{"id":6902,"date":"2015-06-14T09:59:06","date_gmt":"2015-06-14T09:59:06","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=6902"},"modified":"2016-03-18T09:56:57","modified_gmt":"2016-03-18T09:56:57","slug":"lagebericht-des-informnapalmteams-vom-13-06-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/lagebericht-des-informnapalmteams-vom-13-06-2015\/","title":{"rendered":"Lagebericht des InformNapalmTeams vom 13.06.2015"},"content":{"rendered":"<p>Nach unserem letzten Lagebericht haben wir lange nichts mehr geschrieben, da die Lage entlang der ganzen Demarkationslinie keine Dynamik aufwies, und leeres Stroh wollten wir nicht dreschen. Also, was ist denn im letzten Monat passiert? Der Gegner begann \u00dcbungen zur Kampfabstimmung seiner Abteilungen durchzuf\u00fchren. Das gilt f\u00fcr alle frontnahen Ortschaften. Er hat Spannung in Schyrokyne erschaffen, um die Bev\u00f6lkerung von Mariupol \u201ebei Laune\u201c zu halten. Versuchte einen Sturm auf Marjinka durchzuf\u00fchren. In den letzten Tagen sind Besch\u00fcsse von Horliwka, den D\u00f6rfern Schuma und Golmowski h\u00e4ufiger geworden.<\/p>\n<p>Nun aber alles der Reihe nach. Wir neigen zu denken, dass wir gerade an der Schwelle zu irgendwas Grossem sind. Wenn im Mai wir noch der Meinung waren, dass Putin unter dem Druck von Europa und der restlichen zivilisierten Welt nachgibt, so haben die letzten Ereignisse gezeigt, dass die zivilisierte Welt ein wenig den Bogen \u00fcberspannt hat und der Volksf\u00fchrer nun nach Ausg\u00e4ngen aus seiner Lage zu suchen gezwungen ist. Und eine Ratte, die man in die Ecke gedrungen hat, hat wie bekannt nur einen Ausweg.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich &#8211; das Ende der Arbeitswoche war f\u00fcr Putin \u00e4usserst traurig. Niederlage bei Marjinka, \u201eG7\u201c-Gipfel, die Reise nach Italien und andere Komponenten &#8211; und alles am Ziel vorbei&#8230;<\/p>\n<p>Also, Angriff auf Marjinka. Viele Meinungen diesbez\u00fcglich. Was hat \u201eL(D)VR\u201c tats\u00e4chlich bewegt, dieses Abenteuer einzugehen? Keine Ahnung. Was hat den SBU bewegt, gerade jetzt die Speznas-Soldaten allen zu zeigen? Hat man fr\u00fcher etwa keine russische Milit\u00e4rs gefangengenommen? Oder gab es unter ihnen etwa keine Speznas-Soldaten? Aber gerade jetzt wurden sie gezeigt. Dann hat man auch auf der UN-Sitzung laut dar\u00fcber gesprochen. Hat man Tschurkin dabei noch ein wenig fertig gemacht. Dann Marjinka. Akkurat vor dem G7-Treffen. Was hat sie zu diesem Sturm bewegt?\u00a0Gleichzeitig hat sich jemand an die Korruption bei der FIFA erinnert. Saakaschwili wurde zum Gouverneur vom Odessa-Gebiet ernannt. Allein davon sollte der WWP an die Decke gehen. Ist er auch \u2013 er ist nach Rom gereist &#8211; zum Papst, zur Bu\u00dfe wahrscheinlich&#8230; Aber auch da hat es nicht so recht geklappt. Und G7 hat g\u00e4nzlich gegen WWP gearbeitet. Und das war nicht mal mehr mit-dem-Fingerchen-drohen. Das waren reale Drohungen: JUKOS und Versch\u00e4rfung der Sanktionen, und das Wichtigste: kein Vertreter Russlands bei der G7, wenn dieser Vertreter WWP ist. Und wie Putin auch versuchte, seine \u201eFriedensinitiativen\u201c (durch seine Bananen-Regierungen) durchzudr\u00fccken (in Form der Erg\u00e4nzungen zur ukrainischen Verfassung) &#8211; auch das war am Ziel vorbei. Sie wurden nicht mal wahrgenommen. Zur gleichen Zeit kommt in die Ukraine NATO-Technik an, jetzt gerade nur \u201ezu \u00dcbungen\u201c. Das alles zur Frage, ob WWP in die Ecke gedr\u00e4ngt wurde&#8230;. Und die Ecke ist ziemlich blind&#8230;.. Und hier beginnt eben das \u00dcbel &#8211; da l\u00e4uft einem tats\u00e4chlich ein kalter Schauer \u00fcber den R\u00fccken. Urteilt man nach Putins offensichtlicher Ad\u00e4quatheit, gibt es die M\u00f6glichkeit einer wirren Offensive &#8211; wobei man nach Marjinka ja nicht mal mehr wei\u00df, wo sie \u00fcberhaupt beginnen kann. Es k\u00f6nnen wie Affekt-Handlungen sein, so auch absichtliche Vernichtung des \u201eVolkswehr-M\u00fclls&#8220; (den Putin in Russland nicht braucht). Zum Dritten Weltkrieg wird es wohl nicht kommen, die Ukraine an den Nerven zerren wird dieses \u201eWunderkind\u201c aber doch sehr&#8230;<\/p>\n<p>Betrachten wir nun aber alles der Reihe nach. Dass Streitkr\u00e4fte Russlands irgendwas im Schilde f\u00fchren, ist wohl mittlerweile jedem klar: haben ihre Pr\u00e4senz an