{"id":6760,"date":"2015-06-07T18:11:12","date_gmt":"2015-06-07T18:11:12","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=6760"},"modified":"2018-05-08T09:17:24","modified_gmt":"2018-05-08T09:17:24","slug":"fuenf-groesste-verbrechen-der-sowjetischen-macht-in-der-ukraine-waehrend-des-zweiten-weltkrieges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/fuenf-groesste-verbrechen-der-sowjetischen-macht-in-der-ukraine-waehrend-des-zweiten-weltkrieges\/","title":{"rendered":"Die f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Verbrechen der Sowjetmacht in der Ukraine w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right\">von <a href=\"http:\/\/tyzhden.ua\/Author\/76\">Bogdan Butkewitsch<\/a><\/p>\n<p><em>Die Sowjetmacht ist f\u00fcr ihr grausames Vorgehen gegen die zivile Bev\u00f6lkerung sowohl vor Beginn des Zweiten Weltkrieges\u00a0als auch w\u00e4hrenddessen ber\u00fcchtigt. Nur ertrinken all die Erw\u00e4hnungen der bolschewistischen Gr\u00e4ueltaten in den pathetischen Redefl\u00fcssen \u00fcber den \u201eSieg des sowjetischen Volkes im Gro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieg\u201c.<\/em><\/p>\n<p><em>Hier m\u00f6chte ich mein Material vorstellen, in dem ich Fakten \u00fcber die\u00a0Verbrechen\u00a0gr\u00f6\u00dften\u00a0Ausma\u00dfes gegen die ukrainische Zivilbev\u00f6lkerung in jener Zeit gesammelt habe, die von Bolschewiken begangen wurden.<\/em><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center\"><\/h4>\n<h2 style=\"text-align: center\"><strong>Massenmorde an Gef\u00e4ngnisinsassen<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_6763\" style=\"width: 563px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/212.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6763\" class=\"wp-image-6763 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/212.jpg\" alt=\"2\" width=\"553\" height=\"349\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6763\" class=\"wp-caption-text\"><strong>NKWD-Opfer in Lwiw, Juni 1941<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p>Die rapide Offensive der Wehrmacht im Sommer 1941 rief Panik bei allen Machtbeh\u00f6rden der UdSSR hervor, die \u00fcblicherweise als Erste die St\u00e4dte verlie\u00dfen. Aber der NKWD, die Hauptstrafbeh\u00f6rde des bolschewistischen Staates, h\u00f6rte auch unter Bedingungen einer chaotischen Offensive nicht auf, seine grausame Funktion zu erf\u00fcllen. Als die sowjetischen Streitkr\u00e4fte aus den St\u00e4dten der Westukraine abzogen, lie\u00dfen sie das gesamte Eigentum, alle Betriebsmittel, ja sogar Dokumente der Parteimitglieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Aber fast alle Gef\u00e4ngnisinsassen zu t\u00f6ten, die sich in dem Moment\u00a0zu ihrem Ungl\u00fcck in den Gef\u00e4ngnissen befanden &#8211; daf\u00fcr hatten die Tschekisten immer Zeit. Ohne Urteil oder Verhandlung haben die Strafkommandos alle exekutiert, sogar Tatverd\u00e4chtige oder zuf\u00e4llig Festgenommene, oft nach langer und grausamer Folter. Zur ber\u00fchmtesten Episode wurde eine Erschie\u00dfung in Lwiw, bei der laut Aussagen des Leiters der Gef\u00e4ngnisabteilung des NKWD im Lwiwer Gebiet, Leutnant Lermann, in drei Gef\u00e4ngnissen 924 Menschen erschossen wurden. Wobei man noch hinzuf\u00fcgen m\u00f6chte, dass die Kommunisten auf die gleiche Art auch in Belarus und in den baltischen L\u00e4ndern vorzugehen versuchten, dort aber ein bedeutender Teil der Gef\u00e4ngnisinsassen durch eine Wehrmachtsoffensive\u00a0noch rasantere als in der Ukraine gerettet wurde.<\/p>\n<div id=\"attachment_6764\" style=\"width: 564px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/37.