{"id":4768,"date":"2015-03-25T10:14:47","date_gmt":"2015-03-25T10:14:47","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=4768"},"modified":"2016-03-18T10:54:55","modified_gmt":"2016-03-18T10:54:55","slug":"lagebericht-des-informnapalmteams-vom-24-03-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/lagebericht-des-informnapalmteams-vom-24-03-2015\/","title":{"rendered":"Lagebericht des InformNapalmTeams vom 24.03.2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right\"><em>\u201eDer Krieg liebt den Sieg und mag keine Dauer.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><em>Song Jiang<\/em><\/p>\n<p>Wir haben den Lagebericht mit diesen Worten angefangen, weil sie genau das widerspiegeln, was in Donbass passiert ist. Die Waffenruhe, die nach dem Abzug der ATO-Kr\u00e4fte aus Debalzewe eingetreten ist, war f\u00fcr beide Seiten n\u00f6tig. Die S\u00f6ldner trugen grosse Verluste (zum Beispiel haben sich die lokalen S\u00f6ldner von Altschewsk krank gestellt und die Zeit in Krankenh\u00e4usern verbracht, um nicht sp\u00e4ter wieder an die Front zu kommen), die ukrainische Armee war wegen ihrem Abzug demoralisiert.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter\u00a0gab es den Abzug schwerer Bewaffnung. Im Unterschied zu ATO-Kr\u00e4ften, bewegten die S\u00f6ldner ihre Technik im Kreis, indem sie diese \u00fcber die Haupttransportwege abzogen und dann \u00fcber die Feldwege wieder zur\u00fcckbrachten. Mit welchem Ziel es gemacht wurde &#8211; ob sie die OSZE-Vertreter durcheinanderbringen oder ihre K\u00e4mpfer mit etwas besch\u00e4ftigen wollten, damit die Disziplin nicht zerf\u00e4llt- ist noch unklar. Klar ist nur eins: indem sie den Artillerieabzug imitierten, konnten die S\u00f6ldner eine bedeutende Menge an mechanisierten Einheiten in\u00a0vermutlichen Hauptrichtungen der Angriffe anh\u00e4ufen. Ausserdem muss man die permanenten Gefechtsvorbereitung-\u00dcbungen der Gegner-Einheiten erw\u00e4hnen, wie auch die Errichtung von Befestigungsanlagen in faktisch allen Richtungen.<\/p>\n<p>Aber, wie es sich herausgestellt hat, hat\u00a0die Waffenruhe doch eine Rolle gespielt. Durch welches Wunder auch immer, aber unserer Regierung ist es gelungen, die erste Tranche in der Gr\u00f6sse von 5 Milliarden Euro vom Internationalen W\u00e4hrungsfond zu bekommen. Genau dieser Umstand spielt f\u00fcr Moskau eine nicht unwichtige Bedeutung bei der Auswahl des weiteren Vorgehens. Erstens versteht nun Putin, dass ihm nicht mehr einfach nur so Angst eingejagt wird. Die \u201egrosse Besorgtheit\u201c von Europa zur Situation in der Ukraine ist beendet, und Merkel hat nicht umsonst mit einer ad\u00e4quaten Antwort auf die Angriffe auf Mariupol und den Norden von Donbass gedroht. Die Weltfinanzm\u00e4nner haben ein Jahr lang dieses Geld unter Kr\u00e4mpfen \u201ezur Welt gebracht\u201c, und sind nun einfach nur verpflichtet, alles zumindest f\u00fcr eine Zeitlang so zu lassen, wie es nun ist.<\/p>\n<p>Zweitens gibt es das verabschiedete Gesetz zum besonderen Status von Donezker und Luhansker Gebiete. Oder besser gesagt: die Weigerung, hier die russische Idee zu akzeptieren. Das stellt Russland faktisch unter einen grossen Druck der Weltgemeinschaft, und zwingt Putin, M\u00f6glichkeiten zur Nichtfinanzierung der okkupierten Territorien und einen anderen Weg zur Destabilisierung der Lage in der Ukraine zu suchen.