{"id":5989,"date":"2015-05-10T05:55:40","date_gmt":"2015-05-10T05:55:40","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=5989"},"modified":"2016-10-21T09:18:18","modified_gmt":"2016-10-21T09:18:18","slug":"wladislaw-surkow-die-ukrainische-spur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wladislaw-surkow-die-ukrainische-spur\/","title":{"rendered":"Wladislaw Surkow. Die ukrainische Spur."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right\"><em>von<strong> <a href=\"http:\/\/lb.ua\/cabinet\/5_sonya_koshkina.html\">Sonja\u00a0Koschkina<\/a>, Chefredakteurin der lb.ua<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&#8222;Im Laufe des Winters 2013\/14 bekam Kiew dreimal Besuch von verschiedenen Gruppen der Mitarbeiter von FSB und russischem Innenministerium . Das erste Mal &#8211; 13. bis 15. Dezember &#8211; kam die gr\u00f6\u00dfte Gruppe: 26 Personen. Das zweite Mal &#8211; 26. bis 29. Januar &#8211; 6 Personen. Und das dritte Mal &#8211; 20. bis 21. Februar &#8211; 7 Personen. Dabei f\u00e4llt auf, dass die &#8222;G\u00e4ste&#8220; jedesmal nach einem H\u00f6hepunkt der Konfrontation aufgetaucht sind. Im Dezember &#8211; nach dem Versuch der Aufl\u00f6sung des Maidan vom 10. auf den 11. Dezember. Im Januar &#8211; nach dem Vereiteln der Verh\u00e4ngung des Ausnahmezustands. Im Februar\u00a0&#8211; <a href=\"http:\/\/society.lb.ua\/accidents\/2014\/02\/18\/255817_hronika_krovavih_stolknoveniy.html\">nach dem Massaker am 18. Februar<\/a>\u00a0und am Tag der Massenerschie\u00dfung auf\u00a0der Institutska Stra\u00dfe.&#8220;<\/p>\n<p>Das ist ein Ausschnitt aus dem Buch <a href=\"http:\/\/society.lb.ua\/life\/2015\/02\/15\/295643_sonya_koshkina_rasskazala_knige.html\">&#8222;Maidan. Die unerz\u00e4hlte Geschichte&#8220;<\/a>, das sich mit der Untersuchung der Aktivit\u00e4ten des russischen Geheimdienstes in Kiew w\u00e4hrend der Revolution der W\u00fcrde befasst. <a href=\"http:\/\/society.lb.ua\/war\/2015\/02\/18\/296032_plan_unichtozheniya_maydana.html\">Zum ersten Mal wurde es am 18. Februar 2015 auf LB.ua<\/a> ver\u00f6ffentlicht &#8211; am ersten Jahrestag der tragischen Ereignisse.<\/p>\n<p>Am Abend des folgenden Tages, in einer Sendung des Fernsehsenders &#8222;1+1&#8220; berichtete der Leiter des SBU Walentin Naliwajtschenko von dem Verlauf der Untersuchung der entsprechenden F\u00e4lle und best\u00e4tigte dabei die Tatsache der Anwesenheit von russischen Sicherheitskr\u00e4ften auf dem Maidan. Desweiteren erz\u00e4hlte Naliwajtschenko Folgendes: &#8222;Die Mitarbeiter der SBU-Sondereinheit &#8222;Alpha&#8220; haben ausgesagt, dass die sogenannte Anti-Terror-Operation (<em>ATO auf dem Maidan am 18. &#8211; 20. Februar<\/em>) <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/01\/27\/253297_danilyuk_sprovotsiroval_razrabotku.html\">von russischen Offizieren geleitet wurde<\/a>.\u00a0Au\u00dferdem haben sie \u00fcber die Standorte der ausl\u00e4ndischen Scharfsch\u00fctzen-Gruppen ausgesagt, welche sowohl auf die Demonstranten als auch auf die Sicherheitskr\u00e4fte geschossen haben&#8220;.<\/p>\n<p>Und weiter: &#8222;Im Rahmen dieser Ermittlung haben wir Zugriff auf die Dienstgrade, Namen, Kopien der Ausweise, Zeitpunkt der Einreise und Ausreise, \u00fcber welche Kan\u00e4le sie kommuniziert haben, in welchen R\u00e4umen sie sich befanden, wie der Berater des Pr\u00e4sidenten Putin, Surkow, sie geleitet hat&#8220;, &#8211; berichtete Naliwajtschenko.<\/p>\n<p>Die Schlussfolgerung daraus w\u00e4re einfach und offensichtlich: die zwielichtige &#8222;graue Eminenz&#8220; des Kremls hat praktisch pers\u00f6nlich die Scharfsch\u00fctzen angewiesen, wo und auf wen sie schie\u00dfen sollten. Aber ist dem so? Oder ist die Geschichte mit den Scharfsch\u00fctzen eine Sache, die mit den russischen Sicherheitskr\u00e4ften &#8211; eine, und die mit der Rolle, die Wladislaw Surkow spielte &#8211; noch etwas anderes? Es ist offensichtlich, dass die Antworten darauf die ukrainischen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden liefern sollten. Es ist allerdings genug Zeit vergangen, aber nicht viel aufgekl\u00e4rt worden. So sagte letztens der Generalstaatsanwalt Wiktor Schokin <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2015\/04\/09\/301451_viktor_shokin_komandu_strelyat.html\">in einem Interview mit LB.ua<\/a>: es wurde festgestellt, dass die Scharfsch\u00fctzen, die Maidan beschossen haben, in Verbindung zu Sicherheitsdiensten standen. Zu Sicherheitsdiensten welchen Staates, hat er nicht pr\u00e4zisiert. Und was Surkow damit zu tun hatte &#8211; auch nicht.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang hat LB. ua beschlossen, eigene Untersuchung dieser Angelegenheit durchzuf\u00fchren. Zu unserem Gl\u00fcck haben die Informationen \u00fcber die russischen &#8222;Reisenden&#8220;, die bei der Recherche zum Buch gesammelt wurden, uns die Arbeit deutlich erleichtert. Es folgt ein detailliertes Bericht dar\u00fcber, wer diese Personen waren, was genau sie in Kiew taten, wann Wladislaw Surkow in der ukrainischen Hauptstadt aufgetaucht ist, wie oft &#8211; in der Zeit zwischen Herbst 2013 und Fr\u00fchjahr 2014 &#8211; er in die Ukraine kam (nicht nur nach Kiew), wen er getroffen hat, was er zusammen mit dem FSB-General Beseda am 21. Februar in der Bankowa Stra\u00dfe gemacht hat &#8211; ein paar Stunden vor der Unterzeichnung des Friedensabkommens durch Janukowitsch, welche Verbindung sie zu den besagten &#8222;Scharfsch\u00fctzen&#8220; hatten, und wie es sie alle anschlie\u00dfend auf die Krim verschlagen hat.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #000000\"><strong>Die Vorbereitungsphase<\/strong><\/span><\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/82.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5995 size-full alignright\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/82.jpg\" alt=\"8\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im November 2013 hatte Wiktor Janukowitsch tats\u00e4chlich vor, das Assoziierungsabkommen der Ukraine mit der EU zu unterzeichnen. Die &#8222;europ\u00e4ischen Bestrebungen&#8220; des vierten Pr\u00e4sidenten waren kein Bluff, wie viele damals dachten, kein Erpressungsversuch gegen\u00fcber Moskau (um angeblich die f\u00fcr Kiew g\u00fcnstigere Bedingungen f\u00fcr die wirtschaftliche Zusammenarbeit &#8222;auszuhandeln&#8220;). Nein, Janukowitsch hatte tats\u00e4chlich vor, das Abkommen zu besiegeln, was ihm wahrscheinlich Erfolge im Jahr 2015 eingebracht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Am 3. September 2013 wurde die n\u00e4chste Sitzung des ukrainischen Parlaments er\u00f6ffnet, bei der geplant war, die Gesetze aus dem &#8222;Eurointegrations-Paket&#8220; endg\u00fcltig zu verabschieden. Am 4. September, beim Treffen mit der Fraktion, hat <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2013\/11\/11\/239842_efremov_yanukovich_davit_pr.html\">Wiktor Janukowitsch selber die Vorteile der pro-europ\u00e4ischen Entscheidung vor seinen Mitstreitern angepriesen<\/a> &#8211; bei der Partei der Regionen gab es noch viele &#8222;Andersdenkende&#8220;, vor allem diejenigen, deren Unternehmen eng mit den russischen M\u00e4rkten verbunden waren.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den Mitgliedern der Fraktion waren die Russen sich vollkommen bewusst, dass Janukowitsch es ernst meinte, also zogen sie es vor, vorbeugend zu handeln. Zu einer &#8222;Vorsichtsma\u00dfnahme&#8220; wurde <a href=\"http:\/\/lb.ua\/tags\/12710_torgovaya_voyna_s_rossiey.html\">der erbitterte Handelskrieg gegen die Ukraine<\/a>, den Russland noch im Sommer angefangen hat.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Putin hat damals den Mitarbeitern aufgetragen, einen komplexen Aktionsplan f\u00fcr die staatlichen Beh\u00f6rden, Ministerien und \u00c4mter f\u00fcr den Fall der Unterzeichnung des Abkommens der Ukraine mit der EU zu entwickeln. Im Rahmen dieses Plans hat man die Sanktionen gegen die ukrainischen Unternehmen und Gesch\u00e4ftspartner festgelegt. Au\u00dferdem hat man eine Informationskampagne gestartet, die das Ziel hatte, ein Bild von dem &#8222;europ\u00e4ischen Feind&#8220; zu kreieren, der die russischen &#8222;Glaubenss\u00e4tze&#8220;, &#8222;Grunds\u00e4tze&#8220; usw. gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Am 14. August haben <a href=\"http:\/\/economics.lb.ua\/state\/2013\/08\/14\/219740_rossiya_zakrila_granitsi.html\">die russischen Zollbeh\u00f6rden die Grenze f\u00fcr alle ukrainischen Exportwaren geschlossen<\/a>. Alleine die Landwirtschaft trug davon Verluste von 5,5 Mio am Tag. Auch der Konzern &#8222;Roshen&#8220; hat erheblich darunter gelitten, er hat als erster den Zugang zum russischen Markt verloren &#8211; noch Ende Juli. Am 16. August hat Wladimir Putin &#8211; in einem privaten Telefongespr\u00e4ch &#8211; Wiktor Janukowitsch die &#8222;rosigen Aussichten&#8220; f\u00fcr die Zukunft der Ukraine geschildert, falls sie es sich mit Europa nicht &#8222;anders \u00fcberlegen&#8220; sollte. Am 26. August ist der Premierminister <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2013\/08\/18\/220528_azarov_medvedev_torgovie_voyni.html\">Asarow zum Premierminister Medwedew gefahren<\/a> &#8211; das war ein Versuch, den Zollkonflikt auf der Regierungsebene zu l\u00f6sen. Es half nichts. Der &#8222;Handelskrieg&#8220; wurde sogar zu einem Grund f\u00fcr die Dringlichkeitssitzung des Ausschusses f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten des Europ\u00e4ischen Parlaments. Das war am 28. August, und am 29. hat Wiktor Janukowitsch erneut erkl\u00e4rt, <span style=\"color: #000000\">Europa sei &#8222;unsere wichtigste Priorit\u00e4t&#8220;<\/span>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/35.