{"id":1192,"date":"2014-11-21T09:50:02","date_gmt":"2014-11-21T09:50:02","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=1192"},"modified":"2019-01-03T10:17:10","modified_gmt":"2019-01-03T10:17:10","slug":"wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/","title":{"rendered":"Wiktor Suworow: &#8222;Man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>K\u00fcrzlich ist <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Viktor_Suworow\">Wiktor Suworows<\/a> neues Buch &#8222;Reinfall&#8220; erschienen. In dem Buch geht es um Chruschtschow, Schukow und darum, wie die UdSSR einer Milit\u00e4rdiktatur und die Welt dem Dritten Weltkrieg entgangen sind. Die Redaktion von ukrinform.ua kontaktierte Wladimir Bogdanowitsch (Wiktor Suworow ist ein Pseudonym), um \u00fcber sein neues Buch, den Krieg Russlands und dar\u00fcber zu sprechen, was man mit der Armee machen soll und wie man aus diesem Krieg als Gewinner herauskommt. Wiktor Suworow ist zwar eine umstrittene Person, dennoch sind seine Gedankenspiele und Ideen f\u00fcr uns interessant&#8230;\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #333333\"><em><strong>Chruschtschow war im Vergleich zu Schukow eine weiche Tscheburaschka<\/strong> (Anm.d.\u00dcbers.: eine\u00a0sehr beliebte russische Zeichentrickfigur)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">&#8211;<em> Wladimir Bogdanowitsch, zwei Haupteindr\u00fccke nach Ihrem Buch. Der erste: Es ist beeindruckend, wie meisterhaft Chruschtschow Schukow von der Macht zur\u00fcckgedr\u00e4ngt hat&#8230;<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Aber er konnte das Image eines &#8222;Idioten&#8220; nicht loswerden &#8211; bei den meisten bleibt er so in Erinnerung. Und er hat aber alle \u00fcberlebt: Stalin, Berija, Molotow, Malenkow, Kaganowitsch &#8211; waren ja alles Wisente. Schukow hat er aber &#8222;aufgegessen&#8220;. So ist das.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">&#8211;<em> Als ich \u00fcber Schukow gelesen habe, dachte ich, man m\u00fcsste dem Nationalrat vorschlagen, die eine russische Serie \u00fcber ihn in der Ukraine zu verbieten, denn darin wird der Tyrann\u00a0reingewaschen.\u00a0Was denken Sie?<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Er hat viel angestellt. Die von ihm angeordneten Atomwaffentests auf dem Truppen\u00fcbungsplatz Tozkij haben zum Massensterben der einheimischen Bev\u00f6lkerung gef\u00fchrt. Als Journalisten\u00a0w\u00e4hrend der Perestroika versuchten, Statistiken dar\u00fcber zu finden, wie viele krebskrank geworden waren, brannte das Kreiskrankenhaus samt allen Dokumenten aus. Alles wurde vertuscht. Ungarn&#8230; Er hat den vierten Stern des Helden der Sowjetunion f\u00fcr den Einsatz in Ungarn bekommen, f\u00fcr die Niederschlagung der dortigen Revolution. Die erste Medaille hat er nicht im B\u00fcrgerkrieg bekommen, sondern f\u00fcr die Niederschlagung eines Aufstands in der Provinz Tambow nach dem B\u00fcrgerkrieg.\u00a0Ein Henker ist eben ein Henker.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">&#8211; <em>Zur\u00fcck zu Ungarn&#8230; Ihre Beschreibung der ungarischen Revolution 1956 ist so bildhaft. Die Ukrainer haben langsam den Eindruck, dass das eigentliche Ungarn damals gestorben sei und Henker an die Macht gekommen sind. Und diese Henker, die Nachfahren jener Tschekisten,\u00a0verraten nun durch ihre Zusammenarbeit mit &#8222;Gasprom&#8220; und Putin Ungarn\u00a0und f\u00fchren Krieg gegen die Ukraine. Wie ist Ihrer Meinung nach dieses historisch unlogische politische Verhalten des heutigen Ungarn zu erkl\u00e4ren?<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Ich kann die Frage nicht beantworten. Aber man soll es ihnen lassen, schlie\u00dflich hat Ungarn den ganzen kommunistischen Block zerst\u00f6rt. Die Geschichte war so: 1956, als alles zu Ende war, kamen die neuen Kommunisten an die Macht und sagten den Sowjets: &#8222;Ihr habt unsere B\u00fcrger mit F\u00fc\u00dfen nach oben aufgeh\u00e4ngt, habt Menschen ermordet, ihr m\u00fcsst etwas nachsichtiger sein&#8220;. Und so fing Ungarn an, liberaler zu werden, das private Gesch\u00e4ft\u00a0gewann\u00a0langsam an Kraft, und langsam traten sie aus dem sozialistischen Lager aus. Im Sommer 1989 \u00f6ffneten sie die Grenze zu \u00d6sterreich. Denn einst war es die \u00f6sterreichisch-ungarische Monarchie: Bruderv\u00f6lker, ethnisch sind sie verschieden, aber sie stellten das Fundament der \u00f6sterreichisch-ungarischen Monarchie dar. Sie haben\u00a0die Grenze ge\u00f6ffnet &#8211; die Ungarn liefen aber nicht massenhaft nach \u00d6sterreich, denn die Ungarn hatten\u00a0ihr Lebensniveau schon hochgebracht. Es war zwar nicht so hoch, wie in \u00d6sterreich, aber es war akzeptabel. Da die Berliner Mauer immer noch da war, st\u00fcrmten aber die Ostdeutschen mit ihren Trabis alle nach Ungarn, um \u00fcber \u00d6sterreich nach Westdeutschland zu gelangen. Ihre Zahl nahm stetig zu, so dass alle Stra\u00dfen zu waren. Ich erinnere mich an jene Zeit, ich bin n\u00e4mlich hingefahren,\u00a0um mir das Ganze aus der N\u00e4he anzuschauen. Die Menschen nahmen alles mit und fuhren mit ihren Trabant einfach los. Au\u00dfer ihnen gab es auch Polen, Tschechen. Die Stra\u00dfen waren tats\u00e4chlich komplett zu: Die Autos standen so dicht wie in diesem Sommer\u00a0in der Warteschlange zur Krim-F\u00e4hre. Und dann blieb der ostdeutschen Regierung nichts anderes \u00fcbrig: Sie sahen, wie ihre B\u00fcrger flohen, so eine Schande f\u00fcrs Land. Also haben sie gesagt: Ja gut, wir lassen die Menschen durch die Berliner Mauer durch. Und daran m\u00fcssen wir uns immer erinnern. Als die Berliner zu der Mauer st\u00fcrmten, fing da was\u00a0total Verr\u00fccktes an: Menschen verbr\u00fcderten sich mit Grenzschutzbeamten, und die Mauer war gefallen. Ich wiederhole: Das ist Verdienst Ungarns. Wir m\u00fcssen immer daran denken. Darum ist ihr Bezug zu ihrer Geschichte &#8211; das ist ihre Sache. Lasst uns an unsere Geschichte denken.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\"><em>&#8211; Jeder will Freunde haben und dabei wissen, dass diese wirklich Freunde sind&#8230;<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Verstehen Sie, es gibt gewisse Armeeregeln, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden sind, genauso ist es mit den Gef\u00e4ngnisregeln. Zum Beispiel eine Kaserne, ich habe sieben Jahre lang\u00a0in Kasernen gewohnt, seit ich 11 war, seit der Suworow-Schule (<em>milit\u00e4rische Schule in Moskau)<\/em>, dort wurden Jungs mit 11 aufgenommen. Das war eine harte Lebensschule, die H\u00e4lfte hat\u00a0nicht durchgehalten. Die Schule konnte man verlassen, das war ja\u00a0kein Jugendwerkhof. Aber\u00a0eine ernsthafte Schule des Lebens war es. Zum Beispiel wenn ich da von b\u00f6sen Buben angegriffen werde. Dann nimmt man einen Bleistift fest in die Hand, so dass das stumpfe Ende zwei Zentimeter aus der Faust ragt. Wenn man angegriffen wird, ist ein Schlag mit so einem Bleistift verheerend. Verstehen Sie, wovon ich spreche? Wer sich verteidigt, der wird respektiert. Solange du dich nicht verteidigst, wird sich keiner f\u00fcr dich einsetzen, im Knast gilt das genauso. Sobald du dich verteidigst, wird mit Gewi\u00dfheit irgendjemand sagen: &#8222;Lasst ihn los, was wollt ihr von ihm&#8230;&#8220;. Diese Regel m\u00fcssen alle Ukrainer lernen. Solange die Ukraine ihren Unabh\u00e4ngigkeitskrieg nicht nach allen Regeln der Kunst f\u00fchrt, wird ihr keiner ernsthaft helfen. Sobald die Ukraine sich verteidigt, werden sich alle an ihre Seite stellen. Die Regel gilt im Gef\u00e4ngnis, in der Armee &#8211; das ist die Regel der Urgesellschaft, so ticken wir Menschen. So funktionieren wir seit Jahrtausenden, wir sind Tiere. Wenn ein Tier zur\u00fcckbei\u00dft, ist es gut, sobald es aber seinen Schwanz einzieht, greifen es alle an, selbst die, die das gar nicht wollten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\"><em>&#8211; Sie schreiben aber \u00fcber Chruschtschow mit unverhohlener Sympathie&#8230;<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Die Sache ist, dass Nikita Chruschtschow an sich ein Tier war. Im Buch erw\u00e4hne ich, wer er war, als er 1. Sekret\u00e4r des Moskauer Regionalkomitees war, wer er w\u00e4hrend des Holodomors, w\u00e4hrend des Gro\u00dfen Terrors usw. war. Dennoch war er im Vergleich zu Schukow ein weiches Pl\u00fcschtierchen. Verstehen Sie, es gibt zwei Arten der Grausamkeit. Zum Beispiel die von Stalin. \u00dcber Stalin schreibe ich mit gewisser Sympathie, denn er war ein sehr grausamer Mensch, aber er war intelligent. Das war ein Mensch mit zugespitztem\u00a0Sinn f\u00fcr satanischen Humor. Stalin hatte einen Sinn f\u00fcr Humor. Es gibt die Stalin-Jokes. Ich sammle sie, sie sind furchtbar grausam, aber dieser Mensch verstand Humor, in ihm gab es also etwas Menschliches. Wenn man \u00fcber Schukow spricht, sollte man seine Memoiren lesen. Dort gibt es keinen einzigen Witz, keine Andeutung, man sieht \u00fcberhaupt keinen Menschen. Das ist eine b\u00fcrokratische Maschine, die keinerlei menschliche Gef\u00fchle\u00a0besitzt. Also schreibe ich \u00fcber Chruschtschow, weil bei all seiner Brutalit\u00e4t ein Sinn f\u00fcr Humor ihm nicht fremd war. Unter den Menschen, die keinen Sinn f\u00fcr Humor hatten, waren Hitler, Lenin, Schukow &#8211; das waren furchtbare Tyrannen. Und ein Tyrann mit Sinn f\u00fcr Humor hat doch noch etwas menschliches. Ich denke, dass man Chruschtschow ein Denkmal errichten k\u00f6nnte. Das ist nat\u00fcrlich nicht ernst gemeint. Aber sehen sie, Lenin (also, sein Denkmal) wurde gest\u00fcrzt, und auf den Sockel sollte man Chruschtschow setzen. Die Inschrift sollte aber lauten: Das ist ein grausamer Tyrann, ein Feind, auf seinem Gewissen sind Holodomor, Terror, usw. Er hat uns aber vor Schukow gerettet, deshalb m\u00fcssen wir uns bei ihm bedanken.