Im Zusammenhang mit erneuten Verletzungen der Waffenruhe im Donbass durch russische Söldner sowie Bomben- und Lenkwaffenangriffe der russischen Luftstreitkräfte gegen zivile Objekte in Syrien setzt die internationale Freiwilligengemeinschaft InformNapalm Veröffentlichungen von Informationen fort, welche die offizielle Luftoperation und die inoffizielle Bodenoperation der russischen Streitkräfte in Syrien betreffen.
Unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Terror erzeugt Russland weiterhin Spannungen im Nahen Osten, die zu noch mehr Flüchtlingen in Richtung EU führen und für eine sowohl wirtschaftlich als auch sozial und politisch aufgeheizte Situation in der Region sorgen.
Im Rahmen von OSINT-Untersuchungen von InformNapalm wurde festgestellt, dass die Mitarbeiter der russischen Geheimdienste häufig die Taktik verfolgen, jegliche Spuren des Aufenthalts eigener Truppen jenseits der Luftwaffenbasis „Hmejmim“ in Latakia zu verbergen. Dies ergibt sich zwangsläufig, denn das Vorhandensein anderer „geheimer“ Stützpunkte der russischen Streitkräfte in Syrien und Kampfhandlungen in anderen syrischen Provinzen gehen über die offizielle Position und Verlautbarungen Moskaus hinaus.
Insbesondere wurde vor Kurzem registriert, dass das private VK-Profil eines Soldaten der 336. Selbständigen Marineinfanteriebrigade der Baltischen Flotte aus der Stadt Baltijsk kurzfristig gelöscht wurde. Der Militärangehörige Aleksandr Serdjukow wurde am 05.09.1992 in Elista geboren (Archiviertes Profil 1, Archiviertes Profil 2).
Es ist allgemein bekannt, dass Archive und „Manuskripte“ nicht brennen.
Auf den ersten Blick scheint alles unverfänglich: Ein gewöhnlicher Marineinfanterist und Soldat auf Zeit, der eine russische Militärbasis bewacht. Bei einer weitergehenden Analyse der durch ihn offenbarten Informationen tauchen allerdings interessante Details auf.
Man beachte die Aufnahme von Aleksandr und Kameraden vor dem Hintergrund eines Hangars für Fluggeräte (archivierte Aufnahme).
InformNapalm hat Untersuchungen durchgeführt und Satellitenaufnahmen analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass man die Marineinfanteristen deutlich abseits von Latakia abkommandiert hat. Die Stelle, an der die Aufnahme gemacht wurde, ist einschließlich des Nachweises des Ortes auf der Karte zu sehen.
Wie man sieht, handelt es sich um die Luftwaffenbasis Khalkhalah südlich von Damaskus.
Diese Ergebnisse unterstreichen wiederholt die Tatsache, dass Russen praktisch überall in Syrien aktiv sind. Beispielsweise wird ihre Präsenz auf der Luftwaffenbasis bei der Stadt Hama durch andere Quellen bestätigt. [1][2]
Die Aufnahmen zeigen außer Flugzeugen der syrischen Luftstreitkräfte auch russische militärische Transportflugzeuge des Typs IL-76, welche Truppen, Kampfgerät und Waffen nach Hama liefern.
Was die Einheit von A. Serdjukow betrifft, lässt sich sagen, dass er seinen Wehrdienst in der 58. Armee der russischen Streitkräfte geleistet hat (archivierte Aufnahme). Anschließend verpflichtete er sich bei der Marineinfanterie (archivierte Aufnahme).
Eine weitere persönliche Aufnahme zeigt den Soldaten und seine Kampfgefährten auf einem neuen BTR-82A Schützenpanzer mit einer gut sichtbaren Markierung der 336. Marineinfanteriebrigade – dem Emblem „weißer Delfin über dem Meer“. (Anm. des. Übers.: Der BTR-82A ist eindeutig erkennbar an dem abgewinkelten Turmteil links und der 30-Millimeter-Maschinenkanone)
Das Emblem ist auf verschiedenen Aufnahmen der offiziellen Gruppe der 336. Brigade hier und hier zu sehen. Der „weiße Delfin“ ist das offizielle Emblem der Einheit. Mehr noch, genau bei der 336. Brigade wurden in den Jahren 2013 bis 2014 neue BTR-82A eingeführt, deren Tarnmuster dem auf dem oben aufgeführten Foto entspricht (z.B. hier zu sehen, archiviert).
Weitere Artikel der internationalen Freiwilligengemeinschaft InformNapalm mit Schwerpunkt auf OSINT-Untersuchungen der inoffiziellen und von Moskau nicht zugegebenen Bodenoperation im Rahmen des Kampfeinsatzes russischer Truppen in Syrien:
– „Russland versinkt in seiner Bodenoperation in Syrien“
– „Das schwere Leben ohne Ausweis in Syrien – die 28. Brigade der russischen Föderation in Syrien“ (engl.)
– „Russlands Verteidigungsminister Schoigu schickte seine Landsleute nach Syrien“
– „Russland begann verdeckte Bodenoperation in Syrien“
– „Küstentruppen der russischen Schwarzmeerflotte bereiten sich auf eine „Außer-Bodenoperation“ in Syrien vor“
Viele andere OSINT-Untersuchungen von InformNapalm sind über den Tag „Syrien“ (#Syrien) zu finden.
Dieses Material wurde von Nikolai Machno und Michail Kusnezow exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Viktor Duke. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.

