{"id":23787,"date":"2017-05-04T13:16:54","date_gmt":"2017-05-04T13:16:54","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=23787"},"modified":"2017-05-13T11:55:57","modified_gmt":"2017-05-13T11:55:57","slug":"wie-moskau-seine-propaganda-ueber-euronews-in-die-ganze-welt-sendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wie-moskau-seine-propaganda-ueber-euronews-in-die-ganze-welt-sendet\/","title":{"rendered":"Wie Moskau seine Propaganda \u00fcber Euronews in die ganze Welt sendet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right\"><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span><i>Titelbild: Der Leiter von Euronews in GUS-L\u00e4ndern Walid Arfusch leitete ehemals den internationalen Pressedienst von Wiktor Janukowitsch<\/i><\/p>\n<p>In den letzten 10-15 Jahren hat Putins Regime seine Tentakel weit in die Europ\u00e4ische Union hinein\u00a0<a href=\"http:\/\/uk.businessinsider.com\/putin-is-infiltrating-europe-2014-12?r=US&amp;IR=T\">ausgebreitet<\/a> und baut jetzt langsam seinen Einfluss in Europa aus \u2013 solche Prozesse stellen europ\u00e4ische Medien fest. Eine\u00a0zentrale Stelle in der russischen propagandistischen Medienmaschine nimmt der Sender RT ein, und wenige Monate vor den f\u00fcr die EU wichtigsten Pr\u00e4sidentschaftswahlen in Frankreich begann dieser mit der Ausstrahlung auch in franz\u00f6sischer Sprache. Moskau finanziert nicht nur seine propagandistischen Sender, sondern unterst\u00fctzt unter anderem \u2013 auch finanziell \u2013 eine ganze Reihe von rechten und linken Parteien sowie verschiedene Bewegungen von Euroskeptikern in Europa. Es ist kein Wunder, dass die Anf\u00fchrer dieser Parteien \u2013 Politiker aus verschiedenen L\u00e4ndern \u2013 bei ihren Auftritten unerm\u00fcdlich die der Kremlpropaganda entnommenen geopolitischen Thesen und Formulierungen wiederholen.<\/p>\n<p>Wir haben eine kurze Analyse von einigen ziemlich seltsamen<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Euronews\"> Euronews<\/a>-Berichten vorbereitet &#8211; dem mehrsprachigen europ\u00e4ischen Nachrichtensender, zu deren Aktion\u00e4ren auch Russland geh\u00f6rt (durch den nationalen Sender WGTRK). Und mitunter unterscheiden sich die Berichte von Euronews kaum von denen, die die Schrittmacher der Kremlpropaganda \u201ePerwy kanal\u201c und \u201eSwesda\u201c ausstrahlen.<\/p>\n<p>Dieser europ\u00e4ische Sender wurde schon\u00a0wegen parteiischer Berichtserstattung und Loyalit\u00e4t zu Moskaus Politik\u00a0zum Objekt von journalistischen\u00a0Untersuchungen. 2014 f\u00fchrte der \u201eObosrewatel\u201c-Verlag eine vergleichende Analyse der Berichte von Euronews in der englischen, russischen und ukrainischen Sprache durch und <a href=\"https:\/\/www.obozrevatel.com\/author-column\/05946-kak-euronews-podyigryivaet-kremlyu.htm\">kam zu dem Schluss<\/a>, dass die russische Redaktion des Senders sich auf den Kreml eingestimmt hat. Vor kurzem\u00a0wurde dieses europ\u00e4ische Nachrichtenmedium f\u00fcr seine \u201eantiukrainische Darstellung der Geschichte von \u201eGiwi\u201c\u201c <a href=\"https:\/\/www.obozrevatel.com\/crime\/68513-pohoronyi-givi-inostrannoe-tv-oskandalilos-s-antiukrainskoj-podachej-syuzheta.htm\">aufs Sch\u00e4rfste kritisiert<\/a>.<\/p>\n<p>Die Zuschauer von Euronews wurden mit einem Bericht \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2017\/02\/10\/ukraine-well-wishers-pay-tribute-to-slain-rebel-leader-givi\">die Beerdigung von \u201eGiwi\u201c<\/a> schockiert, einem Bandenf\u00fchrer der prorussischen S\u00f6ldnern in Donezk. Fragw\u00fcrdig war schon allein\u00a0die Entscheidung der Redaktion, das Begr\u00e4bnis des ber\u00fcchtigten Anf\u00fchrers der IBF \u201eSomali\u201c zu \u00fcbertragen, obwohl er auf der\u00a0Sanktionsliste der EU stand. Denn Euronews ist ein internationaler Nachrichtensender mit europ\u00e4ischer Sichtweise und es ist nicht nur ungew\u00f6hnlich sondern sogar verd\u00e4chtig, wenn ein solcher Bericht von so\u00a0einem Sender \u00fcbertragen wird. Top-Medien berichten in der Regel \u00fcber Begr\u00e4bniszeremonien von Regierungs- und Staatschefs, legend\u00e4ren Sportlern oder Stars aus dem Show-Business. Sie beleuchten aber so gut wie nie Beerdigungen von Anf\u00fchrern illegaler Bandenformationen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-34601\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews1.jpg\" alt=\"\" width=\"925\" height=\"675\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span><\/p>\n<p>Dieser\u00a0Eindruck wurde jedoch durch Interviews in dieser Geschichte noch weiter verschlechtert. Eine \u201eVerehrerin der DVR\u201c (solche Personen entpuppen sich oft als von den russischen Medien angeheuerte Schauspielerinnen) wiederholte unerm\u00fcdlich propagandistische Parolen \u00fcber \u201eFaschisten in der Ukraine\u201c, obwohl solche Behauptungen schon unz\u00e4hlige Male widerlegt wurden. Wie passt solche Berichterstattung mit den grundlegenden Prinzipien des unabh\u00e4ngigen Journalismus zusammen? Oder kann\u00a0es vielleicht sein, dass Journalisten bei Euronews derma\u00dfen voreingenommene Berichte deswegen vorbereiten, weil sie von der russischen Regierung gar nicht unabh\u00e4ngig sind?<\/p>\n<p>So berichtet die englischsprachige Redaktion des Senders \u00fcber die bei der Beerdigung anwesenden \u201eVerehrer und Bef\u00fcrworter\u201c, erw\u00e4hnt aber mit keinem Wort, dass \u201eGiwi\u201c f\u00fcr die ukrainische Regierung ein Terrorist ist. Euronews erz\u00e4hlt \u00fcber \u201eAufst\u00e4ndische\u201c, die den \u201eKampf um Donezker Flughafen\u201c gewonnen haben, vergisst aber die des \u00d6fteren bewiesene direkte milit\u00e4rische Intervention Russlands. Wenigstens f\u00fcgt die englischsprachige Redaktion hinzu, dass \u201eDVR\u201c eine \u201eselbsternannte\u201c Republik ist, sonst w\u00e4re\u00a0der Bericht noch tendenzi\u00f6ser.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-34603\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews2.jpg\" alt=\"\" width=\"530\" height=\"434\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span><\/p>\n<p>Wirklich tendenzi\u00f6s ist aber\u00a0<a href=\"http:\/\/ru.euronews.com\/2017\/02\/10\/ukraine-well-wishers-pay-tribute-to-slain-rebel-leader-givi\">die Darstellung derselben Geschichte<\/a> durch die russische Redaktion des Senders. Dort werden die \u201eprorussischen Aufst\u00e4ndischen\u201c zur \u201eVolkswehr\u201c \u2013 diesen Begriff hat die Kremlpropaganda eingef\u00fchrt und weit verbreitet. Dieses Wort hat eine positive Konnotation und steht f\u00fcr \u201eFreiwilligenverb\u00e4nde, die der Armee bei der Abwehr der Invasion von\u00a0Aggressoren helfen\u201c. Aber welcher Armee helfen sie? Offensichtlich nicht der ukrainischen, sondern eher der russischen. Der russische Journalist von Euronews vergisst zu erw\u00e4hnen, dass die \u201eDVR\u201c eine nicht anerkannte, selbsternannte Pseudorepublik ist. Und wie k\u00f6nnte der Korrespondent\u00a0\u00fcberhaupt die Wahrheit \u00fcber diese von Russland gebildete und finanzierte Formation berichten? Der Autor des Berichts erw\u00e4hnt auch nicht, dass die ukrainische Regierung \u201eGiwi\u201c f\u00fcr einen Terroristen hielt, vergisst aber nicht, die Erkl\u00e4rung der sogenannter Regierung der \u201eDVR\u201c zu zitieren, dass Michail Tolstych bei einem \u201eTerroranschlag\u201c ermordet worden sei.<\/p>\n<p>Der Berichterstatter von Euronews spricht vom \u201eS\u00fcdosten der Ukraine\u201c &#8211; derselbe Begriff wird auch von der Kremlpropaganda verwendet. Moskau zweifelt die territoriale Integrit\u00e4t der Ukraine an und erweckt\u00a0den Anschein, als w\u00fcrde es die Unterst\u00fctzung der Regionen im Osten und S\u00fcden des Landes genie\u00dfen, obwohl der Krieg nur in einem kleinen Teil des Donbas gef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>In der ukrainischen Fassung wurde diese Geschichte selbstverst\u00e4ndlich ganz anders dargestellt. Jedoch achtet die Leitung des Senders auf derma\u00dfen unterschiedliche Lesarten anscheinend nicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-34604\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews3.jpg\" alt=\"\" width=\"933\" height=\"757\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span><\/p>\n<p>Gehen wir zu einer anderen Geschichte \u00fcber, um zu sehen, wie der Sender Euronews den russischen Standpunkt zu Trump als US-Pr\u00e4sident\u00a0<a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2017\/01\/12\/russian-figures-claim-trump-scandal-an-obama-ruse-to-scupper-better-relations\">vertritt<\/a>. Die Reporterin Galina Polonskaja w\u00e4hlte f\u00fcr die Rolle des Experten Leonid Sluzkij aus, einen Mitglied\u00a0der ultranationalistischen Partei LDPR. Wir m\u00f6chten anmerken, dass Leonid Sluzkij zusammen mit anderen russischen Politikern bereits in die allererste Sanktionsliste der EU f\u00fcr die Annexion der ukrainischen Krim <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2014\/mar\/17\/us-sanctions-russian-ukrainian-targets\">aufgenommen worden war<\/a>. Die EU vermerkte, dass der Vorsitzende des Duma-Ausschusses\u00a0f\u00fcr Fragen der GUS-L\u00e4nder, der eurasischen Integration und Beziehungen mit der \u00d6ffentlichkeit, Leonid Sluzkij, zu den aktivsten Bef\u00fcrwortern der Annexion der Krim geh\u00f6rte. Er nutzt die Sendezeit aus und l\u00e4sst sich die M\u00f6glichkeit, Barack Obama zu kritisieren, nicht entgehen.