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #333333\"><em><strong>Putin ist ein Vaterlandsverr\u00e4ter, die von ihm aufgehetzte Masse k\u00f6nnte ihn zertrampeln.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">&#8211; <em>Das letzte Buch ist nicht das einzige, in dem Sie zeigen, dass die Welt im Feuer eines n\u00e4chsten Krieges untergehen kann. Glauben Sie, dass Putin vorhat, weiter als nur in die Ukraine vorzusto\u00dfen?<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Die Sache ist, dass alle Kriege, die die UdSSR gef\u00fchrt hat, sowie alle ihre Aktivit\u00e4ten\u00a0im Ausland eigentlich Verteidigungskriege waren. Sind Sie\u00a0nicht einverstanden? Ich werde es Ihnen beweisen. Ein normales menschliches Leben war ein gef\u00e4hrliches Vorbild f\u00fcr die V\u00f6lker der UdSSR. Unsere Anf\u00fchrer wollten die M\u00f6glichkeit eines solchen Vergleichs aus der Welt schaffen, damit keiner das w\u00fcrdige Leben im Ausland sehen kann. Nicht weil wir mehr Landfl\u00e4che gebraucht h\u00e4tten. Davon hatten wir genug. Nicht weil wir Erd\u00f6l oder Gas haben wollten, sondern weil man Vorbilder zum Nachahmen zerst\u00f6ren wollte, denn Menschen besuchten das Ausland und sahen dieses wundersch\u00f6ne\u00a0Leben dort. Ich erz\u00e4hle Ihnen, warum die UdSSR in Rum\u00e4nien nicht einmarschiert hat. 1968 war ich in der Tschechoslowakei. Gleich nach der R\u00fcckkehr in die UdSSR wurde ich in die 66. Gardedivision abkommandiert, die in der N\u00e4he von Tschernowitz an der Grenze zu Rum\u00e4nien stationiert war. Kaum war die Ordnung in der Tschechoslowakei wiederhergestellt worden, wurde der Genosse Ceausescu in Rum\u00e4nien ganz wild und wollte von uns nichts wissen, er ging seinen eigenen Weg&#8230; Man hat uns oft in Alarmbereitschaft versetzt, jedes Mal dachte ich, dass man uns hinschickt. Mein Kommandant war Oberstleutnant Protasow, einmal fragte ich ihn: &#8222;Wann marschieren wir endlich in Rum\u00e4nien ein?&#8220; Er sagte, das wird nicht passieren. Ich sagte: &#8222;Ceausescu geht doch seinen eigenen Weg, er h\u00f6rt nicht mehr auf uns.&#8220; Und er sah mich an, und sagte: &#8222;Bist du denn so dumm, dass du es nicht verstehst?&#8220;. Nein, verstehe ich nicht. Er sah\u00a0mich mit Mitleid an und sagte: &#8222;So eine einfache Sache verstehst du nicht.&#8220; Dann sagte er: &#8222;In Rum\u00e4nien ist alles nach unserer Art und Weise. Er ist ein dreifacher Volksheld, seine Frau ist im Politb\u00fcro, sein Sohn ist im Zentralkomitee, alles wie bei uns.&#8220;&#8230; Das erkl\u00e4re ich jetzt nur so, seine Rede bestand eigentlich haupts\u00e4chlich aus Schimpfworten.<\/p>\n<p>Die Kernbotschaft seiner Aussage war: Von Rum\u00e4nien geht keine Ansteckungsgefahr aus, genauso wie von Nordkorea oder China damals. Alle Chinesen liefen in gleichen Hosen, fuhren die gleichen Fahrr\u00e4der und hatten einen gro\u00dfen F\u00fchrer. Kein Mensch in der UdSSR tr\u00e4umte vom Leben wie in China oder in Nordkorea. Das hei\u00dft, sie waren f\u00fcr uns nicht gef\u00e4hrlich. Taiwan stellte eine Gefahr dar, Hongkong &#8211; \u00a0sie sind zwar auch Chinesen, Hongkong war aber gef\u00e4hrlich. Legte ein sowjetisches Schiff dort mal an, liefen gleich zwei Matrosen weg. Denn das war ein Magnet, ein Magnet des normalen Lebens.<\/p>\n<p>Unsere F\u00fchrer mussten also die normalen menschlichen Gesellschaften zerst\u00f6ren, um an der Macht zu bleiben. Sie haben sich vor der ganzen Welt verteidigt. Ein weiteres Beispiel: 1979 gab es in Iran eine religi\u00f6se Revolution. Damals war ich in den USA. Dort erschien ein Buch von mir. Einige Amerikaner sagten mir: &#8222;Schau mal, diese religi\u00f6sen Fanatiker werden der UdSSR nun Probleme bereiten&#8220;. Worauf ich antwortete: &#8222;Nein, Jungs, die sind gegen die USA&#8220;. Dann sagten sie: &#8222;Im Gegensatz zur UdSSR sind wir hinter dem Teich, wir unterdr\u00fccken die Moslems nicht und haben keine gemeinsame Grenze&#8220;. Dann sagte ich: &#8222;Jungs, ihr werdet Probleme haben&#8220;. Das sagte ich am Abend, am n\u00e4chsten Morgen riefen sie mich an und fragten, woher ich das alles wusste. Religi\u00f6se Fanatiker hatten\u00a0die Botschaft der USA besetzt. Ich sagte: &#8222;Wieso? Das war doch einfach vorherzusehen&#8220;. Schaut mal: Da sitzen religi\u00f6se Fanatiker beisammen, reden, reden, man h\u00f6rt ihnen zu. Pl\u00f6tzlich l\u00e4uft eine Amerikanerin in einem Minirock\u00a0\u00fcber die Stra\u00dfe und all die Fanatiker &#8211; wie Stiere mit H\u00f6rnern &#8211; alle glotzen sie an. Und die ganze religi\u00f6se Propaganda verliert auf der Stelle ihre Wirksamkeit. Deshalb waren die USA f\u00fcr den religi\u00f6sen Iran, f\u00fcr all die Fanatiker eine Ansteckungsgefahr. Sie mussten mit den USA etwas machen &#8211; erkl\u00e4ren, dass es ein sehr b\u00f6ses Land ist. Die UdSSR war f\u00fcr sie dagegen kein schlechtes ansteckendes Vorbild. Unsere B\u00fcrger waren alle schlicht angezogen und verf\u00fchrten die Iraner nicht mit ihrem Aussehen.<\/p>\n<p>Die Existenz von normalen L\u00e4ndern war also ein ansteckendes Vorbild\u00a0f\u00fcr unsere B\u00fcrger &#8211; wir sahen wie sie leben und fragten uns: &#8222;Warum leben wir nicht so wie sie?&#8220; Sie mussten also vernichtet werden, damit der Kommunismus bei uns \u00a0bestehen konnte. Das hei\u00dft: Wir verteidigten unseren Kommunismus durch Kriege. Wir \u00fcberrollten Polen, Ostdeutschland, Ungarn. Das waren alles Verteidigungskriege. Ich behaupte auch, dass auch Putin in der Ukraine einen Verteidigungskrieg f\u00fchrt. Denn das Vorbild des Maidan ist sehr ansteckend f\u00fcrs russische Volk. Russen k\u00f6nnten fragen: &#8222;Warum werden unsere Diebe nicht eingesperrt?&#8220; Durch diesen Krieg verteidigt Putin seine Macht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\"><em>&#8211; Schlie\u00dfen Sie nicht aus, dass er weitergehen k\u00f6nnte? Nach Europa, in die NATO-L\u00e4nder?<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Ich kann f\u00fcr ihn nicht sprechen. Tatsache ist, dass er nicht in der Lage ist, wenigstens einen Schritt im Voraus zu denken. Im Donbas ist er steckengeblieben &#8211; das muss man zugeben, und er kann nicht mehr raus. Er ist nicht in der Lage, den Donbas mit Lebensmitteln zu versorgen. Sobald er sich aus dem Donbas zur\u00fcckzieht, wird er gest\u00fcrzt. Er hat in Russland einen z\u00fcgellosen Chauvinismus entfesselt. Man liebt ihn daf\u00fcr, dass er Russlands Grenzen vor sich herschiebt. Sollte er stehen bleiben oder nachgeben, wird er von der Meute zertrampelt, die er selbst aufgehetzt hat. Deshalb muss er immer vorw\u00e4rts marschieren. Das ist wie auf dem Everest-Gipfel: Entweder krabbelt er aufw\u00e4rts oder rollt hinunter und bricht sich den Hals.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">&#8211;<em> Sind Sie auch der Meinung, dass wir auf eine\u00a0massive\u00a0Invasion\u00a0vorbereitet sein m\u00fcssen?<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Das haben noch die alten R\u00f6mer gesagt: Si vis pacem, para bellum. Wenn du Frieden willst, bereite Dich auf einen Krieg vor. Wer Frieden will und einem Kannibalen einen Palmen-Ast reicht, der wird gefressen. Die Orks verstehen nur St\u00e4rke. Es besteht kein Diskussionsbedarf mehr, dass wir es hier mit Orks zu tun haben.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">&#8211; <em>Die Theorie eines Rassenkrieges reifte in den Tiefen der deutschen Intelligenz, sie wurde nicht von Obsth\u00e4ndlern entwickelt, da waren Intellektuelle am Werk. Derzeit wird in die K\u00f6pfe der russischen \u00d6ffentlichkeit ein Virus eingepflanzt. Es wird propagiert, dass Russland und Deutschland zwei gro\u00dfe L\u00e4nder waren und eine dritte Kraft alles tat, um sie zu zerstreiten. Denken Sie, dass dies\u00a0vielleicht Teil eines Plans sein kann, Hitler reinzuwaschen?