der Grenze vergr\u00f6ssert. Gleichzeitig werden in den Medien Ger\u00fcchte verbreitet, dass sich Russland auf die Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen aus der DVR\/LVR vorbereitet (was bei aller Liebe sehr verd\u00e4chtig klingt). Ausserdem gibt es seit einer Woche keine Verbindung zu Ortschaften, die sich in der zweiten Linie der Abwehr befinden. Swerdlowsk, Rowenki, Antrazyt, Snischne, Krasny Lutsch. Was nur von einer Sache sprechen kann: in den angegebenen Ortschaften werden Sturmgruppen der S\u00f6ldner aufgestellt, die dann in verschiedene Richtungen auseinandergehen werden. An dieser Stelle sollte man die Vergr\u00f6sserung des qualitativen wie auch quantitativen Bestands im Raum der Ortschaft Starobeschewe vermerken.<\/p>\n<p>Timtschuk berichtet \u00fcber die Verlegung einer bataillon-taktischen Gruppe in den Raum von Mospino. Unsere Insider haben die Ankunft eines mechanisierten Bataillons frischer Kr\u00e4fte nach Horliwka registriert. Permanent kommen Meldungen aus Donezk \u00fcber S\u00f6ldner-Man\u00f6ver auf seinen westlichen R\u00e4ndern. Man sollte auch Dokutschajiwsk und Oleniwka nicht ausser Acht lassen. Ausserdem wurde eine Vergr\u00f6sserung der Gegnerkr\u00e4fte im Raum von Nowotoschkiwske registriert. Es entsteht das Bild einer Vorbereitung des Gegners auf eine allumfassende Offensive entlang der ganzen Frontlinie.<\/p>\n<p>Da wir uns schon mal die Finger verbrannt haben, und zwar am 16. April, als alles auf das Ende der Waffenruhe hinwies (wobei es auch m\u00f6glich ist, dass der L\u00e4rm in den Medien den Gegner daran gehindert hat, eine Offensive nach Norden zu entwickeln), aber nun versuchen wir, das Geschehen ruhig zu betrachten. In erster Linie muss man verstehen, welche Ziele sich die milit\u00e4risch-politische F\u00fchrung RF zum jetzigen Zeitpunkt stellt. Wenn es um die S\u00e4uberung der Volkswehr geht, wie wir oben erw\u00e4hnt haben, so muss es unter dem Deckmantel eines \u201eBefreiungsversuchs\u201c des administrativen Territoriums von Donezker und Luhansker Gebiete einige Frontalangriffe geben. Als Beispiel dient hier der Frontalangriffsversuch von Marjinka. Solch ein Sturm ist an sich total sinnlos. Die ATO-Kr\u00e4fte stehen in einer Ortschaft, haben sich h\u00f6chstwahrscheinlich dort gut befestigt und verschiedene Szenarien abh\u00e4ngig vom weiteren Geschehen durchgearbeitet.<\/p>\n<p>Andererseits hat auch der Sturm von Marjinka dem Gegner erlaubt, die Reaktion der ukrainischen Streitkr\u00e4fte zu analysieren. Und geholfen haben dabei unter anderem auch unsere Freiwilligen und Journalisten, wie auch Soldaten &#8211; all jene, die in den sozialen Netzwerken die Informationen \u00fcber die Ankunft der Verst\u00e4rkung posteten, und somit seinen Bestand aufdeckten. Die Analyse der sozialen Netzwerke zeigt auf, dass innerhalb einer halben Stunde die Munition ankam, nach einer gewissen Zeit traf dann in Marjinka die Verst\u00e4rkung aus dem Bestand der 28. Brigade ein, wie auch eine Abteilung der Spezialkr\u00e4fte.\u00a0Ausserdem hat der Gegner die Quellen des Einwurfs \u00fcber die 60 Panzer der Streitkr\u00e4fte der Ukraine in die Watnik-Foren aufgedeckt, und wird wohl in der Zukunft solchen Einw\u00fcrfen keine Aufmerksamkeit schenken. Der Sturm auf Marjinka zeigte, dass wir weiterhin Informationen im Netz verbreiten, die den Generalstab unter dem Druck der \u00d6ffentlichkeit dazu bringen k\u00f6nnen, eine falsche Entscheidung zu treffen, wie es im Fall vom Donezker Flughafen und Debalzewe war.\u00a0Ferner konnte der Gegner auch die Dauer der Verlegung von ukrainischer Reserve auswerten k\u00f6nnen. Wie es durch eine Informationsagentur geschrieben wurde, betr\u00e4gt diese 16 Stunden, was f\u00fcr eine Offensive-Entwicklung nicht genug ist. Falls die S\u00f6ldner sich nat\u00fcrlich nicht auf eine Offensive in mehreren Richtungen gleichzeitig vorbereiten.<\/p>\n<p>Das waren alles \u00dcberlegungen, schauen wir uns mal die Fakten an.<\/p>\n<p>Die Primorsker <em>(entlang des\u00a0Schwarzen Meeres)<\/em> Richtung lassen wir mal beiseite. Auf einem engen Zwischenraum vorzur\u00fccken, indem man seine Kr\u00e4fte in einen Schlauch zieht und dabei im besten Fall am Rand von Mariupol herauskommt, wobei man riskiert, in eine Einkesselung im Falle eines Flankenangriffs durch die 72. Brigade zu geraten &#8211; das werden die S\u00f6ldner h\u00f6chstwahrscheinlich nicht tun. Im besten Fall werden sie so einen Anschein erwecken. Genau darum sind auch in den Raum von Nowoasowsk so viele Raketenwerfersysteme verschiedener Arten zusammengezogen.