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6764\" class=\"wp-image-6764 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/37.jpg\" alt=\"3\" width=\"554\" height=\"386\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6764\" class=\"wp-caption-text\"><strong>NKWD-Abschusskommando<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p>Insgesamt wurden in der Westukraine w\u00e4hrend weniger Junitage \u00fcber 5.000 Menschen in mehreren Dutzenden Gef\u00e4ngnissen get\u00f6tet. Es gab aber auch Episoden, die g\u00e4nzlich jenseits von Gut und B\u00f6se waren. Wie k\u00f6nnte man die grausame <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/\u0417\u0430\u043b\u0435\u0449\u0438\u0446\u043a\u0430\u044f_\u0442\u0440\u0430\u0433\u0435\u0434\u0438\u044f\">Salischtschyky-Trag\u00f6die<\/a> in der Region Ternopil nicht erw\u00e4hnen, als der NKWD zwei Z\u00fcge mit Gef\u00e4ngnisinsassen (14 Wagen, in jedem &#8211; 50-70 Menschen) verbrannt und diese dann ins Wasser geworfen hat, da\u00a0die Eisenbahnbr\u00fccke \u00fcber den Dnister durch die sowjetischen Streitkr\u00e4fte beim Abzug bereits\u00a0zerst\u00f6rt worden war.<\/p>\n<h4 align=\"CENTER\"><\/h4>\n<h2 align=\"CENTER\"><strong>Verheimlichung der Gefahr vor der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung in den ersten Monaten des Krieges<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_6773\" style=\"width: 518px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/wy_Picture_file_path_6845.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6773\" class=\"wp-image-6773 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/wy_Picture_file_path_6845.jpg\" alt=\"wy_Picture_file_path_6845\" width=\"508\" height=\"342\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6773\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Kyjiw, der Weg zum Babyn Jar, 1941<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p>Die Sowjetmacht versuchte, die Panik w\u00e4hrend des deutschen Blitzkrieges mit nur zwei ihr bekannten Methoden zu bek\u00e4mpfen: Erschie\u00dfungen und Verschweigen. Zu einem der gr\u00f6\u00dften Verbrechen der Kommunisten wurde die absolute Verheimlichung der Fakten des Genozids an Juden seitens der Deutschen in den ersten St\u00e4dten der Westukraine, die vom Dritten Reich besetzt wurden. Die Mehrheit der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung der UdSSR war nicht im geringsten \u00fcber die Pl\u00e4ne der Nazis in Bezug auf sie informiert. Es war keine Rede davon, eine zentralisierte Evakuierung der Menschen durchzuf\u00fchren, die sich in unmittelbarer Todesgefahr befanden. Indem die sowjetische Macht die Juden beim Abzug zur\u00fccklie\u00df, hat sie diese faktisch zum garantierten Tode verdammt und ist indirekt zu einem Komplizen des nationalistischen Gemetzels geworden.<\/p>\n<p>Nach Aussagen des Historikers Mark Solonin \u201egibt es bis jetzt kein einziges Dokument, kein einziges Zeugnis davon, dass die sowjetische Regierung wenigstens nach Wegen der Rettung jener ihrer B\u00fcrger gesucht h\u00e4tte, die unter Bedingungen der Okkupation kein schwieriges, freudloses, hungriges, aber doch ein Leben erwartet h\u00e4tte, sondern ein grausamer und unabwendbarer Tod. Mehr noch, in den ersten, f\u00fcr das Schicksal der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung der westlichen Gebiete entscheidenden Tagen, waren an der sogenannten alten Grenze (sowjetisch-polnische von 1939) noch immer Grenzposten aktiv, die jeden aufhielten, der keine Sondererlaubnis zur Durchreise hatte\u201c.<\/p>\n<p>Die sowjetische Propaganda sagte bis Mitte August 1941 absolut nichts \u00fcber die Massenerschie\u00dfungen der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung. Und als sie anfing, diese Aktionen anzuerkennen, so servierte sie diese ausschlie\u00dflich mit der So\u00dfe, dass dort Hinrichtungen von Komsomolzen und der kommunistischen Bev\u00f6lkerung stattfanden.<\/p>\n<div id=\"attachment_6765\" style=\"width: 516px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/52.