{"id":6913,"date":"2015-06-15T09:45:00","date_gmt":"2015-06-15T09:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=6913"},"modified":"2019-01-21T09:29:09","modified_gmt":"2019-01-21T09:29:09","slug":"feuilleton-die-geschichte-eines-deutschen-watniks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/feuilleton-die-geschichte-eines-deutschen-watniks\/","title":{"rendered":"Feuilleton: Die Geschichte eines deutschen Watniks&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right\"><em>von<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/category\/aktuell\/irina-schlegel-aktuell\/\"> Irina Schlegel<\/a><\/em><\/p>\n<p>Es lebte einmal in Deutschland ein <strong>Watnik<\/strong>.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Zur Info:<\/strong><\/p>\n<p><strong>HOMO SOVIETICUS<\/strong> (andere Bezeichnungen: Watnik, Putinist, Putinversteher)<\/p>\n<p>Eigenschaften des Homo Sovieticus:<\/p>\n<p>1) Paranoid: Er f\u00fchlt sich eingekesselt und bedroht von der ganzen Welt<br \/>\n(lebt dabei auf einem Sechstel des Festlands);<\/p>\n<p>2) Schizophren: Er kann heute besoffen sehr lieb sein, und euch morgen mit der leeren Flasche erschlagen;<\/p>\n<p>3) Chauvinistisch veranlagt: Alle schulden ihm etwas, er ist immer der Unschuldige, der Reinste, fehlerfrei und hat &#8222;einen besonderen Entwicklungsweg&#8220;.<br \/>\nBeispiele: &#8222;Ukrainer (Georgier, Balten, Moldauer usw.) d\u00fcrfen nicht nach Europa! Die geh\u00f6ren zu uns, weil wir besser wissen, was f\u00fcr sie gut ist!&#8220;;<\/p>\n<p>4) Nationalistisch: siehe P.3, plus: der Arier unter den Homines Sovietici ist der Russe, und dieser ist davon \u00fcberzeugt, dass alle Satellitenv\u00f6lker (in den ehemaligen sowjetischen Republiken), wie auch als Homines Sovietici lebende Menschen anderer Kulturen ohnehin Untermenschen sind;<\/p>\n<p>5) Neidisch: Wegen seiner Schizophrenie ist der Homo Sovieticus gleichzeitig neidisch auf andere V\u00f6lker, die besser als er leben.<br \/>\nEigentlich ist der Homo Sovieticus auf jeden neidisch, der kl\u00fcger, ehrlicher, reicher usw. ist, darum bek\u00e4mpft er entschieden und hart\u00a0all diese Menschen, ob international oder im engsten Umkreis;<\/p>\n<p>6) Sadomasochistisch: Nichts auf der Welt liebt Homo Sovieticus mehr als seine gr\u00f6\u00dften Peiniger (siehe Stalin, Putin).<br \/>\nEr kann euch mit S\u00e4tzen wie &#8222;Man br\u00e4uchte hier Stalin!&#8220; oder &#8222;Putin ist Russland!&#8220; konfrontieren;<\/p>\n<p>7) Er ist \u00e4u\u00dferst gehorsam, ein Sklavenbewusstsein ist vorhanden (folgt aus dem P. 5).<br \/>\nEr kann euch mit S\u00e4tzen wie: &#8222;Sie sind doch eine in Kasachstan geborene Deutsche, wie k\u00f6nnen sie denn Europ\u00e4erin sein?&#8220; bzw. &#8222;M\u00e4chtige geheime Kr\u00e4fte haben die ahnungslosen Ukrainer zur Revolution gebracht!&#8220; oder auch &#8222;Europa muss von Amerika losgerissen werden!&#8220; konfrontieren;<\/p>\n<p>8) G\u00f6tzen- und Totenkult. (folgt aus den P.6 und P.7)<br \/>\nEr hat immer ein lebendes oder auch totes Idol, das allerdings jederzeit austauschbar ist, bzw. muss das neue Herrchen nur sadistisch genug sein, um zum Idol zu werden;<\/p>\n<p>9) R\u00fcckschrittlich: Der Homo Sovieticus lebt noch immer im XX. Jahrhundert (dieses Faktum beim Umgang bitte immer ber\u00fccksichtigen).<br \/>\n&#8222;Das ist unsere Einflusszone!&#8220; ist der Lieblingssatz eines Homo Sovieticus.<\/p>\n<p>P.S. Wenn Euch noch weitere besondere Merkmale des Homo Sovieticus einfallen, bitte mitteilen: leider lebt der Homo Sovieticus in Eurer unmittelbaren Nachbarschaft, daher ist das Wissen um sein Wesen sehr wichtig.