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-5991 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/35.jpg\" alt=\"3\" width=\"620\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/35.jpg 620w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/35-300x193.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Parallel zu den wirtschaftlichen Hebeln hat Moskau auch die spezifische &#8222;Shuttle-Diplomatie&#8220; eingesetzt &#8211; hohe G\u00e4ste aus Moskau haben sich privat mit den einflussreichen ukrainischen Gesch\u00e4ftsleuten getroffen und dabei auf jede Art und Weise versucht, sie zu &#8222;\u00fcberzeugen&#8220;. <strong>Der hochrangigste von ihnen war der Berater des russischen Pr\u00e4sidenten, Wladislaw Surkow.<\/strong><\/p>\n<p>Sein erster &#8222;inoffizieller&#8220; Besuch nach Kiew wird <strong>Mitte August 2013<\/strong> datiert. Der Besuch muss inoffiziell gewesen sein, denn die Reise wurde nicht vom Au\u00dfenministerium arrangiert (wie es bei Amtspersonen sein sollte).<\/p>\n<p>&#8211;<em> &#8222;Zu deiner Information: alle gesch\u00e4flichen Fragen werden jetzt von uns mit Surkow besprochen,&#8220;<\/em> &#8211; war der kurze Kommentar meines Gespr\u00e4chspartners aus dem n\u00e4heren Umfeld von Janukowitsch (er war ebenfalls von den Folgen des Handelskriegs betroffen).<\/p>\n<p>Einige Treffen mit Surkow fanden im Hotel &#8222;Intercontinental&#8220; statt, das damals wie heute von den f\u00fchrenden Mitgliedern der Partei der Regionen bevorzugt wurde. Aus Kiew fuhr Surkow auf die Krim. <strong>Auf der Halbinsel befand er sich vom 13. bis 14. August<\/strong>. Das ist ein wichtiger Punkt, den m\u00fcssen wir uns merken.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #000000\"><strong>&#8222;Unterst\u00fctzergruppe&#8220; des FSB und Innenministeriums Russlands<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Die Bem\u00fchungen Moskaus waren fruchtbar. Kurz vor dem Gipfeltreffen in Vilnius hat Wiktor Janukowitsch es sich &#8222;anders \u00fcberlegt&#8220;. Am 21. November begann die Revolution der W\u00fcrde. Am ersten Tag des Winters &#8211; gleich nach der <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2013\/11\/30\/243414_berkut_razognal_evromaydan.html\">blutigen Vertreibung der Studenten<\/a> &#8211; kam sie in die aktive Phase. In der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember wurde ein erneuter Versuch, Maidan zu vernichten, unternommen. Die westlichen Diplomaten, unter Berufung auf ihre Quellen, haben behauptet, dass hinter diesem Versuch Oleksandr Janukowitsch und sein G\u00fcnstling Witalij Sachartschenko standen.<\/p>\n<p>Sehr bald &#8211; <strong>schon am 13. Dezember<\/strong> &#8211; landete in Kiew zum ersten mal eine gemischte &#8222;Besuchergruppe&#8220; des russischen Innenministeriums und FSB. Insgesamt 27 Personen (die Passdaten sind bekannt). Die Erlaubnis zur Reise wurde von Wladislaw Surkow unterschrieben. An der Spitze der Gruppe stand der stellvertretende Leiter der zweiten Dienstelle des FSB, Leiter des Amtes f\u00fcr Verfassungsschutz, Generalleutnant Alexej Schalo. Die Quellen unter den russischen Sicherheitskr\u00e4ften bezeichnen ihn als einen Fachmann f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der oppositionellen Protestbewegung.<\/p>\n<p>Der Besuch hatte einen offiziellen Charakter &#8211; er wurde als eine Dienstreise der Mitarbeiter des FSB zu dem befreundeten SBU abgewickelt. Nach dem Motto: Erfahrungsaustausch, bisschen Kontakte kn\u00fcpfen und so weiter. In Kiew wurden die G\u00e4ste vom stellvertretenden Leiter des SBU, Wolodymyr Byk, empfangen und betreut. Er handelte nat\u00fcrlich im Auftrag des Leiters von SBU, Oleksandr Jakymenko. Au\u00dfer diesen beiden hatte noch ein Stellvertreter einen intensiven Kontakt zu den &#8222;G\u00e4sten&#8220;, n\u00e4mlich der Leiter des Zentrums f\u00fcr Terrorabwehr des SBU, Wolodymyr Tozkij <em>(er leitete die Gewaltma\u00dfnahmen gegen Maidan am 18. Februar &#8211; Anm. d. Autorin<\/em>).<\/p>\n<p>Um das Durchsickern von Informationen zu vermeiden, wurden die Russen auf einer geschlossenen Basis des SBU bei Kiew untergebracht. Sie wurden mit Kommunikationsmitteln ausgestattet und bekamen den Zugang zu allen m\u00f6glichen Informationsquellen. In Begleitung von Byk besuchten sie auch Maidan &#8211; um zu beobachten, auskundschaften usw. (<em>anscheinend ist es das, wor\u00fcber Naliwajtschenko bei &#8222;1+1&#8220; gesprochen hat, &#8211; Anm.d. Autorin<\/em>).<\/p>\n<p>Ukrainische Experten vermuten, dass das Ergebnis der &#8222;Zusammenarbeit&#8220; der &#8222;befreundeten Geheimdienste&#8220; die Entwicklung eines konkreten Plans zur Eingrenzung der Proteste in der Ukraine werden sollte. &#8222;Gott sei Dank&#8220; haben die Russen da reichlich Erfahrung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/45.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-5992 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/45.jpg\" alt=\"4\" width=\"640\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/45.jpg 640w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/45-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ob es tats\u00e4chlich stimmt, kann man nicht mit Sicherheit sagen &#8211; wie wir schon berichten mussten, sind die meisten wichtigsten Dokumente aus der Zeit vernichtet worden. Am 20. und 21. Februar, als es klar wurde, dass das Regime fiel, brannten im Innenhof der SBU-Zentrale, in der Wolodymyrska Stra\u00dfe, die Feuer der Inquisition &#8211; man hatte es so eilig, dass <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2015\/03\/17\/298905_nalivaychenko_yakimenko_lichno_otdal.html\">der ganze Inhalt der Tresore\u00a0ins Feuer gekippt wurde<\/a>. Das Gleiche geschah beim Innenministerium und bei der Oberstaatsanwaltschaft.<\/p>\n<p>Trotzdem ist die Vermutung der ukrainischen Experten nachvollziehbar. Am Anfang des Artikels haben wir schon davon geschrieben, dass die &#8222;Besuchergruppe&#8220; innerhalb von drei Monaten dreimal nach Kiew kam. Jedesmal nach dem n\u00e4chsten H\u00f6hepunkt der Konfrontation. Anscheinend um die &#8222;Fehler zu korrigieren&#8220;, die Ereignisse in die richtige Richtung zu lenken. Nat\u00fcrlich in die Richtung, die Russland f\u00fcr richtig h\u00e4lt. Und das geschah nicht nur mit Wissen, sondern in Absprache mit der obersten Staatsf\u00fchrung der Ukraine.<\/p>\n<p>Und noch ein Detail. Am n\u00e4chsten Tag, nachdem die &#8222;G\u00e4ste&#8220; die ukrainische Hauptstadt im Dezember verlassen haben, folgte ihnen Wiktor Janukowitsch. Am 16. und 17. Dezember fand sein Besuch in Moskau statt, in dessen Verlauf Janukowitsch zusammen mit Putin eine strategische Vereinbarung unterschrieben hat, die der Ukraine die Senkung des Gaspreises und die Gew\u00e4hrung eines 15-Milliarden-Kredits garantierte. Von dieser Vereinbarung haben die Ukrainer aus dem Tweet des Redakteurs von &#8222;The Economist&#8220; <span style=\"color: #000000\">Edward Lucas<\/span> erfahren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/54.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-5993 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/54.jpg\" alt=\"5\" width=\"517\" height=\"381\" srcset=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/54.jpg 517w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/54-300x221.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 517px) 100vw, 517px\" \/><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #000000\"><strong>Russische Granaten gegen Maidan<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Anfang 2014 kommt der russische Botschafter in der Ukraine, Michail Surabow, ins Spiel. Im Vergleich zu Surkow spielte er eher eine Nebenrolle &#8211; ein Verbindungsmann, der die Informationen von Moskau nach Kiew und von Kiew nach Moskau weiterleitete. Und dabei war er sehr erfolgreich.<\/p>\n<p>So z. B. , am <strong>9. und 10. Januar kam Michail Surabow in das Pr\u00e4sidialamt<\/strong>. Sein Ziel war ein Treffen mit dem damaligen stellvertretenden Leiter des Pr\u00e4sidialamtes f\u00fcr humanit\u00e4re Angelegenheiten, Juri Tschmyr.<\/p>\n<p>Bevor er zum Pr\u00e4sidialamt gewechselt ist, war Tschmyr der Gouverneur der Region Sumy. In die Bankowa-Strasse kam er am 16. Dezember 2013. Die \u00c4ra von Sergej Lewotschkin beim Pr\u00e4sidialamt ging damals schon zu Ende. Offiziell endete sie erst Mitte Januar, als Lewotschkin von Klujew abgel\u00f6st wurde, die <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2013\/11\/30\/243434_levochkin_podal_otstavku_smi.html\">R\u00fccktrittserkl\u00e4rung hat er aber zum ersten Mal tats\u00e4chlich gleich nach der Vertreibung der Studenten eingereicht.