<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Einen schlechten T\u00e4nzer st\u00f6rt alles, selbst die hohen Abs\u00e4tze &#8211; wenn alles zusammenbricht, dann m\u00fcssen sie sich ja etwas einfallen lassen. Jeder, der nicht in der Lage ist, in den eigenen vier W\u00e4nden alles in Ordnung zu bringen, sucht drau\u00dfen nach einer Erkl\u00e4rung f\u00fcr seine inneren Probleme. Putin vermag es nicht, die inneren Probleme zu l\u00f6sen, deshalb sucht er im Au\u00dfen nach Gr\u00fcnden, warum alles schiefl\u00e4uft. Er kann doch nicht sagen, dass er ein Dummkopf ist, wenn er so viele Milliarden hat. Als er an die Macht kam, schwankte\u00a0der \u00d6lpreis zwischen\u00a07, 10, 14 bis 20 Dollar pro Barrel. Und Russland lebte davon. Jetzt, nach 15 Jahren seiner Macht\u00fcbernahme, ist ein\u00a0niedrigerer Barrel Preis\u00a0als 100$ mit einer nationalen Katastrophe vergleichbar. K\u00f6nnen Sie sich das vorstellen: Das Land stellt nichts au\u00dfer Kalaschnikows und Matroschkas her. Erd\u00f6l und Gas haben sie ja nicht hergestellt &#8211; das hat die Natur vollbracht, und das nicht mal in der N\u00e4he von Moskau.\u00a0Warum ist der Lebensstandard in den Baltischen L\u00e4ndern h\u00f6her, wo es weder Erd\u00f6l noch Gas noch Gold oder Diamanten gibt? Diese L\u00e4nder haben &#8211; ohne etwas zu haben &#8211; ihren eigenen Weg gefunden. Warum sind Krankenh\u00e4user und Schulen in Russland trotz Erd\u00f6l, Gas, Nickel, Chrom, Gold, Diamanten, Silber, Uran so erb\u00e4rmlich? F\u00fcr welche Gelder bauen sich Putins Freunde solche Jachten und Pal\u00e4ste? Ich denke, dass dies der wahre Grund daf\u00fcr ist, warum Putin nach vorne marschieren und nicht etwa nach einer Erkl\u00e4rung f\u00fcr seine Gier, Dummheit und seinen Hochverrat (er ist ein Landesverr\u00e4ter) suchen muss &#8211;\u00a0er muss\u00a0nach Feindbildern suchen. Einer hat also die Deutschen und die Russen zerstritten und wenn das nicht passiert w\u00e4re, w\u00e4re alles in Ordnung. Den Deutschen geht es aber gut, sie haben kein Erd\u00f6l, kein Gas, sie haben nichts au\u00dfer einer Bev\u00f6lkerung, die hart arbeitet. Laufen Sie mal durch die deutschen Stra\u00dfen, schauen Sie mal, wie sie leben. Und das nachdem sie zwei Weltkriege und alle Kolonien verloren haben, kolossale Reparationen gezahlt haben\u00a0und Millionen ihrer B\u00fcrger in Kriegen umgekommen sind&#8230; Diese ganzen Theorien, dass jemand sich mit Russland zerstritten hat, und wir darum nun in der Schei\u00dfe sitzen &#8211; nein, sie sitzen eben nicht in der Schei\u00dfe, und darum brauchen sie diese Theorien auch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #333333\"><em><strong>Jeder Russe ist verantwortlich daf\u00fcr, was in Russland passiert<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\"><em>&#8211; Sind die russischen Intellektuellen f\u00fcr ihre allumfassende\u00a0Teilnahme am Desinformationskrieg verantwortlich?<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Diese Worte wurden Marx oder Engels zugeschrieben, aber diese Weisheit ist viel \u00e4lter: &#8222;Jedes Volk hat die Herrscher, die es verdient&#8220;. Als Janukowytsch und Pschonka an der Macht waren, verdienten\u00a0die Ukrainer sie. Seit die Ukrainer gesagt haben: &#8222;Wir brauchen das alles nicht&#8220;, haben sie nun das, was sie haben. Da die Russen seit 15 Jahren einen unabsetzbaren F\u00fchrer haben und das als Stabilit\u00e4t bezeichnen, tragen sie alle die Verantwortung daf\u00fcr, was in Russland geschieht. Ich meine: jeder, jeder ist verantwortlich. Ich auch, meine Mutter ist eine Russin, mein Vater ist ein Ukrainer, aber ich bin auch verantwortlich daf\u00fcr, was in Russland passiert. Das ist auch meine Schuld, denn ich habe die Interessen meiner Heimat nicht entschlossen genug verteidigt. Meine Heimat ist sowohl die Ukraine als auch Russland. Ich h\u00e4tte noch entschlossener handeln sollen, h\u00e4tte sch\u00e4rfere B\u00fccher schreiben sollen. Schade nur, ich wei\u00df nicht wie&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">&#8211;<i> Wladimir Bogdanowitsch, wie soll man die ukrainische Armee reformieren? Kann das w\u00e4hrend des Krieges funktionieren? Welc<span style=\"color: #333333\">he\u00a0<\/span><\/i><i>Beispiele<\/i><i><span style=\"color: #333333\">\u00a0sol<\/span>lte man f\u00fcr die Reform nehmen?<\/i><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Als erstes m\u00f6chte ich sagen, dass ich\u00a0auf keinen Fall m\u00f6chte, dass man glaubt, ich w\u00fcrde aus einer sicheren Entfernung Ratschl\u00e4ge geben &#8211; ich habe kein moralisches Recht darauf. Aber w\u00e4re ich in der Ukraine&#8230; Das Wichtigste w\u00e4re, die Menschen in der Ukraine zu bewaffnen. Glauben Sie nicht? Dann sage ich Ihnen: Seit jeher durften nur Sklaven und Verr\u00fcckte keine Waffen besitzen. Solange der Waffenbesitz verboten ist, werden wir nicht vorankommen. Ich bin oft in Lettland, dort kann man sich legal eine Waffe kaufen. Leute in Lettland besitzen Waffen. Russen oder Letten &#8211; kein Unterschied, alle haben Waffen, benehmen sich korrekt und keiner kommt auf die Idee irgendeine Oma auf der Stra\u00dfe zu beleidigen, weil man damit rechnen muss, dass die Oma eine Pistole hat. Kriminalit\u00e4t gibt es in Lettland kaum, niemand t\u00f6tet jemanden. Also muss man damit anfangen &#8211; mit der Bewaffnung der Bev\u00f6lkerung. Ich habe in der Schweiz vier Jahre lang als sowjetischer Spion verbracht. Alle Schweizer sind bewaffnet. Und es war\u00a0Machiavelli, der vor vier oder f\u00fcnf Jahrhunderten gesagt hatte, dass die Schweizer besser als alle andere bewaffnet sind und dass sie das freieste Volk der Welt sind. Das ist ein Zeichen der Freiheit. Sobald den B\u00fcrgern in Lettland erlaubt wurde, Waffen zu besitzen, ist die Kriminalit\u00e4tsrate ums Zweifache gesunken, auf der Stelle.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">&#8211; <em>Unsere Bataillonskommandeure halten es f\u00fcr richtig, den B\u00fcrgern Waffen zu geben.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Solange das Volk \u00fcber keine Waffen verf\u00fcgt, werden wir Sklaven bleiben. Und die Sklavenmentalit\u00e4t wird auch bleiben, die Menschen werden die H\u00f6herstehenden wie irgendwelche Himmelsbewohner ansehen. Bewaffnete Menschen sind freie Menschen. Einmal wurde ich in den USA vom inzwischen verstorbenen amerikanischen Buchautor Tom Clancy empfangen. Er war \u00fcbrigens nur zwei Wochen \u00e4lter als ich. Damals hatte ich keine solch&#8216; militaristischen Gedanken. Ich sagte zu ihm: &#8222;Du hast Waffen, lass&#8216; uns schie\u00dfen gehen&#8220;. Dann zeigte er mir eine Kalaschnikow. Ich fragte ihn: &#8222;Was ist, wenn du angegriffen wirst?&#8220; Und er antwortete: &#8222;Keiner wird mich je angreifen wollen.&#8220; Er hat meine innere Welt mit diesem Satz ver\u00e4ndert: &#8222;Keiner wird mich je angreifen wollen&#8220;. Da gibt es sowas nicht, dass wenn da ein gutes Haus steht, sich Lustige finden, die da einbrechen wollen. Das zeigen sie nur in Filmen so. Aber ich wiederhole, dass die Rekonstruktion der Armee mit der Bewaffnung der Bev\u00f6lkerung anfangen muss. Exzesse, Besoffene &#8211; all das ist besser, als eine Sklavennation. Es l\u00e4uft ein Asi \u00fcber die Stra\u00dfe und macht meine Frau an, und ich habe keine Waffe in der Tasche, um ihn abzuschrecken. Verstehen Sie, das entwickelt ein richtiges Gef\u00fchl in uns, in uns allen. Und so l\u00e4uft eine Bande \u00fcber die Stra\u00dfe, irgendwelche Minderj\u00e4hrigen, so um die 20 Mann, und greifen Passanten an, und die Passanten verstecken sich in Hauseing\u00e4ngen. Das ist eine\u00a0Nation der Feiglinge. Gebt uns Waffen. Hier in England habe ich eine Waffe.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">&#8211;<em>\u00a0Sagen Sie, was soll man mit den zahlreichen Gener\u00e4len in der ukrainischen Armee machen? Davon haben wir etwa Zweihundert, sollte man sie alle lustrieren, entlassen, einsperren? Haben wir \u00fcberhaupt Zeit daf\u00fcr?<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Die Zeit haben wir, die Gelegenheit dazu ist auch da. Ganz einfach: Ein General soll ein Bataillon unter sein Kommando bekommen &#8211; kein Regiment, keine Brigade, sondern ein Bataillon. Dann soll dieser General beweisen, was er drauf hat. Wenn er es schafft, dann wird ihn seine Mannschaft unterst\u00fctzen und somit wird der General ein General bleiben. Lustration durch Kampfhandlungen. Die Jungs, die ihr Leben lang in den B\u00fcros\u00a0sa\u00dfen, sollen nun ihre Talente unter Beweis stellen und beweisen, dass sie ihrer Heimat, der Ukraine, dienen wollen.