{"id":6737,"date":"2015-06-06T08:34:27","date_gmt":"2015-06-06T08:34:27","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=6737"},"modified":"2015-10-18T12:13:08","modified_gmt":"2015-10-18T12:13:08","slug":"reisefuehrer-zu-putins-freunden-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/reisefuehrer-zu-putins-freunden-in-europa\/","title":{"rendered":"Reisef\u00fchrer zu Putins Freunden in Europa"},"content":{"rendered":"<p class=\"western\" style=\"text-align: left\"><em>Ein Artikel vom Chefredakteur der Website des\u00a0<a href=\"http:\/\/tvrain.ru\">&#8222;TV-Rains&#8220; <\/a>(&#8222;Dozhd&#8220;)\u00a0<a href=\"http:\/\/snob.ru\/profile\/28206\">\u00a0Ilya Klischin<\/a> zu Putins Freunden in der EU&#8230;<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em><strong>vom 2. April 2015<\/strong><\/em><\/p>\n<h4 class=\"western\" style=\"text-align: center\"><b style=\"font-family: 'Helvetica Neue', Helvetica, Arial, sans-serif;color: #000000;line-height: 1.5\">Wof\u00fcr braucht Moskau Europas Au\u00dfenseiter<\/b><\/h4>\n<p align=\"JUSTIFY\">Jetzt, als der Countdown zum 9. Mai startete und nicht einmal Moldaus Pr\u00e4sident nach Moskau reist, wird \u00fcber die Einsamkeit Wladimir Putins diskutiert. Aus der \u201eG-8\u201c rausgeworfen, bei der \u201eG-20\u201c umsonst h\u00f6chstens einen Koala bekommen,\u00a0auf die \u201ehinterste Bank\u201c gesetzt &#8211; und jetzt wollen sie nicht einmal mehr zum Tag des Sieges kommen. Sind unserem Pr\u00e4sidenten denn \u00fcberhaupt keine Freunde westlich der Grenzen geblieben? Nat\u00fcrlich sind sie es.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die ersten, die einem in den Sinn kommen, sind die Faschisten, die sich k\u00fcrzlich in St. Petersburg auf dem \u201eKonservativen Forum\u201c trafen. Das ist meinetwegen eine falsche Verallgemeinerung. Und eine wirklich leichtsinnige. Das Wort \u201eFaschist\u201c wurde bis auf seine Wurzeln aus dem politischen Vokabular des modernen Russlands entfernt und bedeutet nichts au\u00dfer \u201eein sehr schlechter Mensch\u201c. Das ist eher ein Schimpfwort als ein politisches Etikett und um es nicht der Fernsehpropaganda gleichzutun, ist es besser \u201ePutins Freunde\u201c in Europa nicht nach Etiketts, sondern nach Ansichten einzuordnen. Um so mehr, da es sich um drei \u00fcberaus unterschiedliche Geschichten handelt. Und beginnen kann man tats\u00e4chlich mit den Neonazis.<\/p>\n<h4 class=\"western\" align=\"LEFT\"><b style=\"font-family: Arial, sans-serif;color: #000000;line-height: 1.5\">1. Neonazis. Geschichte \u00fcber Hass und Liebe<\/b><\/h4>\n<div id=\"attachment_6739\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/113.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6739\" class=\"wp-image-6739 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/113.jpg\" alt=\"1\" width=\"638\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/113.jpg 638w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/113-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6739\" class=\"wp-caption-text\">\u0424\u043e\u0442\u043e: REUTERS Mitglieder der \u201eJobbik\u201c-Partei<\/p>\n<\/div>\n<p>Unter den mit Russland sympathisierenden politischen Kr\u00e4ften in Europa gibt es tats\u00e4chlich Fremdenhasser, die es lieben in Uniformen zu marschieren &#8211; m\u00f6glicherweise erhalten sie auch Geld aus Moskau (was in keinem einzigen Fall bisher belegt wurde), aber es sind wohl die Einzigen, die es aufrichtig lieben \u2013 soweit man bei Menschen, deren politische T\u00e4tigkeit auf purem Hass basiert, \u00fcberhaupt von Liebe sprechen kann.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Sie sehen nicht oder wollen es nicht sehen, dass der konservative Umschwung in Russland, von den homophoben Gesetzen bis zum Projekt \u201eRussische Welt\u201c, h\u00f6chstwahrscheinlich eine saisonale Modererscheinung ist. Und deshalb preisen sie weniger Wladimir Putin und seine Handlungen, als vielmehr ein Abbild in ihren K\u00f6pfen \u2013 einen fiktiven Rechten Imperator, der alles von ihnen Verhasste in Europa endlich hinwegfegen wird.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Und verhasst sind ihnen viele. Nimmt man zum Beispiel \u201eJobbik\u201c, die drittgr\u00f6\u00dfte Partei Ungarns, denen nicht nur Homophobie und Rassismus, sondern auch Antisemitismus vorgeworfen wird.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u201eWir m\u00fcssen uns zu einem bewaffneten Kampf gegen die Juden bereit machen\u201c, &#8211; <a href=\"http:\/\/www.haaretz.com\/jewish-world\/2.209\/proud-hungarians-must-prepare-for-war-against-the-jews-1.277076\">schrieb Judit Szima<\/a>, Jobbik-Kandidatin f\u00fcr das Europaparlament. Und Krisztina Morvai, Nummer 1 der Parteiliste bei denselben Wahlen, <a href=\"http:\/\/www.politics.hu\/20090605\/outrage-over-obscene-antisemitic-internet-post-by-morvai\/\">hat gar vorgeschlagen<\/a> den \u201esogenannten ungarischen Juden mit ihren beschnittenen Pimmeln zu spielen, anstatt sie zu kritisieren\u201c.