<\/p>\n<p>Und hier hat man eben M\u00f6glichkeiten. Wir werden auf das Wesen des Krieges von \u201eKolomojskyj gegen alle\u201c nicht eingehen. Wie auch auf die neuen Perlen von Firtasch nicht. Putin hat andere Varianten: zum Beispiel Achmetow.<\/p>\n<p>Genau mit Hilfe Achmetows wird Moskau Mariupol zu zerr\u00fctten versuchen. Was nicht bedeutet, dass Rinat Achmetow ein Agent Moskaus ist. Nur kann Moskau mit den Interessen von Achmetow ein sch\u00f6nes Spiel machen. Worin besteht es? Zum Beispiel darin, dass bei der stark besch\u00e4digten Infrastruktur von Donbass, die Betriebe von Achmetow wie durch ein Wunder vom Krieg verschont geblieben sind. Eben darum ist es gut m\u00f6glich, dass die Prorussen Mariupol zerr\u00fctten und dann in die Stadt die Armee der sogenannten \u201eDVR\u201c eingef\u00fchrt wird. Wenn man noch die Versuche mit dem Berdjansker Flughafen ber\u00fccksichtigt, ist diese Variante sehr wahrscheinlich. Daraus ergibt sich eben, dass w\u00e4hrend jemand noch die &#8222;Ukrtransneft&#8220; aufteilt, sich wo anders ein weiteres St\u00fcck der Ukraine abspalten kann.<\/p>\n<p>Aber, wenn die Gewaltvariante vorgezogen wird, so wird diese folgendermassen aussehen: auf dem Hintergrund des Geschehens in Kostjantyniwka, wo ein tragischer Fall passierte, f\u00fchrte der Gegner eine Verlegung der Kr\u00e4fte an die nordwestlichen R\u00e4nder der Ortschaft Horliwka durch, h\u00f6chstwahrscheinlich wurde dabei angenommen, dass die Missmut der Bev\u00f6lkerung \u00fcber den Tod des M\u00e4dchens zu Massenunruhen f\u00fchren wird, welche der 81. Brigade die H\u00e4nde binden werden, was einen Durchbruch in Richtung Horliwka-Dserschynsk-Kostjantyniwka zu vollbringen und die Einnahme der Stadt durchzuf\u00fchren erlaubt.<\/p>\n<p>Man sollte hier die abgestimmte Arbeit des Leitung des Verteidigungsministeriums wie auch der Medien hervorheben, die nicht nur die Bestrafung der Schuldigen auszuf\u00fchren, sondern diesen Prozess auch im Informationsraum g\u00fcnstig zu pr\u00e4sentieren erlaubte. Wobei es noch zu fr\u00fch ist, sich zu beruhigen- nach einer Information, die noch einer Pr\u00fcfung bedarf, ist in Kostjantyniwka ein S\u00f6ldnerkern angekommen, der die Situation in der Stadt zu destabilisieren versuchen wird.<\/p>\n<p>Der Information aus offenen Quellen nach zu urteilen, reparierten die S\u00f6ldner die Eisenbahnwege in der Ortschaft Debalzewe, was ihnen die Versorgung der Einheiten, die sich nah an die Ber\u00fchrungslinie befinden, bedeutend erleichtert.<\/p>\n<p>Aber der Angriff entlang der Bundesstrasse M03 Debalzewe-Artemiwsk ist wegen dem Vorhandensein eines Wasserspeichersystems zwischen den Ortschaften faktisch unm\u00f6glich. Daf\u00fcr sehen aber die Angriffe aus Horliwka und Perwomajsk auf Artemiwsk ziemlich verlockend aus. Um so mehr, falls den S\u00f6ldnern gelingt, die Ortschaft Kostjantyniwka einzunehmen.<\/p>\n<p>Im Falle der Einnahme von Kostjantyniwka werden die S\u00f6ldner h\u00f6chstwahrscheinlich nicht versuchen, durch die Ortschaften Druschkiwka und Oleksijewo-Druschkiwka bei Kramatorsk herauszukommen, denn wahrscheinlich erinnern sich die Gener\u00e4le der Streitkr\u00e4fte Russlands an die traurige Erfahrung des Ersten Tschetschenischen Krieges, daf\u00fcr ist das Vorr\u00fccken in Richtung Slowjansk \u00fcber die M03 eine f\u00fcr sie wunderbare Variante.