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Russische Panzer „T-90“ der 136. SMSBr im Gebiet Luhansk

20. Oktober 2014

Das Thema der Beteiligung russischer Militärangehöriger an den Kämpfen im Donbas ist keine Neuigkeit, darüber schrieben ukrainischen Medien nicht nur einmal. Aber die Skeptiker, lokale wie auch westliche, fordern konkrete Fakten und eine visuelle Bestätigung dieser Tatsache (Screenshots sind klickbar):


Das Thema der Präsenz und der Beteiligung russischer Panzer an den Kämpfen in der Ukraine, unter anderem auch der neuesten „T-90“, wurde im Zeitraum Juli-September 2014 mehrmals angesprochen, aber eine Bestätigung dafür in Form einer Trophäe, eines Fotofakts usw. gab es leider nicht. Nun kann man aber mit Sicherheit sagen, dass an den Kämpfen um den Luhansker Flughafen russische Panzer beteiligt waren, unter anderem auch „T-90“ aus dem Bestand des Panzerbataillons der 136. selbstständigen motorisierten Schützenbrigade (Einheit Nr. 63354, Stationierungsort: Bujnaksk, Dagestan). Dies wird durch Fotos bestätigt, die dem sozialen Netzwerkprofil eines russischen Panzerfahrers entnommen wurden, und anhand derer es gelang, den genauen Ort zu bestimmen: Es handelt sich um eine Autobahnkreuzung bei der Ortschaft Fabritschne unweit des Luhansker Flughafens, mit dem Wegweiser: links „Krasnyj Lutsch“, gerade aus „Starobilsk“, rechts „Luhansk“. Die Fotos wurden zwischen dem 2. und dem 12. Oktober 2014 hochgeladen.


Über die Verlegung der Panzer aus Bujnaksk nach Rostow und weiter in den ukrainischen Donbas habe ich etwas früher bereits geschrieben, es wurden Fotofakten der Präsenz dagestanischer Panzer und angeschossener Landeschützenpanzer beschafft, aber wegen fehlender Geotags, Kommentare oder anderer Identifikationsmarkierungen war es unmöglich, ganz sicher zu sein. Das hier bereitgestellte Material bietet aber eine unwiderlegbare Bestätigung für die Präsenz russischer Panzer „T-90“ in der Ukraine an. Die Fotos wurden dem sozialen Netzwerkprofil eines russischen Panzerfahrers der 136. motorisierten Schützenbrigade namens Witalik Marakasow entnommen (https://vk.com/makarasik). Die Nummer des Panzers – „438“ – ist auf der Kopfhaube markiert (auf den Panzern selbst sind die Bordnummern abgewischt). Die Panzer mit den Nummern „4“ (431, 434, 454, 458) wurden bereits mehrmals auf Fotos der Verladung an der Station Kisljar in Dagestan wie auch auf den Fotos der bereits in das russische Gebiet Rostow (und weiter in den ukrainischen Donbas) verlegten Technik gesichtet. Was W.Marakasow angeht, so kann man sagen, dass er Militärangehöriger und Zeitsoldat des Panzerbataillons der 136. motorisierten Schützenbrigade ist, und im Juli 2014 zusammen mit anderen Panzerfahrern-Zeitsoldaten an den sogenannten „Schule des Überlebens“-Manövern nahe Wolgograd teilgenommen hat. Wonach er allem Anschein nach auch in den Donbas entsendet wurde. Mit Stand vom 12. Oktober befindet er sich, und dementsprechend auch seine Panzerabteilung, in der Konfliktzone (achten Sie auf die Kommentare).

Hiermit möchte ich mich auch an die amerikanische Journalistin Catherine Ann Fitzpatrick wenden, die für „The Interpreter“ schreibt.

Sehr geehrte Catherine Ann Fitzpatrick, Sie haben auf der Angabe einer Quelle und konkreterer Daten bestanden, um mit Sicherheit sagen zu dürfen, dass der Kreml an den Kampfhandlungen im Donbas beteiligt ist. Ich stelle Ihnen hiermit dieses Material zur Verfügung, das mit unwiderlegbaren Fakten gestützt ist.

Vorige Notizen zu russischen Panzern und Panzerfahrern schauen Sie bitte unter folgenden Links:


Dieses Material wurde von Irakli Komaxidze exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich. 

CC BY 4.0

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