<\/p>\n<p>Ein weiterer\u00a0Experte, ein Redakteur der englischsprachigen Ausgabe\u00a0\u201eRussland in der Globalpolitik\u201c und Vorsitzender des au\u00dferparlamentarischen Rates f\u00fcr Au\u00dfen- und Verteidigungspolitik, Fjodor Lukjanow, erz\u00e4hlt \u00fcber irgendwelche Verschw\u00f6rungen gegen Donald Trump und beschreibt ihn \u2013 wie Putin auch &#8211; nur positiv. H\u00e4tten Sie erwartet, eine Gegenmeinung im Bericht zu h\u00f6ren? Wir m\u00fcssen Sie entt\u00e4uschen. Am Ende des Berichts, im Standup-Teil, erz\u00e4hlt der Journalist \u00fcber Donald Trump und bezieht sich dabei auf den Pressesprecher von Wladimir Putin. Warum auch nicht? Was k\u00f6nnte man wohl noch im Fernsehen berichten?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-34605\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews4.jpg\" alt=\"\" width=\"528\" height=\"417\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-34606\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews5.jpg\" alt=\"\" width=\"529\" height=\"413\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span><\/p>\n<p>In einem Bericht zu einem anderen Thema w\u00e4hlt sich dieselbe Polonskaja eine weitere omin\u00f6se Person f\u00fcr ein Interview aus. Sergej Schelesnjak, stellvertretender Generalsekret\u00e4r des Rates der Partei Putins,<a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2017\/01\/14\/trump-team-confirms-advisor-s-call-with-russian-envoy\"> erz\u00e4hlt<\/a> den Zuschauern von Euronews \u00fcber die \u201eErwartungen Russlands an die\u00a0Pr\u00e4sidentschaft Trumps\u201c. \u201eVersuche,\u00a0Trumps Vorgehen zu l\u00e4hmen, w\u00e4ren katastrophal\u201c, behauptet Schelesnjak. Aber warten Sie mal, er ist doch auch<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/List_of_individuals_sanctioned_during_the_Ukrainian_crisis\">\u00a0auf der Sanktionsliste<\/a>! Es ist tats\u00e4chlich schwer, einen Politiker in der Umgebung von Putin zu finden, der nicht unter Sanktionen stehen w\u00fcrde. Und das alles trotz der Tatsache, dass Schelesnjak schon einmal bei der Verbreitung seiner ukrainophoben \u00c4u\u00dferungen mit gef\u00e4lschten Informationen <a href=\"http:\/\/www.stopfake.org\/en\/fake-russia-sanctions-running-ukrainian-economy-into-the-ground\/\">erwischt wurde<\/a>. Im Standup-Teil best\u00e4tigt der Korrespondent, dass \u201eMoskau bereit ist, Trump mehr Zeit f\u00fcr die L\u00f6sung seiner Probleme zu geben\u201c. Als w\u00fcrde jemand daran zweifeln.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-34607\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews6.jpg\" alt=\"\" width=\"915\" height=\"721\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span><\/p>\n<p>Die Sonderkorrespondentin von Euronews erregte\u00a0unsere Aufmerksamkeit und wir fanden\u00a0mit der Schnellsuche ihre Berichte \u00fcber die russische Innenpolitik. So hat Polonskaja den Zuschauern erz\u00e4hlt, die Regierende Partei \u201eEiniges Russland\u201c habe die Wahlen in der RF \u00fcberzeugend <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2016\/09\/19\/russia-elections\">gewonnen<\/a>. Man wartet hier vergeblich auf Kritik an Putin, Informationen \u00fcber Wahlmanipulationen oder die Erw\u00e4hnung von inhaftierten oder ermordeten Oppositionsf\u00fchrern. Im Bericht wurde nur der Sieg des \u201eEinigen Russlands\u201c gefeiert.<\/p>\n<p>Galina Polonskaja schlie\u00dft die Geschichte mit einem aufschlussreichen Fazit\u00a0ab: \u201eDer Hauptkampf wird momentan von Pr\u00e4tendenten auf Silber und Bronze ausgetragen\u201c. Haben Sie sich bei den russischen Wahlen schon einen fairen Konkurrenzkampf mit Aussicht auf Silber- und Bronzemedaillen vorgestellt? Und f\u00fcr Euronews ist das durchaus realistisch. Die russische Fassung dieser Geschichte unterscheidet sich kaum von Berichten des russischen \u201ePerwy Kanal\u201c. Schon in der \u00dcberschrift wird dort Putin zitiert: die Russen h\u00e4tten \u201eStabilit\u00e4t gew\u00e4hlt\u201c. Und auch wenn die russischen Zuschauer die Objektivit\u00e4t ihrer Sender anzweifeln und auf einen europ\u00e4ischen umschalten w\u00fcrden, h\u00e4tten sie dort <a href=\"http:\/\/ru.euronews.com\/2016\/09\/19\/russia-elections\">dasselbe geh\u00f6rt<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-34608\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews7.jpg\" alt=\"\" width=\"529\" height=\"411\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span><\/p>\n<p>Es wird jedoch noch schlimmer mit der Berichterstattung von Euronews: Beispielsweise in einem Bericht ganz im Stil des Senders \u201eSwesda\u201c (ein Fernsehsender des Verteidigungsministeriums RF). Ein weiterer Sonderkorrespondent, Denis Loktew, besuchte den Milit\u00e4rflugplatz Hmeimim in der N\u00e4he von Latakia in Syrien, der von russischen Bombern f\u00fcr die Luftangriffe auf das syrische Territorium benutzt wird. Der Reporter von Euronews <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2015\/11\/12\/latakia-airbase-the-hub-of-russia-s-syrian-bombing-campaign\">behauptet<\/a>, dass russische Milit\u00e4rflugzeuge \u201eObjekte der terroristischen Infrastruktur\u201c zerst\u00f6rt h\u00e4tten. Im Bericht geht es darum, dass russische Piloten \u201eTerroristen\u201c und \u201eIslamisten\u201c bombardiert h\u00e4tten, es werden aber mit keinem Wort die Zivilisten und Kinder erw\u00e4hnt, die infolge dieser Luftangriffe ums Leben gekommen sind.<\/p>\n<p>Auf die gleiche Art pr\u00e4sentiert der Sender \u201eSwesda\u201c seine Berichte. Das Interview mit dem russischen Generalmajor Igor Konaschenko liefert den professionellen milit\u00e4rischen Standpunkt. Der Sonderkorrespondent Loktew schlie\u00dft den Bericht so\u00a0ab, dass keine Zweifel mehr bleiben: \u201eDie russische Heeresf\u00fchrung teilt mit, dass Bombenflugzeuge ihre Ziele so lange angreifen werden, wie es n\u00f6tig ist\u201c. Der europ\u00e4ische Nachrichtensender versichert seinen Zuschauern in Russland und der ganzen Welt, dass Moskau in Syrien nur Stellungen der Terroristen bombardiert und die Milit\u00e4roperation reibungslos abl\u00e4uft. Jedoch wirft diese Behauptung gro\u00dfe Zweifel auf und widerspricht mehreren Fakten, \u00fcber die in den westlichen Medien schon berichtet wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-34609\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews8.jpg\" alt=\"\" width=\"571\" height=\"450\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span><\/p>\n<p>Wenn Sie sich die Rubrik \u201eKein Kommentar\u201c beim\u00a0Sender Euronews nicht regelm\u00e4\u00dfig anschauen, haben Sie vermutlich <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2017\/02\/10\/russian-warships-welcomed-home-after-syria-mission\">dieses Video<\/a> verpasst, das russische Seeleute verherrlicht, die aus Syrien nach Hause zur\u00fcckkehren \u2013 dort haben sie an Kampfhandlungen teilgenommen, bei denen\u00a0Zivilisten ums Leben gekommen sind.<\/p>\n<p>Nicht alle Berichte von Euronews sind jedoch mit Kremlpropaganda infiziert. Bei der Berichterstattung \u00fcber die letztmalige Eskalation der Kampfhandlungen im ukrainischen Awdijiwka (Donezker Gebiet) konnte man verschiedene Ans\u00e4tze <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2017\/02\/01\/avdiivka-evacuations-begin-amid-a-flare-up-in-fighting-in-east-ukraine\">beobachten<\/a>:<\/p>\n<p>In einem der Berichte zeigte der Reporter die Zerst\u00f6rungen und die Evakuierung der Einwohner, die ohne Strom und Heizung geblieben sind, erw\u00e4hnt aber nicht, dass Awdijiwka sich unter der Kontrolle der ukrainischen Regierung befindet. Er verschweigt auch, dass die Zerst\u00f6rungen durch russische Raketen verursacht wurden, die die\u00a0von Russland unterst\u00fctzten und finanzierten illegalen Bandenformationen abgefeuert hatten. Obwohl die ukrainische Flagge im Video schwer zu \u00fcbersehen ist, erz\u00e4hlt der Reporter, dass \u201eKiew und prorussische Rebellen sich gegenseitig wegen des\u00a0Vorsto\u00dfes auf Awdijiwka beschuldigen\u201c. Aber wie k\u00f6nnte ukrainische Armee auf Awdijiwka vorsto\u00dfen, wenn sie die Stadt schon<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/awdijiwka-und-die-deutsche-berichterstattung-ueber-den-umgang-mit-der-ukraine-in-den-deutschen-medien\/\"> l\u00e4ngst unter ihrer Kontrolle hat<\/a>?<\/p>\n<p>In einer anderen Geschichte \u00fcber die Eskalation der K\u00e4mpfe wird immerhin die Erkl\u00e4rung des Verteidigungsministeriums der Ukraine<a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2017\/01\/30\/fighting-in-east-ukraine-surges\"> zitiert<\/a>, dass \u201erussische Okkupationskr\u00e4fte die frontnahe Stadt Awdijiwka beschossen\u201c.