<\/p>\n<p>Gehen wir etwas weiter n\u00f6rdlich. Die Vergr\u00f6sserung der S\u00f6ldnerkr\u00e4fte in der Ortschaft Starobeschewe, die sich auf einem Abstand von 30 Kilometern (eine Stunde Fahrt f\u00fcr die Armee) von der Demarkationslinie (Dokutschajiwsk, Oleniwka) befindet, kann von ihrer Vorbereitung in Richtung wie Mariupol so auch Kurachowe aus Oleniwka \u00fcber die Bundesstrasse Oleniwka- Paraskowiwka- Jantarne sprechen. Im letzten Fall wird zuerst ein Angriff aus dem Petrowski Bezirk von Donezk und Alexandriwka in Richtung Marjinka ausgef\u00fchrt, was die Reserven der Streitkr\u00e4fte der Ukraine in die angegebene Ortschaft abziehen wird. Und hier kann sogar ein Kessel zu Stande kommen.\u00a0Unter der Bedingung eines gleichzeitigen Angriffs in Richtung Donezk-Krasnohoriwka mit einem Ausgang auf die Linie Kurachowke-Kurachowe. Dabei werden die S\u00f6ldner ein nat\u00fcrliches Hindernis bekommen &#8211; das Wasserspeicher-Netz. Und damit die Belozerkowskaja Brigade nicht in die Flanke angreift, wird sie h\u00f6chstwahrscheinlich im Raum von Granitne durch einen Kampf gefesselt. Wovon auch die Bewegung der S\u00f6ldnertechnik vorbei an Nowoasowsk in Richtung Telmanowe spricht. Wenn es ihnen gelingt, die 72. Brigade im Raum von Granitne zu halten, so ist ein Angriff in Richtung Wolnowacha m\u00f6glich (vergessen wir nicht, dass in Mospino eine bataillon-taktische Gruppe am Start steht, die innerhalb von 2-3 Stunden nach Starobeschewe ankommen und weiter nach Wolnowacha vorr\u00fccken, oder aber die Offensivkr\u00e4fte im Raum von Paraskowiwka unterst\u00fctzen kann).<\/p>\n<p>Wir werden auf die Ereignisse im Raum vom Donezker Flughafen nicht n\u00e4her eingehen &#8211; sie wurden wunderbar vom \u201eInformationswiderstand\u201c von Tymtschuk beschrieben. Das Einzige, was man anmerken m\u00f6chte, ist die Aktivit\u00e4t im Raum von Spartak und Peski, die nur f\u00fcr Aufmerksamkeitsablenkung vom Angriff in Richtung Kurachowke dienen kann, was den S\u00f6ldnern erlauben wird, sp\u00e4ter auf Karliwka herauszukommen und die Versorgung der ATO-Kr\u00e4fte im Raum von Peski vom Westen aus \u00fcber die Bundesstrasse M04 abzuschneiden. Wenn man sich die Karte aufmerksam anschaut, so ist diese Bundesstrasse vom Osten aus mit dem Wasserspeichernetz zugedeckt, darum ist es ziemlich problematisch, Peski von der Seite Donezk und Spartak aus einzunehmen zu versuchen.<\/p>\n<p>Nun gehen wir weiter nach oben. Horliwka. Horliwka wurde in den letzten Tagen zum Epizentrum der Ereignisse. Dauerbesch\u00fcsse, die ein gewisser Graham Philipps f\u00fcr eine Provokation der Streitkr\u00e4fte der Ukraine auszugeben versucht. Bewegung der Technik in nordwestlicher und nord\u00f6stlicher Richtungen. Die Einnahme der Ortschaft Golmiwski und die Entfaltung vom System des funkelektronischen Kampfes mit dem Ziel, die Arbeit der Mobilfunknetze zu verhindern. Besch\u00fcsse der Ortschaft Schuma. Es entsteht das Bild einer Vorbereitung auf eine Offensive in zwei Richtungen gleichzeitig: Horliwka-Dserschynsk und Horliwka-Golmiwski-Nowoluhanske.<\/p>\n<p>Beide haben ihren Sinn. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses der ersten k\u00f6nnen die S\u00f6ldner die Kontrolle \u00fcber die Bundesstrasse N20 bekommen und die ATO-Kr\u00e4ftegruppierung im Raum von Awdijiwka vom Norden aus der Versorgung berauben, mit einer parallelen Einnahme von Karliwka&#8230; Daf\u00fcr ist die zweite Richtung noch interessanter, da es den S\u00f6ldnern erlauben wird, zur Br\u00fccke \u00fcber den Mironowski Wasserspeicher herauszukommen und die ATO-Kr\u00e4fte s\u00fcdlich davon zusammenzubinden &#8211; in den Ortschaften Switlodarsk und Luhanske. Noch ist unklar, welche Variante genau die S\u00f6ldner w\u00e4hlen werden, aber die Ankunft eines mechanisierten Bataillons der Streitkr\u00e4fte RF nach Horliwka, wie auch die Anh\u00e4ufung der Streitkr\u00e4fte RF in Debalzewe, kann von der Wahl gerade des zweiten Szenarios zeugen, denn nach der Schliessung des Kessels werden die ATO-Kr\u00e4fte alle Chancen bekommen, unter einen Angriff von der Seite Debalzewe zu geraten.