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">&#8222;Jobbik\u201c begann bereits vor geraumer Zeit Kontakte nach Moskau aufzunehmen. Auf Einladung des Eurasiers Alexander Dugin trat der Parteichef G\u00e1bor Vona bereits 2013 in der Staatlichen Universit\u00e4t Moskaus auf und anschlie\u00dfend traf er sich mit den Abgeordneten der Staatsduma. Er traf sich offenbar nicht umsonst mit ihnen. Nach weniger als einem Jahr reist \u201eJobbik\u201c auf die Krim und bezeichnet das durchgef\u00fchrte Referendum als vorbildlich. <a href=\"https:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/russia-fsu\/2014-03-25\/putins-western-allies\">Das Magazin Foreign Affairs vermutet<\/a>, dass \u201eJobbik\u201c vom Kreml finanziert wird, direkte Beweise gibt es daf\u00fcr jedoch nicht. Gegen die Partei werden \u00fcbrigens staatliche Ermittlungen wegen Finanzierung aus Russland und der Zusammenarbeit eines Parteimitglieds mit russischen Geheimdiensten gef\u00fchrt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">&#8222;Jobbik\u201c ist leider nicht allein. Griechische Neonazis aus der \u201eGoldenen Morgenr\u00f6te\u201c befinden sich ebenfalls auf dem dritten Platz im Parlament (18 Sitze) und auch gegen sie laufen Ermittlungen. Neben der Abneigung gegen Juden, T\u00fcrken und Albanern, schreckten diese Radikale anscheinend nicht einmal vor Morden in Gassen zur\u00fcck. Der Parteichef Nikolas Michaloliakos sitzt nun das zweite Jahr wegen Mordes an einem antifaschistischen Rapper in Haft. Ein unheimlicher Zufall, doch die \u00d6ffnung ihres B\u00fcros in Russland \u00fcbertrug die \u201eMorgenr\u00f6te\u201c dem \u201eRussischen Bild\u201c- einer von einem der Frontm\u00e4nner der ber\u00fcchtigten BORN-Gruppierung gegr\u00fcndeten nationalistischen Organisation. Auf der offiziellen Webseite der Partei erf\u00e4hrt man, dass Michaloliakos \u201esich deutlich f\u00fcr ein B\u00fcndnis, eine Zusammenarbeit mit Russland und eine Distanzierung von den atlantischen M\u00e4chten aussprach\u201c. Kein Wunder, dass <a href=\"http:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/141067\/mitchell-a-orenstein\/putins-western-allies\">Alexander Dugin ihm ins Gef\u00e4ngnis schreibt<\/a>.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Bei der bulgarischen \u201eAtaka\u201c kommt obendrein noch der Hass auf Roma hinzu. Ihr linkes und generell populistisches Programm <a href=\"http:\/\/www.academia.edu\/233217\/Left_Wing_Right_Wing_Everything_Xenophobia_Neo-totalitarianism_and_Populist_Politics_in_Contemporary_Bulgaria\">h\u00fcllt die Partei in Xenophobie<\/a>: auf T\u00fcrken und Roma. Im Parteiprogramm steht, dass Bulgarien offiziell ein orthodoxer Staat nur f\u00fcr Bulgaren werden solle und au\u00dferdem aus der EU und der NATO austreten muss. <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/gifiles\/docs\/29\/2995918_-os-bulgaria-us-ct-wikileaks-bulgarian-nationalist-under-us.html\">Ein dank WikiLeaks ver\u00f6ffentlichtes Chiffre-Telegramm<\/a> verdeutlichte, dass \u201eAtaka\u201c eng mit der russischen Botschaft in Sofia verbandelt ist. Ger\u00fcchte \u00fcber Finanzierungen aus Moskau gab es jahrelang, doch nie konnte es den bulgarischen Nationalisten nachgewiesen werden. Im Vorjahr verlangte \u201eAtakas\u201c Parteichef Wolen Siderow die Ergebnisse des Referendums auf der Krim anzuerkennen und ein Veto gegen die Entscheidung der EU bez\u00fcglich der Sanktionen einzulegen. Siderow versucht bis heute eine Abstimmung zur Krim im bulgarischen Parlament durchzusetzen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Etwas weniger interessiert sich Russland f\u00fcr \u00d6sterreichs und Deutschlands Neonazis. Wom\u00f6glich wegen unangenehmen historischen Assoziationen. Nichtsdestotrotz sind sie auch f\u00fcr etwas gut. Der Parteichef der ultrarechten Freiheitlichen Partei \u00d6sterreichs (FP\u00d6) Heinz-Christian Strache zum Beispiel gibt von Zeit zu Zeit \u201erichtige\u201c Erkl\u00e4rungen ab: vor kurzem rief er dazu auf, Russland nicht als einen Aggressor wahrzunehmen und kritisierte die EU-Sanktionen scharf.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Und ein eher zuf\u00e4lliger Gast auf dem &#8211; vom Abgeordneten des \u201eEinigen Russland\u201c Aleksei Schurawlew organisierten &#8211; Petersburger Forum war Udo Voigt, ehemaliger Chef der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands \u2013 die als Nachfolger der NSDAP betrachtet wird. Schurawlew\u00a0selbst bezeichnete beim Twitter Voigt als \u201eAntifaschisten\u201c, <a href=\"https:\/\/navalny.com\/p\/4168\/\">l\u00f6schte diese Nachricht<\/a> jedoch schnell. Vor weniger als\u00a0einem Jahr traten unsere staatlichen Medien auf Voigt ein: ein Neonazi-Mitglied im Ausschuss f\u00fcr B\u00fcrgerliche Freiheiten im Europaparlament! Es ist schwer mit Worten die goldene Mitte zu finden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00dcberhaupt ist der interne Gebrauch dieses Geredes f\u00fcr die europ\u00e4ischen Freunde sehr eingeschr\u00e4nkt. Wichtig sind ihre Handlungen (f\u00fcr gew\u00f6hnlich aus dem Kontext gerissen) &#8211; und nicht ihre \u00dcberzeugungen. Sie arbeiten ohne es zu wissen f\u00fcr ein Medienbild: veranstalten ben\u00f6tigte Demos zu Poroschenkos Besuchen, geben russischen Sendern \u201en\u00f6tige\u201c Kommentare, in denen sie das Gleiche sagen wie Dmitri Kisseljow. Es wird doch nicht jede Hausfrau verstehen, dass in der Heimat dieses seri\u00f6sen Europ\u00e4ers, der nicht in \u201eunserer Sprache\u201c spricht, er von etlichen als Neonazi angesehen wird.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Und auch wenn diese Parteien nicht die Mehrheit in ihren Parlamenten bilden \u2013 der dritte-vierte Platz bei innerstaatlichen Wahlen reicht v\u00f6llig f\u00fcr die Aufrechterhaltung der vom Kreml ben\u00f6tigten Intensit\u00e4t der Debatte aus.