<\/p>\n<p>Es ist also nicht schwer zu merken, dass Euronews unter dem Motto \u201eAlle Sichtweisen\u201c Geschichten \u00fcbertr\u00e4gt, die den Standpunkt von Moskau repr\u00e4sentieren, darunter auch die reinste Propaganda oder sogenannte <em>posttruth<\/em>.<\/p>\n<p>Das w\u00e4re nicht derma\u00dfen verwerflich, wenn Euronews keine Finanzierung von der EU bekommen w\u00fcrde. Vor kurzem hat die Europ\u00e4ische Kommission eine Vereinbarung \u00fcber die Verl\u00e4ngerung der Finanzierung von Euronews f\u00fcr weitere vier Jahre <a href=\"http:\/\/www.reuters.com\/article\/us-euronews-comcast-nbcuniversal-idUSKBN15T30F\">unterzeichnet<\/a>. Laut dem Vertrag wird der Sender f\u00fcr das Jahr 2017 insgesamt 24 Millionen Euro bekommen. In 2016 teilte die Europ\u00e4ische Kommission nach ihrer eigenen Einsch\u00e4tzung dem Sender Euronews etwa 24,7 Millionen Euro zu, diese Gelder wurden f\u00fcr die Finanzierung der Sprachenredaktionen und die Beleuchtung\u00a0europ\u00e4ischer Angelegenheiten\u00a0und EU-Initiativen verwendet. Im Bezug auf die Subventionierung durch die Europ\u00e4ische Union ist Euronews auf dem ersten Platz unter allen Medien: 240 Millionen Euro seit der Entstehung des Senders in 1992. Die Europ\u00e4ische Kommission erwartet, dass Euronews seinerseits \u201edie Unantastbarkeit der redaktionellen Unabh\u00e4ngigkeit beibeh\u00e4lt und die Mission der Beleuchtung\u00a0europ\u00e4ischer Interessen fortsetzt\u201c.<\/p>\n<p>Man muss aber anmerken, dass Euronews erst vor kurzem zu einem Privatunternehmen wurde. Sein Inhaber \u2013 der \u00e4gyptische Oligarch Naguib Sawiris hat 2015 \u00fcber\u00a0sein Medienunternehmen Media Globe Networks das Kontrollpaket (53% der Aktien) aufgekauft. Dies fand kurz nach dem Besuch\u00a0des Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin in\u00a0\u00c4gypten statt. Der Vertragsabschluss rief damals<a href=\"http:\/\/www.politico.eu\/article\/tycoon-takeover-euronews-funding-meps-commission-egypt-naguib-sawiris\/\"> eine\u00a0Polemik<\/a> \u00fcber die Aufrechterhaltung\u00a0der unabh\u00e4ngigen Redaktionspolitik von Euronews in der Zukunft hervor. Die restlichen 47% der Aktien geh\u00f6ren seinen historischen Aktion\u00e4ren \u2013 21 \u00f6ffentlichen\u00a0TV-Unternehmen und drei regionalen Regierungsorganen. Bis 2015 z\u00e4hlte das russische staatliche TV-Unternehmen WGTRK mit 16,9% der Aktien zu den gr\u00f6\u00dften Aktion\u00e4ren.<\/p>\n<div id=\"attachment_34610\" style=\"width: 551px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-34610\" class=\"wp-image-34610 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews9.jpg\" width=\"541\" height=\"356\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-34610\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Der neue Inhaber von Euronews preist Putin auf Twitter f\u00fcr die Einmischung Moskaus in den Syrienkrieg hoch.<\/p>\n<\/div>\n<p>Naguib Sawiris <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/media\/2015\/feb\/27\/euronews-investor-naguib-sawiris-we-will-resist-state-interference\">behauptet<\/a>, dass Euronews dem Druck seitens europ\u00e4ischer Politiker entgegentreten sollte, wenn sie westliche Medien dazu aufrufen, zum Gegengewicht der Kremlpropaganda zu werden, berichtet die britische Ausgabe<em>\u00a0The Guardian<\/em>. Die europ\u00e4ische Ausgabe\u00a0<em>EurActive<\/em> <a href=\"https:\/\/reuniting-europe.blogactiv.eu\/2015\/03\/13\/euronews-becomes-the-voice-of-russia\/\">ver\u00f6ffentlichte<\/a> einen beunruhigenden Artikel, in dem der Autor anmerkt: <strong>\u201eEs gibt ernsthafte\u00a0Gr\u00fcnde anzunehmen, dass Euronews, der von Millionen Menschen auf der Welt als der Sender der EU wahrgenommen wird, zur Stimme von Moskau wird\u201c.<\/strong> Ein nicht genannter Journalist von Euronews erz\u00e4hlte EurActiv, dass man bei dem Sender versucht, offensichtlich kritische Berichte \u00fcber die \u201edraufg\u00e4ngerische Au\u00dfenpolitik Russlands\u201c in Bezug auf seine Nachbarn und die Europ\u00e4ische Union <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/2016\/12\/18\/journalists-unions-accuse-eu-backed-euronews-pandering-oppressive\/\">zu vermeiden.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-34611\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews10.jpg\" alt=\"\" width=\"655\" height=\"674\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span><\/p>\n<p>Es bleiben also keine Zweifel daran, dass der Kreml tats\u00e4chlich seinen Einfluss auf Euronews beizubehalten versucht. Eine Best\u00e4tigung daf\u00fcr wurde auch in den\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?s=Frolovleaks\">FrolovLeaks <\/a><\/strong>gefunden, in den Daten aus der E-Mail-Korrespondenz\u00a0des russischen Politikers Kirill Frolow, des stellvertretenden Direktors des Instituts der GUS-L\u00e4nder. Diese Daten wurden von Hacktivisten der <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/category\/informnapalm-eilmeldungen\/hacker\/\">Ukrainischen Cyberallianz (UCA)<\/a> beschafft und an die Gemeinschaft InformNapalm zur Analyse \u00fcbergeben. In einem der Briefe von Frolow geht es um die Organisation eines inoffiziellen Treffens des russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin mit dem Direktor von Euronews in den GUS L\u00e4ndern<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Walid_Harfouch\"> Walid Arfusch<\/a>, dessen Bruder Omar Arfusch sowie dem franz\u00f6sischen Milliard\u00e4r und Mediengesch\u00e4ftsmann und\u00a0ehemaligen franz\u00f6sischen Au\u00dfenminister\u00a0<strong>Philippe Douste-Blazy<\/strong>, dem jetzigen stellvertretenden Generalsekret\u00e4r der UNO f\u00fcr innovative Entwicklungsfinanzierung. Aus dem Brief wird klar, dass die Delegation f\u00fcr ein Treffen nach Moskau reiste, das von russischer Seite initiiert und vom Pr\u00e4sidenten der RF best\u00e4tigt wurde. <strong>\u201eDie Delegationsmitglieder Omar und Walid Arfusch sind meine alten Freunde, und momentan arbeiten wir an unserem internationalen Informationsprojekt\u2026\u201c<\/strong> Wir k\u00f6nnen nur vermuten, was genau der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin bei dem Treffen mit dem Direktor von Euronews in den GUS-L\u00e4ndern zum Thema \u201einternationales Informationsprojekt\u201c besprochen hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-34612\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews11.jpg\" alt=\"\" width=\"529\" height=\"233\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span><\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten daran\u00a0erinnern, dass<strong> Walid Arfusch<\/strong> im August 2011 den Posten\u00a0des Vizepr\u00e4sidenten des NTU<em> (Nationales Rundfunkunternehmen der Ukraine)<\/em> besetzte, genau in der Zeit, als das nationale Rundfunkunternehmen eine Vereinbarung\u00a0mit Euronews \u00fcber die Gr\u00fcndung des ukrainischsprachigen Dienstes des Senders abschloss. Im Sommer 2013 <a href=\"http:\/\/korrespondent.net\/business\/mmedia_and_adv\/1570219-pokinuvshij-pervyj-nacionalnyj-valid-arfush-naznachen-rukovoditelem-euronews-po-sng\">verlie\u00df<\/a> Herr Arfusch jedoch das NTU und wurde zum Direktor von Euronews in den GUS-L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Und von August 2007 bis Februar 2010 leitete Herr Arfusch die internationale Abteilung des Pressedienstes des damaligen Pr\u00e4sidentschaftskandidaten (und sp\u00e4teren Pr\u00e4sidenten der Ukraine) Wiktor Janukowytsch. Nach Angaben der englischsprachigen Ausgabe\u00a0<em>Kyiv Post<\/em>\u00a0tauchte\u00a0sein Name im Buch der \u201eschwarzen\u201c Buchhaltung der Partei der Regionen auf.<a href=\"http:\/\/www.lucorg.com\/news.php\/news\/9995\"> Laut Dokumenten<\/a>, die der Redaktion von <em>Kyiv Post<\/em> vorliegen, bekam Arfusch am 17. September 2009 10.000 Dollar f\u00fcr einen Artikel \u00fcber Janukowytsch und am 25. Oktober 2009 weitere 9.530 Dollar f\u00fcr die Organisation eines Besuchs\u00a0eines \u201efranz\u00f6sischen Delegierten\u201c. Auf die Anfrage von <em>Kyiv Post<\/em>, diese Information zu kommentieren, antwortete Herr Arfusch mit einer Absage.<\/p>\n<p>Ein weiteres beunruhigendes f\u00fcr Europa Signal <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/2016\/12\/18\/journalists-unions-accuse-eu-backed-euronews-pandering-oppressive\/\">erklang im M\u00e4rz 2015<\/a>, als der omin\u00f6se ukrainische Magnat <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/titan-schema-der-rohstofflieferungen-an-firtaschs-fabrik-auf-der-krim\/\"><strong>Dmitrij Firtasch<\/strong><\/a> zum neuen Sponsor des ukrainischen Dienstes von Euronews wurde. In Europa erinnert man sich an Firtasch als einen Verb\u00fcndeten des prorussischen Ex-Pr\u00e4sidenten der Ukraine Wiktor Janukowytsch, der nach Russland geflohen war. 2015 wurde Firtasch auf eine Anfrage der USA im Zusammenhang\u00a0mit Beschuldigungen wegen\u00a0Bestechungen und Finanzmanipulationen in Wien verhaftet, der Gewahrsam wurde anschlie\u00dfend durch einen Hausarrest und eine Kaution in Rekordh\u00f6he ersetzt. Jedoch erlaubte das \u00f6sterreichische Gericht im Februar 2017 die Auslieferung von Firtasch in die Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Die Ausgabe \u201eEU Observer\u201c <a href=\"https:\/\/euobserver.com\/news\/128098\">kritisierte<\/a>\u00a0eine Vereinbarung von Euronews mit Firtasch scharf und merkte an, dass \u201eder milliardenschwere Gesch\u00e4ftsmann mit Aktivverm\u00f6gen in Bank-, Gas- und Chemiesektoren sehr enge Beziehungen zum Kreml und \u2013 laut den Datenleaks aus den diplomatischen US-Dienstmeldungen\u00a0\u00a0\u2013 zur russischen Mafia hat\u201c.