{"id":11592,"date":"2015-11-07T12:35:38","date_gmt":"2015-11-07T12:35:38","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=11592"},"modified":"2015-11-08T20:48:51","modified_gmt":"2015-11-08T20:48:51","slug":"dumme-bomben-fuer-die-syrer-eine-entlarvung-der-mythischen-russischen-praezisionswaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/dumme-bomben-fuer-die-syrer-eine-entlarvung-der-mythischen-russischen-praezisionswaffen\/","title":{"rendered":"\u201eDumme\u201c Bomben f\u00fcr die Syrer: Eine Entlarvung der mythischen russischen Pr\u00e4zisionswaffen"},"content":{"rendered":"<p><strong>InformNapalm stellt seinen Lesern einen Artikel vor, der von unseren Freunden von der Nachrichtenagentur <a href=\"http:\/\/newsader.com\/15023-tupye-bomby-dlya-siriycev-reuters-razvenchiv\/\">\u201eNewsader\u201c<\/a> vorbereitet wurde. Der Artikel beinhaltet viele interessante charakteristische Details der \u201edummen\u201c Bomben und \u201epr\u00e4zisionsfreien Waffen\u201c, welche Russland bei der Milit\u00e4roperation in Syrien einsetzt.<\/strong><\/p>\n<p>Der Hof eines Wohnhauses in der georgischen Stadt Gori ist der Schl\u00fcssel, um zu verstehen, ob die aktuellen Luftschl\u00e4ge der russischen Luftstreitkr\u00e4fte in Syrien so \u201epr\u00e4zise\u201c sind wie das russische Verteidigungsministerium versichert. Genau das besagte Objekt wurde durch die russischen Luftstreitkr\u00e4fte w\u00e4hrend der Aggression gegen Georgien 2008 angegriffen. An jenem Tag im August hatte der russische Pilot eine Panzerkolonne im Visier, verfehlte das Ziel allerdings und traf das Haus, berichtet Reuters.<\/p>\n<p>\u201eKann man sagen, dass ihre Angriffe genau waren? Ich denke nicht\u201c, sagt Awtandil Macharadse, ein Bewohner der Stadt Gori, w\u00e4hrend er vor dem neu erbauten Geb\u00e4ude steht. Vorher gab es dort Ruinen zu sehen, die durch die russische Bombardierung entstanden waren.<\/p>\n<p>Bis zum Beginn der Intervention in Syrien war der russisch-georgische Krieg die letzte Operation, bei der Moskau Luftangriffe geflogen hatte. Es gibt gewisse Unterschiede zwischen diesen beiden Operationen: Die syrischen Gegner Assads, die der Kreml versucht anzugreifen, haben keine Flugabwehrraketen, was den Russen erlaubt, etwas genauer zu zielen. Es gibt allerdings auch eine Gemeinsamkeit, welche die russische Operation in Syrien verst\u00e4ndlicher macht, weil diese sich einer vollwertigen Analyse vom Boden aus entzieht, wo intensive K\u00e4mpfe zwischen Rebellen und regierungstreuen Truppen stattfinden.<\/p>\n<p>Zuallererst ist nach drei Bombardierungen und deren Ergebnissen eines klar: Die russischen Luftstreitkr\u00e4fte setzen haupts\u00e4chlich alte \u201edumme\u201c <em>(ungelenkte, Anm. d. \u00dcbersetzers)<\/em> Bomben aus sowjetischer Produktion ein, obwohl pr\u00e4zisionsgelenkte Waffen bei den Truppen vorhanden sind. Die Schlussfolgerung ergibt sich aus der Anzahl der Opfer der Luftangriffe in der Zivilbev\u00f6lkerung. Verschiedenen Einsch\u00e4tzungen nach gibt es 60 bis \u00fcber 100 Tote, einige Dutzend davon sind Kinder.<\/p>\n<p>Das russische Verteidigungsministerium hat auf eine Anfrage betreffs der quantitativen Genauigkeit der Luftschl\u00e4ge in Syrien nicht reagiert, behauptet allerdings das russische Piloten niemals Ziele in dichtbewohnten Gebieten angreifen.<\/p>\n<p>\u201eWir beobachten und untersuchen solche Behauptungen sehr genau [..]. Bevor ein Objekt der Terroristen zerst\u00f6rt wird, \u00fcberpr\u00fcft man die Information mehrfach und \u00fcber mehrere Kan\u00e4le. Erst wenn wir 100-prozentig sicher bez\u00fcglich des Objekts sind, greifen die Luftstreitkr\u00e4fte die Infrastruktur des IS mit pr\u00e4zisionsgelenkten Bomben an\u201c, sagte der offizielle Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums, General-Major Igor Konaschenkow.<\/p>\n<p><strong>Fehlschl\u00e4ge<\/strong><\/p>\n<p>Batu Kutelija, der w\u00e4hrend des Konflikts 2008 Stellvertreter des georgischen Verteidigungsministers war, gab an, dass 50 Prozent der russischen Luftschl\u00e4ge auf georgischem Territorium ihre Ziele verfehlten und dass 40 Prozent der eingesetzten Bomben Blindg\u00e4nger waren.<\/p>\n<p>\u201eDie russische Armee ist ein Erbe der sowjetischen Armee und f\u00fcr diese hatte die Zielgenauigkeit der Angriffe niemals eine hohe Priorit\u00e4t\u201c, behauptete Kutelija in einem Interview.<\/p>\n<p>Abgesehen von dem Vorfall im Wohngebiet erz\u00e4hlen georgische Beamte von Angriffen, bei denen ein Krankenhaus in Gori und ein \u00f6ffentlicher Platz der Stadt getroffen wurden. Au\u00dferdem gab es Angriffe auf die K\u00fcstenverteidigung des Hafens von Poti sowie auf das Erholungsgebiet in Borschomi, wobei durch die russischen Bombardierungen mehrere hundert Hektar Wald abbrannten.<\/p>\n<p>Am 12. August 2008 wurde ein wei\u00dfes gepanzertes Fahrzeug mit einer Gruppe von Journalisten von Reuters durch Splitter von Streumunition besch\u00e4digt, die \u00fcber Gori abgeworfen worden war. Dabei wurde gutbegr\u00fcndet angenommen, dass georgische Piloten nicht verantwortlich sein konnten.<\/p>\n<p>Allerdings gibt es nachwievor keine zuverl\u00e4ssigen genauen Daten dar\u00fcber, wie viele Zivilisten durch die russischen Luftangriffe in Georgien get\u00f6tet wurden.<\/p>\n<p>Man muss festhalten, dass auch Streitkr\u00e4fte anderer L\u00e4nder einige Mal verantwortlich f\u00fcr fehlgeleitete Luftangriffe auf Zivilisten waren. Dies geschah mehrfach im Rahmen von Luftoperationen der NATO und USA im Irak, Afghanistan, Jemen, Libyen und im Kosovo.<\/p>\n<p>Erst vor kurzem starben durch einen Luftangriff der USA auf ein Krankenhaus in der Stadt Kundus mindestens 23 Menschen. Sp\u00e4ter hie\u00df es, dass der Angriff auf das Krankenhaus auf Informationen von afghanischen Kr\u00e4ften beruhte, wobei sich unmittelbar im Krankenhaus Terroristen aufgehalten h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Ein Vertreter des afghanischen Innenministeriums, Sedik Sediki sagte damals: \u201eEtwa 10 bis 15 Terroristen hatten sich nachts in dem Krankenhaus versteckt und wurden daher angegriffen. Alle Terroristen, die sich dort aufhielten, wurden get\u00f6tet, aber auch \u00c4rzte. Wir werden alles tun, um die Sicherheit der \u00c4rzte bei der Arbeit zu gew\u00e4hrleisten.