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Zudem bilden all diese Kr\u00e4fte eine breite Koalition mit den Skeptikern im Europaparlament (nach den Wahlen 2014 sind sie dort zu einem Viertel vertreten) \u2013 Putins \u201eF\u00fcnfte Kolonne\u201c, wie amerikanische Journalisten sie nennen &#8211; in der sie zusammen mit den respektableren europ\u00e4ischen Rechten sind, die offen der geeinten EU den Zerfall w\u00fcnschen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Hier ist es wirklich nicht einfach, eine Grenze zu ziehen, und eine Einteilung ist sehr provisorisch. Ich bin mir sicher, dass viele Le Pens Partei zu den Neonazis zuordnen w\u00fcrden, und sagen wir, \u201eAtaka\u201c &#8211; zu den Euroskeptikern.<\/p>\n<h4 class=\"western\" align=\"LEFT\"><b style=\"font-family: Arial, sans-serif;color: #000000;line-height: 1.5\">2. Euroskeptiker. Die Geschichte einer raffinierten Kalkulation.<\/b><\/h4>\n<div id=\"attachment_6740\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/29.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6740\" class=\"wp-image-6740 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/29.jpg\" alt=\"2\" width=\"638\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/29.jpg 638w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/29-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6740\" class=\"wp-caption-text\">\u0424\u043e\u0442\u043e: AFP\/East News Marine Le Pen<\/p>\n<\/div>\n<p align=\"LEFT\">Und wie schwer das auch sein mag, diese Grenze zu ziehen &#8211; ziehen kann man sie. Wenn Neonazis in ihrem Hass auf ihre Art aufrichtig sind und gen Russland nicht wegen Kampagnen-Managern aus der Kreml-Administration blicken, dann k\u00f6nnte man die gew\u00f6hnlichen europ\u00e4ischen Rechten des\u00a0Zynismus beschuldigen. Ihr gesamtes politisches Programm ist auf der Abneigung der europ\u00e4ischen B\u00fcrokratie gegen\u00fcber aufgebaut, die die Menschen ihrer nationalen Freiheiten angeblich beraubt habe. Wenn eine Allianz mit Russland ihnen hilft, Br\u00fcssel einen schmerzhafteren Schlag zu versetzen \u2013 warum denn nicht?<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Es scheint, als w\u00fcrden diese Menschen das vereinte Europa derartig verachten, dass sie sogar zu einer Allianz mit dem kahlen Teufel bereit sind; es soll auch so erscheinen \u2013 die richtige PR und kaltbl\u00fctige Kalkulation.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Zudem bringt die Freundschaft mit Moskau nicht nur strategische Vorteile, sondern auch buchst\u00e4bliche. Nimmt man zum Beispiel die Vorsitzende der europ\u00e4ischen Rechten der franz\u00f6sischen \u201eFront National\u201c Marine Le Pen. Es ist bisher der einzige Fall, bei dem eine \u201epro-russische\u201c Kraft in Europa augenscheinlich beim Erhalt von Geld involviert war (versprochen sind 40 Millionen Euro) und es nicht leugnete.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Madame Le Pen wird nicht nur von russischen Medien get\u00e4tschelt, sondern auch von der Regierung. W\u00e4hrend ihres Moskau-Besuchs empfingen sie der Duma-Sprecher Naryschkin und Vize-Primier Rogosin. Ihre Partei antwortet mit Gegenliebe. \u201eDie historische Krim ist ein Teil Russlands\u201c, &#8211; das sagt Pressesprecher des \u201eFront National\u201c Ludovic de Danne. Und der Europaabgeordnete, das Parteimitglied <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/05\/21\/world\/europe\/europes-far-right-looks-to-russia-as-a-guiding-force.html?_r=1\">Aymeric Chauprade ging noch weiter<\/a>: \u201eRussland ist zur Hoffnung der Welt gegen den neuen Totalitarismus geworden\u201c. Bei den letzten Kommunalwahlen scheiterte Le Pens Partei, bereitet sich jedoch schon ernsthaft auf die Pr\u00e4sidentschaftswahlen 2017 vor. Meinungsumfragen versprechen ihr jetzt schon das Vorr\u00fccken in die zweite Wahlrunde.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die britischen Euroskeptiker aus der UK Independence Party k\u00f6nnen sich solch laute Aussagen wie die \u201eFront National\u201c nicht erlauben. Als der Parteichef Nigel Farage auf die Frage, welchen Weltpolitikern er am meisten bewundere, Putin nannte, <a href=\"http:\/\/www.worldaffairsjournal.org\/article\/strange-bedfellows-putin-and-europe\u2019s-far-right\">entbrannte ein Skandal<\/a>. Er war gezwungen sich zu rechtfertigen: \u201eIch habe nicht gesagt, dass er mir gef\u00e4llt oder dass ich gern in seinem Land leben m\u00f6chte. Doch im Vergleich zu den Kindern, die sich um die Au\u00dfenpolitik unseres Landes k\u00fcmmern, habe ich vor ihm weit mehr Respekt\u201c. Farage liebt Moskau in Wirklichkeit nicht so sehr, wie er Br\u00fcssel hasst. Er m\u00f6chte mit allen Wahrheiten und Unwahrheiten bis Ende 2015 ein Referendum durchf\u00fchren und das K\u00f6nigreich aus der EU f\u00fchren. Wenn daf\u00fcr die europ\u00e4ischen B\u00fcrokraten an den Vorg\u00e4ngen in der Ukraine beschuldigt werden sollen \u2013 warum denn nicht.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Linken <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2014\/mar\/31\/nigel-farage-relationship-russian-media-scrutiny\">appellieren von den Seiten der &#8220; The Guardian&#8220;<\/a>-Ausgabe an UKIP&#8217;s Vernunft: \u201eEs gibt nichts D\u00fcmmeres f\u00fcr einen Politiker, als die abgedroschene Lebensweisheit dar\u00fcber, dass der Feind meines Feindes mein Freund ist\u201c. Doch vergebens: die Partei siegte mit einem Paukenschlag bei den Europaparlamentswahlen letztes Jahr &#8211; erhielt fast 28 Prozent der Stimmen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Im Kleinen \u00e4hnelt die holl\u00e4ndische Partei f\u00fcr die Freiheit der euroskeptischen UKIP, au\u00dfer dass sie noch islamfeindlich ist. Ihr Parteichef Geert Wilders beschuldigte letztes Jahr die EU\u00a0an der Erschaffung\u00a0von \u201eChaos\u201c in der Ukraine und <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=i0juBvuyxVg\">rief vorsichtig Russland und auch Europa dazu auf<\/a>, sich nicht in die Angelegenheiten der Ukraine einzumischen. Gemacht hat er das nat\u00fcrlich auf Russia Today. Allerdings unterst\u00fctzt er aktiv die USA und Israel, und bezeichnet sogar die LGBT-Rechte als \u201etraditionelle Werte der holl\u00e4ndischen Gesellschaft\u201c. Seine Erkl\u00e4rung zur Ukraine \u2013 eher ein Weg, um Br\u00fcssel wegen der Geldausgabe f\u00fcr das korrumpierte Regime zu kritisieren. Wie auch die Briten, sind Wilders Holl\u00e4nder nicht zu den Wahlen auf der Krim gereist.