{"id":2148,"date":"2015-01-02T07:54:04","date_gmt":"2015-01-02T07:54:04","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=2148"},"modified":"2017-08-01T07:04:21","modified_gmt":"2017-08-01T07:04:21","slug":"die-psychologie-eines-manipulators-ist-die-psychologie-eines-moerders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/die-psychologie-eines-manipulators-ist-die-psychologie-eines-moerders\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Psychologie eines Manipulators ist die Psychologie eines M\u00f6rders&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Die Professorin f\u00fcr Neuro- und Pathopsychologie an MGU (Moskauer Staatsuniversit\u00e4t), Doktor der Psychologie Elena Sokolowa ist eine seltene Spezialistin.\u00a0Zahlen sagen \u00fcber einen Menschen manchmal mehr als Worte: Sie hat um die 200 Publikationen in den angesehensten wissenschaftlichen in- und ausl\u00e4ndischen Ausgaben. Gerade sie, als eine Psychotherapeutin, die mit den schlimmsten F\u00e4llen zu tun gehabt hat und die tiefen Prozesse der menschlichen Psyche versteht, habe ich gebeten, sich ein Video mit den politischen Talkshows der f\u00fchrenden russischen Fernsehkan\u00e4le des letzten Jahres anzuschauen.\u00a0Und sogar sie, die alle bekannten Methoden des psychologischen Schutzes vor einem massiven manipulierten Angriff kennt, f\u00fchlte sich unwohl.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #10131a;font-size: large\"><span style=\"line-height: 28.799999237060547px\">&#8211;\u00a0<\/span><\/span>Ich habe mir alles angeschaut, was Sie mir zugeschickt haben, aber neue Sendungen werde ich nicht mehr schauen. Das ist ja eine echte Folter&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><em>&#8211; Warum gibt es bei uns so viele Menschen, die man so leicht manipulieren kann?<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #10131a;font-size: large\"><span style=\"line-height: 28.799999237060547px\">&#8211;\u00a0<\/span><\/span>Die soziale Realit\u00e4t wird immer schwieriger, unvorhersehbarer und durch ihre Undefinierbarkeit &#8211; erschreckender. Und das Fernsehen verst\u00e4rkt die Angst, indem es die Menschen absichtlich in einen Zustand von Chaos und Panik versetzt. In der Situation des erschaffenen starken Stresses sind &#8222;Br\u00fcche&#8220; in den Mechanismen des rationalen Denkens m\u00f6glich. Da, wo archaische Gesetze herrschen, werden die Menschen leicht zu einer Horde &#8211; die einfachsten Emotionen der Ansteckung und Gleichartigkeit nehmen \u00fcberhand. Menschliche und individuelle Z\u00fcge werden dabei verwischt. Die Menschen erwarten und dursten nach jenen &#8222;Starken&#8220;, die ihnen &#8222;Ordnung&#8220; und beruhigende Tagtr\u00e4ume anbieten. Erinnern wir uns doch an Gorkijs Luka: &#8222;Wenn die heilige Welt zur Wahrheit keinen Weg finden kann, so Ehre dem Wahnsinnigen, welcher der Menschheit den goldenen Traum heranweht\u201c.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"line-height: 28.799999237060547px\">&#8211;\u00a0<\/span><\/span><em>Den vom Fernsehen geschenkten Traum kann man schwer &#8222;golden&#8220; nennen. Es reicht, sich an die grauenhafte L\u00fcge \u00fcber den in Slowjansk &#8222;gekreuzigten&#8220; dreij\u00e4hrigen Jungen zu erinnern, die im Juli vom Ersten TV-Kanal verbreitet wurde.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #10131a;font-size: large\"><span style=\"line-height: 28.799999237060547px\">&#8211;\u00a0<\/span><\/span>Ein Manipulator denkt nicht daran, was mit dem Menschen passiert &#8211; ihn zeichnet\u00a0emotionale K\u00e4lte, Herzlosigkeit, eine Art Stumpfheit aus. Im Grunde ist die Psychologie eines Manipulators die eines M\u00f6rders. Wenn M\u00f6rder zum Verbrechensort gefahren werden, fallen sie ja nicht in Ohnmacht, zerflie\u00dfen nicht in Tr\u00e4nen, sondern sprechen ganz ruhig \u00fcber das Geschehene, zeigen an extra angefertigten Puppen, wie sie jemanden erstickten, vergewaltigten, abstachen&#8230; Das ist eine absolute Gef\u00fchllosigkeit, Unf\u00e4higkeit zur Wahrnehmung, zum Verst\u00e4ndnis, zum Gef\u00fchl, zum Mitleid. Der Manipulator, wie auch der M\u00f6rder, ist emotional defekt. Anstatt eines wertvollen Bezugs zu Menschen empfindet er f\u00fcr diese tiefste Verachtung.