Die russischen Okkupanten bauen auf der Krim aktiv ein Rohrleitungsnetz, das in den Nord-Krim-Kanal führt, um dorthin Wasser zu liefern, das sie aus den artesischen Becken entnehmen, indem sie dort vorbohren.
Nach Meinung der lokalen Einwohner handelt es sich vom Standpunkt der Ökologie aus um eine äußerst gefährliche Vorgehensweise, denn dieses Wasser wird auf der Krim nur von der Bevölkerung benutzt, besonders in den Steppen-Regionen der Halbinsel, wo es keine Wasserspeicher gibt.
Die russischen Behörden haben beschlossen, das aus den Bohrlöchern herausgepumpte Wasser einfach mal in den Kanal abfließen zu lassen. Dieses Vorgehen führt zu ernsthaften und gefährlichen Folgen, es kann zur Versalzung und einer überschüssigen Mineralisierung des Bodens auf der Halbinsel Krim führen. Ferner werden die artesischen Quellen bei einem solchen Tempo schnell verbraucht, und ihre Auffüllung wird dagegen langsam erfolgen, angesichts der Besonderheiten des Klimas in der Region und dem Ausbleiben von Wasser im demselben Kanal, der auch als eine der Quellen für ihre Auffüllung dient.
Der Bau des Rohrleitungsnetzes wird durch die Kräfte des russischen Besatzungskontingents durchgeführt – Pioniertruppen und Logistik-Abteilungen. In der Umgebung des Dorfs Tabatschnoje südöstlich von Dschankoj errichteten die russischen Okkupanten an der Stelle eines alten Bauernhofs ein großes Lager, in dem das Personal der „Rohrleitungsbaupioniere“ stationiert wurde, dort befindet sich auch ein Autopark und das Lager mit den Rohren und anderem Material, das für dieses Rohrleitungssystem gebraucht wird.
Das Material wurde von Krimer Kamen und Irakli Komaxidze [6] speziell für InformNapalm [7] vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel [8]. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unser Projekt erforderlich.
CC BY 4.0




