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Peskows Schnurrbart brennt: InformNapalm legt Angaben zu weiteren Piloten der russischen Luftwaffe offen, die sich am Krieg in Syrien beteiligen

Das internationale Team InformNapalm setzt die ultimative Publikationsreihe fort, die mit der Veröffentlichung aller gesammelten Angaben zu Piloten der Luftwaffe Russlands verbunden ist, die verbrecherische Befehle ausführen und Luftangriffe auf syrische Zivilisten und die moderate syrische Opposition verüben.

Unsere Vorgehensweise hat eine regelrechte Explosion in den russischen Massenmedien ausgelöst und den Pressesekretär des russischen Präsidenten Dmitry Peskow zu ungeschickten Erklärungen [1] über die „Geheimdienste, die sich mit der Frage der Sicherheitsgewährleistung für die Piloten beschäftigen“ bewegt. Auch wurde das russische Internet-Segment durch die Übersetzung der Artikel auf Arabisch [2] sehr erschrocken.

Wir erinnern, dass unser Ultimatum die Beendigung der Verbrechen von kreml-terroristischen Kräften in der Ukraine und ausserhalb dieser fordert. Und die Veröffentlichung der Angaben zu jedem einzelnen Piloten hängt mit dem Verstoss gegen die Waffenruhe im Donbass seitens der russischen Terroristen zusammen.

Unter diesem Link [3] können Sie sich mit allen Materialien zum Thema des Konflikts in Syrien bekanntmachen.

Am 17-18. Oktober 2015 haben die russisch-terroristischen Kräfte eine Reihe von provokativen Beschüssen im Raum von Peski (Donezker Gebiet) ausgeführt, infolge derer ein Militärangehöriger der Streitkräfte der Ukraine getötet wurde. Als Gegenleistung für diesen Verstoss veröffentlichen wir nun Angaben zum Navigator des Jagdbombers SU-24M (Bordnummer 16-“weiß“) der 6980. Luftwaffenbasis.

Über die Beteiligung des Jagdbombers 16-“weiß“ an den Strafexpeditionen gegen das syrische Volk haben wir aus der RT-Reportage [4] erfahren.

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Die Angaben zur Besatzungsmannschaft dieses Flugzeugs zu finden hat uns das Video des TV-Kanals „Zwezda“ [6] (dt. „Stern“) mit seiner Reportage über die Manöver der Piloten der 6980. Garde-Luftwaffenbasis geholfen.

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Im Video gibt Anton Schulga ein Interview an den Journalisten vor dem Hintergrund eines SU-24 mit der Bordnummer 10,18 oder 16. Festzustellen, dass Anton Schulga (geb. 18.02.1989, Schulabschluss in Tscheljabinsk, Tscheljabinsker Flugschule-Abschluss 2011) sich an der Strafexpedition in Syrien beteiligt, und indirekt zu bestätigen, dass er der Navigator des Luftfahrzeugs Nr.16 ist, haben uns die Freiwilligen aus dem „Myrotworez“ [8]-Zentrum geholfen (Besonderer Dank an den Mitarbeiter des Zentrums mit dem Rufzeichen „Shurf“).

