{"id":10607,"date":"2015-10-10T14:52:30","date_gmt":"2015-10-10T14:52:30","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=10607"},"modified":"2015-10-13T18:56:13","modified_gmt":"2015-10-13T18:56:13","slug":"das-syrische-hybride-afghanistan-putins","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/das-syrische-hybride-afghanistan-putins\/","title":{"rendered":"Das syrische \u201ehybride Afghanistan\u201c Putins"},"content":{"rendered":"<p><em>Die wichtigste Frage der Woche ist: Wird Syrien f\u00fcr Russland zu einem neuen Afghanistan? Noch hat niemand eine Antwort darauf. Ich denke, keiner der sowjetischen F\u00fchrer dachte daran wie der Sturm von Amins Palast enden w\u00fcrde. Nach dem \u201eafghanischen\u201c Kalender schreiben wir heute den 28. Dezember 1979 \u2013 Wer konnte die Folgen damals ahnen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Die k\u00e4mpfende Truppe<\/strong><br \/>\nHeute haben wir aus dem Mund des Repr\u00e4sentanten des russischen Verteidigungsministeriums von einer Gruppierung von mehr als 50 Flugzeugen und Hubschraubern erfahren \u2013 das hei\u00dft Russland hat eine kombinierte Fliegende Gruppe in das Kriegsgebiet verlegt. Der beschauliche Flughafen von Latakia hat sich in eine moderne <a href=\"http:\/\/tass.ru\/armiya-i-opk\/2307936\">Luftwaffenbasis\u00a0der Russen<\/a> verwandelt.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung der Zeitungen <a href=\"http:\/\/www.novayagazeta.ru\/politics\/70161.html\"><em>Novaya Gazeta<\/em><\/a> (russ.) und <a href=\"https:\/\/www.vedomosti.ru\/politics\/articles\/2015\/09\/30\/610921-nedostatka-v-zhelayuschih-povoevat-v-sirii-net\"><em>Vedomosti<\/em><\/a> (russ.) sind an der Operation 1500 bis 2000 Menschen beteiligt. Unmittelbar f\u00fcr den Objektschutz wird mindestens ein Bataillon der Marineinfanterie eingesetzt \u2013 vermutlich das bereits bekannte kombinierte Bataillon der 810. Brigade der Marineinfanterie der Schwarzmeerflotte, welches unl\u00e4ngst in den Untersuchungen von Bloggern aufgetaucht ist.<\/p>\n<p><strong>Die Unterst\u00fctzergruppe<\/strong><br \/>\nMan muss allerdings schon beachten, dass \u00fcber die genannten Zahlen hinaus sehr viel mehr Milit\u00e4rangeh\u00f6rige an der Operation teilnehmen werden. F\u00fcr die schnelle G\u00fcterbef\u00f6rderung sind die Luftstreitkr\u00e4fte zust\u00e4ndig. Die Nutzlast betr\u00e4gt dabei bis zu 60 Tonnen bei einer Il-76 und bis zu 120 Tonnen bei einer An-124.<\/p>\n<p>Die Hauptlast des G\u00fctertransports tragen die russischen Seestreitkr\u00e4fte mittels Gro\u00dfer Landungsschiffe (NATO-Codename Ropucha). Insgesamt gibt es in der Flotte davon 18 Einheiten, aber dem Verkehrsaufkommen am Bosporus nach werden acht bis zehn Schiffe f\u00fcr den Transport eingesetzt werden k\u00f6nnen. Die Ladef\u00e4higkeit <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/syria-navy-rus\/\">eines dieser Schiffe liegt bei 480 bis 1000 Tonnen<\/a>\u00a0(dt).<\/p>\n<p>Insgesamt k\u00f6nnen bei G\u00fctertransport, Be- und Entladen, Unterst\u00fctzungsaufgaben und Truppenrotation mehrere zehntausend Menschen zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p><strong>Sind Wehrpflichtige auch dabei?<\/strong><br \/>\nIn Russland wird gebetsm\u00fchlenartig wiederholt, dass nur Zeitsoldaten oder freiwillige Offiziere nach Syrien gehen. Somit sollen Soldatenm\u00fctter sich keine Sorgen machen. Aber das Beispiel des Freiwilligen und Offiziers Major Starkow, der vor kurzem zu 14 Jahren Gef\u00e4ngnis f\u00fcr die Beteiligung am Krieg im Donbass verurteilt wurde, zeigt eines: Jeder Offizier kann sich dort wiederfinden.