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6765\" class=\"wp-image-6765 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/52.jpg\" alt=\"5\" width=\"506\" height=\"341\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-6765\" class=\"wp-caption-text\">Dieses Photo wurde w\u00e4hrend der Massenerschie\u00dfungen in Kyjiwer Schlucht Babyn Jar gemacht.<\/p>\n<\/div>\n<p>Zum grellsten aller Zeugnisse dieser Verbrechen der Bolschewiken wurde die absolut freiwillige Ankunft beinahe der gesamten j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung von Kyjiw an der Schlucht\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Babyn_Jar\">Babyn Jar<\/a> zu ihrer eigenen Erschie\u00dfung\u00a0am 27. September 1941&#8230; Sie sind auf den ersten Ruf der Okkupanten gekommen, ohne irgendetwas schlechtes zu erwarten. Von den ca. 1,5 Millionen Juden, die auf dem von den Deutschen okkupierten Territorium geblieben waren, \u00fcberlebte kaum jemand.<\/p>\n<h4 align=\"CENTER\"><\/h4>\n<h2 align=\"CENTER\"><strong>Die Sprengung der Dnipro-Talsperre in Saporischschja<\/strong><\/h2>\n<p>Ab den ersten Kriegsmonaten versuchte die sowjetische F\u00fchrung w\u00e4hrend des Abzugs die Taktik der \u201eausgebrannten Erde\u201c anzuwenden, also die komplette Infrastruktur zu vernichten, ohne sich jegliche Sorgen \u00fcber die Zukunft der Bev\u00f6lkerung zu machen, die nicht evakuiert werden konnte. Zu einer der grausamsten Erscheinungen dieser Taktik wurde die Verminung der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/DniproHES\">Dnipro-Talsperre in Saporischschja<\/a>. Am 18. August 1941 um circa 20:00 Uhr haben NKWD-Mitarbeiter nach dem Durchbruch der deutschen Streitkr\u00e4fte in dieser Gegend die Talsperre gesprengt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/64.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6766 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/64.jpg\" alt=\"6\" width=\"554\" height=\"332\" \/><\/a><\/p>\n<p>Infolge der Explosion von 20 Tonnen Trotyl entstand eine Bresche\u00a0von 150 Meter L\u00e4nge, wodurch eine meterhohe Wasserwelle herunterst\u00fcrzte und zu Zerst\u00f6rungen und dem Tod von zahllosen Menschen f\u00fchrte, die sich in der Uferzone befanden. Im Raum des Einschlags der Welle befanden sich nicht nur (und nicht mal) deutsche Streitkr\u00e4fte, sondern auch sowjetische Soldaten, die in diesem Moment versuchten, aufs linke Dnipro-Ufer \u00fcberzusetzen, sowie Zivilisten der Insel Chortyzja und den anliegenden Territorien. Das deutsche Kommando behauptete, dass es damals 1.500 seiner Soldaten verloren habe. Die Opfer unter den sowjetischen Soldaten und der zivilen Bev\u00f6lkerung werden auf 10-20.000 bis 80.000\u00a0Menschen gez\u00e4hlt. Genaue Angaben gibt es bis heute nicht.<\/p>\n<h4 align=\"CENTER\"><\/h4>\n<h2 align=\"CENTER\"><strong><span style=\"color: #262626\"><span style=\"font-family: ArialMT, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">&#8222;<\/span><\/span><\/span>Schwarzblazer-Tr\u00e4ger&#8220;<\/strong><\/h2>\n<p>Im Herbst 1943, nach dem Sieg in der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unternehmen_Zitadelle\">Schlacht am Kursker Bogen<\/a> drangen die sowjetischen Streitkr\u00e4fte auf das Territorium der Ukraine ein, und die Beziehungen der sowjetischen F\u00fchrung zur lokalen Bev\u00f6lkerung, die zwei Jahre unter der Okkupation verbracht hatte, war, milde ausgedr\u00fcckt, misstrauisch. Es galt, dass sie alle &#8211; besonders die M\u00e4nner &#8211; potentielle Verr\u00e4ter und Kollaborateure waren. Darum sollten diese Menschen, nach der Logik der Kremlf\u00fchrer, ihre \u201eVerbrechen mit Blut abwaschen\u201c. Wenn die sowjetischen Streitkr\u00e4fte in eine weitere von den Nazis befreite ukrainische Ortschaft kamen, kam direkt hinter ihnen ein Feldkriegskommissariat. Dieses f\u00fchrte eine vollst\u00e4ndige Mobilisierung aller M\u00e4nner durch, die im Stande waren, Waffen in den H\u00e4nden zu halten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/102.