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Wetter in Moskau und das Ultimatum an den Kreml: IL-20 im Himmel über Syrien

Während es in Moskau Schneeregen fällt, kommen in Syrien „Niederschläge“ in Form der russischen Raketen und Bomben auf, die die Häuser der Zivilisten zerstören und unschuldige Menchen töten. Die internationale Community InformNapalm liefert weiterhin Informationen über die verbrecherische Tätigkeit der Militärangehörigen Russlands in Syrien. Russische Medien und die leitenden Persönlichkeiten des Kremls behaupten, dass sie angeblich einen Kampf gegen die IS-Terroristen führen, in Wirklichkeit bombardieren sie die Rebellen der Freien Syrischen Armee und Zivilisten, die in ihrem eigenen Land frei leben möchten.

Jede unsere Publikation mit persönlichen Angaben zu Offizieren der Luftwaffe Russlands veröffentlichen wir im Rahmen einer asymmetrischen Antwort an den Kreml für den Verstoss gegen die Waffenruhe im Donbass seitens der Söldner. So haben die VRSK (vereinte russisch-separatistische Kräfte) in den letzten Tagen mehrere provokative Mörser-Beschüsse von Stellungen der ukrainischen Armee ausgeführt.

Wir erinnern, dass am 21. Oktober der Soldat Alexander Scholudko [1] aus der 24. selbstständigen motorisierten Brigade seinen Wunden erlag, ohne zu Bewusstsein zu kommen. Er war auf eine Mine getreten, die im Raum des 29. Blockposten im Luhansker Gebiet von der Diversionsgruppe des Gegners gelegt wurde.

Ausser den Opfern an der ukrainischen Front ehren wir das Andenken von Getöteten und fühlen mit den Verwundeten und den Zivilisten Syriens mit, die ihr Haus verloren haben und zu Opfern der russischen militärischen Aggression geworden sind.

Seit ein paar Tagen bekommt die Redaktion von InformNapalm Briefe von unmittelbar Betroffenen der Bombardierungen in Syrien.

Einen möchten wir zitieren:

Guten Tag, sehr geehrte Redaktion von InformNapalm! Erstens möchten wir uns für Ihre Unterstützung des syrischen Volkes und das Verständnis für unsere Situation aufrichtig bedanken. Wir alle sind auf die riesige Lügen- und Terrormaschine Russlands gegen die freien Völker gestossen. Wir stehen unter grossem Eindruck von Ihrer Einstellung zum Krieg in Syrien, und möchten Ihnen hiermit einen Link zum Video unmittelbar vom Geschehensort zur Verfügung stellen. Wir wären froh, wenn Sie die Aufmerksamkeit der Ukrainer und jener Russen, die noch nicht die Fähigkeit zum selbstständigen und unvoreingenommenen Denken verloren haben, auf dieses Video, das am 18. Oktober hochgeladen wurde, lenken: https://youtu.be/pwviRbC2SGE [2]Unterschrift: Moslem.

pysmo-musulmanyna [3]

Screenshot des Briefes.

Bevor wir zur Veröffentlichung der persönlichen Angaben des Kriegsverbrechers der russischen Luftwaffe übergehen, möchten wir Sie bitten, sich dieses Video sehr genau anzuschauen. Es zeichnet sich durch besondere Aufrichtigkeit und Ruhe aus: Der Mensch, der es gedreht hatte, hat im Gegensatz zu russischen Propagandakanälen wie LifeNews oder Rossija24 nicht versucht, Panik zu säen oder den Emotionsgrad steigern zu lassen. Er zeigt die Wahrheit über den Krieg und die Meinung der Passanten.

An den Verbrechen des Kremls wie in der Ukraine so auch in Syrien sind aber nicht nur die Angehörigen der obersten Militärführung Schuld, sondern auch jeder einzelner Soldat und Offizier persönlich. Jeder muss seine eigene Verantwortung tragen und kann sich nicht hinter der „Ich hatte einen Befehl!“-Rechtfertigung verstecken. Schuld sind auch die Russen, durch deren schweigende Zustimmung die in ihrem Wesen hinterhältigen und zynischen Kriegsverbrechen begangen werden.