<\/p>\n<p>Ausserdem zeugt die Verhinderung der Mobilfunknetz-Arbeit im Raum der Ortschaft Krasny Lutsch von der Erschaffung einer Reserve dort, die im Laufe von 2-3 Stunden wie in Luhansker Richtung so auch nach Horliwka selbst mit dem Ziel der Verst\u00e4rkung der vorr\u00fcckenden Gruppierung verlegt werden kann. Im Grossen und Ganzen zeugt die Analyse der Kr\u00e4fteverteilung des Gegners davon, dass das Kommando der Streitkr\u00e4fte Russlands die Geschichte des Zweiten Weltkriegs nachgelesen und beschlossen hat, die Erfahrung der Schlacht am Kursker Bogen und Stalingrad zu wiederholen, wo die Offensive aus dem Inneren heraus gef\u00fchrt wurde (endlich haben sie aufgeh\u00f6rt, Schukow zu lesen und haben stattdessen Jeremenko, Rokosowski und Watutin mal durchgelesen). Sie verzichten darauf, Sturmgruppen in unmittelbarer N\u00e4he von der Demarkationslinie aufzustellen, wie es fr\u00fcher war, da sie sich vor ihrer Vernichtung durch die sich pl\u00f6tzlich entfaltende Artillerie der Streitkr\u00e4fte der Ukraine f\u00fcrchten. Davon zeugt auch die Vergr\u00f6sserung der Kr\u00e4fte in den Ortschaften Schachtarsk und Charzysk, woher die Reserve ihre Sturmgruppen in Donezk und Horliwka schnell verst\u00e4rken kann.<\/p>\n<p>Zusammen mit dem Angriff in den Raum von Nowoluhanske werden h\u00f6chstwahrscheinlich auch zwei Angriffe in Richtung Artemiwsk ausgef\u00fchrt. Aus Horliwka und Perwomajsk. Mit dem Ziel der Hemmung der 30. Brigade im Raum von Artemiwsk begann unter dem Deckmantel der Fl\u00fcchtlinge die Volkswehr zur\u00fcckzukommen, die h\u00f6chstwahrscheinlich auf dem der Ukraine unterstellten Territorium ihre Waffenverstecke gelassen hat und bald eine Diversionst\u00e4tigkeit in unserem Hinterland zeitgleich mit dem Beginn der Offensive in n\u00f6rdlicher Richtung beginnen wird.<\/p>\n<p>Die Vergr\u00f6sserung der Gegnerkr\u00e4fte im Raum von Nowotoschkiwske kann von einer Vorbereitung auf einen Feldzug in Richtung von Lyssytschansk zeugen, mit dem Ziel zu den Waldmassiven im Norden des Gebiets vorzustossen und sich entlang des s\u00fcdlichen Ufers von Siwerskyj Donez zu befestigen, indem sie so eine Art Analog von Transnistrien bekommen.<\/p>\n<p>Was den Sektor A angeht, so ist hier, wie wir bereits schrieben, Siwerskyj Donez ein wundervolles nat\u00fcrliches Hindernis und ein Angriff ist nur im Falle der Unterst\u00fctzung aus Russland m\u00f6glich, was den Beginn des Dritten Weltkrieges bedeuten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Man m\u00f6chte doch ein Fazit aus all dem ziehen, was oben geschrieben wurde. Beim letzten Mal wurden wir wegen unseres Berichts angegriffen, daf\u00fcr dass irgendjemand da in der Nacht vom 15. auf den 16. April nicht geschlafen hat, weil er auf den Offensivbeginn wartete, oder er hat da nicht gesoffen- unwichtig. Eben darum schreiben wir nichts \u00fcber den genauen Augenblick des Beginns der Offensive.<\/p>\n<p>Wir hoffen sehr, dass die \u00d6ffentlichkeit der Ukraine einen k\u00fchlen Kopf beh\u00e4lt und keine Panik in den sozialen Netzwerken verbreitet, verstehend, dass die S\u00f6ldner ihre Operation gut genug geplant haben &#8211; sie werden an mehreren Stellen gleichzeitig anfangen und wom\u00f6glich werden sie dort weitermachen, wo sie gerade erfolgreich sind\u00a0(das ist \u00fcbrigens eine Information aus dem S\u00f6ldnermilieu &#8211; und nicht mal von den Kleinen). Erlaubt den Planungs- und F\u00fchrungsbeh\u00f6rden der ATO ihre Arbeit ruhig fortzusetzen: man muss verstehen, dass sich im Laufe eines Jahres der Kampfhandlungen das Kommando der Streitkr\u00e4fte der Ukraine erneuerte und die Menschen endlich gelernt haben, die richtige Entscheidung zu treffen, und der Druck der \u00d6ffentlichkeit dabei manchmal hinderlich sein kann&#8230;<\/p>\n<p><em>Dieses Material wurde von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/vasylart\/posts\/1595373164072866:0\">Artem Wasilenko <\/a>exklusiv f\u00fcr <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/9834-analyz-obstanovky-v-zone-ato-karta\/\">InformNapalm<\/a> vorbereitet; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a>. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unser Projekt erforderlich.