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Zum gemeinsamen Chor der Euroskeptiker schlie\u00dfen sich auch einige separatistische Bewegungen an, \u00e4hnlich der \u201eVlaams Belang\u201c aus Belgien oder der italienischen \u201eLiga Nord\u201c. \u201eZweifellos gibt es in Russland mehr Demokratie als in Europa, wo sie auf falschen demokratischen Werten basiert. Ich w\u00fcrde gut die H\u00e4lfte der europ\u00e4ischen Staatsf\u00fchrer austauschen, die mit der F\u00fchrung ihrer L\u00e4nder \u00fcberfordert sind und unter Einfluss anderer Staaten stehen\u201c, &#8211; sagte Matteo Salvini, Chef der \u201eLiga Nord\u201c, bei der Europaparlament-Sitzung zum Mord am Nemzow.<\/p>\n<h4 class=\"western\" align=\"LEFT\"><b style=\"font-family: Arial, sans-serif;color: #000000;line-height: 1.5\">3. Staatschefs. Statt einer Zusammenfassung.<\/b><\/h4>\n<div id=\"attachment_6741\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/35.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6741\" class=\"wp-image-6741 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/35.jpg\" alt=\"3\" width=\"638\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/35.jpg 638w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/35-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6741\" class=\"wp-caption-text\">Foto: AFP\/East News Milo\u0161 Zeman<\/p>\n<\/div>\n<p align=\"LEFT\">W\u00e4hrend Europa mit Putins F\u00fcnfter Kolonne sich selbst erschreckt, gibt es auch schon einige Staatschefs, die durchaus freundschaflich zu Russland stehen. Nat\u00fcrlich ist es nicht damit zu vergleichen, wie es einmal mit Berlusconi und Schr\u00f6der war, aber immerhin. Zu Putins Freunden kann man im Moment drei z\u00e4hlen: den ungarischen Premier Viktor Orb\u00e1n, der wirtschaftliche Gr\u00fcnde daf\u00fcr hat (der Bau des AKW und nicht nur das); den ehemaligen Sozialisten Milo\u0161 Zedan, den tschechischen Pr\u00e4sidenten, der es liebt, das Publikum mit Ausf\u00e4llen, \u00e4hnlich der \u00dcbersetzung des Bandnamen \u201ePussy Riot\u201c, zu schockieren; und neuerdings auch Alexis Tsipras, den neumodischen griechischen Premier-Populisten, der Angela Merkel ein Fest des Ungehorsams zu veranstalten verspricht.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Diese Staatschefs kann man nicht als Marionetten des Kremls bezeichnen &#8211; das ist nicht einmal ann\u00e4hernd so. Schlie\u00dflich werden die Entschl\u00fcsse bez\u00fcglich der Sanktionen nach wie vor angenommen und Stimmen \u201edagegen\u201c gibt es aus Ungarn, Tschechien und Griechenland unter dem Strich keine. Sie k\u00f6nnen jedoch Erkl\u00e4rungen abgeben, deren symbolischer Wert auch wichtig ist. Zeman beispielsweise, unterst\u00fctzt den Boykott nicht und reist am 9. Mai nach Moskau. Ist es doch ein Geschenk f\u00fcr die vaterl\u00e4ndische Propaganda.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Nichtsdestotrotz sind Zeman sowie Orb\u00e1n europ\u00e4ische Politiker der alten Schule. Von den Politikern der neuen Generation dagegen kann man alles erwarten. Seine \u201eSyriza\u201c ersch\u00fctterte bereits die gesamte griechische Politik der letzten vierzig Jahre. Und wahrscheinlich wartet sie nur auf den Zeitpunkt \u201eX\u201c, um sich wie ein \u201eTrojanisches Pferd\u201c zu \u00f6ffnen. Obwohl \u201eSyriza\u201c taktische B\u00fcndnisse mit Nationalisten eingeht, ist sie selbst interessanterweise nicht rechts. Das ist eine typisch populistische linke Partei, in die alles hineingemischt wurde, was die europ\u00e4ische Jugend liebt \u2013 vom Antiglobalismus bis zur \u00d6kologie.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wenn man sich also in Washington und Br\u00fcssel tats\u00e4chlich <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/05\/21\/world\/europe\/europes-far-right-looks-to-russia-as-a-guiding-force.html?_r=0\">vor Putins \u201eF\u00fcnfter Kolonne\u201c f\u00fcrchtet<\/a>, dann sollten sie ihre Aufmerksamkeit weniger auf die Neonazis, stattdessen mehr auf die linken Populisten lenken, die momentan auf einer Welle der Ablehnung der \u201eG\u00fcrtel-enger-Schnallerei\u201c der Europ\u00e4ischen Zentralbank getragen werden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Und in Spanien ist zum Beispiel eine neue Kraft entstanden &#8211; \u201ePodemos\u201c (deutsch \u201eWir k\u00f6nnen\u201c), die sich selbst als \u201epro-russisch\u201c bezeichnet. Im Grunde ist <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2015\/03\/22\/spain-podemos-faces-first-big-political-test-as-andalusia-goes-to-the-polls\/\">es ein Klon von \u201eSyriza\u201c<\/a>. Und Soziologen sagen ihr bereits einen Sieg bei den unmittelbaren Wahlen im Dezember voraus.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><em>Quelle: Chefredakteur der Webseite des Fernsehkanals \u201eDozhd\u201c <strong>Ilya Klischin<\/strong> in <a href=\"http:\/\/snob.ru\/selected\/entry\/90460\">Snob.ru<\/a>; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/kateryna.matey?fref=ts\">Kateryna Matey<\/a>; redaktiert von<span style=\"color: #003366\"> <a style=\"color: #003366\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a>.