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Soziale Lage Anfang April auf dem okkupierten Territorium

Gestern und heute trifft bei uns Information ein, dass im Luhansker Gebiet zum ersten Mal seit 6 Monaten den Rentnern ihre Rente ausgezahlt wird. Das Geld wird aber nicht in Hrywnja, sondern in Rubeln zum 1:2 Kurs ausgezahlt.

Also wenn die Durchschnittsrente in der Ukraine 1670 Hrywnja beträgt, so bekommen die Menschen 3340 russische Rubel auf die Hand.

Aber damit endet die Affäre nicht: alle Scheine sind nagelneu und die Nummern der Scheine gehen der Reihe nach, somit kann dieses Bargeld nicht nur frisch gedruckt, sondern auch mit Falschgeld verdünnt sein.

Zum jetzigen Zeitpunkt werden diese Angaben nachgeprüft, aber die Information über die Pläne der „LVR“-Leitung zur Durchführung solcher Operationen wurde unter der lokalen Bevölkerung im Laufe der ganzen letzten Woche massiv aufgebauscht.

Gleichzeitig fingen die Rentner an, sich Gedanken darüber zu machen, was denn ein Schuss aus einem Raketenwerfersystem „GRAD“ oder ein Tankwagen von Dieselöl kostet, und warum die „Verteidiger“ vor der „Kiewer Junta“ nicht wenigstens 1% ihres Kampfsatzes verkaufen und das Geld für die Rentenauszahlung und andere soziale Leistungen zum adäquaten Kurs verwenden können. Immer mehr Menschen beklagen sich über die soziale Ungerechtigkeit und das Missverhältnis zwischen den deklarierten Versprechungen der Obrigkeit der selbsternannten Republik und der realen Sachlage.

Während die Rentner in Erwartung des Almosens vor Hunger umfallen, finden weiterhin Zusammenstöße zwischen Kosaken, „LVR“-Kommandantur und einzelnen Unterabteilungen der Feldkommandeure statt.

Heute morgen haben in Antrazyt die „LVR“-Söldner eine großangelegte Säuberung der Stadt von den Resten des Trupps „Rus“ von Bondar durchgeführt und die Kosaken entwaffnet. Einzelheiten dieses Zwischenfalls werden in einem separaten Bericht erläutert.

Roman Burko [1] für InformNapalm [2]; übersetzt von Irina Schlegel [3]