{"id":21471,"date":"2017-01-05T06:00:35","date_gmt":"2017-01-05T06:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=21471"},"modified":"2017-01-22T20:25:24","modified_gmt":"2017-01-22T20:25:24","slug":"balkan-herbst-vs-russischer-fruehling-wie-sich-russland-2016-am-balkan-festklammerte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/balkan-herbst-vs-russischer-fruehling-wie-sich-russland-2016-am-balkan-festklammerte\/","title":{"rendered":"&#8222;Balkan-Herbst&#8220; vs. &#8222;Russischer Fr\u00fchling&#8220;: Wie sich Russland 2016 am Balkan festklammerte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Unerwartet war Russland 2016 sehr aktiv an der diplomatischen Front des Balkans. Nach dem Zerfall der Sowjetunion schien es, als ob alle ehemaligen jugoslawischen Republiken sich schon bald in der westlichen Einflusszone wiederfinden w\u00fcrden &#8211; dieser Prozess zieht sich aber noch immer hin und Russland versucht noch immer, seinen Einfluss in der Region zur\u00fcckzuerlangen. Russlands Einflu\u00df auf Balkan ist dabei ziemlich eigenartig&#8230;<\/strong><\/p>\n<h2><strong>Ehemaliges Jugoslawien und der westliche Vektor<\/strong><\/h2>\n<p>Als erstes Land k\u00fcndigte <strong>Slowenien<\/strong> einen prowestlichen Kurs an. Die wirtschaftliche Lokomotive des ehemaligen Jugoslawiens, die am wenigsten vom Krieg betroffen war, begab sich faktisch sofort auf den Weg zur europ\u00e4ischen Integration. 2004 ist Slowenien sowohl der EU als auch der NATO beigetreten.<\/p>\n<p>Eine aktive prowestliche Position nahm auch <strong>Kroatien<\/strong> ein &#8211; wahrscheinlich der wichtigste geopolitische Gegner des bedingt &#8222;prorussischen&#8220; Serbiens. Seit 2009 ist das Land ein NATO-Mitgleid, seit 2013 &#8211; ein Mitglied der EU.<\/p>\n<p><strong>Mazedonien<\/strong> ist seit Dezember 2005 ein EU-Beitrittskandidat, die Wirtschaft des Landes kann aber nicht mal das Niveau\u00a0seiner Balkan-Nachbarn erreichen. Auf dem NATO-Gipfel in Bukarest 2008 stellte sich &#8230; Griechenland Mazedonien in den Weg. Griechenland fordert n\u00e4mlich von den Mazedoniern, den offiziellen Namen ihres Landes zu \u00e4ndern (\u00dcber diesen alten Streit <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Macedonia_naming_dispute\">kann man hier nachlesen<\/a>).<\/p>\n<p>Seit 2012 ist <strong>Serbien<\/strong> ein EU-Beitrittskandidat, mit dem Beitritt zur NATO wird man aber wohl warten m\u00fcssen &#8211; zu stark sind im Land die Anti-NATO-Stimmungen nach den damaligen Bombardierungen von Belgrad.<\/p>\n<p><strong>Montenegro<\/strong> verlie\u00df erst 2006 das B\u00fcndnis mit Serbien. Seit 2010 ist es ein EU-Beitrittskandidat und wurde im Dezember 2015 offiziell zur NATO eingeladen. Der offizielle Allianz-Beitritt ist in diesem Fall nur eine Frage der Zeit.<\/p>\n<p>Es scheint so, als ob alle ehemaligen jugoslawischen Republiken ihren prowestlichen Entwicklungsweg bereits gew\u00e4hlt h\u00e4tten. Wahrscheinlich\u00a0sind Kroatien und Slowenien f\u00fcr den russischen Einfluss l\u00e4ngst verloren, denn beide L\u00e4nder sind sowohl in der EU als auch in der NATO, und ihre Wirtschaft ist vollst\u00e4ndig auf die EU-L\u00e4nder orientiert.<\/p>\n<p>Russland versucht aber aus allen Kr\u00e4ften, seinen Einfluss in den nach Westen fl\u00fcchtenden L\u00e4ndern zu behalten.<\/p>\n<h2><strong>Bosnien und\u00a0Herzegowina\u00a0<\/strong><\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-31567 alignleft\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/bosnia.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"100\" \/>Am 5. Oktober 2016 erschien auf der <a href=\"http:\/\/ru.reuters.com\/article\/topNews\/idRUKCN1251S3\">Reuters<\/a>-Webseite eine \u00e4u\u00dferst seltsame Mittelung, in der die Regierung von Bosnien und Herzegowina Russland daran erinnerte, dass sie zu Verhandlungen hinsichtlich der Auszahlung von UdSSR-Schulden beim Jugoslawien <a href=\"http:\/\/www.dailymail.co.uk\/wires\/reuters\/article-3823494\/Bosnia-set-resume-talks-Russia-settling-Soviet-era-debt.html\">bereit sind.<\/a> Und bereits am 22. Dezember erscheint auf der Webseite der russischen Regierung eine Mittelung \u00fcber die baldige Schuldbegleichung gegen\u00fcber Bosnien in H\u00f6he von 125 000 000$.<\/p>\n<p>Erstens m\u00f6chte man die UdSSR-Fans an folgende unangenehme Tatsache erinnern: Nach Zerfall des &#8222;Imperium des B\u00f6sen&#8220; stellte sich heraus, dass es nicht nur seinen ideologischen Feinden &#8211; den Kapitalisten im Westen &#8211; Geld schuldet, sondern selbst seinen Kameraden aus dem sozialistischen Lager. Die Schulden sind in den letzten Jahren der UdSSR-Existenz entstanden, als die aus der Sowjetunion gelieferten Waren bei den damaligen niedrigen Preisen f\u00fcr Energietr\u00e4ger die Kosten f\u00fcr Waren nicht abdeckten, die aus den Satellitenl\u00e4ndern geliefert wurden.