\u201c<\/p>\n<p>Der Kommandeur der internationalen Streitkr\u00e4fte in Afghanistan (Missionen \u201eISAF\u201c und nun \u201eResolute Support\u201c) John Campbell entschuldigte sich beim Pr\u00e4sident von Afghanistan f\u00fcr den Luftangriff auf das Krankenhaus. Das Pentagon seinerseits versprach eine Untersuchung des tragischen Vorfalls.<\/p>\n<p>Der Hauptunterschied der Vorf\u00e4lle, die NATO- und US-Luftstreitkr\u00e4fte oder russische Luftstreitkr\u00e4fte verursacht haben besteht darin, dass der Westen offen seine Verantwortung am Tod von Zivilisten zugibt und in einigen F\u00e4llen entsprechende Untersuchungen durchf\u00fchrt. Die russische Seite dagegen besteht immer auf ihrer Unschuld und verweigert jegliche Aktionen, die zur Aufkl\u00e4rung der tats\u00e4chlichen Vorf\u00e4lle beitragen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Sowjetische Karten<\/strong><\/p>\n<p>Georgische Milit\u00e4rangeh\u00f6rige sowie westliche Experten haben drei Gr\u00fcnde genannt, weswegen Russland sich f\u00fcr eine Verwendung von pr\u00e4zisionsgelenkter Munition entschieden hat.<\/p>\n<p>Erstens, es ist Russland nicht gelungen die Flugabwehr Georgiens schnell auszuschalten. Nachdem eine georgische Raketenbatterie eine Tu-22 <em>(Anm. d. \u00dcbers.: Die Tu-22(M) ist ein \u00fcberschallf\u00e4higer Bomber, Aufkl\u00e4rer und Abschussplattform f\u00fcr Marschflugk\u00f6rper)<\/em> abgeschossen hatte, waren andere Piloten gezwungen, h\u00f6her und schneller zu fliegen, was eine verringerte Treffergenauigkeit bedeutet.<\/p>\n<p>In Syrien gibt es diese Einschr\u00e4nkungen nicht, da die Rebellen nicht \u00fcber Waffensysteme verf\u00fcgen, um strahlgetriebene Flugzeuge abzuschie\u00dfen.<\/p>\n<p>Der zweite Grund ist die fehlende Kompetenz der russischen Piloten.<\/p>\n<p>Kutelija, ehemaliger Stellvertreter des georgischen Verteidigungsministers, behauptet, dass die russischen Luftstreitkr\u00e4fte die Operation basierend auf alten sowjetische Karten durchgef\u00fchrt haben, da es an aktuellen kartographischen Aufkl\u00e4rungsdaten mangelte. Seiner Einsch\u00e4tzung nach sind es genau die Abweichungen zwischen altem Kartenmaterial und der realen Situation auf dem Boden, die zu den vielen fehlgeschlagenen Angriffen f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Das Institut f\u00fcr Strategische Studien der USA hat in einem Bericht 2011 Folgendes festgestellt: Russland hat den milit\u00e4rischen Flughafen Wasiani bei Tbilissi aus der Luft zerst\u00f6rt, obwohl der Flughafen seit dem Zerfall der Sowjetunion nicht milit\u00e4risch genutzt worden war. Andererseits hat Russland dem Bericht zufolge nicht das Risiko auf sich genommen, die georgische Milit\u00e4rbasis bei Gori aus der Luft anzugreifen. Die Basis wurde erst nach dem Eintreffen russischer Bodeneinheiten zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Russische Offizielle behaupten, dass man in Syrien Aufkl\u00e4rungsdrohnen und Satellitenaufnahmen f\u00fcr die Zielbestimmung verwendet und dass ein Austausch von Aufkl\u00e4rungsdaten mit den Regierungstruppen stattfindet.<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4zisionsgelenkte Munition<\/strong><\/p>\n<p>Das dritte Problem, mit dem die russischen Streitkr\u00e4fte im Krieg gegen Tbilissi konfrontiert wurden, ist die technische Abh\u00e4ngigkeit von konventioneller, ungelenkter Munition. Diese Einschr\u00e4nkung konnte die russische Armee auch in Syrien nicht \u00fcberwinden, was aus den Ergebnissen der Bombardierungen hervorgeht.<\/p>\n<p>In Georgien hatte man vorzugsweise die Frontbomber Su-24 und Su-25 aus Sowjetzeiten eingesetzt. Die waren ausschlie\u00dflich mit ungelenkten Waffen <em>(f\u00fcr Bodenangriffe, Anm. d. \u00dcbers.)<\/em> ausgestattet, da das Navigationssystem GPS au\u00dfer Funktion gesetzt worden war und das russische Pendant GLONASS noch nicht in Betrieb war.<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt der Operation in Syrien war GLONASS einsatzf\u00e4hig und wurde aktiv verwendet: Der neueste Frontbomber, die Su-34, welche 2014 bei den Streitkr\u00e4ften eingef\u00fchrt wurde, hat pr\u00e4zisionsgelenkte Waffen abgeworfen. Zum ersten Mal in der Geschichte wurden Marschflugk\u00f6rper des Typs \u201eKaliber\u201c von der russischen Marine im Kaspischen Meer verschossen.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz betonen Analytiker von Reuters, dass Moskau die neuen Waffensysteme eher sparsam verwendet. Bezeichnend ist, dass seit dem Start von 26 Marschflugk\u00f6rpern am 8. Oktober 2015 einschlie\u00dflich der vier abgest\u00fcrzten Flugk\u00f6rper, keine weiteren Starts erfolgt sind.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es unter den insgesamt 50 Flugzeugen der russischen Luftflotte in Syrien lediglich vier (oder weniger) der neuesten Su-34, die die neuen \u201eSmart-Bomben\u201c f\u00fchren, behauptet Aleksandr Golz, Kommentator und stellvertretender Hauptredakteur des Internet-Mediums \u201eEschednewnyj Schurnal\u201c <em>(russ. Tagesanzeiger)<\/em>. Den L\u00f6wenanteil der Angriffe wird durch Su-24 und Su-25 getragen, welche alte sowjetische Bomben einsetzen.<\/p>\n<p>\u201eDer gro\u00dfe Vorteil pr\u00e4zisionsgelenkter Waffen besteht in der h\u00f6heren Trefferwahrscheinlichkeit\u201c, sagt Nick de Larrinaga von dem auf Verteidigung und Waffensysteme spezialisierten Consulting-Unternehmen IHS Aerospace, Defence and Security.<\/p>\n<p>\u201eNachteilig ist bei diesen Waffen der weitaus h\u00f6here St\u00fcckpreis\u201c, sagt er abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p><strong>Zivile Opfer der russischen Luftangriffe in Syrien<\/strong><\/p>\n<p>Seit weniger als vier Wochen, also seit dem Beginn der russischen Luftoperation ist eine Menge Information dar\u00fcber vorhanden, dass durch die russischen Luftschl\u00e4ge zunehmend mehr Zivilisten sterben. Das ist ein deutliches Indiz daf\u00fcr, dass den Russen sowohl pr\u00e4zise Waffensysteme als auch pr\u00e4zise Aufkl\u00e4rungsdaten fehlen \u2013 zumindest bezogen auf die offiziellen Zahlenangaben des russischen Milit\u00e4rs.