<\/p>\n<p>Euronews unterzeichnete die Vereinbarung\u00a0mit Firtasch (\u00fcber seinen Sender \u201eInter\u201c), nachdem die neue Leitung des ukrainischen nationalen Rundfunkunternehmens NTU im Februar 2015 den Vertrag\u00a0aufgel\u00f6st hatte und angab, das Unternehmen sei nicht mehr im Stande, 5,5 Millionen Euro im Jahr zu zahlen. Dies ist die Summe f\u00fcr eine Ein-Jahres-Lizenz der ukrainischsprachigen Abteilung, die im Vertrag\u00a0festgehalten wurde, der zwischen der ehemaligen Leitung der NTU (<a href=\"https:\/\/euobserver.com\/news\/128098\">Benkendorf und Arfusch<\/a>) und Euronews unterzeichnet worden war. Au\u00dferdem hatte die NTU eine Verschuldung in H\u00f6he von 10,8 Millionen Euro gegen\u00fcber dem europ\u00e4ischen Partner <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/ru\/\u0441\u0443\u0434\u044c\u0431\u0430-\u0443\u043a\u0440\u0430\u0438\u043d\u0441\u043a\u043e\u0433\u043e-euronews-\u0437\u0430-\u0438\u043d\u0444\u043e\u0440\u043c\u0430\u0446\u0438\u0435\u0439-\u0432-\u043a\u043e\u043d\u0446\u0435-\u0433\u043e\u0434\u0430\/a-19385669\">angeh\u00e4uft<\/a>.<\/p>\n<p>Das Europ\u00e4ische Parlament \u00e4u\u00dferte seine Emp\u00f6rung dar\u00fcber, dass die ukrainische Version von Euronews von Firtasch finanziert wurde, der f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung des ehemaligen Pr\u00e4sidenten der Ukraine Wiktor Janukowytsch und seine Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit Russland bekannt ist. 2015 <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/RegData\/etudes\/BRIE\/2015\/559471\/EPRS_BRI%282015%29559471_EN.pdf\">ver\u00f6ffentlichte<\/a> das Europ\u00e4ische Parlament einen Bericht \u00fcber russische Manipulationen in der Berichterstattung \u00fcber die Ukraine. In den Dokumenten lautet die Frage: \u201eWer beeinflusst Euronews?\u201c. \u201eAlle gro\u00dfen europ\u00e4ischen Medien sind unter Druck wegen Finanzierungsk\u00fcrzungen oder \u2013 wie im Falle des von der Europ\u00e4ischen Union subventionierten Euronews \u2013 wegen Beziehungen zu prorussischen Gesch\u00e4ftsinteressen\u201c, steht\u00a0im Bericht. Die Autoren f\u00fcgen hinzu, dass \u201eBef\u00fcrchtungen bez\u00fcglich der redaktionellen Unabh\u00e4ngigkeit oder ihrer vermutlichen Abwesenheit bei Euronews st\u00e4ndig wachsen\u201c.<\/p>\n<p>Laut dem Bericht des Europaparlaments\u00a0<strong>\u201ewurde Information zum Schl\u00fcsselfaktor in der Ukrainischen Krise, manche Analysten reden sogar von einem Informationskrieg, den Russland f\u00fchrt\u201c<\/strong>. Und weiter: \u201eNur einige Wochen vor der Unterzeichnung des Vertrags\u00a0sendete Euronews <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2015\/02\/27\/no-reform-no-reconstruction-oligarch-firtashs-grim-view-of-post-yanukovich\">ein Interview mit Firtasch<\/a>, das gegen\u00fcber dem Oligarchen sehr wohlwollend war. Das praktische Nichtvorhandensein von scharfen Fragen erlaubte Firtasch, seine politischen Ansichten zu \u00e4u\u00dfern, die nach Meinung von Spezialisten so klangen, als w\u00e4ren sie vom Pr\u00e4sidenten Russlands Wladimir Putin abgesegnet worden\u201c.<\/p>\n<p>Und vor diesem\u00a0Hintergrund <a href=\"http:\/\/detector.media\/withoutsection\/article\/121315\/2016-12-09-govorit-i-pokazue-moskva-yak-znishchuyut-ukrainsku-sluzhbu-euronews\/\">schlie\u00dft<\/a> Euronews die ukrainische Redaktion inmitten des anhaltenden russisch-ukrainischen Konflikts, w\u00e4hrend der russische Dienst des Senders auf Sendung bleibt. Eine gro\u00dfe Gruppe der Journalisten<a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/section\/europe-s-east\/news\/row-over-moscow-blocking-ukrainian-journalists-at-euronews\/\"> schickte<\/a>\u00a0eine Petition \u00fcber das Schicksal des ukrainischen Dienstes an\u00a0die Leitung von Euronews. Das Dokument wurde von Journalisten unterschrieben, die fast alle Sprachredaktionen vertreten. Sie \u00e4u\u00dfern ihren Missmut dar\u00fcber, dass die Leitung des Senders ihrer Meinung nach keine Versuche unternahm, einen potentiellen neuen Investor f\u00fcr den Erhalt der ukrainischen Redaktion zu finden.<\/p>\n<p>Im Februar <a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/02\/Euronews-employees-letter-to-Ansip.pdf\">schrieben<\/a> die Journalisten von Euronews einen offenen Brief an den Vizepr\u00e4sidenten der Europ\u00e4ischen Kommission in Fragen des digitalen Binnenmarktes Andrus Ansip und richteten seine Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen, mit denen das Unternehmen sich auseinandersetzen muss. Die Mitarbeiter seien aufgrund von K\u00fcndigungen und angesichts der Schw\u00e4che des Redaktionsprojektes beunruhigt. Die Europ\u00e4ische Kommission versprach, das Problem Euronews \u201eernsthaft zu betrachten\u201c. Ansip<a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/02\/Letter-by-Ansip-to-Euronews-employees.pdf\"> best\u00e4tigte<\/a> in seinem Antwortbrief, dass er damit \u201ev\u00f6llig einverstanden\u201c sei, dass Europa seine Sendestimme beibehalten und seine Werte verteidigen sollte. Wir m\u00f6chten daran erinnern, dass die Europ\u00e4ische Union im M\u00e4rz 2015 sich dazu entschlossen hat, Ma\u00dfnahmen zur Gegenwirkung zum neuen Propagandakrieg mit Russland zu ergreifen.<\/p>\n<p><strong>Zum Schluss m\u00f6chten wir erneut betonen, dass Russland ein gr\u00f6\u00dftenteils von der EU finanziertes Unternehmen frei nutzt, um seine eigenen Ansichten zu verbreiten, die des \u00d6fteren pure\u00a0Propaganda darstellen.<\/strong> Zur gleichen Zeit verliert die Ukraine ihre Stimme in Europa. Angesichts dieser dramatischen Situation reagierte die Europ\u00e4ische Kommission lasch: Den Funktion\u00e4ren in Br\u00fcssel mangelt es an Entschlossenheit, ihnen fehlt ein System f\u00fcr eine schnelle Beschlussfassung. Die voreingenommenen Berichte von Euronews best\u00e4tigen ein weiteres\u00a0Mal, dass die Zuschauer bei der Wahl ihrer Informationsquellen sehr vorsichtig sein sollten und alle Fakten, die ihnen verd\u00e4chtig vorkommen, sowie alle Themen, die politisch beeinflusst werden k\u00f6nnten, zus\u00e4tzlich \u00fcberpr\u00fcfen sollten.<\/p>\n<p>Um sich eine eigene, gut bedachte Meinung zu den Hauptereignissen und geopolitischen Problemen bilden zu k\u00f6nnen, muss der Zuschauer glaubw\u00fcrdige Informationen erhalten. Jedoch bedarf Informiertheit gr\u00f6\u00dfere Anstrengungen in der heutigen Welt der posttruth, Fake-News und der Propaganda seitens aggressiver Staaten.<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong><em>Autor: Alex Bosk<\/em><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/InformNapalm_logo_05.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-34613\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"\" width=\"132\" height=\"58\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"page-content content\">\n<p><em>Dieses Material wurde exklusiv f\u00fcr\u00a0<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/34580-kak-moskva-rasprostranyaet-svoyu-propagandu-cherez-telekanal-so-sponsorstvom-evrosoyuza\/\">InformNapalm<\/a>\u00a0vorbereitet; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/vovan.che\">Volodymyr Cernenko<\/a>; editiert von\u00a0<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a>\/<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/khwalter\">Klaus H. Walter<\/a>.\u00a0Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.