<\/p>\n<p>Sie sollen dahin fahren, in den Krieg. Jeder soll so ein milit\u00e4risches Praktikum machen. Du bist ein Leiter, also brauchst du ein Truppenpraktikum, nimm&#8216; deine Generalsschulterklappen ab. Wir setzen dich ein, wenn du willst: Nimm&#8216; eine Kompanie, nimm&#8216; einen Trupp, aber gehe dahin, gib&#8216; deine Befehle dort. Und sollen die Jungs nach einem Monat deiner\u00a0Befehlsgebung eine Bewertung schreiben, und unterschreiben sollen es alle. Aber daf\u00fcr, wenn du zur\u00fcckkommst, lassen wir dich auf deinem Dienstposten und werden dich sogar bef\u00f6rdern.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">&#8211; <em>In der Tat ist man den Generalen sehr misstrauisch gegen\u00fcber eingestellt, man sagt, sie planen Kriege der Vergangenheit. Und wenn man miteinbezieht,\u00a0dass wir keine Kriege gef\u00fchrt haben, dann ist die Frage berechtigt, ob wir ihre Erfahrungen \u00fcberhaupt brauchen.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Alle Menschen sind verschieden, man muss ihre F\u00e4higkeiten in der Praxis \u00fcberpr\u00fcfen, das ist alles. Man soll einfach fragen: Kannst du Menschen im Krieg anf\u00fchren? Also fahr&#8216; hin! Wieviele Leute brauchst du? 30, 40, 100 Soldaten &#8211; wieviele kannst du auf dich nehmen, entscheide selbst. Und wenn du es schaffst, 30 Menschen anzuleiten, und diese 30 Menschen dir eine gute Charakteristik schreiben &#8211; dann werden wir dich auf einem hohen Generalposten sitzen lassen, denn du warst im Krieg, du hast gezeigt, wozu du f\u00e4hig bist. Die Tatsache, dass ein General sein ganzes Leben im B\u00fcro verbracht hat &#8211; das ist nicht seine Schuld. Vielleicht hat er ja milit\u00e4rische B\u00fccher gelesen, vielleicht hat er Sport gemacht, vielleicht hat er beobachtet, wie sich die Kriegskunst entwickelt, die Kriegswissenschaft in den anderen L\u00e4ndern &#8211; wozu soll man ihn denn direkt rauswerfen? Lassen Sie es ihn versuchen. Und wenn er es nicht schafft, dann hat er ja eine gute Rente, kann ja seine Enkel gro\u00dfziehen, sie morgens zur Schule bringen, aber in der Armee brauchen wir ihn\u00a0nicht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">&#8211; <em>Wladimir Bogdanowitsch, sagen Sie, wieviele Jahre braucht man, um einen anst\u00e4ndigen Nachrichtendienst aufzubauen?<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Wissen Sie, es gibt Beispiele, wo das Leben dich einfach zwingt und das Leben die Sache auf die Spitze treibt: Bleibt die Ukraine am Leben oder nicht. Das Leben bringt Pers\u00f6nlichkeiten nach vorn, die f\u00e4hig sind, und siebt die Unf\u00e4higen aus.\u00a0Gl\u00e4nzendes Beispiel daf\u00fcr ist Napoleon Bonaparte, das Beispiel aller Beispiele. Entweder wird Frankreich jetzt erw\u00fcrgt, oder es taucht irgendein Bonaparte auf. Ich bin mit dem Begriff &#8222;Antiterroroperation&#8220; absolut nicht einverstanden. Was ist eine Operation? Operation sind irgendwelche Handlungen, die durch eine gemeinsame Idee und Plan verbunden sind. Irgendwelche Feinde haben irgendwas besetzt, haben ein Flugzeug entf\u00fchrt, irgendwelche Terroristen, also muss man das Flugzeug befreien &#8211; das ist eine Antiterroroperation. Eine Operation kann kein halbes Jahr dauern, ohne einen einheitlichen Plan, einer gemeinsamen Idee &#8211; da ist was passiert, hier ist was passiert usw&#8230; Das ist keine Operation. Das ist ein Krieg der Ukraine f\u00fcr ihre Unabh\u00e4ngigkeit. Die alten Chinesen sagten, man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen. Sie werden fragen, warum? Weil richtig benennen richtig verstehen bedeutet. Jetzt bezeichnen\u00a0wir das als eine Antiterroroperation,\u00a0wenn wir das aber als einen Gro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieg des ukrainischen Volkes f\u00fcr seine Unabh\u00e4ngigkeit bezeichnen, wenn wir sagen: &#8222;Br\u00fcder, Jungs, wir k\u00e4mpfen f\u00fcr unsere Unabh\u00e4ngigkeit und wir m\u00fcssen diese durchsetzen!&#8220;- dann wird es auch ein anderes Resultat geben, es wird eine andere Beziehung zu jenen Jungs geben, die ihr Blut vergie\u00dfen, zu einer Regierung, die unpopul\u00e4re Entscheidungen trifft, zu einer Polizei, die\u00a0die gesellschaftliche Ordnung gew\u00e4hrleistet, und auch zu jenen Gaunern, die den Krieg gegen die Ukraine f\u00fchren. Es wird eine ganz andere Einstellung\u00a0geben. Denn es IST ein Gro\u00dfer Vaterl\u00e4ndischer Krieg des ukrainischen Volkes f\u00fcr seine Unabh\u00e4ngigkeit.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Quelle: <strong>Wiktor Suworow<\/strong> im Gespr\u00e4ch mit Lana Samochwalowa, Eugene Jakuna, Victor Mischkowski, erschienen in <a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/rus\/news\/viktor_suvorov_esli_ne_dat_narodu_orugie_mi_ostanemsya_natsiey_rabov_1682206\">ukrinform.ua.<\/a>; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/andrij.topchan?fref=ts\">Andrij Topchan<\/a>\/ <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>CC BY 4.0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich ist Wiktor Suworows neues Buch &#8222;Reinfall&#8220; erschienen. In dem Buch geht es um Chruschtschow, Schukow und&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":17017,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[98,131,3],"tags":[6,59,12,835,13],"class_list":["post-1192","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-expertenmeinungen","category-interviews","tag-ato","tag-krieg","tag-russland","tag-suworow","tag-ukraine"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wiktor Suworow: &quot;Man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen&quot; - InformNapalm (Deutsch)<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Wiktor Suworow: &quot;Man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen&quot; - InformNapalm (Deutsch)\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"K\u00fcrzlich ist Wiktor Suworows neues Buch &#8222;Reinfall&#8220; erschienen. In dem Buch geht es um Chruschtschow, Schukow und...\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"InformNapalm (Deutsch)\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/informnapalm24\" \/>\n<meta property=\"article:author\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/oxanatinko\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2014-11-21T09:50:02+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2019-01-03T10:17:10+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/11\/68902795.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"923\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"570\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"\u041e\u043a\u0441\u0430\u043d\u0430 \u0422i\u043d\u044c\u043a\u043e\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"\u041e\u043a\u0441\u0430\u043d\u0430 \u0422i\u043d\u044c\u043a\u043e\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"22\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/\"},\"author\":{\"name\":\"\u041e\u043a\u0441\u0430\u043d\u0430 \u0422i\u043d\u044c\u043a\u043e\",\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/#\/schema\/person\/96ae00c3b1d58255bc6559a1b070bf9a\"},\"headline\":\"Wiktor Suworow: &#8222;Man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen&#8220;\",\"datePublished\":\"2014-11-21T09:50:02+00:00\",\"dateModified\":\"2019-01-03T10:17:10+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/\"},\"wordCount\":4327,\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/11\/68902795.png\",\"keywords\":[\"ATO\",\"Krieg\",\"Russland\",\"Suworow\",\"Ukraine\"],\"articleSection\":[\"Aktuell\",\"Expertenmeinungen\",\"Interviews\/Meinungen\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/\",\"url\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/\",\"name\":\"Wiktor Suworow: \\\"Man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen\\\" - InformNapalm (Deutsch)\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/11\/68902795.png\",\"datePublished\":\"2014-11-21T09:50:02+00:00\",\"dateModified\":\"2019-01-03T10:17:10+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/#\/schema\/person\/96ae00c3b1d58255bc6559a1b070bf9a\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/11\/68902795.