<\/p>\n<p>Was Zeitsoldaten angeht, so ist in der modernen russischen Armee der \u00dcbergang vom Wehrpflichtigen zum Profi eher flie\u00dfend. Das erste Angebot sich zu verpflichten, erhalten Milit\u00e4rangeh\u00f6rige drei bis sechs Monate nach Beginn des Grundwehrdienstes. Danach kann der 18 oder 19-J\u00e4hrige \u201eZeitsoldat\u201c praktisch \u00fcberall eingesetzt werden.<\/p>\n<p>In der Flotte ist alles noch einfacher: Auf Schiffen der russischen Marine dienen Wehrpflichtige. In Tartus wurden in den letzten Jahren mehr als 20 Schiffe gesichtet. Die Matrosen mit Wehrpflichtigen-Status werden so oder so der Stadt einen Besuch abstatten und dort auf b\u00e4rtige M\u00e4rtyrer f\u00fcr den Glauben treffen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es die ersten Toten unter Wehrpflichtigen gibt.<\/p>\n<p><strong>Milit\u00e4rischer Alltag &#8211; in der Luft und am Boden<\/strong><br \/>\nDie russische Regierung behauptet fest und steif, man werde nicht an einer Bodenoperation teilnehmen und der Hauptbeitrag werde aus Lufteins\u00e4tzen bestehen. Soweit die Theorie.<\/p>\n<p>In der Praxis werden die Russen den Flughafen von Latakia und Anflugrouten sorgf\u00e4ltig kontrollieren m\u00fcssen. Dazu werden Gebiete in einem Umkreis von mehreren Dutzend Kilometern geh\u00f6ren. Eine einzige schultergest\u00fctzte Flugabwehrwaffe in den H\u00e4nden eines Gotteskriegers gen\u00fcgt, um ein Transportflugzeug beim Landeanflug vom Himmel zu holen. Man schaue sich dazu die gebirgige Landschaft um Latakia herum an \u2013 ein Schuss und die Suche kann beginnen.<\/p>\n<p>Eine vorsintflutliche Grad-P (d.h. eine portable Raketenartillerie-Startvorrichtung) reicht aus, um aus zehn Kilometern Entfernung eine Ansammlung von Flugzeugen auf dem Flugfeld folgenreich zu treffen. Eigentlich machen schon einege solcher Angriffe dieses ganze Milit\u00e4r-Abenteuer sinnlos und man wird daher die Basis weitr\u00e4umig bewachen m\u00fcssen. (Siehe <a href=\"https:\/\/m.youtube.com\/results?search_query=syria+laucher\">unter diesem Link<\/a>)<\/p>\n<p>Das bedeutet, man wird viele Stra\u00dfensperren errichten und Kasernen sowie andere Geb\u00e4ude bewachen, um Sprengstoffanschl\u00e4ge zu verhindern. Im Endeffekt wird man die Sprengladung einfach an der Stra\u00dfensperre z\u00fcnden. Das wird es umso \u00f6fter geben, je l\u00e4nger der Einsatz dauert.<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem besteht darin, dass das gesamte \u00fcberschaubare Truppenkontingent auf zwei St\u00fctzpunkte verteilt ist \u2013 den Hafen von Tartus und den Flughafen von Latakia. Die Entfernung betr\u00e4gt etwa 95 Kilometer und seitlich entlang der Verbindungslinie gibt es ein Gebirgsmassiv. Dieses wird man ebenfalls komplett \u00fcberwachen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auch Tartus muss bewacht werden. Auch dort wird es zu Angriffen durch Rebellen, IS-K\u00e4mpfer und Selbstmordattent\u00e4ter kommen. Nichts st\u00f6rt die Islamisten dabei, ein Fischerboot mit Dynamit zu beladen und in Richtung der russischen Schiffe zu schicken. Man wird nicht alle abfangen k\u00f6nnen\u2026<\/p>\n<p>Es wird auch Bodenoperationen und Gefechte geben. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird ein russisches Flugzeug abgeschossen werden, der Pilot wird den Schleudersitz benutzen und man wird Marineinfanterie per Hubschrauber schicken um ihn zu retten. Auch diese wird man abschie\u00dfen. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter werden Rebellen oder Islamisten mit Angriffen auf russische Stra\u00dfensperren und Fahrzeugkolonnen beginnen. Es wird Tote geben. Durchaus offiziell und hoch werden die Verluste sein. Um diese zu kompensieren wird man weitere Soldaten schicken, auch um zumindest den Status-Quo zu erhalten.