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6770 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/102.jpg\" alt=\"10\" width=\"555\" height=\"402\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kurz darauf wurden sie in eine Offensive gegen deutsche Stellungen geworfen, wobei man es nicht mal schaffte, ihnen eine Uniform auszuh\u00e4ndigen: So ist eigentlich auch der Name \u201eSchwarzblazer-Tr\u00e4ger\u201c entstanden\u00a0<em>(Anm.d.Red: die Bauern trugen eine handgewebte schwarze &#8222;Switka&#8220; &#8211; eine Art Kaftan oder Blazer)<\/em>. Waffen haben sie auch selten bekommen: &#8222;Die k\u00f6nnt Ihr ja im Kampf erbeuten!&#8220; Die Bauern ebneten mit ihren Leichen den Weg f\u00fcr die regul\u00e4ren Streitkr\u00e4fte. Besonders unheimlich war die Erst\u00fcrmung von Kyjiw im Oktober 1943, als die Sowjetmacht Zehntausende \u201eSchwarzblazer\u201c auf das Schlachtfeld von Bukrinski s\u00fcdlich von der ukrainischen Hauptstadt warf, um die deutschen Hauptkr\u00e4fte abzulenken, und regul\u00e4re Abteilungen w\u00e4hrenddessen oberhalb der Stadt verlegt wurden und dazu \u00fcber den Ort Ljutischskij kamen. Auf einem sechs Kilometer St\u00fcckchen Land sind \u00fcber 250.000 Soldaten gefallen, die Mehrheit von ihnen waren gerade mobilisierte Bauern in ihren handgewebten Switka <em>(\u201eSchwarzblazer\u201c)<\/em>.<\/p>\n<h4 align=\"CENTER\"><\/h4>\n<h2 align=\"CENTER\"><strong>Die Deportation der Zivilbev\u00f6lkerung<\/strong><\/h2>\n<p>In den 1940-er Jahren wurden ganze V\u00f6lker der Sowjetunion vom Kreml als \u201eVerr\u00e4ter\u201c bezeichnet, die man zumindest von ihren Wohnorten zur weiteren Assimilierung und Vernichtung des Protestpotentials umsiedeln sollte. Die ethnischen S\u00e4uberungen fingen 1941 mit der Zwangsumsiedlung der <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Pryazovia\">priasowschen<\/a>\u00a0Deutschen und der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krimdeutsche\">Krimdeutschen<\/a> hinter die Wolga an. Aber richtig in Schwung kam das Deportationsrad gegen Ende des Krieges, als die Kremlf\u00fchrung eine ganze Reihe Ethnien der Kollaboration beschuldigte. Zum ber\u00fchmtesten Beispiel dieser Praxis wurden die Krimtataren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/82.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6767 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/82.jpg\" alt=\"8\" width=\"555\" height=\"365\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aus der von den deutschen Streitkr\u00e4ften ges\u00e4uberten Krim deportierte die sowjetische F\u00fchrung im Fr\u00fchling-Sommer 1944 nahezu die komplette Urbev\u00f6lkerung der Halbinsel, unter anderem auch 180.000 Krimtataren, nach Zentralasien. Sp\u00e4ter, bei der zweiten Welle der Deportation, wurden auch die Krimer Armenier, Bulgaren und Griechen deportiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/115.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6762 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/115.jpg\" alt=\"1\" width=\"480\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/115.jpg 480w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/115-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Titularnation &#8211; die Ukrainer &#8211; wurde mehreren Wellen der Zwangsumsiedlung ausgesetzt, die ersten beiden &#8211; noch vor dem Krieg. Und im Laufe von 1945-1947 wurden\u00a0\u00fcber 80.000\u00a0Menschen aus der Westukraine aufgrund der Bezichtigung des Nationalismus und der \u201eUPA-Beihilfe\u201c\u00a0in den\u00a0Donbas und nach Sibirien deportiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/92.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6768 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/92.jpg\" alt=\"9\" width=\"525\" height=\"381\" \/><\/a><\/p>\n<p>Weitere\u00a0500.000 Menschen wurden aus den westukrainischen Gebieten deportiert, die entsprechend Stalins Entscheidung an Polen \u00fcbergeben worden waren.