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach unserem letzten Lagebericht haben wir lange nichts mehr geschrieben, da die Lage entlang der ganzen Demarkationslinie&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":121,"featured_media":6904,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[98,228,78],"tags":[6,9,66,517],"class_list":["post-6902","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-informnapalm-eilmeldungen","category-lagebericht","tag-ato","tag-donbass","tag-donezk","tag-lagebericht"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Lagebericht des InformNapalmTeams vom 13.06.2015 - 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Also, was ist denn im letzten Monat passiert? Der Gegner begann \u00dcbungen zur Kampfabstimmung seiner Abteilungen durchzuf\u00fchren. Das gilt f\u00fcr alle frontnahen Ortschaften. Er hat Spannung in Schyrokyne erschaffen, um die Bev\u00f6lkerung von Mariupol \u201ebei Laune\u201c zu halten. Versuchte einen Sturm auf Marjinka durchzuf\u00fchren. In den letzten Tagen sind Besch\u00fcsse von Horliwka, den D\u00f6rfern Schuma und Golmowski h\u00e4ufiger geworden.\r\n\r\nNun aber alles der Reihe nach. Wir neigen zu denken, dass wir gerade an der Schwelle zu irgendwas Grossem sind. Wenn im Mai wir noch der Meinung waren, dass Putin unter dem Druck von Europa und der restlichen zivilisierten Welt nachgibt, so haben die letzten Ereignisse gezeigt, dass die zivilisierte Welt ein wenig den Bogen \u00fcberspannt hat und der Volksf\u00fchrer nun nach Ausg\u00e4ngen aus seiner Lage zu suchen gezwungen ist. Und eine Ratte, die man in die Ecke gedrungen hat, hat wie bekannt nur einen Ausweg.\r\n\r\nTats\u00e4chlich - das Ende der Arbeitswoche war f\u00fcr Putin \u00e4usserst traurig. Niederlage bei Marjinka, \u201eG7\u201c-Gipfel, die Reise nach Italien und andere Komponenten - und alles am Ziel vorbei...\r\n\r\nAlso, Angriff auf Marjinka. Viele Meinungen diesbez\u00fcglich. Was hat \u201eL(D)VR\u201c tats\u00e4chlich bewegt, dieses Abenteuer einzugehen? Keine Ahnung. Was hat den SBU bewegt, gerade jetzt die Speznas-Soldaten allen zu zeigen? Hat man fr\u00fcher etwa keine russische Milit\u00e4rs gefangengenommen? Oder gab es unter ihnen etwa keine Speznas-Soldaten? Aber gerade jetzt wurden sie gezeigt. Dann hat man auch auf der UN-Sitzung laut dar\u00fcber gesprochen. Hat man Tschurkin dabei noch ein wenig fertig gemacht. Dann Marjinka. Akkurat vor dem G7-Treffen. Was hat sie zu diesem Sturm bewegt?\u00a0Gleichzeitig hat sich jemand an die Korruption bei der FIFA erinnert. Saakaschwili wurde zum Gouverneur vom Odessa-Gebiet ernannt. Allein davon sollte der WWP an die Decke gehen. Ist er auch \u2013 er ist nach Rom gereist - zum Papst, zur Bu\u00dfe wahrscheinlich... Aber auch da hat es nicht so recht geklappt. Und G7 hat g\u00e4nzlich gegen WWP gearbeitet. Und das war nicht mal mehr mit-dem-Fingerchen-drohen. Das waren reale Drohungen: JUKOS und Versch\u00e4rfung der Sanktionen, und das Wichtigste: kein Vertreter Russlands bei der G7, wenn dieser Vertreter WWP ist. Und wie Putin auch versuchte, seine \u201eFriedensinitiativen\u201c (durch seine Bananen-Regierungen) durchzudr\u00fccken (in Form der Erg\u00e4nzungen zur ukrainischen Verfassung) - auch das war am Ziel vorbei. Sie wurden nicht mal wahrgenommen. Zur gleichen Zeit kommt in die Ukraine NATO-Technik an, jetzt gerade nur \u201ezu \u00dcbungen\u201c. Das alles zur Frage, ob WWP in die Ecke gedr\u00e4ngt wurde.... Und die Ecke ist ziemlich blind..... Und hier beginnt eben das \u00dcbel - da l\u00e4uft einem tats\u00e4chlich ein kalter Schauer \u00fcber den R\u00fccken. Urteilt man nach Putins offensichtlicher Ad\u00e4quatheit, gibt es die M\u00f6glichkeit einer wirren Offensive - wobei man nach Marjinka ja nicht mal mehr wei\u00df, wo sie \u00fcberhaupt beginnen kann. Es k\u00f6nnen wie Affekt-Handlungen sein, so auch absichtliche Vernichtung des \u201eVolkswehr-M\u00fclls\" (den Putin in Russland nicht braucht). Zum Dritten Weltkrieg wird es wohl nicht kommen, die Ukraine an den Nerven zerren wird dieses \u201eWunderkind\u201c aber doch sehr...\r\n\r\nBetrachten wir nun aber alles der Reihe nach. Dass Streitkr\u00e4fte Russlands irgendwas im Schilde f\u00fchren, ist wohl mittlerweile jedem klar: haben ihre Pr\u00e4senz an der Grenze vergr\u00f6ssert. Gleichzeitig werden in den Medien Ger\u00fcchte verbreitet, dass sich Russland auf die Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen aus der DVR\/LVR vorbereitet (was bei aller Liebe sehr verd\u00e4chtig klingt). Ausserdem gibt es seit einer Woche keine Verbindung zu Ortschaften, die sich in der zweiten Linie der Abwehr befinden. Swerdlowsk, Rowenki, Antrazyt, Snischne, Krasny Lutsch. Was nur von einer Sache sprechen kann: in den angegebenen Ortschaften werden Sturmgruppen der S\u00f6ldner aufgestellt, die dann in verschiedene Richtungen auseinandergehen werden. An dieser Stelle sollte man die Vergr\u00f6sserung des qualitativen wie auch quantitativen Bestands im Raum der Ortschaft Starobeschewe vermerken.