<\/p>\n<p><strong>Assads Spiel und das heutige Syrien<\/strong><br \/>\nDie ganze Zeit h\u00f6ren wir kaum etwas von Assad. Er ist sich einigerma\u00dfen dar\u00fcber bewusst, dass er wenig Einfluss hat und dass Putin ihn jederzeit wie eine Bauernfigur auf dem Schachbrett opfern kann, um den Westen zu beschwichtigen. Was soll Assad also davon abhalten sein eigenes Spiel zu spielen und Putin tiefer in den Konflikt hineinzuziehen? Einige erfolgreiche Angriffe durch unbekannte K\u00e4mpfer auf russische Positionen und Putin wird kaum vermeiden k\u00f6nnen, die Truppen in Syrien zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Wie im Fall von Afghanistan m\u00fcssen die sowjetischen\/russischen Streitkr\u00e4fte mit den K\u00e4mpfern vor Ort kooperieren, aber diese sind bereits seit f\u00fcnf Jahren im Krieg. Ein Teil der Armee kommt genau aus den St\u00e4dten, die Russland nun mit viel Elan bombardiert. Au\u00dferdem sind sie Moslems.<\/p>\n<p>Genau genommen haben wir im Augenblick kaum eine Vorstellung davon, wer in Syrien lebt. Was ist die ethnische Zusammensetzung von Latakia, Homs, Tartus, Damaskus und Aleppo? In den letzten Jahren hat durch gro\u00dfe Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me eine massive Vermischung stattgefunden. Viele Medien zeigen gerne Karten von Syrien, auf den Gebiete (<em>Anm. d. \u00dcbers.: verschiedener religi\u00f6ser Gruppen<\/em>) einheitlich gef\u00e4rbt und homogen sind. Mit scharfen Grenzen. Allerdings besteht Syrien haupts\u00e4chlich aus W\u00fcstengebieten, wo es schlichtweg niemand jemand anderen kontrollieren kann. Umk\u00e4mpft sind bewohnte Gebiete und St\u00e4dte sowie Verbindungen zwischen ihnen. Die schiere Anzahl verschiedener politischer Akteure ist erstaunlich. Und inmitten dieser Vielfalt befindet sich ein \u00fcberschaubares aber stolzes Truppenkontingent aus dem christlichen Russland. Alles ganz einfach, oder? Eben nicht, sondern unkalkulierbar\u2026<\/p>\n<p><strong>Konkurrenz aus Washington<\/strong><br \/>\nDas Schlimmste ist f\u00fcr Russland, dass die Konkurrenz nicht schl\u00e4ft und ihre Strategie weiter verfolgt. Die US-Amerikaner liefern endlich Milit\u00e4rger\u00e4t an die ukrainischen Streitkr\u00e4fte (<em>Anm. d. \u00dcbers.: Es geht um Lieferungen von sogenanntem Artillerieaufkl\u00e4rungsradar und damit nicht-t\u00f6dliche Systeme<\/em>). Scheinbar geschieht dies gegen Ende des Konflikts, aber es wird f\u00fcr Russland nicht ohne weiteres m\u00f6glich sein, den <a href=\"http:\/\/www.atlanticcouncil.org\/blogs\/new-atlanticist\/radars-for-ukraine-obama-s-signal-to-putin\">Konflikt in der Ukraine wieder anzufachen<\/a>.<\/p>\n<p>Die Luftstreitkr\u00e4fte der USA werden die Russen kaum dabei st\u00f6ren, Islamisten oder Rebellen zu bombardieren, aber fr\u00fcher oder sp\u00e4ter k\u00f6nnen in der Region tragbare Flugabwehrwaffen auftauchen. Russische Flugzeuge werden in Mengen abst\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Auf seltsame Art und Weise verst\u00e4rken die Taliban in Afghanistan ihre Pr\u00e4senz. Jahrelang konnte man Kundus nicht einnehmen und jetzt pl\u00f6tzlich doch. Merkw\u00fcrdig? Angrenzend befinden sich Tadschikistan und Usbekistan \u2013 Russland wird also auch hier reagieren m\u00fcssen, falls ein Feldkommandeur in Afghanistan in n\u00f6rdlicher Richtung zieht.<\/p>\n<p>Auch die T\u00fcrken k\u00f6nnen ihre Karten ausspielen. Sie sind nat\u00fcrlich gegen eine st\u00e4rker werdende kurdische Bewegung, aber \u00e4hnliches gilt f\u00fcr Russland und man w\u00fcrde die Kurden durchaus dazu benutzen, Russland zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Dann w\u00e4re da noch Saudi-Arabien. Au\u00dferdem kann Israel eine aktivere Hisbollah nicht gebrauchen, die an der Seite Assads k\u00e4mpft usw.