<\/p>\n<p><em><strong>Zur Information:<\/strong> 2003 wurde zwischen Russland und den Rechstnachfolge-Staaten von Ex-Jugoslawien (Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Serbien und Montenegro, Slowenien und Kroatien) ein Abkommen \u00fcber die Abwicklung der UdSSR-Schulden gegen\u00fcber Jugoslawien <a href=\"http:\/\/www.mid.ru\/ru\/maps\/rs\/-\/asset_publisher\/GLz7aPgDnSfP\/content\/id\/506234\">unterzeichnet<\/a>. Dabei hat Russland die Schulden in H\u00f6he von 1,5 Milliarden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Clearing\">Clearing<\/a>-Dollars anerkannt &#8211; im Gegenzug erkannten die ehemaligen jugoslawischen Republiken ihre Schulden bei der UdSSR in H\u00f6he von 200 000 000 Clearing-Dollar an. Nach Verrechnung belief sich die Endsumme auf\u00a01 291 900 000 Clearing-Dollar, die Russland auch anerkannt hat. Clearing-Dollar ist eine fiktive W\u00e4hrung, die bei der Verrechnung zwischen der UdSSR und Jugoslawien benutzt wurde. Ein Clearing-Dollar war bei diesen Verrechnungen gleich 62,5 amerikanischen Cents. Die Gesamtsumme der russischen Schulden belief sich somit auf 807 000 000 US-Dollar.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Diese Schulden wurden unter den ehemaligen Republiken aufgeteilt, der Anteil von Bosnien und Herzegowina belief sich dabei auf 15,5% der Schulden oder 200 000 000 Clearing-Dollar, also ungef\u00e4hr 125 000 000 US-Dollar.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-31574\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/bih.jpg\" alt=\"\" width=\"545\" height=\"585\" \/><\/p>\n<p>2006 nutzte Russland die hohen Preise f\u00fcr Energietr\u00e4ger und beglich vorzeitig die UdSSR-Schulden beim Pariser Club &#8211; es schien, als ob das Thema der UdSSR-Schulden aus der Welt geschaffen wurde. Es blieben aber die Schulden bei den L\u00e4ndern, die keine Mitglieder des Pariser Clubs sind &#8211; da zogen sich die Verhandlungen in die L\u00e4nge. Und wenn den westlichen L\u00e4ndern Russland seine Schulden in &#8222;lebendigem Geld&#8220; auszahlte, so versuchte es den &#8222;Jugoslawen&#8220; einen Teil der Schulden in Waren auszuzahlen, weshalb der Prozess sich in die L\u00e4nge zog.<\/p>\n<p>Erst 2010 <a href=\"https:\/\/lenta.ru\/news\/2010\/11\/21\/payoff\/\">zahlte<\/a> Russland seine Schulden gegen\u00fcber Slowenien (129 000 000$) ab: einen Teil in Devisen, einen Teil (35 000 000$) beglich es mit einem K\u00fcstenschutzschiff des Projekts &#8222;Swetljak&#8220;.<\/p>\n<p>2011 wurden die Schulden an Kroatien (185 000 000$) <a href=\"http:\/\/expert.ru\/2011\/09\/30\/v-raschete\/\">ausgezahlt<\/a>: ebenfalls ein Teil mittels Devisen, und ein Teil &#8211; mit Ausr\u00fcstung f\u00fcr W\u00e4rmekraftwerke &#8222;Sisak-S&#8220;.<\/p>\n<p>2013 wurden die Schulden gegen\u00fcber <a href=\"https:\/\/ria.ru\/economy\/20130618\/944156498.html\">Serbien<\/a> (288 000 000$) und <a href=\"http:\/\/www.mk.ru\/politics\/2013\/12\/24\/963971-rossiya-otdala-sovetskie-dolgi-chehii-finlyandii-i-chernogorii.html\">Montenegro<\/a> (18 000 000$) abbezahlt.<\/p>\n<p>Die Schulden gegen\u00fcber Mazedonien wurden erst 2016 <a href=\"http:\/\/www.interfax.ru\/business\/521165\">beglichen<\/a>, durch den Bau einer Gaspipeline. Als Auftragnehmer trat in dem Fall eine Firma von Gennady Timtschenko &#8211; die Aktiengesellschaft &#8222;StroiTransGas&#8220; &#8211; auf.<\/p>\n<p>Die Verhandlungen mit Bosnien und Herzegowina zogen sich aber hin, denn die Bosnier wollten Geld zur\u00fcckerhalten. Dann kam die Frage \u00fcber die Aufteilung der Auszahlungen unter den Mitgliedern der bosnischen F\u00f6deration auf. \u00dcbrigens wurde auch im Falle der Ukraine l\u00e4ngst festgestellt, dass Russlands Versuch, der Ukraine in irgendeiner Form die &#8222;F\u00f6deralisierung&#8220; anzudrehen, stark an die L\u00f6sung des bosnischen Problems erinnert, die f\u00fcr Bosnien und Herzegowina am Ende nur gr\u00f6\u00dfere Probleme bedeutete. Schlie\u00dflich wurde die Frage \u00fcber die Verteilung der russischen Auszahlungen erst Ende 2016 gel\u00f6st.<\/p>\n<p>Was sind 125 000 000$ f\u00fcr Bosnien und Herzegowina? Das sind 1,5% des Jahresbudgets des Landes &#8211; das Geld wird definitiv gebraucht. \u00dcbrigens <a href=\"http:\/\/www.interfax.ru\/world\/423483\">beschloss<\/a> Bosnien noch 2015 keine Waffen an die Ukraine zu liefern.<\/p>\n<h2><strong>Serbien<\/strong><\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-31570 alignleft\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/serbia.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"133\" \/>Das ganze Jahr \u00fcber arbeiteten\u00a0Russland und Serbien aktiv an ihrer milit\u00e4risch-technischen Zusammenarbeit. Zum Jahresende hielten die Russen gleich mehrere gemeinsame Man\u00f6ver mit den Serben ab:<\/p>\n<ul>\n<li>flugtaktische Man\u00f6ver &#8222;BARS-2016&#8220; in Serbien;<\/li>\n<li>Man\u00f6ver &#8222;Slawische Bruderschaft&#8220; nahe Belgrad unter Teilnahme von Russland, Belarus und Serbien.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Naja, also wenn du deine Fallschirmj\u00e4ger zu Man\u00f6vern direkt unter NATOs Nase\u00a0schickst, sei nicht verwundert, dass sie hellh\u00f6rig wird&#8230;<\/p>\n<p>Zum Jahresende hat Serbien auch 6 Kampfflugzeuge\u00a0MiG-29, 30 Panzer T-72S und 30 Sp\u00e4hpanzer BRMD-2 von Russland geschenkt bekommen. In der Presse wurde auch sogleich \u00fcber die materiell-technische Hilfe an Serbien in H\u00f6he von 600 000 000 Euro berichtet, im Original <a href=\"https:\/\/russian.rt.com\/world\/news\/343948-serbiya-rossiya-podarki-voennaya-tehnika\">lautete<\/a> die Aussage des serbischen Premierministers Vu\u010di\u0107 wie folgt:<\/p>\n<p><em>&#8222;Russland schenkt Serbien 6\u00a0Kampfflugzeuge MiG-29, wobei ihre Anfangsmodernisierung unserem Staat zwischen 180 und 230 000 000$ kosten wird. Wenn wir diese Flugzeuge zu Marktpreisen gekauft h\u00e4tten, h\u00e4tten wir \u00fcber 600 000 000$ gezahlt&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>30 Panzer f\u00fcr die serbische Armee &#8211; ist das viel oder wenig? Heutzutage ist der Hauptpanzer der serbischen Armee der M-84 (199 St\u00fcck) &#8211; eine jugoslawische Version des Panzers T-72. Im Dienst der serbischen Armee stehen auch die Panzer T-72 (13 St\u00fcck). Die Panzer, die gerade an die Serben \u00fcbergeben worden sind, sind eine Exportversion des T-72B Panzers. Faktisch erh\u00f6hen die 30 geschenkten Panzer die Panzerst\u00e4rke der serbischen Armee um 14%.