<\/a><\/p>\n<p>Und obwohl Janukowitsch seinen R\u00fccktritt nicht akzeptiert hat, wurde die Stellung von Lewotschkin beim Pr\u00e4sidialamt deutlich geschw\u00e4cht. Vor allem deswegen, weil er sich von seinem &#8222;Chef&#8220; (<em>wie er Janukowitsch sein Leben lang hinter dessen R\u00fccken genannt hat, &#8211; Anm. d. Autorin<\/em>) auf jede erdenkliche Weise distanzieren wollte. F\u00fcr den &#8222;Chef&#8220; hatte es negative Folgen in Form von Erlahmen des &#8222;Informationsblocks&#8220;.<\/p>\n<p>Bis jetzt hat Lewotschkin stets gew\u00e4hrleistet, dass dieser einwandfrei funktioniert, und nun so ein Pech&#8230; Um ein alternatives Datenzentrum beim Pr\u00e4sidialamt zu schaffen, hat man Tschmyr ins Boot geholt. Zuerst wurde ihm die humanit\u00e4re Abteilung zugewiesen &#8211; f\u00fcr den Anfang. Es war geplant, dass er nach der Eingew\u00f6hnungsphase die Informationspolitik \u00fcbernehmen sollte.<\/p>\n<p>Im Wissen darum hat Surabow beschlossen, &#8222;den Kontakt herzustellen&#8220;. Tschmyr war f\u00fcr ihn als ein Mittel des Informationsaustauschs wichtig. Und die Informationen des Gastes lauteten, nach den Worten derer, die diesen Dialog teilweise mitbekommen haben, folgenderma\u00dfen: sehr bald werden aus Russland in die Ukraine Spezialisten geschickt, die den hochrangigen Mitarbeitern von SBU und Innenministerium den Erhalt der russischen Staatsb\u00fcrgerschaft (wenn n\u00f6tig) in Aussicht stellen und andere Vorteile anbieten w\u00fcrden. Das in Austausch f\u00fcr ihre Bereitschaft, zu &#8222;Stunde X&#8220; ohne Z\u00f6gern Gewalt gegen Euromaidan anzuwenden.<\/p>\n<p>In der Praxis &#8211; wie man sieht &#8211; <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/10\/03\/281374_yanukovich_azarov_pshonka_poluchili.html\">haben diese Versprechen ihre Wirkung gezeigt<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/63.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-5996 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/63.jpg\" alt=\"6\" width=\"610\" height=\"385\" srcset=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/63.jpg 610w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/63-300x189.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 610px) 100vw, 610px\" \/><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #000000\"><strong>Das russische und ukrainische Innenministerien gegen den Maidan<\/strong><\/span><\/h2>\n<p><strong>Am 20. Januar ist Wladislaw Surkow pers\u00f6nlich in der Bankowa-Strasse aufgetaucht.<\/strong> Das Hauptziel seines 2-t\u00e4gigen Besuchs (20. &#8211; 21.01.) &#8211; ein Treffen mit Wiktor Janukowitsch.<\/p>\n<p>Der weiteren Entwicklung der Ereignisse nach zu urteilen, hat er seine Aufgabe 100% erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Am 21. Januar &#8211; unter Berufung auf die Quellen &#8211; erschien zum ersten Mal die Meldung: im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Gruschewski Stra\u00dfe erw\u00e4gt <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2013\/12\/01\/243600_vidimosti_zapushchen_stsenariy.html\">Janukowitsch die M\u00f6glichkeit, den Ausnahmezustand zu verh\u00e4ngen<\/a>. Und zu diesem Zweck k\u00f6nnte man schon sehr bald eine Notsitzung des Parlaments einberufen. Das mit dem Parlament hat leider nicht geklappt: die meisten der &#8222;wohlgesinnten&#8220; Abgeordneten waren im Urlaub weit weg von Kiew, und sie in die Hauptstadt zu &#8222;holen&#8220; war keine leichte Aufgabe.<\/p>\n<p>Vor allem nach dem Skandal mit der Verabschiedung der &#8222;diktatorischen Gesetze&#8220;. Obwohl nach dem ukrainischen Recht der Pr\u00e4sident mit Hilfe des Nationalen Sicherheitsrates auch alleine den Ausnahmezustand h\u00e4tte verh\u00e4ngen k\u00f6nnen. Diese Entscheidung m\u00fcsste das Parlament innerhalb von 3 Tagen sanktionieren. Was passieren w\u00fcrde, falls das nicht innerhalb von 3 Tagen geschieht, hat das ukrainische Gesetz nicht erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/01\/23\/252637_stolknoveniya_ulitse_grushevskogo.html\">Die Ereignisse des 22. Januar<\/a>, die hinter den politischen Kulissen wie auch auf dem Maidan geschahen, sollten als das entscheidende Argument f\u00fcr die Verh\u00e4ngung des Ausnahmezustandes dienen. In der Bankowa-Strasse hat man alles sehr sorgf\u00e4ltig geplant. Heute ist uns klar: <strong>an der Planung war vermutlich Wladislaw Surkow beteiligt.<\/strong><\/p>\n<p>In der zweiten Januarh\u00e4lfte ist der Leiter der Logistik-Abteilung des Innenministeriums Sinow auf Gehei\u00df von Witalij Sachartschenko nach Russland gereist. Am 21. Januar vom Milit\u00e4rflugplatz Tschkalowski bei Moskau stieg in die Luft eine zivile Maschine AN-12.<\/p>\n<p>Laut dem Frachtbrief des russischen Innenministeriums befanden sich an Bord 6020 Einheiten nichtt\u00f6dlicher Waffen, und zwar:<\/p>\n<p>1050 Stk Blendgranaten &#8222;Fakel-S&#8220;;<\/p>\n<p>480 Stk Granaten &#8222;Sarja-2&#8220;;<\/p>\n<p>480 Stk Granaten &#8222;Plamja-M&#8220;;<\/p>\n<p>2520 Stk Rauch-Handgranaten RDG-2 wei\u00df;<\/p>\n<p>495 Stk Reizgas-Handgranaten RGR;<\/p>\n<p>495 Stk Reizgas-Handgranaten mit verst\u00e4rkter Wirkung;<\/p>\n<p>500 Stk Aerosol-Handgranaten.<\/p>\n<p>Das Flugzeug landete am Kiewer Flughafen Schuljany. Die wertvolle Fracht wurde von Sinow pers\u00f6nlich begleitet. Er beaufsichtigte auch die Entladung und den Transport zum Lagerort in Kiew. Interessant ist, dass die Fracht in den Begleitpapieren als &#8222;humanit\u00e4re Hilfe&#8220; deklariert war (also wurde sie steuerfrei eingef\u00fchrt). Diese nichtt\u00f6dlichen Waffen wurden durch einen Beschluss des Ministerkabinetts vom 22. Januar dem Innenministerium f\u00fcr den Dienstgebrauch \u00fcbergeben.<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/02\/19\/256133_berkut_brosal_protestuyushchih.html\">Also sind das die Granaten, die &#8222;Berkut&#8220; auf die Demonstranten warf<\/a>. Das sind genau die Granaten, die &#8222;Berkut&#8220; angefangen hat mit N\u00e4geln\/Schrauben\/Muttern zu verst\u00e4rken, was die Zerst\u00f6rungskraft deutlich erh\u00f6hte. Nur damals haben wir nichts von der &#8222;humanit\u00e4ren Hilfe&#8220; gewusst.<\/strong> Zum ersten Mal hab ich in meinem Buch davon geschrieben, sp\u00e4ter es bei Fernsehauftritten erw\u00e4hnt, jetzt werden diese Informationen zum ersten Mal \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/72.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-5997 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/72.jpg\" alt=\"7\" width=\"620\" height=\"455\" srcset=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/72.jpg 620w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/72-300x220.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber das ist noch nicht alles. Da die K\u00e4mpfe in der Gruschewski Stra\u00dfe sehr erbittert waren, hat die erste Lieferung der Ausr\u00fcstung nicht ausgereicht. Am 24. Januar hat Sinow die neue &#8222;Ladung&#8220; mitgebracht. Diesmal, wie der zweite Frachtbrief des russischen Innenministeriums uns verr\u00e4t, wurden am Flughafen &#8222;Hostomel&#8220; 7.386 Einheiten der nichtt\u00f6dlichen Waffen entladen, und zwar:<\/p>\n<p>450 Stk Blendgranaten &#8222;Fakel-S&#8220;;<\/p>\n<p>560 Stk Granaten &#8222;Sarja&#8220;;<\/p>\n<p>560 Stk Granaten &#8222;Plamja-M&#8220;;<\/p>\n<p>noch 460 Stk &#8222;Plamja-M&#8220; (wie sie sich von den ersten unterschieden, stand nicht im Frachtbrief, aber die Funktionsweise war die gleiche);<\/p>\n<p>4020 Stk Rauch-Handgranaten RDG-2 wei\u00df;<\/p>\n<p>216 Stk 40 mm Aufsatz f\u00fcr Blendwaffen;<\/p>\n<p>600 Stk Granaten &#8222;Drofa&#8220; mit kombinierter Wirkung;<\/p>\n<p>500 Stk Aerosol-Handgranaten &#8222;Dreif-2&#8220;.<\/p>\n<p>Alle oben genannten Artikel wurden f\u00fcr den Dienstgebrauch dem Innenministerium \u00fcbergeben und wurden sp\u00e4ter erst in der Gruschewski Stra\u00dfe und dann bei der entscheidenden Konfrontation auf dem Maidan eingesetzt. <span style=\"color: #000000\">Und das sind direkte dokumentierte Beweise f\u00fcr die Zusammenarbeit zwischen dem russischen und dem ukrainischen Innenministerien bei der Bek\u00e4mpfung des Maidans.<\/span><\/p>\n<p>Zur Erinnerung: <span style=\"color: #000000\">die zweite Dienstreise der russischen Sicherheitskr\u00e4fte nach Kiew dauerte vom 26. bis 29. Januar.<\/span> Diesmal waren es 6 Personen. Und wieder mit dem Generalleutnant Schalo an der Spitze.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #000000\"><strong>Februar. Drei Stippvisiten von Surkow<\/strong><\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #000000\"><strong>Am 31. Januar landete Wladislaw Surkow wieder in &#8222;Boryspil&#8220;<\/strong>.<\/span> Und nicht alleine, sondern mit den Mitgliedern seines Teams: Boris Rapoport (damals der stellvertretende Leiter des Amtes f\u00fcr die Angelegenheiten der sozio\u00f6konomischen Zusammenarbeit mit den GUS-Staaten, Abchasien und S\u00fcdossetien bei der russischen Pr\u00e4sidialverwaltung), Alexei Tschesnakow und Aleksandr Pawlow (alle drei sind enge Mitarbeiter von Surkow). <span style=\"color: #000000\">In Kiew blieben sie bis einschlie\u00dflich 1. Februar. Und wieder haben sie das Pr\u00e4sidialamt besucht.