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/tyzhden.ua\/History\/135437\">Bogdan Butkewitsch in tyzhden.ua<\/a>; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Bogdan Butkewitsch Die Sowjetmacht ist f\u00fcr ihr grausames Vorgehen gegen die zivile Bev\u00f6lkerung sowohl vor Beginn&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":121,"featured_media":6771,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[98,132],"tags":[363,389,187,388,179,13],"class_list":["post-6760","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-zeitdokumente","tag-archive","tag-babyn-jar","tag-geschichte","tag-nkwd","tag-sowjetunion","tag-ukraine"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - 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Nur ertrinken all die Erw\u00e4hnungen der bolschewistischen Gr\u00e4ueltaten in den pathetischen Redefl\u00fcssen \u00fcber den \u201eSieg des sowjetischen Volkes im Gro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieg\u201c.<\/em>\r\n\r\n<em>Hier m\u00f6chte ich mein Material vorstellen, in dem ich Fakten \u00fcber die\u00a0Verbrechen\u00a0gr\u00f6\u00dften\u00a0Ausma\u00dfes gegen die ukrainische Zivilbev\u00f6lkerung in jener Zeit gesammelt habe, die von Bolschewiken begangen wurden.<\/em>\r\n<h4 style=\"text-align: center\"><\/h4>\r\n<h2 style=\"text-align: center\"><strong>Massenmorde an Gef\u00e4ngnisinsassen<\/strong><\/h2>\r\n[caption id=\"attachment_6763\" align=\"aligncenter\" width=\"553\"]<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/212.jpg\"><img class=\"wp-image-6763 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/212.jpg\" alt=\"2\" width=\"553\" height=\"349\" \/><\/a> <strong>NKWD-Opfer in Lwiw, Juni 1941<\/strong>[\/caption]\r\n\r\nDie rapide Offensive der Wehrmacht im Sommer 1941 rief Panik bei allen Machtbeh\u00f6rden der UdSSR hervor, die \u00fcblicherweise als Erste die St\u00e4dte verlie\u00dfen. Aber der NKWD, die Hauptstrafbeh\u00f6rde des bolschewistischen Staates, h\u00f6rte auch unter Bedingungen einer chaotischen Offensive nicht auf, seine grausame Funktion zu erf\u00fcllen. Als die sowjetischen Streitkr\u00e4fte aus den St\u00e4dten der Westukraine abzogen, lie\u00dfen sie das gesamte Eigentum, alle Betriebsmittel, ja sogar Dokumente der Parteimitglieder zur\u00fcck.\r\n\r\nAber fast alle Gef\u00e4ngnisinsassen zu t\u00f6ten, die sich in dem Moment\u00a0zu ihrem Ungl\u00fcck in den Gef\u00e4ngnissen befanden - daf\u00fcr hatten die Tschekisten immer Zeit. Ohne Urteil oder Verhandlung haben die Strafkommandos alle exekutiert, sogar Tatverd\u00e4chtige oder zuf\u00e4llig Festgenommene, oft nach langer und grausamer Folter. Zur ber\u00fchmtesten Episode wurde eine Erschie\u00dfung in Lwiw, bei der laut Aussagen des Leiters der Gef\u00e4ngnisabteilung des NKWD im Lwiwer Gebiet, Leutnant Lermann, in drei Gef\u00e4ngnissen 924 Menschen erschossen wurden. Wobei man noch hinzuf\u00fcgen m\u00f6chte, dass die Kommunisten auf die gleiche Art auch in Belarus und in den baltischen L\u00e4ndern vorzugehen versuchten, dort aber ein bedeutender Teil der Gef\u00e4ngnisinsassen durch eine Wehrmachtsoffensive\u00a0noch rasantere als in der Ukraine gerettet wurde.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_6764\" align=\"aligncenter\" width=\"554\"]<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/37.jpg\"><img class=\"wp-image-6764 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/37.jpg\" alt=\"3\" width=\"554\" height=\"386\" \/><\/a> <strong>NKWD-Abschusskommando<\/strong>[\/caption]\r\n\r\nInsgesamt wurden in der Westukraine w\u00e4hrend weniger Junitage \u00fcber 5.000 Menschen in mehreren Dutzenden Gef\u00e4ngnissen get\u00f6tet. Es gab aber auch Episoden, die g\u00e4nzlich jenseits von Gut und B\u00f6se waren. Wie k\u00f6nnte man die grausame <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/\u0417\u0430\u043b\u0435\u0449\u0438\u0446\u043a\u0430\u044f_\u0442\u0440\u0430\u0433\u0435\u0434\u0438\u044f\">Salischtschyky-Trag\u00f6die<\/a> in der Region Ternopil nicht erw\u00e4hnen, als der NKWD zwei Z\u00fcge mit Gef\u00e4ngnisinsassen (14 Wagen, in jedem - 50-70 Menschen) verbrannt und diese dann ins Wasser geworfen hat, da\u00a0die Eisenbahnbr\u00fccke \u00fcber den Dnister durch die sowjetischen Streitkr\u00e4fte beim Abzug bereits\u00a0zerst\u00f6rt worden war.