<\/span>\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Artikel vom Chefredakteur der Website des\u00a0&#8222;TV-Rains&#8220; (&#8222;Dozhd&#8220;)\u00a0\u00a0Ilya Klischin zu Putins Freunden in der EU&#8230; vom 2&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6739,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[98,3],"tags":[385,383,384,558],"class_list":["post-6737","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-interviews","tag-linke","tag-nationalisten","tag-parteien","tag-putins-agentur"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - 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April 2015<\/strong><\/em><\/p>\r\n\r\n<h4 class=\"western\" style=\"text-align: center\"><b style=\"font-family: 'Helvetica Neue', Helvetica, Arial, sans-serif;color: #000000;line-height: 1.5\">Wof\u00fcr braucht Moskau Europas Au\u00dfenseiter<\/b><\/h4>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Jetzt, als der Countdown zum 9. Mai startete und nicht einmal Moldaus Pr\u00e4sident nach Moskau reist, wird \u00fcber die Einsamkeit Wladimir Putins diskutiert. Aus der \u201eG-8\u201c rausgeworfen, bei der \u201eG-20\u201c umsonst h\u00f6chstens einen Koala bekommen,\u00a0auf die \u201ehinterste Bank\u201c gesetzt - und jetzt wollen sie nicht einmal mehr zum Tag des Sieges kommen. Sind unserem Pr\u00e4sidenten denn \u00fcberhaupt keine Freunde westlich der Grenzen geblieben? Nat\u00fcrlich sind sie es.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Die ersten, die einem in den Sinn kommen, sind die Faschisten, die sich k\u00fcrzlich in St. Petersburg auf dem \u201eKonservativen Forum\u201c trafen. Das ist meinetwegen eine falsche Verallgemeinerung. Und eine wirklich leichtsinnige. Das Wort \u201eFaschist\u201c wurde bis auf seine Wurzeln aus dem politischen Vokabular des modernen Russlands entfernt und bedeutet nichts au\u00dfer \u201eein sehr schlechter Mensch\u201c. Das ist eher ein Schimpfwort als ein politisches Etikett und um es nicht der Fernsehpropaganda gleichzutun, ist es besser \u201ePutins Freunde\u201c in Europa nicht nach Etiketts, sondern nach Ansichten einzuordnen. Um so mehr, da es sich um drei \u00fcberaus unterschiedliche Geschichten handelt. Und beginnen kann man tats\u00e4chlich mit den Neonazis.<\/p>\r\n\r\n<h4 class=\"western\" align=\"LEFT\"><b style=\"font-family: Arial, sans-serif;color: #000000;line-height: 1.5\">1. Neonazis. Geschichte \u00fcber Hass und Liebe<\/b><\/h4>\r\n[caption id=\"attachment_6739\" align=\"aligncenter\" width=\"638\"]<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/113.jpg\"><img class=\"wp-image-6739 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/113.jpg\" alt=\"1\" width=\"638\" height=\"430\" \/><\/a> \u0424\u043e\u0442\u043e: REUTERS Mitglieder der \u201eJobbik\u201c-Partei[\/caption]\r\n\r\nUnter den mit Russland sympathisierenden politischen Kr\u00e4ften in Europa gibt es tats\u00e4chlich Fremdenhasser, die es lieben in Uniformen zu marschieren - m\u00f6glicherweise erhalten sie auch Geld aus Moskau (was in keinem einzigen Fall bisher belegt wurde), aber es sind wohl die Einzigen, die es aufrichtig lieben \u2013 soweit man bei Menschen, deren politische T\u00e4tigkeit auf purem Hass basiert, \u00fcberhaupt von Liebe sprechen kann.\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Sie sehen nicht oder wollen es nicht sehen, dass der konservative Umschwung in Russland, von den homophoben Gesetzen bis zum Projekt \u201eRussische Welt\u201c, h\u00f6chstwahrscheinlich eine saisonale Modererscheinung ist. Und deshalb preisen sie weniger Wladimir Putin und seine Handlungen, als vielmehr ein Abbild in ihren K\u00f6pfen \u2013 einen fiktiven Rechten Imperator, der alles von ihnen Verhasste in Europa endlich hinwegfegen wird.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Und verhasst sind ihnen viele. Nimmt man zum Beispiel \u201eJobbik\u201c, die drittgr\u00f6\u00dfte Partei Ungarns, denen nicht nur Homophobie und Rassismus, sondern auch Antisemitismus vorgeworfen wird.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">\u201eWir m\u00fcssen uns zu einem bewaffneten Kampf gegen die Juden bereit machen\u201c, - <a href=\"http:\/\/www.haaretz.com\/jewish-world\/2.209\/proud-hungarians-must-prepare-for-war-against-the-jews-1.277076\">schrieb Judit Szima<\/a>, Jobbik-Kandidatin f\u00fcr das Europaparlament. Und Krisztina Morvai, Nummer 1 der Parteiliste bei denselben Wahlen, <a href=\"http:\/\/www.politics.hu\/20090605\/outrage-over-obscene-antisemitic-internet-post-by-morvai\/\">hat gar vorgeschlagen<\/a> den \u201esogenannten ungarischen Juden mit ihren beschnittenen Pimmeln zu spielen, anstatt sie zu kritisieren\u201c.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">\"Jobbik\u201c begann bereits vor geraumer Zeit Kontakte nach Moskau aufzunehmen. Auf Einladung des Eurasiers Alexander Dugin trat der Parteichef G\u00e1bor Vona bereits 2013 in der Staatlichen Universit\u00e4t Moskaus auf und anschlie\u00dfend traf er sich mit den Abgeordneten der Staatsduma. Er traf sich offenbar nicht umsonst mit ihnen. Nach weniger als einem Jahr reist \u201eJobbik\u201c auf die Krim und bezeichnet das durchgef\u00fchrte Referendum als vorbildlich. <a href=\"https:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/russia-fsu\/2014-03-25\/putins-western-allies\">Das Magazin Foreign Affairs vermutet<\/a>, dass \u201eJobbik\u201c vom Kreml finanziert wird, direkte Beweise gibt es daf\u00fcr jedoch nicht. Gegen die Partei werden \u00fcbrigens staatliche Ermittlungen wegen Finanzierung aus Russland und der Zusammenarbeit eines Parteimitglieds mit russischen Geheimdiensten gef\u00fchrt.