\r\n\r\nTimtschuk berichtet \u00fcber die Verlegung einer bataillon-taktischen Gruppe in den Raum von Mospino. Unsere Insider haben die Ankunft eines mechanisierten Bataillons frischer Kr\u00e4fte nach Horliwka registriert. Permanent kommen Meldungen aus Donezk \u00fcber S\u00f6ldner-Man\u00f6ver auf seinen westlichen R\u00e4ndern. Man sollte auch Dokutschajiwsk und Oleniwka nicht ausser Acht lassen. Ausserdem wurde eine Vergr\u00f6sserung der Gegnerkr\u00e4fte im Raum von Nowotoschkiwske registriert. Es entsteht das Bild einer Vorbereitung des Gegners auf eine allumfassende Offensive entlang der ganzen Frontlinie.\r\n\r\nDa wir uns schon mal die Finger verbrannt haben, und zwar am 16. April, als alles auf das Ende der Waffenruhe hinwies (wobei es auch m\u00f6glich ist, dass der L\u00e4rm in den Medien den Gegner daran gehindert hat, eine Offensive nach Norden zu entwickeln), aber nun versuchen wir, das Geschehen ruhig zu betrachten. In erster Linie muss man verstehen, welche Ziele sich die milit\u00e4risch-politische F\u00fchrung RF zum jetzigen Zeitpunkt stellt. Wenn es um die S\u00e4uberung der Volkswehr geht, wie wir oben erw\u00e4hnt haben, so muss es unter dem Deckmantel eines \u201eBefreiungsversuchs\u201c des administrativen Territoriums von Donezker und Luhansker Gebiete einige Frontalangriffe geben. Als Beispiel dient hier der Frontalangriffsversuch von Marjinka. Solch ein Sturm ist an sich total sinnlos. Die ATO-Kr\u00e4fte stehen in einer Ortschaft, haben sich h\u00f6chstwahrscheinlich dort gut befestigt und verschiedene Szenarien abh\u00e4ngig vom weiteren Geschehen durchgearbeitet.\r\n\r\nAndererseits hat auch der Sturm von Marjinka dem Gegner erlaubt, die Reaktion der ukrainischen Streitkr\u00e4fte zu analysieren. Und geholfen haben dabei unter anderem auch unsere Freiwilligen und Journalisten, wie auch Soldaten - all jene, die in den sozialen Netzwerken die Informationen \u00fcber die Ankunft der Verst\u00e4rkung posteten, und somit seinen Bestand aufdeckten. Die Analyse der sozialen Netzwerke zeigt auf, dass innerhalb einer halben Stunde die Munition ankam, nach einer gewissen Zeit traf dann in Marjinka die Verst\u00e4rkung aus dem Bestand der 28. Brigade ein, wie auch eine Abteilung der Spezialkr\u00e4fte.\u00a0Ausserdem hat der Gegner die Quellen des Einwurfs \u00fcber die 60 Panzer der Streitkr\u00e4fte der Ukraine in die Watnik-Foren aufgedeckt, und wird wohl in der Zukunft solchen Einw\u00fcrfen keine Aufmerksamkeit schenken. Der Sturm auf Marjinka zeigte, dass wir weiterhin Informationen im Netz verbreiten, die den Generalstab unter dem Druck der \u00d6ffentlichkeit dazu bringen k\u00f6nnen, eine falsche Entscheidung zu treffen, wie es im Fall vom Donezker Flughafen und Debalzewe war.\u00a0Ferner konnte der Gegner auch die Dauer der Verlegung von ukrainischer Reserve auswerten k\u00f6nnen. Wie es durch eine Informationsagentur geschrieben wurde, betr\u00e4gt diese 16 Stunden, was f\u00fcr eine Offensive-Entwicklung nicht genug ist. Falls die S\u00f6ldner sich nat\u00fcrlich nicht auf eine Offensive in mehreren Richtungen gleichzeitig vorbereiten.\r\n\r\nDas waren alles \u00dcberlegungen, schauen wir uns mal die Fakten an.\r\n\r\nDie Primorsker <em>(entlang des\u00a0Schwarzen Meeres)<\/em> Richtung lassen wir mal beiseite. Auf einem engen Zwischenraum vorzur\u00fccken, indem man seine Kr\u00e4fte in einen Schlauch zieht und dabei im besten Fall am Rand von Mariupol herauskommt, wobei man riskiert, in eine Einkesselung im Falle eines Flankenangriffs durch die 72. Brigade zu geraten - das werden die S\u00f6ldner h\u00f6chstwahrscheinlich nicht tun. Im besten Fall werden sie so einen Anschein erwecken. Genau darum sind auch in den Raum von Nowoasowsk so viele Raketenwerfersysteme verschiedener Arten zusammengezogen.