<\/span><\/p>\n<p>Die S\u00fcd-Ost-Region entging auch nicht ihrer Aufmerksamkeit. Am 11. und 12. Februar besuchten Surkow und Rapoport Donezk und die Krim. \u00dcber die Ziele dieser Reise wird LB.ua noch sp\u00e4ter berichten &#8211; in einer Artikelserie, die die Pl\u00e4ne f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/krimer-kantstein-ein-jahr-spaeter-einzelheiten-der-russischen-sonderoperation-zur-krim-annexion\/\">sorgf\u00e4ltige Vorbereitung der Annexion von Krim<\/a> durch Russland enth\u00fcllt (<em>Sie glauben doch wohl nicht, dass die Halbinsel spontan besetzt wurde, und Donezk und Luhansk von alleine &#8222;entflammt&#8220; sind?, &#8211; Anm. d. Autorin<\/em>)<span style=\"color: #000000\">.<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr diesen Artikel reicht es, wenn wir erz\u00e4hlen, dass Surkows Februar-Reise auf die Krim nicht spontan war. Zwei Wochen zuvor (27. &#8211; 29. Januar) wurde er in Moskau vom Pr\u00e4sidenten des Krimer Parlaments Wladimir Konstantinow besucht. Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde das Treffen von Surkow und Konstantinow vom russischen Generalkonsul in Simferopol, Herrn Swetlitschni, initiiert.<\/p>\n<p>Durch einen erstaunlichen Zufall wurde genau nach diesem Treffen bei der Sitzung des Pr\u00e4sidiums des Krimer Parlaments beschlossen, die Frage \u00fcber &#8222;die Durchf\u00fchrung einer Krim-weiten Befragung \u00fcber den Status der Krim und den Antrag an den russischen Pr\u00e4sidenten <span style=\"color: #333333\">mit der Bitte &#8222;um Schutz und Erhaltung des autonomen Status&#8220;<\/span> in die Tagesordnung aufzunehmen. .<\/p>\n<p>Und schon am 6. Februar machte sich <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/02\/05\/254343_yanukovich_poobshchaetsya_putinim_sochi.html\">Wiktor Janukowitsch auf den Weg zu Wladimir Putin<\/a> ins olympische Sotschi.<\/p>\n<p>Kaum hat Surkow die Angelegenheiten auf der Krim gekl\u00e4rt, <strong><span style=\"color: #333333\">ist er wieder nach Kiew gefahren &#8211; am 14. &#8211; 15. Februar.<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Und genau in diesen Tagen wird ein detaillierter Plan der vollst\u00e4ndigen Vernichtung von Maidan ausgearbeitet. Am 16. Februar geschieht die Ausgabe der scharfen Munition an die Truppen des Innenministeriums. Am 18. Februar werden die Waffenlager des Innenministeriums\u00a0ge\u00f6ffnet, wo die Waffen unkontrolliert an die Sicherheitskr\u00e4fte und Tituschki verteilt werden.<\/p>\n<p><strong>Zum dritten Mal kommt Surkow am 20. Februar nach Kiew<\/strong>. Und wieder nicht alleine, sondern mit der uns bekannten Gruppe. Nun werden sie vom Generaloberst Sergej Beseda angef\u00fchrt (Leiter der sogenannten f\u00fcnften Abteilung des russischen FSB, die f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung in Bezug auf Ukraine und andere GUS-Staaten verantwortlich ist).<\/p>\n<p>Die Besucher wurden wieder von Wolodymyr Byk empfangen, der sie in Kiewer Vorort Kontscha-Saspa gebracht hat &#8211; auf das Gel\u00e4nde des sogenannten &#8222;Komplex der Sonderobjekte SBU Nr. 1&#8220;. Surkow und Beseda wurden im Haus Nr. 2 untergebracht, das den ausl\u00e4ndischen Delegationen vorbehalten ist, das &#8222;Fu\u00dfvolk&#8220; &#8211; im Geb\u00e4ude Nr. 3.<\/p>\n<p><strong>Am 21. Februar erschienen<\/strong> Beseda, Surkow, Surabow und Wladimir Lukin (der offizielle Vertreter der Russischen F\u00f6deration) in der Bankowa, wo sie ein Treffen mit Wiktor Janukowitsch und Andrij Klujew hatten. Exakt am Vortag der <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/02\/21\/256419_stali_izvestni_podrobnosti.html\">Unterzeichnung des &#8222;Friedensabkommens&#8220; <\/a>von Janukowitsch mit der Opposition.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/91.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-5998 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/91.jpg\" alt=\"9\" width=\"620\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/91.jpg 620w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/91-300x187.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zur Bankowa kamen sie getrennt. Die damaligen Bewohner dieses d\u00fcsteren Geb\u00e4udes sahen, dass Surkow und Beseda mit einem Wagen der Staatsschutzbeh\u00f6rde, Lukin und Surabow mit dem Wagen der russischen Botschaft in der Ukraine kamen.<\/p>\n<p>Die Unterzeichnung selbst fand um 15.00 Uhr statt, und Lukin, im Gegensatz zu den Botschaftern der europ\u00e4ischen L\u00e4nder, die als eine Art &#8222;Garanten&#8220; dienten, <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/02\/21\/256505_lideri_oppozitsii_podpisali.html\">erschien nicht dazu<\/a>. Sp\u00e4ter brachte Moskau es fertig, seine Abwesenheit als einen Vorwand f\u00fcr die Anfechtung der &#8222;Legitimit\u00e4t&#8220; des Abkommens vorzubringen.<\/p>\n<p>Als wir die Ausschnitte aus dem Buch &#8222;Maidan. Die unerz\u00e4hlte Geschichte&#8220; ver\u00f6ffentlicht haben, haben wir schon erw\u00e4hnt, dass Wiktor Janukowitsch nach der Unterzeichnung in sein B\u00fcro gegangen war. Von dort aus hat er einige Telefonate get\u00e4tigt. Unter anderem mit Juri Iwanjuschtschenko, der an dem Tag Geburtstag hatte. Kurze Zeit sp\u00e4ter kam Klujew zu Janukowitsch, um ihm zu sagen, dass die Sicherheitskr\u00e4fte das Pr\u00e4sidialamt und das Gel\u00e4nde verlassen. Der R\u00fcckzug der Wachen deutete darauf hin, dass man einen baldigen Sturm der Bankowa erwartete. Der Vierte Pr\u00e4sident und der Leiter der Pr\u00e4sidialverwaltung haben beschlossen, das Schicksal nicht herauszufordern &#8211; sie sind eilig nach Meschyhirja aufgebrochen.<\/p>\n<p>In der Nacht von Freitag auf Samstag<a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/10\/24\/283724_putin_rossiya_pomogla_yanukovichu.html\"> begann ihre Flucht<\/a>, die in der Nacht von Sonntag auf Montag am Bord des Landungsbootes der russischen Armee endete, das sie ans Bord eines Schiffes der russischen Schwarzmeerflotte brachte.<\/p>\n<p>Die M\u00e4nner aus der Gruppe des Generals Beseda <strong>verlie\u00dfen Kiew am<\/strong> <strong>21. Februar. Und schon am 27. Februar &#8211; am Morgen nach der Besetzung des Krimer Parlaments und des Ministerrates &#8211; landeten sie am Flughafen von Simferopol<\/strong>. Ihre Namen, Treffpunkte, Adressen und Erkennungsworte bei den einheimischen Spezialisten liegen, soweit ich wei\u00df, vor. Sollte es es genug politischen Willen geben, wird man mehr \u00fcber ihre T\u00e4tigkeit erz\u00e4hlen. Unter anderem &#8211; \u00fcber bewaffnete T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Im n\u00e4chsten Teil unserer Untersuchung erz\u00e4hlen wir davon, welche Rolle Wladislaw Surkow bei der Krim-Annexion spielte, wie die Annexion vorbereitet wurde, und in welchem Zusammenhang sie mit den Ereignissen der Revolution der W\u00fcrde stand.<\/p>\n<p>Aber zuerst lassen Sie uns eine kurze chronologische Zusammenfassung erstellen. Also, zwischen dem Sommer 2013 und Ende Winter 2014 fanden folgende Besuche statt:<\/p>\n<p>Mitte August 2013 &#8211; Wladislaw Surkow in Kiew. 13. &#8211; 14. August &#8211; auf der Krim;<\/p>\n<p>13.- 15. Dezember kommt nach Kiew die gemischte &#8222;Besuchergruppe&#8220; der Vertreter des FSB und Innenministeriums Russlands;<\/p>\n<p>20. &#8211; 21. Januar 2014 &#8211; Wladislaw Surkow kommt nach Kiew, in die Bankowa, mitten in den Vorbereitungen zum Verh\u00e4ngen des Ausnahmezustandes;<\/p>\n<p>26. &#8211; 29. Januar &#8211; der zweite &#8222;Besuch&#8220; der russischen Sicherheitskr\u00e4fte;<\/p>\n<p>31. Januar &#8211; 1. Februar &#8211; Surkow, Rapoport, Tschesnakow und Pawlow sind in Kiew, in der Bankowa;<\/p>\n<p>11. &#8211; 12. Februar &#8211; Surkow und Rapoport sind in Donezk und auf der Krim;<\/p>\n<p>14. &#8211; 15- Februar &#8211; Surkow ist erneut in Kiew;<\/p>\n<p>20. &#8211; 21. Februar &#8211; Surkow, General Beseda und die &#8222;Besuchergruppe&#8220; sind in Kiew. Surkow, Beseda, Surabow und Lukin schauen am Nachmittag des 21. in der Bankowa vorbei;<\/p>\n<p>am Morgen des 27. Februar landet die &#8222;Besuchergruppe&#8220; der russischen Sicherheitskr\u00e4fte am Flughafen in Simferopol.<\/p>\n<p>Es ist offensichtlich, dass schon diese kurze Zusammenfassung reichen m\u00fcsste, um die ukrainischen Gesetzesh\u00fcter dazu zu bringen, die Rolle von Putins Berater bei den Ereignissen in der Ukraine vor \u00fcber einem Jahr endlich mal genau unter die Lupe zu nehmen. Und nat\u00fcrlich aller ausl\u00e4ndischen &#8222;G\u00e4ste&#8220;.