\r\n<h4 align=\"CENTER\"><\/h4>\r\n<h2 align=\"CENTER\"><strong>Verheimlichung der Gefahr vor der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung in den ersten Monaten des Krieges<\/strong><\/h2>\r\n[caption id=\"attachment_6773\" align=\"aligncenter\" width=\"508\"]<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/wy_Picture_file_path_6845.jpg\"><img class=\"wp-image-6773 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/wy_Picture_file_path_6845.jpg\" alt=\"wy_Picture_file_path_6845\" width=\"508\" height=\"342\" \/><\/a> <strong>Kyjiw, der Weg zum Babyn Jar, 1941<\/strong>[\/caption]\r\n\r\nDie Sowjetmacht versuchte, die Panik w\u00e4hrend des deutschen Blitzkrieges mit nur zwei ihr bekannten Methoden zu bek\u00e4mpfen: Erschie\u00dfungen und Verschweigen. Zu einem der gr\u00f6\u00dften Verbrechen der Kommunisten wurde die absolute Verheimlichung der Fakten des Genozids an Juden seitens der Deutschen in den ersten St\u00e4dten der Westukraine, die vom Dritten Reich besetzt wurden. Die Mehrheit der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung der UdSSR war nicht im geringsten \u00fcber die Pl\u00e4ne der Nazis in Bezug auf sie informiert. Es war keine Rede davon, eine zentralisierte Evakuierung der Menschen durchzuf\u00fchren, die sich in unmittelbarer Todesgefahr befanden. Indem die sowjetische Macht die Juden beim Abzug zur\u00fccklie\u00df, hat sie diese faktisch zum garantierten Tode verdammt und ist indirekt zu einem Komplizen des nationalistischen Gemetzels geworden.\r\n\r\nNach Aussagen des Historikers Mark Solonin \u201egibt es bis jetzt kein einziges Dokument, kein einziges Zeugnis davon, dass die sowjetische Regierung wenigstens nach Wegen der Rettung jener ihrer B\u00fcrger gesucht h\u00e4tte, die unter Bedingungen der Okkupation kein schwieriges, freudloses, hungriges, aber doch ein Leben erwartet h\u00e4tte, sondern ein grausamer und unabwendbarer Tod. Mehr noch, in den ersten, f\u00fcr das Schicksal der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung der westlichen Gebiete entscheidenden Tagen, waren an der sogenannten alten Grenze (sowjetisch-polnische von 1939) noch immer Grenzposten aktiv, die jeden aufhielten, der keine Sondererlaubnis zur Durchreise hatte\u201c.\r\n\r\nDie sowjetische Propaganda sagte bis Mitte August 1941 absolut nichts \u00fcber die Massenerschie\u00dfungen der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung. Und als sie anfing, diese Aktionen anzuerkennen, so servierte sie diese ausschlie\u00dflich mit der So\u00dfe, dass dort Hinrichtungen von Komsomolzen und der kommunistischen Bev\u00f6lkerung stattfanden.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_6765\" align=\"aligncenter\" width=\"506\"]<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/52.jpg\"><img class=\"wp-image-6765 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/52.jpg\" alt=\"5\" width=\"506\" height=\"341\" \/><\/a> Dieses Photo wurde w\u00e4hrend der Massenerschie\u00dfungen in Kyjiwer Schlucht Babyn Jar gemacht.[\/caption]\r\n\r\nZum grellsten aller Zeugnisse dieser Verbrechen der Bolschewiken wurde die absolut freiwillige Ankunft beinahe der gesamten j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung von Kyjiw an der Schlucht\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Babyn_Jar\">Babyn Jar<\/a> zu ihrer eigenen Erschie\u00dfung\u00a0am 27. September 1941... Sie sind auf den ersten Ruf der Okkupanten gekommen, ohne irgendetwas schlechtes zu erwarten. Von den ca. 1,5 Millionen Juden, die auf dem von den Deutschen okkupierten Territorium geblieben waren, \u00fcberlebte kaum jemand.