<\/p>\n<p>BRDM-2 ist dabei das meist verbreitete Panzerfahrzeug in der serbischen Armee &#8211; 46 St\u00fcck besa\u00dfen sie bislang laut Military Balance 2016. Dazu sind nun weitere 30 hinzugekommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-31573\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/vucic.jpg\" alt=\"\" width=\"546\" height=\"621\" \/><\/p>\n<p>Die 6 modernisierten MiG-29 ver\u00e4ndern das Gesicht der serbischen Luftwaffe aber komplett. Die Grundlage von Serbiens Luftwaffe bilden n\u00e4mlich die alten sowjetischen MiG-21 (20+ St\u00fcck in verschiedenen Modifikationen) und eine jugoslawisch-rum\u00e4nische Entwicklung der 1970er, SOKO J-22 Opao (27 Flugzeuge in verschiedenen Modifikationen). Von den neueren Modellen besa\u00df die\u00a0serbische Luftwaffe bislang nur 4 MiG-29: 3 Kampfflugzeuge und 1 Trainingsflugzeug.\u00a0Mit den neuen MiG-29 ver\u00e4ndert sich die Lage am Balkans Himmel, besonders im Wissen \u00fcber eventuelle Lieferungen von BUK-Flugabwehrraketensystemen\u00a0nach Serbien bereits in 2017. Die NATO wird auf die Ver\u00e4nderung der Kr\u00e4fteverteilung in der Region entsprechend reagieren m\u00fcssen. Das Interessanteste aber ist, dass die Umr\u00fcstung Serbiens auf Russlands Kosten durchgef\u00fchrt wird, das\u00a0f\u00fcr die mythische Konfrontation mit NATO Geld bereitstellt.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei, aber Russland hat Serbien ein Millionen-Dollar-Geschenk gemacht. Kostenlose \u00dcbergabe von Waffen ist ein ziemlich raffinierter Zug, denn somit bleibt die serbische Armee in der materiell-technischen Einflusszone Russlands. Solche Geschenke sind niemals umsonst und wurden bereits zu Sowjetzeiten praktiziert. Denn wenn Russland Serbien keine Waffen schenkt, k\u00f6nnte ihm diese die NATO verkaufen.<\/p>\n<h2><strong>Montenegro<\/strong><\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-31571 alignleft\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/montenegro.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"100\" \/>In Montenegro ist die Situation aber fast au\u00dfer Kontrolle geraten. Nach der Beitrittseinladung zur NATO im Dezember 2015 zeichnete sich der Zeitrahmen dieses Beitritts ab. Soviel sich die serbische und russische Diplomatie auch dagegen stemmte, wurde im Mai 2016 das Protokoll zum NATO-Beitritt von Montenegro unterzeichnet. Nun muss man nur noch die offizielle Aufnahme des Landes in die Allianz abwarten &#8211; bis diese Entscheidung von den 28 NATO-Mitgliedern ratifiziert wird. Es wird erwartet, dass Montenegro Mitte 2017 offiziell zum 29. NATO-Mitglied wird (\u00fcber Wendepunkte dieses Prozesses im Lauf dieses Jahres <a href=\"https:\/\/ria.ru\/trend\/montenegro_nato_02122015\/\">kann man hier nachlesen<\/a>).<\/p>\n<p>Vom milit\u00e4rischen Standpunkt aus hat die Aufnahme von Montenegro keine besondere Bedeutung, denn die Armee des Landes besteht aus 2000 Soldaten. Strategisch aber bedeutet es weiteres Fortschreiten\u00a0der NATO auf dem Balkan. Und selbst die Aufnahme von Serbien in die NATO ist nur eine Frage der Zeit. Genauso wie Russlands Abzug aus dem Balkan nur eine Frage der Zeit ist.<\/p>\n<p>Der Abzug aus Montenegro wird f\u00fcr Russland aber besonders unangenehm sein, denn es schien, als ob hier alles schon beschieden worden ist: Die Russen investierten in die lokale Wirtschaft 1,4 Milliarden Dollar. Ihnen<a href=\"http:\/\/riarealty.ru\/news\/20151203\/406615449.html\"> geh\u00f6ren <\/a>insgesamt 50 000 Immobilienobjekte im Land. Russische Oligarchen (z.B. Oleg Deripaska) kauften die wenigen lokalen Aktiva auf (wie das Aluminiumwerk <em>Aluminijuma Podgorica<\/em> oder das Bauxit-Werk\u00a0Niksic <em>Bauxite Mine<\/em>). Allm\u00e4hlich kam das Land aber dazu, den Weg der transatlantischen Integration zu w\u00e4hlen und hat sogar die Sanktionen gegen Russland unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Es ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass die russische Spitze beschloss, Vabanque zu spielen und die NATO-Erweiterung zu vereiteln. Am 16. Oktober 2016 fand in Montenegro eine Parlamentswahl statt, bei der der Hauptkampf zwischen dem aktiven Ministerpr\u00e4sidenten\u00a0Milo \u0110ukanovi\u0107 (einem bedingten proeurop\u00e4ischen und pro-NATO-Politiker) und der oppositionellen &#8222;Demokratischen Front&#8220; (mit bedingt prorussischen Vektor) ausgetragen wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/lenta.ru\/news\/2016\/10\/16\/montenegroexplosion\/\">Laut Medienmeldungen<\/a>\u00a0erkl\u00e4rten die Innenbeh\u00f6rden von Montenegro am Wahltag \u00fcber die Festnahme von 20 serbischen B\u00fcrgern, die einige Terroranschl\u00e4ge vorbereiteten &#8211; sie sollten eine Kundgebung der Opposition zusammenschie\u00dfen und sie somit zu einer gewaltsamen Macht\u00fcbernahme provozieren. Sie f\u00fchrten auch eine mobile Observierung von \u0110ukanovi\u0107 durch.