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em><strong>Quelle: <a href=\"http:\/\/lb.ua\/cabinet\/5_sonya_koshkina.html\">Sonja Koschkina<\/a><a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2015\/04\/22\/302707_vladislav_surkov_ukrainskiy_sled.html\">\u00a0in lb.ua<\/a><\/strong>; \u00fcbersetzt von<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/olena.kopnick\"> Olena K\u00f6pnick<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000\"><em>Lesen Sie zum Thema auch:<\/em><\/span><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong><em><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/15-jahre-geheimkrieg-putins-gegen-die-ukraine\/\">&#8222;15 Jahre Geheimkrieg Putins gegen die Ukraine&#8220;<\/a>;<\/em><\/strong><\/li>\n<li><strong><em><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/krimer-kantstein-ein-jahr-spaeter-einzelheiten-der-russischen-sonderoperation-zur-krim-annexion\/\">&#8222;Krimer Kantstein ein Jahr sp\u00e4ter: Einzelheiten der russischen Sonderoperation zur Annexion der Krim&#8220;<\/a>;<\/em><\/strong><\/li>\n<li><strong><em><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/operation-clockwork-orange-wie-der-krieg-gegen-die-ukraine-schon-2008-russland-besprochen-wurde\/\">&#8222;Operation &#8222;Clockwork Orange&#8220;: wie der Krieg gegen die Ukraine schon 2008 in Russland besprochen wurde&#8220;.<\/a><\/em><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Sonja\u00a0Koschkina, Chefredakteurin der lb.ua &#8222;Im Laufe des Winters 2013\/14 bekam Kiew dreimal Besuch von verschiedenen Gruppen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6000,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[98,3,132],"tags":[325,352,351,64,12,17,350,13],"class_list":["post-5989","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-interviews","category-zeitdokumente","tag-innenministerium","tag-janukowitsch","tag-koschkina","tag-maidan","tag-russland","tag-sbu","tag-surkow","tag-ukraine"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wladislaw Surkow. 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Das erste Mal - 13. bis 15. Dezember - kam die gr\u00f6\u00dfte Gruppe: 26 Personen. Das zweite Mal - 26. bis 29. Januar - 6 Personen. Und das dritte Mal - 20. bis 21. Februar - 7 Personen. Dabei f\u00e4llt auf, dass die \"G\u00e4ste\" jedesmal nach einem H\u00f6hepunkt der Konfrontation aufgetaucht sind. Im Dezember - nach dem Versuch der Aufl\u00f6sung des Maidan vom 10. auf den 11. Dezember. Im Januar - nach dem Vereiteln der Verh\u00e4ngung des Ausnahmezustands. Im Februar\u00a0- <a href=\"http:\/\/society.lb.ua\/accidents\/2014\/02\/18\/255817_hronika_krovavih_stolknoveniy.html\">nach dem Massaker am 18. Februar<\/a>\u00a0und am Tag der Massenerschie\u00dfung auf\u00a0der Institutska Stra\u00dfe.\"\r\n\r\nDas ist ein Ausschnitt aus dem Buch <a href=\"http:\/\/society.lb.ua\/life\/2015\/02\/15\/295643_sonya_koshkina_rasskazala_knige.html\">\"Maidan. Die unerz\u00e4hlte Geschichte\"<\/a>, das sich mit der Untersuchung der Aktivit\u00e4ten des russischen Geheimdienstes in Kiew w\u00e4hrend der Revolution der W\u00fcrde befasst. <a href=\"http:\/\/society.lb.ua\/war\/2015\/02\/18\/296032_plan_unichtozheniya_maydana.html\">Zum ersten Mal wurde es am 18. Februar 2015 auf LB.ua<\/a> ver\u00f6ffentlicht - am ersten Jahrestag der tragischen Ereignisse.\r\n\r\nAm Abend des folgenden Tages, in einer Sendung des Fernsehsenders \"1+1\" berichtete der Leiter des SBU Walentin Naliwajtschenko von dem Verlauf der Untersuchung der entsprechenden F\u00e4lle und best\u00e4tigte dabei die Tatsache der Anwesenheit von russischen Sicherheitskr\u00e4ften auf dem Maidan. Desweiteren erz\u00e4hlte Naliwajtschenko Folgendes: \"Die Mitarbeiter der SBU-Sondereinheit \"Alpha\" haben ausgesagt, dass die sogenannte Anti-Terror-Operation (<em>ATO auf dem Maidan am 18. - 20. Februar<\/em>) <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/01\/27\/253297_danilyuk_sprovotsiroval_razrabotku.html\">von russischen Offizieren geleitet wurde<\/a>.\u00a0Au\u00dferdem haben sie \u00fcber die Standorte der ausl\u00e4ndischen Scharfsch\u00fctzen-Gruppen ausgesagt, welche sowohl auf die Demonstranten als auch auf die Sicherheitskr\u00e4fte geschossen haben\".\r\n\r\nUnd weiter: \"Im Rahmen dieser Ermittlung haben wir Zugriff auf die Dienstgrade, Namen, Kopien der Ausweise, Zeitpunkt der Einreise und Ausreise, \u00fcber welche Kan\u00e4le sie kommuniziert haben, in welchen R\u00e4umen sie sich befanden, wie der Berater des Pr\u00e4sidenten Putin, Surkow, sie geleitet hat\", - berichtete Naliwajtschenko.\r\n\r\nDie Schlussfolgerung daraus w\u00e4re einfach und offensichtlich: die zwielichtige \"graue Eminenz\" des Kremls hat praktisch pers\u00f6nlich die Scharfsch\u00fctzen angewiesen, wo und auf wen sie schie\u00dfen sollten. Aber ist dem so? Oder ist die Geschichte mit den Scharfsch\u00fctzen eine Sache, die mit den russischen Sicherheitskr\u00e4ften - eine, und die mit der Rolle, die Wladislaw Surkow spielte - noch etwas anderes? Es ist offensichtlich, dass die Antworten darauf die ukrainischen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden liefern sollten. Es ist allerdings genug Zeit vergangen, aber nicht viel aufgekl\u00e4rt worden. So sagte letztens der Generalstaatsanwalt Wiktor Schokin <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2015\/04\/09\/301451_viktor_shokin_komandu_strelyat.html\">in einem Interview mit LB.ua<\/a>: es wurde festgestellt, dass die Scharfsch\u00fctzen, die Maidan beschossen haben, in Verbindung zu Sicherheitsdiensten standen. Zu Sicherheitsdiensten welchen Staates, hat er nicht pr\u00e4zisiert. Und was Surkow damit zu tun hatte - auch nicht.\r\n\r\nIn diesem Zusammenhang hat LB. ua beschlossen, eigene Untersuchung dieser Angelegenheit durchzuf\u00fchren. Zu unserem Gl\u00fcck haben die Informationen \u00fcber die russischen \"Reisenden\", die bei der Recherche zum Buch gesammelt wurden, uns die Arbeit deutlich erleichtert. Es folgt ein detailliertes Bericht dar\u00fcber, wer diese Personen waren, was genau sie in Kiew taten, wann Wladislaw Surkow in der ukrainischen Hauptstadt aufgetaucht ist, wie oft - in der Zeit zwischen Herbst 2013 und Fr\u00fchjahr 2014 - er in die Ukraine kam (nicht nur nach Kiew), wen er getroffen hat, was er zusammen mit dem FSB-General Beseda am 21. Februar in der Bankowa Stra\u00dfe gemacht hat - ein paar Stunden vor der Unterzeichnung des Friedensabkommens durch Janukowitsch, welche Verbindung sie zu den besagten \"Scharfsch\u00fctzen\" hatten, und wie es sie alle anschlie\u00dfend auf die Krim verschlagen hat.\r\n<h2 style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #000000\"><strong>Die Vorbereitungsphase<\/strong><\/span><\/h2>\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/82.jpg\"><img class=\"wp-image-5995 size-full alignright\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/82.jpg\" alt=\"8\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>\r\n\r\nIm November 2013 hatte Wiktor Janukowitsch tats\u00e4chlich vor, das Assoziierungsabkommen der Ukraine mit der EU zu unterzeichnen. Die \"europ\u00e4ischen Bestrebungen\" des vierten Pr\u00e4sidenten waren kein Bluff, wie viele damals dachten, kein Erpressungsversuch gegen\u00fcber Moskau (um angeblich die f\u00fcr Kiew g\u00fcnstigere Bedingungen f\u00fcr die wirtschaftliche Zusammenarbeit \"auszuhandeln\"). Nein, Janukowitsch hatte tats\u00e4chlich vor, das Abkommen zu besiegeln, was ihm wahrscheinlich Erfolge im Jahr 2015 eingebracht h\u00e4tte.\r\n\r\nAm 3. September 2013 wurde die n\u00e4chste Sitzung des ukrainischen Parlaments er\u00f6ffnet, bei der geplant war, die Gesetze aus dem \"Eurointegrations-Paket\" endg\u00fcltig zu verabschieden. Am 4. September, beim Treffen mit der Fraktion, hat <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2013\/11\/11\/239842_efremov_yanukovich_davit_pr.html\">Wiktor Janukowitsch selber die Vorteile der pro-europ\u00e4ischen Entscheidung vor seinen Mitstreitern angepriesen<\/a> - bei der Partei der Regionen gab es noch viele \"Andersdenkende\", vor allem diejenigen, deren Unternehmen eng mit den russischen M\u00e4rkten verbunden waren.\r\n\r\nIm Gegensatz zu den Mitgliedern der Fraktion waren die Russen sich vollkommen bewusst, dass Janukowitsch es ernst meinte, also zogen sie es vor, vorbeugend zu handeln. Zu einer \"Vorsichtsma\u00dfnahme\" wurde <a href=\"http:\/\/lb.ua\/tags\/12710_torgovaya_voyna_s_rossiey.html\">der erbitterte Handelskrieg gegen die Ukraine<\/a>, den Russland noch im Sommer angefangen hat.\r\n\r\nPr\u00e4sident Putin hat damals den Mitarbeitern aufgetragen, einen komplexen Aktionsplan f\u00fcr die staatlichen Beh\u00f6rden, Ministerien und \u00c4mter f\u00fcr den Fall der Unterzeichnung des Abkommens der Ukraine mit der EU zu entwickeln. Im Rahmen dieses Plans hat man die Sanktionen gegen die ukrainischen Unternehmen und Gesch\u00e4ftspartner festgelegt. Au\u00dferdem hat man eine Informationskampagne gestartet, die das Ziel hatte, ein Bild von dem \"europ\u00e4ischen Feind\" zu kreieren, der die russischen \"Glaubenss\u00e4tze\", \"Grunds\u00e4tze\" usw. gef\u00e4hrdet.