<\/p>\n<p>Die Nachrichtenagentur Qasioun berichtet regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber Zerst\u00f6rungen im zivilen Sektor nach russischen Angriffen. An manchen Tagen gehen mehrere solcher Meldungen ein. In einer davon, vom 25. Oktober 2015, hei\u00dft es, dass nach Luftschl\u00e4gen in einer l\u00e4ndlichen Gegend der Provinz Idlib mindestens drei Menschen starben \u2013 eine Frau und zwei Kinder.<\/p>\n<p>Im Video unten sind den Kommentaren nach Kinder auf der Flucht vor russischen Luftangriffen in einem speziellen Fahrzeug zu sehen.<\/p>\n<p>Luftangriffe in Wohngegenden sind derart intensiv, dass es trotz der gro\u00dfen Schwierigkeiten bei der formalen Registrierung solcher Vorf\u00e4lle der internationalen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) gelungen ist, mindestens zwei solcher Angriffe festzustellen. Diese fanden am 15. Oktober 2015 in Norden der syrischen Provinz Homs statt und stellen Verst\u00f6\u00dfe gegen das Genfer Abkommen dar. Bewohner vor Ort sind davon \u00fcberzeugt, dass es sich um russische Flugzeuge handelte: Das Triebwerkger\u00e4usch und die Flugh\u00f6he unterscheiden sich von syrischen Flugzeugen.<\/p>\n<p>Zurzeit betr\u00e4gt die Zahl ziviler Opfer durch Bombardierungen mindestens 59, darunter 33 Kinder. Human Rights Watch hat Russland zu einer Untersuchung dieser Vorf\u00e4lle aufgerufen, aber Russland streitet jegliche Beteiligung ab.<\/p>\n<p>\u201eZivilisten im Norden der Provinz Homs k\u00f6nnen sich entsprechend den vorr\u00fcckenden Truppen weder verstecken noch fliehen. Russland muss sich davon \u00fcberzeugen, dass es alle Mittel nutzt, um Zivilisten zu sch\u00fctzen und daf\u00fcr zu sorgen, dass sie die M\u00f6glichkeit haben Zielgebiete von syrischen und russischen Bombardierungen rechtzeitig zu verlassen\u201c, sagte Nadim Houry, stellvertretender Direktor der Nahost-Abteilung von Human Rights Watch.<\/p>\n<p>Aktivisten sagen indes, dass die zivile Bev\u00f6lkerung keinerlei Vorwarnung durch das russische Milit\u00e4r erhielt wie es die Kriegsordnung fordert.<\/p>\n<p>Bei der Analyse der durch die Luftangriffe verursachten Verletzungen ergab sich, dass Russland sogenannte \u201eVakuumbomben\u201c einsetzt. Diese Waffen verteilen zun\u00e4chst ein brennbares Material in Form von Aerosol. Diese Wolke wird gezielt gez\u00fcndet, wobei die Explosion eine St\u00e4rke wie die kleinsten taktischen nuklearen Sprengk\u00f6pfen aufweist, ohne die Strahlungseffekte.<\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Lesen Sie auch:<\/strong><\/em>\u00a0<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/syrien-infografik-mit-angaben-zu-kriegsverbrechern-des-kremls\/\">&#8222;Syrien: Infografik mit Angaben zu Kriegsverbrechern des Kremls&#8220;<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eRussland berichtet von punktgenauen Angriffen, aber die Aussagen von Zeugen vor Ort und Videoaufzeichnungen zeigen, dass viele Zivilisten get\u00f6tet wurden\u201c, stellt Houry fest. \u201eRussland muss alles unternehmen, um Zivilisten vor seinen Luftangriffen zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Der Presse-Sprecher des Kremls, Dmitrij Peskow, hat nach der ihm eigenen Art die Behauptungen \u00fcber eine Verantwortung Russlands f\u00fcr zivile Opfer als \u201eZeitungsente\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p>\u201eIn den letzten Tagen haben wir sehr viele Meldungen, \u201eZeitungsenten\u201c und haltlose Behauptungen registriert \u00fcber Konsequenzen der russischen Luftoperation in Syrien\u201c, sagte der Staatsbeamte.<\/p>\n<p>Innerhalb von nur drei Wochen hat die russische Luftoperation 370 Tote gekostet, ein Drittel davon sind Zivilisten, berichten syrische Menschenrechtsbeobachter. Entsprechende Berichte und Zahlen wurden am 23. Oktober ver\u00f6ffentlicht und man muss annehmen, dass seit dem noch mehr Zivilisten durch russische Bombardierungen umgekommen sind.<\/p>\n<p><strong>Das Fiasko der Moskauer Milit\u00e4rintervention in Syrien<\/strong><\/p>\n<p>Parallel dazu hat die syrische Opposition und US-amerikanische Experten mehrmals gesagt, dass die Milit\u00e4rintervention des Kremls bei einer Dauer von knapp vier Wochen keinerlei sichtbare <em>(milit\u00e4rische, Anm. d. \u00dcbers.)<\/em> Ergebnisse bewirkt in einem Konflikt, der bereits f\u00fcnf Jahre andauert. Anf\u00e4nglich hat das Verteidigungsministerium die Intervention positioniert als Mittel zur Unterst\u00fctzung der Bodentruppen Baschar Assads. Aber die syrische Opposition hat die Offensive der regierungstreuen Kr\u00e4fte von Damaskus, des Irans und der Hisbollah praktisch gestoppt und ihnen mit Hilfe von US-amerikanischen Panzerabwehrsystemen gro\u00dfe Verluste zugef\u00fcgt. Diese Systeme und die Munition dazu werden auf dem Luftweg durch Transportflugzeuge der USA geliefert.<\/p>\n<p>Unl\u00e4ngst hat die Nachrichtenagentur Qasioun gemeldet, dass alleine bei der Front von Aleppo, wo regierungstreue Truppen eine gro\u00dfangelegte Offensive gestartet hatten, die Angreifer mehr als 200 Soldaten verloren haben. Genaue Zahlenangaben zu Verlusten von Milit\u00e4rger\u00e4t auf Seiten der Pro-Assad-Truppen fehlen noch. Es ist aber bekannt, dass an einem Tag (oder im Verlauf weniger Tage) die gem\u00e4\u00dfigte Opposition bei K\u00e4mpfen um Aleppo f\u00fcnf Panzer und drei gepanzerte Sch\u00fctzentransporter zerst\u00f6rt hat, sowie eine <a href=\"http:\/\/newsader.com\/14624-siriyskie-povstancy-unichtozhili-besp\/\">Drohne russischer Herstellung abgeschossen und dabei 35 Soldaten des Gegners get\u00f6tet hat <\/a><em>(russ.).<\/em><\/p>\n<p>Berichten aus Kampfgebieten zufolge haben Pro-Assad-Truppen in den betroffenen Gebieten nicht einmal taktische Siege errungen: Nach wochenlangen K\u00e4mpfen k\u00f6nnen sie nachwievor die strategische Stra\u00dfenverbindung zwischen Damaskus und Aleppo nicht kontrollieren.