<\/p>\n<p>Dabei sollten wir nicht vergessen, dass bald alles gr\u00fcn wird, und wir uns gut an die Sommer-Kampagne des letzten Jahres erinnern, als sich die unbedeutenden S\u00f6ldnerkr\u00e4fte gegen die ATO-Kr\u00e4fte gerade im Norden des Gebietes ziemlich gut behaupteten, indem sie Partisanentaktik anwandten. Ausserdem erlaubt die Kontrolle \u00fcber Kostjantyniwka eine Offensive auf Krasnoarmijsk zu entwickeln, was den S\u00f6ldnern die westlichen Tore des Gebietes zu kontrollieren erlauben wird.<\/p>\n<p>Das Szenario einer Offensive auf Krasnoarmijsk unter die Lupe zu nehmen haben uns die Ereignisse gezwungen, die oben beschrieben wurden, und zwar: der Krieg Kolomojskyjs gegen die Oligarchen und Obrigkeit. Man m\u00f6chte daran erinnern, dass es in Dnjepropetrowsk, dessen Einwohner haupts\u00e4chlich bei &#8222;Juschmasch&#8220; arbeiten und der L\u00f6wenanteil dessen Produktion wiederum auf Russland orientiert ist, bis heute keinerlei Anzeichen von Separatismus nur dank dem Vorgehen von Gouverneur des Gebietes gab. Der Druck auf Kolomoiski kann zur Destabilisierung der Lage in der Region mit allen daraus folgenden Konsequenzen f\u00fchren&#8230;<\/p>\n<p>Wir haben im vorangegangenen Bericht schon mal geschrieben, dass die Einnahme der Ortschaft Artemiwsk den S\u00f6ldnern die Versorgung der ATO-Kr\u00e4fte zu erschweren erlauben wird. Ferner wird die Besetzung von Artemiwsk den S\u00f6ldnern die linke Flanke zu decken und eine Offensive auf die Ortschaft Lyssytschansk zu entwickeln erlauben, mit dem Ziel der Kontroll\u00fcbernahme \u00fcber die \u00dcberfahrten.<\/p>\n<p>Besondere Aufmerksamkeit sollte man auf die Stelle mit den Koordinaten N48,819444\u00b0 E38,588033\u00b0 lenken, wo sich im Raum von Ustiniwka die Furt \u00fcber den Fluss Siwerskyj Donez befindet, die vom ehemaligen Polygon geblieben ist. Die Kontrolle \u00fcber diese wird den S\u00f6ldnern ihre Technik auf das n\u00f6rdliche Flussufer zu verlegen und zur Ortschaft Stschastje vom Norden aus zu kommen erlauben.<\/p>\n<p>In Materialien von <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?s=irakli&amp;submit=Search\">Irakli Komaxidze<\/a> kann man die Anh\u00e4ufung einer Angriffsgruppe des Gegners im Raum der Ortschaft Millerowo nachverfolgen, was einen Angriff von der Seite Russlands unter dem Deckmantel eines\u00a0\u00dcbergangs \u00fcber Siwerskyj Donez im Raum von Lyssytschansk und Ustiniwka sehr wahrscheinlich macht.<\/p>\n<p>Analogisch sollte man besondere Aufmerksamkeit auch der Stanyzja Luhanska widmen, wo die S\u00f6ldner schon mal versucht haben, den Fluss zu \u00fcberqueren und einen Blockposten auf dem n\u00f6rdlichen Flussufer zu errichten. Was die Richtung Wesela Gora-Stschastje angeht, so m\u00f6chten wir nochmal an Siwerskyj Donez erinnern &#8211; die S\u00f6ldner-Aktivit\u00e4t in der angegebenen Region kann nur einen ablenkenden Charakter haben.<\/p>\n<p>Gehen wir weiter unten nach S\u00fcden. Die S\u00f6ldner setzen die Kr\u00e4fte-Anh\u00e4ufung f\u00fcr einen Angriff auf Awdijiwka fort. Wom\u00f6glich liegt der Grund in der Kokerei, wom\u00f6glich &#8211; in der Notwendigkeit, die ATO-Kr\u00e4fte m\u00f6glichst weit von der Bundesstrasse M04 abzudr\u00e4ngen, um eine Kontrolle \u00fcber die Technikverlegung der S\u00f6ldner zu vermeiden. So oder so werden die S\u00f6ldner ihre Versuche, Awdijiwka einzunehmen, nicht sein lassen.