Auf der Webseite der Partisanen aus der „Donbass-Befreiungsfront“-Bewegung erschien heute eine Mitteilung, dass die Jungs den 240-mm mobilen Mörser 2S4 „Tjulpan“ ausser Gefecht gesetzt haben.
Wir haben beschlossen, die Einzelheiten dieses Vorfalls bei einem der Teilnehmer der Partisaneneinheit auf dem okkupierten Territorium zu erfahren. Genau seine erste Videoansprache im Namen der Donbass-Partisanen hatten wir zuvor auf dem Youtube-Kanal von InformNapalm veröffentlicht. Sein Rufzeichen ist Turkenitsch (nach Analogie mit „Der Jungen Garde“). Dieser junge Mann hat sein ganzes Leben im Donbass verbracht und sich nun nicht damit abfinden können, dass die russischen Söldner seine Heimatstadt okkupiert und diese aus einem bedeutenden Industriezentrum der Ukraine in eine Sperr-, Zerrrüttungs- und Terrorzone verwandelt haben.
Weiter führen wir den vollständigen Kommentar von Turkenitsch an, den er uns auf unsere Bitte hin abgegeben hat, über die heutige Operation Näheres zu erzählen (aber nur, was man erzählen darf).
„Was soll ich sagen. Wir haben bemerkt, dass die Söldner angefangen haben, ihre Technik in der Gegend herumzubewegen. Mal sich von den westlichen Rändern entfernend, mal wieder dahin zurückkehrend. Heute Nacht ist in Richtung des Dorfes Trudiwske eine Diesellokomotive mit vier Güterwagen gegangen. Die Wahrscheinlichkeit von Munitionsnachschub als hoch eingeschätzt, haben wir beschlossen, die Bahnweiche in der Gegend von Brikettfabrik tagsüber auseinanderzunehmen. Hat geklappt! Wobei wir noch vier Wachmänner „auseinandernehmen“ mussten… Das Witzige ist, dass das Gerücht, das hier in der Gegend verbreitet wird, ungefähr so klingt: „Die ausgehungerten ukrainischen Soldaten haben die Bahnweichen für Altmetall mitgenommen“. Als Resultat ist in Trudiwske eine Kleinlokomotive mit vier Güterwagen eingesperrt geblieben. Hab‘ gehört, dass unsere Freunde aus der Armee diese unter Beschuss genommen haben“.
Wenn man bedenkt, dass die Kämpfe um den Flughafen viel erbitterter geworden sind, mussten wir die Partisanen auch über diese Richtung ausfragen. Turkenitsch sagte Folgendes:
„Was wir gemacht haben, als der Kampf um den Flughafen stattfand? Haben ein wenig die ATO-Artillerie ausgerichtet, waren ein wenig aktiv. Auf das Geschenk, das wir vor kurzem hinterlassen hatten, ist zufällig ein „Tjulpan“ der Affen gestossen. Haben unsere Freunde aus der Armee gebeten, den Technikern aus Russland bei seinem Demontieren für Altmetall zu „helfen“. Leider hat die OSZE zu dem Zeitpunkt ihre schwarze Brille endlich abgenommen und die Beschüsse der Zivilistenvierteln durch Affen anerkannt. Den Freunden wurde verboten zu schiessen – „Tjulpan“ wurde auf einem Tieflader weggebracht. Aber wir sind froh, dass wenigstens eine Einheit nicht umsonst ein weiteres Mal am Flughafen gearbeitet hat“.
Wir warten auf neue Einzelheiten von den Soldaten der Zweiten Front – der „Donbass-Befreiungsfront“ – und wünschen ihnen Glück und Sieg.
Roman Burko für InformNapalm; übersetzt von Irina Schlegel

