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Rotation der russischen Soldaten: Donbass-Syrien, Syrien-Donbass

[1]Nach Angaben des Militärnachrichtendienstes der Ukraine per 11.02.2017 werden in Russland erneut Militärangehörige für den Dienst in den Reihen der Besatzertruppen im Donbass rekrutiert.

Es wird vermerkt, dass bei der Auswahl von Soldaten solche Militärangehörige bevorzugt werden, die sich schon an Kampfhandlungen beteiligt haben, darunter auch in Syrien.

 

Die internationale Aufklärungsgemeinschaft InformNapalm schrieb bereits über 16 Truppenverbände der Streitkräfte Russlands, deren Kaderbestand in den Kampfhandlungen sowohl im ukrainischen Donbass, als auch in Syrien registriert wurde.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben wir festgestellt, dass auf den ukrainischen und syrischen „Dienstreisen“ Militärangehörige folgender Truppenverbände gewesen sind:

In nachfolgender Untersuchung erzählen wir noch ein paar weitere Fakten über die Teilnahme russischer Militärangehöriger an internationalen Konflikten.

Noch Anfang 2016 ist bei der Analyse russischer Präsenz in Syrien ein russischer Militärangehöriger ins Blickfeld von InformNapalm geraten: Stanislav Mamoschin [18], geb. 17.01.1986 in Krasnodar (Russland).

Die Fotos wurden im Mai 2016 hochgeladen und später gelöscht.

[19]   [20]

Einige Bilder lassen viel über den Alltag der russischen Streitkräfte auf der russischen Militärbasis in Syrien Hmeimim erkennen:

[21]  [22]

Aus einem anderen Profil von Mamoschin [23] haben wir die Information über seinen Dienst in Maikop in der Zeit zwischen 2004 und 2014 erfahren, und zwar bei der 573. selbstständigen Aufklärung-Artilleriedivision (Einheit 55030).

[24]

Im Januar 2017 hat Mamoschin Fotos mit dem Kommentar „Abchasien 2014“ hochgeladen [25], was auf seinen Militärdienst im Bestand der russischen 7. Militärbasis im okkupierten Abchasien hinweist.

[26]   [27]

Früher schrieben wir bereits Artikel über die Abenteuer und Verbrechen der russischen Militärangehörigen in Abchasien, darunter auch über den Aufklärer Sergei Finogin [28].

Wie ein echter Sammler der Fotos aus militärischen Konflikten hat Mamoschin auch ein Foto aus dem Donbass [29] gepostet:

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[31]Die Geolokalisierung des Fotos weist auf das Depot Donezk-Sewernij [32] hin. Indirekt bestätigt es auch die Lackier- und Trockenkammer des Zugs (Foto oben), vor welcher der russische Militärangehörige sich ablichten ließ.

 

 

Trotz des Veröffentlichungsdatums des Fotos (Januar 2017) können wir nicht behaupten, dass der Militärangehörige sich direkt nach [dem Einsatz in] Syrien auf den Weg in den Donbass machte. Womöglich wurde das Foto auch früher gemacht – in 2015, als unter den russischen Besatzern in der Konfliktzone weiße Armbänder zur Identifizierung „eigener“ Kämpfer üblich waren.

Trotz der Angaben des ukrainischen Militärnachrichtendienstes über die Verlegung von russischen Militärangehörigen mit syrischer Kampferfahrung in den Donbass, ist ihre Anwesenheit auf den besetzten Territorien noch nicht aufgedeckt worden. Obwohl wir den umgekehrten Prozeß – zunächst Kampfhandlungen im Donbass und dann die Verlegung nach Syrien – schon öfter festgehalten haben. Nicht auszuschließen ist auch, dass die Bestätigung für die umgekehrte Verlegung in der Zukunft noch kommen wird, im Lauf des Monitorings von sozialen Netzwerkprofilen russischer Militärangehörige.


Das Material wurde von Victory Krm [33] exklusiv für InformNapalm [34] vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. [35] Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.

(Creative Commons — Attribution 4.0 International — CC BY 4.0 [36] )

Wir rufen unsere Leser dazu auf, unsere Publikationen aktiver in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Das Verbreiten der Untersuchungen in der Öffentlichkeit kann den Verlauf von Informationskampagnen und Kampfhandlungen tatsächlich brechen.