{"id":138,"date":"2014-08-12T11:20:16","date_gmt":"2014-08-12T11:20:16","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=138"},"modified":"2018-11-14T22:20:06","modified_gmt":"2018-11-14T22:20:06","slug":"yuri-felschtinskij-das-land-bereitet-sich-auf-den-krieg-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/yuri-felschtinskij-das-land-bereitet-sich-auf-den-krieg-vor\/","title":{"rendered":"Juri Felschtinski: Das Land bereitet sich auf einen Krieg vor"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right\"><em><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Yuri_Felshtinsky\"><strong>Juri Felschtinski<\/strong><\/a> im Interview mit\u00a0<a href=\"http:\/\/www.svoboda.org\/content\/article\/25444410.html\">Radio Svoboda<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Wie hat sich die Entwicklung der Ereignisse in der Ukraine im letzten halben Jahr auf den Charakter des Putinregimes ausgewirkt?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/08\/felschtinskij-300x225-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-28759 alignright\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/08\/felschtinskij-300x225-1.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"190\" \/><\/a>&#8211; Zumindest seit M\u00e4rz geh\u00f6rt die Initiative in allen politischen Handlungen, die wir beobachten, der russischen Seite &#8211; egal, wie man diese Handlungen nun nennen m\u00f6chte: Aggression oder Befreiungsmission. Und die restliche Welt versucht krampfhaft zu verstehen, wie man auf diese Handlungen seitens Moskau reagieren soll. Was wir gerade beobachten, hat Europa seit 1945 nicht mehr gesehen; eine Situation, in der ein europ\u00e4ischer Staat einen Teil des Territoriums eines anderen Landes an sich rei\u00dft, hat Europa l\u00e4ngst vergessen.<\/p>\n<p>Wie beeinflussen all diese Ereignisse das Regime von Putin selbst? In erster Linie hat sich die Leiste der erlaubten Handlungen stark nach unten verlegt. Wir sehen nun russische Probleme, die uns fr\u00fcher global erschienen, als irgendwelche Kleinigkeiten an, die die gravierenden Ver\u00e4nderungen der russischen Politik in Bezug auf die ganze Welt begleiten.<\/p>\n<p>All diese Jahre, angefangen ungef\u00e4hr 1989 und noch st\u00e4rker seit 1991 hat Russland strategisch in Richtung der zivilisierten Welt kehrtgemacht. Die Sowjetunion, die man auf keinen Fall zu den zivilisierten L\u00e4ndern z\u00e4hlen konnte, hat sich unter Gorbatschow und dann auch als Russland Europa zugewendet und versucht, Teil der europ\u00e4ischen Zivilisation zu werden. Diese Phase dauerte bis zum Jahr 2000 &#8211; mit all seinen Vorbehalten, Unterbrechungen und Konflikten &#8211; Russland nahm sich trotzdem als ein Teil der europ\u00e4ischen Zivilisation wahr. Nach dem Jahr 2000 haben Skeptiker wie ich angefangen, Alarm zu schlagen, wegen der Machtergreifung in Russland durch einen KGB-Mitarbeiter. Diese skeptischen Einsch\u00e4tzungen haben sich als gerechtfertigt erwiesen, mehr noch &#8211; sie waren sogar noch zu niedrig angesetzt, die Realit\u00e4t hat sich weitaus schlimmer entpuppt\u00a0als die schlimmsten Erwartungen. Heute nimmt Putin sich gar keine Aufgabe mehr vor, mit den Anf\u00fchrern\u00a0der europ\u00e4ischen Staaten und zivilisierter Welt an einem gemeinsamen Tisch zu sitzen. Seine Aufgabe ist jetzt: Mit der Welt aus Position der Macht zu sprechen, und in diesem Sinne pfeift\u00a0er im Grunde darauf, ob er jetzt ein Mitglied der Gruppe demokratischer Anf\u00fchrer sei oder nicht. Selbstverst\u00e4ndlich geht es gerade nicht um einen offenen globalen Krieg: Alle werden sich weiterhin mit Putin treffen und mit ihm reden, aber an einen gemeinsamen Tisch von Freunden, die aneinander anl\u00e4cheln, wird der russische Pr\u00e4sident nat\u00fcrlich nicht mehr gesetzt. Und in diesem Sinne hat Putin leider nichts mehr zu verlieren. Jetzt kann er sich erlauben, mit Europa und USA in seiner gewohnten Sprache zu sprechen. Und das ist leider die Sprache eines nicht sonderlich gebildeten KGB-Offiziers.