
Dieses Material wurde von Irakli Komaxidze exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unser Projekt erforderlich.
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