<\/p>\n<p><strong>Eine Kostenfrage<\/strong><br \/>\nDas ist die interessanteste Fragestellung. Man begegnet oft der Meinung, die Ukrainer sollten sich nicht zu sehr \u00fcber das Syrien-Abenteuer Putins freuen. Aber je tiefer Russland in Syrien versackt, je mehr Ressourcen f\u00fcr die Truppe dort aufgewendet werden, desto weniger Geld bleibt f\u00fcr die Ukraine \u00fcbrig. Umso weniger bekommen auch die einfachen russischen Soldaten. Je mehr Verluste die russischen Streitkr\u00e4fte haben, desto geringer die Motivation Leben zu opfern \u2013 weder in Aleppo noch in Nowoasowsk.<\/p>\n<p>Heute sind moderne Su-34 nach Latakia verlegt worden (Anm. d. \u00dcbers.: Es handelt sich um Jagdbomber). Eine Maschine kostet 36 Millionen US-Dollar. Ein erfolgreicher Terrorangriff kann Russland Verluste in H\u00f6he von Hunderten Millionen zuf\u00fcgen. Alle Waffenlieferungen an Assad sind quasi direkte Verluste \u2013 niemand wird daf\u00fcr bezahlen.<\/p>\n<p>Ein Monat Krieg im Irak kostete die USA <a href=\"http:\/\/www.nbcnews.com\/id\/23551693\/#.UUneiOs9ycE\">zw\u00f6lf Milliarden Dollar<\/a>. F\u00fcr den Krieg in Afghanistan wurden <a href=\"https:\/\/csis.org\/files\/publication\/120515_US_Spending_Afghan_War_SIGAR.pdf\">641 Milliarden Dollar<\/a> bewilligt.<\/p>\n<p>Der halbherzige Kampf gegen den Islamischen Staat hatte die USA nach knapp einem Jahr <a href=\"http:\/\/www.defense.gov\/Portals\/1\/features\/2014\/0814_iraq\/docs\/ISIL_Master_Report-31Aug15.pdf\">3,87 Milliarden Dollar<\/a> gekostet. Die Kosten pro Tag liegen bei 9,9 Millionen Dollar.<\/p>\n<p>Man beachte dabei wie stetig die Kosten pro Tag von <a href=\"http:\/\/www.defense.gov\/Portals\/1\/features\/2014\/0814_iraq\/docs\/ISIL_Master_Report-31Aug15.pdf\">5,6 Millionen Dollar auf fast 10<\/a> angestiegen sind. Dabei h\u00e4lt man sich noch davon zur\u00fcck, komplett in den Konflikt einzusteigen.<\/p>\n<p>Kanada hat f\u00fcr ein Kriegsjahr <a href=\"http:\/\/news.nationalpost.com\/news\/federal-budget-2015-reveals-the-war-against-isil-will-cost-360-million-over-next-12-months\">Kosten<\/a> von <a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Operation_Impact\">mehreren Hundert Millionen Dollar<\/a> zu verzeichnen. Dabei sind etwa zehn Flugzeuge im Einsatz.<\/p>\n<p>Jeden Tag in diesem Konflikt werden die Kosten f\u00fcr Russland steigen. Wenn man sichtbare Erfolge zeigen will, werden Milliarden notwendig sein. Insgesamt kann man bei dieser Operation von Kosten in H\u00f6he von mehreren Dutzend Milliarden Dollar ausgehen.<\/p>\n<p><strong>Alles ist hybrid<\/strong><br \/>\nIn diesem Krieg werden wir keine Panzerangriffe durch IS-K\u00e4mpfer sehen und es wird auch keine Hunderttausende Tote auf russischer Seite geben. Wir beobachten allerdings, dass Russland auf ein neues Afghanistan zusteuert. Statt vielen Toten wird es zu hohen finanziellen Verlusten kommen und der Preis wird t\u00e4glich steigen. Auch die Anzahl der Toten wird schlie\u00dflich steigen. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird man die Truppen abziehen m\u00fcssen, was Putin sicher nicht tun wird, weil das f\u00fcr ihn eine Geste der Schw\u00e4che ist. Oder man wird den Einsatz erh\u00f6hen m\u00fcssen und weitere Leute nach Syrien schicken<\/p>\n<p>Wir schreiben also etwa das Jahr 1979 nach dem \u201eafghanischen\u201c Kalender. Ein zweites \u201eklassisches\u201c Afghanistan werden wir nicht erleben, aber dessen \u201ehybride\u201c Variante im 21. Jahrhundert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Dieses Material wurde von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/anton.pavlushko?ref=ts&amp;fref=ts\">Anton Pawluschko<\/a> exklusiv f\u00fcr <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/blog\/2015\/10\/04\/sirijskij-gibridnyj-afganistan-putina\/\">InformNapalm<\/a> vorbereitet; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/viktor.d.duke?fref=hovercard\">Viktor Duke<\/a>. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die wichtigste Frage der Woche ist: Wird Syrien f\u00fcr Russland zu einem neuen Afghanistan? 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Noch hat niemand eine Antwort darauf. Ich denke, keiner der sowjetischen F\u00fchrer dachte daran wie der Sturm von Amins Palast enden w\u00fcrde. Nach dem \u201eafghanischen\u201c Kalender schreiben wir heute den 28. Dezember 1979 \u2013 Wer konnte die Folgen damals ahnen?<\/em>\r\n\r\n<strong>Die k\u00e4mpfende Truppe<\/strong>\r\nHeute haben wir aus dem Mund des Repr\u00e4sentanten des russischen Verteidigungsministeriums von einer Gruppierung von mehr als 50 Flugzeugen und Hubschraubern erfahren \u2013 das hei\u00dft Russland hat eine kombinierte Fliegende Gruppe in das Kriegsgebiet verlegt. Der beschauliche Flughafen von Latakia hat sich in eine moderne <a href=\"http:\/\/tass.ru\/armiya-i-opk\/2307936\">Luftwaffenbasis\u00a0der Russen<\/a> verwandelt.\r\n\r\nNach Einsch\u00e4tzung der Zeitungen <a href=\"http:\/\/www.novayagazeta.ru\/politics\/70161.html\"><em>Novaya Gazeta<\/em><\/a> (russ.) und <a href=\"https:\/\/www.vedomosti.ru\/politics\/articles\/2015\/09\/30\/610921-nedostatka-v-zhelayuschih-povoevat-v-sirii-net\"><em>Vedomosti<\/em><\/a> (russ.) sind an der Operation 1500 bis 2000 Menschen beteiligt. Unmittelbar f\u00fcr den Objektschutz wird mindestens ein Bataillon der Marineinfanterie eingesetzt \u2013 vermutlich das bereits bekannte kombinierte Bataillon der 810. Brigade der Marineinfanterie der Schwarzmeerflotte, welches unl\u00e4ngst in den Untersuchungen von Bloggern aufgetaucht ist.\r\n\r\n<strong>Die Unterst\u00fctzergruppe<\/strong>\r\nMan muss allerdings schon beachten, dass \u00fcber die genannten Zahlen hinaus sehr viel mehr Milit\u00e4rangeh\u00f6rige an der Operation teilnehmen werden. F\u00fcr die schnelle G\u00fcterbef\u00f6rderung sind die Luftstreitkr\u00e4fte zust\u00e4ndig. Die Nutzlast betr\u00e4gt dabei bis zu 60 Tonnen bei einer Il-76 und bis zu 120 Tonnen bei einer An-124.\r\n\r\nDie Hauptlast des G\u00fctertransports tragen die russischen Seestreitkr\u00e4fte mittels Gro\u00dfer Landungsschiffe (NATO-Codename Ropucha). Insgesamt gibt es in der Flotte davon 18 Einheiten, aber dem Verkehrsaufkommen am Bosporus nach werden acht bis zehn Schiffe f\u00fcr den Transport eingesetzt werden k\u00f6nnen. Die Ladef\u00e4higkeit <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/syria-navy-rus\/\">eines dieser Schiffe liegt bei 480 bis 1000 Tonnen<\/a>\u00a0(dt).\r\n\r\nInsgesamt k\u00f6nnen bei G\u00fctertransport, Be- und Entladen, Unterst\u00fctzungsaufgaben und Truppenrotation mehrere zehntausend Menschen zum Einsatz kommen.\r\n\r\n<strong>Sind Wehrpflichtige auch dabei?<\/strong>\r\nIn Russland wird gebetsm\u00fchlenartig wiederholt, dass nur Zeitsoldaten oder freiwillige Offiziere nach Syrien gehen. Somit sollen Soldatenm\u00fctter sich keine Sorgen machen. Aber das Beispiel des Freiwilligen und Offiziers Major Starkow, der vor kurzem zu 14 Jahren Gef\u00e4ngnis f\u00fcr die Beteiligung am Krieg im Donbass verurteilt wurde, zeigt eines: Jeder Offizier kann sich dort wiederfinden.\r\n\r\nWas Zeitsoldaten angeht, so ist in der modernen russischen Armee der \u00dcbergang vom Wehrpflichtigen zum Profi eher flie\u00dfend. Das erste Angebot sich zu verpflichten, erhalten Milit\u00e4rangeh\u00f6rige drei bis sechs Monate nach Beginn des Grundwehrdienstes. Danach kann der 18 oder 19-J\u00e4hrige \u201eZeitsoldat\u201c praktisch \u00fcberall eingesetzt werden.