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/11\/68902795.png\",\"width\":923,\"height\":570},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Wiktor Suworow: &#8222;Man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen&#8220;\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/\",\"name\":\"InformNapalm (Deutsch)\",\"description\":\"OSINT, HUMINT, Analytik\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/#\/schema\/person\/96ae00c3b1d58255bc6559a1b070bf9a\",\"name\":\"\u041e\u043a\u0441\u0430\u043d\u0430 \u0422i\u043d\u044c\u043a\u043e\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/d1216905db9b422860abe5e7af6a2cea590585d58c81a845d5f1b514360804f2?s=96&d=blank&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/d1216905db9b422860abe5e7af6a2cea590585d58c81a845d5f1b514360804f2?s=96&d=blank&r=g\",\"caption\":\"\u041e\u043a\u0441\u0430\u043d\u0430 \u0422i\u043d\u044c\u043a\u043e\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/informnapalm.org\/\",\"https:\/\/www.facebook.com\/oxanatinko\",\"https:\/\/x.com\/oxana_tinko\"],\"url\":\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/author\/oxana\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Wiktor Suworow: \"Man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen\" - InformNapalm (Deutsch)","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Wiktor Suworow: \"Man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen\" - InformNapalm (Deutsch)","og_description":"K\u00fcrzlich ist Wiktor Suworows neues Buch &#8222;Reinfall&#8220; erschienen. In dem Buch geht es um Chruschtschow, Schukow und...","og_url":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/","og_site_name":"InformNapalm (Deutsch)","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/informnapalm24","article_author":"https:\/\/www.facebook.com\/oxanatinko","article_published_time":"2014-11-21T09:50:02+00:00","article_modified_time":"2019-01-03T10:17:10+00:00","og_image":[{"width":923,"height":570,"url":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/11\/68902795.png","type":"image\/png"}],"author":"\u041e\u043a\u0441\u0430\u043d\u0430 \u0422i\u043d\u044c\u043a\u043e","twitter_misc":{"Verfasst von":"\u041e\u043a\u0441\u0430\u043d\u0430 \u0422i\u043d\u044c\u043a\u043e","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"22\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/"},"author":{"name":"\u041e\u043a\u0441\u0430\u043d\u0430 \u0422i\u043d\u044c\u043a\u043e","@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/#\/schema\/person\/96ae00c3b1d58255bc6559a1b070bf9a"},"headline":"Wiktor Suworow: &#8222;Man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen&#8220;","datePublished":"2014-11-21T09:50:02+00:00","dateModified":"2019-01-03T10:17:10+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/"},"wordCount":4327,"image":{"@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/11\/68902795.png","keywords":["ATO","Krieg","Russland","Suworow","Ukraine"],"articleSection":["Aktuell","Expertenmeinungen","Interviews\/Meinungen"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/","url":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/","name":"Wiktor Suworow: \"Man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen\" - InformNapalm (Deutsch)","isPartOf":{"@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/11\/68902795.png","datePublished":"2014-11-21T09:50:02+00:00","dateModified":"2019-01-03T10:17:10+00:00","author":{"@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/#\/schema\/person\/96ae00c3b1d58255bc6559a1b070bf9a"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#primaryimage","url":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/11\/68902795.png","contentUrl":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/11\/68902795.png","width":923,"height":570},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wiktor-suworow-alles-muss-man-nur-richtig-benennen-koennen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Wiktor Suworow: &#8222;Man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen&#8220;"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/#website","url":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/","name":"InformNapalm (Deutsch)","description":"OSINT, HUMINT, Analytik","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/#\/schema\/person\/96ae00c3b1d58255bc6559a1b070bf9a","name":"\u041e\u043a\u0441\u0430\u043d\u0430 \u0422i\u043d\u044c\u043a\u043e","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/d1216905db9b422860abe5e7af6a2cea590585d58c81a845d5f1b514360804f2?s=96&d=blank&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/d1216905db9b422860abe5e7af6a2cea590585d58c81a845d5f1b514360804f2?s=96&d=blank&r=g","caption":"\u041e\u043a\u0441\u0430\u043d\u0430 \u0422i\u043d\u044c\u043a\u043e"},"sameAs":["https:\/\/informnapalm.org\/","https:\/\/www.facebook.com\/oxanatinko","https:\/\/x.com\/oxana_tinko"],"url":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/author\/oxana\/"}]}},"views":3558,"post_src":"<em>K\u00fcrzlich ist <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Viktor_Suworow\">Wiktor Suworows<\/a> neues Buch \"Reinfall\" erschienen. In dem Buch geht es um Chruschtschow, Schukow und darum, wie die UdSSR einer Milit\u00e4rdiktatur und die Welt dem Dritten Weltkrieg entgangen sind. Die Redaktion von ukrinform.ua kontaktierte Wladimir Bogdanowitsch (Wiktor Suworow ist ein Pseudonym), um \u00fcber sein neues Buch, den Krieg Russlands und dar\u00fcber zu sprechen, was man mit der Armee machen soll und wie man aus diesem Krieg als Gewinner herauskommt. Wiktor Suworow ist zwar eine umstrittene Person, dennoch sind seine Gedankenspiele und Ideen f\u00fcr uns interessant...\u00a0<\/em>\r\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #333333\"><em><strong>Chruschtschow war im Vergleich zu Schukow eine weiche Tscheburaschka<\/strong> (Anm.d.\u00dcbers.: eine\u00a0sehr beliebte russische Zeichentrickfigur)<\/em><\/span><\/p>\r\n<span style=\"color: #333333\">-<em> Wladimir Bogdanowitsch, zwei Haupteindr\u00fccke nach Ihrem Buch. Der erste: Es ist beeindruckend, wie meisterhaft Chruschtschow Schukow von der Macht zur\u00fcckgedr\u00e4ngt hat...<\/em><\/span>\r\n\r\n- Aber er konnte das Image eines \"Idioten\" nicht loswerden - bei den meisten bleibt er so in Erinnerung. Und er hat aber alle \u00fcberlebt: Stalin, Berija, Molotow, Malenkow, Kaganowitsch - waren ja alles Wisente. Schukow hat er aber \"aufgegessen\". So ist das.\r\n\r\n<span style=\"color: #333333\">-<em> Als ich \u00fcber Schukow gelesen habe, dachte ich, man m\u00fcsste dem Nationalrat vorschlagen, die eine russische Serie \u00fcber ihn in der Ukraine zu verbieten, denn darin wird der Tyrann\u00a0reingewaschen.\u00a0Was denken Sie?<\/em><\/span>\r\n\r\n- Er hat viel angestellt. Die von ihm angeordneten Atomwaffentests auf dem Truppen\u00fcbungsplatz Tozkij haben zum Massensterben der einheimischen Bev\u00f6lkerung gef\u00fchrt. Als Journalisten\u00a0w\u00e4hrend der Perestroika versuchten, Statistiken dar\u00fcber zu finden, wie viele krebskrank geworden waren, brannte das Kreiskrankenhaus samt allen Dokumenten aus. Alles wurde vertuscht. Ungarn... Er hat den vierten Stern des Helden der Sowjetunion f\u00fcr den Einsatz in Ungarn bekommen, f\u00fcr die Niederschlagung der dortigen Revolution. Die erste Medaille hat er nicht im B\u00fcrgerkrieg bekommen, sondern f\u00fcr die Niederschlagung eines Aufstands in der Provinz Tambow nach dem B\u00fcrgerkrieg.\u00a0Ein Henker ist eben ein Henker.\r\n\r\n<span style=\"color: #333333\">- <em>Zur\u00fcck zu Ungarn... Ihre Beschreibung der ungarischen Revolution 1956 ist so bildhaft. Die Ukrainer haben langsam den Eindruck, dass das eigentliche Ungarn damals gestorben sei und Henker an die Macht gekommen sind. Und diese Henker, die Nachfahren jener Tschekisten,\u00a0verraten nun durch ihre Zusammenarbeit mit \"Gasprom\" und Putin Ungarn\u00a0und f\u00fchren Krieg gegen die Ukraine. Wie ist Ihrer Meinung nach dieses historisch unlogische politische Verhalten des heutigen Ungarn zu erkl\u00e4ren?