{"id":27500,"date":"2018-04-08T17:18:10","date_gmt":"2018-04-08T17:18:10","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=27500"},"modified":"2018-04-13T23:33:54","modified_gmt":"2018-04-13T23:33:54","slug":"wo-versteckt-russland-nowitschok-die-version-von-informnapalm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wo-versteckt-russland-nowitschok-die-version-von-informnapalm\/","title":{"rendered":"Wo versteckt Russland &#8222;Nowitschok&#8220;? Die Version von InformNapalm"},"content":{"rendered":"<p>Internationale Medien spekulieren weiterhin \u00fcber den Herstellungs- und Aufbewahrungsort des Nervengifts &#8222;Nowitschok&#8220;, der bei der Vergiftung des ehemaligen GRU-Mitarbeiters Sergei Skripal und seiner Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury eingesetzt wurde.<\/p>\n<p>Bezeichnenderweise verweisen die Autoren dieser sensationellen Publikationen bez\u00fcglich des Standorts des Labors zur Herstellung von &#8222;Nowitschok&#8220; auf unbekannte Quellen beim britischen Nachrichten- und Sicherheitsdienst. Diese Medienmeldungen sind nat\u00fcrlich interessant und haben ihre Berechtigung, InformNapalm bem\u00fcht sich aber stets um maximale Faktentreue. Auch diesmal haben wir unsere eigene Annahmen, die durch Beobachtungen unserer OSINT-Experten bekr\u00e4ftigt werden.<\/p>\n<h2>Was aus Medien bekannt ist<\/h2>\n<p>Am 5. April berief sich die britische Zeitung <a href=\"https:\/\/www.thesun.co.uk\/news\/5977381\/security-services-pinpoint-a-russian-lab-they-believe-made-the-nerve-agent-used-in-salisbury-attack\/\">The Sun<\/a> auf eigene Quellen und wies auf ein Geheimlabor des russischen Au\u00dfennachrichtendienstes im Moskauer Viertel Jasenewo als Herstellungort des Nervengifts &#8222;Nowitschok&#8220; hin.<\/p>\n<p>Am 6. April nannte die britische Zeitung <a href=\"https:\/\/www.thetimes.co.uk\/edition\/news\/salisbury-poison-made-at-russia-s-porton-down-7p7kfcs3c\">The Times<\/a> bereits einen anderen Ort: eine milit\u00e4rische Forschungsbasis in der geschlossenen Stadt Schichany im Gebiet Saratow Russlands.<\/p>\n<p>Es war interessant, die Reaktion der russischen Seite zu beobachten: Die meisten Anhaltspunkte stellte uns dabei der russische Fernsehsender NTV\u00a0(<a href=\"https:\/\/archive.fo\/hSVKM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Archiv<\/a>) bereit.<\/p>\n<p>Achten Sie auf ein paar Details:<\/p>\n<ul>\n<li>Hier kommentiert der Vorsitzende der Staatskommission zur chemischen Abr\u00fcstung und Vertreter des russischen Pr\u00e4sidenten in der f\u00f6deralen Wolga-Region Russlands, Michail Babitsch, die Version von The Times: &#8222;Dieses Labor geh\u00f6rte nicht zum Bereich unserer Arbeit. Alle Basen, auf denen chemische Waffen aufbewahrt werden, sind bekannt, und Schichany ist keine davon.&#8220;<\/li>\n<li>Ihm pflichtet auch der Gosduma-Abgeordnete f\u00fcr das Gebiet Saratow, Nikolaj Pankow, bei: &#8222;Schichany ist eine kommunale Einrichtung, die zum Kreis Balakowka im Gebiet Saratow geh\u00f6rt, das ist mein Wahlkreis. Zum letzten Mal haben wir in Schichany vor etwa 20 Jahren etwas\u00a0\u00fcber Milit\u00e4rangeh\u00f6rige\u00a0geh\u00f6rt, als Russland den Prozess der Vernichtung von chemischen Waffen begann. In meinem Wahlkreis wurden nie chemische Waffen aufbewahrt.&#8220;<\/li>\n<li>Die Version von The Sun wird von den russischen Medien nicht direkt abgestritten, sie merken ironisch an: &#8222;Somit ist das Geheimlabor also von Jasenewo ins Gebiet Saratow umgezogen, und zwar in die Stadt Schichany. Interessanterweise berufen sich beide britische Zeitungen auf irgendwelche Quellen bei den britischen Geheimdiensten. Entweder arbeiten die Zeitungen mit irgendwelchen verschiedenen Geheimdiensten, oder aber der britische Geheimdienst hat keine eindeutige Meinung \u00fcber den Standort des russischen &#8222;Proton-Dawn&#8220;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das ist eine erprobte Methode der russischen Propaganda: Wenn man dich auf frischer Tat ertappt hat, verwisch&#8216; die Spuren mit alternativen Versionen. Soweit wir verstanden haben, versucht die russische Seite uns gerade von der ersten Version abzulenken. Wir f\u00fchren unsere Annahmen mal an.