Zusätzliche Informationen zur Identifizierung russischer Panzerfahrzeuge des Typs „Wystrel“ [1] KamAZ-43269 (entspricht „Dosor“), die in Luhansk gesichtet wurden.
Ende Dezember 2014 sind im Blog des Zentrums für Strategie- und Technologieanalyse „BMPD“ Fotos russischer Panzerfahrzeuge des Typs „Wystrel“ aufgetaucht, die später von verschiedenen Medien verbreitet wurden. Eine kleine Analyse zur Identifizierung dieser Fahrzeuge haben auch wir durchgeführt (https://informnapalm.org/4595-shedevry-rossyjskogo-oboronproma-na-vostoke-ukrayny [2]).
Aber haben uns neue Materialien, die InformNapalm zur Verfügung gestellt wurden, ermöglicht (@Max_Bondar hat uns Hilfe bei der Identifizierung erwiesen), die vorher dargelegten Annahmen schlüssiger nachzuweisen (https://informnapalm.org/5208-lugansk-kompanyya-transpele-ydentyfytsyrovana-baza-rossyjskoj-voennoj-tehnyky [3]).
Uns liegen ein paar neue Fotos des „Wystrel“ aus Luhansk mit der charakteristischen Tarnfarbe und der Bordnummer „300“ vor. Wie ich früher anmerkte, wurden diese Fahrzeuge seit 2009 in Georgien auf den russischen Okkupationsstützpunkten in Abchasien und Samatschablo (auch Zchinwali-Region) gesichtet. Insbesondere auf dem 4. russischen Okkupationsstützpunkt in Zchinwali (Militäreinheit №66431) wurden vier Fahrzeuge mit den Bordnummern „300“, „301“, „302“ und „303“ in identischer Tarnfarbe gesichtet, die einer Aufklärungsabteilung gehören, die auch die unbemannten Luftfahrzeuge „Dosor“ in ihrer Bewaffnung besitzt. Die von uns bereitgestellten Fotos von „Wystrel“ aus Zchinwali sind aus den Jahren 2009-2012, später wurden diese Fahrzeuge auf dem 4. Stützpunkt nicht mehr gesichtet.
Schlussfolgerung:
- Es ist sinnvoll anzunehmen, dass mit dem Beginn der Aufstellung von sogenannten „Kompanien Unbemannter Luftfahrzeuge“ in russischen motorisierten Schützenverbänden moderne Technik in Dienst gestellt wurde, die experimentellen und ineffektiven „Wystrel“/“Dosor“ aus der Bewaffnung genommen und in Aufbewahrungsdepots in Russland überführt worden waren, von wo sie später an die „LVR/DVR“ geliefert worden sind.
- Es gibt eine andere Annahme: Der vorhandenen Informationen nach wurde mit dem Beginn der Krim-Okkupation und der darauffolgenden Konzentration der russischen Invasionstruppen an der Grenze zur Ukraine eine Abteilung des 4. Militärstützpunktes im Bestand der russischen Gruppierung gesichtet, die aus dem Personalbestand eines Aufklärungsbataillons und einer Scharfschützenkompanie verstärkt worden war, vgl.: Identifizierung der russischen Streitkräfte in der Ukraine [7].
Unter Berücksichtigung der Informationen [8], dass der Stabschef der 58. Armee des Heeres des südlichen Militärbezirks Russlands Kusowlew die Offensive im Donbas anführt, sollte man die Möglichkeit der Anwesenheit von Aufklärern des 4. Militärstützpunktes im Donbas nicht ausschließen.
Wobei wir eher zur ersten Version neigen.
Autor: Irakli Komaxidze [9]; übersetzt von Irina Schlegel. [10] Dieses Material wurde exklusiv für InformNapalm [11] vorbereitet, beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unser Projekt erforderlich.