<\/p>\n<p>Wenn man noch s\u00fcdlicher geht, so muss man hier eine erh\u00f6hte Aktivit\u00e4t der S\u00f6ldner im Raum von Dokutschajiwsk und Starobeschewe vermerken. Der Gegner setzt die Anh\u00e4ufung der Technik f\u00fcr einen m\u00f6glichen Angriff auf Wolnowacha und ferner auf Wolodarske und Manhusch mit dem Ziel, Mariupol von den Versorgungswegen abzuschneiden, fort. Dabei ziehen sie die Technik in den Raum von Schyrokyne zusammen, in dem Versuch, die ATO-Kr\u00e4fte dorthin zu locken. Man sollte auch ein m\u00f6gliches Landen im Raum von der Ortschaft Berdjansk erwarten, was im Licht der letzten Man\u00f6ver der Marineinfanterie der Streitkr\u00e4fte Russlands auf der Krim aktuell wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i style=\"font-family: HelveticaNeue;color: #535353;line-height: 1.5\">Dieses Material wurde vom Milit\u00e4ranalytiker des <span style=\"color: #333333\"><strong><a style=\"color: #333333\" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/7314-svodka-komandy-informnapalm-po-sostoyanyyu-na-24-marta-2015-goda\">InformNapalmTeams<\/a><\/strong><\/span> <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/vasylart?fref=ts\">Artem Wasilenko<\/a> unter aktiver informativer Unterst\u00fctzung der<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/7314-svodka-komandy-informnapalm-po-sostoyanyyu-na-24-marta-2015-goda\"><strong> InformNapalmGruppe<\/strong><\/a> vorbereitet; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a>. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unser Projekt erforderlich.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDer Krieg liebt den Sieg und mag keine Dauer.\u201c Song Jiang Wir haben den Lagebericht mit diesen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":121,"featured_media":4770,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[98,228,78],"tags":[6,9,59,517],"class_list":["post-4768","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-informnapalm-eilmeldungen","category-lagebericht","tag-ato","tag-donbass","tag-krieg","tag-lagebericht"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Lagebericht des InformNapalmTeams vom 24.03.2015 - 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Die Waffenruhe, die nach dem Abzug der ATO-Kr\u00e4fte aus Debalzewe eingetreten ist, war f\u00fcr beide Seiten n\u00f6tig. Die S\u00f6ldner trugen grosse Verluste (zum Beispiel haben sich die lokalen S\u00f6ldner von Altschewsk krank gestellt und die Zeit in Krankenh\u00e4usern verbracht, um nicht sp\u00e4ter wieder an die Front zu kommen), die ukrainische Armee war wegen ihrem Abzug demoralisiert.\r\n\r\nSp\u00e4ter\u00a0gab es den Abzug schwerer Bewaffnung. Im Unterschied zu ATO-Kr\u00e4ften, bewegten die S\u00f6ldner ihre Technik im Kreis, indem sie diese \u00fcber die Haupttransportwege abzogen und dann \u00fcber die Feldwege wieder zur\u00fcckbrachten. Mit welchem Ziel es gemacht wurde - ob sie die OSZE-Vertreter durcheinanderbringen oder ihre K\u00e4mpfer mit etwas besch\u00e4ftigen wollten, damit die Disziplin nicht zerf\u00e4llt- ist noch unklar. Klar ist nur eins: indem sie den Artillerieabzug imitierten, konnten die S\u00f6ldner eine bedeutende Menge an mechanisierten Einheiten in\u00a0vermutlichen Hauptrichtungen der Angriffe anh\u00e4ufen. Ausserdem muss man die permanenten Gefechtsvorbereitung-\u00dcbungen der Gegner-Einheiten erw\u00e4hnen, wie auch die Errichtung von Befestigungsanlagen in faktisch allen Richtungen.