\r\n<h4 align=\"CENTER\"><\/h4>\r\n<h2 align=\"CENTER\"><strong>Die Sprengung der Dnipro-Talsperre in Saporischschja<\/strong><\/h2>\r\nAb den ersten Kriegsmonaten versuchte die sowjetische F\u00fchrung w\u00e4hrend des Abzugs die Taktik der \u201eausgebrannten Erde\u201c anzuwenden, also die komplette Infrastruktur zu vernichten, ohne sich jegliche Sorgen \u00fcber die Zukunft der Bev\u00f6lkerung zu machen, die nicht evakuiert werden konnte. Zu einer der grausamsten Erscheinungen dieser Taktik wurde die Verminung der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/DniproHES\">Dnipro-Talsperre in Saporischschja<\/a>. Am 18. August 1941 um circa 20:00 Uhr haben NKWD-Mitarbeiter nach dem Durchbruch der deutschen Streitkr\u00e4fte in dieser Gegend die Talsperre gesprengt.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/64.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-6766 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/64.jpg\" alt=\"6\" width=\"554\" height=\"332\" \/><\/a>\r\n\r\nInfolge der Explosion von 20 Tonnen Trotyl entstand eine Bresche\u00a0von 150 Meter L\u00e4nge, wodurch eine meterhohe Wasserwelle herunterst\u00fcrzte und zu Zerst\u00f6rungen und dem Tod von zahllosen Menschen f\u00fchrte, die sich in der Uferzone befanden. Im Raum des Einschlags der Welle befanden sich nicht nur (und nicht mal) deutsche Streitkr\u00e4fte, sondern auch sowjetische Soldaten, die in diesem Moment versuchten, aufs linke Dnipro-Ufer \u00fcberzusetzen, sowie Zivilisten der Insel Chortyzja und den anliegenden Territorien. Das deutsche Kommando behauptete, dass es damals 1.500 seiner Soldaten verloren habe. Die Opfer unter den sowjetischen Soldaten und der zivilen Bev\u00f6lkerung werden auf 10-20.000 bis 80.000\u00a0Menschen gez\u00e4hlt. Genaue Angaben gibt es bis heute nicht.\r\n<h4 align=\"CENTER\"><\/h4>\r\n<h2 align=\"CENTER\"><strong><span style=\"color: #262626\"><span style=\"font-family: ArialMT, sans-serif\"><span style=\"font-size: large\">\"<\/span><\/span><\/span>Schwarzblazer-Tr\u00e4ger\"<\/strong><\/h2>\r\nIm Herbst 1943, nach dem Sieg in der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unternehmen_Zitadelle\">Schlacht am Kursker Bogen<\/a> drangen die sowjetischen Streitkr\u00e4fte auf das Territorium der Ukraine ein, und die Beziehungen der sowjetischen F\u00fchrung zur lokalen Bev\u00f6lkerung, die zwei Jahre unter der Okkupation verbracht hatte, war, milde ausgedr\u00fcckt, misstrauisch. Es galt, dass sie alle - besonders die M\u00e4nner - potentielle Verr\u00e4ter und Kollaborateure waren. Darum sollten diese Menschen, nach der Logik der Kremlf\u00fchrer, ihre \u201eVerbrechen mit Blut abwaschen\u201c. Wenn die sowjetischen Streitkr\u00e4fte in eine weitere von den Nazis befreite ukrainische Ortschaft kamen, kam direkt hinter ihnen ein Feldkriegskommissariat. Dieses f\u00fchrte eine vollst\u00e4ndige Mobilisierung aller M\u00e4nner durch, die im Stande waren, Waffen in den H\u00e4nden zu halten.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/102.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-6770 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/102.jpg\" alt=\"10\" width=\"555\" height=\"402\" \/><\/a>\r\n\r\nKurz darauf wurden sie in eine Offensive gegen deutsche Stellungen geworfen, wobei man es nicht mal schaffte, ihnen eine Uniform auszuh\u00e4ndigen: So ist eigentlich auch der Name \u201eSchwarzblazer-Tr\u00e4ger\u201c entstanden\u00a0<em>(Anm.d.Red: die Bauern trugen eine handgewebte schwarze \"Switka\" - eine Art Kaftan oder Blazer)<\/em>. Waffen haben sie auch selten bekommen: \"Die k\u00f6nnt Ihr ja im Kampf erbeuten!