<\/p>\n<p>Da hier serbische B\u00fcrger involviert sind, k\u00f6nnte man denken, dass es Serbiens Spiel ist, aber die serbischen Vertreter begannen bei dieser Angelegenheit gleich vorbildlich zu helfen: Der serbische Premierminister Vu\u010di\u0107 begann den geplanten Umsturz im Nachbarland gleich <a href=\"http:\/\/www.rferl.org\/a\/serbia-detains-suspects-plot-sway-montenegro-election-vucic-announces\/28073162.html\">zu kommentieren <\/a>und die ehemaligen Mitarbeiter der Truppen des Innenministeriums, die am versuchten Putsch beteiligt waren, wurden entweder festgenommen oder zur Fahndung ausgeschrieben.<\/p>\n<p>Von Anfang an war in dieser Geschichte die russische Spur zur\u00fcckzuverfolgen. Unter den Verd\u00e4chtigen, deren Namen in die Presse gelangt sind, sind zumindest zwei Russen &#8211; Eduard Schirokow und Wladimir Popow, die zur Fahndung ausgeschrieben wurden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-31572\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/sirokov_popov.jpg\" alt=\"\" width=\"546\" height=\"532\" \/><\/p>\n<p>\u00d6l ins Feuer goss auch der Besuch des Sekret\u00e4rs des Sicherheitsrats Russlands Sergei Patruschew, der sich laut einem Artikel von &#8222;The Guardian&#8220; f\u00fcr den misslungenen Putsch-Versuch entschuldigte. Diese Version wurde sp\u00e4ter aber auf jedwede Art <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/russian\/news-37952812\">dementiert.<\/a><\/p>\n<p>\u00dcbrigens wurde ein Teilnehmer des Putschs, Nemanja Risti\u0107,\u00a0im Video des offiziellen Besuchs von Sergei Lawrow in Belgrad <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/russian\/news-38329954\">identifiziert<\/a>. Zufall?<\/p>\n<p>Seltsam sieht vor diesem Hintergrund auch die Tatsache aus, dass nach der gewonnenen Parlamentswahl\u00a0\u0110ukanovi\u0107 pl\u00f6tzlich zur\u00fcckgetreten ist und sein Amt an seinen Parteikollegen Du\u0161ko Markovi\u0107 \u00fcbergeben hat.<\/p>\n<p>Wenn das alles von Russland organisiert wurde, warum dann so grob und auf so einem niedrigen Niveau? Wenn Serbien daran beteiligt ist, dann wozu? Und wenn es innenpolitische Konfrontationen von Montenegro sind, warum hat dann am Ende \u0110ukanovi\u0107 sein Amt niedergelegt?<\/p>\n<p>Wie dem auch sei, aber das Land wird bald ein NATO-Mitgleid und selbst ein hypothetischer prorusisscher Vektor wird somit v\u00f6llig unm\u00f6glich. \u00dcbrigens scheint die russische &#8222;Scheidung&#8220; von diesem Balkan-Land gerade auf allen Fronten zu laufen: Neulich <a href=\"http:\/\/www.vedomosti.ru\/business\/articles\/2016\/12\/08\/668683-deripaska-chernogorii-millionov\">beschloss<\/a> Deripaska einen Proze\u00df gegen Montenegro wegen nationalisierter Aktiva zu f\u00fchren. Ja, sie haben ihm sein zuvor gekauftes Werk einfach abgenommen.<\/p>\n<h2><strong>Fazit<\/strong><\/h2>\n<p>Wie wir sehen, ist die Situation am Balkan wie immer schwierig und kunterbunt. Je mehr L\u00e4nder und Teilnehmer, desto interessanter ist es von der Seite zu beobachten. Russland versucht noch immer auf die Situation in der Region Einflu\u00df zu nehmen, aber von Jahr zu Jahr gelingt das immer weniger und kostet immer mehr.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union hat zwar aktiv am Werdegang der Balkan-L\u00e4nder teilgenommen, ist aber in letzter Zeit mehr mit den eigenen inneren Problemen besch\u00e4ftigt. Im Grunde hatte Kroatien Gl\u00fcck, in die letzte Welle der EU-Erweiterung zu kommen. Wann es die n\u00e4chste geben\u00a0wird und ob es sie \u00fcberhaupt geben\u00a0wird, ist eine gro\u00dfe Frage.<\/p>\n<p>Die EU hat zwar Kosovo anerkannt, aber wirtschaftlich is dieser Teil des Balkans noch immer weit entfernt selbst von seinen nicht gerade allerreichsten Nachbarn. Die Frage \u00fcber die EU-Integration von Mazedonien und Bosnien und Herzegowina h\u00e4ngt gerade ohnehin in der Luft, zumindest bis zum Ende der jetzigen EU-Krise.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund k\u00f6nnte Russland versuchen, einen weiteren Brennpunkt f\u00fcr seine &#8222;westlichen Partner&#8220; zu erschaffen,\u00a0elektiv\u00a0auf alle Lokalwahlen Einfluss zu nehmen, sowie die milit\u00e4rische Kr\u00e4fteverteilung zu ver\u00e4ndern und das Gegengewicht zur NATO in der Region zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Die Ukraine sollte in diesem Fall die Anstrengungen des einstigen Imperiums beobachten &#8211; je mehr Geld in einen weiteren geopolitischen Thriller am Balkan investiert wird, um so weniger Geld wird f\u00fcr russische Donbass-Abenteuer \u00fcbrigbleiben.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/fr\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"\" width=\"93\" height=\"43\" \/><\/em><\/p>\n<p><em>Dieses Material wurde von <strong><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/anton.pavlushko\">Anton Pawluschko<\/a><\/strong>\u00a0exklusiv f\u00fcr <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/31500-balkany-v-2016\/\">InformNapalm<\/a> vorbereitet; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a>. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.