\r\n\r\nGehen wir etwas weiter n\u00f6rdlich. Die Vergr\u00f6sserung der S\u00f6ldnerkr\u00e4fte in der Ortschaft Starobeschewe, die sich auf einem Abstand von 30 Kilometern (eine Stunde Fahrt f\u00fcr die Armee) von der Demarkationslinie (Dokutschajiwsk, Oleniwka) befindet, kann von ihrer Vorbereitung in Richtung wie Mariupol so auch Kurachowe aus Oleniwka \u00fcber die Bundesstrasse Oleniwka- Paraskowiwka- Jantarne sprechen. Im letzten Fall wird zuerst ein Angriff aus dem Petrowski Bezirk von Donezk und Alexandriwka in Richtung Marjinka ausgef\u00fchrt, was die Reserven der Streitkr\u00e4fte der Ukraine in die angegebene Ortschaft abziehen wird. Und hier kann sogar ein Kessel zu Stande kommen.\u00a0Unter der Bedingung eines gleichzeitigen Angriffs in Richtung Donezk-Krasnohoriwka mit einem Ausgang auf die Linie Kurachowke-Kurachowe. Dabei werden die S\u00f6ldner ein nat\u00fcrliches Hindernis bekommen - das Wasserspeicher-Netz. Und damit die Belozerkowskaja Brigade nicht in die Flanke angreift, wird sie h\u00f6chstwahrscheinlich im Raum von Granitne durch einen Kampf gefesselt. Wovon auch die Bewegung der S\u00f6ldnertechnik vorbei an Nowoasowsk in Richtung Telmanowe spricht. Wenn es ihnen gelingt, die 72. Brigade im Raum von Granitne zu halten, so ist ein Angriff in Richtung Wolnowacha m\u00f6glich (vergessen wir nicht, dass in Mospino eine bataillon-taktische Gruppe am Start steht, die innerhalb von 2-3 Stunden nach Starobeschewe ankommen und weiter nach Wolnowacha vorr\u00fccken, oder aber die Offensivkr\u00e4fte im Raum von Paraskowiwka unterst\u00fctzen kann).\r\n\r\nWir werden auf die Ereignisse im Raum vom Donezker Flughafen nicht n\u00e4her eingehen - sie wurden wunderbar vom \u201eInformationswiderstand\u201c von Tymtschuk beschrieben. Das Einzige, was man anmerken m\u00f6chte, ist die Aktivit\u00e4t im Raum von Spartak und Peski, die nur f\u00fcr Aufmerksamkeitsablenkung vom Angriff in Richtung Kurachowke dienen kann, was den S\u00f6ldnern erlauben wird, sp\u00e4ter auf Karliwka herauszukommen und die Versorgung der ATO-Kr\u00e4fte im Raum von Peski vom Westen aus \u00fcber die Bundesstrasse M04 abzuschneiden. Wenn man sich die Karte aufmerksam anschaut, so ist diese Bundesstrasse vom Osten aus mit dem Wasserspeichernetz zugedeckt, darum ist es ziemlich problematisch, Peski von der Seite Donezk und Spartak aus einzunehmen zu versuchen.\r\n\r\nNun gehen wir weiter nach oben. Horliwka. Horliwka wurde in den letzten Tagen zum Epizentrum der Ereignisse. Dauerbesch\u00fcsse, die ein gewisser Graham Philipps f\u00fcr eine Provokation der Streitkr\u00e4fte der Ukraine auszugeben versucht. Bewegung der Technik in nordwestlicher und nord\u00f6stlicher Richtungen. Die Einnahme der Ortschaft Golmiwski und die Entfaltung vom System des funkelektronischen Kampfes mit dem Ziel, die Arbeit der Mobilfunknetze zu verhindern. Besch\u00fcsse der Ortschaft Schuma. Es entsteht das Bild einer Vorbereitung auf eine Offensive in zwei Richtungen gleichzeitig: Horliwka-Dserschynsk und Horliwka-Golmiwski-Nowoluhanske.\r\n\r\nBeide haben ihren Sinn. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses der ersten k\u00f6nnen die S\u00f6ldner die Kontrolle \u00fcber die Bundesstrasse N20 bekommen und die ATO-Kr\u00e4ftegruppierung im Raum von Awdijiwka vom Norden aus der Versorgung berauben, mit einer parallelen Einnahme von Karliwka... Daf\u00fcr ist die zweite Richtung noch interessanter, da es den S\u00f6ldnern erlauben wird, zur Br\u00fccke \u00fcber den Mironowski Wasserspeicher herauszukommen und die ATO-Kr\u00e4fte s\u00fcdlich davon zusammenzubinden - in den Ortschaften Switlodarsk und Luhanske. Noch ist unklar, welche Variante genau die S\u00f6ldner w\u00e4hlen werden, aber die Ankunft eines mechanisierten Bataillons der Streitkr\u00e4fte RF nach Horliwka, wie auch die Anh\u00e4ufung der Streitkr\u00e4fte RF in Debalzewe, kann von der Wahl gerade des zweiten Szenarios zeugen, denn nach der Schliessung des Kessels werden die ATO-Kr\u00e4fte alle Chancen bekommen, unter einen Angriff von der Seite Debalzewe zu geraten.