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">\"Jobbik\u201c ist leider nicht allein. Griechische Neonazis aus der \u201eGoldenen Morgenr\u00f6te\u201c befinden sich ebenfalls auf dem dritten Platz im Parlament (18 Sitze) und auch gegen sie laufen Ermittlungen. Neben der Abneigung gegen Juden, T\u00fcrken und Albanern, schreckten diese Radikale anscheinend nicht einmal vor Morden in Gassen zur\u00fcck. Der Parteichef Nikolas Michaloliakos sitzt nun das zweite Jahr wegen Mordes an einem antifaschistischen Rapper in Haft. Ein unheimlicher Zufall, doch die \u00d6ffnung ihres B\u00fcros in Russland \u00fcbertrug die \u201eMorgenr\u00f6te\u201c dem \u201eRussischen Bild\u201c- einer von einem der Frontm\u00e4nner der ber\u00fcchtigten BORN-Gruppierung gegr\u00fcndeten nationalistischen Organisation. Auf der offiziellen Webseite der Partei erf\u00e4hrt man, dass Michaloliakos \u201esich deutlich f\u00fcr ein B\u00fcndnis, eine Zusammenarbeit mit Russland und eine Distanzierung von den atlantischen M\u00e4chten aussprach\u201c. Kein Wunder, dass <a href=\"http:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/141067\/mitchell-a-orenstein\/putins-western-allies\">Alexander Dugin ihm ins Gef\u00e4ngnis schreibt<\/a>.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Bei der bulgarischen \u201eAtaka\u201c kommt obendrein noch der Hass auf Roma hinzu. Ihr linkes und generell populistisches Programm <a href=\"http:\/\/www.academia.edu\/233217\/Left_Wing_Right_Wing_Everything_Xenophobia_Neo-totalitarianism_and_Populist_Politics_in_Contemporary_Bulgaria\">h\u00fcllt die Partei in Xenophobie<\/a>: auf T\u00fcrken und Roma. Im Parteiprogramm steht, dass Bulgarien offiziell ein orthodoxer Staat nur f\u00fcr Bulgaren werden solle und au\u00dferdem aus der EU und der NATO austreten muss. <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/gifiles\/docs\/29\/2995918_-os-bulgaria-us-ct-wikileaks-bulgarian-nationalist-under-us.html\">Ein dank WikiLeaks ver\u00f6ffentlichtes Chiffre-Telegramm<\/a> verdeutlichte, dass \u201eAtaka\u201c eng mit der russischen Botschaft in Sofia verbandelt ist. Ger\u00fcchte \u00fcber Finanzierungen aus Moskau gab es jahrelang, doch nie konnte es den bulgarischen Nationalisten nachgewiesen werden. Im Vorjahr verlangte \u201eAtakas\u201c Parteichef Wolen Siderow die Ergebnisse des Referendums auf der Krim anzuerkennen und ein Veto gegen die Entscheidung der EU bez\u00fcglich der Sanktionen einzulegen. Siderow versucht bis heute eine Abstimmung zur Krim im bulgarischen Parlament durchzusetzen.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Etwas weniger interessiert sich Russland f\u00fcr \u00d6sterreichs und Deutschlands Neonazis. Wom\u00f6glich wegen unangenehmen historischen Assoziationen. Nichtsdestotrotz sind sie auch f\u00fcr etwas gut. Der Parteichef der ultrarechten Freiheitlichen Partei \u00d6sterreichs (FP\u00d6) Heinz-Christian Strache zum Beispiel gibt von Zeit zu Zeit \u201erichtige\u201c Erkl\u00e4rungen ab: vor kurzem rief er dazu auf, Russland nicht als einen Aggressor wahrzunehmen und kritisierte die EU-Sanktionen scharf.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Und ein eher zuf\u00e4lliger Gast auf dem - vom Abgeordneten des \u201eEinigen Russland\u201c Aleksei Schurawlew organisierten - Petersburger Forum war Udo Voigt, ehemaliger Chef der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands \u2013 die als Nachfolger der NSDAP betrachtet wird. Schurawlew\u00a0selbst bezeichnete beim Twitter Voigt als \u201eAntifaschisten\u201c, <a href=\"https:\/\/navalny.com\/p\/4168\/\">l\u00f6schte diese Nachricht<\/a> jedoch schnell. Vor weniger als\u00a0einem Jahr traten unsere staatlichen Medien auf Voigt ein: ein Neonazi-Mitglied im Ausschuss f\u00fcr B\u00fcrgerliche Freiheiten im Europaparlament! Es ist schwer mit Worten die goldene Mitte zu finden.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00dcberhaupt ist der interne Gebrauch dieses Geredes f\u00fcr die europ\u00e4ischen Freunde sehr eingeschr\u00e4nkt. Wichtig sind ihre Handlungen (f\u00fcr gew\u00f6hnlich aus dem Kontext gerissen) - und nicht ihre \u00dcberzeugungen. Sie arbeiten ohne es zu wissen f\u00fcr ein Medienbild: veranstalten ben\u00f6tigte Demos zu Poroschenkos Besuchen, geben russischen Sendern \u201en\u00f6tige\u201c Kommentare, in denen sie das Gleiche sagen wie Dmitri Kisseljow. Es wird doch nicht jede Hausfrau verstehen, dass in der Heimat dieses seri\u00f6sen Europ\u00e4ers, der nicht in \u201eunserer Sprache\u201c spricht, er von etlichen als Neonazi angesehen wird.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Und auch wenn diese Parteien nicht die Mehrheit in ihren Parlamenten bilden \u2013 der dritte-vierte Platz bei innerstaatlichen Wahlen reicht v\u00f6llig f\u00fcr die Aufrechterhaltung der vom Kreml ben\u00f6tigten Intensit\u00e4t der Debatte aus.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Zudem bilden all diese Kr\u00e4fte eine breite Koalition mit den Skeptikern im Europaparlament (nach den Wahlen 2014 sind sie dort zu einem Viertel vertreten) \u2013 Putins \u201eF\u00fcnfte Kolonne\u201c, wie amerikanische Journalisten sie nennen - in der sie zusammen mit den respektableren europ\u00e4ischen Rechten sind, die offen der geeinten EU den Zerfall w\u00fcnschen.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Hier ist es wirklich nicht einfach, eine Grenze zu ziehen, und eine Einteilung ist sehr provisorisch. Ich bin mir sicher, dass viele Le Pens Partei zu den Neonazis zuordnen w\u00fcrden, und sagen wir, \u201eAtaka\u201c - zu den Euroskeptikern.