<\/em><\/p>\n<p><em>(Creative Commons \u2014 Attribution 4.0 International \u2014 <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\">CC BY 4.0<\/a> )<\/em><\/p>\n<p><em>Wir rufen unsere Leser dazu auf, unsere Publikationen aktiver in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Das Verbreiten der Untersuchungen in der \u00d6ffentlichkeit kann den Verlauf von Informationskampagnen und Kampfhandlungen tats\u00e4chlich brechen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unerwartet war Russland 2016 sehr aktiv an der diplomatischen Front des Balkans. 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Nach dem Zerfall der Sowjetunion schien es, als ob alle ehemaligen jugoslawischen Republiken sich schon bald in der westlichen Einflusszone wiederfinden w\u00fcrden - dieser Prozess zieht sich aber noch immer hin und Russland versucht noch immer, seinen Einfluss in der Region zur\u00fcckzuerlangen. Russlands Einflu\u00df auf Balkan ist dabei ziemlich eigenartig...<\/strong>\r\n<h2><strong>Ehemaliges Jugoslawien und der westliche Vektor<\/strong><\/h2>\r\nAls erstes Land k\u00fcndigte <strong>Slowenien<\/strong> einen prowestlichen Kurs an. Die wirtschaftliche Lokomotive des ehemaligen Jugoslawiens, die am wenigsten vom Krieg betroffen war, begab sich faktisch sofort auf den Weg zur europ\u00e4ischen Integration. 2004 ist Slowenien sowohl der EU als auch der NATO beigetreten.\r\n\r\nEine aktive prowestliche Position nahm auch <strong>Kroatien<\/strong> ein - wahrscheinlich der wichtigste geopolitische Gegner des bedingt \"prorussischen\" Serbiens. Seit 2009 ist das Land ein NATO-Mitgleid, seit 2013 - ein Mitglied der EU.\r\n\r\n<strong>Mazedonien<\/strong> ist seit Dezember 2005 ein EU-Beitrittskandidat, die Wirtschaft des Landes kann aber nicht mal das Niveau\u00a0seiner Balkan-Nachbarn erreichen. Auf dem NATO-Gipfel in Bukarest 2008 stellte sich ... Griechenland Mazedonien in den Weg. Griechenland fordert n\u00e4mlich von den Mazedoniern, den offiziellen Namen ihres Landes zu \u00e4ndern (\u00dcber diesen alten Streit <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Macedonia_naming_dispute\">kann man hier nachlesen<\/a>).\r\n\r\nSeit 2012 ist <strong>Serbien<\/strong> ein EU-Beitrittskandidat, mit dem Beitritt zur NATO wird man aber wohl warten m\u00fcssen - zu stark sind im Land die Anti-NATO-Stimmungen nach den damaligen Bombardierungen von Belgrad.\r\n\r\n<strong>Montenegro<\/strong> verlie\u00df erst 2006 das B\u00fcndnis mit Serbien. Seit 2010 ist es ein EU-Beitrittskandidat und wurde im Dezember 2015 offiziell zur NATO eingeladen. Der offizielle Allianz-Beitritt ist in diesem Fall nur eine Frage der Zeit.\r\n\r\nEs scheint so, als ob alle ehemaligen jugoslawischen Republiken ihren prowestlichen Entwicklungsweg bereits gew\u00e4hlt h\u00e4tten. Wahrscheinlich\u00a0sind Kroatien und Slowenien f\u00fcr den russischen Einfluss l\u00e4ngst verloren, denn beide L\u00e4nder sind sowohl in der EU als auch in der NATO, und ihre Wirtschaft ist vollst\u00e4ndig auf die EU-L\u00e4nder orientiert.\r\n\r\nRussland versucht aber aus allen Kr\u00e4ften, seinen Einfluss in den nach Westen fl\u00fcchtenden L\u00e4ndern zu behalten.\r\n<h2><strong>Bosnien und\u00a0Herzegowina\u00a0<\/strong><\/h2>\r\n<img class=\"size-full wp-image-31567 alignleft\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/bosnia.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"100\" \/>Am 5. Oktober 2016 erschien auf der <a href=\"http:\/\/ru.reuters.com\/article\/topNews\/idRUKCN1251S3\">Reuters<\/a>-Webseite eine \u00e4u\u00dferst seltsame Mittelung, in der die Regierung von Bosnien und Herzegowina Russland daran erinnerte, dass sie zu Verhandlungen hinsichtlich der Auszahlung von UdSSR-Schulden beim Jugoslawien <a href=\"http:\/\/www.dailymail.co.uk\/wires\/reuters\/article-3823494\/Bosnia-set-resume-talks-Russia-settling-Soviet-era-debt.html\">bereit sind.<\/a> Und bereits am 22. Dezember erscheint auf der Webseite der russischen Regierung eine Mittelung \u00fcber die baldige Schuldbegleichung gegen\u00fcber Bosnien in H\u00f6he von 125 000 000$.\r\n\r\nErstens m\u00f6chte man die UdSSR-Fans an folgende unangenehme Tatsache erinnern: Nach Zerfall des \"Imperium des B\u00f6sen\" stellte sich heraus, dass es nicht nur seinen ideologischen Feinden - den Kapitalisten im Westen - Geld schuldet, sondern selbst seinen Kameraden aus dem sozialistischen Lager. Die Schulden sind in den letzten Jahren der UdSSR-Existenz entstanden, als die aus der Sowjetunion gelieferten Waren bei den damaligen niedrigen Preisen f\u00fcr Energietr\u00e4ger die Kosten f\u00fcr Waren nicht abdeckten, die aus den Satellitenl\u00e4ndern geliefert wurden.\r\n\r\n<em><strong>Zur Information:<\/strong> 2003 wurde zwischen Russland und den Rechstnachfolge-Staaten von Ex-Jugoslawien (Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Serbien und Montenegro, Slowenien und Kroatien) ein Abkommen \u00fcber die Abwicklung der UdSSR-Schulden gegen\u00fcber Jugoslawien <a href=\"http:\/\/www.mid.ru\/ru\/maps\/rs\/-\/asset_publisher\/GLz7aPgDnSfP\/content\/id\/506234\">unterzeichnet<\/a>. Dabei hat Russland die Schulden in H\u00f6he von 1,5 Milliarden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Clearing\">Clearing<\/a>-Dollars anerkannt - im Gegenzug erkannten die ehemaligen jugoslawischen Republiken ihre Schulden bei der UdSSR in H\u00f6he von 200 000 000 Clearing-Dollar an. Nach Verrechnung belief sich die Endsumme auf\u00a01 291 900 000 Clearing-Dollar, die Russland auch anerkannt hat. Clearing-Dollar ist eine fiktive W\u00e4hrung, die bei der Verrechnung zwischen der UdSSR und Jugoslawien benutzt wurde. Ein Clearing-Dollar war bei diesen Verrechnungen gleich 62,5 amerikanischen Cents. Die Gesamtsumme der russischen Schulden belief sich somit auf 807 000 000 US-Dollar.