<\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"line-height: 1.5\">In die eigene lokale Umgebung hat er sich nicht einleben k\u00f6nnen, es schien ihm in den sozialen Plattenbauten alles \u00f6de zu sein, die Schule schw\u00e4nzte er, liebte daf\u00fcr Computerspiele und das russische bunte Fernsehen&#8230; So sind Jahre vergangen, und er wurde ganze 20 Jahre alt. Drau\u00dfen regnete es wieder, der t\u00e4gliche Zeitvertreib mit seinen Kumpels &#8211; den Hartz-IV-Empf\u00e4ngern &#8211; im Hinterhof seines Hauses mit ein paar Flaschen Wodka ist ihm auch schon langweilig geworden, und da fing das an: Das russische Fernsehen erz\u00e4hlte ihm die Geschichte von den Ukronazis. Die Geschichte war beeindruckend, bunt und darin kamen ganz viele Worte vor, die er noch in der Kindheit ganz oft geh\u00f6rt hatte: \u201ePutsch\u201c, \u201eFaschisten\u201c, \u201eVaterland\u201c etc. &#8211; Es w\u00fchlte sein leeres Innere auf, und da beschloss er, in den Krieg gegen die b\u00f6sen Ukros zu ziehen: \u201eBesonders nach Odessa&#8230; Wenn nicht wir, wer dann&#8230; Ich konnte nicht mehr tatenlos zuschauen&#8230;\u201c<\/span><\/p>\n<p>Man kann mit 20 nat\u00fcrlich auch einfach arbeiten gehen &#8211; aber das ist langwierig, anstrengend und fade. Man kann auch studieren gehen, aber was? Physik? Mathematik? Siehe oben. Ist das nicht alles v\u00f6llig uninteressant, wenn da im Fernsehen gesagt wird, dass dort, dort &#8211; dort kann man die Welt retten! Jemand wird vielleicht studieren, oder Steuer zahlen, oder ein Land aufbauen, aber du &#8211; du bist ein Watnik mit deutschem Pass, und du sollst in den Krieg f\u00fcr Russland ziehen. Und auch wenn du eigentlich in Deutschland geboren bist, und deine Oma und Opa von einem gewissen Stalin aus dem Russland des letzten Jahrhunderts deportiert wurden und ihre Familie dabei fast g\u00e4nzlich umkam &#8211; \u201eVaterland!\u201c, \u201eVerteidigen!\u201c, \u201eVor Nazis retten!\u201c, \u201eRussland!\u201c&#8230; Russland hat er zwar nur im Fernsehen gesehen, irgendwo in den Asi-Vierteln von Berlin oder K\u00f6ln, aber dieses Russland aus dem Fernseher &#8211; das war das wahre Vaterland. Erhaben, gro\u00df, sch\u00f6n, verr\u00fcckt und anziehend. Dieses wollte man retten.<\/p>\n<p>Eine ganze Generation von Menschen, die alle M\u00f6glichkeiten bekommen haben, aus den Zweite-Welt-L\u00e4ndern in ein Land der ersten Klasse hineingelassen wurden, aber am Ende kam von ihnen nur das klassische \u201eIch-habe-hier-keine-Zukunft\u201c&#8230;<\/p>\n<p>Eine ganze Kulturerscheinung. Lerne die Sprache, h\u00f6re deinen russischen Hinterhofs-Rap nicht mehr, rauch&#8216; keine Schei\u00dfe, lass dir kein pathetisches Tattoo stechen, komm&#8216; nicht in den Knast&#8230; Schei\u00dfe, geh doch und lern irgendwas! Werde Arzt! Anwalt! Das ist tats\u00e4chlich schwieriger, als vom Hartz-IV-Geld eine Fahrkarte in den Donbas zu kaufen, aber du wirst ein Leben haben und kein schlechtes. Ein Leben, wo dich denkende Menschen respektieren werden.<\/p>\n<p>Aber nein! Ein Watnik w\u00e4re doch kein Watnik, wenn er (es?) nicht ins ferne Grenada, Donbas &#8211; was gibt es da noch, was man retten k\u00f6nnte? &#8211; fahren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Also gibt <strong>Nikolai B<\/strong> aus Deutschland dem russischen Watnik-TV-Sender RT Deutschland ein Interview. Pathetischer Wortsalat eines Nichtstuer-Teenagers.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/127.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6915 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/127.jpg\" alt=\"1\" width=\"701\" height=\"534\" srcset=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/127.jpg 915w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/127-300x229.jpg 300w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/127-768x585.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 701px) 100vw, 701px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/48.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6918\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/48-230x130.jpg\" alt=\"4\" width=\"176\" height=\"104\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/312.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6917\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/312-230x130.jpg\" alt=\"3\" width=\"177\" height=\"104\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/218.