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Wenn dem so ist, sagen Sie mir bitte, was eine gro\u00dfe Rolle in der strategischen Ver\u00e4nderung von Russlands Politik gespielt hat? Die ukrainische Krise &#8211; handelt es sich um das Resultat der situativen Reaktion der Kremlelite auf die Entwicklung der Ereignisse im Nachbarland oder ist es eher das logische Resultat einer Mutation des Putinregimes?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Erstens denke ich, dass wir \u00fcber &#8222;Eliten&#8220; in Russland vergessen sollten. In der Zeit vor 2004 konnte man noch\u00a0annehmen, dass sich irgendeine neue Elite in Russland herausgebildet hatte, und dass diese Elite wenigstens etwas mit der F\u00fchrung des Staates zu tun hatte. Nun ist es offensichtlich, dass es keine Elite gibt. Es gibt eine starr ausgebaute Vertikale der Macht. Am Ende des 15-j\u00e4hrigen Weges ist alles, was wir in Russland haben, eine Diktatur. Diese Diktatur ist keine stalinistische, es ist eher eine Diktatur der \u201csanften\u201d faschistischen Art, wie es sie unter Mussolini oder unter fr\u00fchen Hitler gab. Eine Diktatur bei offener Grenze (und unter Stalin war die Grenze zu), bei Marktwirtschaft (und unter Stalin gab es gar keine Marktwirtschaft), ohne Konzentrationslager, ohne massenhafte politische Repressionen. Aber diese sanfte Diktatur kann sich jederzeit in eine h\u00e4rtere Diktatur verwandeln &#8211; einfach den Regeln des Genre nach.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Wenn Sie \u00fcber den Faschismus sprechen, was meinen Sie mit diesem Begriff? Die korporative Einrichtung der Gesellschaft, sein inneres Schema der Organisation nach dem italienischen oder deutschen Beispiel der Mitte des 20. Jahrhunderts?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Ich habe Mussolini und Hitler als Beispiel genommen, denn von ihnen ausgebaute Schemata der Gesellschaftsf\u00fchrung sind die zwei klassischen Arten von Faschismus. Man muss verstehen, dass vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges, noch bevor der Zweite Weltkrieg aus seiner passiven Phase der 1939-1941er Jahre in die aktive und grausame Phase \u00fcbergegangen war, viele nicht unbegr\u00fcndet meinten, dass der Faschismus eine ziemlich vorteilhafte Form der Staatsf\u00fchrung ist. Deutschland der 1938-1939er Jahre konnte aus den Tr\u00fcmmern\u00a0als ein starker Staat wiederauferstehen. Als ein Imperium. Und die Mehrheit der Deutschen begr\u00fc\u00dfte so einen Wandel. Bis zu dem Moment, in dem man anf\u00e4ngt, dich selbst zu t\u00f6ten, in dem deine Kinder anfangen zu sterben, werden kleine siegreiche Kriege von der Bev\u00f6lkerung positiv wahrgenommen, so ist der Mensch. Also braucht man sich nicht zu wundern, dass die kleinen siegreichen Kriege vom Standpunkt der PR aus Putin nur Zustimmung einbringen. Das ist exakt die gleiche anf\u00e4ngliche Periode der Aggression, Expansion, die auch schon Italien und Deutschland durchgegangen sind. Wenn Prinz Charles und Hillary Clinton (eine demokratische, nach amerikanischen Standards eine sehr weiche politische Anf\u00fchrerin), Putin mit Hitler vergleichen, glauben Sie mir, dass es sehr ernsthafte Indikatoren daf\u00fcr sind, dass der Westen sehr wohl versteht, worum es hier geht. Dieses Problem, bewusst oder unbewusst, muss von der Welt gel\u00f6st werden. Denn wenn es nicht in der Startphase seiner Entstehung (sagen wir mal, in der Phase von 1938) gel\u00f6st wird, wird man es in einem Jahr auf dem Stand von 1939 l\u00f6sen m\u00fcssen. Und in zwei-drei Jahren wird man es in der Phase