\u00a0<\/em>\r\n\r\nDiese Schulden wurden unter den ehemaligen Republiken aufgeteilt, der Anteil von Bosnien und Herzegowina belief sich dabei auf 15,5% der Schulden oder 200 000 000 Clearing-Dollar, also ungef\u00e4hr 125 000 000 US-Dollar.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-31574\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/bih.jpg\" alt=\"\" width=\"545\" height=\"585\" \/>\r\n\r\n2006 nutzte Russland die hohen Preise f\u00fcr Energietr\u00e4ger und beglich vorzeitig die UdSSR-Schulden beim Pariser Club - es schien, als ob das Thema der UdSSR-Schulden aus der Welt geschaffen wurde. Es blieben aber die Schulden bei den L\u00e4ndern, die keine Mitglieder des Pariser Clubs sind - da zogen sich die Verhandlungen in die L\u00e4nge. Und wenn den westlichen L\u00e4ndern Russland seine Schulden in \"lebendigem Geld\" auszahlte, so versuchte es den \"Jugoslawen\" einen Teil der Schulden in Waren auszuzahlen, weshalb der Prozess sich in die L\u00e4nge zog.\r\n\r\nErst 2010 <a href=\"https:\/\/lenta.ru\/news\/2010\/11\/21\/payoff\/\">zahlte<\/a> Russland seine Schulden gegen\u00fcber Slowenien (129 000 000$) ab: einen Teil in Devisen, einen Teil (35 000 000$) beglich es mit einem K\u00fcstenschutzschiff des Projekts \"Swetljak\".\r\n\r\n2011 wurden die Schulden an Kroatien (185 000 000$) <a href=\"http:\/\/expert.ru\/2011\/09\/30\/v-raschete\/\">ausgezahlt<\/a>: ebenfalls ein Teil mittels Devisen, und ein Teil - mit Ausr\u00fcstung f\u00fcr W\u00e4rmekraftwerke \"Sisak-S\".\r\n\r\n2013 wurden die Schulden gegen\u00fcber <a href=\"https:\/\/ria.ru\/economy\/20130618\/944156498.html\">Serbien<\/a> (288 000 000$) und <a href=\"http:\/\/www.mk.ru\/politics\/2013\/12\/24\/963971-rossiya-otdala-sovetskie-dolgi-chehii-finlyandii-i-chernogorii.html\">Montenegro<\/a> (18 000 000$) abbezahlt.\r\n\r\nDie Schulden gegen\u00fcber Mazedonien wurden erst 2016 <a href=\"http:\/\/www.interfax.ru\/business\/521165\">beglichen<\/a>, durch den Bau einer Gaspipeline. Als Auftragnehmer trat in dem Fall eine Firma von Gennady Timtschenko - die Aktiengesellschaft \"StroiTransGas\" - auf.\r\n\r\nDie Verhandlungen mit Bosnien und Herzegowina zogen sich aber hin, denn die Bosnier wollten Geld zur\u00fcckerhalten. Dann kam die Frage \u00fcber die Aufteilung der Auszahlungen unter den Mitgliedern der bosnischen F\u00f6deration auf. \u00dcbrigens wurde auch im Falle der Ukraine l\u00e4ngst festgestellt, dass Russlands Versuch, der Ukraine in irgendeiner Form die \"F\u00f6deralisierung\" anzudrehen, stark an die L\u00f6sung des bosnischen Problems erinnert, die f\u00fcr Bosnien und Herzegowina am Ende nur gr\u00f6\u00dfere Probleme bedeutete. Schlie\u00dflich wurde die Frage \u00fcber die Verteilung der russischen Auszahlungen erst Ende 2016 gel\u00f6st.\r\n\r\nWas sind 125 000 000$ f\u00fcr Bosnien und Herzegowina? Das sind 1,5% des Jahresbudgets des Landes - das Geld wird definitiv gebraucht. \u00dcbrigens <a href=\"http:\/\/www.interfax.ru\/world\/423483\">beschloss<\/a> Bosnien noch 2015 keine Waffen an die Ukraine zu liefern.\r\n<h2><strong>Serbien<\/strong><\/h2>\r\n<img class=\"size-full wp-image-31570 alignleft\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/serbia.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"133\" \/>Das ganze Jahr \u00fcber arbeiteten\u00a0Russland und Serbien aktiv an ihrer milit\u00e4risch-technischen Zusammenarbeit. Zum Jahresende hielten die Russen gleich mehrere gemeinsame Man\u00f6ver mit den Serben ab:\r\n<ul>\r\n \t<li>flugtaktische Man\u00f6ver \"BARS-2016\" in Serbien;<\/li>\r\n \t<li>Man\u00f6ver \"Slawische Bruderschaft\" nahe Belgrad unter Teilnahme von Russland, Belarus und Serbien.<\/li>\r\n<\/ul>\r\nNaja, also wenn du deine Fallschirmj\u00e4ger zu Man\u00f6vern direkt unter NATOs Nase\u00a0schickst, sei nicht verwundert, dass sie hellh\u00f6rig wird...\r\n\r\nZum Jahresende hat Serbien auch 6 Kampfflugzeuge\u00a0MiG-29, 30 Panzer T-72S und 30 Sp\u00e4hpanzer BRMD-2 von Russland geschenkt bekommen. In der Presse wurde auch sogleich \u00fcber die materiell-technische Hilfe an Serbien in H\u00f6he von 600 000 000 Euro berichtet, im Original <a href=\"https:\/\/russian.rt.com\/world\/news\/343948-serbiya-rossiya-podarki-voennaya-tehnika\">lautete<\/a> die Aussage des serbischen Premierministers Vu\u010di\u0107 wie folgt:\r\n\r\n<em>\"Russland schenkt Serbien 6\u00a0Kampfflugzeuge MiG-29, wobei ihre Anfangsmodernisierung unserem Staat zwischen 180 und 230 000 000$ kosten wird. Wenn wir diese Flugzeuge zu Marktpreisen gekauft h\u00e4tten, h\u00e4tten wir \u00fcber 600 000 000$ gezahlt\".<\/em>\r\n\r\n30 Panzer f\u00fcr die serbische Armee - ist das viel oder wenig? Heutzutage ist der Hauptpanzer der serbischen Armee der M-84 (199 St\u00fcck) - eine jugoslawische Version des Panzers T-72. Im Dienst der serbischen Armee stehen auch die Panzer T-72 (13 St\u00fcck). Die Panzer, die gerade an die Serben \u00fcbergeben worden sind, sind eine Exportversion des T-72B Panzers. Faktisch erh\u00f6hen die 30 geschenkten Panzer die Panzerst\u00e4rke der serbischen Armee um 14%.