In Syrien sterben weiterhin in schöner Regelmäßigkeit hochrangige russische Offiziere. Erst kürzlich, am 24. September, wurde bekannt, dass der Kommandeur der 5. Armee des Heeres Russlands, Generalleutnant Walery Asapow gestorben ist. Zusammen mit ihm wurden in Deir-iz-Zor zwei weitere russische Oberste getötet. Am 1. Oktober 2017 berichteten russische Nachrichtenagenturen, dass der Kommandeur der 61. Marineinfanteriebrigade der Nordflotte Russlands, Oberst Walery Fedjanin im Hauptmilitärkrankenhaus des russischen Verteidigungsministeriums gestorben ist. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, dass er am 22. September 2017 in Syrien auf eine Mine gelaufen sei, angeblich bei der Lieferung „humanitärer Hilfe“. Welche Art „humanitäre Hilfsgüter“ Militärangehörige der 61. Marineinfanteriebrigade Russlands nach Syrien liefern, kann man nur raten.
Zum heutigen Tag hat InformNapalm Beweise für die Teilnahme von Militärangehörigen aus 19 Truppenverbänden der russischen Streitkräfte an der syrischen Operation veröffentlicht:
- Baltische Flotte: 336. Marineinfanteriebrigade (879. Luftsturmbataillon derselben Brigade);
- Nordflotte: 200. SMSBr und 61. Marineinfanteriebrigade;
- Schwarzmeerflotte: 810. Marineinfanteriebrigade;
- Westlicher Militärbezirk; 27. SMSBr, 20. ABC-Regiment (TOS-1A), 1. Pionierbrigade, 2. Taman-Division;
- Östlicher Militärbezirk: 200. Artilleriebrigade;
- Zentraler Militärbezirk: 21. SMSBr (selbstständige motorisierte Schützenbrigade), 28. SMSBr, 74. SMSBr, 7. Panzerbrigade und 120. Artilleriebrigade;
- Südlicher Militärbezirk: 34. SMSBr, 7. Militärbasis, 291. Artilleriebrigade, 66. Nachrichtenbrigade, 136. SMSBr.
Der Großteil davon, darunter auch die 61. Marineinfanteriebrigade, beteiligte sich auch am russischen Krieg gegen die Ukraine im Donbas. Es ist ziemlich schwer, den Tod von hochrangigen russischen Offizieren geheimzuhalten, darum erfahren wir faktisch wöchentlich immer weitere Namen von russischen Obersten und Generälen, die in Syrien liquidiert wurden. Das Ausmaß der russischen Verluste an einfachen Zeitsoldaten in Syrien und im Donbas bevorzugen die Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums dabei zu verschweigen.
Es ist bekannt, dass die Beerdigung von Oberst Fedjanin am 3. Oktober 2017 in Moskau stattfand. Nach Meldungen syrischer Blogger belaufen sich die Verluste russischer Militärangehörige nahe Deir-ez-Zor auf Dutzende Soldaten und Offiziere, darum sollten unabhängige russische Medien den Vertretern der 61. Marineinfanteriebrigade und dem russischen Verteidigungsministerium die Frage stellen, wer denn die Verantwortung für die Entsendung von ihren Militärangehörigen in den ukrainischen Donbas trägt und warum in Syrien so oft russische Militärangehörige liquidiert und die Angaben über die Verluste aber sorgfältig verheimlicht werden?
Dieser Artikel wurde von Andrej Lisyzin exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel; editiert von Klaus H. Walter.
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