<\/em><\/p>\n<p><em>(Creative Commons \u2014 Attribution 4.0 International \u2014\u00a0<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\">CC BY 4.0<\/a>\u00a0)<\/em><\/p>\n<p><em>Wir rufen unsere Leser dazu auf, unsere Publikationen aktiver in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Das Verbreiten der Untersuchungen in der \u00d6ffentlichkeit kann den Verlauf von Informationskampagnen und Kampfhandlungen tats\u00e4chlich brechen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Besuchen Sie uns beim Facebook:<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/informnapalmdeutsch\/\">\u00a0InformNapalmDeutsch<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Titelbild: Der Leiter von Euronews in GUS-L\u00e4ndern Walid Arfusch leitete ehemals den internationalen Pressedienst von Wiktor Janukowitsch&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":23797,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[98,707,228,1],"tags":[1267,73,190,232,12],"class_list":["post-23787","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-gesellschaft","category-informnapalm-eilmeldungen","category-beweise","tag-euronews","tag-europa","tag-informationskrieg","tag-kremlpropaganda","tag-russland"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - 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Eine\u00a0zentrale Stelle in der russischen propagandistischen Medienmaschine nimmt der Sender RT ein, und wenige Monate vor den f\u00fcr die EU wichtigsten Pr\u00e4sidentschaftswahlen in Frankreich begann dieser mit der Ausstrahlung auch in franz\u00f6sischer Sprache. Moskau finanziert nicht nur seine propagandistischen Sender, sondern unterst\u00fctzt unter anderem \u2013 auch finanziell \u2013 eine ganze Reihe von rechten und linken Parteien sowie verschiedene Bewegungen von Euroskeptikern in Europa. Es ist kein Wunder, dass die Anf\u00fchrer dieser Parteien \u2013 Politiker aus verschiedenen L\u00e4ndern \u2013 bei ihren Auftritten unerm\u00fcdlich die der Kremlpropaganda entnommenen geopolitischen Thesen und Formulierungen wiederholen.\r\n\r\nWir haben eine kurze Analyse von einigen ziemlich seltsamen<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Euronews\"> Euronews<\/a>-Berichten vorbereitet - dem mehrsprachigen europ\u00e4ischen Nachrichtensender, zu deren Aktion\u00e4ren auch Russland geh\u00f6rt (durch den nationalen Sender WGTRK). Und mitunter unterscheiden sich die Berichte von Euronews kaum von denen, die die Schrittmacher der Kremlpropaganda \u201ePerwy kanal\u201c und \u201eSwesda\u201c ausstrahlen.\r\n\r\nDieser europ\u00e4ische Sender wurde schon\u00a0wegen parteiischer Berichtserstattung und Loyalit\u00e4t zu Moskaus Politik\u00a0zum Objekt von journalistischen\u00a0Untersuchungen. 2014 f\u00fchrte der \u201eObosrewatel\u201c-Verlag eine vergleichende Analyse der Berichte von Euronews in der englischen, russischen und ukrainischen Sprache durch und <a href=\"https:\/\/www.obozrevatel.com\/author-column\/05946-kak-euronews-podyigryivaet-kremlyu.htm\">kam zu dem Schluss<\/a>, dass die russische Redaktion des Senders sich auf den Kreml eingestimmt hat. Vor kurzem\u00a0wurde dieses europ\u00e4ische Nachrichtenmedium f\u00fcr seine \u201eantiukrainische Darstellung der Geschichte von \u201eGiwi\u201c\u201c <a href=\"https:\/\/www.obozrevatel.com\/crime\/68513-pohoronyi-givi-inostrannoe-tv-oskandalilos-s-antiukrainskoj-podachej-syuzheta.htm\">aufs Sch\u00e4rfste kritisiert<\/a>.\r\n\r\nDie Zuschauer von Euronews wurden mit einem Bericht \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2017\/02\/10\/ukraine-well-wishers-pay-tribute-to-slain-rebel-leader-givi\">die Beerdigung von \u201eGiwi\u201c<\/a> schockiert, einem Bandenf\u00fchrer der prorussischen S\u00f6ldnern in Donezk. Fragw\u00fcrdig war schon allein\u00a0die Entscheidung der Redaktion, das Begr\u00e4bnis des ber\u00fcchtigten Anf\u00fchrers der IBF \u201eSomali\u201c zu \u00fcbertragen, obwohl er auf der\u00a0Sanktionsliste der EU stand. Denn Euronews ist ein internationaler Nachrichtensender mit europ\u00e4ischer Sichtweise und es ist nicht nur ungew\u00f6hnlich sondern sogar verd\u00e4chtig, wenn ein solcher Bericht von so\u00a0einem Sender \u00fcbertragen wird. Top-Medien berichten in der Regel \u00fcber Begr\u00e4bniszeremonien von Regierungs- und Staatschefs, legend\u00e4ren Sportlern oder Stars aus dem Show-Business. Sie beleuchten aber so gut wie nie Beerdigungen von Anf\u00fchrern illegaler Bandenformationen.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews1.jpg\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-34601\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews1.jpg\" alt=\"\" width=\"925\" height=\"675\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span>\r\n\r\nDieser\u00a0Eindruck wurde jedoch durch Interviews in dieser Geschichte noch weiter verschlechtert. Eine \u201eVerehrerin der DVR\u201c (solche Personen entpuppen sich oft als von den russischen Medien angeheuerte Schauspielerinnen) wiederholte unerm\u00fcdlich propagandistische Parolen \u00fcber \u201eFaschisten in der Ukraine\u201c, obwohl solche Behauptungen schon unz\u00e4hlige Male widerlegt wurden. Wie passt solche Berichterstattung mit den grundlegenden Prinzipien des unabh\u00e4ngigen Journalismus zusammen? Oder kann\u00a0es vielleicht sein, dass Journalisten bei Euronews derma\u00dfen voreingenommene Berichte deswegen vorbereiten, weil sie von der russischen Regierung gar nicht unabh\u00e4ngig sind?\r\n\r\nSo berichtet die englischsprachige Redaktion des Senders \u00fcber die bei der Beerdigung anwesenden \u201eVerehrer und Bef\u00fcrworter\u201c, erw\u00e4hnt aber mit keinem Wort, dass \u201eGiwi\u201c f\u00fcr die ukrainische Regierung ein Terrorist ist. Euronews erz\u00e4hlt \u00fcber \u201eAufst\u00e4ndische\u201c, die den \u201eKampf um Donezker Flughafen\u201c gewonnen haben, vergisst aber die des \u00d6fteren bewiesene direkte milit\u00e4rische Intervention Russlands. Wenigstens f\u00fcgt die englischsprachige Redaktion hinzu, dass \u201eDVR\u201c eine \u201eselbsternannte\u201c Republik ist, sonst w\u00e4re\u00a0der Bericht noch tendenzi\u00f6ser.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews2.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-34603\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews2.jpg\" alt=\"\" width=\"530\" height=\"434\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span>\r\n\r\nWirklich tendenzi\u00f6s ist aber\u00a0<a href=\"http:\/\/ru.euronews.com\/2017\/02\/10\/ukraine-well-wishers-pay-tribute-to-slain-rebel-leader-givi\">die Darstellung derselben Geschichte<\/a> durch die russische Redaktion des Senders. Dort werden die \u201eprorussischen Aufst\u00e4ndischen\u201c zur \u201eVolkswehr\u201c \u2013 diesen Begriff hat die Kremlpropaganda eingef\u00fchrt und weit verbreitet. Dieses Wort hat eine positive Konnotation und steht f\u00fcr \u201eFreiwilligenverb\u00e4nde, die der Armee bei der Abwehr der Invasion von\u00a0Aggressoren helfen\u201c. Aber welcher Armee helfen sie? Offensichtlich nicht der ukrainischen, sondern eher der russischen. Der russische Journalist von Euronews vergisst zu erw\u00e4hnen, dass die \u201eDVR\u201c eine nicht anerkannte, selbsternannte Pseudorepublik ist. Und wie k\u00f6nnte der Korrespondent\u00a0\u00fcberhaupt die Wahrheit \u00fcber diese von Russland gebildete und finanzierte Formation berichten? Der Autor des Berichts erw\u00e4hnt auch nicht, dass die ukrainische Regierung \u201eGiwi\u201c f\u00fcr einen Terroristen hielt, vergisst aber nicht, die Erkl\u00e4rung der sogenannter Regierung der \u201eDVR\u201c zu zitieren, dass Michail Tolstych bei einem \u201eTerroranschlag\u201c ermordet worden sei.\r\n\r\nDer Berichterstatter von Euronews spricht vom \u201eS\u00fcdosten der Ukraine\u201c - derselbe Begriff wird auch von der Kremlpropaganda verwendet. Moskau zweifelt die territoriale Integrit\u00e4t der Ukraine an und erweckt\u00a0den Anschein, als w\u00fcrde es die Unterst\u00fctzung der Regionen im Osten und S\u00fcden des Landes genie\u00dfen, obwohl der Krieg nur in einem kleinen Teil des Donbas gef\u00fchrt wird.\r\n\r\nIn der ukrainischen Fassung wurde diese Geschichte selbstverst\u00e4ndlich ganz anders dargestellt. Jedoch achtet die Leitung des Senders auf derma\u00dfen unterschiedliche Lesarten anscheinend nicht.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews3.jpg\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-34604\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews3.jpg\" alt=\"\" width=\"933\" height=\"757\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span>\r\n\r\nGehen wir zu einer anderen Geschichte \u00fcber, um zu sehen, wie der Sender Euronews den russischen Standpunkt zu Trump als US-Pr\u00e4sident\u00a0<a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2017\/01\/12\/russian-figures-claim-trump-scandal-an-obama-ruse-to-scupper-better-relations\">vertritt<\/a>. Die Reporterin Galina Polonskaja w\u00e4hlte f\u00fcr die Rolle des Experten Leonid Sluzkij aus, einen Mitglied\u00a0der ultranationalistischen Partei LDPR. Wir m\u00f6chten anmerken, dass Leonid Sluzkij zusammen mit anderen russischen Politikern bereits in die allererste Sanktionsliste der EU f\u00fcr die Annexion der ukrainischen Krim <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2014\/mar\/17\/us-sanctions-russian-ukrainian-targets\">aufgenommen worden war<\/a>. Die EU vermerkte, dass der Vorsitzende des Duma-Ausschusses\u00a0f\u00fcr Fragen der GUS-L\u00e4nder, der eurasischen Integration und Beziehungen mit der \u00d6ffentlichkeit, Leonid Sluzkij, zu den aktivsten Bef\u00fcrwortern der Annexion der Krim geh\u00f6rte. Er nutzt die Sendezeit aus und l\u00e4sst sich die M\u00f6glichkeit, Barack Obama zu kritisieren, nicht entgehen.