\r\n\r\nAm 14. August haben <a href=\"http:\/\/economics.lb.ua\/state\/2013\/08\/14\/219740_rossiya_zakrila_granitsi.html\">die russischen Zollbeh\u00f6rden die Grenze f\u00fcr alle ukrainischen Exportwaren geschlossen<\/a>. Alleine die Landwirtschaft trug davon Verluste von 5,5 Mio am Tag. Auch der Konzern \"Roshen\" hat erheblich darunter gelitten, er hat als erster den Zugang zum russischen Markt verloren - noch Ende Juli. Am 16. August hat Wladimir Putin - in einem privaten Telefongespr\u00e4ch - Wiktor Janukowitsch die \"rosigen Aussichten\" f\u00fcr die Zukunft der Ukraine geschildert, falls sie es sich mit Europa nicht \"anders \u00fcberlegen\" sollte. Am 26. August ist der Premierminister <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2013\/08\/18\/220528_azarov_medvedev_torgovie_voyni.html\">Asarow zum Premierminister Medwedew gefahren<\/a> - das war ein Versuch, den Zollkonflikt auf der Regierungsebene zu l\u00f6sen. Es half nichts. Der \"Handelskrieg\" wurde sogar zu einem Grund f\u00fcr die Dringlichkeitssitzung des Ausschusses f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten des Europ\u00e4ischen Parlaments. Das war am 28. August, und am 29. hat Wiktor Janukowitsch erneut erkl\u00e4rt, <span style=\"color: #000000\">Europa sei \"unsere wichtigste Priorit\u00e4t\"<\/span>.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/35.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-5991 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/35.jpg\" alt=\"3\" width=\"620\" height=\"399\" \/><\/a>\r\n\r\nParallel zu den wirtschaftlichen Hebeln hat Moskau auch die spezifische \"Shuttle-Diplomatie\" eingesetzt - hohe G\u00e4ste aus Moskau haben sich privat mit den einflussreichen ukrainischen Gesch\u00e4ftsleuten getroffen und dabei auf jede Art und Weise versucht, sie zu \"\u00fcberzeugen\". <strong>Der hochrangigste von ihnen war der Berater des russischen Pr\u00e4sidenten, Wladislaw Surkow.<\/strong>\r\n\r\nSein erster \"inoffizieller\" Besuch nach Kiew wird <strong>Mitte August 2013<\/strong> datiert. Der Besuch muss inoffiziell gewesen sein, denn die Reise wurde nicht vom Au\u00dfenministerium arrangiert (wie es bei Amtspersonen sein sollte).\r\n\r\n-<em> \"Zu deiner Information: alle gesch\u00e4flichen Fragen werden jetzt von uns mit Surkow besprochen,\"<\/em> - war der kurze Kommentar meines Gespr\u00e4chspartners aus dem n\u00e4heren Umfeld von Janukowitsch (er war ebenfalls von den Folgen des Handelskriegs betroffen).\r\n\r\nEinige Treffen mit Surkow fanden im Hotel \"Intercontinental\" statt, das damals wie heute von den f\u00fchrenden Mitgliedern der Partei der Regionen bevorzugt wurde. Aus Kiew fuhr Surkow auf die Krim. <strong>Auf der Halbinsel befand er sich vom 13. bis 14. August<\/strong>. Das ist ein wichtiger Punkt, den m\u00fcssen wir uns merken.\r\n<h2 style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #000000\"><strong>\"Unterst\u00fctzergruppe\" des FSB und Innenministeriums Russlands<\/strong><\/span><\/h2>\r\nDie Bem\u00fchungen Moskaus waren fruchtbar. Kurz vor dem Gipfeltreffen in Vilnius hat Wiktor Janukowitsch es sich \"anders \u00fcberlegt\". Am 21. November begann die Revolution der W\u00fcrde. Am ersten Tag des Winters - gleich nach der <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2013\/11\/30\/243414_berkut_razognal_evromaydan.html\">blutigen Vertreibung der Studenten<\/a> - kam sie in die aktive Phase. In der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember wurde ein erneuter Versuch, Maidan zu vernichten, unternommen. Die westlichen Diplomaten, unter Berufung auf ihre Quellen, haben behauptet, dass hinter diesem Versuch Oleksandr Janukowitsch und sein G\u00fcnstling Witalij Sachartschenko standen.\r\n\r\nSehr bald - <strong>schon am 13. Dezember<\/strong> - landete in Kiew zum ersten mal eine gemischte \"Besuchergruppe\" des russischen Innenministeriums und FSB. Insgesamt 27 Personen (die Passdaten sind bekannt). Die Erlaubnis zur Reise wurde von Wladislaw Surkow unterschrieben. An der Spitze der Gruppe stand der stellvertretende Leiter der zweiten Dienstelle des FSB, Leiter des Amtes f\u00fcr Verfassungsschutz, Generalleutnant Alexej Schalo. Die Quellen unter den russischen Sicherheitskr\u00e4ften bezeichnen ihn als einen Fachmann f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der oppositionellen Protestbewegung.\r\n\r\nDer Besuch hatte einen offiziellen Charakter - er wurde als eine Dienstreise der Mitarbeiter des FSB zu dem befreundeten SBU abgewickelt. Nach dem Motto: Erfahrungsaustausch, bisschen Kontakte kn\u00fcpfen und so weiter. In Kiew wurden die G\u00e4ste vom stellvertretenden Leiter des SBU, Wolodymyr Byk, empfangen und betreut. Er handelte nat\u00fcrlich im Auftrag des Leiters von SBU, Oleksandr Jakymenko. Au\u00dfer diesen beiden hatte noch ein Stellvertreter einen intensiven Kontakt zu den \"G\u00e4sten\", n\u00e4mlich der Leiter des Zentrums f\u00fcr Terrorabwehr des SBU, Wolodymyr Tozkij <em>(er leitete die Gewaltma\u00dfnahmen gegen Maidan am 18. Februar - Anm. d. Autorin<\/em>).\r\n\r\nUm das Durchsickern von Informationen zu vermeiden, wurden die Russen auf einer geschlossenen Basis des SBU bei Kiew untergebracht. Sie wurden mit Kommunikationsmitteln ausgestattet und bekamen den Zugang zu allen m\u00f6glichen Informationsquellen. In Begleitung von Byk besuchten sie auch Maidan - um zu beobachten, auskundschaften usw. (<em>anscheinend ist es das, wor\u00fcber Naliwajtschenko bei \"1+1\" gesprochen hat, - Anm.d. Autorin<\/em>).\r\n\r\nUkrainische Experten vermuten, dass das Ergebnis der \"Zusammenarbeit\" der \"befreundeten Geheimdienste\" die Entwicklung eines konkreten Plans zur Eingrenzung der Proteste in der Ukraine werden sollte. \"Gott sei Dank\" haben die Russen da reichlich Erfahrung.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/45.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-5992 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/45.jpg\" alt=\"4\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a>\r\n\r\nOb es tats\u00e4chlich stimmt, kann man nicht mit Sicherheit sagen - wie wir schon berichten mussten, sind die meisten wichtigsten Dokumente aus der Zeit vernichtet worden. Am 20. und 21. Februar, als es klar wurde, dass das Regime fiel, brannten im Innenhof der SBU-Zentrale, in der Wolodymyrska Stra\u00dfe, die Feuer der Inquisition - man hatte es so eilig, dass <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2015\/03\/17\/298905_nalivaychenko_yakimenko_lichno_otdal.html\">der ganze Inhalt der Tresore\u00a0ins Feuer gekippt wurde<\/a>. Das Gleiche geschah beim Innenministerium und bei der Oberstaatsanwaltschaft.\r\n\r\nTrotzdem ist die Vermutung der ukrainischen Experten nachvollziehbar. Am Anfang des Artikels haben wir schon davon geschrieben, dass die \"Besuchergruppe\" innerhalb von drei Monaten dreimal nach Kiew kam. Jedesmal nach dem n\u00e4chsten H\u00f6hepunkt der Konfrontation. Anscheinend um die \"Fehler zu korrigieren\", die Ereignisse in die richtige Richtung zu lenken. Nat\u00fcrlich in die Richtung, die Russland f\u00fcr richtig h\u00e4lt. Und das geschah nicht nur mit Wissen, sondern in Absprache mit der obersten Staatsf\u00fchrung der Ukraine.\r\n\r\nUnd noch ein Detail. Am n\u00e4chsten Tag, nachdem die \"G\u00e4ste\" die ukrainische Hauptstadt im Dezember verlassen haben, folgte ihnen Wiktor Janukowitsch. Am 16. und 17. Dezember fand sein Besuch in Moskau statt, in dessen Verlauf Janukowitsch zusammen mit Putin eine strategische Vereinbarung unterschrieben hat, die der Ukraine die Senkung des Gaspreises und die Gew\u00e4hrung eines 15-Milliarden-Kredits garantierte. Von dieser Vereinbarung haben die Ukrainer aus dem Tweet des Redakteurs von \"The Economist\" <span style=\"color: #000000\">Edward Lucas<\/span> erfahren.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/54.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-5993 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/54.jpg\" alt=\"5\" width=\"517\" height=\"381\" \/><\/a>\r\n<h2 style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #000000\"><strong>Russische Granaten gegen Maidan<\/strong><\/span><\/h2>\r\nAnfang 2014 kommt der russische Botschafter in der Ukraine, Michail Surabow, ins Spiel. Im Vergleich zu Surkow spielte er eher eine Nebenrolle - ein Verbindungsmann, der die Informationen von Moskau nach Kiew und von Kiew nach Moskau weiterleitete. Und dabei war er sehr erfolgreich.\r\n\r\nSo z. B. , am <strong>9. und 10. Januar kam Michail Surabow in das Pr\u00e4sidialamt<\/strong>. Sein Ziel war ein Treffen mit dem damaligen stellvertretenden Leiter des Pr\u00e4sidialamtes f\u00fcr humanit\u00e4re Angelegenheiten, Juri Tschmyr.\r\n\r\nBevor er zum Pr\u00e4sidialamt gewechselt ist, war Tschmyr der Gouverneur der Region Sumy. In die Bankowa-Strasse kam er am 16. Dezember 2013. Die \u00c4ra von Sergej Lewotschkin beim Pr\u00e4sidialamt ging damals schon zu Ende. Offiziell endete sie erst Mitte Januar, als Lewotschkin von Klujew abgel\u00f6st wurde, die <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2013\/11\/30\/243434_levochkin_podal_otstavku_smi.html\">R\u00fccktrittserkl\u00e4rung hat er aber zum ersten Mal tats\u00e4chlich gleich nach der Vertreibung der Studenten eingereicht.