von 1941 l\u00f6sen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>&#8211;<em> Ich m\u00f6chte zu der Frage der inneren Logik der Entwicklung des Putinregimes zur\u00fcckkehren\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Haupts\u00e4chlich und in erh\u00f6htem Ma\u00dfe wird Russland entweder von den ehemaligen KGB-Mitarbeitern (wie Putin, Sergej Iwanow, Wiktor Iwanow, Igor Setschin) regiert, oder von Menschen, die aus ideologischen Gr\u00fcnden (wie Rogosin), oder wegen freundschaftlichen Beziehungen (wie Medwedew) oder aus finanziellen Gr\u00fcnden das heutige russische Regime unterst\u00fctzen. Ich denke, erst jetzt, im Jahre 2014, verstehen sie endlich, wozu es diese ganze Periode seit 1991 gab. Ihrer Meinung nach war diese ganze Periode eine Vorbereitung auf eine neue Etappe, die mit der Annexion der Krim nun endlich begonnen hat.<\/p>\n<p>Sogar der russisch-georgische Krieg 2008 war eine \u201cStichprobe\u201d: Auf einer Seite &#8211; der russischen Armee; und auf der anderen diente es der Nachpr\u00fcfung dessen, wie der Westen auf den Einsatz der russischen Armee au\u00dferhalb von Russland reagiert; es war die Antwort auf die Frage, ob der Westen die Resultate dieses Krieges stillschweigend hinnimmt oder eben nicht. Der Westen hat der russischen Armee erlaubt, aggressive Handlungen auszuf\u00fchren (und ich sage es, ohne einen Bezug auf politische, emotionale, nationale Sympathien zu nehmen, ohne Bezug darauf, ob nun Georgien in der Abchasien- oder Ossetinien-Frage Recht hatte oder nicht) &#8211; und nichts hat sich ver\u00e4ndert. Und eben diese Tatsache, dass sich in den Beziehungen von Russland und Europa, Russland und den USA nichts ver\u00e4ndert hat, war f\u00fcr Putin nat\u00fcrlich ein wichtiger Hinweis darauf, dass man weiter vordr\u00e4ngen darf.<\/p>\n<p>Nun ist die Ukraine an der Reihe. Wahrscheinlich haben die Ereignisse auf dem Maidan und die Flucht von Janukowytsch diesen Konflikt provoziert. Aber ich bin fest davon \u00fcberzeugt, dass es im Kreml einen allgemeinen strategischen Plan, vielleicht sogar nicht mal einen Plan, eher ein philosophisches Konzept, gibt. Das Wesen dieses Konzepts besteht darin, dass es diesen Menschen im Kreml endlich klar wurde, wozu sie all die Jahre geduldig sein mussten, sich vor den Oligarchen erniedrigten, die Demokraten anl\u00e4chelten &#8211; die eigenen wie die ausl\u00e4ndischen. Sobald sie das Land bezwungen hatten &#8211; und Russland ist unter Kontrolle, vom politischen wie auch vom wirtschaftlichen Standpunkt aus, wie auch vom Standpunkt der Vernichtung aller Instrumente, die imstande sind, sich der Macht entgegenzusetzen (z. B. freie Medien) &#8211; haben sie die Vorbereitungsphase abgeschlossen. Nun hat eine neue Etappe begonnen: Russland versucht, sich die Territorien zur\u00fcckzuerobern, die einst der Sowjetunion oder dem Russischen Imperium geh\u00f6rten. Als Putin zum Herren der Krim wurde, wurden von allen Seiten, aus den USA und aus Europa, Signale gesendet: Sagen Sie uns, dass mit der Krim alles vorbei ist, und es wird alles beim Alten bleiben. Aber Putin hat nicht nur so eine Erkl\u00e4rung gar nicht gemacht, umgekehrt &#8211; er hat angefangen, \u00fcber &#8222;Neurussland&#8220;, \u00fcber die Wiedergutmachung der historischen Ungerechtigkeit von 1991 zu sprechen. Also ist der Konflikt, der im M\u00e4rz 2014 begann, ein ernster und auf lange Zeit. Kein territoriales Problem (mit Ausnahme der Krim, denn auf der Halbinsel stand ja eine ernstzunehmende\u00a0Milit\u00e4rgruppierung, und vom milit\u00e4rischen Standpunkt aus gab es da gar nicht so viel zu tun) kann schnell und blutlos gel\u00f6st werden, das sieht man ja jetzt bei den Luhansker und Donezker \u201cVolksrepubliken\u201d. Weil Putin, wie ich denke, die Situation sehr lange vom Standpunkt der