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6916\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/218-230x130.jpg\" alt=\"2\" width=\"171\" height=\"101\" \/><\/a><\/p>\n<p>RT, um seinem Watnik-Ruf gerecht zu werden, nannte ihn \u201eNicolaj B\u201c, denn zuerst nannte er sich gar \u201eNikolai Stirliz\u201c: Stirlitz war n\u00e4mlich der Held einer Kriegsdrama-Serie, ein Geheimdienstler &#8211; der F\u00fchrer aller Watnike ist n\u00e4mlich ein Geheimdienstler, ein Tschekist, darum tr\u00e4umen alle Watnike davon, ein Spion zu sein und gegen die USA zu k\u00e4mpfen, was Watnike allerdings nicht daran st\u00f6rt, sich beim amerikanischen Facebook zu registrieren\u00a0(<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/nikolaj.schtirliz\">https:\/\/www.facebook.com\/nikolaj.schtirliz<\/a>), und dort sogar Fotos mit einer Waffe aus dem Schlaraffenland der Watnike &#8211; dem vom Fernsehen erfundenen \u201eNeurussland\u201c &#8211; zu posten. Schnell hat aber der Stirlitz verstanden, dass sich das so gar nicht f\u00fcr einen Spion geh\u00f6rt und l\u00f6schte sein Profil.<\/p>\n<p>Er hat aber im sozialen Netzwerk der Watnike \u2013 VK nennt sich das &#8211; hektische Aktivit\u00e4t entwickelt (<a href=\"https:\/\/vk.com\/bitardvideltotdva4\">https:\/\/vk.com\/bitardvideltotdva4<\/a>. Archiv: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/l.php?u=https%3A%2F%2Farchive.is%2FepgRr&amp;h=-AQGhognB&amp;enc=AZNRAFHiIcapDTlYqkRWheI2ESetBT2f3y_ZTVS9eDsLOcbATA0RVcc0_v31pm5KG_P2u0kjwSxk1o_bAs5maFEPivqJ_F-ugAPMx9QqtJsHxoZSMxdZBSZM_nUH8gTNHk9eaMmoaZApS8j2FvXz28w_GToa44NIc7Be18uzpOw8v6zez9DHAivvXs3lc86VcSQ&amp;s=1\">https:\/\/archive.is\/epgRr<\/a> und <a href=\"https:\/\/archive.is\/uVBLO\">https:\/\/archive.is\/uVBLO<\/a>). Dort hat er sogar eine Gruppe organisiert: \u201eNoworossija\/Neurussland-Info\u201c. Er informierte die deutsche \u00d6ffentlichkeit \u00fcber das Geschehen bei der Junta, wenn man das so sagen darf.<\/p>\n<p>Er w\u00fcrde sich wohl auch weiter grandios versteckt halten, aber eines Tages haben sich die Journalisten vom WDR\u00a0in den Donbas verirrt und <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/dasers\u2026\/monitor\/sendungen\/ukraine790.html\">sind direkt auf ihn gesto\u00dfen<\/a>.<\/p>\n<p>Der SaveDonbassPeople-K\u00e4mpfer gab ein Interview (ins Fernsehen zu kommen war dann doch wichtiger, als ein geheimer Spion zu sein, von dem niemand etwas wei\u00df), wurde auf allen zentralen Kan\u00e4len gezeigt und &#8211; oh, Wunder! Keiner hat sein Opfer gew\u00fcrdigt! Der Weg zur\u00fcck war zu. Schwer ist das Schicksal eines Watniks. Unverstanden lebt er&#8230; Keiner m\u00f6chte nachvollziehen, warum man Waffen in die H\u00e4nde nimmt und bereit ist, andere Menschen zu t\u00f6ten, f\u00fcr ein vom F\u00fchrer aller Watnike erfundenes Land, dessen Verfassung eigentlich aus nur einem Wort bestehen k\u00f6nnte: \u201eTERROR\u201c.<\/p>\n<p>Da hat man auch herausgefunden, dass Nikolai der Stirlitz ein Nikolai ist, der am 3. Dezember 1993 in der Stadt Gladbeck geboren wurde und in Essen wohnt.<\/p>\n<p>Seinen Nachnamen hatte er lange verheimlicht, aber so ist der Preis eines Fernsehruhms: \u201eDie Welt\u201c hat kurze Zeit sp\u00e4ter <a href=\"http:\/\/l.facebook.com\/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.welt.de%2Fpolitik%2Fdeutschland%2Farticle138427424%2FWarum-Deutsche-fuer-Putin-in-der-Ukraine-sterben.html&amp;h=9AQGauhkL&amp;enc=AZP6rKNfuo5CKVSdgF2BtMEbERRqf_MtnZpO9Im9NVAs8TC5QWwdP6l6x1AOIabjebopFMYszdQsL_CGip5gPRwTEL7TwcYKQ5tRq-d8edJ_UuLX7kTWtTTawgpVjEd7Dy6x6l2Qa_jG9pNDNJMQ3iKJhtdfPcvPzZMMHBNyLWzYYKoqn55lt1EVfvI_qHwHWrs&amp;s=1\">eine Reportage<\/a> \u00fcber die Deutschen, die f\u00fcr die \u201eVolkswehr\u201c (\u201eWatnik-Terror-Wehr\u201c zu deutsch gesagt) k\u00e4mpfen, gemacht und fand selbstverst\u00e4ndlich seinen Namen heraus: Blagaderow. Nikolai Blagaderow. Kein Stirlitz&#8230; Nicht mal verwandt.<\/p>\n<p>Nun hat Nikolai B. die \u201eVolkswehr\u201c wohl verlassen. Da kamen n\u00e4mlich ganz andere Leute hin: burjatische Panzerfahrer und Speznas GRU&#8230; Das hat halt alles keinen Sinn mehr gemacht. Also beschloss Nikolai B Journalist zu werden! \u00dcber das schwere Schicksal eines Watnik-Terroristen zu erz\u00e4hlen. Die Welt soll&#8217;s wissen!