<\/p>\n<h2>Wo und warum sollte man das Labor mit &#8222;Nowitschok&#8220; suchen? Die Version von InformNapalm<\/h2>\n<p>Die Version der Times haben wir aus einigen Gr\u00fcnden verworfen &#8211; das wei\u00dfe Rauschen in den Medien um diese Version herum ist gar nicht zuf\u00e4llig.<\/p>\n<ul>\n<li>Diese Version wird von den russischen Vertretern sehr aktiv, operativ und \u00fcberzeugt abgestritten. Die Reaktion war blitzartig, wom\u00f6glich wurde sie von russischen Agenten in Gro\u00dfbritannien geplant und koordiniert.<\/li>\n<li>Die Times-Version \u00fcber den Standort des Labors in Schichany erschien etwas sp\u00e4ter &#8211; diese Zeitverz\u00f6gerung reichte aber offensichtlich aus, um russische Kommentatoren und Medien vorzubereiten.<\/li>\n<li>Noch im Jahr 1923 wurde in Schichany eine Iluschin-Station erschaffen, die sp\u00e4ter der Zentrale Milit\u00e4rische Chemische Truppen\u00fcbungsplatz der Sowjetischen Armee wurde. Dieses Objekt genoss noch zu Zeiten des Kalten Krieges gro\u00dfe Aufmerksamkeit seitens ausl\u00e4ndischer Beobachter und westlicher Geheimdienste.<\/li>\n<li>Das Milit\u00e4rst\u00e4dtchen Schichyna-2, auch als Wolsk-18 bekannt, ist ein allzu kalkulierbarer Ort f\u00fcr die eventuelle Einrichtung eines Geheimlabors zur Herstellung von &#8222;Nowitschok&#8220;. Im St\u00e4dtchen befinden sich das 33. zentrale wissenschaftliche Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums Russlands, ein Truppen\u00fcbungsplatz dieses Instituts, das 9. Aufkl\u00e4rungsregiment, sowie die 1. mobile ABC-Brigade. Im St\u00e4dtchen gibt es auch andere Infrastrukturobjekte wie Schulen und Kinderg\u00e4rten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alle diese \u00dcberlegungen schlie\u00dfen nat\u00fcrlich nicht aus, dass dieses Labor gerade in Schichany liegt, lassen aber an dieser Version zweifeln. Es ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass der Giftstoff in Schichany entwickelt wurde, aber f\u00fcr diversive und terroristische Operationen im Ausland ist es nicht sonderlich sinnvoll, dies in einem gro\u00dfen Labor des russischen Verteidigungsministeriums zur Herstellung von Giftstoffen\u00a0zu tun.<\/p>\n<p>F\u00fcr diversive Zwecke braucht man sehr kleine Mengen an Giftstoff, im Grunde nur ein paar Gramm, darum m\u00fcsste der Standort der Herstellung streng geheim sein. Bei der Entwicklung eines Giftstoffes wird ein technologisches Betriebsblatt erstellt, das dann an jeden Betrieb weitergeleitet werden kann, der die n\u00f6tigen Produktionsvoraussetzungen besitzt. Somit k\u00f6nnte &#8222;Nowitschok&#8220; an jedem beliebigen und f\u00fcr fremde Augen und Inspektionen geschlossenen Betrieb \u00fcberall in Russland hergestellt worden sein.<\/p>\n<p>Wo dieser Ort gesucht werden soll, hat The Sun aufgezeigt, hat aber einen kleinen Fehler in der Geografie gemacht. InformNapalm beschloss, dieser ersten Version nachzugehen und sie entweder zu best\u00e4tigen oder zu widerlegen.<\/p>\n<h2>Auslandsgeheimdienst und andere Anhaltspunkte<\/h2>\n<p>Also hat The Sun als erste die Angaben \u00fcber ein chemisches Labor im Moskauer Stadtviertel Jasenewo ver\u00f6ffentlicht. Wo genau dieses Objekt liegt, hat die Zeitung nicht mitgeteilt, erw\u00e4hnte aber, dass dieses Labor zum Auslandsgeheimdienst (SWR) Russlands geh\u00f6rt. InformNapalm hat ein Monitoring dieser Gegend durchgef\u00fchrt und ist zu dem Schluss gekommen, dass es in Jasenewo selber keine solche Objekte gibt.<\/p>\n<p>Aber unweit von Jasenewo befindet sich das Dorf Sosenskoje, in dem auf dem Gel\u00e4nde der Butowo-Waldanlage die <strong>Milit\u00e4reinheit Nr. 36606 <\/strong>liegt, die ein Objekt des russischen Auslandsgeheimdienstes ist\u00a0(<a href=\"https:\/\/www.google.com.ua\/maps\/@55.5841827,37.5256101,6621m\/data=!3m1!1e3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Koordinaten<\/a>).