<\/em><\/span>\r\n\r\n- Ich kann die Frage nicht beantworten. Aber man soll es ihnen lassen, schlie\u00dflich hat Ungarn den ganzen kommunistischen Block zerst\u00f6rt. Die Geschichte war so: 1956, als alles zu Ende war, kamen die neuen Kommunisten an die Macht und sagten den Sowjets: \"Ihr habt unsere B\u00fcrger mit F\u00fc\u00dfen nach oben aufgeh\u00e4ngt, habt Menschen ermordet, ihr m\u00fcsst etwas nachsichtiger sein\". Und so fing Ungarn an, liberaler zu werden, das private Gesch\u00e4ft\u00a0gewann\u00a0langsam an Kraft, und langsam traten sie aus dem sozialistischen Lager aus. Im Sommer 1989 \u00f6ffneten sie die Grenze zu \u00d6sterreich. Denn einst war es die \u00f6sterreichisch-ungarische Monarchie: Bruderv\u00f6lker, ethnisch sind sie verschieden, aber sie stellten das Fundament der \u00f6sterreichisch-ungarischen Monarchie dar. Sie haben\u00a0die Grenze ge\u00f6ffnet - die Ungarn liefen aber nicht massenhaft nach \u00d6sterreich, denn die Ungarn hatten\u00a0ihr Lebensniveau schon hochgebracht. Es war zwar nicht so hoch, wie in \u00d6sterreich, aber es war akzeptabel. Da die Berliner Mauer immer noch da war, st\u00fcrmten aber die Ostdeutschen mit ihren Trabis alle nach Ungarn, um \u00fcber \u00d6sterreich nach Westdeutschland zu gelangen. Ihre Zahl nahm stetig zu, so dass alle Stra\u00dfen zu waren. Ich erinnere mich an jene Zeit, ich bin n\u00e4mlich hingefahren,\u00a0um mir das Ganze aus der N\u00e4he anzuschauen. Die Menschen nahmen alles mit und fuhren mit ihren Trabant einfach los. Au\u00dfer ihnen gab es auch Polen, Tschechen. Die Stra\u00dfen waren tats\u00e4chlich komplett zu: Die Autos standen so dicht wie in diesem Sommer\u00a0in der Warteschlange zur Krim-F\u00e4hre. Und dann blieb der ostdeutschen Regierung nichts anderes \u00fcbrig: Sie sahen, wie ihre B\u00fcrger flohen, so eine Schande f\u00fcrs Land. Also haben sie gesagt: Ja gut, wir lassen die Menschen durch die Berliner Mauer durch. Und daran m\u00fcssen wir uns immer erinnern. Als die Berliner zu der Mauer st\u00fcrmten, fing da was\u00a0total Verr\u00fccktes an: Menschen verbr\u00fcderten sich mit Grenzschutzbeamten, und die Mauer war gefallen. Ich wiederhole: Das ist Verdienst Ungarns. Wir m\u00fcssen immer daran denken. Darum ist ihr Bezug zu ihrer Geschichte - das ist ihre Sache. Lasst uns an unsere Geschichte denken.\r\n\r\n<span style=\"color: #333333\"><em>- Jeder will Freunde haben und dabei wissen, dass diese wirklich Freunde sind...<\/em><\/span>\r\n\r\n- Verstehen Sie, es gibt gewisse Armeeregeln, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden sind, genauso ist es mit den Gef\u00e4ngnisregeln. Zum Beispiel eine Kaserne, ich habe sieben Jahre lang\u00a0in Kasernen gewohnt, seit ich 11 war, seit der Suworow-Schule (<em>milit\u00e4rische Schule in Moskau)<\/em>, dort wurden Jungs mit 11 aufgenommen. Das war eine harte Lebensschule, die H\u00e4lfte hat\u00a0nicht durchgehalten. Die Schule konnte man verlassen, das war ja\u00a0kein Jugendwerkhof. Aber\u00a0eine ernsthafte Schule des Lebens war es. Zum Beispiel wenn ich da von b\u00f6sen Buben angegriffen werde. Dann nimmt man einen Bleistift fest in die Hand, so dass das stumpfe Ende zwei Zentimeter aus der Faust ragt. Wenn man angegriffen wird, ist ein Schlag mit so einem Bleistift verheerend. Verstehen Sie, wovon ich spreche? Wer sich verteidigt, der wird respektiert. Solange du dich nicht verteidigst, wird sich keiner f\u00fcr dich einsetzen, im Knast gilt das genauso. Sobald du dich verteidigst, wird mit Gewi\u00dfheit irgendjemand sagen: \"Lasst ihn los, was wollt ihr von ihm...\". Diese Regel m\u00fcssen alle Ukrainer lernen. Solange die Ukraine ihren Unabh\u00e4ngigkeitskrieg nicht nach allen Regeln der Kunst f\u00fchrt, wird ihr keiner ernsthaft helfen. Sobald die Ukraine sich verteidigt, werden sich alle an ihre Seite stellen. Die Regel gilt im Gef\u00e4ngnis, in der Armee - das ist die Regel der Urgesellschaft, so ticken wir Menschen. So funktionieren wir seit Jahrtausenden, wir sind Tiere. Wenn ein Tier zur\u00fcckbei\u00dft, ist es gut, sobald es aber seinen Schwanz einzieht, greifen es alle an, selbst die, die das gar nicht wollten.\r\n\r\n<span style=\"color: #333333\"><em>- Sie schreiben aber \u00fcber Chruschtschow mit unverhohlener Sympathie...<\/em><\/span>\r\n\r\n- Die Sache ist, dass Nikita Chruschtschow an sich ein Tier war. Im Buch erw\u00e4hne ich, wer er war, als er 1. Sekret\u00e4r des Moskauer Regionalkomitees war, wer er w\u00e4hrend des Holodomors, w\u00e4hrend des Gro\u00dfen Terrors usw. war. Dennoch war er im Vergleich zu Schukow ein weiches Pl\u00fcschtierchen. Verstehen Sie, es gibt zwei Arten der Grausamkeit. Zum Beispiel die von Stalin. \u00dcber Stalin schreibe ich mit gewisser Sympathie, denn er war ein sehr grausamer Mensch, aber er war intelligent. Das war ein Mensch mit zugespitztem\u00a0Sinn f\u00fcr satanischen Humor. Stalin hatte einen Sinn f\u00fcr Humor. Es gibt die Stalin-Jokes. Ich sammle sie, sie sind furchtbar grausam, aber dieser Mensch verstand Humor, in ihm gab es also etwas Menschliches. Wenn man \u00fcber Schukow spricht, sollte man seine Memoiren lesen. Dort gibt es keinen einzigen Witz, keine Andeutung, man sieht \u00fcberhaupt keinen Menschen. Das ist eine b\u00fcrokratische Maschine, die keinerlei menschliche Gef\u00fchle\u00a0besitzt. Also schreibe ich \u00fcber Chruschtschow, weil bei all seiner Brutalit\u00e4t ein Sinn f\u00fcr Humor ihm nicht fremd war. Unter den Menschen, die keinen Sinn f\u00fcr Humor hatten, waren Hitler, Lenin, Schukow - das waren furchtbare Tyrannen. Und ein Tyrann mit Sinn f\u00fcr Humor hat doch noch etwas menschliches. Ich denke, dass man Chruschtschow ein Denkmal errichten k\u00f6nnte. Das ist nat\u00fcrlich nicht ernst gemeint. Aber sehen sie, Lenin (also, sein Denkmal) wurde gest\u00fcrzt, und auf den Sockel sollte man Chruschtschow setzen. Die Inschrift sollte aber lauten: Das ist ein grausamer Tyrann, ein Feind, auf seinem Gewissen sind Holodomor, Terror, usw. Er hat uns aber vor Schukow gerettet, deshalb m\u00fcssen wir uns bei ihm bedanken.\r\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #333333\"><em><strong>Putin ist ein Vaterlandsverr\u00e4ter, die von ihm aufgehetzte Masse k\u00f6nnte ihn zertrampeln.<\/strong><\/em><\/span><\/p>\r\n<span style=\"color: #333333\">- <em>Das letzte Buch ist nicht das einzige, in dem Sie zeigen, dass die Welt im Feuer eines n\u00e4chsten Krieges untergehen kann. Glauben Sie, dass Putin vorhat, weiter als nur in die Ukraine vorzusto\u00dfen?<\/em><\/span>\r\n\r\n- Die Sache ist, dass alle Kriege, die die UdSSR gef\u00fchrt hat, sowie alle ihre Aktivit\u00e4ten\u00a0im Ausland eigentlich Verteidigungskriege waren. Sind Sie\u00a0nicht einverstanden? Ich werde es Ihnen beweisen. Ein normales menschliches Leben war ein gef\u00e4hrliches Vorbild f\u00fcr die V\u00f6lker der UdSSR. Unsere Anf\u00fchrer wollten die M\u00f6glichkeit eines solchen Vergleichs aus der Welt schaffen, damit keiner das w\u00fcrdige Leben im Ausland sehen kann. Nicht weil wir mehr Landfl\u00e4che gebraucht h\u00e4tten. Davon hatten wir genug. Nicht weil wir Erd\u00f6l oder Gas haben wollten, sondern weil man Vorbilder zum Nachahmen zerst\u00f6ren wollte, denn Menschen besuchten das Ausland und sahen dieses wundersch\u00f6ne\u00a0Leben dort. Ich erz\u00e4hle Ihnen, warum die UdSSR in Rum\u00e4nien nicht einmarschiert hat. 1968 war ich in der Tschechoslowakei. Gleich nach der R\u00fcckkehr in die UdSSR wurde ich in die 66. Gardedivision abkommandiert, die in der N\u00e4he von Tschernowitz an der Grenze zu Rum\u00e4nien stationiert war. Kaum war die Ordnung in der Tschechoslowakei wiederhergestellt worden, wurde der Genosse Ceausescu in Rum\u00e4nien ganz wild und wollte von uns nichts wissen, er ging seinen eigenen Weg... Man hat uns oft in Alarmbereitschaft versetzt, jedes Mal dachte ich, dass man uns hinschickt. Mein Kommandant war Oberstleutnant Protasow, einmal fragte ich ihn: \"Wann marschieren wir endlich in Rum\u00e4nien ein?\" Er sagte, das wird nicht passieren. Ich sagte: \"Ceausescu geht doch seinen eigenen Weg, er h\u00f6rt nicht mehr auf uns.\" Und er sah mich an, und sagte: \"Bist du denn so dumm, dass du es nicht verstehst?\". Nein, verstehe ich nicht. Er sah\u00a0mich mit Mitleid an und sagte: \"So eine einfache Sache verstehst du nicht.\" Dann sagte er: \"In Rum\u00e4nien ist alles nach unserer Art und Weise. Er ist ein dreifacher Volksheld, seine Frau ist im Politb\u00fcro, sein Sohn ist im Zentralkomitee, alles wie bei uns.\"... Das erkl\u00e4re ich jetzt nur so, seine Rede bestand eigentlich haupts\u00e4chlich aus Schimpfworten.\r\n\r\nDie Kernbotschaft seiner Aussage war: Von Rum\u00e4nien geht keine Ansteckungsgefahr aus, genauso wie von Nordkorea oder China damals. Alle Chinesen liefen in gleichen Hosen, fuhren die gleichen Fahrr\u00e4der und hatten einen gro\u00dfen F\u00fchrer. Kein Mensch in der UdSSR tr\u00e4umte vom Leben wie in China oder in Nordkorea. Das hei\u00dft, sie waren f\u00fcr uns nicht gef\u00e4hrlich. Taiwan stellte eine Gefahr dar, Hongkong - \u00a0sie sind zwar auch Chinesen, Hongkong war aber gef\u00e4hrlich. Legte ein sowjetisches Schiff dort mal an, liefen gleich zwei Matrosen weg. Denn das war ein Magnet, ein Magnet des normalen Lebens.