\" Die Bauern ebneten mit ihren Leichen den Weg f\u00fcr die regul\u00e4ren Streitkr\u00e4fte. Besonders unheimlich war die Erst\u00fcrmung von Kyjiw im Oktober 1943, als die Sowjetmacht Zehntausende \u201eSchwarzblazer\u201c auf das Schlachtfeld von Bukrinski s\u00fcdlich von der ukrainischen Hauptstadt warf, um die deutschen Hauptkr\u00e4fte abzulenken, und regul\u00e4re Abteilungen w\u00e4hrenddessen oberhalb der Stadt verlegt wurden und dazu \u00fcber den Ort Ljutischskij kamen. Auf einem sechs Kilometer St\u00fcckchen Land sind \u00fcber 250.000 Soldaten gefallen, die Mehrheit von ihnen waren gerade mobilisierte Bauern in ihren handgewebten Switka <em>(\u201eSchwarzblazer\u201c)<\/em>.\r\n<h4 align=\"CENTER\"><\/h4>\r\n<h2 align=\"CENTER\"><strong>Die Deportation der Zivilbev\u00f6lkerung<\/strong><\/h2>\r\nIn den 1940-er Jahren wurden ganze V\u00f6lker der Sowjetunion vom Kreml als \u201eVerr\u00e4ter\u201c bezeichnet, die man zumindest von ihren Wohnorten zur weiteren Assimilierung und Vernichtung des Protestpotentials umsiedeln sollte. Die ethnischen S\u00e4uberungen fingen 1941 mit der Zwangsumsiedlung der <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Pryazovia\">priasowschen<\/a>\u00a0Deutschen und der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krimdeutsche\">Krimdeutschen<\/a> hinter die Wolga an. Aber richtig in Schwung kam das Deportationsrad gegen Ende des Krieges, als die Kremlf\u00fchrung eine ganze Reihe Ethnien der Kollaboration beschuldigte. Zum ber\u00fchmtesten Beispiel dieser Praxis wurden die Krimtataren.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/82.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-6767 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/82.jpg\" alt=\"8\" width=\"555\" height=\"365\" \/><\/a>\r\n\r\nAus der von den deutschen Streitkr\u00e4ften ges\u00e4uberten Krim deportierte die sowjetische F\u00fchrung im Fr\u00fchling-Sommer 1944 nahezu die komplette Urbev\u00f6lkerung der Halbinsel, unter anderem auch 180.000 Krimtataren, nach Zentralasien. Sp\u00e4ter, bei der zweiten Welle der Deportation, wurden auch die Krimer Armenier, Bulgaren und Griechen deportiert.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/115.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-6762 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/115.jpg\" alt=\"1\" width=\"480\" height=\"320\" \/><\/a>\r\n\r\nDie Titularnation - die Ukrainer - wurde mehreren Wellen der Zwangsumsiedlung ausgesetzt, die ersten beiden - noch vor dem Krieg. Und im Laufe von 1945-1947 wurden\u00a0\u00fcber 80.000\u00a0Menschen aus der Westukraine aufgrund der Bezichtigung des Nationalismus und der \u201eUPA-Beihilfe\u201c\u00a0in den\u00a0Donbas und nach Sibirien deportiert.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/92.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-6768 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/92.jpg\" alt=\"9\" width=\"525\" height=\"381\" \/><\/a>\r\n\r\nWeitere\u00a0500.000 Menschen wurden aus den westukrainischen Gebieten deportiert, die entsprechend Stalins Entscheidung an Polen \u00fcbergeben worden waren.\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/tyzhden.ua\/History\/135437\">Bogdan Butkewitsch in tyzhden.ua<\/a>; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a><\/em>","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6760","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/121"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6760"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6760\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27793,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6760\/revisions\/27793"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6760"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6760"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6760"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}