westlichen L\u00e4nder aus analysierte, und dabei war ein Punkt wichtig f\u00fcr ihn. Dieser Punkt ist die Haltung des US-Pr\u00e4sidenten. Pr\u00e4sident Obama ist an die Macht gekommen, um zwei Kriege zu beenden &#8211; in Afghanistan und im Irak. Eigentlich waren es die zwei Aufgaben, die f\u00fcr den Pr\u00e4sidenten Obama wichtig waren. Und als er seine zweite Amtszeit antrat, hat Putin verstanden, so wie ich das sehe, dass er noch vier Jahre Zeit zur L\u00f6sung der au\u00dfenpolitischen Probleme Russlands hat. Denn der n\u00e4chste US-Pr\u00e4sident wird, unabh\u00e4ngig davon, ob es ein Demokrat oder ein Republikaner sein wird, zweifellos eine viel h\u00e4rtere Position Russland gegen\u00fcber einnehmen.<\/p>\n<p><strong><i>&#8211; Es ist klar, dass die Vorgehensweise, wie sie eine auf der Krim gegeben hat, eine innere Festigung des Regimes ben\u00f6tigt, und auf der anderen Seite aber auch zu einer Mobilisationsbereitschaft der Gesellschaft f\u00fchrt. Ist das Putinregime, ihrer Meinung nach, im letzten halben Jahr\u00a0innerlich st\u00e4rker geworden?<\/i><\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Ich war nie einer von den Regimekritikern, die dachten, dass das Putinregime schnell st\u00fcrzen wird, dass es so wie es funktioniert, nicht lange funktionieren kann, dass es Putin als einem Politiker maximal nur ein paar Monate oder ein Jahr zu leben bestimmt ist. Ich fand\u00a0immer, dass es dieses Regime f\u00fcr lange Zeit geben wird. Aber jetzt denke ich, dass es dieses Regime m\u00f6glicherweise gar nicht mehr so lange geben wird, eben weil Putin aktive aggressive au\u00dfenpolitische Schritte unternommen hat.<\/p>\n<p>Es ist klar, dass dieses Putinregime nicht ohne Druck von au\u00dfen st\u00fcrzen wird, und es war klar, dass es diesen Druck von au\u00dfen gar nicht geben kann, denn wozu soll man auf Russland Druck aus\u00fcben, dessen Pr\u00e4sident doch ein relativ progressiver, proeurop\u00e4ischer, proamerikanischer Politiker ist, wenn man ihn mit all den vorigen vergleicht? Putin war nat\u00fcrlich niemals ein Demokrat, vom Standpunkt des Westens aus, aber er war ein absolut normaler Partner, mit dem man reden konnte. Mit der Zeit wurde in Russland durch die Vertikale der Macht ein System errichtet, bei dem das Leben des Landes absolut abgetrennt von den Aktivit\u00e4ten des Kremls verl\u00e4uft, wie bei der sowjetischen Macht eben auch. Putin ist im Grunde zum alten sowjetischen System zur\u00fcckgekehrt, bei dem der Kreml Russland leitet, und die restliche Bev\u00f6lkerung zu diesem Prozess keinerlei Bezug hat.<\/p>\n<p>Ich w\u00e4re vorsichtig in der Annahme, Ukraine w\u00e4re ein schwacher Gegner, der schnell aufgibt. Der Versuch, blitztechnisch &#8222;Neurussland&#8220; zu errichten, hat sich verschluckt. Zur selben Zeit muss man hier das Wort \u201cschnell\u201d in Klammern nehmen, denn Weltkriege werden nicht im Format der Monate analysiert, ein\u00a0Tag des Krieges bringt keine strategische Ver\u00e4nderung in der Kr\u00e4fteverteilung mit sich. Das, was ich die letzten Monate sehe, ist, dass die russische Regierung ganz viele kleine Schrittchen macht, die aber alle auf eine globale strategische Richtung hindeuten: Das Land bereitet sich auf einen Krieg vor. Mit welchen Kr\u00e4ften und um welchen Preis dieser Krieg gef\u00fchrt werden soll, wissen wir noch nicht. Zu meinem Bedauern hat Russland keine Instrumente freier Medien, und wir k\u00f6nnen nicht erfahren, wie die Bev\u00f6lkerung Putin gerade wahrnimmt und wie sie zu den Ereignissen tats\u00e4chlich steht. Wir k\u00f6nnen beliebige Zahlen nennen, dass es jetzt 86% der Unterst\u00fctzung sind, 75% &#8211; egal, all dem kann man nicht glauben.