\r\n\r\nAber, wie es sich herausgestellt hat, hat\u00a0die Waffenruhe doch eine Rolle gespielt. Durch welches Wunder auch immer, aber unserer Regierung ist es gelungen, die erste Tranche in der Gr\u00f6sse von 5 Milliarden Euro vom Internationalen W\u00e4hrungsfond zu bekommen. Genau dieser Umstand spielt f\u00fcr Moskau eine nicht unwichtige Bedeutung bei der Auswahl des weiteren Vorgehens. Erstens versteht nun Putin, dass ihm nicht mehr einfach nur so Angst eingejagt wird. Die \u201egrosse Besorgtheit\u201c von Europa zur Situation in der Ukraine ist beendet, und Merkel hat nicht umsonst mit einer ad\u00e4quaten Antwort auf die Angriffe auf Mariupol und den Norden von Donbass gedroht. Die Weltfinanzm\u00e4nner haben ein Jahr lang dieses Geld unter Kr\u00e4mpfen \u201ezur Welt gebracht\u201c, und sind nun einfach nur verpflichtet, alles zumindest f\u00fcr eine Zeitlang so zu lassen, wie es nun ist.\r\n\r\nZweitens gibt es das verabschiedete Gesetz zum besonderen Status von Donezker und Luhansker Gebiete. Oder besser gesagt: die Weigerung, hier die russische Idee zu akzeptieren. Das stellt Russland faktisch unter einen grossen Druck der Weltgemeinschaft, und zwingt Putin, M\u00f6glichkeiten zur Nichtfinanzierung der okkupierten Territorien und einen anderen Weg zur Destabilisierung der Lage in der Ukraine zu suchen.\r\n\r\nUnd hier hat man eben M\u00f6glichkeiten. Wir werden auf das Wesen des Krieges von \u201eKolomojskyj gegen alle\u201c nicht eingehen. Wie auch auf die neuen Perlen von Firtasch nicht. Putin hat andere Varianten: zum Beispiel Achmetow.\r\n\r\nGenau mit Hilfe Achmetows wird Moskau Mariupol zu zerr\u00fctten versuchen. Was nicht bedeutet, dass Rinat Achmetow ein Agent Moskaus ist. Nur kann Moskau mit den Interessen von Achmetow ein sch\u00f6nes Spiel machen. Worin besteht es? Zum Beispiel darin, dass bei der stark besch\u00e4digten Infrastruktur von Donbass, die Betriebe von Achmetow wie durch ein Wunder vom Krieg verschont geblieben sind. Eben darum ist es gut m\u00f6glich, dass die Prorussen Mariupol zerr\u00fctten und dann in die Stadt die Armee der sogenannten \u201eDVR\u201c eingef\u00fchrt wird. Wenn man noch die Versuche mit dem Berdjansker Flughafen ber\u00fccksichtigt, ist diese Variante sehr wahrscheinlich. Daraus ergibt sich eben, dass w\u00e4hrend jemand noch die \"Ukrtransneft\" aufteilt, sich wo anders ein weiteres St\u00fcck der Ukraine abspalten kann.\r\n\r\nAber, wenn die Gewaltvariante vorgezogen wird, so wird diese folgendermassen aussehen: auf dem Hintergrund des Geschehens in Kostjantyniwka, wo ein tragischer Fall passierte, f\u00fchrte der Gegner eine Verlegung der Kr\u00e4fte an die nordwestlichen R\u00e4nder der Ortschaft Horliwka durch, h\u00f6chstwahrscheinlich wurde dabei angenommen, dass die Missmut der Bev\u00f6lkerung \u00fcber den Tod des M\u00e4dchens zu Massenunruhen f\u00fchren wird, welche der 81. Brigade die H\u00e4nde binden werden, was einen Durchbruch in Richtung Horliwka-Dserschynsk-Kostjantyniwka zu vollbringen und die Einnahme der Stadt durchzuf\u00fchren erlaubt.