\r\n\r\nAusserdem zeugt die Verhinderung der Mobilfunknetz-Arbeit im Raum der Ortschaft Krasny Lutsch von der Erschaffung einer Reserve dort, die im Laufe von 2-3 Stunden wie in Luhansker Richtung so auch nach Horliwka selbst mit dem Ziel der Verst\u00e4rkung der vorr\u00fcckenden Gruppierung verlegt werden kann. Im Grossen und Ganzen zeugt die Analyse der Kr\u00e4fteverteilung des Gegners davon, dass das Kommando der Streitkr\u00e4fte Russlands die Geschichte des Zweiten Weltkriegs nachgelesen und beschlossen hat, die Erfahrung der Schlacht am Kursker Bogen und Stalingrad zu wiederholen, wo die Offensive aus dem Inneren heraus gef\u00fchrt wurde (endlich haben sie aufgeh\u00f6rt, Schukow zu lesen und haben stattdessen Jeremenko, Rokosowski und Watutin mal durchgelesen). Sie verzichten darauf, Sturmgruppen in unmittelbarer N\u00e4he von der Demarkationslinie aufzustellen, wie es fr\u00fcher war, da sie sich vor ihrer Vernichtung durch die sich pl\u00f6tzlich entfaltende Artillerie der Streitkr\u00e4fte der Ukraine f\u00fcrchten. Davon zeugt auch die Vergr\u00f6sserung der Kr\u00e4fte in den Ortschaften Schachtarsk und Charzysk, woher die Reserve ihre Sturmgruppen in Donezk und Horliwka schnell verst\u00e4rken kann.\r\n\r\nZusammen mit dem Angriff in den Raum von Nowoluhanske werden h\u00f6chstwahrscheinlich auch zwei Angriffe in Richtung Artemiwsk ausgef\u00fchrt. Aus Horliwka und Perwomajsk. Mit dem Ziel der Hemmung der 30. Brigade im Raum von Artemiwsk begann unter dem Deckmantel der Fl\u00fcchtlinge die Volkswehr zur\u00fcckzukommen, die h\u00f6chstwahrscheinlich auf dem der Ukraine unterstellten Territorium ihre Waffenverstecke gelassen hat und bald eine Diversionst\u00e4tigkeit in unserem Hinterland zeitgleich mit dem Beginn der Offensive in n\u00f6rdlicher Richtung beginnen wird.\r\n\r\nDie Vergr\u00f6sserung der Gegnerkr\u00e4fte im Raum von Nowotoschkiwske kann von einer Vorbereitung auf einen Feldzug in Richtung von Lyssytschansk zeugen, mit dem Ziel zu den Waldmassiven im Norden des Gebiets vorzustossen und sich entlang des s\u00fcdlichen Ufers von Siwerskyj Donez zu befestigen, indem sie so eine Art Analog von Transnistrien bekommen.\r\n\r\nWas den Sektor A angeht, so ist hier, wie wir bereits schrieben, Siwerskyj Donez ein wundervolles nat\u00fcrliches Hindernis und ein Angriff ist nur im Falle der Unterst\u00fctzung aus Russland m\u00f6glich, was den Beginn des Dritten Weltkrieges bedeuten w\u00fcrde.\r\n\r\nMan m\u00f6chte doch ein Fazit aus all dem ziehen, was oben geschrieben wurde. Beim letzten Mal wurden wir wegen unseres Berichts angegriffen, daf\u00fcr dass irgendjemand da in der Nacht vom 15. auf den 16. April nicht geschlafen hat, weil er auf den Offensivbeginn wartete, oder er hat da nicht gesoffen- unwichtig. Eben darum schreiben wir nichts \u00fcber den genauen Augenblick des Beginns der Offensive.\r\n\r\nWir hoffen sehr, dass die \u00d6ffentlichkeit der Ukraine einen k\u00fchlen Kopf beh\u00e4lt und keine Panik in den sozialen Netzwerken verbreitet, verstehend, dass die S\u00f6ldner ihre Operation gut genug geplant haben - sie werden an mehreren Stellen gleichzeitig anfangen und wom\u00f6glich werden sie dort weitermachen, wo sie gerade erfolgreich sind\u00a0(das ist \u00fcbrigens eine Information aus dem S\u00f6ldnermilieu - und nicht mal von den Kleinen). Erlaubt den Planungs- und F\u00fchrungsbeh\u00f6rden der ATO ihre Arbeit ruhig fortzusetzen: man muss verstehen, dass sich im Laufe eines Jahres der Kampfhandlungen das Kommando der Streitkr\u00e4fte der Ukraine erneuerte und die Menschen endlich gelernt haben, die richtige Entscheidung zu treffen, und der Druck der \u00d6ffentlichkeit dabei manchmal hinderlich sein kann...\r\n\r\n<em>Dieses Material wurde von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/vasylart\/posts\/1595373164072866:0\">Artem Wasilenko <\/a>exklusiv f\u00fcr <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/9834-analyz-obstanovky-v-zone-ato-karta\/\">InformNapalm<\/a> vorbereitet; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a>. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unser Projekt erforderlich.<\/em>","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6902","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/121"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6902"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6902\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15782,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6902\/revisions\/15782"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6904"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6902"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6902"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6902"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}