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em><strong>Quelle<\/strong>: Juri Felschtinski im Interview f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.svoboda.org\/content\/article\/25444410.html\">svoboda.org<\/a>; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a><\/em><\/p>\n<p>CC BY 4.0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Juri Felschtinski im Interview mit\u00a0Radio Svoboda &#8211; Wie hat sich die Entwicklung der Ereignisse in der Ukraine&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":121,"featured_media":1518,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[98,131,707,3],"tags":[246,31,14555,12],"class_list":["post-138","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-expertenmeinungen","category-gesellschaft","category-interviews","tag-felschtinski","tag-putin","tag-putinregime","tag-russland"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - 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egal, wie man diese Handlungen nun nennen m\u00f6chte: Aggression oder Befreiungsmission. Und die restliche Welt versucht krampfhaft zu verstehen, wie man auf diese Handlungen seitens Moskau reagieren soll. Was wir gerade beobachten, hat Europa seit 1945 nicht mehr gesehen; eine Situation, in der ein europ\u00e4ischer Staat einen Teil des Territoriums eines anderen Landes an sich rei\u00dft, hat Europa l\u00e4ngst vergessen.\r\n\r\nWie beeinflussen all diese Ereignisse das Regime von Putin selbst? In erster Linie hat sich die Leiste der erlaubten Handlungen stark nach unten verlegt. Wir sehen nun russische Probleme, die uns fr\u00fcher global erschienen, als irgendwelche Kleinigkeiten an, die die gravierenden Ver\u00e4nderungen der russischen Politik in Bezug auf die ganze Welt begleiten.\r\n\r\nAll diese Jahre, angefangen ungef\u00e4hr 1989 und noch st\u00e4rker seit 1991 hat Russland strategisch in Richtung der zivilisierten Welt kehrtgemacht. Die Sowjetunion, die man auf keinen Fall zu den zivilisierten L\u00e4ndern z\u00e4hlen konnte, hat sich unter Gorbatschow und dann auch als Russland Europa zugewendet und versucht, Teil der europ\u00e4ischen Zivilisation zu werden. Diese Phase dauerte bis zum Jahr 2000 - mit all seinen Vorbehalten, Unterbrechungen und Konflikten - Russland nahm sich trotzdem als ein Teil der europ\u00e4ischen Zivilisation wahr. Nach dem Jahr 2000 haben Skeptiker wie ich angefangen, Alarm zu schlagen, wegen der Machtergreifung in Russland durch einen KGB-Mitarbeiter. Diese skeptischen Einsch\u00e4tzungen haben sich als gerechtfertigt erwiesen, mehr noch - sie waren sogar noch zu niedrig angesetzt, die Realit\u00e4t hat sich weitaus schlimmer entpuppt\u00a0als die schlimmsten Erwartungen. Heute nimmt Putin sich gar keine Aufgabe mehr vor, mit den Anf\u00fchrern\u00a0der europ\u00e4ischen Staaten und zivilisierter Welt an einem gemeinsamen Tisch zu sitzen. Seine Aufgabe ist jetzt: Mit der Welt aus Position der Macht zu sprechen, und in diesem Sinne pfeift\u00a0er im Grunde darauf, ob er jetzt ein Mitglied der Gruppe demokratischer Anf\u00fchrer sei oder nicht. Selbstverst\u00e4ndlich geht es gerade nicht um einen offenen globalen Krieg: Alle werden sich weiterhin mit Putin treffen und mit ihm reden, aber an einen gemeinsamen Tisch von Freunden, die aneinander anl\u00e4cheln, wird der russische Pr\u00e4sident nat\u00fcrlich nicht mehr gesetzt. Und in diesem Sinne hat Putin leider nichts mehr zu verlieren. Jetzt kann er sich erlauben, mit Europa und USA in seiner gewohnten Sprache zu sprechen. Und das ist leider die Sprache eines nicht sonderlich gebildeten KGB-Offiziers.\r\n\r\n<strong><em>- Wenn dem so ist, sagen Sie mir bitte, was eine gro\u00dfe Rolle in der strategischen Ver\u00e4nderung von Russlands Politik gespielt hat? Die ukrainische Krise - handelt es sich um das Resultat der situativen Reaktion der Kremlelite auf die Entwicklung der Ereignisse im Nachbarland oder ist es eher das logische Resultat einer Mutation des Putinregimes?