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Offenbarung eines Söldners aus Tatarstan, der im Donbass kämpft.

„Am 8. Februar haben wir 7 Panzer inklusive Besatzung verloren. Sind ca. 30 Menschen aus unserem Bataillon gefallen. Und ein Bataillon – das sind vier Kompanien mit 32 Menschen jeweils,“- schüttete sein Herz ein Söldner aus Tatarstan aus, der im Donbass kämpft.

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Das gestrige Material „Debalzewe als ein Pyrrhussieg für russische terroristische Streitkräfte“ [5]wurde mit einigen Ausnahmen von unseren Lesern verstanden und akzeptiert. Wobei es auch negative Kommentare gab: „Warum habt Ihr es gern, beschissene Situationen zu verschönern? Sagt doch einfach: die Lage ist saubeschissen,“ – klingt nicht nach Verzweiflung, eher nach einer Provokation zur Panikverbreitung.

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Nicht nur wir haben vermerkt, dass die ukrainische Armee und die Nationalgarde durch ihr gekonntes Vorgehen in den Schlachten um Debalzewe den russischen terroristischen Streitkräften grossen Schaden zugefügt haben. Im Netz schwirren einige Bilder und Videoaufnahmen, die die letzten Ereignisse wiedergeben, manche davon sind von uns veröffentlicht worden.

Trotzdem ist es interessant, Ähnliches in den Offenbarungen der „neurussischen“ Söldner zu sehen. Natürlich wird man auf zentralen TV-Kanälen Russlands nichts davon berichten, aber in der regionalen russischen Presse kommt so etwas von Zeit zu Zeit durch.

Am 17. Februar wurde auf einer tatarischen Ressource „Tschelny LTD“ [7] der Artikel von Sergei Rodatschew „In unserem Bataillon sind 30 Menschen gefallen“ veröffentlicht, wo ein Interview mit einem 45-jährigen Einwohner der Stadt Nabereschnyje Tschelny präsentiert wird, einem gewissen Stanislaw Starorusskij, der in Luhansk bei der „Volkswehr“ als Panzersoldat in Einsatz war.

Wir führen einen Ausschnitt dieses Interviews an:
„- Wir sind erst am 14. Februar von der vordersten Linie zurückgekehrt. Waren da ein Monat lang. Als wir dahingekommen sind, gab es einen ununterbrochenen Artillerie- und Mörserbeschuss. Von den 11 Menschen, die sich auf der Stellung befanden, sind 3 gefallen und 7 sind verwundet worden. Von der anderen Seite hat man aus allen Arten der Waffen geschossen. Und Panzer haben sie mehr, modernere, mit Nachtsicht, mit Infrarot-Visiereinrichtung. Und eine Kampfdrohne fliegt auch permanent drüber. Also wissen sie alles über uns. Und lokale Einwohner laufen auch durch die Blockposten ständig hin- und her, und man weiss nicht, wer von ihnen denn jetzt ein Gönner und wer nicht ist.“

„Am 8. Februar haben wir 7 Panzer mitsamt Besatzung verloren. Ca. 30 Menschen aus unserem Bataillon sind gefallen. Und ein Bataillon – das sind 4 Kompanien mit 32 Menschen jeweils. Nun hat man nach Debalzewe Besatzungen ohne die Panzer – also, Infanterie, bewaffnet mit Maschinenpistolen und Pistolen, geschickt“.

Den vollständigen Artikel „In unserem Bataillon sind 30 Menschen gefallen“ können Sie unter folgendem Link nachlesen (auf Russisch) [8]. Wegen der bestehenden Möglichkeit von Löschung des Artikels fügen wir diesem Artikel Screenshots des Interviews bei:

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Dieses Material wurde von Irakli Komaxidze [12] speziell für InformNapalm [13] vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel [14]. Es wurden thematische Photos von „FotoNews“ [15] verwendet: Wuhlehirsk, erste Hälfte vom Februar 2015. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unsere Ressource erforderlich.