Die Vergeltung: Ein russischer Zeitsoldat, Veteran der „ukrainischen Dienstreise 2014“, der 2015 von InformNapalm identifiziert worden war, starb kürzlich infolge eines Autounfalls in seiner Heimatstadt.
In den Publikationen von InformNapalm wurde mehrmals vermerkt, dass früher oder später die russischen Kriegsverbrecher, die sich an niederträchtigen unerklärten Kriegen beteiligten, von Vergeltung eingeholt werden. Im November 2014 hatten wir die russischen Invasoren aus der sogenannten 15. „Friedensbrigade“ der Streitkräfte Russlands identifiziert, die im Donbas am Krieg beteiligt waren – einige Zeit später wurde aus den sozialen Netzwerken über die Kampfverluste der „Friedensstifter“ bekannt. Dasselbe Schicksal musste auch ein Objekt unserer Untersuchung aus 2015 erfahren, in der russische Militärangehörige aus der 18. motorisierten Schützenbrigade des Südlichen Militärbezirks Russlands identifiziert worden waren, die im Sommer-Herbst 2014 im Donbas kämpften. Selbst wenn der Tod des von uns identifizierten russischen Soldaten zu keinen Kampfverlusten hinzugezählt werden kann, besitzt er doch einen gewissen Symbolismus.
Seit dem 1. Mai 2017 erscheinen in den sozialen Netzwerken Einträge zum Gedenken an einen gewissen Wiktor Awschinow, der in einer früheren Untersuchung von InformNapalm figurierte. Unter den Trauernden gibt es einige seiner Dienstkollegen ( 1, 2, 3 ) und Nahestehenden ( 4, 5, 6, 7, 8 ). Es gibt nicht viele Kommentare zu seinem Tod, laut einem jedoch war die Ursache seines Todes ein Autounfall, der sich am 30. April 2017 in seiner Heimatstadt Chanty-Mansijsk ereignete.
2015 entdeckten wird im Fotoalbum von Awschinow einige Bilder der Aufklärer aus der 18. SMSBr, getarnt als „Neurusslands“ Söldner. Anhand dieser Bilder führten wir eine detaillierte Untersuchung durch. Unter anderem war es uns gelungen, eine Gruppe russischer Militärangehörige aus der 18. SMSBr zu identifizieren (Militäreinheit 27777, Chankala und Kalinowskaja, Tschetschenien; 58. Armee des Heeres; Südlicher Militärbezirk Russlands; wird gerade in ein motorisiertes Schützenregiment im Bestand der neuen 42. motorisierten Schützendivision umgegliedert), die eine „ukrainische Dienstreise 2014“ durchlaufen hatten. Einzelheiten lesen Sie bitte hier: „Putins Eleven“: Selfie-Aufklärer der 18. SMSBr im Donbas“.
Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass nach unserer entlarvenden Publikation 2015 das Profil von W.Awschinow aus dem sozialen Netzwerk entfernt worden war. Obwohl kurz darauf er mit neuen Profilen unter anderen Namen aufgetaucht ist: bei VK (archiviertes Profil, Album, Kontakte) und OK (archiviertes Profil, Album, Kontakte). Unter den Kontakten in diesen Profilen gibt es viele russische Militärangehörige, die in Syrien und im Donbas gesichtet wurden, darunter auch seine Dienstkollegen aus der 18. Brigade. Im Netz gibt es noch ein paar inaktive Profile (2009 und 2014) von Awschinow.
Laut Meldungen der lokalen Medien vom 1. Mai 2017
Trotz der Tatsache, dass russische Medien den Namen des infolge des Unfalls Verstorbenen nicht erwähnen, stimmen die Angaben – Alter, Ort und Todesdatum – mit den ganzen Posts zum Andenken an W.Awschinow überein.
P.S. Was unsere damalige Untersuchung „Putin’s Eleven“ angeht, so hatten unsere Freiwilligen damals ein Video erstellt, das mit dem „Trauermarsch“ von Frederik Chopin vertont wurde. Interessanterweise beginnt die musikalische Begleitung bei 0:24 Sekunden – exakt bei der Erwähnung des ersten Objekts unserer Untersuchung, Wiktor Awschinow. … Zufall?
Also, wenn selbst ein eingefleischter Berufssoldat und Veteran der russischen Streitkräfte, der nicht in bloß einem Krieg gewesen ist, von Vergeltung eingeholt wurde, so kann es jedem anderen auch widerfahren. Das Fazit ist ziemlich simpel: Herrschaften Okkupanten, bleibt lieber zuhause!
Dieses Material wurde auf der Basis eigener OSINT-Untersuchung von Irakli Komakhidze und Al Gri exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Titelbild: Lukyan Turezky.
Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich (Creative Commons — Attribution 4.0 International — CC BY 4.0 )
Wir rufen unsere Leser dazu auf, unsere Publikationen aktiver in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Das Verbreiten der Untersuchungen in der Öffentlichkeit kann den Verlauf von Informationskampagnen und Kampfhandlungen tatsächlich brechen.
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