<\/p>\n<p><a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-43496\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/1.png\" alt=\"\" width=\"1888\" height=\"810\" \/><\/a><a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-43497\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2.png\" alt=\"\" width=\"1868\" height=\"800\" \/><\/a><a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-43498\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/3.png\" alt=\"\" width=\"1873\" height=\"808\" \/><\/a><a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/4-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-43500\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/4-1.png\" alt=\"\" width=\"1888\" height=\"797\" \/><\/a><br \/>\nDas ist ein ziemlich gro\u00dfes und gut bewachtes Territorium des Auslandsgeheimdienstes Russlands. Wir nehmen an, dass gerade hier ein Labor zur Herstellung von Giftstoffen liegen kann. Auf den Satellitenbildern sehen wir das Vorhandensein einer Stelle zur Lagerung von abgetragenem Boden, was uns annehmen l\u00e4sst, dass in der N\u00e4he ein Untergrundbau erstellt wurde, den wir weiter unten besprechen. Das Volumen des abgetragenen Bodens ist dabei ziemlich bedeutend. In den letzten Jahren fand auf dem Gel\u00e4nde der Milit\u00e4reinheit auch der Bau von Bodenobjekten statt. Zum Beispiel wurde neulich die Montage eines K\u00fchlungssystems f\u00fcr ein neues gro\u00dfes spezialisiertes Objekt zur Platzierung von Server- und Netzwerktechnik beendet.<\/p>\n<h2>Gift f\u00fcr Spione<\/h2>\n<p>Warum die Herstellung von &#8222;Nowitschok&#8220; auf dem Territorium eines Objekts des russischen Auslandsgeheimdienstes organisiert werden konnte? F\u00fchren wir ein paar Argumente an.<\/p>\n<ul>\n<li>Der Verweis auf den Auslandsgeheimdienst ist in den Angaben der The Sun vorhanden, die sich auf Quellen beim britischen Nachrichtendienst beruft;<\/li>\n<li>Das Gel\u00e4nde des Auslandsgeheimdienstes ist streng geheim, es ist vor potentiellen Inspektionen seitens ausl\u00e4ndischer Beobachter bestens gesch\u00fctzt;<\/li>\n<li>Es gibt Gr\u00fcnde anzunehmen, dass an diesem Objekt unterirdische Versorgungslinien geschaffen wurden, in denen es ziemlich einfach ist, ein Minilabor zu platzieren;<\/li>\n<li>Diversionen und Terroranschl\u00e4ge im Ausland geh\u00f6ren zum Verantwortungsbereich des Auslandsgeheimdienstes und nicht des Verteidigungsministeriums. Zielf\u00fchrend w\u00e4re es, den Produktionszyklus des Giftstoffes innerhalb eines Dienstes abzuschlie\u00dfen, um ein Datenleck zu vermeiden.<\/li>\n<li>Der Komplex des Auslandsgeheimdienstes ist ein Gel\u00e4nde, auf dem zu Sowjetzeiten ein Sanatorium des Zentralkomitees des KPdSU eingerichtet werden sollte. Gerade wird dort aktiv umgebaut &#8211; wom\u00f6glich, steht dieser Umbau mit der Schaffung von neuen Objekten in Verbindung, darunter auch von Geheimlaboren.<\/li>\n<li>Ein Giftstoff muss so verpackt werden, damit er \u00fcber die Staatsgrenze und auch sonstige Pr\u00fcfungen passieren kann. Dieser technisch schwierigen Aufgabe mit hohem Geheimhaltungsgrad ist allein der Auslandsgeheimdienst gewachsen, auf keinen Fall aber das Verteidigungsministerium. Wom\u00f6glich wird die Aufgabe der Giftstoff-Verpackung von einer zus\u00e4tzlichen technischen Laborabteilung gel\u00f6st. Des Weiteren ist es auch technisch schwierig, den Giftstoff ohne gesundheitliche Sch\u00e4den f\u00fcr den Ausf\u00fchrenden zum Einsatzort\u00a0zu transportieren. Der Kurier muss entweder ein Gegengift dabei haben, oder aber er wird von seinen Auftraggebern im Unwissen \u00fcber den Inhalt gelassen. In diesem Fall m\u00fcssten britische Geheimdienste eine weitere Leiche mit \u00e4hnlichen Vergiftungsmerkmalen suchen.<\/li>\n<li>Es gibt Gr\u00fcnde anzunehmen, dass der Auslandsgeheimdienst-Komplex auf seinem Territorium Ein- und Ausg\u00e4nge <a href=\"http:\/\/wiki.nashtransport.ru\/wiki\/\u0411\u0443\u0442\u043e\u0432\u0441\u043a\u0430\u044f_\u043b\u0438\u043d\u0438\u044f\">zur Moskauer U-Bahn hat<\/a>, was seine M\u00f6glichkeiten eines geheimen Transports des Giftstoffs erweitert, zugleich aber eine Gefahr f\u00fcr zivile Bev\u00f6lkerung Moskaus darstellt. Im Falle eines Giftlecks k\u00f6nnen viele Menschen zu seinem Opfer fallen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/vvv.