\r\n\r\nUnsere F\u00fchrer mussten also die normalen menschlichen Gesellschaften zerst\u00f6ren, um an der Macht zu bleiben. Sie haben sich vor der ganzen Welt verteidigt. Ein weiteres Beispiel: 1979 gab es in Iran eine religi\u00f6se Revolution. Damals war ich in den USA. Dort erschien ein Buch von mir. Einige Amerikaner sagten mir: \"Schau mal, diese religi\u00f6sen Fanatiker werden der UdSSR nun Probleme bereiten\". Worauf ich antwortete: \"Nein, Jungs, die sind gegen die USA\". Dann sagten sie: \"Im Gegensatz zur UdSSR sind wir hinter dem Teich, wir unterdr\u00fccken die Moslems nicht und haben keine gemeinsame Grenze\". Dann sagte ich: \"Jungs, ihr werdet Probleme haben\". Das sagte ich am Abend, am n\u00e4chsten Morgen riefen sie mich an und fragten, woher ich das alles wusste. Religi\u00f6se Fanatiker hatten\u00a0die Botschaft der USA besetzt. Ich sagte: \"Wieso? Das war doch einfach vorherzusehen\". Schaut mal: Da sitzen religi\u00f6se Fanatiker beisammen, reden, reden, man h\u00f6rt ihnen zu. Pl\u00f6tzlich l\u00e4uft eine Amerikanerin in einem Minirock\u00a0\u00fcber die Stra\u00dfe und all die Fanatiker - wie Stiere mit H\u00f6rnern - alle glotzen sie an. Und die ganze religi\u00f6se Propaganda verliert auf der Stelle ihre Wirksamkeit. Deshalb waren die USA f\u00fcr den religi\u00f6sen Iran, f\u00fcr all die Fanatiker eine Ansteckungsgefahr. Sie mussten mit den USA etwas machen - erkl\u00e4ren, dass es ein sehr b\u00f6ses Land ist. Die UdSSR war f\u00fcr sie dagegen kein schlechtes ansteckendes Vorbild. Unsere B\u00fcrger waren alle schlicht angezogen und verf\u00fchrten die Iraner nicht mit ihrem Aussehen.\r\n\r\nDie Existenz von normalen L\u00e4ndern war also ein ansteckendes Vorbild\u00a0f\u00fcr unsere B\u00fcrger - wir sahen wie sie leben und fragten uns: \"Warum leben wir nicht so wie sie?\" Sie mussten also vernichtet werden, damit der Kommunismus bei uns \u00a0bestehen konnte. Das hei\u00dft: Wir verteidigten unseren Kommunismus durch Kriege. Wir \u00fcberrollten Polen, Ostdeutschland, Ungarn. Das waren alles Verteidigungskriege. Ich behaupte auch, dass auch Putin in der Ukraine einen Verteidigungskrieg f\u00fchrt. Denn das Vorbild des Maidan ist sehr ansteckend f\u00fcrs russische Volk. Russen k\u00f6nnten fragen: \"Warum werden unsere Diebe nicht eingesperrt?\" Durch diesen Krieg verteidigt Putin seine Macht.\r\n\r\n<span style=\"color: #333333\"><em>- Schlie\u00dfen Sie nicht aus, dass er weitergehen k\u00f6nnte? Nach Europa, in die NATO-L\u00e4nder?<\/em><\/span>\r\n\r\n-\u00a0Ich kann f\u00fcr ihn nicht sprechen. Tatsache ist, dass er nicht in der Lage ist, wenigstens einen Schritt im Voraus zu denken. Im Donbas ist er steckengeblieben - das muss man zugeben, und er kann nicht mehr raus. Er ist nicht in der Lage, den Donbas mit Lebensmitteln zu versorgen. Sobald er sich aus dem Donbas zur\u00fcckzieht, wird er gest\u00fcrzt. Er hat in Russland einen z\u00fcgellosen Chauvinismus entfesselt. Man liebt ihn daf\u00fcr, dass er Russlands Grenzen vor sich herschiebt. Sollte er stehen bleiben oder nachgeben, wird er von der Meute zertrampelt, die er selbst aufgehetzt hat. Deshalb muss er immer vorw\u00e4rts marschieren. Das ist wie auf dem Everest-Gipfel: Entweder krabbelt er aufw\u00e4rts oder rollt hinunter und bricht sich den Hals.\r\n\r\n<span style=\"color: #333333\">-<em> Sind Sie auch der Meinung, dass wir auf eine\u00a0massive\u00a0Invasion\u00a0vorbereitet sein m\u00fcssen?<\/em><\/span>\r\n\r\n- Das haben noch die alten R\u00f6mer gesagt: Si vis pacem, para bellum. Wenn du Frieden willst, bereite Dich auf einen Krieg vor. Wer Frieden will und einem Kannibalen einen Palmen-Ast reicht, der wird gefressen. Die Orks verstehen nur St\u00e4rke. Es besteht kein Diskussionsbedarf mehr, dass wir es hier mit Orks zu tun haben.\r\n\r\n<span style=\"color: #333333\">- <em>Die Theorie eines Rassenkrieges reifte in den Tiefen der deutschen Intelligenz, sie wurde nicht von Obsth\u00e4ndlern entwickelt, da waren Intellektuelle am Werk. Derzeit wird in die K\u00f6pfe der russischen \u00d6ffentlichkeit ein Virus eingepflanzt. Es wird propagiert, dass Russland und Deutschland zwei gro\u00dfe L\u00e4nder waren und eine dritte Kraft alles tat, um sie zu zerstreiten. Denken Sie, dass dies\u00a0vielleicht Teil eines Plans sein kann, Hitler reinzuwaschen?<\/em><\/span>\r\n\r\n- Einen schlechten T\u00e4nzer st\u00f6rt alles, selbst die hohen Abs\u00e4tze - wenn alles zusammenbricht, dann m\u00fcssen sie sich ja etwas einfallen lassen. Jeder, der nicht in der Lage ist, in den eigenen vier W\u00e4nden alles in Ordnung zu bringen, sucht drau\u00dfen nach einer Erkl\u00e4rung f\u00fcr seine inneren Probleme. Putin vermag es nicht, die inneren Probleme zu l\u00f6sen, deshalb sucht er im Au\u00dfen nach Gr\u00fcnden, warum alles schiefl\u00e4uft. Er kann doch nicht sagen, dass er ein Dummkopf ist, wenn er so viele Milliarden hat. Als er an die Macht kam, schwankte\u00a0der \u00d6lpreis zwischen\u00a07, 10, 14 bis 20 Dollar pro Barrel. Und Russland lebte davon. Jetzt, nach 15 Jahren seiner Macht\u00fcbernahme, ist ein\u00a0niedrigerer Barrel Preis\u00a0als 100$ mit einer nationalen Katastrophe vergleichbar. K\u00f6nnen Sie sich das vorstellen: Das Land stellt nichts au\u00dfer Kalaschnikows und Matroschkas her. Erd\u00f6l und Gas haben sie ja nicht hergestellt - das hat die Natur vollbracht, und das nicht mal in der N\u00e4he von Moskau.\u00a0Warum ist der Lebensstandard in den Baltischen L\u00e4ndern h\u00f6her, wo es weder Erd\u00f6l noch Gas noch Gold oder Diamanten gibt? Diese L\u00e4nder haben - ohne etwas zu haben - ihren eigenen Weg gefunden. Warum sind Krankenh\u00e4user und Schulen in Russland trotz Erd\u00f6l, Gas, Nickel, Chrom, Gold, Diamanten, Silber, Uran so erb\u00e4rmlich? F\u00fcr welche Gelder bauen sich Putins Freunde solche Jachten und Pal\u00e4ste? Ich denke, dass dies der wahre Grund daf\u00fcr ist, warum Putin nach vorne marschieren und nicht etwa nach einer Erkl\u00e4rung f\u00fcr seine Gier, Dummheit und seinen Hochverrat (er ist ein Landesverr\u00e4ter) suchen muss -\u00a0er muss\u00a0nach Feindbildern suchen. Einer hat also die Deutschen und die Russen zerstritten und wenn das nicht passiert w\u00e4re, w\u00e4re alles in Ordnung. Den Deutschen geht es aber gut, sie haben kein Erd\u00f6l, kein Gas, sie haben nichts au\u00dfer einer Bev\u00f6lkerung, die hart arbeitet. Laufen Sie mal durch die deutschen Stra\u00dfen, schauen Sie mal, wie sie leben. Und das nachdem sie zwei Weltkriege und alle Kolonien verloren haben, kolossale Reparationen gezahlt haben\u00a0und Millionen ihrer B\u00fcrger in Kriegen umgekommen sind... Diese ganzen Theorien, dass jemand sich mit Russland zerstritten hat, und wir darum nun in der Schei\u00dfe sitzen - nein, sie sitzen eben nicht in der Schei\u00dfe, und darum brauchen sie diese Theorien auch nicht.\r\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #333333\"><em><strong>Jeder Russe ist verantwortlich daf\u00fcr, was in Russland passiert<\/strong><\/em><\/span><\/p>\r\n<span style=\"color: #333333\"><em>- Sind die russischen Intellektuellen f\u00fcr ihre allumfassende\u00a0Teilnahme am Desinformationskrieg verantwortlich?<\/em><\/span>\r\n\r\n- Diese Worte wurden Marx oder Engels zugeschrieben, aber diese Weisheit ist viel \u00e4lter: \"Jedes Volk hat die Herrscher, die es verdient\". Als Janukowytsch und Pschonka an der Macht waren, verdienten\u00a0die Ukrainer sie. Seit die Ukrainer gesagt haben: \"Wir brauchen das alles nicht\", haben sie nun das, was sie haben. Da die Russen seit 15 Jahren einen unabsetzbaren F\u00fchrer haben und das als Stabilit\u00e4t bezeichnen, tragen sie alle die Verantwortung daf\u00fcr, was in Russland geschieht. Ich meine: jeder, jeder ist verantwortlich. Ich auch, meine Mutter ist eine Russin, mein Vater ist ein Ukrainer, aber ich bin auch verantwortlich daf\u00fcr, was in Russland passiert. Das ist auch meine Schuld, denn ich habe die Interessen meiner Heimat nicht entschlossen genug verteidigt. Meine Heimat ist sowohl die Ukraine als auch Russland. Ich h\u00e4tte noch entschlossener handeln sollen, h\u00e4tte sch\u00e4rfere B\u00fccher schreiben sollen. Schade nur, ich wei\u00df nicht wie...\r\n\r\n<span style=\"color: #333333\">-<i> Wladimir Bogdanowitsch, wie soll man die ukrainische Armee reformieren? Kann das w\u00e4hrend des Krieges funktionieren? Welc<span style=\"color: #333333\">he\u00a0<\/span><\/i><i>Beispiele<\/i><i><span style=\"color: #333333\">\u00a0sol<\/span>lte man f\u00fcr die Reform nehmen?<\/i><\/span>\r\n\r\n- Als erstes m\u00f6chte ich sagen, dass ich\u00a0auf keinen Fall m\u00f6chte, dass man glaubt, ich w\u00fcrde aus einer sicheren Entfernung Ratschl\u00e4ge geben - ich habe kein moralisches Recht darauf. Aber w\u00e4re ich in der Ukraine... Das Wichtigste w\u00e4re, die Menschen in der Ukraine zu bewaffnen. Glauben Sie nicht? Dann sage ich Ihnen: Seit jeher durften nur Sklaven und Verr\u00fcckte keine Waffen besitzen. Solange der Waffenbesitz verboten ist, werden wir nicht vorankommen. Ich bin oft in Lettland, dort kann man sich legal eine Waffe kaufen. Leute in Lettland besitzen Waffen. Russen oder Letten - kein Unterschied, alle haben Waffen, benehmen sich korrekt und keiner kommt auf die Idee irgendeine Oma auf der Stra\u00dfe zu beleidigen, weil man damit rechnen muss, dass die Oma eine Pistole hat. Kriminalit\u00e4t gibt es in Lettland kaum, niemand t\u00f6tet jemanden. Also muss man damit anfangen - mit der Bewaffnung der Bev\u00f6lkerung. Ich habe in der Schweiz vier Jahre lang als sowjetischer Spion verbracht. Alle Schweizer sind bewaffnet. Und es war\u00a0Machiavelli, der vor vier oder f\u00fcnf Jahrhunderten gesagt hatte, dass die Schweizer besser als alle andere bewaffnet sind und dass sie das freieste Volk der Welt sind. Das ist ein Zeichen der Freiheit. Sobald den B\u00fcrgern in Lettland erlaubt wurde, Waffen zu besitzen, ist die Kriminalit\u00e4tsrate ums Zweifache gesunken, auf der Stelle.