Im Lauf der Untersuchung und Analyse von offenen Informationsquellen hat die Gruppe InformNapalm Angaben bezüglich des Einsatzes vom IL-20, einem Flugzeug für funkelektronische Aufklärung und EloKa der Luftwaffe Russlands (NATO-Bezeichnung: Coot), erhalten. Wir haben detaillierte Angaben zum Offizier der Jägerführung gefunden, der die Angaben zu diesem Luftfahrzeug und seinem vermutlichen Aufenthalt in Syrien selbst preisgegeben hatte.

Oschgibesow“- das Geheimnis ist in seinem Namen versteckt… („Oschgi besow“- zu Deutsch: „Verbrenne die Dämonen“)

Alle Angaben haben wir den sozialen Netzwerkprofilen von Oschgibesow entnommen.

Kapitän Alexander Oschgibesow (geb. 20.02.1988), dessen Name als ein Aufruf an InformNapalm verstanden werden kann, ein Exorzismus-Ritual in Bezug auf die russischen Piloten und die oberste Militärführung Russlands durchzuführen, dient in Chabarowsk, steht im Rang eines Kapitäns der Luftwaffe Russlands seit Juli 2015, Abschluss an der Jeisker Offizierschule der Luftwaffe 2010.

  1. https://vk.com/putinaleks; https://archive.is/zCh0t;
  2. https://archive.is/UMfiH; https://archive.is/BoSXv; https://archive.is/7ibq1;
  3. https://archive.is/aqas6; https://archive.is/Mzq0M; https://archive.is/oFaCg;
  4. https://archive.is/FlKNm; https://archive.is/MEnSd; https://archive.is/JdFLM;
  5. https://archive.is/5qh4H

Weiter stellen wir einige Screenshots aus dem sozialen Netzwerkprofil von Oschgibesow zu Ihrer Verfügung, auf der Basis welcher wir die Schlussfolgerungen über seine Beteiligung an der russischen Militäroperation in Syrien gezogen haben.

Selection_0024 [4]

Auf dem Photo sind die Luftschraube und die Triebwerksgondel des IL-20 zu sehen. Solche Triebwerke werden auf IL-20 montiert, im Hintergrund sieht man das Flugzeug F-16, vermutlich gehört er zur Luftwaffe der Türkei. Wir erinnern daran, dass russische Luftwaffe mehrmals den türkischen Luftraum in den Regionen verletzte [5], die an die Gegenden der Ausführung von Bomben- und Raketenluftangriffen in Syrien angrenzen.

Interessanterweise sind die Luftschraubenhauben blau gefärbt, mit einer Kante von weisser Farbe eingefasst. Analog sind auch die Luftschraubenhauben beim IL-20 gefärbt, zum Beispiel beim folgenden Flugzeug [6]. In Kommentaren zu diesem Foto wird die Dienstreise nach Syrien erwähnt.

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Es wurde festgestellt, dass auf dem Flugplatz in Chabarowsk  die Flugzeuge IL-20 ebenfalls stationiert waren. Sie wurden 2009 einer Generalreparatur in Woronesch unterzogen.

Vom Dienstzweig des Kapitäns Oschgibesow zeugen auch folgende Fotos in seinem Profil:

Selection_0042 [8] Selection_0029 [9]

Ein interessanter Fakt: Im April 2015 wurde Kapitän Oschgibesow eine Erlaubnis zur ausländischen Dienstreise erteilt:

11 [10]

Aufgrund der Kommentare zum Originalfoto mit dem Flugzeug IL-20, Abwesenheit der Aktivität von Oschgibesow im sozialen Netzwerk nach dem 1. Oktober 2015 und seinem Dienstzweig kann man annehmen, dass Alexander Oschgibesow sich zum jetzigen Zeitpunkt auf der syrischen Dienstreise als ein Flugdienstberater und Offizier der Jägerführung befindet.

Bestätigungen für die Beteiligung des Flugzeugtyps IL-20 an den Aufklärungsflügen in Syrien wurden auch in anderen Quellen gefunden.

Videobestätigung:

Wie auch das Material vom russischen TV-Kanal „Zwezda“ unter dem Titel „Wie die IS-Söldner aus der Luft gescannt werden: Das geheimnisvolle Flugzeug IL-20 in Syrien“ [14].

Dieses Material wurde von Adil Al-Adim, einem Freiwilligen von InformNapalm in Syrien, und Roman Burko [15] exklusiv für InformNapalm [16] vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel [17]. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich. Verbreitung unter Creative-Commons-Lizenz.