\r\n\r\nEin weiterer\u00a0Experte, ein Redakteur der englischsprachigen Ausgabe\u00a0\u201eRussland in der Globalpolitik\u201c und Vorsitzender des au\u00dferparlamentarischen Rates f\u00fcr Au\u00dfen- und Verteidigungspolitik, Fjodor Lukjanow, erz\u00e4hlt \u00fcber irgendwelche Verschw\u00f6rungen gegen Donald Trump und beschreibt ihn \u2013 wie Putin auch - nur positiv. H\u00e4tten Sie erwartet, eine Gegenmeinung im Bericht zu h\u00f6ren? Wir m\u00fcssen Sie entt\u00e4uschen. Am Ende des Berichts, im Standup-Teil, erz\u00e4hlt der Journalist \u00fcber Donald Trump und bezieht sich dabei auf den Pressesprecher von Wladimir Putin. Warum auch nicht? Was k\u00f6nnte man wohl noch im Fernsehen berichten?\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews4.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-34605\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews4.jpg\" alt=\"\" width=\"528\" height=\"417\" \/><\/a>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews5.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-34606\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews5.jpg\" alt=\"\" width=\"529\" height=\"413\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span>\r\n\r\nIn einem Bericht zu einem anderen Thema w\u00e4hlt sich dieselbe Polonskaja eine weitere omin\u00f6se Person f\u00fcr ein Interview aus. Sergej Schelesnjak, stellvertretender Generalsekret\u00e4r des Rates der Partei Putins,<a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2017\/01\/14\/trump-team-confirms-advisor-s-call-with-russian-envoy\"> erz\u00e4hlt<\/a> den Zuschauern von Euronews \u00fcber die \u201eErwartungen Russlands an die\u00a0Pr\u00e4sidentschaft Trumps\u201c. \u201eVersuche,\u00a0Trumps Vorgehen zu l\u00e4hmen, w\u00e4ren katastrophal\u201c, behauptet Schelesnjak. Aber warten Sie mal, er ist doch auch<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/List_of_individuals_sanctioned_during_the_Ukrainian_crisis\">\u00a0auf der Sanktionsliste<\/a>! Es ist tats\u00e4chlich schwer, einen Politiker in der Umgebung von Putin zu finden, der nicht unter Sanktionen stehen w\u00fcrde. Und das alles trotz der Tatsache, dass Schelesnjak schon einmal bei der Verbreitung seiner ukrainophoben \u00c4u\u00dferungen mit gef\u00e4lschten Informationen <a href=\"http:\/\/www.stopfake.org\/en\/fake-russia-sanctions-running-ukrainian-economy-into-the-ground\/\">erwischt wurde<\/a>. Im Standup-Teil best\u00e4tigt der Korrespondent, dass \u201eMoskau bereit ist, Trump mehr Zeit f\u00fcr die L\u00f6sung seiner Probleme zu geben\u201c. Als w\u00fcrde jemand daran zweifeln.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews6.jpg\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-34607\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews6.jpg\" alt=\"\" width=\"915\" height=\"721\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span>\r\n\r\nDie Sonderkorrespondentin von Euronews erregte\u00a0unsere Aufmerksamkeit und wir fanden\u00a0mit der Schnellsuche ihre Berichte \u00fcber die russische Innenpolitik. So hat Polonskaja den Zuschauern erz\u00e4hlt, die Regierende Partei \u201eEiniges Russland\u201c habe die Wahlen in der RF \u00fcberzeugend <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2016\/09\/19\/russia-elections\">gewonnen<\/a>. Man wartet hier vergeblich auf Kritik an Putin, Informationen \u00fcber Wahlmanipulationen oder die Erw\u00e4hnung von inhaftierten oder ermordeten Oppositionsf\u00fchrern. Im Bericht wurde nur der Sieg des \u201eEinigen Russlands\u201c gefeiert.\r\n\r\nGalina Polonskaja schlie\u00dft die Geschichte mit einem aufschlussreichen Fazit\u00a0ab: \u201eDer Hauptkampf wird momentan von Pr\u00e4tendenten auf Silber und Bronze ausgetragen\u201c. Haben Sie sich bei den russischen Wahlen schon einen fairen Konkurrenzkampf mit Aussicht auf Silber- und Bronzemedaillen vorgestellt? Und f\u00fcr Euronews ist das durchaus realistisch. Die russische Fassung dieser Geschichte unterscheidet sich kaum von Berichten des russischen \u201ePerwy Kanal\u201c. Schon in der \u00dcberschrift wird dort Putin zitiert: die Russen h\u00e4tten \u201eStabilit\u00e4t gew\u00e4hlt\u201c. Und auch wenn die russischen Zuschauer die Objektivit\u00e4t ihrer Sender anzweifeln und auf einen europ\u00e4ischen umschalten w\u00fcrden, h\u00e4tten sie dort <a href=\"http:\/\/ru.euronews.com\/2016\/09\/19\/russia-elections\">dasselbe geh\u00f6rt<\/a>.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews7.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-34608\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews7.jpg\" alt=\"\" width=\"529\" height=\"411\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span>\r\n\r\nEs wird jedoch noch schlimmer mit der Berichterstattung von Euronews: Beispielsweise in einem Bericht ganz im Stil des Senders \u201eSwesda\u201c (ein Fernsehsender des Verteidigungsministeriums RF). Ein weiterer Sonderkorrespondent, Denis Loktew, besuchte den Milit\u00e4rflugplatz Hmeimim in der N\u00e4he von Latakia in Syrien, der von russischen Bombern f\u00fcr die Luftangriffe auf das syrische Territorium benutzt wird. Der Reporter von Euronews <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2015\/11\/12\/latakia-airbase-the-hub-of-russia-s-syrian-bombing-campaign\">behauptet<\/a>, dass russische Milit\u00e4rflugzeuge \u201eObjekte der terroristischen Infrastruktur\u201c zerst\u00f6rt h\u00e4tten. Im Bericht geht es darum, dass russische Piloten \u201eTerroristen\u201c und \u201eIslamisten\u201c bombardiert h\u00e4tten, es werden aber mit keinem Wort die Zivilisten und Kinder erw\u00e4hnt, die infolge dieser Luftangriffe ums Leben gekommen sind.\r\n\r\nAuf die gleiche Art pr\u00e4sentiert der Sender \u201eSwesda\u201c seine Berichte. Das Interview mit dem russischen Generalmajor Igor Konaschenko liefert den professionellen milit\u00e4rischen Standpunkt. Der Sonderkorrespondent Loktew schlie\u00dft den Bericht so\u00a0ab, dass keine Zweifel mehr bleiben: \u201eDie russische Heeresf\u00fchrung teilt mit, dass Bombenflugzeuge ihre Ziele so lange angreifen werden, wie es n\u00f6tig ist\u201c. Der europ\u00e4ische Nachrichtensender versichert seinen Zuschauern in Russland und der ganzen Welt, dass Moskau in Syrien nur Stellungen der Terroristen bombardiert und die Milit\u00e4roperation reibungslos abl\u00e4uft. Jedoch wirft diese Behauptung gro\u00dfe Zweifel auf und widerspricht mehreren Fakten, \u00fcber die in den westlichen Medien schon berichtet wurde.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews8.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-34609\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews8.jpg\" alt=\"\" width=\"571\" height=\"450\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span>\r\n\r\nWenn Sie sich die Rubrik \u201eKein Kommentar\u201c beim\u00a0Sender Euronews nicht regelm\u00e4\u00dfig anschauen, haben Sie vermutlich <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2017\/02\/10\/russian-warships-welcomed-home-after-syria-mission\">dieses Video<\/a> verpasst, das russische Seeleute verherrlicht, die aus Syrien nach Hause zur\u00fcckkehren \u2013 dort haben sie an Kampfhandlungen teilgenommen, bei denen\u00a0Zivilisten ums Leben gekommen sind.\r\n\r\nNicht alle Berichte von Euronews sind jedoch mit Kremlpropaganda infiziert. Bei der Berichterstattung \u00fcber die letztmalige Eskalation der Kampfhandlungen im ukrainischen Awdijiwka (Donezker Gebiet) konnte man verschiedene Ans\u00e4tze <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2017\/02\/01\/avdiivka-evacuations-begin-amid-a-flare-up-in-fighting-in-east-ukraine\">beobachten<\/a>:\r\n\r\nIn einem der Berichte zeigte der Reporter die Zerst\u00f6rungen und die Evakuierung der Einwohner, die ohne Strom und Heizung geblieben sind, erw\u00e4hnt aber nicht, dass Awdijiwka sich unter der Kontrolle der ukrainischen Regierung befindet. Er verschweigt auch, dass die Zerst\u00f6rungen durch russische Raketen verursacht wurden, die die\u00a0von Russland unterst\u00fctzten und finanzierten illegalen Bandenformationen abgefeuert hatten. Obwohl die ukrainische Flagge im Video schwer zu \u00fcbersehen ist, erz\u00e4hlt der Reporter, dass \u201eKiew und prorussische Rebellen sich gegenseitig wegen des\u00a0Vorsto\u00dfes auf Awdijiwka beschuldigen\u201c. Aber wie k\u00f6nnte ukrainische Armee auf Awdijiwka vorsto\u00dfen, wenn sie die Stadt schon<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/awdijiwka-und-die-deutsche-berichterstattung-ueber-den-umgang-mit-der-ukraine-in-den-deutschen-medien\/\"> l\u00e4ngst unter ihrer Kontrolle hat<\/a>?\r\n\r\nIn einer anderen Geschichte \u00fcber die Eskalation der K\u00e4mpfe wird immerhin die Erkl\u00e4rung des Verteidigungsministeriums der Ukraine<a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2017\/01\/30\/fighting-in-east-ukraine-surges\"> zitiert<\/a>, dass \u201erussische Okkupationskr\u00e4fte die frontnahe Stadt Awdijiwka beschossen\u201c.\r\n\r\nEs ist also nicht schwer zu merken, dass Euronews unter dem Motto \u201eAlle Sichtweisen\u201c Geschichten \u00fcbertr\u00e4gt, die den Standpunkt von Moskau repr\u00e4sentieren, darunter auch die reinste Propaganda oder sogenannte <em>posttruth<\/em>.