\r\n\r\nIn der Flotte ist alles noch einfacher: Auf Schiffen der russischen Marine dienen Wehrpflichtige. In Tartus wurden in den letzten Jahren mehr als 20 Schiffe gesichtet. Die Matrosen mit Wehrpflichtigen-Status werden so oder so der Stadt einen Besuch abstatten und dort auf b\u00e4rtige M\u00e4rtyrer f\u00fcr den Glauben treffen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es die ersten Toten unter Wehrpflichtigen gibt.\r\n\r\n<strong>Milit\u00e4rischer Alltag - in der Luft und am Boden<\/strong>\r\nDie russische Regierung behauptet fest und steif, man werde nicht an einer Bodenoperation teilnehmen und der Hauptbeitrag werde aus Lufteins\u00e4tzen bestehen. Soweit die Theorie.\r\n\r\nIn der Praxis werden die Russen den Flughafen von Latakia und Anflugrouten sorgf\u00e4ltig kontrollieren m\u00fcssen. Dazu werden Gebiete in einem Umkreis von mehreren Dutzend Kilometern geh\u00f6ren. Eine einzige schultergest\u00fctzte Flugabwehrwaffe in den H\u00e4nden eines Gotteskriegers gen\u00fcgt, um ein Transportflugzeug beim Landeanflug vom Himmel zu holen. Man schaue sich dazu die gebirgige Landschaft um Latakia herum an \u2013 ein Schuss und die Suche kann beginnen.\r\n\r\nEine vorsintflutliche Grad-P (d.h. eine portable Raketenartillerie-Startvorrichtung) reicht aus, um aus zehn Kilometern Entfernung eine Ansammlung von Flugzeugen auf dem Flugfeld folgenreich zu treffen. Eigentlich machen schon einege solcher Angriffe dieses ganze Milit\u00e4r-Abenteuer sinnlos und man wird daher die Basis weitr\u00e4umig bewachen m\u00fcssen. (Siehe <a href=\"https:\/\/m.youtube.com\/results?search_query=syria+laucher\">unter diesem Link<\/a>)\r\n\r\nDas bedeutet, man wird viele Stra\u00dfensperren errichten und Kasernen sowie andere Geb\u00e4ude bewachen, um Sprengstoffanschl\u00e4ge zu verhindern. Im Endeffekt wird man die Sprengladung einfach an der Stra\u00dfensperre z\u00fcnden. Das wird es umso \u00f6fter geben, je l\u00e4nger der Einsatz dauert.\r\n\r\nEin weiteres Problem besteht darin, dass das gesamte \u00fcberschaubare Truppenkontingent auf zwei St\u00fctzpunkte verteilt ist \u2013 den Hafen von Tartus und den Flughafen von Latakia. Die Entfernung betr\u00e4gt etwa 95 Kilometer und seitlich entlang der Verbindungslinie gibt es ein Gebirgsmassiv. Dieses wird man ebenfalls komplett \u00fcberwachen m\u00fcssen.\r\n\r\nAuch Tartus muss bewacht werden. Auch dort wird es zu Angriffen durch Rebellen, IS-K\u00e4mpfer und Selbstmordattent\u00e4ter kommen. Nichts st\u00f6rt die Islamisten dabei, ein Fischerboot mit Dynamit zu beladen und in Richtung der russischen Schiffe zu schicken. Man wird nicht alle abfangen k\u00f6nnen\u2026\r\n\r\nEs wird auch Bodenoperationen und Gefechte geben. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird ein russisches Flugzeug abgeschossen werden, der Pilot wird den Schleudersitz benutzen und man wird Marineinfanterie per Hubschrauber schicken um ihn zu retten. Auch diese wird man abschie\u00dfen. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter werden Rebellen oder Islamisten mit Angriffen auf russische Stra\u00dfensperren und Fahrzeugkolonnen beginnen. Es wird Tote geben. Durchaus offiziell und hoch werden die Verluste sein. Um diese zu kompensieren wird man weitere Soldaten schicken, auch um zumindest den Status-Quo zu erhalten.