<\/p>\n<p>Milit\u00e4rexperten der Gruppe <em>&#8222;Informationswiderstand&#8220;<\/em>\u00a0<a href=\"http:\/\/sprotyv.info\/ru\/news\/kiev\/siriya-lakmusovaya-bumazhka-rossiyskoy-voenshchiny\">best\u00e4tigen<\/a>, \u201edie Offensive der syrisch-iranischen Truppen unterst\u00fctzt durch russische Luftstreitkr\u00e4fte kommt, gelinde gesagt, nicht vorw\u00e4rts\u201c. Analytiker haben \u201eschwache Koordination\u201c der der Pro-Assad-Truppen untereinander und fehlende operative Reserven festgestellt.<\/p>\n<p>Nach Angaben des IW hat das Kommando der angreifenden Kr\u00e4fte einige Faktoren nicht mit in die Planung einbezogen wie die starke Zunahme der Unterst\u00fctzung der Rebellen durch die USA und Verb\u00fcndete, \u201eProbleme mit der Logistik hinter der Front\u201c, eine relativ niedrige Effektivit\u00e4t der russischen Operation , schlechte Koordinierung zwischen iranischen und den Truppen Assads und die niedrige Kampfmoral der Regierungstruppen.<\/p>\n<p>\u201ePraktische Beispiele dieser \u201eOffensive\u201c sprechen eine deutliche Sprache\u201c, schreiben die Autoren abschlie\u00dfend in ihrem Bericht. \u201eIm Verlauf der letzten zwei Tage hatte alleine die kombinierte iranische Expeditionsbrigade 412 \u201eMilit\u00e4rberater\u201c verloren. Das entspricht einem Bataillon der iranischen Revolutionsgarde, \u201eArmeerentnern\u201c und iranischen \u201eFreiwilligen\u201c. Pro Tag bewegten sich Assads Sturmtruppen im Vorort Joubar (nordwestlicher Teil von Damaskus) um ganze 500 Meter vorw\u00e4rts\u201c, stand in einem aktuellen Bericht des IW.<\/p>\n<p>Dabei f\u00fchren die Experten von IW auch an, dass Russland sich gen\u00f6tigt sah, acht gebrauchte, t\u00fcrkische Hilfsschiffe f\u00fcr den G\u00fctertransport nach Syrien zu kaufen. Au\u00dferdem seien Produktionskapazit\u00e4ten des russischen R\u00fcstungssektors nicht ausreichend f\u00fcr die Luftoperation. Der Autor des Berichts stellt fest, dass das russische Unternehmen \u201eTaktische Raketensysteme\u201c nun in drei Schichten arbeitet, obwohl man es alles andere als mit einem globalen Konflikt zu tun hat.<\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Lesen Sie auch:<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/syria-navy-rus\/\">&#8222;<\/a><\/em><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/syria-navy-rus\/\">Krieg in Syrien: wie die russische Marine Baschar al-Assad hilft&#8220;<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eEs scheint, dass eine einmonatige Operation in einem fernen, hei\u00dfen Land das Unternehmen dazu zwingt in drei Schichten zu arbeiten, da Waffen aufgebraucht worden sind bzw. Nachschub notwendig ist. Offensichtlich ist damit nicht gesagt, dass s\u00e4mtliche Raketen verschossen worden sind, aber alleine die Tatsache einer solchen Umstellung bei einem \u00fcberschaubaren Konflikt spricht f\u00fcr sich selbst. Hinzu kommt, dass das Gros der durch die russischen Luftstreitkr\u00e4fte eingesetzten Waffen keine pr\u00e4zisionsgelenkten Raketen sind, sondern alte Bomben des Typs OFAB-250-270\u201c, schreibt der Analytiker<em> (Anm. d. \u00dcbers.: OFAB-250-270 ist eine sowjetische freifallende Bombe mit Splitter-Sprengwirkung in einem signifikanten Radius)<\/em>.<\/p>\n<p>Er bewertet es kritisch, dass russische Schiffe den Beschuss mit Marschflugk\u00f6rpern in den letzten drei Wochen nicht wiederholt haben.<\/p>\n<p>\u201eEs ist m\u00f6glich, dass es keine weitere Notwendigkeit gab, aber die Verwendung von nur 26 dieser furchteinfl\u00f6\u00dfenden Waffen sieht seltsam aus vor dem Hintergrund von \u00fcber 900 Flugeins\u00e4tzen der Luftstreitkr\u00e4fte\u201c, bemerkt der Experte und erg\u00e4nzt, dass die Waffen auf veralteten sowjetischen Anlagen gefertigt werden.<\/p>\n<p>Das Konstruktionsb\u00fcro \u201eNovator\u201c befinde sich in einer sehr deprimierenden Lage. Eine General\u00fcberholung der hochgradig abgenutzten Anlagen habe erst eben begonnen und mehr als 56 Prozent der Anlagen f\u00fcr die Herstellung des \u201eKaliber-NK\u201c-Marschflugk\u00f6rpers seien \u00e4lter als 20 Jahre, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n<p>Der Autor sagt zusammenfassend Folgendes \u00fcber die aktuelle Operation in Syrien: \u201e[Das ist] der Versuch mit neuesten in begrenzter Anzahl auf veralteten Anlagen hergestellten Raketen den Westen einzusch\u00fcchtern. Gleichzeitig f\u00fchrt ein einzelner Zerst\u00f6rer (<em>der USA, Anm. d Red. Newsader)<\/em> bis zu 90 Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper.\u201c<\/p>\n<p>Die Erfolge der syrischen Opposition h\u00e4ngen damit zusammen, dass sich Washington und Riad Anbetracht der russischen Intervention in Syrien auf eine verst\u00e4rkte Unterst\u00fctzung der Aufst\u00e4ndischen geeinigt haben. Die entsprechende \u00dcbereinkunft wurde vom US-Au\u00dfenminister John Kerry und dem saudischen K\u00f6nig Salman ibn Abd al-Aziz getroffen. Hintergrund daf\u00fcr ist, dass die Gegner Assads die vorgebliche russische \u201eUnterst\u00fctzung\u201c abgelehnt hatten. Die Rebellen, die seit vier Wochen russischen Angriffen ausgesetzt sind, haben den Vorschlag des Kremls sehr skeptisch aufgefasst. Einer der Anf\u00fchrer der Freien Syrischen Armee (FSA), Faris Bajusch, sagte, \u201eRussland soll die Bombardierungen der Kommandostellen der FSA einstellen, bevor man uns Hilfe anbietet, um die wir nicht gebeten haben.