\r\n\r\nDas w\u00e4re nicht derma\u00dfen verwerflich, wenn Euronews keine Finanzierung von der EU bekommen w\u00fcrde. Vor kurzem hat die Europ\u00e4ische Kommission eine Vereinbarung \u00fcber die Verl\u00e4ngerung der Finanzierung von Euronews f\u00fcr weitere vier Jahre <a href=\"http:\/\/www.reuters.com\/article\/us-euronews-comcast-nbcuniversal-idUSKBN15T30F\">unterzeichnet<\/a>. Laut dem Vertrag wird der Sender f\u00fcr das Jahr 2017 insgesamt 24 Millionen Euro bekommen. In 2016 teilte die Europ\u00e4ische Kommission nach ihrer eigenen Einsch\u00e4tzung dem Sender Euronews etwa 24,7 Millionen Euro zu, diese Gelder wurden f\u00fcr die Finanzierung der Sprachenredaktionen und die Beleuchtung\u00a0europ\u00e4ischer Angelegenheiten\u00a0und EU-Initiativen verwendet. Im Bezug auf die Subventionierung durch die Europ\u00e4ische Union ist Euronews auf dem ersten Platz unter allen Medien: 240 Millionen Euro seit der Entstehung des Senders in 1992. Die Europ\u00e4ische Kommission erwartet, dass Euronews seinerseits \u201edie Unantastbarkeit der redaktionellen Unabh\u00e4ngigkeit beibeh\u00e4lt und die Mission der Beleuchtung\u00a0europ\u00e4ischer Interessen fortsetzt\u201c.\r\n\r\nMan muss aber anmerken, dass Euronews erst vor kurzem zu einem Privatunternehmen wurde. Sein Inhaber \u2013 der \u00e4gyptische Oligarch Naguib Sawiris hat 2015 \u00fcber\u00a0sein Medienunternehmen Media Globe Networks das Kontrollpaket (53% der Aktien) aufgekauft. Dies fand kurz nach dem Besuch\u00a0des Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin in\u00a0\u00c4gypten statt. Der Vertragsabschluss rief damals<a href=\"http:\/\/www.politico.eu\/article\/tycoon-takeover-euronews-funding-meps-commission-egypt-naguib-sawiris\/\"> eine\u00a0Polemik<\/a> \u00fcber die Aufrechterhaltung\u00a0der unabh\u00e4ngigen Redaktionspolitik von Euronews in der Zukunft hervor. Die restlichen 47% der Aktien geh\u00f6ren seinen historischen Aktion\u00e4ren \u2013 21 \u00f6ffentlichen\u00a0TV-Unternehmen und drei regionalen Regierungsorganen. Bis 2015 z\u00e4hlte das russische staatliche TV-Unternehmen WGTRK mit 16,9% der Aktien zu den gr\u00f6\u00dften Aktion\u00e4ren.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_34610\" align=\"aligncenter\" width=\"541\"]<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews9.jpg\"><img class=\"wp-image-34610 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews9.jpg\" width=\"541\" height=\"356\" \/><\/a> Foto: Der neue Inhaber von Euronews preist Putin auf Twitter f\u00fcr die Einmischung Moskaus in den Syrienkrieg hoch.[\/caption]\r\n\r\nNaguib Sawiris <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/media\/2015\/feb\/27\/euronews-investor-naguib-sawiris-we-will-resist-state-interference\">behauptet<\/a>, dass Euronews dem Druck seitens europ\u00e4ischer Politiker entgegentreten sollte, wenn sie westliche Medien dazu aufrufen, zum Gegengewicht der Kremlpropaganda zu werden, berichtet die britische Ausgabe<em>\u00a0The Guardian<\/em>. Die europ\u00e4ische Ausgabe\u00a0<em>EurActive<\/em> <a href=\"https:\/\/reuniting-europe.blogactiv.eu\/2015\/03\/13\/euronews-becomes-the-voice-of-russia\/\">ver\u00f6ffentlichte<\/a> einen beunruhigenden Artikel, in dem der Autor anmerkt: <strong>\u201eEs gibt ernsthafte\u00a0Gr\u00fcnde anzunehmen, dass Euronews, der von Millionen Menschen auf der Welt als der Sender der EU wahrgenommen wird, zur Stimme von Moskau wird\u201c.<\/strong> Ein nicht genannter Journalist von Euronews erz\u00e4hlte EurActiv, dass man bei dem Sender versucht, offensichtlich kritische Berichte \u00fcber die \u201edraufg\u00e4ngerische Au\u00dfenpolitik Russlands\u201c in Bezug auf seine Nachbarn und die Europ\u00e4ische Union <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/2016\/12\/18\/journalists-unions-accuse-eu-backed-euronews-pandering-oppressive\/\">zu vermeiden.<\/a>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews10.jpg\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-34611\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews10.jpg\" alt=\"\" width=\"655\" height=\"674\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span>\r\n\r\nEs bleiben also keine Zweifel daran, dass der Kreml tats\u00e4chlich seinen Einfluss auf Euronews beizubehalten versucht. Eine Best\u00e4tigung daf\u00fcr wurde auch in den\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?s=Frolovleaks\">FrolovLeaks <\/a><\/strong>gefunden, in den Daten aus der E-Mail-Korrespondenz\u00a0des russischen Politikers Kirill Frolow, des stellvertretenden Direktors des Instituts der GUS-L\u00e4nder. Diese Daten wurden von Hacktivisten der <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/category\/informnapalm-eilmeldungen\/hacker\/\">Ukrainischen Cyberallianz (UCA)<\/a> beschafft und an die Gemeinschaft InformNapalm zur Analyse \u00fcbergeben. In einem der Briefe von Frolow geht es um die Organisation eines inoffiziellen Treffens des russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin mit dem Direktor von Euronews in den GUS L\u00e4ndern<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Walid_Harfouch\"> Walid Arfusch<\/a>, dessen Bruder Omar Arfusch sowie dem franz\u00f6sischen Milliard\u00e4r und Mediengesch\u00e4ftsmann und\u00a0ehemaligen franz\u00f6sischen Au\u00dfenminister\u00a0<strong>Philippe Douste-Blazy<\/strong>, dem jetzigen stellvertretenden Generalsekret\u00e4r der UNO f\u00fcr innovative Entwicklungsfinanzierung. Aus dem Brief wird klar, dass die Delegation f\u00fcr ein Treffen nach Moskau reiste, das von russischer Seite initiiert und vom Pr\u00e4sidenten der RF best\u00e4tigt wurde. <strong>\u201eDie Delegationsmitglieder Omar und Walid Arfusch sind meine alten Freunde, und momentan arbeiten wir an unserem internationalen Informationsprojekt\u2026\u201c<\/strong> Wir k\u00f6nnen nur vermuten, was genau der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin bei dem Treffen mit dem Direktor von Euronews in den GUS-L\u00e4ndern zum Thema \u201einternationales Informationsprojekt\u201c besprochen hat.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews11.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-34612\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/euronews11.jpg\" alt=\"\" width=\"529\" height=\"233\" \/><\/a><span id=\"result_box\" class=\"\" lang=\"ru\"><\/span>\r\n\r\nWir m\u00f6chten daran\u00a0erinnern, dass<strong> Walid Arfusch<\/strong> im August 2011 den Posten\u00a0des Vizepr\u00e4sidenten des NTU<em> (Nationales Rundfunkunternehmen der Ukraine)<\/em> besetzte, genau in der Zeit, als das nationale Rundfunkunternehmen eine Vereinbarung\u00a0mit Euronews \u00fcber die Gr\u00fcndung des ukrainischsprachigen Dienstes des Senders abschloss. Im Sommer 2013 <a href=\"http:\/\/korrespondent.net\/business\/mmedia_and_adv\/1570219-pokinuvshij-pervyj-nacionalnyj-valid-arfush-naznachen-rukovoditelem-euronews-po-sng\">verlie\u00df<\/a> Herr Arfusch jedoch das NTU und wurde zum Direktor von Euronews in den GUS-L\u00e4ndern.\r\n\r\nUnd von August 2007 bis Februar 2010 leitete Herr Arfusch die internationale Abteilung des Pressedienstes des damaligen Pr\u00e4sidentschaftskandidaten (und sp\u00e4teren Pr\u00e4sidenten der Ukraine) Wiktor Janukowytsch. Nach Angaben der englischsprachigen Ausgabe\u00a0<em>Kyiv Post<\/em>\u00a0tauchte\u00a0sein Name im Buch der \u201eschwarzen\u201c Buchhaltung der Partei der Regionen auf.<a href=\"http:\/\/www.lucorg.com\/news.php\/news\/9995\"> Laut Dokumenten<\/a>, die der Redaktion von <em>Kyiv Post<\/em> vorliegen, bekam Arfusch am 17. September 2009 10.000 Dollar f\u00fcr einen Artikel \u00fcber Janukowytsch und am 25. Oktober 2009 weitere 9.530 Dollar f\u00fcr die Organisation eines Besuchs\u00a0eines \u201efranz\u00f6sischen Delegierten\u201c. Auf die Anfrage von <em>Kyiv Post<\/em>, diese Information zu kommentieren, antwortete Herr Arfusch mit einer Absage.\r\n\r\nEin weiteres beunruhigendes f\u00fcr Europa Signal <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/2016\/12\/18\/journalists-unions-accuse-eu-backed-euronews-pandering-oppressive\/\">erklang im M\u00e4rz 2015<\/a>, als der omin\u00f6se ukrainische Magnat <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/titan-schema-der-rohstofflieferungen-an-firtaschs-fabrik-auf-der-krim\/\"><strong>Dmitrij Firtasch<\/strong><\/a> zum neuen Sponsor des ukrainischen Dienstes von Euronews wurde. In Europa erinnert man sich an Firtasch als einen Verb\u00fcndeten des prorussischen Ex-Pr\u00e4sidenten der Ukraine Wiktor Janukowytsch, der nach Russland geflohen war. 2015 wurde Firtasch auf eine Anfrage der USA im Zusammenhang\u00a0mit Beschuldigungen wegen\u00a0Bestechungen und Finanzmanipulationen in Wien verhaftet, der Gewahrsam wurde anschlie\u00dfend durch einen Hausarrest und eine Kaution in Rekordh\u00f6he ersetzt. Jedoch erlaubte das \u00f6sterreichische Gericht im Februar 2017 die Auslieferung von Firtasch in die Vereinigten Staaten.