<\/p>\r\n\r\n<h4 class=\"western\" align=\"LEFT\"><b style=\"font-family: Arial, sans-serif;color: #000000;line-height: 1.5\">2. Euroskeptiker. Die Geschichte einer raffinierten Kalkulation.<\/b><\/h4>\r\n[caption id=\"attachment_6740\" align=\"aligncenter\" width=\"638\"]<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/29.jpg\"><img class=\"wp-image-6740 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/29.jpg\" alt=\"2\" width=\"638\" height=\"425\" \/><\/a> \u0424\u043e\u0442\u043e: AFP\/East News Marine Le Pen[\/caption]\r\n<p align=\"LEFT\">Und wie schwer das auch sein mag, diese Grenze zu ziehen - ziehen kann man sie. Wenn Neonazis in ihrem Hass auf ihre Art aufrichtig sind und gen Russland nicht wegen Kampagnen-Managern aus der Kreml-Administration blicken, dann k\u00f6nnte man die gew\u00f6hnlichen europ\u00e4ischen Rechten des\u00a0Zynismus beschuldigen. Ihr gesamtes politisches Programm ist auf der Abneigung der europ\u00e4ischen B\u00fcrokratie gegen\u00fcber aufgebaut, die die Menschen ihrer nationalen Freiheiten angeblich beraubt habe. Wenn eine Allianz mit Russland ihnen hilft, Br\u00fcssel einen schmerzhafteren Schlag zu versetzen \u2013 warum denn nicht?<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Es scheint, als w\u00fcrden diese Menschen das vereinte Europa derartig verachten, dass sie sogar zu einer Allianz mit dem kahlen Teufel bereit sind; es soll auch so erscheinen \u2013 die richtige PR und kaltbl\u00fctige Kalkulation.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Zudem bringt die Freundschaft mit Moskau nicht nur strategische Vorteile, sondern auch buchst\u00e4bliche. Nimmt man zum Beispiel die Vorsitzende der europ\u00e4ischen Rechten der franz\u00f6sischen \u201eFront National\u201c Marine Le Pen. Es ist bisher der einzige Fall, bei dem eine \u201epro-russische\u201c Kraft in Europa augenscheinlich beim Erhalt von Geld involviert war (versprochen sind 40 Millionen Euro) und es nicht leugnete.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Madame Le Pen wird nicht nur von russischen Medien get\u00e4tschelt, sondern auch von der Regierung. W\u00e4hrend ihres Moskau-Besuchs empfingen sie der Duma-Sprecher Naryschkin und Vize-Primier Rogosin. Ihre Partei antwortet mit Gegenliebe. \u201eDie historische Krim ist ein Teil Russlands\u201c, - das sagt Pressesprecher des \u201eFront National\u201c Ludovic de Danne. Und der Europaabgeordnete, das Parteimitglied <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/05\/21\/world\/europe\/europes-far-right-looks-to-russia-as-a-guiding-force.html?_r=1\">Aymeric Chauprade ging noch weiter<\/a>: \u201eRussland ist zur Hoffnung der Welt gegen den neuen Totalitarismus geworden\u201c. Bei den letzten Kommunalwahlen scheiterte Le Pens Partei, bereitet sich jedoch schon ernsthaft auf die Pr\u00e4sidentschaftswahlen 2017 vor. Meinungsumfragen versprechen ihr jetzt schon das Vorr\u00fccken in die zweite Wahlrunde.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Die britischen Euroskeptiker aus der UK Independence Party k\u00f6nnen sich solch laute Aussagen wie die \u201eFront National\u201c nicht erlauben. Als der Parteichef Nigel Farage auf die Frage, welchen Weltpolitikern er am meisten bewundere, Putin nannte, <a href=\"http:\/\/www.worldaffairsjournal.org\/article\/strange-bedfellows-putin-and-europe\u2019s-far-right\">entbrannte ein Skandal<\/a>. Er war gezwungen sich zu rechtfertigen: \u201eIch habe nicht gesagt, dass er mir gef\u00e4llt oder dass ich gern in seinem Land leben m\u00f6chte. Doch im Vergleich zu den Kindern, die sich um die Au\u00dfenpolitik unseres Landes k\u00fcmmern, habe ich vor ihm weit mehr Respekt\u201c. Farage liebt Moskau in Wirklichkeit nicht so sehr, wie er Br\u00fcssel hasst. Er m\u00f6chte mit allen Wahrheiten und Unwahrheiten bis Ende 2015 ein Referendum durchf\u00fchren und das K\u00f6nigreich aus der EU f\u00fchren. Wenn daf\u00fcr die europ\u00e4ischen B\u00fcrokraten an den Vorg\u00e4ngen in der Ukraine beschuldigt werden sollen \u2013 warum denn nicht.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Linken <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2014\/mar\/31\/nigel-farage-relationship-russian-media-scrutiny\">appellieren von den Seiten der \" The Guardian\"<\/a>-Ausgabe an UKIP's Vernunft: \u201eEs gibt nichts D\u00fcmmeres f\u00fcr einen Politiker, als die abgedroschene Lebensweisheit dar\u00fcber, dass der Feind meines Feindes mein Freund ist\u201c. Doch vergebens: die Partei siegte mit einem Paukenschlag bei den Europaparlamentswahlen letztes Jahr - erhielt fast 28 Prozent der Stimmen.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Im Kleinen \u00e4hnelt die holl\u00e4ndische Partei f\u00fcr die Freiheit der euroskeptischen UKIP, au\u00dfer dass sie noch islamfeindlich ist. Ihr Parteichef Geert Wilders beschuldigte letztes Jahr die EU\u00a0an der Erschaffung\u00a0von \u201eChaos\u201c in der Ukraine und <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=i0juBvuyxVg\">rief vorsichtig Russland und auch Europa dazu auf<\/a>, sich nicht in die Angelegenheiten der Ukraine einzumischen. Gemacht hat er das nat\u00fcrlich auf Russia Today. Allerdings unterst\u00fctzt er aktiv die USA und Israel, und bezeichnet sogar die LGBT-Rechte als \u201etraditionelle Werte der holl\u00e4ndischen Gesellschaft\u201c. Seine Erkl\u00e4rung zur Ukraine \u2013 eher ein Weg, um Br\u00fcssel wegen der Geldausgabe f\u00fcr das korrumpierte Regime zu kritisieren. Wie auch die Briten, sind Wilders Holl\u00e4nder nicht zu den Wahlen auf der Krim gereist.