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SFL „Msta-S“ der 17. SMSBr nahe Nowoasowsk

InformNapalm setzt im Rahmen der OSINT-Aufklärung die Erfassung von unwiderlegbaren Fakten für die unmittelbare Beteiligung der russischen Armee am unerklärten Krieg gegen die Ukraine fort.

Nach Ergebnissen der neuen Untersuchung wurde eine Artillerieabteilung der 17. selbstständigen motorisierten Schützenbrigade (ME Nr. 65384, Stationierungsort: Schali, Tschetschenien) der 58. Armee des Heeres des Südlichen Militärbezirks Russlands ausgemacht und identifiziert, die im Herbst 2014 an den Kampfhandlungen im Donbas, und zwar im Raum von Mariupol, teilnahm.

Dank der Information und Fotomaterialien, die infolge der Analyse des Profils eines potenziellen Angeklagten des Haager Tribunals und derzeit aktiven Militärangehörigen der Panzerhaubitzen-Abteilung der 17. SMSBr, des Feldwebels Konstantin Paschinin (https://vk.com/id218715797, Archiv: https://archive.is/D2w92), beschafft wurden, gelang es, den „Kampfweg“ der Artilleristen dieses Truppenverbandes zurückzuverfolgen: von ihrem Ausrücken Anfang Sommer 2014 zu den „Manövern“ in den russischen Gebieten Wolgograd und Astrachan (wo die für die Verlegung in die Ukraine bestimmten taktischen Kampfgruppen der russischen Streitkräfte eine Gefechtsvorbereitung durchlaufen) bis zu ihrer anschließenden Entsendung in das Gebiet Rostow und der Verlegung in den Donbas.

 

Außer der üblichen Aufdeckung der gewohnten Maskerade der russischen Militärangehörigen, die sich auf ihren „rostow-ukrainischen Dienstreisen“ in „Neurussland“- Söldner verwandeln und die Bewaffnung und Militärgerät als eine „in-der-Militärhandelsorganisation-gekaufte“ und „niemandem-gehörende“ tarnen, haben wir diesmal auch die Geographie der Aktivitäten dieser Artillerieabteilung aus Tschetschenien im Donbas ermittelt, mit dazugehöriger Objekt- und Ortsanbindung. Unter anderem gelang es uns festzustellen, dass sich die SFLs „Msta-S“ der 17. motorisierten Schützenbrigade Anfang Herbst 2014 im Raum des Windradfeldes des Nowoasowsk-Windkraftwerks befanden. Siehe detaillierte Auswertung.

Trotz der Tatsache, dass die Bilder in wilder Reihenfolge ins Fotoalbum unseres Tatverdächtigen, des Feldwebels der 17. SMSBr K. Paschinin, hochgeladen wurden (https://vk.com/id218715797?z=albums218715797, Archiv: https://archive.is/pzKNX) gelang es uns, auf Grund dieses Materials und unter Verwendung anderer Quellen, die Chronologie der „rostow-ukrainischen Dienstreise“ sowie andere wichtige Details zu rekonstruieren.

– Anfang Sommer 2014, im Juni, wird die aus Tschetschenien verlegte Artillerieabteilung der 17. Brigade in den Gebieten Wolgograd und Astrachan registriert, wo sie auf den Truppenübungsplätzen Prudboi und Aschuluk die Vorbereitung auf ihre „Dienstreise“ abschließt.

– Zum Ende Juli 2014 (30. Juli) wurden die SFL „Msta-S“ dieser Abteilung, die auf Schleppern transportiert werden, in Rostow-am-Don gesichtet. Siehe Screenshot des Videos „Msta-S pendeln auf Schleppern. Rostow-am-Don. 30.07.2014“.

– Am gleichen Tag wurden dieselben SFLs „MSTA-S“ auf den Tiefladern an der Taganrog-Magistrale gesichtet. Siehe Screenshot aus dem Video „Rostow. Panzerfahrzeuge auf dem Taganrog-Chaussee“.

Anmerkung: Um sich davon zu überzeugen, dass dieses Militärgerät tatsächlich die SFLs der 17. SMSBr waren, braucht man nur die Tarnfarbe in den bereitgestellten Videos mit den Fotos aus dem Album unseres Tatverdächtigen, des Militärangehörigen der 17. Brigade K. Paschinin, zu vergleichen – die SFL-Tarnfarbmuster sind identisch. Auch sieht man am Resultat der Analyse dieses Videomaterials, dass bei einer SFL die Bordnummern mit zwei Farben – grün und gelb – übermalt worden waren. Zu beachten ist, dass auf den Fotos in seinem Album die SFL mit der Bordnummer 524 zu sehen ist, wobei die Ziffer „5“ und „2“ auf dem grünen, und die Ziffer „4“ – auf dem gelben Hintergrund platziert sind.

– Am 4. September 2014 erscheint eine SFL mit identischer Tarnfarbe in Nowoasowsk in der Reportage von „Al Jazeera“ „Ukraine rebels advance towards Mariupol“ – hier sieht man auch, dass die typische Stelle für die Platzierung der Bordnummer mit einer hellen Farbe übermalt worden ist (Hier können es zwei Varianten sein: entweder handelt es sich nicht um den Wagen mit der Nummer 524 oder die Nummer wurde zwecks Konspiration mit einer weiteren Farbschicht übermalt).

Anmerkung: Nach Ergebnissen der Analyse dieser Videoreportage sollte man folgende Details hervorheben: weiße Fähnchen, die an den Antennen der SFLs angebracht wurden (0:12-0:20 min), die man auch auf den Fotos von K. Paschinin sehen kann, wie auch weiße Identifikationskreise, die auf die Fahrerhäuser des Logistiktransports der Artillerieabteilung angebracht wurden und die man im Video sehen kann (Tankwagen „Ural“, Minute 0:10).

– Und schließlich, am 24. September 2014, postet unser „Held des Haager Tribunals“ K. Paschinin auf seiner Seite Fotos der SFLs „Msta-S“ vor dem Hintergrund des Windradfeldes des Nowoasowsk-Windkraftwerkes. Die Bilder wurden vermutlich Ende August-Anfang September gemacht. Dank diesem Objekt gelang es auch, die genaue Stelle der Bildaufnahme mit Geotag im Raum des Windkraftwerks zu ermitteln.

Wir möchten daran erinnern, dass die Abteilungen der 17. SMSBr des Südlichen Militärbezirks aus Tschetschenien seit 2014 von uns im Kontext der ukrainischen „Dienstreisen“ mehrmals registriert wurden, siehe thematische Links:


Dieses Material wurde von Michail Net und Irakli Komaxidze exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unser Projekt erforderlich.

CC BY 4.0

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