<\/em><\/strong>\r\n\r\n- Erstens denke ich, dass wir \u00fcber \"Eliten\" in Russland vergessen sollten. In der Zeit vor 2004 konnte man noch\u00a0annehmen, dass sich irgendeine neue Elite in Russland herausgebildet hatte, und dass diese Elite wenigstens etwas mit der F\u00fchrung des Staates zu tun hatte. Nun ist es offensichtlich, dass es keine Elite gibt. Es gibt eine starr ausgebaute Vertikale der Macht. Am Ende des 15-j\u00e4hrigen Weges ist alles, was wir in Russland haben, eine Diktatur. Diese Diktatur ist keine stalinistische, es ist eher eine Diktatur der \u201csanften\u201d faschistischen Art, wie es sie unter Mussolini oder unter fr\u00fchen Hitler gab. Eine Diktatur bei offener Grenze (und unter Stalin war die Grenze zu), bei Marktwirtschaft (und unter Stalin gab es gar keine Marktwirtschaft), ohne Konzentrationslager, ohne massenhafte politische Repressionen. Aber diese sanfte Diktatur kann sich jederzeit in eine h\u00e4rtere Diktatur verwandeln - einfach den Regeln des Genre nach.\r\n\r\n<strong><em>- Wenn Sie \u00fcber den Faschismus sprechen, was meinen Sie mit diesem Begriff? Die korporative Einrichtung der Gesellschaft, sein inneres Schema der Organisation nach dem italienischen oder deutschen Beispiel der Mitte des 20. Jahrhunderts?<\/em><\/strong>\r\n\r\n- Ich habe Mussolini und Hitler als Beispiel genommen, denn von ihnen ausgebaute Schemata der Gesellschaftsf\u00fchrung sind die zwei klassischen Arten von Faschismus. Man muss verstehen, dass vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges, noch bevor der Zweite Weltkrieg aus seiner passiven Phase der 1939-1941er Jahre in die aktive und grausame Phase \u00fcbergegangen war, viele nicht unbegr\u00fcndet meinten, dass der Faschismus eine ziemlich vorteilhafte Form der Staatsf\u00fchrung ist. Deutschland der 1938-1939er Jahre konnte aus den Tr\u00fcmmern\u00a0als ein starker Staat wiederauferstehen. Als ein Imperium. Und die Mehrheit der Deutschen begr\u00fc\u00dfte so einen Wandel. Bis zu dem Moment, in dem man anf\u00e4ngt, dich selbst zu t\u00f6ten, in dem deine Kinder anfangen zu sterben, werden kleine siegreiche Kriege von der Bev\u00f6lkerung positiv wahrgenommen, so ist der Mensch. Also braucht man sich nicht zu wundern, dass die kleinen siegreichen Kriege vom Standpunkt der PR aus Putin nur Zustimmung einbringen. Das ist exakt die gleiche anf\u00e4ngliche Periode der Aggression, Expansion, die auch schon Italien und Deutschland durchgegangen sind. Wenn Prinz Charles und Hillary Clinton (eine demokratische, nach amerikanischen Standards eine sehr weiche politische Anf\u00fchrerin), Putin mit Hitler vergleichen, glauben Sie mir, dass es sehr ernsthafte Indikatoren daf\u00fcr sind, dass der Westen sehr wohl versteht, worum es hier geht. Dieses Problem, bewusst oder unbewusst, muss von der Welt gel\u00f6st werden. Denn wenn es nicht in der Startphase seiner Entstehung (sagen wir mal, in der Phase von 1938) gel\u00f6st wird, wird man es in einem Jahr auf dem Stand von 1939 l\u00f6sen m\u00fcssen. Und in zwei-drei Jahren wird man es in der Phase von 1941 l\u00f6sen m\u00fcssen.\r\n\r\n<strong>-<em> Ich m\u00f6chte zu der Frage der inneren Logik der Entwicklung des Putinregimes zur\u00fcckkehren\u2026<\/em><\/strong>\r\n\r\n- Haupts\u00e4chlich und in erh\u00f6htem Ma\u00dfe wird Russland entweder von den ehemaligen KGB-Mitarbeitern (wie Putin, Sergej Iwanow, Wiktor Iwanow, Igor Setschin) regiert, oder von Menschen, die aus ideologischen Gr\u00fcnden (wie Rogosin), oder wegen freundschaftlichen Beziehungen (wie Medwedew) oder aus finanziellen Gr\u00fcnden das heutige russische Regime unterst\u00fctzen. Ich denke, erst jetzt, im Jahre 2014, verstehen sie endlich, wozu es diese ganze Periode seit 1991 gab. Ihrer Meinung nach war diese ganze Periode eine Vorbereitung auf eine neue Etappe, die mit der Annexion der Krim nun endlich begonnen hat.