\r\n\r\nMan sollte hier die abgestimmte Arbeit des Leitung des Verteidigungsministeriums wie auch der Medien hervorheben, die nicht nur die Bestrafung der Schuldigen auszuf\u00fchren, sondern diesen Prozess auch im Informationsraum g\u00fcnstig zu pr\u00e4sentieren erlaubte. Wobei es noch zu fr\u00fch ist, sich zu beruhigen- nach einer Information, die noch einer Pr\u00fcfung bedarf, ist in Kostjantyniwka ein S\u00f6ldnerkern angekommen, der die Situation in der Stadt zu destabilisieren versuchen wird.\r\n\r\nDer Information aus offenen Quellen nach zu urteilen, reparierten die S\u00f6ldner die Eisenbahnwege in der Ortschaft Debalzewe, was ihnen die Versorgung der Einheiten, die sich nah an die Ber\u00fchrungslinie befinden, bedeutend erleichtert.\r\n\r\nAber der Angriff entlang der Bundesstrasse M03 Debalzewe-Artemiwsk ist wegen dem Vorhandensein eines Wasserspeichersystems zwischen den Ortschaften faktisch unm\u00f6glich. Daf\u00fcr sehen aber die Angriffe aus Horliwka und Perwomajsk auf Artemiwsk ziemlich verlockend aus. Um so mehr, falls den S\u00f6ldnern gelingt, die Ortschaft Kostjantyniwka einzunehmen.\r\n\r\nIm Falle der Einnahme von Kostjantyniwka werden die S\u00f6ldner h\u00f6chstwahrscheinlich nicht versuchen, durch die Ortschaften Druschkiwka und Oleksijewo-Druschkiwka bei Kramatorsk herauszukommen, denn wahrscheinlich erinnern sich die Gener\u00e4le der Streitkr\u00e4fte Russlands an die traurige Erfahrung des Ersten Tschetschenischen Krieges, daf\u00fcr ist das Vorr\u00fccken in Richtung Slowjansk \u00fcber die M03 eine f\u00fcr sie wunderbare Variante.\r\n\r\nDabei sollten wir nicht vergessen, dass bald alles gr\u00fcn wird, und wir uns gut an die Sommer-Kampagne des letzten Jahres erinnern, als sich die unbedeutenden S\u00f6ldnerkr\u00e4fte gegen die ATO-Kr\u00e4fte gerade im Norden des Gebietes ziemlich gut behaupteten, indem sie Partisanentaktik anwandten. Ausserdem erlaubt die Kontrolle \u00fcber Kostjantyniwka eine Offensive auf Krasnoarmijsk zu entwickeln, was den S\u00f6ldnern die westlichen Tore des Gebietes zu kontrollieren erlauben wird.\r\n\r\nDas Szenario einer Offensive auf Krasnoarmijsk unter die Lupe zu nehmen haben uns die Ereignisse gezwungen, die oben beschrieben wurden, und zwar: der Krieg Kolomojskyjs gegen die Oligarchen und Obrigkeit. Man m\u00f6chte daran erinnern, dass es in Dnjepropetrowsk, dessen Einwohner haupts\u00e4chlich bei \"Juschmasch\" arbeiten und der L\u00f6wenanteil dessen Produktion wiederum auf Russland orientiert ist, bis heute keinerlei Anzeichen von Separatismus nur dank dem Vorgehen von Gouverneur des Gebietes gab. Der Druck auf Kolomoiski kann zur Destabilisierung der Lage in der Region mit allen daraus folgenden Konsequenzen f\u00fchren...\r\n\r\nWir haben im vorangegangenen Bericht schon mal geschrieben, dass die Einnahme der Ortschaft Artemiwsk den S\u00f6ldnern die Versorgung der ATO-Kr\u00e4fte zu erschweren erlauben wird. Ferner wird die Besetzung von Artemiwsk den S\u00f6ldnern die linke Flanke zu decken und eine Offensive auf die Ortschaft Lyssytschansk zu entwickeln erlauben, mit dem Ziel der Kontroll\u00fcbernahme \u00fcber die \u00dcberfahrten.