Im Laufe der Sammlung und Analyse der Information entdeckten wir, dass Anton Schulga all seine Angaben im Internet vor dem Einsatz in Syrien gelöscht hatte. Aber seine eigene Frau hat ihm ein Bein gestellt. Sie wollte zwar ihr Bestes tun, ist aber dadurch in unser Blickfeld geraten. Dank ihren Bemühungen haben wir die Hauptinformation zu ihrem Ehemann-Kriegsverbrecher bekommen. Wir hatten nämlich keine Photos von Anton Schulga in Syrien, nur auf dem Flugplatz Schagol nahe Tscheljabinsk. Daher waren wir nicht zu 100% sicher, dass er tatsächlich in den Nahen Osten abgeflogen war. Aber Anastasia Schulga hat all unsere Zweifel gelöst. Ende September hatte sie plötzlich alle Photos mit ihrem Mann in ihrem Blog gelöscht – genau zu dem Zeitpunkt, als die Beförderung der russischen Luftwaffe nach Syrien begann [9] (auf dem ersten Screenshot- ihre Photos vom 25. September, auf dem zweiten- vom 17. Oktober. Die gelöschten Photos sind rotmarkiert). Das schien ihr nicht genug zu sein, und sie hat ihren Nachnamen im Blog gewechselt. So haben wir ihren Mädchennamen erfahren und dank diesem – ihren vorigen Wohnort in Belarus und das Geburtsdatum, ferner konnten wir uns überzeugen, dass das Photo mit dem Ehemann nicht umsonst verschwunden war. Die sorgfältig von Anastasia zusammengesammelten Hochzeitsphotos gaben uns eine Menge Information über die Familie ihres Mannes wie auch über ihn selbst.

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Warum Schulga unserer Meinung nach der Navigator des Jagdbombers Nr.16 ist:

– die Ehefrau von Schulga hat Ende September, während der Beförderung russischer Luftwaffe nach Syrien, alle Photos mit ihrem Ehemann aus ihrem Blog gelöscht (erster Versuch Spuren zu verwischen), später wechselte sie ihren Nachnamen zu ihrem Mädchennamen (zweiter Versuch);

– an der syrischen Operation beteiligen sich SU-24M Nr. 04-“weiß“, 05-“weiß“, 08-“weiß“, 16-“weiß“, 25-“weiß“, 26-“weiß“, 71-“weiß“; SU-24M2 Nr. 72-“weiß“, 74-“weiß“, 76-“weiß“. Also schliessen wir die Nr. 10 und 18 aus unserer Liste aus.

Auch möchten wir ein Beispiel anführen, warum das Verteidigungsministerium Russlands lügt, wenn es behauptet, dass die Luftangriffe auf die IS-Stellungen ausgeführt werden und nicht auf die Opposition. Nach einer Analyse des Videos vom TV-Kanal Rossija-24 [13] haben wir interessante Angaben aufgedeckt (ab Minute 01:27). Da sieht man eine Karte, wo die Luftangriffsstellen der SU-24M im Raum von El-Latamna, Telbis und Er Rastan markiert sind. Im selben Video sieht man, dass an den nächtlichen Luftangriffen am 01. Oktober die Jagdbomber Nr. 05 und 26-“weiß“ von der 6980. Luftwaffenbasis beteiligt waren. Wir erinnern, dass die Angaben zu Besatzungsmannschaften dieser Luftfahrzeuge in vorigen Artikeln von InformNapalm bereitgestellt wurden [3].

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Weiter haben wir die Luftangriffsstellen mit der interaktiven Karte des Bürgerkrieges in Syrien [15] verglichen (Rot sind die Regierungskräfte Syriens markiert, Grün – die moderate Opposition Syriens). Wie man sieht, wurden die SU-24M Luftangriffe am 1. Oktober auf die Städte ausgeführt, die von der moderaten syrischen Opposition kontrolliert werden.

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Nun nehmen wir mal das Video des TV-Kanals WGTRK [18] mit der Reportage, die den nächtlichen Luftangriffen am 1. Oktober gewidmet ist, zur Hand. Hier sehen wir den Jagdbomber Nr.16, der die Strafangriffe auf El-Latamna, Telbis und Er Rastan ausführte.

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Somit wird bestätigt, dass die Besatzungsmannschaft des Jagdbombers Nr.16 an den Bombardierungen der friedlichen syrischen Einwohner mitgewirkt hat und seine Piloten Kriegsverbrecher sind.

Dem Militärkommando der Russischen Föderation möchten wir nahelegen, dass jedes Kriegsverbrechen wie in Syrien so auch in Donbass eine asymmetrische Antwort unsererseits nach sich ziehen wird.

InformNapalmTeam [20]Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich. Verbreitung unter Creative-Commons-Lizenz.