<\/p>\n<p>21 Jahre alt. Die richtige Zeit zum Karrierewechsel&#8230; Manche sind zwar in dem Alter schon im dritten Studiumsjahr und schauen sich die zuk\u00fcnftigen Arbeitspl\u00e4tze an, aber er rettete doch den Donbas vor Faschisten!<\/p>\n<p>Und, gerettet?<\/p>\n<p>Das russische Watnik-Fernsehen versuchte n\u00e4mlich ein Jahr lang, ein weiteres Mythos f\u00fcr die Watnike zu erschaffen, demzufolge Hunderte und Tausende und Abertausende Freiwillige aus der ganzen Welt in den Donbas fahren. Unter anderem auch Deutsche, die die Greuel der \u201eKyjiwer Junta\u201c (keine Sorge, das ist auch ein Begriff aus dem Watnik-Fernsehen, muss man nicht kennen: die Leute da sind sehr kreativ &#8211; sie haben in diesem Jahr eine g\u00e4nzlich neue Sprache erfunden) nicht mehr aushalten.<\/p>\n<p>Leider schauen gar nicht so viele Menschen das Watnik-Fernsehen, wie das der Watnik-F\u00fchrer gerne wollte und wof\u00fcr er Milliarden ausgab (dieses verschissene phantasielose Europa &#8211; die wollen immer Fakten haben! Logik! Angaben! Folgerichtigkeit! Langweiler&#8230;) und darum fahren nach \u201eNeurussland\u201c nur einzelne Nichtstuer, Arbeitslose und Kriminelle. Mit jedem von ihnen versuchen die lokalen Propagandisten zu arbeiten, manch ein \u00dcberseegast wandert von einem russischen Watnikpropaganda-Kanal zum anderen. Derselbe Nikolai war schon auf allen Kan\u00e4len &#8211; es gab wohl keine ausl\u00e4ndischen G\u00e4ste mehr&#8230;<\/p>\n<p>Die deutsche Aufkl\u00e4rung <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article138427424\/Warum-Deutsche-fuer-Putin-in-der-Ukraine-sterben.html\">berichtete<\/a> im M\u00e4rz, dass auf der Seite der \u201eSeparatisten\u201c (das sind auch Watnik-Terroristen, die haben nur viele verschiedene Namen, mehr als manch&#8216; einer europ\u00e4ischer Adliger. Ihr \u201eAdelstitel\u201c m\u00fcsste wohl so lauten: Volkswehrseparatist-vom-Fernsehen-verbl\u00f6deter-arbeitsloser-Watnikterrorist-mit-sadistischen-Neigungen) etwa 100 Deutsche am Krieg teilnehmen.<\/p>\n<p>Wobei es darunter kaum Deutsche gibt. Haupts\u00e4chlich sind es Russlanddeutsche, die nach Deutschland emigriert sind. Nur ein paar Namen wurden dabei registriert: der am 12. Februar get\u00f6tete Witali Pastuchow (die \u00fcbliche Watnik-Palette: Sozialhilfe, Alkohol, Gef\u00e4ngnis); Alexey Relke (konnte sich in Deutschland auch nicht zurechtfinden); ein 23-j\u00e4hriger Simon aus Hanau. Dann gab es letztes Jahr in Slowajnsk noch einen Watnik-Terroristen unter dem Rufzeichen \u201eJustas\u201c. That&#8217;s it. Ende der deutschen Watnike, die die Welt im Donbas retten.<\/p>\n<p>Ah! Da gab es wohl noch eine Deutsche, die sich vom Zusammensturz der DDR noch immer nicht erholt hatte: Margarita Seidler, eine orthodoxe Aktivistin. Jetzt ist aber auch wirklich Ende.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten allen deutschen Watniken helfen! Wir sind n\u00e4mlich sehr nett und kennen ein Heilmittel gegen das Watnik-Dasein und sind sogar bereit, Euch \u00fcber dieses Wundermittel zu informieren.<\/p>\n<p>Wie einst ein russischer Klassiker sagte: \u201eLesen Sie keine sowjetischen Zeitungen!\u201c<\/p>\n<p>Neuformuliert: Schalten Sie Ihren Fernseher ab! Lesen Sie keine Watnik-Medien! Nat\u00fcrlich wirkt jedes Heilmittel, auch wenn es ein Wundermittel ist, nicht auf der Stelle. Aber wir versprechen Ihnen: nach ein bis zwei Monaten wird sich die Watte in Ihrem Kopf langsam aber sicher aufl\u00f6sen, und Sie\u00a0werden die Welt mit anderen Augen sehen! In dieser Welt wird es Arbeit geben und Menschen in Ihrer N\u00e4he, denen Sie\u00a0helfen k\u00f6nnen! Sie werden sich \u00fcber die Probleme ihrer Nahestehenden Gedanken machen und im Garten wuseln. Ihre Wohnung wird sch\u00f6ner aussehen, denn Sie werden sie endlich aufr\u00e4umen! Sie werden aufh\u00f6ren, Alkohol zu saufen, weil Sie n\u00e4mlich morgen ARBEITEN gehen m\u00fcssen. Und Ihr Sohn wird vielleicht in der Ausbildung, die er antritt, ein M\u00e4dchen kennenlernen und an Sex denken, anstatt an Waffen (da haben Sie auch was von &#8211; das ist die Perspektive eines Enkelkindes). Und eines Tages werden Sie sogar verstehen, dass die warmen westf\u00e4lischen Roggenbr\u00f6tchen und der faule ruhige deutsche Sonntag es Wert sind, sie zu verteidigen und sie vor der \u201erussischen Welt\u201c zu besch\u00fctzen&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Dieser Artikel wurde von<strong> <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a><\/strong>\u00a0auf der Basis von\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/anton.pavlushko\">Anton Pawluschkos<\/a>\u00a0<\/strong>erfassten Angaben exklusiv f\u00fcr <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\"><strong>InformNapalmDeutsch<\/strong>\u00a0<\/a>verfasst. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unser Projekt erforderlich.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>CC BY 4.0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Irina Schlegel Es lebte einmal in Deutschland ein Watnik. 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Die geh\u00f6ren zu uns, weil wir besser wissen, was f\u00fcr sie gut ist!\";\r\n\r\n4) Nationalistisch: siehe P.3, plus: der Arier unter den Homines Sovietici ist der Russe, und dieser ist davon \u00fcberzeugt, dass alle Satellitenv\u00f6lker (in den ehemaligen sowjetischen Republiken), wie auch als Homines Sovietici lebende Menschen anderer Kulturen ohnehin Untermenschen sind;\r\n\r\n5) Neidisch: Wegen seiner Schizophrenie ist der Homo Sovieticus gleichzeitig neidisch auf andere V\u00f6lker, die besser als er leben.\r\nEigentlich ist der Homo Sovieticus auf jeden neidisch, der kl\u00fcger, ehrlicher, reicher usw. ist, darum bek\u00e4mpft er entschieden und hart\u00a0all diese Menschen, ob international oder im engsten Umkreis;\r\n\r\n6) Sadomasochistisch: Nichts auf der Welt liebt Homo Sovieticus mehr als seine gr\u00f6\u00dften Peiniger (siehe Stalin, Putin).\r\nEr kann euch mit S\u00e4tzen wie \"Man br\u00e4uchte hier Stalin!\" oder \"Putin ist Russland!\" konfrontieren;\r\n\r\n7) Er ist \u00e4u\u00dferst gehorsam, ein Sklavenbewusstsein ist vorhanden (folgt aus dem P. 5).\r\nEr kann euch mit S\u00e4tzen wie: \"Sie sind doch eine in Kasachstan geborene Deutsche, wie k\u00f6nnen sie denn Europ\u00e4erin sein?\" bzw. \"M\u00e4chtige geheime Kr\u00e4fte haben die ahnungslosen Ukrainer zur Revolution gebracht!\" oder auch \"Europa muss von Amerika losgerissen werden!\" konfrontieren;\r\n\r\n8) G\u00f6tzen- und Totenkult. (folgt aus den P.6 und P.7)\r\nEr hat immer ein lebendes oder auch totes Idol, das allerdings jederzeit austauschbar ist, bzw. muss das neue Herrchen nur sadistisch genug sein, um zum Idol zu werden;\r\n\r\n9) R\u00fcckschrittlich: Der Homo Sovieticus lebt noch immer im XX. Jahrhundert (dieses Faktum beim Umgang bitte immer ber\u00fccksichtigen).\r\n\"Das ist unsere Einflusszone!\" ist der Lieblingssatz eines Homo Sovieticus.\r\n\r\nP.S. Wenn Euch noch weitere besondere Merkmale des Homo Sovieticus einfallen, bitte mitteilen: leider lebt der Homo Sovieticus in Eurer unmittelbaren Nachbarschaft, daher ist das Wissen um sein Wesen sehr wichtig.<\/blockquote>\r\n<span style=\"line-height: 1.5\">In die eigene lokale Umgebung hat er sich nicht einleben k\u00f6nnen, es schien ihm in den sozialen Plattenbauten alles \u00f6de zu sein, die Schule schw\u00e4nzte er, liebte daf\u00fcr Computerspiele und das russische bunte Fernsehen... So sind Jahre vergangen, und er wurde ganze 20 Jahre alt. Drau\u00dfen regnete es wieder, der t\u00e4gliche Zeitvertreib mit seinen Kumpels - den Hartz-IV-Empf\u00e4ngern - im Hinterhof seines Hauses mit ein paar Flaschen Wodka ist ihm auch schon langweilig geworden, und da fing das an: Das russische Fernsehen erz\u00e4hlte ihm die Geschichte von den Ukronazis. Die Geschichte war beeindruckend, bunt und darin kamen ganz viele Worte vor, die er noch in der Kindheit ganz oft geh\u00f6rt hatte: \u201ePutsch\u201c, \u201eFaschisten\u201c, \u201eVaterland\u201c etc. - Es w\u00fchlte sein leeres Innere auf, und da beschloss er, in den Krieg gegen die b\u00f6sen Ukros zu ziehen: \u201eBesonders nach Odessa... Wenn nicht wir, wer dann... Ich konnte nicht mehr tatenlos zuschauen...