\u201c<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/news\/2015\/10\/10\/syria-new-russian-made-cluster-munition-reported\">Auf dem Foto<\/a> (Human Rights Watch) ist sogenannte Streumunition bzw. ein Bomblet zu sehen, welches von einer Kassettenbombe stammt, die in Syrien abgeworfen wurde<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <strong>Aleksandr Kuschnarj<\/strong>, <a href=\"http:\/\/newsader.com\/15023-tupye-bomby-dlya-siriycev-reuters-razvenchiv\/\">Newsader<\/a>; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/viktor.d.duke?fref=ts\">Viktor Duke<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>InformNapalm stellt seinen Lesern einen Artikel vor, der von unseren Freunden von der Nachrichtenagentur \u201eNewsader\u201c vorbereitet wurde&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11594,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[98,3],"tags":[541,437],"class_list":["post-11592","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-interviews","tag-luftangriffe","tag-syrien"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - 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Der Artikel beinhaltet viele interessante charakteristische Details der \u201edummen\u201c Bomben und \u201epr\u00e4zisionsfreien Waffen\u201c, welche Russland bei der Milit\u00e4roperation in Syrien einsetzt.<\/strong>\r\n\r\nDer Hof eines Wohnhauses in der georgischen Stadt Gori ist der Schl\u00fcssel, um zu verstehen, ob die aktuellen Luftschl\u00e4ge der russischen Luftstreitkr\u00e4fte in Syrien so \u201epr\u00e4zise\u201c sind wie das russische Verteidigungsministerium versichert. Genau das besagte Objekt wurde durch die russischen Luftstreitkr\u00e4fte w\u00e4hrend der Aggression gegen Georgien 2008 angegriffen. An jenem Tag im August hatte der russische Pilot eine Panzerkolonne im Visier, verfehlte das Ziel allerdings und traf das Haus, berichtet Reuters.\r\n\r\n\u201eKann man sagen, dass ihre Angriffe genau waren? Ich denke nicht\u201c, sagt Awtandil Macharadse, ein Bewohner der Stadt Gori, w\u00e4hrend er vor dem neu erbauten Geb\u00e4ude steht. Vorher gab es dort Ruinen zu sehen, die durch die russische Bombardierung entstanden waren.\r\n\r\nBis zum Beginn der Intervention in Syrien war der russisch-georgische Krieg die letzte Operation, bei der Moskau Luftangriffe geflogen hatte. Es gibt gewisse Unterschiede zwischen diesen beiden Operationen: Die syrischen Gegner Assads, die der Kreml versucht anzugreifen, haben keine Flugabwehrraketen, was den Russen erlaubt, etwas genauer zu zielen. Es gibt allerdings auch eine Gemeinsamkeit, welche die russische Operation in Syrien verst\u00e4ndlicher macht, weil diese sich einer vollwertigen Analyse vom Boden aus entzieht, wo intensive K\u00e4mpfe zwischen Rebellen und regierungstreuen Truppen stattfinden.\r\n\r\nZuallererst ist nach drei Bombardierungen und deren Ergebnissen eines klar: Die russischen Luftstreitkr\u00e4fte setzen haupts\u00e4chlich alte \u201edumme\u201c <em>(ungelenkte, Anm. d. \u00dcbersetzers)<\/em> Bomben aus sowjetischer Produktion ein, obwohl pr\u00e4zisionsgelenkte Waffen bei den Truppen vorhanden sind. Die Schlussfolgerung ergibt sich aus der Anzahl der Opfer der Luftangriffe in der Zivilbev\u00f6lkerung. Verschiedenen Einsch\u00e4tzungen nach gibt es 60 bis \u00fcber 100 Tote, einige Dutzend davon sind Kinder.\r\n\r\nDas russische Verteidigungsministerium hat auf eine Anfrage betreffs der quantitativen Genauigkeit der Luftschl\u00e4ge in Syrien nicht reagiert, behauptet allerdings das russische Piloten niemals Ziele in dichtbewohnten Gebieten angreifen.\r\n\r\n\u201eWir beobachten und untersuchen solche Behauptungen sehr genau [..]. Bevor ein Objekt der Terroristen zerst\u00f6rt wird, \u00fcberpr\u00fcft man die Information mehrfach und \u00fcber mehrere Kan\u00e4le. Erst wenn wir 100-prozentig sicher bez\u00fcglich des Objekts sind, greifen die Luftstreitkr\u00e4fte die Infrastruktur des IS mit pr\u00e4zisionsgelenkten Bomben an\u201c, sagte der offizielle Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums, General-Major Igor Konaschenkow.\r\n\r\n<strong>Fehlschl\u00e4ge<\/strong>\r\n\r\nBatu Kutelija, der w\u00e4hrend des Konflikts 2008 Stellvertreter des georgischen Verteidigungsministers war, gab an, dass 50 Prozent der russischen Luftschl\u00e4ge auf georgischem Territorium ihre Ziele verfehlten und dass 40 Prozent der eingesetzten Bomben Blindg\u00e4nger waren.\r\n\r\n\u201eDie russische Armee ist ein Erbe der sowjetischen Armee und f\u00fcr diese hatte die Zielgenauigkeit der Angriffe niemals eine hohe Priorit\u00e4t\u201c, behauptete Kutelija in einem Interview.\r\n\r\nAbgesehen von dem Vorfall im Wohngebiet erz\u00e4hlen georgische Beamte von Angriffen, bei denen ein Krankenhaus in Gori und ein \u00f6ffentlicher Platz der Stadt getroffen wurden. Au\u00dferdem gab es Angriffe auf die K\u00fcstenverteidigung des Hafens von Poti sowie auf das Erholungsgebiet in Borschomi, wobei durch die russischen Bombardierungen mehrere hundert Hektar Wald abbrannten.\r\n\r\nAm 12. August 2008 wurde ein wei\u00dfes gepanzertes Fahrzeug mit einer Gruppe von Journalisten von Reuters durch Splitter von Streumunition besch\u00e4digt, die \u00fcber Gori abgeworfen worden war. Dabei wurde gutbegr\u00fcndet angenommen, dass georgische Piloten nicht verantwortlich sein konnten.\r\n\r\nAllerdings gibt es nachwievor keine zuverl\u00e4ssigen genauen Daten dar\u00fcber, wie viele Zivilisten durch die russischen Luftangriffe in Georgien get\u00f6tet wurden.\r\n\r\nMan muss festhalten, dass auch Streitkr\u00e4fte anderer L\u00e4nder einige Mal verantwortlich f\u00fcr fehlgeleitete Luftangriffe auf Zivilisten waren. Dies geschah mehrfach im Rahmen von Luftoperationen der NATO und USA im Irak, Afghanistan, Jemen, Libyen und im Kosovo.\r\n\r\nErst vor kurzem starben durch einen Luftangriff der USA auf ein Krankenhaus in der Stadt Kundus mindestens 23 Menschen. Sp\u00e4ter hie\u00df es, dass der Angriff auf das Krankenhaus auf Informationen von afghanischen Kr\u00e4ften beruhte, wobei sich unmittelbar im Krankenhaus Terroristen aufgehalten h\u00e4tten.\r\n\r\nEin Vertreter des afghanischen Innenministeriums, Sedik Sediki sagte damals: \u201eEtwa 10 bis 15 Terroristen hatten sich nachts in dem Krankenhaus versteckt und wurden daher angegriffen. Alle Terroristen, die sich dort aufhielten, wurden get\u00f6tet, aber auch \u00c4rzte. Wir werden alles tun, um die Sicherheit der \u00c4rzte bei der Arbeit zu gew\u00e4hrleisten.