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-43504\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/vvv.png\" alt=\"\" width=\"526\" height=\"270\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00dcbrigens, <a href=\"https:\/\/www.livejournal.com\/media\/179852.html\">in diesem Blog<\/a> kann man einzigartige Fotos dieses Auslandsgeheimdienstgel\u00e4ndes aus dem Jahr 2016 finden (<a href=\"https:\/\/archive.fo\/1bdc7\">Archiv<\/a>).<\/p>\n<p>Ein Blogger, der mit einem Hubschrauber \u00fcber diesem Objekt geflogen ist, stellt folgendes fest:<em> &#8222;Das ist der geheimste Ort Moskaus. Das Stabsquartier des Auslandsgeheimdienstes. Vom Boden kann man es nicht sehen, alles ist dicht umz\u00e4unt und von einem undurchdringlichen Wald umgeben. Der Auslandsgeheimdienst erweitert sich und w\u00e4chst, auf dem Territorium findet der Bau von gro\u00dfen Geb\u00e4uden statt. Und hier sehen wir den Parkplatz f\u00fcr die Mitarbeiter. Ich wusste gar nicht, dass wir so viele Aufkl\u00e4rer haben&#8220;.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/1206393_original.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-43511\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/1206393_original.jpg\" alt=\"\" width=\"1400\" height=\"933\" \/><\/a><\/p>\n<h2><a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/1206753_original.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-43512\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/1206753_original.jpg\" alt=\"\" width=\"1400\" height=\"933\" \/><\/a><\/h2>\n<h2>Schlussfolgerung<\/h2>\n<p>Das Labor zur Herstellung von Nervengift &#8222;Nowitschok&#8220; kann sich an jedem beliebigen Ort in Russland befinden, anhand der Spuren in \u00f6ffentlichen Quellen und der Reaktion der russischen Vertreter kann man aber annehmen, dass die urspr\u00fcngliche Version der britischen Zeitung The Sun der Wahrheit am n\u00e4chsten kommt. Wir k\u00f6nnen es nat\u00fcrlich nicht mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit behaupten und unsere Annahmen basieren auf indirekten Hinweisen. Aber Ziel dieser Untersuchung ist es, Schl\u00fcsselfragen zu stellen, die Antworten darauf werden wir wom\u00f6glich schon bald erfahren.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-26385 alignleft\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2017\/12\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"\" width=\"114\" height=\"50\" \/><\/p>\n<p><em>Dieses Material wurde von<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php?id=100007708308557\"><strong> Kusjma Tutow<\/strong> <\/a>und\u00a0<strong>Andrej Lisizyn<\/strong>\u00a0exklusiv\u00a0f\u00fcr\u00a0<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/43490-gde-svr-rossii-pryachet-novichok-kartu-obektov\/\"><strong>InformNapalm<\/strong><\/a>\u00a0vorbereitet; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka?hc_ref=ARQiHOK97lwGLVsuspTmsuhJhbiPMP-kww64kKr8U4Rn1KrfEe2zIr3gpKWL0q8SZIM\">Irina Schlegel<\/a>; korrigiert von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/khwalter\">Klaus H.\u00a0Walter<\/a>.<\/em><\/p>\n<div class=\"page-content content\">\n<p><em>Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich\u00a0<\/em><em>(Creative Commons \u2014 Attribution 4.0 International \u2014\u00a0<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\">CC BY 4.0<\/a>\u00a0)<\/em><\/p>\n<p><em>Wir rufen unsere Leser dazu auf, unsere Publikationen aktiver in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Das Verbreiten der Untersuchungen in der \u00d6ffentlichkeit kann den Verlauf von Informationskampagnen und Kampfhandlungen tats\u00e4chlich brechen.