\u201c<\/span>\r\n\r\nMan kann mit 20 nat\u00fcrlich auch einfach arbeiten gehen - aber das ist langwierig, anstrengend und fade. Man kann auch studieren gehen, aber was? Physik? Mathematik? Siehe oben. Ist das nicht alles v\u00f6llig uninteressant, wenn da im Fernsehen gesagt wird, dass dort, dort - dort kann man die Welt retten! Jemand wird vielleicht studieren, oder Steuer zahlen, oder ein Land aufbauen, aber du - du bist ein Watnik mit deutschem Pass, und du sollst in den Krieg f\u00fcr Russland ziehen. Und auch wenn du eigentlich in Deutschland geboren bist, und deine Oma und Opa von einem gewissen Stalin aus dem Russland des letzten Jahrhunderts deportiert wurden und ihre Familie dabei fast g\u00e4nzlich umkam - \u201eVaterland!\u201c, \u201eVerteidigen!\u201c, \u201eVor Nazis retten!\u201c, \u201eRussland!\u201c... Russland hat er zwar nur im Fernsehen gesehen, irgendwo in den Asi-Vierteln von Berlin oder K\u00f6ln, aber dieses Russland aus dem Fernseher - das war das wahre Vaterland. Erhaben, gro\u00df, sch\u00f6n, verr\u00fcckt und anziehend. Dieses wollte man retten.\r\n\r\nEine ganze Generation von Menschen, die alle M\u00f6glichkeiten bekommen haben, aus den Zweite-Welt-L\u00e4ndern in ein Land der ersten Klasse hineingelassen wurden, aber am Ende kam von ihnen nur das klassische \u201eIch-habe-hier-keine-Zukunft\u201c...\r\n\r\nEine ganze Kulturerscheinung. Lerne die Sprache, h\u00f6re deinen russischen Hinterhofs-Rap nicht mehr, rauch' keine Schei\u00dfe, lass dir kein pathetisches Tattoo stechen, komm' nicht in den Knast... Schei\u00dfe, geh doch und lern irgendwas! Werde Arzt! Anwalt! Das ist tats\u00e4chlich schwieriger, als vom Hartz-IV-Geld eine Fahrkarte in den Donbas zu kaufen, aber du wirst ein Leben haben und kein schlechtes. Ein Leben, wo dich denkende Menschen respektieren werden.\r\n\r\nAber nein! Ein Watnik w\u00e4re doch kein Watnik, wenn er (es?) nicht ins ferne Grenada, Donbas - was gibt es da noch, was man retten k\u00f6nnte? - fahren w\u00fcrde.\r\n\r\nAlso gibt <strong>Nikolai B<\/strong> aus Deutschland dem russischen Watnik-TV-Sender RT Deutschland ein Interview. Pathetischer Wortsalat eines Nichtstuer-Teenagers.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/127.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-6915 \" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/127.jpg\" alt=\"1\" width=\"701\" height=\"534\" \/><\/a>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/48.jpg\"><img class=\"alignnone wp-image-6918\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/48-230x130.jpg\" alt=\"4\" width=\"176\" height=\"104\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/312.jpg\"><img class=\"alignnone wp-image-6917\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/312-230x130.jpg\" alt=\"3\" width=\"177\" height=\"104\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/218.jpg\"><img class=\"alignnone wp-image-6916\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/06\/218-230x130.jpg\" alt=\"2\" width=\"171\" height=\"101\" \/><\/a>\r\n\r\nRT, um seinem Watnik-Ruf gerecht zu werden, nannte ihn \u201eNicolaj B\u201c, denn zuerst nannte er sich gar \u201eNikolai Stirliz\u201c: Stirlitz war n\u00e4mlich der Held einer Kriegsdrama-Serie, ein Geheimdienstler - der F\u00fchrer aller Watnike ist n\u00e4mlich ein Geheimdienstler, ein Tschekist, darum tr\u00e4umen alle Watnike davon, ein Spion zu sein und gegen die USA zu k\u00e4mpfen, was Watnike allerdings nicht daran st\u00f6rt, sich beim amerikanischen Facebook zu registrieren\u00a0(<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/nikolaj.schtirliz\">https:\/\/www.facebook.com\/nikolaj.schtirliz<\/a>), und dort sogar Fotos mit einer Waffe aus dem Schlaraffenland der Watnike - dem vom Fernsehen erfundenen \u201eNeurussland\u201c - zu posten. Schnell hat aber der Stirlitz verstanden, dass sich das so gar nicht f\u00fcr einen Spion geh\u00f6rt und l\u00f6schte sein Profil.