\u201c\r\n\r\nDer Kommandeur der internationalen Streitkr\u00e4fte in Afghanistan (Missionen \u201eISAF\u201c und nun \u201eResolute Support\u201c) John Campbell entschuldigte sich beim Pr\u00e4sident von Afghanistan f\u00fcr den Luftangriff auf das Krankenhaus. Das Pentagon seinerseits versprach eine Untersuchung des tragischen Vorfalls.\r\n\r\nDer Hauptunterschied der Vorf\u00e4lle, die NATO- und US-Luftstreitkr\u00e4fte oder russische Luftstreitkr\u00e4fte verursacht haben besteht darin, dass der Westen offen seine Verantwortung am Tod von Zivilisten zugibt und in einigen F\u00e4llen entsprechende Untersuchungen durchf\u00fchrt. Die russische Seite dagegen besteht immer auf ihrer Unschuld und verweigert jegliche Aktionen, die zur Aufkl\u00e4rung der tats\u00e4chlichen Vorf\u00e4lle beitragen k\u00f6nnten.\r\n\r\n<strong>Sowjetische Karten<\/strong>\r\n\r\nGeorgische Milit\u00e4rangeh\u00f6rige sowie westliche Experten haben drei Gr\u00fcnde genannt, weswegen Russland sich f\u00fcr eine Verwendung von pr\u00e4zisionsgelenkter Munition entschieden hat.\r\n\r\nErstens, es ist Russland nicht gelungen die Flugabwehr Georgiens schnell auszuschalten. Nachdem eine georgische Raketenbatterie eine Tu-22 <em>(Anm. d. \u00dcbers.: Die Tu-22(M) ist ein \u00fcberschallf\u00e4higer Bomber, Aufkl\u00e4rer und Abschussplattform f\u00fcr Marschflugk\u00f6rper)<\/em> abgeschossen hatte, waren andere Piloten gezwungen, h\u00f6her und schneller zu fliegen, was eine verringerte Treffergenauigkeit bedeutet.\r\n\r\nIn Syrien gibt es diese Einschr\u00e4nkungen nicht, da die Rebellen nicht \u00fcber Waffensysteme verf\u00fcgen, um strahlgetriebene Flugzeuge abzuschie\u00dfen.\r\n\r\nDer zweite Grund ist die fehlende Kompetenz der russischen Piloten.\r\n\r\nKutelija, ehemaliger Stellvertreter des georgischen Verteidigungsministers, behauptet, dass die russischen Luftstreitkr\u00e4fte die Operation basierend auf alten sowjetische Karten durchgef\u00fchrt haben, da es an aktuellen kartographischen Aufkl\u00e4rungsdaten mangelte. Seiner Einsch\u00e4tzung nach sind es genau die Abweichungen zwischen altem Kartenmaterial und der realen Situation auf dem Boden, die zu den vielen fehlgeschlagenen Angriffen f\u00fchrten.\r\n\r\nDas Institut f\u00fcr Strategische Studien der USA hat in einem Bericht 2011 Folgendes festgestellt: Russland hat den milit\u00e4rischen Flughafen Wasiani bei Tbilissi aus der Luft zerst\u00f6rt, obwohl der Flughafen seit dem Zerfall der Sowjetunion nicht milit\u00e4risch genutzt worden war. Andererseits hat Russland dem Bericht zufolge nicht das Risiko auf sich genommen, die georgische Milit\u00e4rbasis bei Gori aus der Luft anzugreifen. Die Basis wurde erst nach dem Eintreffen russischer Bodeneinheiten zerst\u00f6rt.\r\n\r\nRussische Offizielle behaupten, dass man in Syrien Aufkl\u00e4rungsdrohnen und Satellitenaufnahmen f\u00fcr die Zielbestimmung verwendet und dass ein Austausch von Aufkl\u00e4rungsdaten mit den Regierungstruppen stattfindet.\r\n\r\n<strong>Pr\u00e4zisionsgelenkte Munition<\/strong>\r\n\r\nDas dritte Problem, mit dem die russischen Streitkr\u00e4fte im Krieg gegen Tbilissi konfrontiert wurden, ist die technische Abh\u00e4ngigkeit von konventioneller, ungelenkter Munition. Diese Einschr\u00e4nkung konnte die russische Armee auch in Syrien nicht \u00fcberwinden, was aus den Ergebnissen der Bombardierungen hervorgeht.\r\n\r\nIn Georgien hatte man vorzugsweise die Frontbomber Su-24 und Su-25 aus Sowjetzeiten eingesetzt. Die waren ausschlie\u00dflich mit ungelenkten Waffen <em>(f\u00fcr Bodenangriffe, Anm. d. \u00dcbers.)<\/em> ausgestattet, da das Navigationssystem GPS au\u00dfer Funktion gesetzt worden war und das russische Pendant GLONASS noch nicht in Betrieb war.\r\n\r\nZum Zeitpunkt der Operation in Syrien war GLONASS einsatzf\u00e4hig und wurde aktiv verwendet: Der neueste Frontbomber, die Su-34, welche 2014 bei den Streitkr\u00e4ften eingef\u00fchrt wurde, hat pr\u00e4zisionsgelenkte Waffen abgeworfen. Zum ersten Mal in der Geschichte wurden Marschflugk\u00f6rper des Typs \u201eKaliber\u201c von der russischen Marine im Kaspischen Meer verschossen.\r\n\r\nNichtsdestotrotz betonen Analytiker von Reuters, dass Moskau die neuen Waffensysteme eher sparsam verwendet. Bezeichnend ist, dass seit dem Start von 26 Marschflugk\u00f6rpern am 8. Oktober 2015 einschlie\u00dflich der vier abgest\u00fcrzten Flugk\u00f6rper, keine weiteren Starts erfolgt sind.\r\n\r\nAu\u00dferdem gibt es unter den insgesamt 50 Flugzeugen der russischen Luftflotte in Syrien lediglich vier (oder weniger) der neuesten Su-34, die die neuen \u201eSmart-Bomben\u201c f\u00fchren, behauptet Aleksandr Golz, Kommentator und stellvertretender Hauptredakteur des Internet-Mediums \u201eEschednewnyj Schurnal\u201c <em>(russ. Tagesanzeiger)<\/em>. Den L\u00f6wenanteil der Angriffe wird durch Su-24 und Su-25 getragen, welche alte sowjetische Bomben einsetzen.\r\n\r\n\u201eDer gro\u00dfe Vorteil pr\u00e4zisionsgelenkter Waffen besteht in der h\u00f6heren Trefferwahrscheinlichkeit\u201c, sagt Nick de Larrinaga von dem auf Verteidigung und Waffensysteme spezialisierten Consulting-Unternehmen IHS Aerospace, Defence and Security.\r\n\r\n\u201eNachteilig ist bei diesen Waffen der weitaus h\u00f6here St\u00fcckpreis\u201c, sagt er abschlie\u00dfend.\r\n\r\n<strong>Zivile Opfer der russischen Luftangriffe in Syrien<\/strong>\r\n\r\nSeit weniger als vier Wochen, also seit dem Beginn der russischen Luftoperation ist eine Menge Information dar\u00fcber vorhanden, dass durch die russischen Luftschl\u00e4ge zunehmend mehr Zivilisten sterben. Das ist ein deutliches Indiz daf\u00fcr, dass den Russen sowohl pr\u00e4zise Waffensysteme als auch pr\u00e4zise Aufkl\u00e4rungsdaten fehlen \u2013 zumindest bezogen auf die offiziellen Zahlenangaben des russischen Milit\u00e4rs.\r\n\r\nDie Nachrichtenagentur Qasioun berichtet regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber Zerst\u00f6rungen im zivilen Sektor nach russischen Angriffen. An manchen Tagen gehen mehrere solcher Meldungen ein. In einer davon, vom 25. Oktober 2015, hei\u00dft es, dass nach Luftschl\u00e4gen in einer l\u00e4ndlichen Gegend der Provinz Idlib mindestens drei Menschen starben \u2013 eine Frau und zwei Kinder.