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p id=\"wozubrauchtyandexdieukrainevorbereitungenvorderraputin\" style=\"text-align: center\"><strong>Besuchen Sie uns auf Facebook:<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/informnapalmdeutsch\/\"> InformNapalmDeutsch<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Internationale Medien spekulieren weiterhin \u00fcber den Herstellungs- und Aufbewahrungsort des Nervengifts &#8222;Nowitschok&#8220;, der bei der Vergiftung des&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":27516,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[98,228,1],"tags":[11284,11283,11281,12,11282],"class_list":["post-27500","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-informnapalm-eilmeldungen","category-beweise","tag-grossbritannien","tag-nervengift","tag-nowitschok","tag-russland","tag-skripal"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wo versteckt Russland &quot;Nowitschok&quot;? 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Diese Medienmeldungen sind nat\u00fcrlich interessant und haben ihre Berechtigung, InformNapalm bem\u00fcht sich aber stets um maximale Faktentreue. Auch diesmal haben wir unsere eigene Annahmen, die durch Beobachtungen unserer OSINT-Experten bekr\u00e4ftigt werden.\r\n<h2>Was aus Medien bekannt ist<\/h2>\r\nAm 5. April berief sich die britische Zeitung <a href=\"https:\/\/www.thesun.co.uk\/news\/5977381\/security-services-pinpoint-a-russian-lab-they-believe-made-the-nerve-agent-used-in-salisbury-attack\/\">The Sun<\/a> auf eigene Quellen und wies auf ein Geheimlabor des russischen Au\u00dfennachrichtendienstes im Moskauer Viertel Jasenewo als Herstellungort des Nervengifts \"Nowitschok\" hin.\r\n\r\nAm 6. April nannte die britische Zeitung <a href=\"https:\/\/www.thetimes.co.uk\/edition\/news\/salisbury-poison-made-at-russia-s-porton-down-7p7kfcs3c\">The Times<\/a> bereits einen anderen Ort: eine milit\u00e4rische Forschungsbasis in der geschlossenen Stadt Schichany im Gebiet Saratow Russlands.\r\n\r\nEs war interessant, die Reaktion der russischen Seite zu beobachten: Die meisten Anhaltspunkte stellte uns dabei der russische Fernsehsender NTV\u00a0(<a href=\"https:\/\/archive.fo\/hSVKM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Archiv<\/a>) bereit.\r\n\r\nAchten Sie auf ein paar Details:\r\n<ul>\r\n \t<li>Hier kommentiert der Vorsitzende der Staatskommission zur chemischen Abr\u00fcstung und Vertreter des russischen Pr\u00e4sidenten in der f\u00f6deralen Wolga-Region Russlands, Michail Babitsch, die Version von The Times: \"Dieses Labor geh\u00f6rte nicht zum Bereich unserer Arbeit. Alle Basen, auf denen chemische Waffen aufbewahrt werden, sind bekannt, und Schichany ist keine davon.\"<\/li>\r\n \t<li>Ihm pflichtet auch der Gosduma-Abgeordnete f\u00fcr das Gebiet Saratow, Nikolaj Pankow, bei: \"Schichany ist eine kommunale Einrichtung, die zum Kreis Balakowka im Gebiet Saratow geh\u00f6rt, das ist mein Wahlkreis. Zum letzten Mal haben wir in Schichany vor etwa 20 Jahren etwas\u00a0\u00fcber Milit\u00e4rangeh\u00f6rige\u00a0geh\u00f6rt, als Russland den Prozess der Vernichtung von chemischen Waffen begann. In meinem Wahlkreis wurden nie chemische Waffen aufbewahrt.\"<\/li>\r\n \t<li>Die Version von The Sun wird von den russischen Medien nicht direkt abgestritten, sie merken ironisch an: \"Somit ist das Geheimlabor also von Jasenewo ins Gebiet Saratow umgezogen, und zwar in die Stadt Schichany. Interessanterweise berufen sich beide britische Zeitungen auf irgendwelche Quellen bei den britischen Geheimdiensten. Entweder arbeiten die Zeitungen mit irgendwelchen verschiedenen Geheimdiensten, oder aber der britische Geheimdienst hat keine eindeutige Meinung \u00fcber den Standort des russischen \"Proton-Dawn\".<\/li>\r\n<\/ul>\r\nDas ist eine erprobte Methode der russischen Propaganda: Wenn man dich auf frischer Tat ertappt hat, verwisch' die Spuren mit alternativen Versionen. Soweit wir verstanden haben, versucht die russische Seite uns gerade von der ersten Version abzulenken. Wir f\u00fchren unsere Annahmen mal an.\r\n<h2>Wo und warum sollte man das Labor mit \"Nowitschok\" suchen? Die Version von InformNapalm<\/h2>\r\nDie Version der Times haben wir aus einigen Gr\u00fcnden verworfen - das wei\u00dfe Rauschen in den Medien um diese Version herum ist gar nicht zuf\u00e4llig.\r\n<ul>\r\n \t<li>Diese Version wird von den russischen Vertretern sehr aktiv, operativ und \u00fcberzeugt abgestritten. Die Reaktion war blitzartig, wom\u00f6glich wurde sie von russischen Agenten in Gro\u00dfbritannien geplant und koordiniert.