\r\n\r\nBesondere Aufmerksamkeit sollte man auf die Stelle mit den Koordinaten N48,819444\u00b0 E38,588033\u00b0 lenken, wo sich im Raum von Ustiniwka die Furt \u00fcber den Fluss Siwerskyj Donez befindet, die vom ehemaligen Polygon geblieben ist. Die Kontrolle \u00fcber diese wird den S\u00f6ldnern ihre Technik auf das n\u00f6rdliche Flussufer zu verlegen und zur Ortschaft Stschastje vom Norden aus zu kommen erlauben.\r\n\r\nIn Materialien von <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?s=irakli&amp;submit=Search\">Irakli Komaxidze<\/a> kann man die Anh\u00e4ufung einer Angriffsgruppe des Gegners im Raum der Ortschaft Millerowo nachverfolgen, was einen Angriff von der Seite Russlands unter dem Deckmantel eines\u00a0\u00dcbergangs \u00fcber Siwerskyj Donez im Raum von Lyssytschansk und Ustiniwka sehr wahrscheinlich macht.\r\n\r\nAnalogisch sollte man besondere Aufmerksamkeit auch der Stanyzja Luhanska widmen, wo die S\u00f6ldner schon mal versucht haben, den Fluss zu \u00fcberqueren und einen Blockposten auf dem n\u00f6rdlichen Flussufer zu errichten. Was die Richtung Wesela Gora-Stschastje angeht, so m\u00f6chten wir nochmal an Siwerskyj Donez erinnern - die S\u00f6ldner-Aktivit\u00e4t in der angegebenen Region kann nur einen ablenkenden Charakter haben.\r\n\r\nGehen wir weiter unten nach S\u00fcden. Die S\u00f6ldner setzen die Kr\u00e4fte-Anh\u00e4ufung f\u00fcr einen Angriff auf Awdijiwka fort. Wom\u00f6glich liegt der Grund in der Kokerei, wom\u00f6glich - in der Notwendigkeit, die ATO-Kr\u00e4fte m\u00f6glichst weit von der Bundesstrasse M04 abzudr\u00e4ngen, um eine Kontrolle \u00fcber die Technikverlegung der S\u00f6ldner zu vermeiden. So oder so werden die S\u00f6ldner ihre Versuche, Awdijiwka einzunehmen, nicht sein lassen.\r\n\r\nWenn man noch s\u00fcdlicher geht, so muss man hier eine erh\u00f6hte Aktivit\u00e4t der S\u00f6ldner im Raum von Dokutschajiwsk und Starobeschewe vermerken. Der Gegner setzt die Anh\u00e4ufung der Technik f\u00fcr einen m\u00f6glichen Angriff auf Wolnowacha und ferner auf Wolodarske und Manhusch mit dem Ziel, Mariupol von den Versorgungswegen abzuschneiden, fort. Dabei ziehen sie die Technik in den Raum von Schyrokyne zusammen, in dem Versuch, die ATO-Kr\u00e4fte dorthin zu locken. Man sollte auch ein m\u00f6gliches Landen im Raum von der Ortschaft Berdjansk erwarten, was im Licht der letzten Man\u00f6ver der Marineinfanterie der Streitkr\u00e4fte Russlands auf der Krim aktuell wird.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<i style=\"font-family: HelveticaNeue;color: #535353;line-height: 1.5\">Dieses Material wurde vom Milit\u00e4ranalytiker des <span style=\"color: #333333\"><strong><a style=\"color: #333333\" href=\"https:\/\/informnapalm.org\/7314-svodka-komandy-informnapalm-po-sostoyanyyu-na-24-marta-2015-goda\">InformNapalmTeams<\/a><\/strong><\/span> <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/vasylart?fref=ts\">Artem Wasilenko<\/a> unter aktiver informativer Unterst\u00fctzung der<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/7314-svodka-komandy-informnapalm-po-sostoyanyyu-na-24-marta-2015-goda\"><strong> InformNapalmGruppe<\/strong><\/a> vorbereitet; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a>. 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