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"line-height: 28.799999237060547px\">&#8211;\u00a0<\/span><\/span><em>Ich sehe tiefste Verachtung auf den Gesichtern der Moderatoren der Sendung &#8222;Politik&#8220; Pjotr Tolstoi und Alexander Gordon. Denselben Gesichtsausdruck hat auch der unabsetzbare Studiogast aller Zeiten und Fernsehkan\u00e4le Wladimir Schirinowski.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #10131a;font-size: large\"><span style=\"line-height: 28.799999237060547px\">&#8211;\u00a0<\/span><\/span>Jeder hat seinen Markenstil der Manipulation, aber unter ihnen gibt es auch Universelle, deren \u00c4u\u00dferes, Haltung, geschliffene T\u00f6ne und Gesten Aufmerksamkeit erregen, wie das Glitzern eines Metallh\u00e4mmerchens in den H\u00e4nden eines altert\u00fcmlichen Hypnotiseurs&#8230; Aber wenn Sie schon angefangen haben, \u00fcber die Sendung von Pjotr Tolstoj zu sprechen, so m\u00f6chte ich die Aufmerksamkeit auf eine Technologie lenken, die von ihm in einer seiner Sendungen erfolgreich angewendet wurde: die Sinnauswechslung, die Einbettung eigener Interpretationen in die Aussagen des Opponenten. Daf\u00fcr muss man im &#8222;Drehbuch&#8220; der Talkshow einfach nur die Anwesenheit von irgendeinem Ausl\u00e4nder einplanen. Hier gibt es n\u00e4mlich eine &#8222;beruhigende&#8220; Botschaft: Schaut her, wir sind tolerant, wir sind ein demokratisches Land! Und dann kann man den potentiellen Opponenten sanft &#8222;beseitigen&#8220;: zum Beispiel spricht der Vertreter Deutschlands schlecht Russisch.\u00a0Schwer verst\u00e4ndlich ist, was er denn sagen m\u00f6chte, m\u00fchselig ringt er nach Worten, und Pjotr Tolstoj, scheinbar barmherzig, \u201esich anpassend\u201c, kommt ihm zur Hilfe, \u201espiegelt\u201c ihn und \u201eliest\u201c seine Gedanken. Dabei legt er in seine Antwort die \u201en\u00f6tigen\u201c Worte und Urteile hinein, die jener gar nicht gesagt und wom\u00f6glich auch gar nicht gemeint hatte, weil er das Wesen der \u00e4u\u00dferst schnellen Rede des Moderators gar nicht verstanden hat. Tolstoi wendet hier ein sehr bekanntes psychologisches Verfahren der Suggestion oder \u201eProgrammierung\u201c an: \u201eSie wollten doch sagen&#8230;\u201c oder \u201eTats\u00e4chlich meinten Sie doch&#8230;\u201c. Und all das wird ganz sanft, freundlich gesagt, so dass der Gespr\u00e4chspartner gezwungen ist, kleinlaut zuzustimmen&#8230;.<\/p>\n<p>Die Maske der Verachtung und Langeweile ist eher f\u00fcr den Co-Moderator von Tolstoi, Alexander Gordon, \u201ekleidsam\u201c. Dieser \u201eideologische\u201c Antiamerikanist ist zu all dem, meiner Meinung nach, auch noch ein Misanthrop, erbost \u00fcber die ganze Welt. Seine Methode des psychologischen Mordes ist der Sarkasmus, der die Beziehung zu einem Menschen a priori entwertet. Das kann einen taktvollen und feinf\u00fchligen Studiogast verwirren, ihn in den Augen der Fernsehzuschauer in einen brabbelnden Loser verwandeln.<\/p>\n<p>Warum ist in diesen Sendungen immer Schirinowski? Oder, sagen wir mal, ein bedingter \u201eSchirinowski\u201c, denn Menschen, die seine Verhaltensweise kopieren, gibt es auf allen Kan\u00e4len gerade zu viel. Er ist ein anerkannter Meister der Epatage, des Skandals bei jedem Anlass. Seine Lieblingsthemen sind \u201eDas russische Imperium\u201c, \u201eBack to USSR\u201c, Aufr\u00fcstung, Mobilisation, Krieg, \u201eAusnahmezust\u00e4nde\u201c. Die S\u00e4tze baut er absichtlich einfach und immer in der affirmativen Art &#8211; sie klingen wie Slogans, wie Aufrufe zum unmittelbaren Handeln. Das ist eine typische manipulative Methode der \u201e\u00dcberflutung mit dem Affekt\u201c, die auf einen emotionalen und impulsiven Menschen abgestellt ist.