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Zum gemeinsamen Chor der Euroskeptiker schlie\u00dfen sich auch einige separatistische Bewegungen an, \u00e4hnlich der \u201eVlaams Belang\u201c aus Belgien oder der italienischen \u201eLiga Nord\u201c. \u201eZweifellos gibt es in Russland mehr Demokratie als in Europa, wo sie auf falschen demokratischen Werten basiert. Ich w\u00fcrde gut die H\u00e4lfte der europ\u00e4ischen Staatsf\u00fchrer austauschen, die mit der F\u00fchrung ihrer L\u00e4nder \u00fcberfordert sind und unter Einfluss anderer Staaten stehen\u201c, - sagte Matteo Salvini, Chef der \u201eLiga Nord\u201c, bei der Europaparlament-Sitzung zum Mord am Nemzow.<\/p>\r\n\r\n<h4 class=\"western\" align=\"LEFT\"><b style=\"font-family: Arial, sans-serif;color: #000000;line-height: 1.5\">3. Staatschefs. Statt einer Zusammenfassung.<\/b><\/h4>\r\n[caption id=\"attachment_6741\" align=\"aligncenter\" width=\"638\"]<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/35.jpg\"><img class=\"wp-image-6741 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/35.jpg\" alt=\"3\" width=\"638\" height=\"425\" \/><\/a> Foto: AFP\/East News Milo\u0161 Zeman[\/caption]\r\n<p align=\"LEFT\">W\u00e4hrend Europa mit Putins F\u00fcnfter Kolonne sich selbst erschreckt, gibt es auch schon einige Staatschefs, die durchaus freundschaflich zu Russland stehen. Nat\u00fcrlich ist es nicht damit zu vergleichen, wie es einmal mit Berlusconi und Schr\u00f6der war, aber immerhin. Zu Putins Freunden kann man im Moment drei z\u00e4hlen: den ungarischen Premier Viktor Orb\u00e1n, der wirtschaftliche Gr\u00fcnde daf\u00fcr hat (der Bau des AKW und nicht nur das); den ehemaligen Sozialisten Milo\u0161 Zedan, den tschechischen Pr\u00e4sidenten, der es liebt, das Publikum mit Ausf\u00e4llen, \u00e4hnlich der \u00dcbersetzung des Bandnamen \u201ePussy Riot\u201c, zu schockieren; und neuerdings auch Alexis Tsipras, den neumodischen griechischen Premier-Populisten, der Angela Merkel ein Fest des Ungehorsams zu veranstalten verspricht.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Diese Staatschefs kann man nicht als Marionetten des Kremls bezeichnen - das ist nicht einmal ann\u00e4hernd so. Schlie\u00dflich werden die Entschl\u00fcsse bez\u00fcglich der Sanktionen nach wie vor angenommen und Stimmen \u201edagegen\u201c gibt es aus Ungarn, Tschechien und Griechenland unter dem Strich keine. Sie k\u00f6nnen jedoch Erkl\u00e4rungen abgeben, deren symbolischer Wert auch wichtig ist. Zeman beispielsweise, unterst\u00fctzt den Boykott nicht und reist am 9. Mai nach Moskau. Ist es doch ein Geschenk f\u00fcr die vaterl\u00e4ndische Propaganda.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Nichtsdestotrotz sind Zeman sowie Orb\u00e1n europ\u00e4ische Politiker der alten Schule. Von den Politikern der neuen Generation dagegen kann man alles erwarten. Seine \u201eSyriza\u201c ersch\u00fctterte bereits die gesamte griechische Politik der letzten vierzig Jahre. Und wahrscheinlich wartet sie nur auf den Zeitpunkt \u201eX\u201c, um sich wie ein \u201eTrojanisches Pferd\u201c zu \u00f6ffnen. Obwohl \u201eSyriza\u201c taktische B\u00fcndnisse mit Nationalisten eingeht, ist sie selbst interessanterweise nicht rechts. Das ist eine typisch populistische linke Partei, in die alles hineingemischt wurde, was die europ\u00e4ische Jugend liebt \u2013 vom Antiglobalismus bis zur \u00d6kologie.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Wenn man sich also in Washington und Br\u00fcssel tats\u00e4chlich <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/05\/21\/world\/europe\/europes-far-right-looks-to-russia-as-a-guiding-force.html?_r=0\">vor Putins \u201eF\u00fcnfter Kolonne\u201c f\u00fcrchtet<\/a>, dann sollten sie ihre Aufmerksamkeit weniger auf die Neonazis, stattdessen mehr auf die linken Populisten lenken, die momentan auf einer Welle der Ablehnung der \u201eG\u00fcrtel-enger-Schnallerei\u201c der Europ\u00e4ischen Zentralbank getragen werden.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\">Und in Spanien ist zum Beispiel eine neue Kraft entstanden - \u201ePodemos\u201c (deutsch \u201eWir k\u00f6nnen\u201c), die sich selbst als \u201epro-russisch\u201c bezeichnet. Im Grunde ist <a href=\"http:\/\/www.euronews.com\/2015\/03\/22\/spain-podemos-faces-first-big-political-test-as-andalusia-goes-to-the-polls\/\">es ein Klon von \u201eSyriza\u201c<\/a>. Und Soziologen sagen ihr bereits einen Sieg bei den unmittelbaren Wahlen im Dezember voraus.<\/p>\r\n<p align=\"JUSTIFY\"><em>Quelle: Chefredakteur der Webseite des Fernsehkanals \u201eDozhd\u201c <strong>Ilya Klischin<\/strong> in <a href=\"http:\/\/snob.ru\/selected\/entry\/90460\">Snob.ru<\/a>; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/kateryna.matey?fref=ts\">Kateryna Matey<\/a>; redaktiert von<span style=\"color: #003366\"> <a style=\"color: #003366\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a>.<\/span>\u00a0<\/em><\/p>","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6737","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6737"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6737\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6749,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6737\/revisions\/6749"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6739"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6737"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6737"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6737"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}