<\/li>\r\n \t<li>Die Times-Version \u00fcber den Standort des Labors in Schichany erschien etwas sp\u00e4ter - diese Zeitverz\u00f6gerung reichte aber offensichtlich aus, um russische Kommentatoren und Medien vorzubereiten.<\/li>\r\n \t<li>Noch im Jahr 1923 wurde in Schichany eine Iluschin-Station erschaffen, die sp\u00e4ter der Zentrale Milit\u00e4rische Chemische Truppen\u00fcbungsplatz der Sowjetischen Armee wurde. Dieses Objekt genoss noch zu Zeiten des Kalten Krieges gro\u00dfe Aufmerksamkeit seitens ausl\u00e4ndischer Beobachter und westlicher Geheimdienste.<\/li>\r\n \t<li>Das Milit\u00e4rst\u00e4dtchen Schichyna-2, auch als Wolsk-18 bekannt, ist ein allzu kalkulierbarer Ort f\u00fcr die eventuelle Einrichtung eines Geheimlabors zur Herstellung von \"Nowitschok\". Im St\u00e4dtchen befinden sich das 33. zentrale wissenschaftliche Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums Russlands, ein Truppen\u00fcbungsplatz dieses Instituts, das 9. Aufkl\u00e4rungsregiment, sowie die 1. mobile ABC-Brigade. Im St\u00e4dtchen gibt es auch andere Infrastrukturobjekte wie Schulen und Kinderg\u00e4rten.<\/li>\r\n<\/ul>\r\nAlle diese \u00dcberlegungen schlie\u00dfen nat\u00fcrlich nicht aus, dass dieses Labor gerade in Schichany liegt, lassen aber an dieser Version zweifeln. Es ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass der Giftstoff in Schichany entwickelt wurde, aber f\u00fcr diversive und terroristische Operationen im Ausland ist es nicht sonderlich sinnvoll, dies in einem gro\u00dfen Labor des russischen Verteidigungsministeriums zur Herstellung von Giftstoffen\u00a0zu tun.\r\n\r\nF\u00fcr diversive Zwecke braucht man sehr kleine Mengen an Giftstoff, im Grunde nur ein paar Gramm, darum m\u00fcsste der Standort der Herstellung streng geheim sein. Bei der Entwicklung eines Giftstoffes wird ein technologisches Betriebsblatt erstellt, das dann an jeden Betrieb weitergeleitet werden kann, der die n\u00f6tigen Produktionsvoraussetzungen besitzt. Somit k\u00f6nnte \"Nowitschok\" an jedem beliebigen und f\u00fcr fremde Augen und Inspektionen geschlossenen Betrieb \u00fcberall in Russland hergestellt worden sein.\r\n\r\nWo dieser Ort gesucht werden soll, hat The Sun aufgezeigt, hat aber einen kleinen Fehler in der Geografie gemacht. InformNapalm beschloss, dieser ersten Version nachzugehen und sie entweder zu best\u00e4tigen oder zu widerlegen.\r\n<h2>Auslandsgeheimdienst und andere Anhaltspunkte<\/h2>\r\nAlso hat The Sun als erste die Angaben \u00fcber ein chemisches Labor im Moskauer Stadtviertel Jasenewo ver\u00f6ffentlicht. Wo genau dieses Objekt liegt, hat die Zeitung nicht mitgeteilt, erw\u00e4hnte aber, dass dieses Labor zum Auslandsgeheimdienst (SWR) Russlands geh\u00f6rt. InformNapalm hat ein Monitoring dieser Gegend durchgef\u00fchrt und ist zu dem Schluss gekommen, dass es in Jasenewo selber keine solche Objekte gibt.\r\n\r\nAber unweit von Jasenewo befindet sich das Dorf Sosenskoje, in dem auf dem Gel\u00e4nde der Butowo-Waldanlage die <strong>Milit\u00e4reinheit Nr. 36606 <\/strong>liegt, die ein Objekt des russischen Auslandsgeheimdienstes ist\u00a0(<a href=\"https:\/\/www.google.com.ua\/maps\/@55.5841827,37.5256101,6621m\/data=!3m1!1e3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Koordinaten<\/a>).\r\n\r\n<a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/1.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-43496\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/1.png\" alt=\"\" width=\"1888\" height=\"810\" \/><\/a><a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-43497\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2.png\" alt=\"\" width=\"1868\" height=\"800\" \/><\/a><a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/3.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-43498\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/3.png\" alt=\"\" width=\"1873\" height=\"808\" \/><\/a><a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/4-1.