\u00a0Ich w\u00fcrde die Aufmerksamkeit auch auf die nonverbalen Methoden der indirekten Einwirkung lenken: die aussagekr\u00e4ftige Mimik und K\u00f6rperhaltung, den spezifischen und sich dynamisch variierenden Tonfall, die Usurpation des Raumes und der Diskussionszeit. Es wird eine Unbeirrbarkeit und Aplomb demonstriert, was f\u00fcr die Anh\u00e4nger der \u201estarken Hand\u201c attraktiv ist. Ich betone, dass wir nun \u00fcber einen bedingten \u201eSchirinowski\u201c sprechen, wir sprechen eher \u00fcber ein Ph\u00e4nomen als \u00fcber einen realen Menschen: die Ethik eines Klinikpsychologen verbietet eine Anwendung der diagnostischen Kategorien au\u00dferhalb einer bestimmten Berufssituation.<\/p>\n<p>Es gibt ein ausgesprochenes \u201eSchirinowski\u201c- Publikum &#8211; dieses kann man mit der einlullenden und pl\u00e4tschernden Rede a la Pjotr Tolstoj nicht in Besitz nehmen. Darum steigt hier eben die \u201eschwere Artillerie\u201c ein, der aggressive Einfall, der einen Menschen psychologisch zu t\u00f6ten, \u201eauszuschalten\u201c f\u00e4hig ist &#8211; und hier ist der Mensch, schon \u201ebereit\u201c f\u00fcr den Konsum jeglicher Ansichten.\u00a0Hier gibt es eine Analogie mit der Steuerung auf einen hypnotischen Zustand zu, oder wie die Psychologen nun sagen: auf einen ver\u00e4nderten Bewusstseinszustand. Die Hypnose ist in der Praxis einer au\u00dfer\u00e4rztlichen Anwendung verboten, aber es gibt verschiedene medizinische Modelle, um eine Trance zu erzeugen. Der Effekt einer Verstandesausschaltung kann infolge einer stark expressiven Ausdrucksweise, einer unerwartet grellen und emotional beladenen Assoziierung des Sprechers, oder auch der mehrfachen Wiederholungen nach Mantra-Art erfolgen, die ein Gef\u00fchl des \u201eEintrimmens\u201c unbeschreiblicher Begeisterung oder des Grauens erwecken. Es entsteht das Bild eines Tollw\u00fctigen.\u00a0Erinnern Sie sich an den Narr in der Kirchenvorhalle im Drama \u201eBoris Godunow\u201c? Es galt, dass er \u201edie Wahrheit offenbart\u201c. Vielleicht legt sich diese Assoziation mit einem von den mythischen Archetypen des Volkes \u00fcbereinander: \u201eH\u00f6rt, h\u00f6rt, er sagt die Wahrheit!\u201c Er kann auf uns mit einer Brechstange losgehen, aber gerade ihm sollte man glauben.\u00a0Das ist einer von den \u201eniedrigen\u201c Archetypen der unbewussten Aggression, die eine prompte Entladung fordert, eine unmittelbare Handlung: \u201eUnter Waffen! Zum Krieg!\u201c In einer der Talkshows schreit Schirinowski buchst\u00e4blich: \u201eMerkel erschafft das Dritte Reich! Das deutsche Reich wird herrschen!&#8230; Wir m\u00fcssen eine Teilmobilisation ausrufen!&#8230;\u201c Der ganze Sinn hier pulsiert von Spannung und Sorge: das war&#8217;s, es ist das Ende, weiter ist nur der Krieg&#8230;<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend eines Krieges sind ja alle besch\u00e4ftigt, sind steuerbar, benehmen sich ausgezeichnet in Bezug auf die Obrigkeit. Die einzige Erschaffung, die uns zusammenzubringen und zu motivieren f\u00e4hig ist, ist wohl die Erschaffung im Namen des Krieges. Oxymoron. Im Grunde: ein Krieg und eine Erschaffung.\u00a0Das ist ein sehr fr\u00fchzeitlicher, primitiver Bewusstseinszustand. Und die Manipulation ist eben dazu berufen, die Einheit und Weisheit unseres Lebens zu zersplittern, den Sinn zu verpuffen, uns augenblicklich\u00a0auf dieses niedrige infantile Niveau der Weltwahrnehmung herabzusetzen. In Schw\u00e4che, Unsicherheit, Unzufriedenheit dursten die Menschen nach einer Identifikation mit dem Ausnahmslosen, Heroischen, \u201eIdealen\u201c, und durch die Verschmelzung mit diesem kompensieren sie ihre Komplexe und Trauma, ihre Erniedrigungen.\u00a0Und derjenige, der nicht mit ihnen ist &#8211; der ist gegen sie, ein \u201eFeind\u201c, ein \u201eNationalverr\u00e4ter\u201c&#8230; Das ist das Ziel dieses Aufbauschens des Kriegsthemas in den politischen Talkshows &#8211; die Konsolidierung der \u201eUnseren\u201c und das Abdr\u00e4ngen der \u201eFremden\u201c. Das ist eine Vorbereitung des \u00f6ffentlichen Bewusstseins auf ein Wegdr\u00e4ngen der Andersdenkenden, auf einen endg\u00fcltigen Bruch mit der Intelligenz, mit den Ideen des europ\u00e4ischen Weges Russlands.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><em>&#8211; Kann man denn all die Manipulationen aufz\u00e4hlen?