\r\n\r\nIm Video unten sind den Kommentaren nach Kinder auf der Flucht vor russischen Luftangriffen in einem speziellen Fahrzeug zu sehen.\r\n\r\n[embed]https:\/\/youtu.be\/KUYUSHoahwc[\/embed]\r\n\r\nLuftangriffe in Wohngegenden sind derart intensiv, dass es trotz der gro\u00dfen Schwierigkeiten bei der formalen Registrierung solcher Vorf\u00e4lle der internationalen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) gelungen ist, mindestens zwei solcher Angriffe festzustellen. Diese fanden am 15. Oktober 2015 in Norden der syrischen Provinz Homs statt und stellen Verst\u00f6\u00dfe gegen das Genfer Abkommen dar. Bewohner vor Ort sind davon \u00fcberzeugt, dass es sich um russische Flugzeuge handelte: Das Triebwerkger\u00e4usch und die Flugh\u00f6he unterscheiden sich von syrischen Flugzeugen.\r\n\r\nZurzeit betr\u00e4gt die Zahl ziviler Opfer durch Bombardierungen mindestens 59, darunter 33 Kinder. Human Rights Watch hat Russland zu einer Untersuchung dieser Vorf\u00e4lle aufgerufen, aber Russland streitet jegliche Beteiligung ab.\r\n\r\n\u201eZivilisten im Norden der Provinz Homs k\u00f6nnen sich entsprechend den vorr\u00fcckenden Truppen weder verstecken noch fliehen. Russland muss sich davon \u00fcberzeugen, dass es alle Mittel nutzt, um Zivilisten zu sch\u00fctzen und daf\u00fcr zu sorgen, dass sie die M\u00f6glichkeit haben Zielgebiete von syrischen und russischen Bombardierungen rechtzeitig zu verlassen\u201c, sagte Nadim Houry, stellvertretender Direktor der Nahost-Abteilung von Human Rights Watch.\r\n\r\nAktivisten sagen indes, dass die zivile Bev\u00f6lkerung keinerlei Vorwarnung durch das russische Milit\u00e4r erhielt wie es die Kriegsordnung fordert.\r\n\r\nBei der Analyse der durch die Luftangriffe verursachten Verletzungen ergab sich, dass Russland sogenannte \u201eVakuumbomben\u201c einsetzt. Diese Waffen verteilen zun\u00e4chst ein brennbares Material in Form von Aerosol. Diese Wolke wird gezielt gez\u00fcndet, wobei die Explosion eine St\u00e4rke wie die kleinsten taktischen nuklearen Sprengk\u00f6pfen aufweist, ohne die Strahlungseffekte.\r\n<ul>\r\n\t<li><em><strong>Lesen Sie auch:<\/strong><\/em>\u00a0<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/syrien-infografik-mit-angaben-zu-kriegsverbrechern-des-kremls\/\">\"Syrien: Infografik mit Angaben zu Kriegsverbrechern des Kremls\"<\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\u201eRussland berichtet von punktgenauen Angriffen, aber die Aussagen von Zeugen vor Ort und Videoaufzeichnungen zeigen, dass viele Zivilisten get\u00f6tet wurden\u201c, stellt Houry fest. \u201eRussland muss alles unternehmen, um Zivilisten vor seinen Luftangriffen zu sch\u00fctzen.\u201c\r\n\r\nDer Presse-Sprecher des Kremls, Dmitrij Peskow, hat nach der ihm eigenen Art die Behauptungen \u00fcber eine Verantwortung Russlands f\u00fcr zivile Opfer als \u201eZeitungsente\u201c bezeichnet.\r\n\r\n\u201eIn den letzten Tagen haben wir sehr viele Meldungen, \u201eZeitungsenten\u201c und haltlose Behauptungen registriert \u00fcber Konsequenzen der russischen Luftoperation in Syrien\u201c, sagte der Staatsbeamte.\r\n\r\nInnerhalb von nur drei Wochen hat die russische Luftoperation 370 Tote gekostet, ein Drittel davon sind Zivilisten, berichten syrische Menschenrechtsbeobachter. Entsprechende Berichte und Zahlen wurden am 23. Oktober ver\u00f6ffentlicht und man muss annehmen, dass seit dem noch mehr Zivilisten durch russische Bombardierungen umgekommen sind.\r\n\r\n<strong>Das Fiasko der Moskauer Milit\u00e4rintervention in Syrien<\/strong>\r\n\r\nParallel dazu hat die syrische Opposition und US-amerikanische Experten mehrmals gesagt, dass die Milit\u00e4rintervention des Kremls bei einer Dauer von knapp vier Wochen keinerlei sichtbare <em>(milit\u00e4rische, Anm. d. \u00dcbers.)<\/em> Ergebnisse bewirkt in einem Konflikt, der bereits f\u00fcnf Jahre andauert. Anf\u00e4nglich hat das Verteidigungsministerium die Intervention positioniert als Mittel zur Unterst\u00fctzung der Bodentruppen Baschar Assads. Aber die syrische Opposition hat die Offensive der regierungstreuen Kr\u00e4fte von Damaskus, des Irans und der Hisbollah praktisch gestoppt und ihnen mit Hilfe von US-amerikanischen Panzerabwehrsystemen gro\u00dfe Verluste zugef\u00fcgt. Diese Systeme und die Munition dazu werden auf dem Luftweg durch Transportflugzeuge der USA geliefert.\r\n\r\nUnl\u00e4ngst hat die Nachrichtenagentur Qasioun gemeldet, dass alleine bei der Front von Aleppo, wo regierungstreue Truppen eine gro\u00dfangelegte Offensive gestartet hatten, die Angreifer mehr als 200 Soldaten verloren haben. Genaue Zahlenangaben zu Verlusten von Milit\u00e4rger\u00e4t auf Seiten der Pro-Assad-Truppen fehlen noch. Es ist aber bekannt, dass an einem Tag (oder im Verlauf weniger Tage) die gem\u00e4\u00dfigte Opposition bei K\u00e4mpfen um Aleppo f\u00fcnf Panzer und drei gepanzerte Sch\u00fctzentransporter zerst\u00f6rt hat, sowie eine <a href=\"http:\/\/newsader.com\/14624-siriyskie-povstancy-unichtozhili-besp\/\">Drohne russischer Herstellung abgeschossen und dabei 35 Soldaten des Gegners get\u00f6tet hat <\/a><em>(russ.).<\/em>\r\n\r\nBerichten aus Kampfgebieten zufolge haben Pro-Assad-Truppen in den betroffenen Gebieten nicht einmal taktische Siege errungen: Nach wochenlangen K\u00e4mpfen k\u00f6nnen sie nachwievor die strategische Stra\u00dfenverbindung zwischen Damaskus und Aleppo nicht kontrollieren.\r\n\r\nMilit\u00e4rexperten der Gruppe <em>\"Informationswiderstand\"<\/em>\u00a0<a href=\"http:\/\/sprotyv.info\/ru\/news\/kiev\/siriya-lakmusovaya-bumazhka-rossiyskoy-voenshchiny\">best\u00e4tigen<\/a>, \u201edie Offensive der syrisch-iranischen Truppen unterst\u00fctzt durch russische Luftstreitkr\u00e4fte kommt, gelinde gesagt, nicht vorw\u00e4rts\u201c. Analytiker haben \u201eschwache Koordination\u201c der der Pro-Assad-Truppen untereinander und fehlende operative Reserven festgestellt.