\r\n\r\nEr hat aber im sozialen Netzwerk der Watnike \u2013 VK nennt sich das - hektische Aktivit\u00e4t entwickelt (<a href=\"https:\/\/vk.com\/bitardvideltotdva4\">https:\/\/vk.com\/bitardvideltotdva4<\/a>. Archiv: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/l.php?u=https%3A%2F%2Farchive.is%2FepgRr&amp;h=-AQGhognB&amp;enc=AZNRAFHiIcapDTlYqkRWheI2ESetBT2f3y_ZTVS9eDsLOcbATA0RVcc0_v31pm5KG_P2u0kjwSxk1o_bAs5maFEPivqJ_F-ugAPMx9QqtJsHxoZSMxdZBSZM_nUH8gTNHk9eaMmoaZApS8j2FvXz28w_GToa44NIc7Be18uzpOw8v6zez9DHAivvXs3lc86VcSQ&amp;s=1\">https:\/\/archive.is\/epgRr<\/a> und <a href=\"https:\/\/archive.is\/uVBLO\">https:\/\/archive.is\/uVBLO<\/a>). Dort hat er sogar eine Gruppe organisiert: \u201eNoworossija\/Neurussland-Info\u201c. Er informierte die deutsche \u00d6ffentlichkeit \u00fcber das Geschehen bei der Junta, wenn man das so sagen darf.\r\n\r\nEr w\u00fcrde sich wohl auch weiter grandios versteckt halten, aber eines Tages haben sich die Journalisten vom WDR\u00a0in den Donbas verirrt und <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/dasers\u2026\/monitor\/sendungen\/ukraine790.html\">sind direkt auf ihn gesto\u00dfen<\/a>.\r\n\r\nDer SaveDonbassPeople-K\u00e4mpfer gab ein Interview (ins Fernsehen zu kommen war dann doch wichtiger, als ein geheimer Spion zu sein, von dem niemand etwas wei\u00df), wurde auf allen zentralen Kan\u00e4len gezeigt und - oh, Wunder! Keiner hat sein Opfer gew\u00fcrdigt! Der Weg zur\u00fcck war zu. Schwer ist das Schicksal eines Watniks. Unverstanden lebt er... Keiner m\u00f6chte nachvollziehen, warum man Waffen in die H\u00e4nde nimmt und bereit ist, andere Menschen zu t\u00f6ten, f\u00fcr ein vom F\u00fchrer aller Watnike erfundenes Land, dessen Verfassung eigentlich aus nur einem Wort bestehen k\u00f6nnte: \u201eTERROR\u201c.\r\n\r\nDa hat man auch herausgefunden, dass Nikolai der Stirlitz ein Nikolai ist, der am 3. Dezember 1993 in der Stadt Gladbeck geboren wurde und in Essen wohnt.\r\n\r\nSeinen Nachnamen hatte er lange verheimlicht, aber so ist der Preis eines Fernsehruhms: \u201eDie Welt\u201c hat kurze Zeit sp\u00e4ter <a href=\"http:\/\/l.facebook.com\/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.welt.de%2Fpolitik%2Fdeutschland%2Farticle138427424%2FWarum-Deutsche-fuer-Putin-in-der-Ukraine-sterben.html&amp;h=9AQGauhkL&amp;enc=AZP6rKNfuo5CKVSdgF2BtMEbERRqf_MtnZpO9Im9NVAs8TC5QWwdP6l6x1AOIabjebopFMYszdQsL_CGip5gPRwTEL7TwcYKQ5tRq-d8edJ_UuLX7kTWtTTawgpVjEd7Dy6x6l2Qa_jG9pNDNJMQ3iKJhtdfPcvPzZMMHBNyLWzYYKoqn55lt1EVfvI_qHwHWrs&amp;s=1\">eine Reportage<\/a> \u00fcber die Deutschen, die f\u00fcr die \u201eVolkswehr\u201c (\u201eWatnik-Terror-Wehr\u201c zu deutsch gesagt) k\u00e4mpfen, gemacht und fand selbstverst\u00e4ndlich seinen Namen heraus: Blagaderow. Nikolai Blagaderow. Kein Stirlitz... Nicht mal verwandt.\r\n\r\nNun hat Nikolai B. die \u201eVolkswehr\u201c wohl verlassen. Da kamen n\u00e4mlich ganz andere Leute hin: burjatische Panzerfahrer und Speznas GRU... Das hat halt alles keinen Sinn mehr gemacht. Also beschloss Nikolai B Journalist zu werden! \u00dcber das schwere Schicksal eines Watnik-Terroristen zu erz\u00e4hlen. Die Welt soll's wissen!\r\n\r\n21 Jahre alt. Die richtige Zeit zum Karrierewechsel... Manche sind zwar in dem Alter schon im dritten Studiumsjahr und schauen sich die zuk\u00fcnftigen Arbeitspl\u00e4tze an, aber er rettete doch den Donbas vor Faschisten!\r\n\r\nUnd, gerettet?\r\n\r\nDas russische Watnik-Fernsehen versuchte n\u00e4mlich ein Jahr lang, ein weiteres Mythos f\u00fcr die Watnike zu erschaffen, demzufolge Hunderte und Tausende und Abertausende Freiwillige aus der ganzen Welt in den Donbas fahren. Unter anderem auch Deutsche, die die Greuel der \u201eKyjiwer Junta\u201c (keine Sorge, das ist auch ein Begriff aus dem Watnik-Fernsehen, muss man nicht kennen: die Leute da sind sehr kreativ - sie haben in diesem Jahr eine g\u00e4nzlich neue Sprache erfunden) nicht mehr aushalten.\r\n\r\nLeider schauen gar nicht so viele Menschen das Watnik-Fernsehen, wie das der Watnik-F\u00fchrer gerne wollte und wof\u00fcr er Milliarden ausgab (dieses verschissene phantasielose Europa - die wollen immer Fakten haben! Logik! Angaben! Folgerichtigkeit! Langweiler...) und darum fahren nach \u201eNeurussland\u201c nur einzelne Nichtstuer, Arbeitslose und Kriminelle. Mit jedem von ihnen versuchen die lokalen Propagandisten zu arbeiten, manch ein \u00dcberseegast wandert von einem russischen Watnikpropaganda-Kanal zum anderen. Derselbe Nikolai war schon auf allen Kan\u00e4len - es gab wohl keine ausl\u00e4ndischen G\u00e4ste mehr...