<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; Nein, einen vollst\u00e4ndigen Katalog der Manipulationsmittel gibt es auf der Welt nicht &#8211; es gibt eine unz\u00e4hlige Menge davon. Zum Beispiel ist die schamlose Lobpreisung von jemandem, die Lackierung der Wirklichkeit und die Auswechslung der mehrkantigen Realit\u00e4t durch ein Bildchen des \u201ePositiven\u201c auch nur eine Manipulation. Wie auch der Versuch, mit allen zur Verf\u00fcgung gestellten Mitteln den Opponenten zu entwerten, moralisch zu vernichten. Der un\u00fcbertreffliche Meister dieser aalgleichen Technologien ist Wladimir Solowjew. In seiner Sendung \u201eDer Sonntagsabend\u201c flie\u00dft der Spott, die Vort\u00e4uschung, Diskreditierung, Zuschreibung von bestimmten nicht existierenden Qualit\u00e4ten zu einem Menschen wie aus dem Horn der Amalthea \u00fcber. Das ist ein Theater des Manipulators, in dem es zweifellos\u00a0eine Dramaturgie gibt. Solowjew demonstriert ausdr\u00fccklich allen Eingeladenen gleiche Aufmerksamkeit, aber in den \u00dcberg\u00e4ngen von einer Seite zur anderen wirft er beil\u00e4ufig mit Phrasen um sich, die einen Menschen buchst\u00e4blich an der Wand verschmieren, wie auch seinen Ruf. Der Gast wird somit kleiner, schrumpft zusammen. Und darin sehe ich die Botschaft an den Fernsehzuschauer: teilen Sie etwa die Sicht der Loser?<\/p>\n<p>In der Beherrschung dieser st\u00e4rksten Mittel der Manipulation &#8211; Verachtung, Erniedrigung, Diskreditierung &#8211; kann der TV-Kanal NTV, meiner Meinung nach, einen Ehrenplatz einnehmen. Die Apotheose dieser Richtung ist die Skandalsendung \u201e13 Juntafreunde\u201c. Da erklingt zum Beispiel im Off der Text: \u201eMit den ersten Akkorden von Makarewitsch&#8230;\u201c Hier muss man sich gar nicht anstrengen, nach keinen speziellen Technologien suchen &#8211; die Autoren dieses \u201eMeisterwerks\u201c haben einfach alles genommen, was die sowjetische Propaganda im Laufe der Jahre ausgearbeitet hat: \u201eW\u00e4hrend das ganze sowjetische Volk.. diese Feinde&#8230;\u201c Aber wie haben sie es denn jetzt angewendet? Jetzt erklingen im Bild die ersten Gitarrent\u00f6ne, und im n\u00e4chsten Bild kommen schon die Explosionen, die zerst\u00f6rten H\u00e4user von Donezk und Luhansk, die Leichen. Das war&#8217;s! Das Bild des einst so geliebten Makarewitsch ist schon bis zum absoluten B\u00f6sen d\u00e4monisiert, jeglicher positiver Bezug zu ihm musste durch so eine Methode zunichte gemacht werden. Dasselbe ist mit Diana Arbenina (<em>auch eine russische Musikerin).<\/em><\/p>\n<p>Wie kann man eine Manipulation aussondern? Das ist wenn man schnell spricht &#8211; ohne\u00a0Pausen. Da, wo es keine Pausen gibt, gibt es keinen Platz f\u00fcr \u00dcberlegungen. Die Sprache flie\u00dft wie ein Vollstrom, hysterisch-pathetisch, mit einer mehrfach wiederholenden menschenfeindlichen Wortwahl, sie ertrinkt Sie in Emotionen der Verzweiflung, Angst und Aggression. Sie sind vollkommen in der Macht des Sprechers. Im Grunde sind es milit\u00e4rische Strategien: Sie d\u00fcrfen nicht nachdenken, Sie h\u00f6ren das Kommando: \u201eFeuer!\u201c und irgendwo in sozialen Netzwerken erschiessen Sie schon jemanden, der ihnen aufgezeigt wurde. Das ist die st\u00e4rkste Manipulation. Sie gelingt gut bei Menschen mit einem nekrophilen Charakter. Zum Beispiel sind fast alle Annahmen\u00a0bei Dmitry Kiseljew auf der Leidenschaft f\u00fcr die Zerst\u00f6rung aufgebaut. Wenn er und die anderen Fernsehmanipulatoren der Aggression freien Lauf lassen, strahlen sie nur so vor\u00a0Vergn\u00fcgen, obwohl es tats\u00e4chlich\u00a0um schreckliche Sachen geht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><em>&#8211; Im gew\u00f6hnlichen Leben nennt sich das \u201eVampirismus\u201c. Und in der Psychologie?<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8211; In der Psychologie nennt man das im Grunde genauso: \u201eManipulation\u201c.<strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Autor: <strong>Galina Mursalijewa<\/strong>; Quelle: <a href=\"http:\/\/novayagazeta.livejournal.com\/2653195.html\">novayagazeta.ru<\/a>; \u00fcbersetzt von<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\"> Irina Schlegel<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Professorin f\u00fcr Neuro- und Pathopsychologie an MGU (Moskauer Staatsuniversit\u00e4t), Doktor der Psychologie Elena Sokolowa ist eine&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2149,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[98,131,3],"tags":[190,232,874,241,873,12],"class_list":["post-2148","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-expertenmeinungen","category-interviews","tag-informationskrieg","tag-kremlpropaganda","tag-manipulation","tag-novaya-gazeta","tag-psychologie","tag-russland"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - 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Gerade sie, als eine Psychotherapeutin, die mit den schlimmsten F\u00e4llen zu tun gehabt hat und die tiefen Prozesse der menschlichen Psyche versteht, habe ich gebeten, sich ein Video mit den politischen Talkshows der f\u00fchrenden russischen Fernsehkan\u00e4le des letzten Jahres anzuschauen.\u00a0Und sogar sie, die alle bekannten Methoden des psychologischen Schutzes vor einem massiven manipulierten Angriff kennt, f\u00fchlte sich unwohl.<\/strong><\/em>\r\n\r\n<span style=\"color: #10131a;font-size: large\"><span style=\"line-height: 28.799999237060547px\">-\u00a0<\/span><\/span>Ich habe mir alles angeschaut, was Sie mir zugeschickt haben, aber neue Sendungen werde ich nicht mehr schauen. Das ist ja eine echte Folter...\r\n\r\n<span style=\"color: #000000\"><em>- Warum gibt es bei uns so viele Menschen, die man so leicht manipulieren kann?<\/em><\/span>\r\n\r\n<span style=\"color: #10131a;font-size: large\"><span style=\"line-height: 28.799999237060547px\">-\u00a0<\/span><\/span>Die soziale Realit\u00e4t wird immer schwieriger, unvorhersehbarer und durch ihre Undefinierbarkeit - erschreckender. Und das Fernsehen verst\u00e4rkt die Angst, indem es die Menschen absichtlich in einen Zustand von Chaos und Panik versetzt. In der Situation des erschaffenen starken Stresses sind \"Br\u00fcche\" in den Mechanismen des rationalen Denkens m\u00f6glich. Da, wo archaische Gesetze herrschen, werden die Menschen leicht zu einer Horde - die einfachsten Emotionen der Ansteckung und Gleichartigkeit nehmen \u00fcberhand. Menschliche und individuelle Z\u00fcge werden dabei verwischt. Die Menschen erwarten und dursten nach jenen \"Starken\", die ihnen \"Ordnung\" und beruhigende Tagtr\u00e4ume anbieten. Erinnern wir uns doch an Gorkijs Luka: \"Wenn die heilige Welt zur Wahrheit keinen Weg finden kann, so Ehre dem Wahnsinnigen, welcher der Menschheit den goldenen Traum heranweht\u201c.\r\n\r\n<span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"line-height: 28.799999237060547px\">-\u00a0<\/span><\/span><em>Den vom Fernsehen geschenkten Traum kann man schwer \"golden\" nennen. Es reicht, sich an die grauenhafte L\u00fcge \u00fcber den in Slowjansk \"gekreuzigten\" dreij\u00e4hrigen Jungen zu erinnern, die im Juli vom Ersten TV-Kanal verbreitet wurde.<\/em><\/span>\r\n\r\n<span style=\"color: #10131a;font-size: large\"><span style=\"line-height: 28.799999237060547px\">-\u00a0<\/span><\/span>Ein Manipulator denkt nicht daran, was mit dem Menschen passiert - ihn zeichnet\u00a0emotionale K\u00e4lte, Herzlosigkeit, eine Art Stumpfheit aus. Im Grunde ist die Psychologie eines Manipulators die eines M\u00f6rders. Wenn M\u00f6rder zum Verbrechensort gefahren werden, fallen sie ja nicht in Ohnmacht, zerflie\u00dfen nicht in Tr\u00e4nen, sondern sprechen ganz ruhig \u00fcber das Geschehene, zeigen an extra angefertigten Puppen, wie sie jemanden erstickten, vergewaltigten, abstachen... Das ist eine absolute Gef\u00fchllosigkeit, Unf\u00e4higkeit zur Wahrnehmung, zum Verst\u00e4ndnis, zum Gef\u00fchl, zum Mitleid. Der Manipulator, wie auch der M\u00f6rder, ist emotional defekt. Anstatt eines wertvollen Bezugs zu Menschen empfindet er f\u00fcr diese tiefste Verachtung.\r\n\r\n<span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"line-height: 28.799999237060547px\">-\u00a0<\/span><\/span><em>Ich sehe tiefste Verachtung auf den Gesichtern der Moderatoren der Sendung \"Politik\" Pjotr Tolstoi und Alexander Gordon. Denselben Gesichtsausdruck hat auch der unabsetzbare Studiogast aller Zeiten und Fernsehkan\u00e4le Wladimir Schirinowski.