\r\n\r\n<strong>Assads Spiel und das heutige Syrien<\/strong>\r\nDie ganze Zeit h\u00f6ren wir kaum etwas von Assad. Er ist sich einigerma\u00dfen dar\u00fcber bewusst, dass er wenig Einfluss hat und dass Putin ihn jederzeit wie eine Bauernfigur auf dem Schachbrett opfern kann, um den Westen zu beschwichtigen. Was soll Assad also davon abhalten sein eigenes Spiel zu spielen und Putin tiefer in den Konflikt hineinzuziehen? Einige erfolgreiche Angriffe durch unbekannte K\u00e4mpfer auf russische Positionen und Putin wird kaum vermeiden k\u00f6nnen, die Truppen in Syrien zu verst\u00e4rken.\r\n\r\nWie im Fall von Afghanistan m\u00fcssen die sowjetischen\/russischen Streitkr\u00e4fte mit den K\u00e4mpfern vor Ort kooperieren, aber diese sind bereits seit f\u00fcnf Jahren im Krieg. Ein Teil der Armee kommt genau aus den St\u00e4dten, die Russland nun mit viel Elan bombardiert. Au\u00dferdem sind sie Moslems.\r\n\r\nGenau genommen haben wir im Augenblick kaum eine Vorstellung davon, wer in Syrien lebt. Was ist die ethnische Zusammensetzung von Latakia, Homs, Tartus, Damaskus und Aleppo? In den letzten Jahren hat durch gro\u00dfe Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me eine massive Vermischung stattgefunden. Viele Medien zeigen gerne Karten von Syrien, auf den Gebiete (<em>Anm. d. \u00dcbers.: verschiedener religi\u00f6ser Gruppen<\/em>) einheitlich gef\u00e4rbt und homogen sind. Mit scharfen Grenzen. Allerdings besteht Syrien haupts\u00e4chlich aus W\u00fcstengebieten, wo es schlichtweg niemand jemand anderen kontrollieren kann. Umk\u00e4mpft sind bewohnte Gebiete und St\u00e4dte sowie Verbindungen zwischen ihnen. Die schiere Anzahl verschiedener politischer Akteure ist erstaunlich. Und inmitten dieser Vielfalt befindet sich ein \u00fcberschaubares aber stolzes Truppenkontingent aus dem christlichen Russland. Alles ganz einfach, oder? Eben nicht, sondern unkalkulierbar\u2026\r\n\r\n<strong>Konkurrenz aus Washington<\/strong>\r\nDas Schlimmste ist f\u00fcr Russland, dass die Konkurrenz nicht schl\u00e4ft und ihre Strategie weiter verfolgt. Die US-Amerikaner liefern endlich Milit\u00e4rger\u00e4t an die ukrainischen Streitkr\u00e4fte (<em>Anm. d. \u00dcbers.: Es geht um Lieferungen von sogenanntem Artillerieaufkl\u00e4rungsradar und damit nicht-t\u00f6dliche Systeme<\/em>). Scheinbar geschieht dies gegen Ende des Konflikts, aber es wird f\u00fcr Russland nicht ohne weiteres m\u00f6glich sein, den <a href=\"http:\/\/www.atlanticcouncil.org\/blogs\/new-atlanticist\/radars-for-ukraine-obama-s-signal-to-putin\">Konflikt in der Ukraine wieder anzufachen<\/a>.\r\n\r\nDie Luftstreitkr\u00e4fte der USA werden die Russen kaum dabei st\u00f6ren, Islamisten oder Rebellen zu bombardieren, aber fr\u00fcher oder sp\u00e4ter k\u00f6nnen in der Region tragbare Flugabwehrwaffen auftauchen. Russische Flugzeuge werden in Mengen abst\u00fcrzen.\r\n\r\nAuf seltsame Art und Weise verst\u00e4rken die Taliban in Afghanistan ihre Pr\u00e4senz. Jahrelang konnte man Kundus nicht einnehmen und jetzt pl\u00f6tzlich doch. Merkw\u00fcrdig? Angrenzend befinden sich Tadschikistan und Usbekistan \u2013 Russland wird also auch hier reagieren m\u00fcssen, falls ein Feldkommandeur in Afghanistan in n\u00f6rdlicher Richtung zieht.\r\n\r\nAuch die T\u00fcrken k\u00f6nnen ihre Karten ausspielen. Sie sind nat\u00fcrlich gegen eine st\u00e4rker werdende kurdische Bewegung, aber \u00e4hnliches gilt f\u00fcr Russland und man w\u00fcrde die Kurden durchaus dazu benutzen, Russland zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Dann w\u00e4re da noch Saudi-Arabien. Au\u00dferdem kann Israel eine aktivere Hisbollah nicht gebrauchen, die an der Seite Assads k\u00e4mpft usw.