\r\n\r\nSogar der russisch-georgische Krieg 2008 war eine \u201cStichprobe\u201d: Auf einer Seite - der russischen Armee; und auf der anderen diente es der Nachpr\u00fcfung dessen, wie der Westen auf den Einsatz der russischen Armee au\u00dferhalb von Russland reagiert; es war die Antwort auf die Frage, ob der Westen die Resultate dieses Krieges stillschweigend hinnimmt oder eben nicht. Der Westen hat der russischen Armee erlaubt, aggressive Handlungen auszuf\u00fchren (und ich sage es, ohne einen Bezug auf politische, emotionale, nationale Sympathien zu nehmen, ohne Bezug darauf, ob nun Georgien in der Abchasien- oder Ossetinien-Frage Recht hatte oder nicht) - und nichts hat sich ver\u00e4ndert. Und eben diese Tatsache, dass sich in den Beziehungen von Russland und Europa, Russland und den USA nichts ver\u00e4ndert hat, war f\u00fcr Putin nat\u00fcrlich ein wichtiger Hinweis darauf, dass man weiter vordr\u00e4ngen darf.\r\n\r\nNun ist die Ukraine an der Reihe. Wahrscheinlich haben die Ereignisse auf dem Maidan und die Flucht von Janukowytsch diesen Konflikt provoziert. Aber ich bin fest davon \u00fcberzeugt, dass es im Kreml einen allgemeinen strategischen Plan, vielleicht sogar nicht mal einen Plan, eher ein philosophisches Konzept, gibt. Das Wesen dieses Konzepts besteht darin, dass es diesen Menschen im Kreml endlich klar wurde, wozu sie all die Jahre geduldig sein mussten, sich vor den Oligarchen erniedrigten, die Demokraten anl\u00e4chelten - die eigenen wie die ausl\u00e4ndischen. Sobald sie das Land bezwungen hatten - und Russland ist unter Kontrolle, vom politischen wie auch vom wirtschaftlichen Standpunkt aus, wie auch vom Standpunkt der Vernichtung aller Instrumente, die imstande sind, sich der Macht entgegenzusetzen (z. B. freie Medien) - haben sie die Vorbereitungsphase abgeschlossen. Nun hat eine neue Etappe begonnen: Russland versucht, sich die Territorien zur\u00fcckzuerobern, die einst der Sowjetunion oder dem Russischen Imperium geh\u00f6rten. Als Putin zum Herren der Krim wurde, wurden von allen Seiten, aus den USA und aus Europa, Signale gesendet: Sagen Sie uns, dass mit der Krim alles vorbei ist, und es wird alles beim Alten bleiben. Aber Putin hat nicht nur so eine Erkl\u00e4rung gar nicht gemacht, umgekehrt - er hat angefangen, \u00fcber \"Neurussland\", \u00fcber die Wiedergutmachung der historischen Ungerechtigkeit von 1991 zu sprechen. Also ist der Konflikt, der im M\u00e4rz 2014 begann, ein ernster und auf lange Zeit. Kein territoriales Problem (mit Ausnahme der Krim, denn auf der Halbinsel stand ja eine ernstzunehmende\u00a0Milit\u00e4rgruppierung, und vom milit\u00e4rischen Standpunkt aus gab es da gar nicht so viel zu tun) kann schnell und blutlos gel\u00f6st werden, das sieht man ja jetzt bei den Luhansker und Donezker \u201cVolksrepubliken\u201d. Weil Putin, wie ich denke, die Situation sehr lange vom Standpunkt der westlichen L\u00e4nder aus analysierte, und dabei war ein Punkt wichtig f\u00fcr ihn. Dieser Punkt ist die Haltung des US-Pr\u00e4sidenten. Pr\u00e4sident Obama ist an die Macht gekommen, um zwei Kriege zu beenden - in Afghanistan und im Irak. Eigentlich waren es die zwei Aufgaben, die f\u00fcr den Pr\u00e4sidenten Obama wichtig waren. Und als er seine zweite Amtszeit antrat, hat Putin verstanden, so wie ich das sehe, dass er noch vier Jahre Zeit zur L\u00f6sung der au\u00dfenpolitischen Probleme Russlands hat. Denn der n\u00e4chste US-Pr\u00e4sident wird, unabh\u00e4ngig davon, ob es ein Demokrat oder ein Republikaner sein wird, zweifellos eine viel h\u00e4rtere Position Russland gegen\u00fcber einnehmen.