\r\n\r\n<span style=\"color: #333333\">- <em>Unsere Bataillonskommandeure halten es f\u00fcr richtig, den B\u00fcrgern Waffen zu geben.<\/em><\/span>\r\n\r\n- Solange das Volk \u00fcber keine Waffen verf\u00fcgt, werden wir Sklaven bleiben. Und die Sklavenmentalit\u00e4t wird auch bleiben, die Menschen werden die H\u00f6herstehenden wie irgendwelche Himmelsbewohner ansehen. Bewaffnete Menschen sind freie Menschen. Einmal wurde ich in den USA vom inzwischen verstorbenen amerikanischen Buchautor Tom Clancy empfangen. Er war \u00fcbrigens nur zwei Wochen \u00e4lter als ich. Damals hatte ich keine solch' militaristischen Gedanken. Ich sagte zu ihm: \"Du hast Waffen, lass' uns schie\u00dfen gehen\". Dann zeigte er mir eine Kalaschnikow. Ich fragte ihn: \"Was ist, wenn du angegriffen wirst?\" Und er antwortete: \"Keiner wird mich je angreifen wollen.\" Er hat meine innere Welt mit diesem Satz ver\u00e4ndert: \"Keiner wird mich je angreifen wollen\". Da gibt es sowas nicht, dass wenn da ein gutes Haus steht, sich Lustige finden, die da einbrechen wollen. Das zeigen sie nur in Filmen so. Aber ich wiederhole, dass die Rekonstruktion der Armee mit der Bewaffnung der Bev\u00f6lkerung anfangen muss. Exzesse, Besoffene - all das ist besser, als eine Sklavennation. Es l\u00e4uft ein Asi \u00fcber die Stra\u00dfe und macht meine Frau an, und ich habe keine Waffe in der Tasche, um ihn abzuschrecken. Verstehen Sie, das entwickelt ein richtiges Gef\u00fchl in uns, in uns allen. Und so l\u00e4uft eine Bande \u00fcber die Stra\u00dfe, irgendwelche Minderj\u00e4hrigen, so um die 20 Mann, und greifen Passanten an, und die Passanten verstecken sich in Hauseing\u00e4ngen. Das ist eine\u00a0Nation der Feiglinge. Gebt uns Waffen. Hier in England habe ich eine Waffe.\r\n\r\n<span style=\"color: #333333\">-<em>\u00a0Sagen Sie, was soll man mit den zahlreichen Gener\u00e4len in der ukrainischen Armee machen? Davon haben wir etwa Zweihundert, sollte man sie alle lustrieren, entlassen, einsperren? Haben wir \u00fcberhaupt Zeit daf\u00fcr?<\/em><\/span>\r\n\r\n- Die Zeit haben wir, die Gelegenheit dazu ist auch da. Ganz einfach: Ein General soll ein Bataillon unter sein Kommando bekommen - kein Regiment, keine Brigade, sondern ein Bataillon. Dann soll dieser General beweisen, was er drauf hat. Wenn er es schafft, dann wird ihn seine Mannschaft unterst\u00fctzen und somit wird der General ein General bleiben. Lustration durch Kampfhandlungen. Die Jungs, die ihr Leben lang in den B\u00fcros\u00a0sa\u00dfen, sollen nun ihre Talente unter Beweis stellen und beweisen, dass sie ihrer Heimat, der Ukraine, dienen wollen.\r\n\r\nSie sollen dahin fahren, in den Krieg. Jeder soll so ein milit\u00e4risches Praktikum machen. Du bist ein Leiter, also brauchst du ein Truppenpraktikum, nimm' deine Generalsschulterklappen ab. Wir setzen dich ein, wenn du willst: Nimm' eine Kompanie, nimm' einen Trupp, aber gehe dahin, gib' deine Befehle dort. Und sollen die Jungs nach einem Monat deiner\u00a0Befehlsgebung eine Bewertung schreiben, und unterschreiben sollen es alle. Aber daf\u00fcr, wenn du zur\u00fcckkommst, lassen wir dich auf deinem Dienstposten und werden dich sogar bef\u00f6rdern.\r\n\r\n<span style=\"color: #333333\">- <em>In der Tat ist man den Generalen sehr misstrauisch gegen\u00fcber eingestellt, man sagt, sie planen Kriege der Vergangenheit. Und wenn man miteinbezieht,\u00a0dass wir keine Kriege gef\u00fchrt haben, dann ist die Frage berechtigt, ob wir ihre Erfahrungen \u00fcberhaupt brauchen.<\/em><\/span>\r\n\r\n- Alle Menschen sind verschieden, man muss ihre F\u00e4higkeiten in der Praxis \u00fcberpr\u00fcfen, das ist alles. Man soll einfach fragen: Kannst du Menschen im Krieg anf\u00fchren? Also fahr' hin! Wieviele Leute brauchst du? 30, 40, 100 Soldaten - wieviele kannst du auf dich nehmen, entscheide selbst. Und wenn du es schaffst, 30 Menschen anzuleiten, und diese 30 Menschen dir eine gute Charakteristik schreiben - dann werden wir dich auf einem hohen Generalposten sitzen lassen, denn du warst im Krieg, du hast gezeigt, wozu du f\u00e4hig bist. Die Tatsache, dass ein General sein ganzes Leben im B\u00fcro verbracht hat - das ist nicht seine Schuld. Vielleicht hat er ja milit\u00e4rische B\u00fccher gelesen, vielleicht hat er Sport gemacht, vielleicht hat er beobachtet, wie sich die Kriegskunst entwickelt, die Kriegswissenschaft in den anderen L\u00e4ndern - wozu soll man ihn denn direkt rauswerfen? Lassen Sie es ihn versuchen. Und wenn er es nicht schafft, dann hat er ja eine gute Rente, kann ja seine Enkel gro\u00dfziehen, sie morgens zur Schule bringen, aber in der Armee brauchen wir ihn\u00a0nicht.\r\n\r\n<span style=\"color: #333333\">- <em>Wladimir Bogdanowitsch, sagen Sie, wieviele Jahre braucht man, um einen anst\u00e4ndigen Nachrichtendienst aufzubauen?<\/em><\/span>\r\n\r\n- Wissen Sie, es gibt Beispiele, wo das Leben dich einfach zwingt und das Leben die Sache auf die Spitze treibt: Bleibt die Ukraine am Leben oder nicht. Das Leben bringt Pers\u00f6nlichkeiten nach vorn, die f\u00e4hig sind, und siebt die Unf\u00e4higen aus.\u00a0Gl\u00e4nzendes Beispiel daf\u00fcr ist Napoleon Bonaparte, das Beispiel aller Beispiele. Entweder wird Frankreich jetzt erw\u00fcrgt, oder es taucht irgendein Bonaparte auf. Ich bin mit dem Begriff \"Antiterroroperation\" absolut nicht einverstanden. Was ist eine Operation? Operation sind irgendwelche Handlungen, die durch eine gemeinsame Idee und Plan verbunden sind. Irgendwelche Feinde haben irgendwas besetzt, haben ein Flugzeug entf\u00fchrt, irgendwelche Terroristen, also muss man das Flugzeug befreien - das ist eine Antiterroroperation. Eine Operation kann kein halbes Jahr dauern, ohne einen einheitlichen Plan, einer gemeinsamen Idee - da ist was passiert, hier ist was passiert usw... Das ist keine Operation. Das ist ein Krieg der Ukraine f\u00fcr ihre Unabh\u00e4ngigkeit. Die alten Chinesen sagten, man muss alles nur richtig benennen k\u00f6nnen. Sie werden fragen, warum? Weil richtig benennen richtig verstehen bedeutet. Jetzt bezeichnen\u00a0wir das als eine Antiterroroperation,\u00a0wenn wir das aber als einen Gro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieg des ukrainischen Volkes f\u00fcr seine Unabh\u00e4ngigkeit bezeichnen, wenn wir sagen: \"Br\u00fcder, Jungs, wir k\u00e4mpfen f\u00fcr unsere Unabh\u00e4ngigkeit und wir m\u00fcssen diese durchsetzen!\"- dann wird es auch ein anderes Resultat geben, es wird eine andere Beziehung zu jenen Jungs geben, die ihr Blut vergie\u00dfen, zu einer Regierung, die unpopul\u00e4re Entscheidungen trifft, zu einer Polizei, die\u00a0die gesellschaftliche Ordnung gew\u00e4hrleistet, und auch zu jenen Gaunern, die den Krieg gegen die Ukraine f\u00fchren. Es wird eine ganz andere Einstellung\u00a0geben. Denn es IST ein Gro\u00dfer Vaterl\u00e4ndischer Krieg des ukrainischen Volkes f\u00fcr seine Unabh\u00e4ngigkeit.\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<em>Quelle: <strong>Wiktor Suworow<\/strong> im Gespr\u00e4ch mit Lana Samochwalowa, Eugene Jakuna, Victor Mischkowski, erschienen in <a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/rus\/news\/viktor_suvorov_esli_ne_dat_narodu_orugie_mi_ostanemsya_natsiey_rabov_1682206\">ukrinform.ua.<\/a>; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/andrij.topchan?fref=ts\">Andrij Topchan<\/a>\/ <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a>.<\/em>\r\n\r\n<em>CC BY 4.0<\/em>","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1192","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1192"}],"version-history":[{"count":48,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1192\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29138,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1192\/revisions\/29138"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17017"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1192"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1192"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1192"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}