<\/em><\/span>\r\n\r\n<span style=\"color: #10131a;font-size: large\"><span style=\"line-height: 28.799999237060547px\">-\u00a0<\/span><\/span>Jeder hat seinen Markenstil der Manipulation, aber unter ihnen gibt es auch Universelle, deren \u00c4u\u00dferes, Haltung, geschliffene T\u00f6ne und Gesten Aufmerksamkeit erregen, wie das Glitzern eines Metallh\u00e4mmerchens in den H\u00e4nden eines altert\u00fcmlichen Hypnotiseurs... Aber wenn Sie schon angefangen haben, \u00fcber die Sendung von Pjotr Tolstoj zu sprechen, so m\u00f6chte ich die Aufmerksamkeit auf eine Technologie lenken, die von ihm in einer seiner Sendungen erfolgreich angewendet wurde: die Sinnauswechslung, die Einbettung eigener Interpretationen in die Aussagen des Opponenten. Daf\u00fcr muss man im \"Drehbuch\" der Talkshow einfach nur die Anwesenheit von irgendeinem Ausl\u00e4nder einplanen. Hier gibt es n\u00e4mlich eine \"beruhigende\" Botschaft: Schaut her, wir sind tolerant, wir sind ein demokratisches Land! Und dann kann man den potentiellen Opponenten sanft \"beseitigen\": zum Beispiel spricht der Vertreter Deutschlands schlecht Russisch.\u00a0Schwer verst\u00e4ndlich ist, was er denn sagen m\u00f6chte, m\u00fchselig ringt er nach Worten, und Pjotr Tolstoj, scheinbar barmherzig, \u201esich anpassend\u201c, kommt ihm zur Hilfe, \u201espiegelt\u201c ihn und \u201eliest\u201c seine Gedanken. Dabei legt er in seine Antwort die \u201en\u00f6tigen\u201c Worte und Urteile hinein, die jener gar nicht gesagt und wom\u00f6glich auch gar nicht gemeint hatte, weil er das Wesen der \u00e4u\u00dferst schnellen Rede des Moderators gar nicht verstanden hat. Tolstoi wendet hier ein sehr bekanntes psychologisches Verfahren der Suggestion oder \u201eProgrammierung\u201c an: \u201eSie wollten doch sagen...\u201c oder \u201eTats\u00e4chlich meinten Sie doch...\u201c. Und all das wird ganz sanft, freundlich gesagt, so dass der Gespr\u00e4chspartner gezwungen ist, kleinlaut zuzustimmen....\r\n\r\nDie Maske der Verachtung und Langeweile ist eher f\u00fcr den Co-Moderator von Tolstoi, Alexander Gordon, \u201ekleidsam\u201c. Dieser \u201eideologische\u201c Antiamerikanist ist zu all dem, meiner Meinung nach, auch noch ein Misanthrop, erbost \u00fcber die ganze Welt. Seine Methode des psychologischen Mordes ist der Sarkasmus, der die Beziehung zu einem Menschen a priori entwertet. Das kann einen taktvollen und feinf\u00fchligen Studiogast verwirren, ihn in den Augen der Fernsehzuschauer in einen brabbelnden Loser verwandeln.\r\n\r\nWarum ist in diesen Sendungen immer Schirinowski? Oder, sagen wir mal, ein bedingter \u201eSchirinowski\u201c, denn Menschen, die seine Verhaltensweise kopieren, gibt es auf allen Kan\u00e4len gerade zu viel. Er ist ein anerkannter Meister der Epatage, des Skandals bei jedem Anlass. Seine Lieblingsthemen sind \u201eDas russische Imperium\u201c, \u201eBack to USSR\u201c, Aufr\u00fcstung, Mobilisation, Krieg, \u201eAusnahmezust\u00e4nde\u201c. Die S\u00e4tze baut er absichtlich einfach und immer in der affirmativen Art - sie klingen wie Slogans, wie Aufrufe zum unmittelbaren Handeln. Das ist eine typische manipulative Methode der \u201e\u00dcberflutung mit dem Affekt\u201c, die auf einen emotionalen und impulsiven Menschen abgestellt ist.\u00a0Ich w\u00fcrde die Aufmerksamkeit auch auf die nonverbalen Methoden der indirekten Einwirkung lenken: die aussagekr\u00e4ftige Mimik und K\u00f6rperhaltung, den spezifischen und sich dynamisch variierenden Tonfall, die Usurpation des Raumes und der Diskussionszeit. Es wird eine Unbeirrbarkeit und Aplomb demonstriert, was f\u00fcr die Anh\u00e4nger der \u201estarken Hand\u201c attraktiv ist. Ich betone, dass wir nun \u00fcber einen bedingten \u201eSchirinowski\u201c sprechen, wir sprechen eher \u00fcber ein Ph\u00e4nomen als \u00fcber einen realen Menschen: die Ethik eines Klinikpsychologen verbietet eine Anwendung der diagnostischen Kategorien au\u00dferhalb einer bestimmten Berufssituation.