\r\n\r\nBRDM-2 ist dabei das meist verbreitete Panzerfahrzeug in der serbischen Armee - 46 St\u00fcck besa\u00dfen sie bislang laut Military Balance 2016. Dazu sind nun weitere 30 hinzugekommen.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-31573\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/vucic.jpg\" alt=\"\" width=\"546\" height=\"621\" \/>\r\n\r\nDie 6 modernisierten MiG-29 ver\u00e4ndern das Gesicht der serbischen Luftwaffe aber komplett. Die Grundlage von Serbiens Luftwaffe bilden n\u00e4mlich die alten sowjetischen MiG-21 (20+ St\u00fcck in verschiedenen Modifikationen) und eine jugoslawisch-rum\u00e4nische Entwicklung der 1970er, SOKO J-22 Opao (27 Flugzeuge in verschiedenen Modifikationen). Von den neueren Modellen besa\u00df die\u00a0serbische Luftwaffe bislang nur 4 MiG-29: 3 Kampfflugzeuge und 1 Trainingsflugzeug.\u00a0Mit den neuen MiG-29 ver\u00e4ndert sich die Lage am Balkans Himmel, besonders im Wissen \u00fcber eventuelle Lieferungen von BUK-Flugabwehrraketensystemen\u00a0nach Serbien bereits in 2017. Die NATO wird auf die Ver\u00e4nderung der Kr\u00e4fteverteilung in der Region entsprechend reagieren m\u00fcssen. Das Interessanteste aber ist, dass die Umr\u00fcstung Serbiens auf Russlands Kosten durchgef\u00fchrt wird, das\u00a0f\u00fcr die mythische Konfrontation mit NATO Geld bereitstellt.\r\n\r\nWie dem auch sei, aber Russland hat Serbien ein Millionen-Dollar-Geschenk gemacht. Kostenlose \u00dcbergabe von Waffen ist ein ziemlich raffinierter Zug, denn somit bleibt die serbische Armee in der materiell-technischen Einflusszone Russlands. Solche Geschenke sind niemals umsonst und wurden bereits zu Sowjetzeiten praktiziert. Denn wenn Russland Serbien keine Waffen schenkt, k\u00f6nnte ihm diese die NATO verkaufen.\r\n<h2><strong>Montenegro<\/strong><\/h2>\r\n<img class=\"size-full wp-image-31571 alignleft\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/montenegro.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"100\" \/>In Montenegro ist die Situation aber fast au\u00dfer Kontrolle geraten. Nach der Beitrittseinladung zur NATO im Dezember 2015 zeichnete sich der Zeitrahmen dieses Beitritts ab. Soviel sich die serbische und russische Diplomatie auch dagegen stemmte, wurde im Mai 2016 das Protokoll zum NATO-Beitritt von Montenegro unterzeichnet. Nun muss man nur noch die offizielle Aufnahme des Landes in die Allianz abwarten - bis diese Entscheidung von den 28 NATO-Mitgliedern ratifiziert wird. Es wird erwartet, dass Montenegro Mitte 2017 offiziell zum 29. NATO-Mitglied wird (\u00fcber Wendepunkte dieses Prozesses im Lauf dieses Jahres <a href=\"https:\/\/ria.ru\/trend\/montenegro_nato_02122015\/\">kann man hier nachlesen<\/a>).\r\n\r\nVom milit\u00e4rischen Standpunkt aus hat die Aufnahme von Montenegro keine besondere Bedeutung, denn die Armee des Landes besteht aus 2000 Soldaten. Strategisch aber bedeutet es weiteres Fortschreiten\u00a0der NATO auf dem Balkan. Und selbst die Aufnahme von Serbien in die NATO ist nur eine Frage der Zeit. Genauso wie Russlands Abzug aus dem Balkan nur eine Frage der Zeit ist.\r\n\r\nDer Abzug aus Montenegro wird f\u00fcr Russland aber besonders unangenehm sein, denn es schien, als ob hier alles schon beschieden worden ist: Die Russen investierten in die lokale Wirtschaft 1,4 Milliarden Dollar. Ihnen<a href=\"http:\/\/riarealty.ru\/news\/20151203\/406615449.html\"> geh\u00f6ren <\/a>insgesamt 50 000 Immobilienobjekte im Land. Russische Oligarchen (z.B. Oleg Deripaska) kauften die wenigen lokalen Aktiva auf (wie das Aluminiumwerk <em>Aluminijuma Podgorica<\/em> oder das Bauxit-Werk\u00a0Niksic <em>Bauxite Mine<\/em>). Allm\u00e4hlich kam das Land aber dazu, den Weg der transatlantischen Integration zu w\u00e4hlen und hat sogar die Sanktionen gegen Russland unterst\u00fctzt.\r\n\r\nEs ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass die russische Spitze beschloss, Vabanque zu spielen und die NATO-Erweiterung zu vereiteln. Am 16. Oktober 2016 fand in Montenegro eine Parlamentswahl statt, bei der der Hauptkampf zwischen dem aktiven Ministerpr\u00e4sidenten\u00a0Milo \u0110ukanovi\u0107 (einem bedingten proeurop\u00e4ischen und pro-NATO-Politiker) und der oppositionellen \"Demokratischen Front\" (mit bedingt prorussischen Vektor) ausgetragen wurde.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/lenta.ru\/news\/2016\/10\/16\/montenegroexplosion\/\">Laut Medienmeldungen<\/a>\u00a0erkl\u00e4rten die Innenbeh\u00f6rden von Montenegro am Wahltag \u00fcber die Festnahme von 20 serbischen B\u00fcrgern, die einige Terroranschl\u00e4ge vorbereiteten - sie sollten eine Kundgebung der Opposition zusammenschie\u00dfen und sie somit zu einer gewaltsamen Macht\u00fcbernahme provozieren. Sie f\u00fchrten auch eine mobile Observierung von \u0110ukanovi\u0107 durch.\r\n\r\nDa hier serbische B\u00fcrger involviert sind, k\u00f6nnte man denken, dass es Serbiens Spiel ist, aber die serbischen Vertreter begannen bei dieser Angelegenheit gleich vorbildlich zu helfen: Der serbische Premierminister Vu\u010di\u0107 begann den geplanten Umsturz im Nachbarland gleich <a href=\"http:\/\/www.rferl.org\/a\/serbia-detains-suspects-plot-sway-montenegro-election-vucic-announces\/28073162.html\">zu kommentieren <\/a>und die ehemaligen Mitarbeiter der Truppen des Innenministeriums, die am versuchten Putsch beteiligt waren, wurden entweder festgenommen oder zur Fahndung ausgeschrieben.