\r\n\r\nNach Angaben des IW hat das Kommando der angreifenden Kr\u00e4fte einige Faktoren nicht mit in die Planung einbezogen wie die starke Zunahme der Unterst\u00fctzung der Rebellen durch die USA und Verb\u00fcndete, \u201eProbleme mit der Logistik hinter der Front\u201c, eine relativ niedrige Effektivit\u00e4t der russischen Operation , schlechte Koordinierung zwischen iranischen und den Truppen Assads und die niedrige Kampfmoral der Regierungstruppen.\r\n\r\n\u201ePraktische Beispiele dieser \u201eOffensive\u201c sprechen eine deutliche Sprache\u201c, schreiben die Autoren abschlie\u00dfend in ihrem Bericht. \u201eIm Verlauf der letzten zwei Tage hatte alleine die kombinierte iranische Expeditionsbrigade 412 \u201eMilit\u00e4rberater\u201c verloren. Das entspricht einem Bataillon der iranischen Revolutionsgarde, \u201eArmeerentnern\u201c und iranischen \u201eFreiwilligen\u201c. Pro Tag bewegten sich Assads Sturmtruppen im Vorort Joubar (nordwestlicher Teil von Damaskus) um ganze 500 Meter vorw\u00e4rts\u201c, stand in einem aktuellen Bericht des IW.\r\n\r\nDabei f\u00fchren die Experten von IW auch an, dass Russland sich gen\u00f6tigt sah, acht gebrauchte, t\u00fcrkische Hilfsschiffe f\u00fcr den G\u00fctertransport nach Syrien zu kaufen. Au\u00dferdem seien Produktionskapazit\u00e4ten des russischen R\u00fcstungssektors nicht ausreichend f\u00fcr die Luftoperation. Der Autor des Berichts stellt fest, dass das russische Unternehmen \u201eTaktische Raketensysteme\u201c nun in drei Schichten arbeitet, obwohl man es alles andere als mit einem globalen Konflikt zu tun hat.\r\n<ul>\r\n\t<li><em><strong>Lesen Sie auch:<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/syria-navy-rus\/\">\"<\/a><\/em><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/syria-navy-rus\/\">Krieg in Syrien: wie die russische Marine Baschar al-Assad hilft\"<\/a><\/li>\r\n<\/ul>\r\n\u201eEs scheint, dass eine einmonatige Operation in einem fernen, hei\u00dfen Land das Unternehmen dazu zwingt in drei Schichten zu arbeiten, da Waffen aufgebraucht worden sind bzw. Nachschub notwendig ist. Offensichtlich ist damit nicht gesagt, dass s\u00e4mtliche Raketen verschossen worden sind, aber alleine die Tatsache einer solchen Umstellung bei einem \u00fcberschaubaren Konflikt spricht f\u00fcr sich selbst. Hinzu kommt, dass das Gros der durch die russischen Luftstreitkr\u00e4fte eingesetzten Waffen keine pr\u00e4zisionsgelenkten Raketen sind, sondern alte Bomben des Typs OFAB-250-270\u201c, schreibt der Analytiker<em> (Anm. d. \u00dcbers.: OFAB-250-270 ist eine sowjetische freifallende Bombe mit Splitter-Sprengwirkung in einem signifikanten Radius)<\/em>.\r\n\r\nEr bewertet es kritisch, dass russische Schiffe den Beschuss mit Marschflugk\u00f6rpern in den letzten drei Wochen nicht wiederholt haben.\r\n\r\n\u201eEs ist m\u00f6glich, dass es keine weitere Notwendigkeit gab, aber die Verwendung von nur 26 dieser furchteinfl\u00f6\u00dfenden Waffen sieht seltsam aus vor dem Hintergrund von \u00fcber 900 Flugeins\u00e4tzen der Luftstreitkr\u00e4fte\u201c, bemerkt der Experte und erg\u00e4nzt, dass die Waffen auf veralteten sowjetischen Anlagen gefertigt werden.\r\n\r\nDas Konstruktionsb\u00fcro \u201eNovator\u201c befinde sich in einer sehr deprimierenden Lage. Eine General\u00fcberholung der hochgradig abgenutzten Anlagen habe erst eben begonnen und mehr als 56 Prozent der Anlagen f\u00fcr die Herstellung des \u201eKaliber-NK\u201c-Marschflugk\u00f6rpers seien \u00e4lter als 20 Jahre, hei\u00dft es in dem Bericht.\r\n\r\nDer Autor sagt zusammenfassend Folgendes \u00fcber die aktuelle Operation in Syrien: \u201e[Das ist] der Versuch mit neuesten in begrenzter Anzahl auf veralteten Anlagen hergestellten Raketen den Westen einzusch\u00fcchtern. Gleichzeitig f\u00fchrt ein einzelner Zerst\u00f6rer (<em>der USA, Anm. d Red. Newsader)<\/em> bis zu 90 Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper.\u201c\r\n\r\nDie Erfolge der syrischen Opposition h\u00e4ngen damit zusammen, dass sich Washington und Riad Anbetracht der russischen Intervention in Syrien auf eine verst\u00e4rkte Unterst\u00fctzung der Aufst\u00e4ndischen geeinigt haben. Die entsprechende \u00dcbereinkunft wurde vom US-Au\u00dfenminister John Kerry und dem saudischen K\u00f6nig Salman ibn Abd al-Aziz getroffen. Hintergrund daf\u00fcr ist, dass die Gegner Assads die vorgebliche russische \u201eUnterst\u00fctzung\u201c abgelehnt hatten. Die Rebellen, die seit vier Wochen russischen Angriffen ausgesetzt sind, haben den Vorschlag des Kremls sehr skeptisch aufgefasst. Einer der Anf\u00fchrer der Freien Syrischen Armee (FSA), Faris Bajusch, sagte, \u201eRussland soll die Bombardierungen der Kommandostellen der FSA einstellen, bevor man uns Hilfe anbietet, um die wir nicht gebeten haben.\u201c\r\n\r\n<em><a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/news\/2015\/10\/10\/syria-new-russian-made-cluster-munition-reported\">Auf dem Foto<\/a> (Human Rights Watch) ist sogenannte Streumunition bzw. ein Bomblet zu sehen, welches von einer Kassettenbombe stammt, die in Syrien abgeworfen wurde<\/em>\r\n\r\n<em>Quelle: <strong>Aleksandr Kuschnarj<\/strong>, <a href=\"http:\/\/newsader.com\/15023-tupye-bomby-dlya-siriycev-reuters-razvenchiv\/\">Newsader<\/a>; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/viktor.d.duke?fref=ts\">Viktor Duke<\/a><\/em>","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11592","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11592"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11592\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11643,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11592\/revisions\/11643"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11594"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11592"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11592"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11592"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}