\r\n\r\nDie deutsche Aufkl\u00e4rung <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article138427424\/Warum-Deutsche-fuer-Putin-in-der-Ukraine-sterben.html\">berichtete<\/a> im M\u00e4rz, dass auf der Seite der \u201eSeparatisten\u201c (das sind auch Watnik-Terroristen, die haben nur viele verschiedene Namen, mehr als manch' einer europ\u00e4ischer Adliger. Ihr \u201eAdelstitel\u201c m\u00fcsste wohl so lauten: Volkswehrseparatist-vom-Fernsehen-verbl\u00f6deter-arbeitsloser-Watnikterrorist-mit-sadistischen-Neigungen) etwa 100 Deutsche am Krieg teilnehmen.\r\n\r\nWobei es darunter kaum Deutsche gibt. Haupts\u00e4chlich sind es Russlanddeutsche, die nach Deutschland emigriert sind. Nur ein paar Namen wurden dabei registriert: der am 12. Februar get\u00f6tete Witali Pastuchow (die \u00fcbliche Watnik-Palette: Sozialhilfe, Alkohol, Gef\u00e4ngnis); Alexey Relke (konnte sich in Deutschland auch nicht zurechtfinden); ein 23-j\u00e4hriger Simon aus Hanau. Dann gab es letztes Jahr in Slowajnsk noch einen Watnik-Terroristen unter dem Rufzeichen \u201eJustas\u201c. That's it. Ende der deutschen Watnike, die die Welt im Donbas retten.\r\n\r\nAh! Da gab es wohl noch eine Deutsche, die sich vom Zusammensturz der DDR noch immer nicht erholt hatte: Margarita Seidler, eine orthodoxe Aktivistin. Jetzt ist aber auch wirklich Ende.\r\n\r\nWir m\u00f6chten allen deutschen Watniken helfen! Wir sind n\u00e4mlich sehr nett und kennen ein Heilmittel gegen das Watnik-Dasein und sind sogar bereit, Euch \u00fcber dieses Wundermittel zu informieren.\r\n\r\nWie einst ein russischer Klassiker sagte: \u201eLesen Sie keine sowjetischen Zeitungen!\u201c\r\n\r\nNeuformuliert: Schalten Sie Ihren Fernseher ab! Lesen Sie keine Watnik-Medien! Nat\u00fcrlich wirkt jedes Heilmittel, auch wenn es ein Wundermittel ist, nicht auf der Stelle. Aber wir versprechen Ihnen: nach ein bis zwei Monaten wird sich die Watte in Ihrem Kopf langsam aber sicher aufl\u00f6sen, und Sie\u00a0werden die Welt mit anderen Augen sehen! In dieser Welt wird es Arbeit geben und Menschen in Ihrer N\u00e4he, denen Sie\u00a0helfen k\u00f6nnen! Sie werden sich \u00fcber die Probleme ihrer Nahestehenden Gedanken machen und im Garten wuseln. Ihre Wohnung wird sch\u00f6ner aussehen, denn Sie werden sie endlich aufr\u00e4umen! Sie werden aufh\u00f6ren, Alkohol zu saufen, weil Sie n\u00e4mlich morgen ARBEITEN gehen m\u00fcssen. Und Ihr Sohn wird vielleicht in der Ausbildung, die er antritt, ein M\u00e4dchen kennenlernen und an Sex denken, anstatt an Waffen (da haben Sie auch was von - das ist die Perspektive eines Enkelkindes). Und eines Tages werden Sie sogar verstehen, dass die warmen westf\u00e4lischen Roggenbr\u00f6tchen und der faule ruhige deutsche Sonntag es Wert sind, sie zu verteidigen und sie vor der \u201erussischen Welt\u201c zu besch\u00fctzen...\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<em>Dieser Artikel wurde von<strong> <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel<\/a><\/strong>\u00a0auf der Basis von\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/anton.pavlushko\">Anton Pawluschkos<\/a>\u00a0<\/strong>erfassten Angaben exklusiv f\u00fcr <a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\"><strong>InformNapalmDeutsch<\/strong>\u00a0<\/a>verfasst. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unser Projekt erforderlich.\u00a0<\/em>\r\n\r\nCC BY 4.0","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6913","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6913"}],"version-history":[{"count":43,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6913\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29311,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6913\/revisions\/29311"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6919"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6913"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6913"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6913"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}