\r\n\r\nVon Anfang an war in dieser Geschichte die russische Spur zur\u00fcckzuverfolgen. Unter den Verd\u00e4chtigen, deren Namen in die Presse gelangt sind, sind zumindest zwei Russen - Eduard Schirokow und Wladimir Popow, die zur Fahndung ausgeschrieben wurden.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-31572\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/sirokov_popov.jpg\" alt=\"\" width=\"546\" height=\"532\" \/>\r\n\r\n\u00d6l ins Feuer goss auch der Besuch des Sekret\u00e4rs des Sicherheitsrats Russlands Sergei Patruschew, der sich laut einem Artikel von \"The Guardian\" f\u00fcr den misslungenen Putsch-Versuch entschuldigte. Diese Version wurde sp\u00e4ter aber auf jedwede Art <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/russian\/news-37952812\">dementiert.<\/a>\r\n\r\n\u00dcbrigens wurde ein Teilnehmer des Putschs, Nemanja Risti\u0107,\u00a0im Video des offiziellen Besuchs von Sergei Lawrow in Belgrad <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/russian\/news-38329954\">identifiziert<\/a>. Zufall?\r\n\r\nSeltsam sieht vor diesem Hintergrund auch die Tatsache aus, dass nach der gewonnenen Parlamentswahl\u00a0\u0110ukanovi\u0107 pl\u00f6tzlich zur\u00fcckgetreten ist und sein Amt an seinen Parteikollegen Du\u0161ko Markovi\u0107 \u00fcbergeben hat.\r\n\r\nWenn das alles von Russland organisiert wurde, warum dann so grob und auf so einem niedrigen Niveau? Wenn Serbien daran beteiligt ist, dann wozu? Und wenn es innenpolitische Konfrontationen von Montenegro sind, warum hat dann am Ende \u0110ukanovi\u0107 sein Amt niedergelegt?\r\n\r\nWie dem auch sei, aber das Land wird bald ein NATO-Mitgleid und selbst ein hypothetischer prorusisscher Vektor wird somit v\u00f6llig unm\u00f6glich. \u00dcbrigens scheint die russische \"Scheidung\" von diesem Balkan-Land gerade auf allen Fronten zu laufen: Neulich <a href=\"http:\/\/www.vedomosti.ru\/business\/articles\/2016\/12\/08\/668683-deripaska-chernogorii-millionov\">beschloss<\/a> Deripaska einen Proze\u00df gegen Montenegro wegen nationalisierter Aktiva zu f\u00fchren. Ja, sie haben ihm sein zuvor gekauftes Werk einfach abgenommen.\r\n<h2><strong>Fazit<\/strong><\/h2>\r\nWie wir sehen, ist die Situation am Balkan wie immer schwierig und kunterbunt. Je mehr L\u00e4nder und Teilnehmer, desto interessanter ist es von der Seite zu beobachten. Russland versucht noch immer auf die Situation in der Region Einflu\u00df zu nehmen, aber von Jahr zu Jahr gelingt das immer weniger und kostet immer mehr.\r\n\r\nDie Europ\u00e4ische Union hat zwar aktiv am Werdegang der Balkan-L\u00e4nder teilgenommen, ist aber in letzter Zeit mehr mit den eigenen inneren Problemen besch\u00e4ftigt. Im Grunde hatte Kroatien Gl\u00fcck, in die letzte Welle der EU-Erweiterung zu kommen. Wann es die n\u00e4chste geben\u00a0wird und ob es sie \u00fcberhaupt geben\u00a0wird, ist eine gro\u00dfe Frage.\r\n\r\nDie EU hat zwar Kosovo anerkannt, aber wirtschaftlich is dieser Teil des Balkans noch immer weit entfernt selbst von seinen nicht gerade allerreichsten Nachbarn. Die Frage \u00fcber die EU-Integration von Mazedonien und Bosnien und Herzegowina h\u00e4ngt gerade ohnehin in der Luft, zumindest bis zum Ende der jetzigen EU-Krise.\r\n\r\nVor diesem Hintergrund k\u00f6nnte Russland versuchen, einen weiteren Brennpunkt f\u00fcr seine \"westlichen Partner\" zu erschaffen,\u00a0elektiv\u00a0auf alle Lokalwahlen Einfluss zu nehmen, sowie die milit\u00e4rische Kr\u00e4fteverteilung zu ver\u00e4ndern und das Gegengewicht zur NATO in der Region zu st\u00e4rken.\r\n\r\nDie Ukraine sollte in diesem Fall die Anstrengungen des einstigen Imperiums beobachten - je mehr Geld in einen weiteren geopolitischen Thriller am Balkan investiert wird, um so weniger Geld wird f\u00fcr russische Donbass-Abenteuer \u00fcbrigbleiben.\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<em><img class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/fr\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"\" width=\"93\" height=\"43\" \/><\/em>\r\n\r\n<em>Dieses Material wurde von <strong><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/anton.pavlushko\">Anton Pawluschko<\/a><\/strong>\u00a0exklusiv f\u00fcr <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/31500-balkany-v-2016\/\">InformNapalm<\/a> vorbereitet; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a>. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.<\/em>\r\n\r\n<em>(Creative Commons \u2014 Attribution 4.0 International \u2014 <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\">CC BY 4.0<\/a> )<\/em>\r\n\r\n<em>Wir rufen unsere Leser dazu auf, unsere Publikationen aktiver in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Das Verbreiten der Untersuchungen in der \u00d6ffentlichkeit kann den Verlauf von Informationskampagnen und Kampfhandlungen tats\u00e4chlich brechen.<\/em>","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21471","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/121"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21471"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21471\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21829,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21471\/revisions\/21829"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21492"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}