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-43500\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/4-1.png\" alt=\"\" width=\"1888\" height=\"797\" \/><\/a>\r\nDas ist ein ziemlich gro\u00dfes und gut bewachtes Territorium des Auslandsgeheimdienstes Russlands. Wir nehmen an, dass gerade hier ein Labor zur Herstellung von Giftstoffen liegen kann. Auf den Satellitenbildern sehen wir das Vorhandensein einer Stelle zur Lagerung von abgetragenem Boden, was uns annehmen l\u00e4sst, dass in der N\u00e4he ein Untergrundbau erstellt wurde, den wir weiter unten besprechen. Das Volumen des abgetragenen Bodens ist dabei ziemlich bedeutend. In den letzten Jahren fand auf dem Gel\u00e4nde der Milit\u00e4reinheit auch der Bau von Bodenobjekten statt. Zum Beispiel wurde neulich die Montage eines K\u00fchlungssystems f\u00fcr ein neues gro\u00dfes spezialisiertes Objekt zur Platzierung von Server- und Netzwerktechnik beendet.\r\n<h2>Gift f\u00fcr Spione<\/h2>\r\nWarum die Herstellung von \"Nowitschok\" auf dem Territorium eines Objekts des russischen Auslandsgeheimdienstes organisiert werden konnte? F\u00fchren wir ein paar Argumente an.\r\n<ul>\r\n \t<li>Der Verweis auf den Auslandsgeheimdienst ist in den Angaben der The Sun vorhanden, die sich auf Quellen beim britischen Nachrichtendienst beruft;<\/li>\r\n \t<li>Das Gel\u00e4nde des Auslandsgeheimdienstes ist streng geheim, es ist vor potentiellen Inspektionen seitens ausl\u00e4ndischer Beobachter bestens gesch\u00fctzt;<\/li>\r\n \t<li>Es gibt Gr\u00fcnde anzunehmen, dass an diesem Objekt unterirdische Versorgungslinien geschaffen wurden, in denen es ziemlich einfach ist, ein Minilabor zu platzieren;<\/li>\r\n \t<li>Diversionen und Terroranschl\u00e4ge im Ausland geh\u00f6ren zum Verantwortungsbereich des Auslandsgeheimdienstes und nicht des Verteidigungsministeriums. Zielf\u00fchrend w\u00e4re es, den Produktionszyklus des Giftstoffes innerhalb eines Dienstes abzuschlie\u00dfen, um ein Datenleck zu vermeiden.<\/li>\r\n \t<li>Der Komplex des Auslandsgeheimdienstes ist ein Gel\u00e4nde, auf dem zu Sowjetzeiten ein Sanatorium des Zentralkomitees des KPdSU eingerichtet werden sollte. Gerade wird dort aktiv umgebaut - wom\u00f6glich, steht dieser Umbau mit der Schaffung von neuen Objekten in Verbindung, darunter auch von Geheimlaboren.<\/li>\r\n \t<li>Ein Giftstoff muss so verpackt werden, damit er \u00fcber die Staatsgrenze und auch sonstige Pr\u00fcfungen passieren kann. Dieser technisch schwierigen Aufgabe mit hohem Geheimhaltungsgrad ist allein der Auslandsgeheimdienst gewachsen, auf keinen Fall aber das Verteidigungsministerium. Wom\u00f6glich wird die Aufgabe der Giftstoff-Verpackung von einer zus\u00e4tzlichen technischen Laborabteilung gel\u00f6st. Des Weiteren ist es auch technisch schwierig, den Giftstoff ohne gesundheitliche Sch\u00e4den f\u00fcr den Ausf\u00fchrenden zum Einsatzort\u00a0zu transportieren. Der Kurier muss entweder ein Gegengift dabei haben, oder aber er wird von seinen Auftraggebern im Unwissen \u00fcber den Inhalt gelassen. In diesem Fall m\u00fcssten britische Geheimdienste eine weitere Leiche mit \u00e4hnlichen Vergiftungsmerkmalen suchen.<\/li>\r\n \t<li>Es gibt Gr\u00fcnde anzunehmen, dass der Auslandsgeheimdienst-Komplex auf seinem Territorium Ein- und Ausg\u00e4nge <a href=\"http:\/\/wiki.nashtransport.ru\/wiki\/\u0411\u0443\u0442\u043e\u0432\u0441\u043a\u0430\u044f_\u043b\u0438\u043d\u0438\u044f\">zur Moskauer U-Bahn hat<\/a>, was seine M\u00f6glichkeiten eines geheimen Transports des Giftstoffs erweitert, zugleich aber eine Gefahr f\u00fcr zivile Bev\u00f6lkerung Moskaus darstellt. Im Falle eines Giftlecks k\u00f6nnen viele Menschen zu seinem Opfer fallen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/vvv.png\"><img class=\"aligncenter wp-image-43504\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/vvv.png\" alt=\"\" width=\"526\" height=\"270\" \/><\/a>\r\n\r\n\u00dcbrigens, <a href=\"https:\/\/www.livejournal.com\/media\/179852.html\">in diesem Blog<\/a> kann man einzigartige Fotos dieses Auslandsgeheimdienstgel\u00e4ndes aus dem Jahr 2016 finden (<a href=\"https:\/\/archive.fo\/1bdc7\">Archiv<\/a>).