<\/a>\r\n\r\nUnd obwohl Janukowitsch seinen R\u00fccktritt nicht akzeptiert hat, wurde die Stellung von Lewotschkin beim Pr\u00e4sidialamt deutlich geschw\u00e4cht. Vor allem deswegen, weil er sich von seinem \"Chef\" (<em>wie er Janukowitsch sein Leben lang hinter dessen R\u00fccken genannt hat, - Anm. d. Autorin<\/em>) auf jede erdenkliche Weise distanzieren wollte. F\u00fcr den \"Chef\" hatte es negative Folgen in Form von Erlahmen des \"Informationsblocks\".\r\n\r\nBis jetzt hat Lewotschkin stets gew\u00e4hrleistet, dass dieser einwandfrei funktioniert, und nun so ein Pech... Um ein alternatives Datenzentrum beim Pr\u00e4sidialamt zu schaffen, hat man Tschmyr ins Boot geholt. Zuerst wurde ihm die humanit\u00e4re Abteilung zugewiesen - f\u00fcr den Anfang. Es war geplant, dass er nach der Eingew\u00f6hnungsphase die Informationspolitik \u00fcbernehmen sollte.\r\n\r\nIm Wissen darum hat Surabow beschlossen, \"den Kontakt herzustellen\". Tschmyr war f\u00fcr ihn als ein Mittel des Informationsaustauschs wichtig. Und die Informationen des Gastes lauteten, nach den Worten derer, die diesen Dialog teilweise mitbekommen haben, folgenderma\u00dfen: sehr bald werden aus Russland in die Ukraine Spezialisten geschickt, die den hochrangigen Mitarbeitern von SBU und Innenministerium den Erhalt der russischen Staatsb\u00fcrgerschaft (wenn n\u00f6tig) in Aussicht stellen und andere Vorteile anbieten w\u00fcrden. Das in Austausch f\u00fcr ihre Bereitschaft, zu \"Stunde X\" ohne Z\u00f6gern Gewalt gegen Euromaidan anzuwenden.\r\n\r\nIn der Praxis - wie man sieht - <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/10\/03\/281374_yanukovich_azarov_pshonka_poluchili.html\">haben diese Versprechen ihre Wirkung gezeigt<\/a>.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/63.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-5996 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/63.jpg\" alt=\"6\" width=\"610\" height=\"385\" \/><\/a>\r\n<h2 style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #000000\"><strong>Das russische und ukrainische Innenministerien gegen den Maidan<\/strong><\/span><\/h2>\r\n<strong>Am 20. Januar ist Wladislaw Surkow pers\u00f6nlich in der Bankowa-Strasse aufgetaucht.<\/strong> Das Hauptziel seines 2-t\u00e4gigen Besuchs (20. - 21.01.) - ein Treffen mit Wiktor Janukowitsch.\r\n\r\nDer weiteren Entwicklung der Ereignisse nach zu urteilen, hat er seine Aufgabe 100% erf\u00fcllt.\r\n\r\nAm 21. Januar - unter Berufung auf die Quellen - erschien zum ersten Mal die Meldung: im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Gruschewski Stra\u00dfe erw\u00e4gt <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2013\/12\/01\/243600_vidimosti_zapushchen_stsenariy.html\">Janukowitsch die M\u00f6glichkeit, den Ausnahmezustand zu verh\u00e4ngen<\/a>. Und zu diesem Zweck k\u00f6nnte man schon sehr bald eine Notsitzung des Parlaments einberufen. Das mit dem Parlament hat leider nicht geklappt: die meisten der \"wohlgesinnten\" Abgeordneten waren im Urlaub weit weg von Kiew, und sie in die Hauptstadt zu \"holen\" war keine leichte Aufgabe.\r\n\r\nVor allem nach dem Skandal mit der Verabschiedung der \"diktatorischen Gesetze\". Obwohl nach dem ukrainischen Recht der Pr\u00e4sident mit Hilfe des Nationalen Sicherheitsrates auch alleine den Ausnahmezustand h\u00e4tte verh\u00e4ngen k\u00f6nnen. Diese Entscheidung m\u00fcsste das Parlament innerhalb von 3 Tagen sanktionieren. Was passieren w\u00fcrde, falls das nicht innerhalb von 3 Tagen geschieht, hat das ukrainische Gesetz nicht erw\u00e4hnt.\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/01\/23\/252637_stolknoveniya_ulitse_grushevskogo.html\">Die Ereignisse des 22. Januar<\/a>, die hinter den politischen Kulissen wie auch auf dem Maidan geschahen, sollten als das entscheidende Argument f\u00fcr die Verh\u00e4ngung des Ausnahmezustandes dienen. In der Bankowa-Strasse hat man alles sehr sorgf\u00e4ltig geplant. Heute ist uns klar: <strong>an der Planung war vermutlich Wladislaw Surkow beteiligt.<\/strong>\r\n\r\nIn der zweiten Januarh\u00e4lfte ist der Leiter der Logistik-Abteilung des Innenministeriums Sinow auf Gehei\u00df von Witalij Sachartschenko nach Russland gereist. Am 21. Januar vom Milit\u00e4rflugplatz Tschkalowski bei Moskau stieg in die Luft eine zivile Maschine AN-12.\r\n\r\nLaut dem Frachtbrief des russischen Innenministeriums befanden sich an Bord 6020 Einheiten nichtt\u00f6dlicher Waffen, und zwar:\r\n\r\n1050 Stk Blendgranaten \"Fakel-S\";\r\n\r\n480 Stk Granaten \"Sarja-2\";\r\n\r\n480 Stk Granaten \"Plamja-M\";\r\n\r\n2520 Stk Rauch-Handgranaten RDG-2 wei\u00df;\r\n\r\n495 Stk Reizgas-Handgranaten RGR;\r\n\r\n495 Stk Reizgas-Handgranaten mit verst\u00e4rkter Wirkung;\r\n\r\n500 Stk Aerosol-Handgranaten.\r\n\r\nDas Flugzeug landete am Kiewer Flughafen Schuljany. Die wertvolle Fracht wurde von Sinow pers\u00f6nlich begleitet. Er beaufsichtigte auch die Entladung und den Transport zum Lagerort in Kiew. Interessant ist, dass die Fracht in den Begleitpapieren als \"humanit\u00e4re Hilfe\" deklariert war (also wurde sie steuerfrei eingef\u00fchrt). Diese nichtt\u00f6dlichen Waffen wurden durch einen Beschluss des Ministerkabinetts vom 22. Januar dem Innenministerium f\u00fcr den Dienstgebrauch \u00fcbergeben.\r\n\r\n<strong><a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/02\/19\/256133_berkut_brosal_protestuyushchih.html\">Also sind das die Granaten, die \"Berkut\" auf die Demonstranten warf<\/a>. Das sind genau die Granaten, die \"Berkut\" angefangen hat mit N\u00e4geln\/Schrauben\/Muttern zu verst\u00e4rken, was die Zerst\u00f6rungskraft deutlich erh\u00f6hte. Nur damals haben wir nichts von der \"humanit\u00e4ren Hilfe\" gewusst.<\/strong> Zum ersten Mal hab ich in meinem Buch davon geschrieben, sp\u00e4ter es bei Fernsehauftritten erw\u00e4hnt, jetzt werden diese Informationen zum ersten Mal \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich gemacht.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/72.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-5997 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/72.jpg\" alt=\"7\" width=\"620\" height=\"455\" \/><\/a>\r\n\r\nAber das ist noch nicht alles. Da die K\u00e4mpfe in der Gruschewski Stra\u00dfe sehr erbittert waren, hat die erste Lieferung der Ausr\u00fcstung nicht ausgereicht. Am 24. Januar hat Sinow die neue \"Ladung\" mitgebracht. Diesmal, wie der zweite Frachtbrief des russischen Innenministeriums uns verr\u00e4t, wurden am Flughafen \"Hostomel\" 7.386 Einheiten der nichtt\u00f6dlichen Waffen entladen, und zwar:\r\n\r\n450 Stk Blendgranaten \"Fakel-S\";\r\n\r\n560 Stk Granaten \"Sarja\";\r\n\r\n560 Stk Granaten \"Plamja-M\";\r\n\r\nnoch 460 Stk \"Plamja-M\" (wie sie sich von den ersten unterschieden, stand nicht im Frachtbrief, aber die Funktionsweise war die gleiche);\r\n\r\n4020 Stk Rauch-Handgranaten RDG-2 wei\u00df;\r\n\r\n216 Stk 40 mm Aufsatz f\u00fcr Blendwaffen;\r\n\r\n600 Stk Granaten \"Drofa\" mit kombinierter Wirkung;\r\n\r\n500 Stk Aerosol-Handgranaten \"Dreif-2\".\r\n\r\nAlle oben genannten Artikel wurden f\u00fcr den Dienstgebrauch dem Innenministerium \u00fcbergeben und wurden sp\u00e4ter erst in der Gruschewski Stra\u00dfe und dann bei der entscheidenden Konfrontation auf dem Maidan eingesetzt. <span style=\"color: #000000\">Und das sind direkte dokumentierte Beweise f\u00fcr die Zusammenarbeit zwischen dem russischen und dem ukrainischen Innenministerien bei der Bek\u00e4mpfung des Maidans.<\/span>\r\n\r\nZur Erinnerung: <span style=\"color: #000000\">die zweite Dienstreise der russischen Sicherheitskr\u00e4fte nach Kiew dauerte vom 26. bis 29. Januar.<\/span> Diesmal waren es 6 Personen. Und wieder mit dem Generalleutnant Schalo an der Spitze.\r\n<h2 style=\"text-align: center\"><span style=\"color: #000000\"><strong>Februar. Drei Stippvisiten von Surkow<\/strong><\/span><\/h2>\r\n<span style=\"color: #000000\"><strong>Am 31. Januar landete Wladislaw Surkow wieder in \"Boryspil\"<\/strong>.<\/span> Und nicht alleine, sondern mit den Mitgliedern seines Teams: Boris Rapoport (damals der stellvertretende Leiter des Amtes f\u00fcr die Angelegenheiten der sozio\u00f6konomischen Zusammenarbeit mit den GUS-Staaten, Abchasien und S\u00fcdossetien bei der russischen Pr\u00e4sidialverwaltung), Alexei Tschesnakow und Aleksandr Pawlow (alle drei sind enge Mitarbeiter von Surkow). <span style=\"color: #000000\">In Kiew blieben sie bis einschlie\u00dflich 1. Februar. Und wieder haben sie das Pr\u00e4sidialamt besucht.<\/span>\r\n\r\nDie S\u00fcd-Ost-Region entging auch nicht ihrer Aufmerksamkeit. Am 11. und 12. Februar besuchten Surkow und Rapoport Donezk und die Krim. \u00dcber die Ziele dieser Reise wird LB.ua noch sp\u00e4ter berichten - in einer Artikelserie, die die Pl\u00e4ne f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/krimer-kantstein-ein-jahr-spaeter-einzelheiten-der-russischen-sonderoperation-zur-krim-annexion\/\">sorgf\u00e4ltige Vorbereitung der Annexion von Krim<\/a> durch Russland enth\u00fcllt (<em>Sie glauben doch wohl nicht, dass die Halbinsel spontan besetzt wurde, und Donezk und Luhansk von alleine \"entflammt\" sind?, - Anm. d. Autorin<\/em>)<span style=\"color: #000000\">.