\r\n\r\n<strong>Eine Kostenfrage<\/strong>\r\nDas ist die interessanteste Fragestellung. Man begegnet oft der Meinung, die Ukrainer sollten sich nicht zu sehr \u00fcber das Syrien-Abenteuer Putins freuen. Aber je tiefer Russland in Syrien versackt, je mehr Ressourcen f\u00fcr die Truppe dort aufgewendet werden, desto weniger Geld bleibt f\u00fcr die Ukraine \u00fcbrig. Umso weniger bekommen auch die einfachen russischen Soldaten. Je mehr Verluste die russischen Streitkr\u00e4fte haben, desto geringer die Motivation Leben zu opfern \u2013 weder in Aleppo noch in Nowoasowsk.\r\n\r\nHeute sind moderne Su-34 nach Latakia verlegt worden (Anm. d. \u00dcbers.: Es handelt sich um Jagdbomber). Eine Maschine kostet 36 Millionen US-Dollar. Ein erfolgreicher Terrorangriff kann Russland Verluste in H\u00f6he von Hunderten Millionen zuf\u00fcgen. Alle Waffenlieferungen an Assad sind quasi direkte Verluste \u2013 niemand wird daf\u00fcr bezahlen.\r\n\r\nEin Monat Krieg im Irak kostete die USA <a href=\"http:\/\/www.nbcnews.com\/id\/23551693\/#.UUneiOs9ycE\">zw\u00f6lf Milliarden Dollar<\/a>. F\u00fcr den Krieg in Afghanistan wurden <a href=\"https:\/\/csis.org\/files\/publication\/120515_US_Spending_Afghan_War_SIGAR.pdf\">641 Milliarden Dollar<\/a> bewilligt.\r\n\r\nDer halbherzige Kampf gegen den Islamischen Staat hatte die USA nach knapp einem Jahr <a href=\"http:\/\/www.defense.gov\/Portals\/1\/features\/2014\/0814_iraq\/docs\/ISIL_Master_Report-31Aug15.pdf\">3,87 Milliarden Dollar<\/a> gekostet. Die Kosten pro Tag liegen bei 9,9 Millionen Dollar.\r\n\r\nMan beachte dabei wie stetig die Kosten pro Tag von <a href=\"http:\/\/www.defense.gov\/Portals\/1\/features\/2014\/0814_iraq\/docs\/ISIL_Master_Report-31Aug15.pdf\">5,6 Millionen Dollar auf fast 10<\/a> angestiegen sind. Dabei h\u00e4lt man sich noch davon zur\u00fcck, komplett in den Konflikt einzusteigen.\r\n\r\nKanada hat f\u00fcr ein Kriegsjahr <a href=\"http:\/\/news.nationalpost.com\/news\/federal-budget-2015-reveals-the-war-against-isil-will-cost-360-million-over-next-12-months\">Kosten<\/a> von <a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Operation_Impact\">mehreren Hundert Millionen Dollar<\/a> zu verzeichnen. Dabei sind etwa zehn Flugzeuge im Einsatz.\r\n\r\nJeden Tag in diesem Konflikt werden die Kosten f\u00fcr Russland steigen. Wenn man sichtbare Erfolge zeigen will, werden Milliarden notwendig sein. Insgesamt kann man bei dieser Operation von Kosten in H\u00f6he von mehreren Dutzend Milliarden Dollar ausgehen.\r\n\r\n<strong>Alles ist hybrid<\/strong>\r\nIn diesem Krieg werden wir keine Panzerangriffe durch IS-K\u00e4mpfer sehen und es wird auch keine Hunderttausende Tote auf russischer Seite geben. Wir beobachten allerdings, dass Russland auf ein neues Afghanistan zusteuert. Statt vielen Toten wird es zu hohen finanziellen Verlusten kommen und der Preis wird t\u00e4glich steigen. Auch die Anzahl der Toten wird schlie\u00dflich steigen. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird man die Truppen abziehen m\u00fcssen, was Putin sicher nicht tun wird, weil das f\u00fcr ihn eine Geste der Schw\u00e4che ist. Oder man wird den Einsatz erh\u00f6hen m\u00fcssen und weitere Leute nach Syrien schicken\r\n\r\nWir schreiben also etwa das Jahr 1979 nach dem \u201eafghanischen\u201c Kalender. Ein zweites \u201eklassisches\u201c Afghanistan werden wir nicht erleben, aber dessen \u201ehybride\u201c Variante im 21. Jahrhundert.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<em>Dieses Material wurde von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/anton.pavlushko?ref=ts&amp;fref=ts\">Anton Pawluschko<\/a> exklusiv f\u00fcr <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/blog\/2015\/10\/04\/sirijskij-gibridnyj-afganistan-putina\/\">InformNapalm<\/a> vorbereitet; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/viktor.d.duke?fref=hovercard\">Viktor Duke<\/a>. 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