\r\n\r\nEs gibt ein ausgesprochenes \u201eSchirinowski\u201c- Publikum - dieses kann man mit der einlullenden und pl\u00e4tschernden Rede a la Pjotr Tolstoj nicht in Besitz nehmen. Darum steigt hier eben die \u201eschwere Artillerie\u201c ein, der aggressive Einfall, der einen Menschen psychologisch zu t\u00f6ten, \u201eauszuschalten\u201c f\u00e4hig ist - und hier ist der Mensch, schon \u201ebereit\u201c f\u00fcr den Konsum jeglicher Ansichten.\u00a0Hier gibt es eine Analogie mit der Steuerung auf einen hypnotischen Zustand zu, oder wie die Psychologen nun sagen: auf einen ver\u00e4nderten Bewusstseinszustand. Die Hypnose ist in der Praxis einer au\u00dfer\u00e4rztlichen Anwendung verboten, aber es gibt verschiedene medizinische Modelle, um eine Trance zu erzeugen. Der Effekt einer Verstandesausschaltung kann infolge einer stark expressiven Ausdrucksweise, einer unerwartet grellen und emotional beladenen Assoziierung des Sprechers, oder auch der mehrfachen Wiederholungen nach Mantra-Art erfolgen, die ein Gef\u00fchl des \u201eEintrimmens\u201c unbeschreiblicher Begeisterung oder des Grauens erwecken. Es entsteht das Bild eines Tollw\u00fctigen.\u00a0Erinnern Sie sich an den Narr in der Kirchenvorhalle im Drama \u201eBoris Godunow\u201c? Es galt, dass er \u201edie Wahrheit offenbart\u201c. Vielleicht legt sich diese Assoziation mit einem von den mythischen Archetypen des Volkes \u00fcbereinander: \u201eH\u00f6rt, h\u00f6rt, er sagt die Wahrheit!\u201c Er kann auf uns mit einer Brechstange losgehen, aber gerade ihm sollte man glauben.\u00a0Das ist einer von den \u201eniedrigen\u201c Archetypen der unbewussten Aggression, die eine prompte Entladung fordert, eine unmittelbare Handlung: \u201eUnter Waffen! Zum Krieg!\u201c In einer der Talkshows schreit Schirinowski buchst\u00e4blich: \u201eMerkel erschafft das Dritte Reich! Das deutsche Reich wird herrschen!... Wir m\u00fcssen eine Teilmobilisation ausrufen!...\u201c Der ganze Sinn hier pulsiert von Spannung und Sorge: das war's, es ist das Ende, weiter ist nur der Krieg...\r\n\r\nUnd w\u00e4hrend eines Krieges sind ja alle besch\u00e4ftigt, sind steuerbar, benehmen sich ausgezeichnet in Bezug auf die Obrigkeit. Die einzige Erschaffung, die uns zusammenzubringen und zu motivieren f\u00e4hig ist, ist wohl die Erschaffung im Namen des Krieges. Oxymoron. Im Grunde: ein Krieg und eine Erschaffung.\u00a0Das ist ein sehr fr\u00fchzeitlicher, primitiver Bewusstseinszustand. Und die Manipulation ist eben dazu berufen, die Einheit und Weisheit unseres Lebens zu zersplittern, den Sinn zu verpuffen, uns augenblicklich\u00a0auf dieses niedrige infantile Niveau der Weltwahrnehmung herabzusetzen. In Schw\u00e4che, Unsicherheit, Unzufriedenheit dursten die Menschen nach einer Identifikation mit dem Ausnahmslosen, Heroischen, \u201eIdealen\u201c, und durch die Verschmelzung mit diesem kompensieren sie ihre Komplexe und Trauma, ihre Erniedrigungen.\u00a0Und derjenige, der nicht mit ihnen ist - der ist gegen sie, ein \u201eFeind\u201c, ein \u201eNationalverr\u00e4ter\u201c... Das ist das Ziel dieses Aufbauschens des Kriegsthemas in den politischen Talkshows - die Konsolidierung der \u201eUnseren\u201c und das Abdr\u00e4ngen der \u201eFremden\u201c. Das ist eine Vorbereitung des \u00f6ffentlichen Bewusstseins auf ein Wegdr\u00e4ngen der Andersdenkenden, auf einen endg\u00fcltigen Bruch mit der Intelligenz, mit den Ideen des europ\u00e4ischen Weges Russlands.\r\n\r\n<span style=\"color: #000000\"><em>- Kann man denn all die Manipulationen aufz\u00e4hlen?