<\/span>\r\n\r\nF\u00fcr diesen Artikel reicht es, wenn wir erz\u00e4hlen, dass Surkows Februar-Reise auf die Krim nicht spontan war. Zwei Wochen zuvor (27. - 29. Januar) wurde er in Moskau vom Pr\u00e4sidenten des Krimer Parlaments Wladimir Konstantinow besucht. Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde das Treffen von Surkow und Konstantinow vom russischen Generalkonsul in Simferopol, Herrn Swetlitschni, initiiert.\r\n\r\nDurch einen erstaunlichen Zufall wurde genau nach diesem Treffen bei der Sitzung des Pr\u00e4sidiums des Krimer Parlaments beschlossen, die Frage \u00fcber \"die Durchf\u00fchrung einer Krim-weiten Befragung \u00fcber den Status der Krim und den Antrag an den russischen Pr\u00e4sidenten <span style=\"color: #333333\">mit der Bitte \"um Schutz und Erhaltung des autonomen Status\"<\/span> in die Tagesordnung aufzunehmen. .\r\n\r\nUnd schon am 6. Februar machte sich <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/02\/05\/254343_yanukovich_poobshchaetsya_putinim_sochi.html\">Wiktor Janukowitsch auf den Weg zu Wladimir Putin<\/a> ins olympische Sotschi.\r\n\r\nKaum hat Surkow die Angelegenheiten auf der Krim gekl\u00e4rt, <strong><span style=\"color: #333333\">ist er wieder nach Kiew gefahren - am 14. - 15. Februar.<\/span><\/strong>\r\n\r\nUnd genau in diesen Tagen wird ein detaillierter Plan der vollst\u00e4ndigen Vernichtung von Maidan ausgearbeitet. Am 16. Februar geschieht die Ausgabe der scharfen Munition an die Truppen des Innenministeriums. Am 18. Februar werden die Waffenlager des Innenministeriums\u00a0ge\u00f6ffnet, wo die Waffen unkontrolliert an die Sicherheitskr\u00e4fte und Tituschki verteilt werden.\r\n\r\n<strong>Zum dritten Mal kommt Surkow am 20. Februar nach Kiew<\/strong>. Und wieder nicht alleine, sondern mit der uns bekannten Gruppe. Nun werden sie vom Generaloberst Sergej Beseda angef\u00fchrt (Leiter der sogenannten f\u00fcnften Abteilung des russischen FSB, die f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung in Bezug auf Ukraine und andere GUS-Staaten verantwortlich ist).\r\n\r\nDie Besucher wurden wieder von Wolodymyr Byk empfangen, der sie in Kiewer Vorort Kontscha-Saspa gebracht hat - auf das Gel\u00e4nde des sogenannten \"Komplex der Sonderobjekte SBU Nr. 1\". Surkow und Beseda wurden im Haus Nr. 2 untergebracht, das den ausl\u00e4ndischen Delegationen vorbehalten ist, das \"Fu\u00dfvolk\" - im Geb\u00e4ude Nr. 3.\r\n\r\n<strong>Am 21. Februar erschienen<\/strong> Beseda, Surkow, Surabow und Wladimir Lukin (der offizielle Vertreter der Russischen F\u00f6deration) in der Bankowa, wo sie ein Treffen mit Wiktor Janukowitsch und Andrij Klujew hatten. Exakt am Vortag der <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/02\/21\/256419_stali_izvestni_podrobnosti.html\">Unterzeichnung des \"Friedensabkommens\" <\/a>von Janukowitsch mit der Opposition.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/91.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-5998 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/91.jpg\" alt=\"9\" width=\"620\" height=\"387\" \/><\/a>\r\n\r\nZur Bankowa kamen sie getrennt. Die damaligen Bewohner dieses d\u00fcsteren Geb\u00e4udes sahen, dass Surkow und Beseda mit einem Wagen der Staatsschutzbeh\u00f6rde, Lukin und Surabow mit dem Wagen der russischen Botschaft in der Ukraine kamen.\r\n\r\nDie Unterzeichnung selbst fand um 15.00 Uhr statt, und Lukin, im Gegensatz zu den Botschaftern der europ\u00e4ischen L\u00e4nder, die als eine Art \"Garanten\" dienten, <a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/02\/21\/256505_lideri_oppozitsii_podpisali.html\">erschien nicht dazu<\/a>. Sp\u00e4ter brachte Moskau es fertig, seine Abwesenheit als einen Vorwand f\u00fcr die Anfechtung der \"Legitimit\u00e4t\" des Abkommens vorzubringen.\r\n\r\nAls wir die Ausschnitte aus dem Buch \"Maidan. Die unerz\u00e4hlte Geschichte\" ver\u00f6ffentlicht haben, haben wir schon erw\u00e4hnt, dass Wiktor Janukowitsch nach der Unterzeichnung in sein B\u00fcro gegangen war. Von dort aus hat er einige Telefonate get\u00e4tigt. Unter anderem mit Juri Iwanjuschtschenko, der an dem Tag Geburtstag hatte. Kurze Zeit sp\u00e4ter kam Klujew zu Janukowitsch, um ihm zu sagen, dass die Sicherheitskr\u00e4fte das Pr\u00e4sidialamt und das Gel\u00e4nde verlassen. Der R\u00fcckzug der Wachen deutete darauf hin, dass man einen baldigen Sturm der Bankowa erwartete. Der Vierte Pr\u00e4sident und der Leiter der Pr\u00e4sidialverwaltung haben beschlossen, das Schicksal nicht herauszufordern - sie sind eilig nach Meschyhirja aufgebrochen.\r\n\r\nIn der Nacht von Freitag auf Samstag<a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2014\/10\/24\/283724_putin_rossiya_pomogla_yanukovichu.html\"> begann ihre Flucht<\/a>, die in der Nacht von Sonntag auf Montag am Bord des Landungsbootes der russischen Armee endete, das sie ans Bord eines Schiffes der russischen Schwarzmeerflotte brachte.\r\n\r\nDie M\u00e4nner aus der Gruppe des Generals Beseda <strong>verlie\u00dfen Kiew am<\/strong> <strong>21. Februar. Und schon am 27. Februar - am Morgen nach der Besetzung des Krimer Parlaments und des Ministerrates - landeten sie am Flughafen von Simferopol<\/strong>. Ihre Namen, Treffpunkte, Adressen und Erkennungsworte bei den einheimischen Spezialisten liegen, soweit ich wei\u00df, vor. Sollte es es genug politischen Willen geben, wird man mehr \u00fcber ihre T\u00e4tigkeit erz\u00e4hlen. Unter anderem - \u00fcber bewaffnete T\u00e4tigkeit.\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\nIm n\u00e4chsten Teil unserer Untersuchung erz\u00e4hlen wir davon, welche Rolle Wladislaw Surkow bei der Krim-Annexion spielte, wie die Annexion vorbereitet wurde, und in welchem Zusammenhang sie mit den Ereignissen der Revolution der W\u00fcrde stand.\r\n\r\nAber zuerst lassen Sie uns eine kurze chronologische Zusammenfassung erstellen. Also, zwischen dem Sommer 2013 und Ende Winter 2014 fanden folgende Besuche statt:\r\n\r\nMitte August 2013 - Wladislaw Surkow in Kiew. 13. - 14. August - auf der Krim;\r\n\r\n13.- 15. Dezember kommt nach Kiew die gemischte \"Besuchergruppe\" der Vertreter des FSB und Innenministeriums Russlands;\r\n\r\n20. - 21. Januar 2014 - Wladislaw Surkow kommt nach Kiew, in die Bankowa, mitten in den Vorbereitungen zum Verh\u00e4ngen des Ausnahmezustandes;\r\n\r\n26. - 29. Januar - der zweite \"Besuch\" der russischen Sicherheitskr\u00e4fte;\r\n\r\n31. Januar - 1. Februar - Surkow, Rapoport, Tschesnakow und Pawlow sind in Kiew, in der Bankowa;\r\n\r\n11. - 12. Februar - Surkow und Rapoport sind in Donezk und auf der Krim;\r\n\r\n14. - 15- Februar - Surkow ist erneut in Kiew;\r\n\r\n20. - 21. Februar - Surkow, General Beseda und die \"Besuchergruppe\" sind in Kiew. Surkow, Beseda, Surabow und Lukin schauen am Nachmittag des 21. in der Bankowa vorbei;\r\n\r\nam Morgen des 27. Februar landet die \"Besuchergruppe\" der russischen Sicherheitskr\u00e4fte am Flughafen in Simferopol.\r\n\r\nEs ist offensichtlich, dass schon diese kurze Zusammenfassung reichen m\u00fcsste, um die ukrainischen Gesetzesh\u00fcter dazu zu bringen, die Rolle von Putins Berater bei den Ereignissen in der Ukraine vor \u00fcber einem Jahr endlich mal genau unter die Lupe zu nehmen. Und nat\u00fcrlich aller ausl\u00e4ndischen \"G\u00e4ste\".\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<em><strong>Quelle: <a href=\"http:\/\/lb.ua\/cabinet\/5_sonya_koshkina.html\">Sonja Koschkina<\/a><a href=\"http:\/\/lb.ua\/news\/2015\/04\/22\/302707_vladislav_surkov_ukrainskiy_sled.html\">\u00a0in lb.ua<\/a><\/strong>; \u00fcbersetzt von<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/olena.kopnick\"> Olena K\u00f6pnick<\/a>.<\/em>\r\n\r\n<strong><span style=\"color: #000000\"><em>Lesen Sie zum Thema auch:<\/em><\/span><\/strong>\r\n<ul>\r\n \t<li><strong><em><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/15-jahre-geheimkrieg-putins-gegen-die-ukraine\/\">\"15 Jahre Geheimkrieg Putins gegen die Ukraine\"<\/a>;<\/em><\/strong><\/li>\r\n \t<li><strong><em><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/krimer-kantstein-ein-jahr-spaeter-einzelheiten-der-russischen-sonderoperation-zur-krim-annexion\/\">\"Krimer Kantstein ein Jahr sp\u00e4ter: Einzelheiten der russischen Sonderoperation zur Annexion der Krim\"<\/a>;<\/em><\/strong><\/li>\r\n \t<li><strong><em><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/operation-clockwork-orange-wie-der-krieg-gegen-die-ukraine-schon-2008-russland-besprochen-wurde\/\">\"Operation \"Clockwork Orange\": wie der Krieg gegen die Ukraine schon 2008 in Russland besprochen wurde\".<\/a><\/em><\/strong><\/li>\r\n<\/ul>","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5989","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5989"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5989\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19965,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5989\/revisions\/19965"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6000"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5989"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5989"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}