\r\n\r\n<strong><i>- Es ist klar, dass die Vorgehensweise, wie sie eine auf der Krim gegeben hat, eine innere Festigung des Regimes ben\u00f6tigt, und auf der anderen Seite aber auch zu einer Mobilisationsbereitschaft der Gesellschaft f\u00fchrt. Ist das Putinregime, ihrer Meinung nach, im letzten halben Jahr\u00a0innerlich st\u00e4rker geworden?<\/i><\/strong>\r\n\r\n- Ich war nie einer von den Regimekritikern, die dachten, dass das Putinregime schnell st\u00fcrzen wird, dass es so wie es funktioniert, nicht lange funktionieren kann, dass es Putin als einem Politiker maximal nur ein paar Monate oder ein Jahr zu leben bestimmt ist. Ich fand\u00a0immer, dass es dieses Regime f\u00fcr lange Zeit geben wird. Aber jetzt denke ich, dass es dieses Regime m\u00f6glicherweise gar nicht mehr so lange geben wird, eben weil Putin aktive aggressive au\u00dfenpolitische Schritte unternommen hat.\r\n\r\nEs ist klar, dass dieses Putinregime nicht ohne Druck von au\u00dfen st\u00fcrzen wird, und es war klar, dass es diesen Druck von au\u00dfen gar nicht geben kann, denn wozu soll man auf Russland Druck aus\u00fcben, dessen Pr\u00e4sident doch ein relativ progressiver, proeurop\u00e4ischer, proamerikanischer Politiker ist, wenn man ihn mit all den vorigen vergleicht? Putin war nat\u00fcrlich niemals ein Demokrat, vom Standpunkt des Westens aus, aber er war ein absolut normaler Partner, mit dem man reden konnte. Mit der Zeit wurde in Russland durch die Vertikale der Macht ein System errichtet, bei dem das Leben des Landes absolut abgetrennt von den Aktivit\u00e4ten des Kremls verl\u00e4uft, wie bei der sowjetischen Macht eben auch. Putin ist im Grunde zum alten sowjetischen System zur\u00fcckgekehrt, bei dem der Kreml Russland leitet, und die restliche Bev\u00f6lkerung zu diesem Prozess keinerlei Bezug hat.\r\n\r\nIch w\u00e4re vorsichtig in der Annahme, Ukraine w\u00e4re ein schwacher Gegner, der schnell aufgibt. Der Versuch, blitztechnisch \"Neurussland\" zu errichten, hat sich verschluckt. Zur selben Zeit muss man hier das Wort \u201cschnell\u201d in Klammern nehmen, denn Weltkriege werden nicht im Format der Monate analysiert, ein\u00a0Tag des Krieges bringt keine strategische Ver\u00e4nderung in der Kr\u00e4fteverteilung mit sich. Das, was ich die letzten Monate sehe, ist, dass die russische Regierung ganz viele kleine Schrittchen macht, die aber alle auf eine globale strategische Richtung hindeuten: Das Land bereitet sich auf einen Krieg vor. Mit welchen Kr\u00e4ften und um welchen Preis dieser Krieg gef\u00fchrt werden soll, wissen wir noch nicht. Zu meinem Bedauern hat Russland keine Instrumente freier Medien, und wir k\u00f6nnen nicht erfahren, wie die Bev\u00f6lkerung Putin gerade wahrnimmt und wie sie zu den Ereignissen tats\u00e4chlich steht. Wir k\u00f6nnen beliebige Zahlen nennen, dass es jetzt 86% der Unterst\u00fctzung sind, 75% - egal, all dem kann man nicht glauben.\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<em><strong>Quelle<\/strong>: Juri Felschtinski im Interview f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.svoboda.org\/content\/article\/25444410.html\">svoboda.org<\/a>; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a><\/em>\r\n\r\nCC BY 4.0","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/138","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/121"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=138"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/138\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28761,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/138\/revisions\/28761"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1518"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=138"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=138"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=138"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}