\r\n\r\nDie Ausgabe \u201eEU Observer\u201c <a href=\"https:\/\/euobserver.com\/news\/128098\">kritisierte<\/a>\u00a0eine Vereinbarung von Euronews mit Firtasch scharf und merkte an, dass \u201eder milliardenschwere Gesch\u00e4ftsmann mit Aktivverm\u00f6gen in Bank-, Gas- und Chemiesektoren sehr enge Beziehungen zum Kreml und \u2013 laut den Datenleaks aus den diplomatischen US-Dienstmeldungen\u00a0\u00a0\u2013 zur russischen Mafia hat\u201c.\r\n\r\nEuronews unterzeichnete die Vereinbarung\u00a0mit Firtasch (\u00fcber seinen Sender \u201eInter\u201c), nachdem die neue Leitung des ukrainischen nationalen Rundfunkunternehmens NTU im Februar 2015 den Vertrag\u00a0aufgel\u00f6st hatte und angab, das Unternehmen sei nicht mehr im Stande, 5,5 Millionen Euro im Jahr zu zahlen. Dies ist die Summe f\u00fcr eine Ein-Jahres-Lizenz der ukrainischsprachigen Abteilung, die im Vertrag\u00a0festgehalten wurde, der zwischen der ehemaligen Leitung der NTU (<a href=\"https:\/\/euobserver.com\/news\/128098\">Benkendorf und Arfusch<\/a>) und Euronews unterzeichnet worden war. Au\u00dferdem hatte die NTU eine Verschuldung in H\u00f6he von 10,8 Millionen Euro gegen\u00fcber dem europ\u00e4ischen Partner <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/ru\/\u0441\u0443\u0434\u044c\u0431\u0430-\u0443\u043a\u0440\u0430\u0438\u043d\u0441\u043a\u043e\u0433\u043e-euronews-\u0437\u0430-\u0438\u043d\u0444\u043e\u0440\u043c\u0430\u0446\u0438\u0435\u0439-\u0432-\u043a\u043e\u043d\u0446\u0435-\u0433\u043e\u0434\u0430\/a-19385669\">angeh\u00e4uft<\/a>.\r\n\r\nDas Europ\u00e4ische Parlament \u00e4u\u00dferte seine Emp\u00f6rung dar\u00fcber, dass die ukrainische Version von Euronews von Firtasch finanziert wurde, der f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung des ehemaligen Pr\u00e4sidenten der Ukraine Wiktor Janukowytsch und seine Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit Russland bekannt ist. 2015 <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/RegData\/etudes\/BRIE\/2015\/559471\/EPRS_BRI%282015%29559471_EN.pdf\">ver\u00f6ffentlichte<\/a> das Europ\u00e4ische Parlament einen Bericht \u00fcber russische Manipulationen in der Berichterstattung \u00fcber die Ukraine. In den Dokumenten lautet die Frage: \u201eWer beeinflusst Euronews?\u201c. \u201eAlle gro\u00dfen europ\u00e4ischen Medien sind unter Druck wegen Finanzierungsk\u00fcrzungen oder \u2013 wie im Falle des von der Europ\u00e4ischen Union subventionierten Euronews \u2013 wegen Beziehungen zu prorussischen Gesch\u00e4ftsinteressen\u201c, steht\u00a0im Bericht. Die Autoren f\u00fcgen hinzu, dass \u201eBef\u00fcrchtungen bez\u00fcglich der redaktionellen Unabh\u00e4ngigkeit oder ihrer vermutlichen Abwesenheit bei Euronews st\u00e4ndig wachsen\u201c.\r\n\r\nLaut dem Bericht des Europaparlaments\u00a0<strong>\u201ewurde Information zum Schl\u00fcsselfaktor in der Ukrainischen Krise, manche Analysten reden sogar von einem Informationskrieg, den Russland f\u00fchrt\u201c<\/strong>. Und weiter: \u201eNur einige Wochen vor der Unterzeichnung des Vertrags\u00a0sendete Euronews <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2015\/02\/27\/no-reform-no-reconstruction-oligarch-firtashs-grim-view-of-post-yanukovich\">ein Interview mit Firtasch<\/a>, das gegen\u00fcber dem Oligarchen sehr wohlwollend war. Das praktische Nichtvorhandensein von scharfen Fragen erlaubte Firtasch, seine politischen Ansichten zu \u00e4u\u00dfern, die nach Meinung von Spezialisten so klangen, als w\u00e4ren sie vom Pr\u00e4sidenten Russlands Wladimir Putin abgesegnet worden\u201c.\r\n\r\nUnd vor diesem\u00a0Hintergrund <a href=\"http:\/\/detector.media\/withoutsection\/article\/121315\/2016-12-09-govorit-i-pokazue-moskva-yak-znishchuyut-ukrainsku-sluzhbu-euronews\/\">schlie\u00dft<\/a> Euronews die ukrainische Redaktion inmitten des anhaltenden russisch-ukrainischen Konflikts, w\u00e4hrend der russische Dienst des Senders auf Sendung bleibt. Eine gro\u00dfe Gruppe der Journalisten<a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/section\/europe-s-east\/news\/row-over-moscow-blocking-ukrainian-journalists-at-euronews\/\"> schickte<\/a>\u00a0eine Petition \u00fcber das Schicksal des ukrainischen Dienstes an\u00a0die Leitung von Euronews. Das Dokument wurde von Journalisten unterschrieben, die fast alle Sprachredaktionen vertreten. Sie \u00e4u\u00dfern ihren Missmut dar\u00fcber, dass die Leitung des Senders ihrer Meinung nach keine Versuche unternahm, einen potentiellen neuen Investor f\u00fcr den Erhalt der ukrainischen Redaktion zu finden.\r\n\r\nIm Februar <a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/02\/Euronews-employees-letter-to-Ansip.pdf\">schrieben<\/a> die Journalisten von Euronews einen offenen Brief an den Vizepr\u00e4sidenten der Europ\u00e4ischen Kommission in Fragen des digitalen Binnenmarktes Andrus Ansip und richteten seine Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen, mit denen das Unternehmen sich auseinandersetzen muss. Die Mitarbeiter seien aufgrund von K\u00fcndigungen und angesichts der Schw\u00e4che des Redaktionsprojektes beunruhigt. Die Europ\u00e4ische Kommission versprach, das Problem Euronews \u201eernsthaft zu betrachten\u201c. Ansip<a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/02\/Letter-by-Ansip-to-Euronews-employees.pdf\"> best\u00e4tigte<\/a> in seinem Antwortbrief, dass er damit \u201ev\u00f6llig einverstanden\u201c sei, dass Europa seine Sendestimme beibehalten und seine Werte verteidigen sollte. Wir m\u00f6chten daran erinnern, dass die Europ\u00e4ische Union im M\u00e4rz 2015 sich dazu entschlossen hat, Ma\u00dfnahmen zur Gegenwirkung zum neuen Propagandakrieg mit Russland zu ergreifen.\r\n\r\n<strong>Zum Schluss m\u00f6chten wir erneut betonen, dass Russland ein gr\u00f6\u00dftenteils von der EU finanziertes Unternehmen frei nutzt, um seine eigenen Ansichten zu verbreiten, die des \u00d6fteren pure\u00a0Propaganda darstellen.<\/strong> Zur gleichen Zeit verliert die Ukraine ihre Stimme in Europa. Angesichts dieser dramatischen Situation reagierte die Europ\u00e4ische Kommission lasch: Den Funktion\u00e4ren in Br\u00fcssel mangelt es an Entschlossenheit, ihnen fehlt ein System f\u00fcr eine schnelle Beschlussfassung. Die voreingenommenen Berichte von Euronews best\u00e4tigen ein weiteres\u00a0Mal, dass die Zuschauer bei der Wahl ihrer Informationsquellen sehr vorsichtig sein sollten und alle Fakten, die ihnen verd\u00e4chtig vorkommen, sowie alle Themen, die politisch beeinflusst werden k\u00f6nnten, zus\u00e4tzlich \u00fcberpr\u00fcfen sollten.\r\n\r\nUm sich eine eigene, gut bedachte Meinung zu den Hauptereignissen und geopolitischen Problemen bilden zu k\u00f6nnen, muss der Zuschauer glaubw\u00fcrdige Informationen erhalten. Jedoch bedarf Informiertheit gr\u00f6\u00dfere Anstrengungen in der heutigen Welt der posttruth, Fake-News und der Propaganda seitens aggressiver Staaten.\r\n<p style=\"text-align: right\"><strong><em>Autor: Alex Bosk<\/em><\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/InformNapalm_logo_05.png\"><img class=\"alignleft wp-image-34613\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"\" width=\"132\" height=\"58\" \/><\/a>\r\n<div class=\"page-content content\">\r\n\r\n<em>Dieses Material wurde exklusiv f\u00fcr\u00a0<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/34580-kak-moskva-rasprostranyaet-svoyu-propagandu-cherez-telekanal-so-sponsorstvom-evrosoyuza\/\">InformNapalm<\/a>\u00a0vorbereitet; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/vovan.che\">Volodymyr Cernenko<\/a>; editiert von\u00a0<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a>\/<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/khwalter\">Klaus H. Walter<\/a>.\u00a0Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.<\/em>\r\n\r\n<em>(Creative Commons \u2014 Attribution 4.0 International \u2014\u00a0<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\">CC BY 4.0<\/a>\u00a0)<\/em>\r\n\r\n<em>Wir rufen unsere Leser dazu auf, unsere Publikationen aktiver in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Das Verbreiten der Untersuchungen in der \u00d6ffentlichkeit kann den Verlauf von Informationskampagnen und Kampfhandlungen tats\u00e4chlich brechen.<\/em>\r\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Besuchen Sie uns beim Facebook:<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/informnapalmdeutsch\/\">\u00a0InformNapalmDeutsch<\/a><\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: center\"><strong>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\r\n\r\n<\/div>","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23787","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23787"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23787\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23912,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23787\/revisions\/23912"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23797"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23787"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23787"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23787"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}