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Ultimatum aus dem „belagerten Troja“: „Wir wissen alles über Rostow!“

Im Lauf der Arbeit zur Aufdeckung von russischen Militärangehörigen, die sich am Krieg im Osten der Ukraine beteiligen, hat InformNapalm nicht nur effektive OSINT-Arbeit, sondern auch die Durchführung einer vertieften Aufklärung organisiert, die Zusammenarbeit mit Insidern miteinschliesst.

Heute gingen in die Redaktion von InformNapalm E-mails von den Kämpfern aus dem „belagerten Troja“ ein, die uns anboten, „vertraute Informationen“ im Gegenzug für informative Unterstützung ihres Ultimatums zur Verfügung zu stellen:

„All unsere Handlungen sind auf den Kampf gegen die Geldentwendung in der „DVR“-Armee gerichtet, wir sind gegen die Vetternwirtschaft und Korruption, die in ihren Reihen herrschen. Wir treten gegen die moralische Zersetzung der Armee, Verbreitung von Drogenabhängigkeit, Drogen- und Waffenhandel, Patronanz auf. Kürzlich habt ihr im Artikel über den GRU-Offizier Asis Banyschew geschrieben [1], dass Donbass eine Interessenzone für Mafia-Klane des GRU und FSB Russlands ist, die den Drogentraffic, Waffenhandel und den Schwarzmarkt mit Organhandel kontrollieren. Das ist die Wahrheit, und wir – das Donbass-Volk – wollen Ordnung in unserer Republik schaffen. Wir sind in eine GRU-Belagerung geraten. Und wir wissen, dass die Leitung von GRU und FSB Ihre Ressource liest.

Darum bieten wir Ihnen an, unser Ultimatum kompromisslos an die richtige Adresse zu bringen:

Liebe Brüder aus dem GRU, wir sind mit Euch durch vieles gegangen, und nun wollt Ihr uns entwaffnen und liquidieren? Wir besitzen eine ganze Menge an Informationen auf einem geheimen USB-Stick, die viel schwerwiegender sind, als der bekannte „USB-Stick von Dremow“. Unsere Infos beinhalten nicht nur kompromittierendes Material zu geheimen Objekten der Infrastruktur des Rostower Gebiets, zu seinen Militär-, Chemie- und Munition-Depots. Unsere Leute sind bereit, Sprengung von gefährlichen Objekten in dem Fall auszuführen, wenn die Belagerung des Speznas-Trupps „Troja“ sich fortsetzt, oder wenn unsere Stellungen angegriffen werden. Wir wollen keinen Krieg mit euch, aber wir brauchen Ordnung. Zur Bestätigung der Ernsthaftigkeit unserer Worte legen wir eine Tabelle mit Angaben zu einigen Objekten bei, die jederzeit vernichtet werden können, im Fall der Nicht-Erfüllung unseres Ultimatums…“

Dem Brief in unsere Redaktion lag tatsächlich eine Datei im Format *.xls bei. Wir haben diese Datei sorgfältig auf Viren geprüft und den Inhalt der Datei untersucht. Darin befand sich tatsächlich Information zu gefährlichen Objekten mit grossem Umfang an Chlor, Treib- und Schmierstoffen, Explosivstoffen… Vorläufige Informationsprüfung zeigte hohen Wahrheitsgehalt, aber wegen zeitlicher Beschränkung legen wir die Datei dem Artikel bei, zwecks ihrer Analyse durch die Spezialisten.

Datei herunterladen  [2].

Weiter ein paar Screenshots von interessantesten, unserer Meinung nach, Objekten:

Selection_063 [3] Selection_064 [4] Selection_065 [5] Selection_066 [6]

GTH9Kdrjq5U [7]Was den Speznas-Trupp „Troja“ angeht, deren Kämpfer berichten, dass sie von den Militärangehörigen des GRU Russlands belagert werden: Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man annehmen, dass die Belagerung von den Speznas-Soldaten der 346. [8] oder 24. [9] Speznas-Brigade GRU Russlands durchgeführt wird, denn die Soldaten dieser Brigaden wurden in den Materialien von InformNapalm im Donezker Gebiet registriert. In Luhansker Richtung haben wir auch Militärangehörige der 22. [10] und der 10. [11] Speznas-Brigade GRU Russlands aufgedeckt, die durchaus an den Operation zur Liquidation und Entwaffnung von unbequemen Kämpfergruppierungen im Luhansker Gebiet beteiligt sein können. In Mariupoler Richtung wurden von uns auch die Soldaten der 2. Speznas-Brigade GRU Russlands registriert [12].

Wir möchten daran erinnern, dass am 16. Mai im Kampf nahe der Stadt Schtschastja zwei verwundete russische Militärangehörige der 3. Speznas-Brigade GRU Russlands Kapitän Jerofejew und Feldwebel Alexandrow gefangengenommen wurden, worüber InformNapalm als erster berichtete.  [13]

Roman Burko [14] für InformNapalm [15]; übersetzt von Irina Schlegel [16]