\r\n\r\nEin Blogger, der mit einem Hubschrauber \u00fcber diesem Objekt geflogen ist, stellt folgendes fest:<em> \"Das ist der geheimste Ort Moskaus. Das Stabsquartier des Auslandsgeheimdienstes. Vom Boden kann man es nicht sehen, alles ist dicht umz\u00e4unt und von einem undurchdringlichen Wald umgeben. Der Auslandsgeheimdienst erweitert sich und w\u00e4chst, auf dem Territorium findet der Bau von gro\u00dfen Geb\u00e4uden statt. Und hier sehen wir den Parkplatz f\u00fcr die Mitarbeiter. Ich wusste gar nicht, dass wir so viele Aufkl\u00e4rer haben\".\u00a0<\/em>\r\n\r\n<a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/1206393_original.jpg\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-43511\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/1206393_original.jpg\" alt=\"\" width=\"1400\" height=\"933\" \/><\/a>\r\n<h2><a class=\"cboxElement\" title=\"\u0413\u0434\u0435 \u0421\u0412\u0420 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u043f\u0440\u044f\u0447\u0435\u0442 \" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/1206753_original.jpg\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-43512\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/1206753_original.jpg\" alt=\"\" width=\"1400\" height=\"933\" \/><\/a><\/h2>\r\n<h2>Schlussfolgerung<\/h2>\r\nDas Labor zur Herstellung von Nervengift \"Nowitschok\" kann sich an jedem beliebigen Ort in Russland befinden, anhand der Spuren in \u00f6ffentlichen Quellen und der Reaktion der russischen Vertreter kann man aber annehmen, dass die urspr\u00fcngliche Version der britischen Zeitung The Sun der Wahrheit am n\u00e4chsten kommt. Wir k\u00f6nnen es nat\u00fcrlich nicht mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit behaupten und unsere Annahmen basieren auf indirekten Hinweisen. Aber Ziel dieser Untersuchung ist es, Schl\u00fcsselfragen zu stellen, die Antworten darauf werden wir wom\u00f6glich schon bald erfahren.\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<img class=\" wp-image-26385 alignleft\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2017\/12\/InformNapalm_logo_05.png\" alt=\"\" width=\"114\" height=\"50\" \/>\r\n\r\n<em>Dieses Material wurde von<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php?id=100007708308557\"><strong> Kusjma Tutow<\/strong> <\/a>und\u00a0<strong>Andrej Lisizyn<\/strong>\u00a0exklusiv\u00a0f\u00fcr\u00a0<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/43490-gde-svr-rossii-pryachet-novichok-kartu-obektov\/\"><strong>InformNapalm<\/strong><\/a>\u00a0vorbereitet; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka?hc_ref=ARQiHOK97lwGLVsuspTmsuhJhbiPMP-kww64kKr8U4Rn1KrfEe2zIr3gpKWL0q8SZIM\">Irina Schlegel<\/a>; korrigiert von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/khwalter\">Klaus H.\u00a0Walter<\/a>.<\/em>\r\n<div class=\"page-content content\">\r\n\r\n<em>Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich\u00a0<\/em><em>(Creative Commons \u2014 Attribution 4.0 International \u2014\u00a0<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\">CC BY 4.0<\/a>\u00a0)<\/em>\r\n\r\n<em>Wir rufen unsere Leser dazu auf, unsere Publikationen aktiver in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Das Verbreiten der Untersuchungen in der \u00d6ffentlichkeit kann den Verlauf von Informationskampagnen und Kampfhandlungen tats\u00e4chlich brechen.<\/em>\r\n\r\n<\/div>\r\n<p id=\"wozubrauchtyandexdieukrainevorbereitungenvorderraputin\" style=\"text-align: center\"><strong>Besuchen Sie uns auf Facebook:<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/informnapalmdeutsch\/\"> InformNapalmDeutsch<\/a><\/strong><\/p>","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27500","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27500"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27500\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27525,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27500\/revisions\/27525"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27516"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27500"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27500"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27500"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}