<\/em><\/span>\r\n\r\n- Nein, einen vollst\u00e4ndigen Katalog der Manipulationsmittel gibt es auf der Welt nicht - es gibt eine unz\u00e4hlige Menge davon. Zum Beispiel ist die schamlose Lobpreisung von jemandem, die Lackierung der Wirklichkeit und die Auswechslung der mehrkantigen Realit\u00e4t durch ein Bildchen des \u201ePositiven\u201c auch nur eine Manipulation. Wie auch der Versuch, mit allen zur Verf\u00fcgung gestellten Mitteln den Opponenten zu entwerten, moralisch zu vernichten. Der un\u00fcbertreffliche Meister dieser aalgleichen Technologien ist Wladimir Solowjew. In seiner Sendung \u201eDer Sonntagsabend\u201c flie\u00dft der Spott, die Vort\u00e4uschung, Diskreditierung, Zuschreibung von bestimmten nicht existierenden Qualit\u00e4ten zu einem Menschen wie aus dem Horn der Amalthea \u00fcber. Das ist ein Theater des Manipulators, in dem es zweifellos\u00a0eine Dramaturgie gibt. Solowjew demonstriert ausdr\u00fccklich allen Eingeladenen gleiche Aufmerksamkeit, aber in den \u00dcberg\u00e4ngen von einer Seite zur anderen wirft er beil\u00e4ufig mit Phrasen um sich, die einen Menschen buchst\u00e4blich an der Wand verschmieren, wie auch seinen Ruf. Der Gast wird somit kleiner, schrumpft zusammen. Und darin sehe ich die Botschaft an den Fernsehzuschauer: teilen Sie etwa die Sicht der Loser?\r\n\r\nIn der Beherrschung dieser st\u00e4rksten Mittel der Manipulation - Verachtung, Erniedrigung, Diskreditierung - kann der TV-Kanal NTV, meiner Meinung nach, einen Ehrenplatz einnehmen. Die Apotheose dieser Richtung ist die Skandalsendung \u201e13 Juntafreunde\u201c. Da erklingt zum Beispiel im Off der Text: \u201eMit den ersten Akkorden von Makarewitsch...\u201c Hier muss man sich gar nicht anstrengen, nach keinen speziellen Technologien suchen - die Autoren dieses \u201eMeisterwerks\u201c haben einfach alles genommen, was die sowjetische Propaganda im Laufe der Jahre ausgearbeitet hat: \u201eW\u00e4hrend das ganze sowjetische Volk.. diese Feinde...\u201c Aber wie haben sie es denn jetzt angewendet? Jetzt erklingen im Bild die ersten Gitarrent\u00f6ne, und im n\u00e4chsten Bild kommen schon die Explosionen, die zerst\u00f6rten H\u00e4user von Donezk und Luhansk, die Leichen. Das war's! Das Bild des einst so geliebten Makarewitsch ist schon bis zum absoluten B\u00f6sen d\u00e4monisiert, jeglicher positiver Bezug zu ihm musste durch so eine Methode zunichte gemacht werden. Dasselbe ist mit Diana Arbenina (<em>auch eine russische Musikerin).<\/em>\r\n\r\nWie kann man eine Manipulation aussondern? Das ist wenn man schnell spricht - ohne\u00a0Pausen. Da, wo es keine Pausen gibt, gibt es keinen Platz f\u00fcr \u00dcberlegungen. Die Sprache flie\u00dft wie ein Vollstrom, hysterisch-pathetisch, mit einer mehrfach wiederholenden menschenfeindlichen Wortwahl, sie ertrinkt Sie in Emotionen der Verzweiflung, Angst und Aggression. Sie sind vollkommen in der Macht des Sprechers. Im Grunde sind es milit\u00e4rische Strategien: Sie d\u00fcrfen nicht nachdenken, Sie h\u00f6ren das Kommando: \u201eFeuer!\u201c und irgendwo in sozialen Netzwerken erschiessen Sie schon jemanden, der ihnen aufgezeigt wurde. Das ist die st\u00e4rkste Manipulation. Sie gelingt gut bei Menschen mit einem nekrophilen Charakter. Zum Beispiel sind fast alle Annahmen\u00a0bei Dmitry Kiseljew auf der Leidenschaft f\u00fcr die Zerst\u00f6rung aufgebaut. Wenn er und die anderen Fernsehmanipulatoren der Aggression freien Lauf lassen, strahlen sie nur so vor\u00a0Vergn\u00fcgen, obwohl es tats\u00e4chlich\u00a0um schreckliche Sachen geht.\r\n\r\n<span style=\"color: #000000\"><em>- Im gew\u00f6hnlichen Leben nennt sich das \u201eVampirismus\u201c. Und in der Psychologie?<\/em><\/span>\r\n\r\n- In der Psychologie nennt man das im Grunde genauso: \u201eManipulation\u201c.<strong><\/strong>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<em>Autor: <strong>Galina Mursalijewa<\/strong>; Quelle: <a href=\"http:\/\/novayagazeta.livejournal.com\/2653195.html\">novayagazeta.ru<\/a>; \u00fcbersetzt von<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\"> Irina Schlegel<\/a><\/em>","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2148","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2148"}],"version-history":[{"count":26,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2148\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25161,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2148\/revisions\/25161"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2149"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2148"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2148"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2148"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}